Sinnvolle Unternehmenssteuerreform

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13.01.2008 22:08
#1
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Sinnvolle Unternehmenssteuerreform

Ich arbeite seit einigen Jahren für ein Schweizer Finanzinstitut in Prag. Ich kenne deshalb die Unternehmenskulturen und Wirtschaftsstrukturen Osteuropas und der Schweiz recht gut. Das Argument des Pro-Komitees der Unternehmenssteuerreform, die Doppelbesteuerung in der Schweiz hemme Investitionen und damit die Entstehung neuer Arbeitsplätze, ist nicht von der Hand zu weisen. Die Dividendenausschüttung osteuropäischer Firmen ist infolge deutlich tieferer Steuern in der Regel höher als in der Schweiz. Liefere ich als Mitinhaber einer Firma heute dem Schweizer Fiskus mehr als die Hälfte meiner Dividenden ab, sind es in der Slowakei, Island, Polen oder der ČSR nur zwischen 19 und 35 Prozent. Folglich stehen mir in der Schweiz weniger Mittel für Reinvestitionen und damit für die Schaffung neuer Arbeitsplätze zur Verfügung als in Prag oder Warschau. Dies ist ein – jedoch nicht der einzige – Grund für das beängstigend tiefe Wirtschaftswachstum in der Schweiz in den vergangenen Jahrzehnten. Die Unternehmenssteuerreform II ist deshalb ein sinnvoller Schritt, die Schweiz als Wirtschaftsstandort wettbewerbsfähiger zu machen.

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13.02.2008 10:56
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Sinnvolle Unternehmenssteuerreform

Ich glaube wir lassen uns mal überraschen und schauen was abgestimmt wird.

Ich hoffe einfach, dass ein allfälliges Ja, sich in Zukunft nicht schädigend auf das System auswirken wird. Dass die daraus resultierenden Verluste nicht 30 Mal höher werden als angenommen und dass die Re-investitionen mit den neuen Mitteln zum grössten Teil in der Schweiz erfolgen werden.

Noch ein kleiner Tipp. Wenn dir mal eine GmbH so tierisch auf den Sack geht, die nach dem Motto keine Steuern bezahlen fungiert. Abklären ob Geschäftsinhaber oder Inhaberin Verheiratet ist. Die Steuerverwaltung anonym darauf hinweisen nicht den Vorstand (Mann mit Bergen von Verlustscheinen), sondern den Ehepartner veranlagen zu lassen.

So haben wir schon ein paar Buden hochgehen lassen.

Wink

PS: Leider sind nicht alle verheiratet.

Wünsche einen schönen Tag

Freundliche Grüsse

13.02.2008 08:33
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Sinnvolle Unternehmenssteuerreform

Meveric wrote:

Und. Ich würde behaupten, fast 1/4 aller GmbH's werden als Scheinfirmen eröffnet und der Innhaber oder dessen Frau überhäuft sich privat mit Schulden um im Luxus zu leben. Durch die Gütertrennung welche vorgängig vereinbart wurde, kann der Partner nicht belangt werden.

Häuser, teure Autos, riesige Fernseher, werden über die Firmen geleast respektive als Sacheinlage in die GmbH gesteckt. So sind diese Güter vor Gläuber geschützt.

Glaube mir. In der Schweiz treiben mehr Burschen und Mädchen solchen Unfug wie Du dir vorstellen kannst. Die Leute lachen sich ins Fäustchen, da Steuerschulden noch fast als kavaliersdelikt gelten und nicht auf Konkurs betrieben werden können.

Ich kenne den Anteil nicht.

Aber sonst sind mir diese Pappenheimer besten bekannt.

Firma auf, Kreditoren schädigen, Firma konkurs gehen lassen, und wieder alles von vorne.

Betreibungen bis zu Konkurseröffnung (meistens bei kleineren Beträgen) gehören zu meinen Nebenbeschäftigungen.

Und zwischendurch ein paar Pamphlete im Cash-Forum

Aber die gibt es in jedem System.

Die haben einen ganz anderen Weg genommen, um der Doppelbesteuerung zu entgehen: Sie haben erst garnicht die Absicht, welche zu bezahlen.

Wie schon gesagt:

- ich mag es jedem gönnen, der entlastet wird.

- Ganz speziell natürlich den untersten Einkommen.

- bei der Vorlage geht es nicht nur um Dividenden.

Sollte die Vorlage abgelehnt werden, würde sogar die SP umgehend bei einem neuen Paket mitmachen.

