Sinnvolle Lärmobergrenze am Flughafen

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06.02.2007 10:05
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Sinnvolle Lärmobergrenze am Flughafen

Ein Hybridauto macht weniger Lärm als ein Lastwagen. Genauso verhält es sich im Flugverkehr. Laute Flugzeuge stören mehr als leise. Und genau hier setzt der Gegenvorschlag des Kantonsrats zur Plafonierungsinitiative an: die Menschen sollen vom Lärm entlastet werden. Es ist deshalb richtig, eine Lärmobergrenze festzusetzen und dann einzuschreiten, wenn diese überschritten wird. Die Anzahl zugelassener Flugzeuge sagt noch nichts darüber aus, wie viel Lärm jemand ertragen muss. 100 Hybridautos sind besser als 80 Lastwagen. Sagt das Volk ja zum Gegenvorschlag, dient dies letztendlich allen: der Wirtschaft wie auch den Menschen in den Flugschneisen.

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17.05.2016 10:01
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Grosse Hoffnung für Fluglärm-Opfer

Der neue Kurzstreckenjet der Swiss reduziert den Lärmteppich um 70 Prozent. Wenn nun auch die Langstreckenflieger nachziehen, gehört das Lärmproblem bald der Vergangenheit an.

Schön, neu und endlich modern sollen die Kurzstreckenjets der Swiss bald einmal sein. Nachdem die Airline seit 1993 mit den ineffizienten Jumbolinos (ihre vier Motoren brauchen viel zu viel Sprit) die kurzen Strecken in Europa bedient, will die Swiss den Passagieren endlich wieder zeitgemässen Komfort, mehr Beinfreiheit und Fenster bieten, aus denen sich der Landeanflug auch wirklich beobachten lässt.

Am 15. Juli soll es soweit sein, dann ist der Erstflug der Bombardier CS 100 für die Swiss. Die neuen Jets, die zuerst auf der Strecke Zürich–Paris zum Einsatz kommen, sollen 15 Prozent weniger Sprit brauchen und auch 15 Prozent weniger CO2 ausstossen als jene der Konkurrenz. Gegenüber dem Jumbolino ist der Effizienzgewinnn gar 25 Prozent – bei allem. Das ist eigentlich schon gut. In Sachen Lärm soll die Einführung des neuen Bombardier CS 100 aber zu nichts weniger als dem Beginn einer Revolution im Flugverkehr werden: Die beim Start lärmbeschallte Fläche soll sich um bis zu 70 Prozent reduzieren. Und das ist im Lärmstreit, der im dicht besiedelten Gebiet rund um den Flughafen Kloten tobt, möglicherweise ein entscheidender Trumpf.

Nach dem Start hört man: nichts

Wir konnten den Bombardier CS 100 in Mirabel bei Montreal beim Start beobachten. Laut war auch dieser Flieger, als er auf der Startpiste vorbeiraste. Aber nachdem er abgehoben hatte, hörte man praktisch nichts mehr von ihm. Endlich, nachdem die Turbinentechnik seit den 60er-Jahren eigentlich das gleiche, lärmintensive Prinzip nutzte, soll es nun zu einem Quantensprung für die lärmgeplagten Anwohner des Flughafens kommen.

Infografik: Fluglärm um 70 Prozent reduziert Grafik vergrössern

Graham Webb, Vizepräsident des amerikanischen Turbinenherstellers Pratt & Whitney, ist zuständig für die Entwicklung der neuen Turbine PW1000G, die am Bombardier CS 100 hängt und für den leisen Sound sorgt. Davon, dass bald auch grosse Flugzeuge mit dieser Technik fliegen, ist Webb, der Techniker, jedenfalls überzeugt. Er weiss, wovon er spricht, denn er hat jahrelang in der Schweiz – genauer in Weiningen – gewohnt und beim Start der Jets mitgelitten. Nun wohnt er seit Jahren praktisch auf dem Flugfeld, denn er will sein Projekt zum Erfolg führen. Webb hat einiges erlebt. «Das Schlimmste war», sagt er, «als die Turbine explodierte.» Das war vor zwei Jahren. Damals sah es danach aus, als ob das ganze Projekt gefährdet sei, und mit ihm lag die ganze Airlinesparte von Bombardier am Boden.

