Schweizer sind gegenüber Ausländer steuerlich benachteiligt!

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10.08.2010 14:09
#1
Bild des Benutzers Angry
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Schweizer sind gegenüber Ausländer steuerlich benachteiligt!

Unglaublich.

Jetzt wundert es mich wirklich nicht mehr, dass man als Schweizer von grossem Glück reden muss wenn man noch eine anständig bezahlte Arbeit findet.

Ausländer müssen, zumindest in Zürich weniger Steuern bezahlen. Auch deren Krankenkasse vom Ausland sind billiger.

Aber Hallo!!! :shock:

http://www.blick.ch/news/schweiz/politik/bund-schroepft-schweizer-mehr-a...

http://www.steueramt.zh.ch/html/steuerfuesse/tarif_a_QSt08.pdf

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16.08.2010 03:55
Bild des Benutzers MarcusFabian
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Schweizer sind gegenüber Ausländer steuerlich benachteiligt!

Nun ja, der Staat holt sich schon das Geld, wo immer er kann:

Als ich bei einer Steuererhöhung von 100% (bei gleichem Einkommen) mal bei der Steuerverwaltung reklamiert habe, hat man mir nach langem Gespräch empfohlen: "Wir sind uns im Klaren, dass die Steuern im Kt. Bern sehr hoch sind. Wir empfehlen Ihnen, den Kt. Bern so schnell wie möglich zu verlassen."

Das kann's ja nicht sein, dachte ich mir und hab ein zweites Gespräch mit einer anderen Person gesucht.

Fazit hier war die Kernaussage: "Wenn Sie sich die Steuern nicht leisten können, dann machen Sie halt Privatkonkurs."

Ok, das mag man jetzt auch wieder als Privatproblem abtun.

Aber: Die Quintessenz ist: Die Steuerbehörden der diversen Kantone müssen die Grenze finden, die Kuh zu melken aber nicht zu schlachten. Einige Kantone finden diese Grenze besser als andere!

14.08.2010 14:01
Bild des Benutzers Fine-Tuner
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Schweizer sind gegenüber Ausländer steuerlich benachteiligt!

Ich glaube kaum, dass deine persönlichen Probleme hier jemanden interessieren....

....für NÄCHSTENLIEBE gibts das Sorgentelefon, das Buff oder den Pfarrer...und wenn du von uns allen geliebt werden willst, dann gib uns einen Tip, wie wir schnell reich werden können.

PS Für finanzielle Hilfe haben wir IV, ALV, EL und Sozialhilfe... das Existenzminimum ist bei rund CHF 3K.... mehr Nächstenliebe und Aufmerksamkeit kann niemand erwarten.

Fine-Tuner

11.08.2010 16:13
Bild des Benutzers Elias
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Schweizer sind gegenüber Ausländer steuerlich benachteiligt!

Angry wrote:

Man verweigert mir sogar schriftliche Zwischenzeugnisse.

http://www.admin.ch/ch/d/sr/220/a330a.html

Quote:

Das Gesetz bestimmt in Art. 330a OR, dass der Arbeitnehmer 'jederzeit', somit nicht erst nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses, ein Arbeitszeugnis verlangen kann.

Ein Arbeitszeugnis muss nach dem Gesetzeswortlaut nicht unaufgefordert, sondern nur auf ausdrückliches Verlangen ausgestellt werden. Der Arbeitnehmer hat somit einen Anspruch darauf, während des Arbeitsverhältnisses ein Zwischenzeugnis zu verlangen.

Aus dem Begriff 'jederzeit' könnte man schliessen, dass der Arbeitnehmer im ungekündigten Arbeitsverhältnis jederzeit und nach Belieben Zwischenzeugnisse verlangen darf. Dem ist aber nicht so.

Auch ein Zwischenzeugnis dient einem bestimmten Zweck. Das Bundesgericht hat festgehalten, dass das Arbeitszeugnis dem Arbeitnehmer, der sich um eine neuen Stelle bewirbt, als Ausweis über seine Tätigkeit beim früheren Arbeitgeber dient und damit sein wirtschaftliches Fortkommen nach Beendigung des früheren Arbeitsverhältnisses fördert. Dies gilt auch für das Zwischenzeugnis. Beansprucht der Arbeitnehmer ein Zwischenzeugnis, muss er somit ein berechtigtes Interesse daran glaubhaft machen. Trägt sich der Arbeitnehmer beispielsweise ernsthaft mit dem Gedanken eines Stellenwechsels, liegt ein berechtigtes Interesse auf der Hand. Dabei spielt es keine Rolle, aus welchem Grund er die Stelle wechseln will. Glaubhaft zu machen ist nur, dass tatsächlich ein berechtigtes Interesse an einem Zwischenzeugins besteht. Daraus folgt aber, dass der Arbeitgeber berechtigt ist, nach diesem Interesse zu fragen. Ob sich das Verlangen nach einem Zwischenzeugnis auf das ungekündigte Arbeitsverhältnis positiv oder negativ auswirkt, ist daher vorher zu bedenken.

Als Ersatz für Mitarbeiterbesprechungen - im Sinne einer „Standortbestimmung“ des Arbeitnehmers - eignet sich ein Zwischenzeugnis allerdings kaum, weil regelmässige Mitarbeiterbesprechungen gerade die Grundlage für eine solide Bewertung von Leistung und Verhalten sind oder zumindest sein sollten. Ein Zwischenzeugnis hat indessen zur Folge, dass sich der Arbeitgeber verbindlich über Qualifikation und Verhalten des Arbeitnehmers äussert. Bei einer nachfolgenden Auflösung des Arbeitsverhältnisses darf er nur aus guten Gründen davon abweichen. Der Arbeitnehmer sollte daher ein gutes Zwischenzeugnis auch gut aufbewahren.