So weltfremd ist die Vorlage also nicht.

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

12.02.2008 21:25
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Elias ich verstehe dich voll und ganz. Es ist vielleicht manchmal ein wenig schwierig die Meinung so niederzuschreiben dass sie der Leser so interpretiert wie es der Schreiber wollte.

Die Vorlage ist gelaufen. Egal was du schreibst, egal was ich schreibe. Egal ob Du ein Ja in die Urne wirfst oder ich ein Nein.

Bern wird als letzter Kanton in der Schweiz diese Reform einführen. Bei einem Ja mit dem Wille des Volkes. Bei einem Nein halt ein Jahr später, mit der Argumentation dass der Kanton Bern in der Schweiz nicht mehr bestehen kann und es nunmal so sein muss.

Ich kenne die Absichten und Pläne der Steuerverwaltung genau. Und ich habe mich an den Info-Veranstaltungen bereits zum Vorgehen geäussert.

Darum begreiffe ich nicht, warum man zu erst abstimmen soll. Wenn es am Schluss dann sein muss.

Zudem:

ich kann die Vorlage so oft lesen wie ich möchte. Es steht. Inhaber von Kapitalgesellschaften (AG, GmbH) werden im Vergleich zu Inhabern von Personenunternehmungen stärker besteuert..........................

Also bringt diese Vorlage keiner KMU etwas deren Geschäftsinhaber als selbständigerwerbend gilt.

Und. Ich würde behaupten, fast 1/4 aller GmbH's werden als Scheinfirmen eröffnet und der Innhaber oder dessen Frau überhäuft sich privat mit Schulden um im Luxus zu leben. Durch die Gütertrennung welche vorgängig vereinbart wurde, kann der Partner nicht belangt werden.

Häuser, teure Autos, riesige Fernseher, werden über die Firmen geleast respektive als Sacheinlage in die GmbH gesteckt. So sind diese Güter vor Gläuber geschützt.

Glaube mir. In der Schweiz treiben mehr Burschen und Mädchen solchen Unfug wie Du dir vorstellen kannst. Die Leute lachen sich ins Fäustchen, da Steuerschulden noch fast als kavaliersdelikt gelten und nicht auf Konkurs betrieben werden können.

So ein wenig vom Thema abgeschweift. Aber ich denke GmbH's und AG's, besser gesagt deren Besitzer und Mitarbeiter können sich nicht beklagen.

Freundlicher Gruss

12.02.2008 19:19
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Meveric wrote:

Ich finde es aber einen Unsinn einem Stimmvolk wie uns, eine Abstimmung aufzutischen die bereits gelaufen ist.

Einem Stimmvolk wie uns?

Du schliesst schon wieder von dich auf andere.

@debiles Stimmvolk

Lest die Vorlage, es ist nicht so schwierig!

(Wenn ich es verstehe, versteht es jeder)

Die Abstimmung ist nun also plötzlich schon gelaufen?

Jetzt auf einmal?

Nachdem ich dich schlau gemacht habe?

Und eben hast du noch das geschrieben:

Meveric wrote:

Und zu guter letzt. Diese Vorlage kann wirklich nur jemand gut finden, der selbst davon profitiert!

Wie aus meinem vorangegangenen Posting hervor geht:

Ich profitiere nicht von der Vorlage.

Es profitieren aber andere.

Und ich würde es ihnen gönnen.

Hab ich wohl vergessen zu erwähnen: Es geht nicht nur um Dividenden

----

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Benjamin Franklin

12.02.2008 18:46
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Elias

Ich weiss wer, wie, und wo betroffen sein wird.

Klar sollen Unternehmen Reserven schaffen für schlechte Zeiten.

Aber manche Firmen sollten sich wirklich fragen, wie viele Reserven es denn braucht.

Wo sind denn jetzt all die vielen Reserven bei der UBS die genutzt werden könnten um einen positiven Abschluss zu erzielen? Die sind immer noch still diese Reserven. Vermutlich hat man sie bereits vergessen, bis man die Bank übergeben muss Wink

Ich weiss genau welcher Kanton bereits was und wie besteuert.

Ich finde es aber einen Unsinn einem Stimmvolk wie uns, eine Abstimmung aufzutischen die bereits gelaufen ist.

Der Kanton Bern, ist wie bereits erwähnt, nicht mehr konkurrenzfähig und es muss etwas geschehen.