Zu viel Gas gegeben

Doch bald stellte sich heraus: Es gab keinen grundlegenden Design-Fehler beim neuen Triebwerk, die Piloten hatten lediglich etwas gar stark Gas gegeben und so sämtliche Limiten durchbrochen. Heute ist der Schaden längst behoben, und das Triebwerk ist damit nochmals sicherer geworden.

Doch was ist es, das diese Triebwerke so revolutionär macht? Der grosse Unterschied zu bisherigen Triebwerksmodellen: Zwischen dem Fan, also dem von aussen sichtbaren vorderen Rotor des Triebwerks, und der dahinterliegenden Niederdruckturbine, in der die anströmende Luft für die Brennkammer verdichtet wird, haben die Ingenieure ein Untersetzungsgetriebe eingebaut. Damit können sowohl der Rotor als auch die Turbine im für sie optimalen Drehzahlbereich arbeiten. So strömt links und rechts weniger Luft weg, die Lärm verursacht, und der Jet wird zum Flüstervogel. Trotzdem, man kann sich fragen, was die neue Technik wirklich bringt, denn bisher werden nur Kurzstreckenflugzeuge mit den Triebwerken der neusten Generation bestückt. Nicht aber die ungleich lauteren Interkontinentalmaschinen.

Endlich Ruhe daheim!

Doch auch das soll sich bald ändern. Davon ist Techniker Graham Webb jedenfalls überzeugt. Der Druck, dies rasch zu tun, wird nicht auf sich warten lassen, sagt Webb. Denn der Leidensdruck der Bevölkerung und der Leidensdruck der Airlines, die endlich tiefere Lärmgebühren wollen, seien immens und würden dafür sorgen, dass das Projekt schnellstmöglich realisiert wird.

Das hofft auch der Amerikaner Graham Webb, nicht nur aus beruflichen Gründen. Er würde gerne möglichst bald wieder in die Schweiz zurückkehren. Vor allem dann, wenn sich dank seiner Beharrlichkeit die neue Technologie wirklich durchgesetzt hat und ihm so ruhige Abende garantiert.

(Tages-Anzeiger)

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Benjamin Franklin

17.06.2015 10:34
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Weniger Sprit, weniger Lärm – mehr Gewinn

Der kanadische Bahn- und Flugzeughersteller Bombardier verspricht mit seinem neuen Flugzeug der C-Series viel. Vor allem dringend erwünschten Schub für sich selbst.

http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/Wenige...

 

Die Deutschen messen den Lärm in "Anzahl Flieger", wir in Dezibel
Wer in Deutschland die Steuern hinterzieht und sie später inkl. Zinsen bezahlt, kommt in den Knast.
Wer Steuergelder in einem Flughafen, Bahnhof, Oper, uvm. sinnlos verschwendet, kriegt mindestens eine Abfindung.

 

 

Es war einmal ein schönes Land... 

http://www.cash.ch/community/forum/von-user-zu-user/es-war-einmal-ein-sc...

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19.09.2014 10:14
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Sie machen weniger Lärm: Swiss erhält 15 neue Flieger

Lufthansa hat 25 neue Airbus-Flugzeuge bestellt. Die Swiss bekommt die neuen Modelle, Germanwings die alten.

http://www.blick.ch/news/wirtschaft/sie-machen-weniger-laerm-swiss-erhae...

 

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22.08.2013 19:41
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Kanton irrt sich im Lärmstreit

Die Volkswirtschaftsdirektion des Kantons Zürich hat dem Verein Bürgerprotest Fluglärm Ost vorgehalten, er hantiere mit falschen Zahlen bezüglich der Zahl der Lärmbetroffenen. Den Vorwurf zieht sie zurück: Die eigenen Zahlen sind falsch.

http://www.nzz.ch/aktuell/zuerich/uebersicht/kanton-irrt-sich-im-laermst...