Rechtsanwalt Marcus Wiegand

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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

11.08.2010 15:00
Bild des Benutzers Elias
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Schweizer sind gegenüber Ausländer steuerlich benachteiligt!

Das Blatt wird sich wenden.

Quote:

Fachkräftemangel in Deutschland: Brüderle regt Begrüßungsgeld für Gastarbeiter an

http://www.focus.de/finanzen/news/fachkraeftemangel-bruederle-regt-begru...

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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

11.08.2010 13:09
Bild des Benutzers Angry
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Schweizer sind gegenüber Ausländer steuerlich benachteiligt!

Also die SVP ist genauso verlogen wie die anderen Politiker. Beispiel: Die wettern gegen die Freizügigkeit, aber unternommen wird nichts. Das sind genau solche Profiteure wie der Elias. Wink

Auch dass dringend benötigte hochqualifizierte Leute eingeschleust werden ist eine klare Lüge. Bin in meinem Beruf auch überdurchschnittlich qualifiziert und mit viel Erfahrung.

Zu tun hab ich aber fast nichts mehr und sehe dass immer mehr Deutsche die Arbeit verrichten.

Nur bei den absoluten Peak-Zeiten werde ich noch gebraucht. Arbeit auf Abruf...

Auf die Anfrage weshalb das so ist, bekomme ich einfach keine Antwort. Zu teuer bin ich nicht, zu schlecht anscheinend auch nicht. Schwätzen, angeben und arschkriechen können die Zuzüger aber meistens besser.

Man verweigert mir sogar schriftliche Zwischenzeugnisse. Die (Internationalen) Endkunden sind auch sehr glücklich mit meiner Arbeit und geben oft grosse Komplimente, sind fast erstaunt ab der Qualität!

Muss ich jetzt mit bald 40 was anderes lernen obwohl meine Kenntnisse und Fähigkeiten eigentlich genug gefragt sind?

What in the hell is going on here!? :twisted:

11.08.2010 09:11
Bild des Benutzers Elias
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Schweizer sind gegenüber Ausländer steuerlich benachteiligt!

Warum befasst ihr euch nicht erst mal mit einem Thema.

Der Artikel im Blick stammt aus der Weltwoche, also SVP.

Der Blick bringt gute Sportbeiträge, der Rest ist für das einfache Gemüt. Weltwoche, Köppel, SVP: immer interessant zu lesen und zu sehen, mit was man die Eightgenossen ködern kann.

Es steht ja "unter Umständen weniger Steuern"

Heisst auch "unter Umständen mehr Steuern".

Zudem: die Kosten für die Erhebung der Quellensteuer sind extrem viel tiefer, als für die CH-Jammerlappen, die in der Regel wenig Steuern zahlen. Es bleibt unter dem Strich mehr in der Kasse, weil weniger für die Löhne im Steueramt ausgegeben werden muss.

Auch schon mehrfach erwähnt (letztmals bei der vereinfachung der Mehrwertsteuer): den Aufwand sieht man nicht, aber so simple Prozentzahlen, dafür reicht es gerade noch.

Und wer sich - wie ich - mit dem Thema befassen muss, weil er solche Leute beschäftigt, weiss, dass ab einem Einkommen von 120'000 die Quellensteuer das Steueramt benachrichtigt und von dort aus eine normale Veranlagung gemacht wird.

Quote:

Ausländische Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit steuerrechtlichem Wohnsitz im Kanton Zürich, welche einen Bruttolohn von mehr als CHF 120'000 im Jahr beziehen, werden im ordentlichen Veranlagungsverfahren besteuert.

http://www.stadt-zuerich.ch/fd/de/index/steuern/quellensteuer/auslaendis...

Quote:

Überschreitet eine quellensteuerpflichtige Person mit Wohnsitz im Kanton erstmals im Jahr 2007 die massgebende Einkommenslimite von CHF 120'000, so erfolgt ab dem Steuerjahr 2007 die nachträgliche ordentliche Veranlagung. Die Quellensteuer wird weiterhin (also auch für das Jahr 2008 und nachfolgende) als Sicherungssteuer erhoben und an die im ordentlichen Verfahren veranlagte Steuer angerechnet. Für quellensteuerpflichtige Personen, die bereits nachträglich ordentlich veranlagt werden, gilt das bisherige Verfahren weiterhin;

http://www.ag.ch/steueramt/de/pub/natp/steuerarten/quellensteuer.php

Die Tarife im Kanton Zürich

http://www.steueramt.zh.ch/html/quellensteuer/arbeitnehmer.htm

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Benjamin Franklin

10.08.2010 15:53
Bild des Benutzers Pesche
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Schweizer sind gegenüber Ausländer steuerlich benachteiligt!

Na ja, sind auch unsere Gäste (Gastarbeiter) und Gäste soll man nicht rupfen.

Wir dürfen für die Mehrsteuern,welche wir bezahlen, dafür unsere Regierung wählen. Wenn wir eben solche Pfeiffen wählen, welche dafür sorgen, dass die Gastarbeiter weniger Steuern bezahlen müssen, sind wir ja selber schuld.

Geld stinkt, aber ich liebe den Geschmack