Kanton Zug ist zudem dass beste Beispiel. Jeder zweite Geschäftssitz liegt in Zug obwohl es dort gar kein Geschäft, sondern nur noch Briefkästen gibt. Gewohnt wird dann in Bern, Zürich oder wo es denn sonst gerade gefällt. "Es schläckt kei Geiss wäg, das einigi Kantone haut türeri Infrastrikture, oder wie hie in Bärn Bärge u Tunel hei, wo haut meh choschte aus in ZUG!" Und wer hier wohnt soll auch zahlen.

Wünsche einen schönen Abend.

Gruss

12.02.2008 15:10
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Meveric wrote:

-Unternehmen sollen ihre Gewinne fortlaufend ausschütten und Investitionen tätigen, nicht Geld vor dem Fiskus durch stille Reserven und Buchhaltungs-Tricks verstecken.

Und zu guter letzt. Diese Vorlage kann wirklich nur jemand gut finden, der selbst davon profitiert!

Unternehmen sollen den Gewinn fortlaufend ausschütten?

Keine Reserven bilden für schlechte Zeiten?

Dafür den Pöbel in schlechten Zeiten auf die Strasse stellen?

So ein Nonsens.

Ach Meveric ... arbeitest du wirklich auf dem Steueramt?

Eigentlich müsstest du doch wissen, wieviele Kantone bereits nach der Vorlage die Dividenden besteuern und wieviele grundsätzlich tiefer besteuern (egal wir hoch der Aktienanteil ist) und wieviele Kantone noch die volle Doppelbesteuerung kennen.

Würde die Vorlage angenommen, sieht es bezüglich Dividenden so aus:

Der Bund würde die Dividendbesteuerung nach den Richtlinien des Kantons St. Gallen anpassen, nicht umgekehrt.

Ich wiederhole es nochmals:

- Es wird in Unkenntnis der Sachlage gepostet (oder wider bessern Wissens?)

- Es wird in Unkenntnis der Vorlage gepostet

Es sind alle Rechtsformen betroffen.

Es geht nicht nur um Dividenden.

Erst die Vorlage lesen.

Dann sich mit der gegenwärtigen Situation vertraut machen.

Hier eine kleine Hilfestellung:

Quote:

Wie sieht die Situation in den Kantonen aus?

Die Kantone können frei entscheiden, ob und in welchem Masse sie eine Teilbesteuerung einführen. 18 Deutschschweizer Kantone haben dies bereits getan – und entlasten die Aktionäre zum Teil noch viel stärker. So besteuert etwa Schwyz die Dividenden nur noch zu 25 Prozent. Die Kantone dürfen jedoch nur jene Aktionäre entlasten, die zu mindestens 10 Prozent an einem Unternehmen beteiligt sind.

Der geneigte Leser ahnt es schon:

Unter diesen Umständen kann es dem Elias doch total wurscht sein, was bei der Abstimmung raus kommt.

Elias würde dem nicht widersprechen, wenn es jemand behaupten würde.

----

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Benjamin Franklin

12.02.2008 12:04
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Ich glaube, dass ich die Karte auch mal verkehrt ins Antwortcouvert schieben muss, dann bekomme ich vielleicht mal interessanteres als Rechnungen und verwirrende Abstimmungsunterlagen.

Zu deinen Fragen Elias.

Warum ich noch nicht in Schweden bin?

Grundsätzlich gefällt es mir in der Schweiz. Aber es wird mich, bis an mein Lebensende hier nichts halten können. In Schweden ist es mir zu kalt, wird dann eher Thailand, Malaysia oder sonst ein schöner Ort sein.

Warum der IKEA Guru in der Schweiz wohnt?

Weil er dort wohnt wo er am meisten profitiert. Sowie alle anderen Hauptsitze und Zweigniederlassungen von namhaften Firmen. Brauche ich nicht aufzuzählen kennt jeder und gibts zu viele.

Warum du noch nicht umgezogen bist über den Seedamm?

Weiss ich doch nicht. Weil dein Arbeitsweg danach zu weit währe? Weil du deine Freunde verlieren würdest? Weil du Bindungsänste hast? Oder vielleicht ein Eigenheim auf der falschen Seeseite hast und im nachhinein die andere Seite Steuergünstiger wurde?

Ich weiss es nicht aber tief in dir schlummert die Antwort. Jedenfalls weisst Du, dass es auf der anderen Dammseite nur die Hälfte kosten würde und erwähnst dass ständig, somit gehe ich davon aus, dass es dich schon ein wenig beschäftigt.