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15.08.2013 14:27
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Deutschland beruhigt im Fluglärmstreit

Die deutsche Bundesregierung bekräftigt ihre Haltung, wonach der Fluglärm-Staatsvertrag mit der Schweiz präzisiert, aber nicht nachverhandelt werden soll.

http://facts.ch/articles/9457679-deutschland-beruhigt-im-fluglarmstreit

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12.08.2013 08:52
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Deutschland droht auch Österreich mit einseitiger Verordnung

Im jahrelangen Streit um den Fluglärm über Salzburg, von dem auch die Bevölkerung in Bayern betroffen ist, setzt Deutschland Druck auf. Eine einseitige Verordnung könnte die Existenz des Flughafens bedrohen.

http://www.nzz.ch/aktuell/international/auslandnachrichten/deutschland-d...

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29.07.2013 08:31
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Ein System am Limit

Unabhängig, wie der Streit um den Fluglärm mit Deutschland ausgeht: Die Kapazität des grössten Schweizer Flughafens ist endlich, und Überlaufbecken existieren nicht. Möglich wäre allenfalls eine teilweise Verlagerung nach Dübendorf.

«Hier wurde ein Werk geschaffen, das auf unabsehbare Zeit hinaus den Anforderungen des Verkehrs genügen wird.» Solches war in der NZZ kurz vor Eröffnung des neuen Flughafens bei Kloten im Jahre 1948 zu lesen. Der frohgemute Satz war schon nach wenigen Jahren falsifiziert. Dass grosse Flughäfen überall auf der Welt naturgemäss nichts anderes als grosse Dauerbaustellen sind, die nie ganz fertig gebaut sind, ist längst eine Binsenwahrheit.

Maximal 350 000 Bewegungen

Das galt auch während Jahrzehnten für den Flughafen Zürich als wichtigstes aviatisches Tor der Schweiz zur Welt. Aber selbst unter der nicht selbstverständlichen Voraussetzung, dass sämtliche noch im Planungsstadium befindlichen Ausbauschritte umgesetzt und keine zusätzlichen Beschränkungen bei An- und Abflugrouten verfügt werden, ist absehbar, dass das Limit für die möglichen Flugbewegungen relativ bald erreicht sein wird. Allein das Layout des Pistensystems setzt der möglichen Anzahl Starts und Landungen eine Grenze.

Dieses Ende der Fahnenstange in Kloten dürfte zwischen 2020 und 2030 erreicht werden. Heute liegt das Passagieraufkommen in Zürich schon bei weit über 20 Millionen pro Jahr. Die Prognose des Bundesamtes für Zivilluftfahrt (Bazl) geht für 2020 von rund 30 Millionen und für 2030 sogar von 40 Millionen Passagieren in Zürich aus. Was die Flugbewegungen pro Jahr angeht, sehen Fachleute bei 350 000 Flugbewegungen jährlich eine oberste Grenze. 2012 landeten bzw. starteten in Zürich rund 270 000 Flugzeuge.

http://www.nzz.ch/aktuell/schweiz/ein-system-am-limit-1.18124427

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20.01.2013 11:49
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Je leiser das Flugzeug, desto billiger das Starten

Flugzeuge, die den Flughafen Zürich benutzen, zahlen Gebühren, die vom verursachten Lärm abhängig sind. Ab April werden die Lärmklassen neu eingeteilt – damit wieder mehr Geld in den Fonds fliesst.

http://www.20min.ch/finance/dossier/luftverkehr/story/Je-leiser-das-Flug...

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10.09.2012 21:07
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Flugzeuge sollen gleiten statt dröhnen

Ist die Fluglärm-Problematik bald Schnee von gestern? SP und CVP präsentierten im Zürcher Kantonsrat eine Lösung, die die strapazierten Ohren der Fluglärm-Gegner aufhorchen lässt.

 

Der Zürcher Regierungsrat soll prüfen, ob der Anflug auf den Flughafen Zürich auch im sogenannten Gleitflugverfahren möglich ist. Dieses wäre nach Ansicht einer Mehrheit des Kantonsrates deutlich leiser. Zudem könne Treibstoff eingespart werden.

Der Kantonsrat hat am Montag ein entsprechendes Postulat von SP und CVP mit 89 zu 66 Stimmen an die Regierung überwiesen. Gegen den Vorstoss stimmten SVP und FDP.

Bei einem Gleitflugverfahren laufen die Turbinen beim Anflug praktisch im Leerlauf, wie Marcel Burlet (SP, Regensdorf) erklärte. Man könne es fast mit einem Segelflug vergleichen. Damit erhielte die Bevölkerung einen lärmverträglicheren Flughafen.

Das Gleitflugverfahren werde weltweit auf verschiedenen Flughäfen erfolgreich angewandt, sagte Jean-Philippe Pinto (CVP, Volketswil). Die Immissionen und der Treibstoffverbrauch im Umkreis des Flughafens könnten damit markant gesenkt werden. Es spreche nichts dagegen, das Verfahren in Kloten - unter dem Gebot der Sicherheit - einzuführen.

«Das Postulat weckt falsche Hoffnungen»

Nach Ansicht von Lorenz Habicher (SVP, Zürich) wäre die flächendeckende Einführung eines solchen Anflugverfahrens nicht möglich. Und Kurt Weber (FDP, Ottenbach) sagte, dass dieses Verfahren eher bei Flughäfen mit einer geringeren Verkehrsdichte in Frage komme.

«Das Postulat weckt falsche Hoffnungen», ergänzte Habichers Parteikollege Christian Lucek (Dänikon). Wenn möglich, werde das Gleitflugverfahren nämlich bereits heute angewendet. Das Anliegen renne somit offene Türen ein.

Volkswirtschaftsdirektor Ernst Stocker war bereit, den Vorstoss entgegenzunehmen. Im SIL-Schlussbericht stehe, dass technologische Neuerungen, die zur Sicherheit oder zum Lärmschutz beitragen, geprüft werden sollen. Dies werde der Regierungsrat tun. http://www.20min.ch/schweiz/zuerich/story/Flugzeuge-sollen-gleiten-statt...

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24.08.2012 14:09
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Das Stiefkind ist plötzlich beliebt

Die Rolle des Zürcher Fluglärmindexes in der Umsetzung des Staatsvertrags ist noch unklar. Flughafennahe Organisationen berufen sich aber auf ihn: Der Richtwert könne nur mit dem gekröpften Nordanflug und mehr Ostanflügen eingehalten werden. http://www.nzz.ch/aktuell/zuerich/stadt_region/das-stiefkind-ist-ploetzl...

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21.08.2012 12:09
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Mehr Gewinn mit weniger Flügen

Obwohl die Zahl der Flugbewegungen am Flughafen Zürich gesunken ist, konnte dieser seinen Gewinn im ersten Halbjahr 2012 um 9,1 Prozent auf 80,2 Mio. Franken steigern.

 

Weniger Flugbewegungen, weniger Fracht

 

Von Januar bis Juni nutzten 11,8 Millionen Passagiere den Flughafen Zürich als Ausgangs-, Umsteige- oder Zielort ihrer Flugreise. Die Anzahl Lokalpassagiere erhöhte sich um 2,5 Prozent und die Zahl der Transferpassagiere um 4,4 Prozent. Der Anteil an Umsteige- oder Transferpassagieren an der Gesamtpassagierzahl lag im ersten Halbjahr bei 34,8 Prozent.

 

Die Anzahl Flugbewegungen nahm um 3,1 Prozent auf 133 873 Starts oder Landungen ab. Die Sitzplatzauslastung pro Flugbewegung stieg von 70,6 Prozent auf 72,5 Prozent. Die durchschnittliche Anzahl Passagiere pro Flugbewegung erhöhte sich um 5 Prozent auf 103,3 Passagiere.

 

Die am Flughafen Zürich umgeschlagenen Frachtgüter gingen im Vergleich zur Vorjahresperiode um 0,3 Prozent auf 210 211 Tonnen zurück.

http://www.20min.ch/finance/news/story/Mehr-Gewinn-mit-weniger-Fluegen-1...