Zu den Reichen die hier so viel Geld ausgeben. Bill Gätes läuft in einem vom Mutti gestrickten Pullover umher, räumt vermutlich die Hundescheisse welcher Wuffi auf den Asphalt macht nicht weg, kann dann der Strassendienst machen, da ja mit Steuern bezahlt, ist in seinem Leben noch nie zum Coiffure gegangen.

Dass Verhaltensmuster lässt sich auf unzählige Reiche projizieren und dass weiss jeder.

Gut jetzt heisst es, dass sind Extremfälle. Stimmt! Aber die anderen sind nicht viel anders.

Ich kenne viele Piloten, Ärzte, Bündeler, Bänker in höheren Position,

Vertreter, Apotheker und und und. Die bringen einen schönen Zapfen nach Hause. Die bezahlen auch richtig saftig Steuern, in meinen Augen eigentlich schon übertrieben viel. Warum? Weil sie wie jeder Schweizerbürger (Kantonsbürger) dem Gesetz unterliegen und die knallharte Steuertabelle zum Einsatz kommt, die Ihr Steueransatz wie ein Katapult in die Höhe schiessen lässt.

Jetzt sollen KMU's (ich sagen nur die paar grössten der Schweiz), davon profitieren, nur weil es ein paar ungerecht finden finden, nach den gleichen Tabellen und Gesetzen veranlagt zu werden wie alle übrigen Schweizer auch?

Hört auf?

-Unternehmen können sich ihre Rechtsform selbst aussuchen und wissen wie diese besteuert werden und wurden.

-Unternehmen sollen ihre Gewinne fortlaufend ausschütten und Investitionen tätigen, nicht Geld vor dem Fiskus durch stille Reserven und Buchhaltungs-Tricks verstecken.

Und zu guter letzt. Diese Vorlage kann wirklich nur jemand gut finden, der selbst davon profitiert!

Wünsche einen schönen Nachmittag.

10.02.2008 12:06
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Elias wrote:

Es ist zum Meschugge werden!

Seit ihre den alle des Wahnsinns fette Beute?

Es geht nicht nur um Aktionäre!

Somit geht auch nicht nur um Dividenden!

Es geht auch nicht nur um juristische Personen (Gmbh oder AG), sondern auch um natürliche (Kollektivgesellschaft, Kommanditgesellschaft)

Lest doch mal erst die Vorlage und dann Posten

Es hat sogar Bildli drin.

Zwar keine mit Candle-Sticks, Diamanten und Doppel-Top

Schritt 1:

wie öffne ich das Abstimmungscouvert, damit es nicht kaputt geht und nachher wieder verwendbar ist?

Schritt 2:

Inhalt raus nehmen und schauen, ob es was zum Lesen hat.

Wenn ja.... lesen

Schritt 3:

Stimmzettel ausfüllen

lakonische Menschen sind hier im Vorteil. Kurze Sätze bilden.

Schritt 4:

Stimmausweis unterschreiben.

Wenn möglich einen Firmenstempel verwenden.

Das macht Eindruck und die Stimme zählt doppelt.

Schritt 6.

die 6 Punkte auf der Rückseite des Stimmausweises lesen

Wettbewerbsfrage mit tollen Preisen

Schritt 7:

Die ausgefüllten Stimmzettel ins graue Couvert

Ist nicht zwingend.

Das machen nur Festnetztelefonierer, die sich für ihr Ja schämen

Schritt 8:

Stimmausweis und das graue Couvert ins Fenstercouvert

VORSICHT:

jetzt nur keinen Fehler machen.

Steckt man den Stimmausweis falsch ins Couvert, bekommt man in 2 Tagen interessante Post zugeschickt.......

Schritt 9:

Das Couvert frankieren

Schritt 10:

und ins Altpapier legen.

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Benjamin Franklin

10.02.2008 11:18
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und jetzt dreifach

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Benjamin Franklin

10.02.2008 08:55
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Mein Eintrag ist doppelt drin

Editieren ist wohl Glückssache

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Benjamin Franklin

10.02.2008 00:29
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War etwas ironisch gemeint mit den 10 Mio...aber im Ernst...warum sollen Kleinaktionäre doppelbesteuert werden und Grossaktionäre nicht?

„Alles was die Sozialisten vom Geld verstehen, ist die Tatsache, dass sie es von anderen haben wollen.“

Konrad Adenauer

10.02.2008 00:15
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Johnny P wrote:

Wieso 10%?????????????

Kann mir das bitte jemand erklären, wieso nicht einfach ab 10 Mio. damit jeder sehen kann wer genau profitiert?

Gegenfrage: warum 10 Mio?

Wieviele KMU's gibt es überhaupt in dieser Grössenodnung?

Damit kämen ja nur die reichen KMU's zum Zug.

Das kann es wirklich nicht sein.

Wieso 10%? Steht in der Vorlage:

Quote:

Beteiligungen von natürlichen Personen in dieser Höhe erfolgen in der Regel aus unternehmerischen Interessen

Zudem steht auch in der Vorlage:Quote:

Die Kantone können frei entscheiden, ob und wie weit sie die Doppelbesteuerung abbauen wollen. Allerdings gilt auch für sie, dass eine Beteiligung von mindestens 10% betragen muss, damit die Beteiligten in den Genuss der Entlastungen kommen.

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Benjamin Franklin

09.02.2008 23:56
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Ich werde ein "Nein" einlegen.

Ich finde die momentane Doppelbesteuerung zwar nicht korrekt, aber der Lösungsansatz finde ich doch etwas befremdlich!!!

Wieso 10%?????????????

Kann mir das bitte jemand erklären, wieso nicht einfach ab 10 Mio. damit jeder sehen kann wer genau profitiert?

Ich würde übrigens persönlich auch profitieren, da ich schon bald einen Betrieb mit einigen stillen Reserven übernehmen werde.

„Alles was die Sozialisten vom Geld verstehen, ist die Tatsache, dass sie es von anderen haben wollen.“

Konrad Adenauer

09.02.2008 23:09
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Grizzly wrote:

Jeder unternehmer der hier keine steuern zahlen kann, weil es ja angeblich nicht rentiert.

erst wünschst du ein schönes Wochenende und jetzt das.

Ist das Wochenende schon vorbei?

Wovon laberst du jetzt wieder.

Wer kann keine Steuern zahlen?

Was rentiert nicht?

Ich wiederhole es nochmals.

Ich wohne in Rapperswil-Jona und könnte die Hälfte Steuern sparen, wenn ich auf die andere Seite ziehen würde.

Trotzdem bleibe ich hier.

Wer gerne viel Steuern zahlt, der soll das tun. Meinen Segen hat er. Freiwillige vor.

Wir brauchen eh dringend neue Kampfjets und die Leopard-Panzer sind doch auch schon veraltet. (Wer erinnert sich überhaupt noch an die letzte Panzerschlacht der Eidgenossen?)

Ganz ehrlich Grizzly:

Du mutest dem Leser immer wieder einiges zu.

Nicht nur aufgrund der vielen Schreibfehler.

Auch inhaltlich sind deine Beiträge nicht konsistent.

Du schreibst von "ihr" und keiner weiss, wen du meinst.

Du vermauschelst Sachen, die nichts miteinander zu tun haben.

Und ganze Textpassagen haben nichts mit der Vorlage zu tun.

Dafür zwischendurch in jedem Posting ein Loblied auf dich selber.

Was soll das?

----

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Benjamin Franklin

09.02.2008 22:13
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ich sage nur ein NEIN am 24.02.08 muss es sein! Blum 3

Jeder unternehmer der hier keine steuern zahlen kann, weil es ja angeblich nicht rentiert. jungs macht mich nicht zum lachen.

habe mit nichts angefangen und heute meine eigene ag mit 95 mitarbeitern. habe nie gross stille reserven gebildet oder irgend etwas versteckt! zahle überdurchschnittliche löhne. lebe selbst wie otto normal bürger könnte mir auch eine villa am see leisten oder so einen quatsch der nur aufs äussere abziehlt! habs jedoch nicht nötig. und wenn ich diese voll bescheuerte steuerreform ansehe, kann ich nicht verstehen, wenn jemand einen gesunden menschenverstand hat diesen müll zu akzeptieren!

ich möchte meinen kindern und meinen mitbürgern später noch in die augen sehen können bevor ihr ihnen sagt sie sollen bis 70 arbeiten.