 

Weniger Flüge und mehr Passagiere. Gut so.

 

Demographischer Wandel: Die alten Säcke vertragen das Fliegen sowieso nicht mehr so gut. Das wäre was für Dignitas. Den Rückflug können sie bei ebay versteigern. Und sonst: One way ticket. http://www.youtube.com/watch?v=0qIOCuBwcTc :music:

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29.07.2012 19:28
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Flughafen London City

Besonderheiten

Ungewöhnlich für diesen Flughafen ist die Tatsache, dass gleich von Beginn an strenge Lärmschutzvorschriften in Kraft traten. Dies und die mit 1500 m relativ kurze Start- und Landebahn verringert die Anzahl der Flugzeugtypen, die diesen Flughafen überhaupt anfliegen dürfen. Es dürfen nur Flugzeuge landen, welche für einen Anflugwinkel von 5,5 Grad oder mehr zugelassen sind. Auch Helikopterflüge sind hier aus Umweltschutzgründen nicht gestattet. http://de.wikipedia.org/wiki/Flughafen_London_City

 

Neben dem gekröpften Anflug und Looping wäre das doch auch noch eine Variante.

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05.07.2012 15:15
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Wacht man bei den neuen Swiss-Flugzeugen nicht mehr auf?

 

Die neue Kurzstreckenflotte der Swiss soll Anwohner punkto Lärm entlasten. Ist dem wirklich so? Der Akustik-Experte relativiert.

Ab 2014 ersetzt Swiss auf der Kurzstrecke ihre Avro-RJ100-Maschinen mit 30 Flugzeugen der C-Series von Bombardier. Deren Lärmemissionen sollen deutlich tiefer sein als bei ihren Vorgängern und für das menschliche Hörempfinden nur noch halb so laut sein wie bisher. Doch wie stark ist der Nutzen der leiseren Flieger tatsächlich für die Anwohner? Werden sie von einer C-Series-Maschine nicht mehr geweckt?

«Markant weniger Anwohner werden geweckt»

«Natürlich ist es eine grosse Erleichterung, wenn der Lärmpegel der neuen Flugzeuge um 10 bis 15 Dezibel unter demjenigen des Vorgängermodells liegt», sagt Kurt Eggenschwiler, Akustiker von der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa), gegenüber Tagesanzeiger.ch/Newsnet. Er ist überzeugt, dass durch die leiseren Geräusche markant weniger Anwohner in der Flugschneise aufwachen werden. «Das Problem ist eher, wenn sie durch vorhergehende lautere Flugzeuge geweckt werden.» Ungewiss sei, wie stark die Abnahme der Lautstärke schliesslich durch die Zunahme der Flugbewegungen kompensiert werde.

«Zudem gibt es Anzeichen dafür, dass die heutigen Lärmbeurteilungsverfahren nicht korrekt wiedergeben, wie stark die Bewohner durch die tägliche Anzahl Überflüge belästigt werden.» Die gefühlte Lärmbelästigung, so Eggenschwiler, sei schwierig zu erfassen – im Gegensatz zur Lautstärke, die man mit dem Schallpegelmesser ermitteln könne. Schwierig zum einen, weil die Leute dezibelmässig gleich laute Geräusche unterschiedlich störend empfinden. Ein Rauschen etwa sei weniger lästig als ein Heulen. Zum anderen stelle sich auch die Frage, ob die Bevölkerung empfindlicher geworden sei. «Doch da spielen mehrere Faktoren wie etwa die veränderte Arbeitsbelastung mit.»

«Leisere Flugzeuge bedeuten nicht das Paradies»

Der Akustik-Experte weist im Übrigen auf einen Bundesgerichtsentscheid von 2010 hin. Dieser hält fest, dass die geltenden Fluglärmgrenzwerte die Bevölkerung am Morgen zwischen 6 und 7 Uhr ungenügend schützen. Eggenschwiler ist der Ansicht, dass sie neu überprüft werden müssen. http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Wacht-man-bei-den-neuen-Swi...

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04.07.2012 10:01
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Fluglärm ist in 15 Jahren kein Thema mehr

Dagegen ist selbst der im Fliegerjargon als «Flüsterjet» bekannte Avro RJ100 ein Donnervogel: Wenn der neue Swiss-Kurzstreckenflieger Bombardier CSeries ab 2014 die 20 alten Avro-Vierstrahler ersetzt, können die Flughafenanrainer aufatmen. Das neue Modell ist bis 15 Dezibel leiser: «Das entspricht einer Halbierung des Lärmpegels», sagt Swiss-Sprecherin Susanne Mühlemann (siehe Diashow oben). Möglich machts eine neue Triebwerksgeneration, den so genannten «Geared Fans». Ein Getriebe sorgt dafür, dass sich der Fan dreimal langsamer dreht als die Turbine – und spart so viel Sprit und sorgt für weniger Lärm. http://www.20min.ch/finance/dossier/luftverkehr/story/-Fluglaerm-ist-in-...

 

 

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04.07.2012 07:45
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Besser reich und gesund als arm und krank!

02.07.2012 15:08
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Leuthard einigt sich mit Deutschland

Deutschland und die Schweiz haben heute laut einem Medienbericht eine Lösung im Fluglärmstreit gefunden.

Lösung im Fluglärmstreit: Deutschland ist von der sogenannten Stuttgarter Erklärung, welche eine Reduktion von 100 000 auf 80 000 Flüge sowie ein Flugverbot am Morgen und am Abend forderte, abgerückt. Dies meldet Tages-Anzeiger.ch/Newsnet. Laut dem Newsportal sieht die neue Lösung keine bestimmte Anzahl von Flügen vor. Allerdings sollen Sperrzeiten gelten, an denen man den Flughafen Zürich nicht mehr über Deutschland anfliegen darf.

Die Schweizer Verkehrsministerin Doris Leuthard und Deutschland haben ausgehandelt, dass morgens ab 6.30 Uhr bis 18 Uhr An- und Abflüge von Norden gestattet sind. Ausserhalb dieser Zeiten müssen die An- und Abflüge über der Schweiz erfolgen.

Laut Tages-Anzeiger.ch/Newsnet soll die neue Regelung ab 2020 gelten. Das Bundesamt für Zivilluftfahrt hat für heute Nachmittag eine Medienorientierung angekündigt. http://www.20min.ch/schweiz/news/story/Leuthard-einigt-sich-mit-Deutschl...

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30.04.2012 17:06
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Vor und Nachteile

Die Leute die dort wohnen profitieren von niedrigen Mieten und einer doch sehr zentralen Lage. Vom Flughafen ist man in einer halben Stunde im Stadtzentrum.

Der Nachteil ist der Lärm.. Es gibt die Möglichkeit schalldichte Fenster einzubauen was sich bei den Mieteinsparungen noch allemal lohnt. 

Mein Mitleid hält sich in Grenzen. :-). 

13.04.2012 08:36
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Deutschland will «Rechtsklarheit»

Das Verkehrsministerium in Berlin wehrt sich gegen den Vorwurf, das Beharren auf dem Gerichtsverfahren im Fluglärmstreit komme einer Absage an Verhandlungen gleich.

Die Klage der Schweiz vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) gegen die Beschränkungen des süddeutschen Luftraums für Anflüge auf Zürich sorgt dies- und jenseits des Rheins für rote Köpfe. Das Departement von Bundesrätin Doris Leuthard wollte die Klage sistieren – bis zum Abschluss der Verhandlungen, die bis im Sommer in einen Staatsvertrag zwischen der Schweiz und Deutschland münden sollen (NZZ 11. 4. 12). Doch Deutschland stellte sich quer und setzte sich auch durch. Bereits am 26. April findet in Luxemburg die mündliche Verhandlung vor dem EuGH statt. Die Publikation des Urteils könnte folglich mitten in die Verhandlungen über den Staatsvertrag fallen. http://www.nzz.ch/nachrichten/zuerich/stadt_und_region/deutschland-will-...