KMU heisst klein und mittlere unternehmen, dies sind aber gerade die die am wenigsten profitieren, profitieren können nur in gutem rahmen die grossen, diejenigen die kohle haben!

ich meine nicht die mit einer mio auf der bank sondern die mit 100 mio. wer keine steuern zahlen kann weil er zu gierig ist, nach dem motto für mich alles für euch nichts; der hat den sozialen auftrag einer unternehmung nicht verstanden - aber bestimmt die stillen reserven ausgebaut bis zum unermässlichen! :cry:

ich habs geschafft zum guten leben, und sehe mich in der verantwortung ohne mich an meiner eigenen ag ins unermässliche zu breichern! damit meine ich besonders die manager, soll mir einer eine menschliche leistung zeigen die eine million wert ist! es gibt keine - jeder ist ersetzbar!

leute verwechseln gier mit vernunft, dies gilt für alle die sich auf geld gerichtet fühlen vom manger bis hin zum sponsoring beim sportler! beispiel nike bezahlt wenn ichs recht im kopf habe ohne gewähr roger federer 132mio, für sponsoring. nun was bringt denen denn die steuer reform! wenn eine firma 132mio von ihrer substanz vergeben kann,- ich nenne es mal "werbung".

habe bewusst keine schweizer firma als beispiel genommen!

manche hier, versuchen sich durch ihren angeblichen super job das gegenteil zu behaupten, jedoch das ist wohl eher der schutz aus gier.

ich habe selber meine firma aufgebaut, habe mich mit so einigem rumgeschlagen und weiss wovon ich rede.

keiner dieser star manager oder bänker die millionen abtransportieren an geld was andere verdient haben, hat je selber eine firma aufgebaut. ihr weg war die schule, danach wurden sie geleitet von geld und macht, alles was einen charakter verdierbt.

eine gesunde firma hat so eine steuerreform gar nicht nötig!

und was ich nicht verstehen kann ist, dass der staat da noch mitmacht, zugleich erzählt man von ahv löchern, arbeiten bis 70, neat loch,...!!

naja die sagen uns bestimmt die wirtschaft trägt das defizit!

fragt euch doch mal wieso die beträge nach oben nicht begrenzt wurden?

nach unten wissen sie ja welche paar profitieren können.

also überlegt euch was ihr abstimmt!

mein nein ist schon abgeschickt Lol

09.02.2008 21:02
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Meveric wrote:

Reiche bringen nichts, die wollen nur.

Florierende Wirtschaft bringt auch nichts. Gibt nur Burnout und Herzinfarkte.

Wie Schweden machen. Dass halbe Einkommen versteuern für Jedermann und Frau.

So trennt sich die Spreu vom Weizen. Die Reichen verschwinden und ein Land voller glücklicher Menschen ohne Neid und ohne Ungerechtigkeit entsteht. Die Krankheitskosten sowie die sozialen Ausgaben werden wieder sinken und dass Land würde wieder zu einem Gleichgewicht finden.

Was hält dich dann noch in der Schweiz?

Wenn Schweden das gelobte Land ist, warum wird es nicht überrannt?

Mein Schwager ist nach Kanada ausgewandert, weil er es hier nicht mehr ausgehalten hat. Das ist konsequent.

Alter Schwede

Der Ikea-Gründer Ingvar Kamprad lebt in Lausanne.

Nicht weil es am billigsten ist, sonder weil das Gesamtpaket stimmt.

Er lässt die glücklichen Schweden für sich arbeiten.....

Wie schon erwähnt:

Auf der anderen Seite des Seedamms würde ich nur die Hälfte an Steuern bezahlen. Die Steuern allein machen es bei mir also auch nicht aus.

Reiche bringen nichts, die wollen nur

Wollen nur was?

Steuern zahlen?

Luxusgüter kaufen?

Lebensmittel kaufen?

Hier leben ohne was zu konsumieren (Hahnenburger trinken und Essen aus der Mülltonne)?

und ein Land voller glücklicher Menschen ohne Neid und ohne Ungerechtigkeit entsteht

Neid kenne ich nicht. Ich mag die Reichen, auch wenn deren Luxus für mich unerreichbar ist. Um so mehr sind mir die Neider zu wider.

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Benjamin Franklin

09.02.2008 20:00
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Ihr seid alle Steuerspezialisten, das bin ich nicht.

Grundsätzlich nur ein Gedanke dazu: Der Reiche möchte dort wohnen, wo nicht nur sein Haus in Ordnung ist, sondern auch sein Hinterzimmer. Falls er aus seinem Haus tritt, möchte er in eine angenehme Welt hinaustreten.

Eine eingezäunte Villa kann keine Freude bereiten. Auch der Umschwung soll intakt sein. Die Schweiz, als eines der ordentlichen Länder der Welt, ist beliebt bei den Reichen der Welt, da das Land auch ausserhalb ihres Palastes in Ordnung ist. Das kostet.