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04.04.2012 11:33
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Bundesgericht verbietet Nachtflüge in Frankfurt

Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat das Nachtflugverbot für den Frankfurter Flughafen bestätigt. Das Verbot ist ein Sieg für Anwohner des Grossflughafens im Rhein-Main-Ballungsraum.

(Reuters) In Deutschland hat das Bundesverwaltungsgericht das vorläufige Nachtflugverbot am Frankfurter Flughafen bestätigt. Zwischen 23 Uhr und 5 Uhr seien vorerst keine Starts und Landungen an Deutschlands grösstem Luftdrehkreuz erlaubt, urteilte das Gericht in Leipzig.

Nun müsse das Bundesland Hessen über die Zulasung von Nachtflügen neu entscheiden, sagte der Vorsitzende Richter Rüdiger Rubel: «Der Spielraum für die Zulassung von Flügen ist äusserst eng.»

Vorläufiges Verbot

Das oberste Verwaltungsgericht bestätigt damit eine Entscheidung des Hessischen Verwaltungsgerichtshofs, der die nächtlichen Flüge im Herbst vorläufig untersagt hatte. Das Verbot ist ein Sieg für Anwohner des Grossflughafens im Rhein-Main-Ballungsraum, die seit Monaten jeden Montag im Flughafen-Terminal zu Tausenden gegen den Fluglärm demonstrieren.

Städte in der Einflugschneise wie Offenbach und Rüsselsheim, ein Klinikum und Privatpersonen hatten gegen eine Verordnung des Landes Hessen geklagt, nach der 17 Flüge zwischen 23 Uhr und 5 Uhr erlaubt sein sollten. Mit der Verordnung regelte das Land die Erweiterung des Flughafens um eine vierte Landebahn.

Hohe Hürden

Richter Rubel hatte bei den Airport-Anwohnern bereits in der mündlichen Verhandlung vor drei Wochen Hoffnungen geweckt. Er hatte betont, dass die Erlaubnis von Nachtflügen an sehr hohe Hürden gebunden sei. Die schiere Bedeutung eines Flughafens allein sei nicht ausreichend. Zudem hatte er einen Formfehler der hessischen Regierung bei der Genehmigung der neuen Nordwest-Landebahn 2007 moniert.

Hart getroffen von dem Verbot wird die Lufthansa. Ihre Cargo-Tochter hat in Frankfurt eine eigene Frachtflotte stationiert. Einige der Flugzeuge transportierten nachts Waren nach Asien und Nordamerika. Ein Nachtflugverbot kostet Lufthansa Cargo nach eigenen Angaben im Jahr 40 Millionen Euro Gewinn. Nach dem Urteil verloren die Lufthansa-Aktien 2,5 Prozent ihres Werts. Die Papiere des Flughafenbetreibers Fraport notierten 1,5 Prozent im Minus. http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/international/nachtfluege-frankfur...

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06.02.2007 12:00
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Sinnvolle Lärmobergrenze am Flughafen

Ja der Gegenvorschlag macht sicherlich mehr Sinn. Ich habe sowieso den Eindruck, dass mit der Plafonierung im Hintergedanken mehr eine Abstimmung "Flughafen ja oder nein" betrieben wird. Einige der Initianten könne sich nicht damit abfinden, dass der Flughafen nunmal dort ist und wehren sich gegen alles. Selbst die neuen Betriebsvarainten mit Pistenveränderungen, die nachweislich 150000 Personen weniger mit Lärm belasten würden als der aktuelle Zustand, werden verworfen und verflucht. Eine solche Einstellung zeigt deutlich, dass es nicht ernsthaft darum geht den Fluglärm zu verringern. Dabei vergessen die ärgsten Kritiker dass sie a) erst dahin gezogen sind, als der Flughafen schon war, b) sie dem Flughafen die Standortattraktivität Zürichs und damit die Existenz ihres Arbeitsplatzes verdanken und c) dass die selber gerne verreisen (Umfragen haben ergeben, dass die Agglomeration mehr wegfliegt als die Schweiz im Schnitt).