Die Steuergelder der Reichen werden unter anderem zur Bildung des Volkes verwendet. Diese ist Voraussetzung, dass neue Stellen geschaffen werden können und das Land produktiv ist. Aber auch, wenn das Geld für Soziales eingesetzt wird, erhöht das die Sicherheit im Land und die Lebensqualität aller.

Ich sehe keinen Grund, dass Reiche weniger besteuert werden sollen.

P.S. Habe diesen Eintrag neu verfasst, da ich ihn zuerst etwas zu spontan hingeschmissen hatte. Pardon für die erste überemotionale Version.

Es gibt noch Schlimmeres.

09.02.2008 19:20
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Elias, hier geht es doch nicht um Neid. Ich bin nicht neidisch wenn jemand mit einem Ferrari oder Lamborghini vor meiner Nase durch fährt, im gegenteil. Dann sage ich mir, buaaa geile Karre, würd ich auch gern mal fahren und dass wars.

Mit den vorgeschlagenen MwSt gibts doch nicht mehr zu tun. Sind auf den Konten hinterlegt und geben gleich viel Aufwand wie heute auch.

Jeder soll sich mal in die Situation versetzen wie es währe Millionen und Milliarden auf den Konten zu haben. Alle würden gleich reagieren. Dort wohnen wo es am wenigsten Kostet. Von Anlageberatern wird man informiert, was man am besten gegen die hohen Steuern machen kann und und und.

Reiche bringen nichts, die wollen nur.

Florierende Wirtschaft bringt auch nichts. Gibt nur Burnout und Herzinfarkte.

Wie Schweden machen. Dass halbe Einkommen versteuern für Jedermann und Frau.

So trennt sich die Spreu vom Weizen. Die Reichen verschwinden und ein Land voller glücklicher Menschen ohne Neid und ohne Ungerechtigkeit entsteht. Die Krankheitskosten sowie die sozialen Ausgaben werden wieder sinken und dass Land würde wieder zu einem Gleichgewicht finden.

09.02.2008 14:08
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Konklusion:

Raus mit den Reichen (das sind die, die am meisten Steuern zahlen)

Dann rauf mit den Steuern, damit die Proleten auch was davon haben.

Dann möglichst komplizierte Mehrwertsteuer, damit der Mittelstand mit Krimskrams an den Wochenenden gut ausgelastet ist und keine Zeit zum Nachdenken hat.

Und neue Steuern:

Eine CO2-Steuer auf Champagner und Mineralwasser

Unterhosen mit Methanfühler (sogenannte Pupsabgabe)

Jetzt mal ernsthaft:

Selbst wenn wir das Einkommen erst ab 80'000 besteuern, werden diese Einkommensschichten nie und nimmer in der Lage sein, sich Luxusgüter zu gönnen.

Wozu sich also über das Leben der Reichen Gedanken machen?

Neid?

Mir ist es wurscht: Hauptsache sie sind da und bringen Geld.

Oder sind nicht da und bringen Geld.

Auch egal.

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

09.02.2008 13:22
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Es gibt sowohl auf der Pro wie auch auf der Kontra Seite Argumente, welche dafür und dagegen sprechen.

Aber last uns doch mal andere Beispiele dazu nehmen. Ich kenne keine einzige Abstimmung in der Schweiz, welche am Schluss das gebracht hat worüber abgestimmt wurde.

Ausländer Initiative und Abstimmung?

(Wer spricht noch davon) Die Leute werden nun einfach schneller eingebürgert so fliesst den kleinen Gemeinden noch etwas Geld zu.

Baukosten von NEAT?

(Wer würde nochmals zustimmen?)

Wenn man gewusst hätte, was die Röhre am Schluss kostet würde kein vernünftiger heute noch zustimmen.

Verwahrung von Schwerverbrechern?

(gibst nicht)

Warum wird nicht zum voraus geklärt was man darf und was nicht.

Und nun kommen alle EU Erpressungen vors Volk.

Schengen, Freizügigkeitsabkommen, Milliarden Spenden etc....

-Schengen wird der Schweiz noch mehr Kriminalität bringen!

-Freizügigkeitsabkommen bringen noch mehr Ausländer, welche unser soziales System aus dem Gleichgewicht bringen.

Denn heute bekommt jeder Ausländer der in die Schweiz einreist automatisch einen B-Ausweis wenn der Arbeitsvertrag richtig formuliert ist.

Dass sieht dann meistens so aus, dass z.B. wie bei uns in der Tourismus-Region Oberland, Alle Saisoniers ein halbes Jahr arbeiten und danach ein halbes Jahr stempel.

Spreche aus Erfahrung denn ich melde diese Leute im Frühjahr an und kann ihnen dann im Herbst die Anmeldeformulare für die Arbeitsvermittlungsstelle und der Kasse aushändigen.

Zurück zum Thema Steuern.

Wir bekommen wieder irgendwelche Vorlagen mit Infobroschüren zugeschoben und sollen uns ein Bild dessen machen was es am Schluss nicht ist.

Darum stimme ich meistens nicht mehr ab. Bis zur Abstimmung wurde man von Werbung und Freunden so beeinflusst, dass man nicht mehr weiss was man nun glauben soll.

Darum:

Klar darf man sich fragen wie die Steuerausfälle kompensiert werden. Da gibt es aber auch verschiedene Ansichten.

Obwohl es mühsam währe, würde ich noch mehr Abstufungen schaffen. Diese würden wie folgt aussehen.

Lebensmittel und Artikel für den Täglichen Gebrauch. Sprich. Migros, Coop, Denner, Jumbo etc. mit einem tiefen Satz von ca. 1.5% besteuern.

So haben alle Schichten in der Schweiz etwas davon.

Normale Materielle Güter, z.B. bis Fr. 50'000 Autos, Fernseher, Kaffemaschinen, Mobilien aller Art auf ca. 7.5% MwSt. belassen.

Luxusgüter und Umweltschädliche Artikel mit ca. 12.5% - 17.5% besteuern.

Extravagante Autos (Ferraris, Lambos), Gold, Diamanten, Luxus-Uhren-Schmuck, etc....

Die Idee finde ich gar nicht einmal so schlecht.

Denn ich kann mir, wie schon erwähnt, nicht nachvollziehen wie die paar Aktienbesitzer von KMU's und grossen Firmen, das nun zur Verfügung stehende Geld reinvestieren sollen.

Ich kann es euch sagen wie dass Geld reinvestiert wird.

Da niemand gerne Steuern bezahlt, ob MwSt. oder sonst eine Gebühr oder Steuer, weil man ja augenscheinlich nichts davon hat, wird das Geld in weiteren Luxus investiert welcher nichts zur Wirtschaft beiträgt.

-Das Geld kann auf einem Konto als Sicherheit dienen, wofür z.B. wieder eine neue Hypothek für eine noch grössere Villa am Zürcher Hafen gebaut werden kann.

Denkt jetzt ja nicht davon wird im Umkreis von 500 Q Kilometer jemand davon profitieren, oder durch den Bau würde da die Wirtschaft angekurbelt!

Deutsche Baufirmen welche das Haus für den halben Preis bauen rücken an, Luxus Küchen aus Italien werden angeflogen, und der schwule Innenraumdesigner von Polen kommt vorbei.

Am Schluss. Ist dass Haus wieder so hoch belastet, dass keine Steuern fällig werden, da der offizielle Wohnsitz vermutlich im Ausland und nur Ferienhaus. Item.

Zum Dank muss die Gemeinde und die Steuerzahler noch die 4 Kilometer Erschliessungskosten für die Strasse zum Haus sowie Gas, Wasser, Elektro bezahlen weil das ja Aufgabe der Gemeinde ist.

(Kenne ich auch, bei uns in der Gemeinde gibts ja fast nur noch Ferienhäuser).

Dass war nur ein Beispiel wie das Geld danach reinvestiert wird. Aber ich garantiere allen hier. Nur ein Bruchteil dessen was diese Leute dann mehr an Geld haben fliest hier noch in die Wirtschaft. Und dass ist noch dann, wenn Sie beim Chinesen um die Ecke mit einer Flasche Schampus und einem 10 Gänger auf den neuen Kauf der Luxusjacht in St. Tropez anstossen oder die neu erworbenen Insel auf Bali oder sonst ein Furz......

Werde mich nicht mehr zu diesem Thema äussern sonst würgts mir noch die Galle hoch

:shock:

Danke für eure Worte, Meinungen und Ansichten. Ist interessant anderes zu hören.

Hier noch der Artikel warum Beltramettis in den schönen Kanton Bern gekommen sind und nicht in einen anderen. Jetzt fragt Ihr Euch sicher, Kant. Bern, ausser langsam, schön und teuer für Steuerzahler hat der doch nichts. Doch wir haben etwas. den Artikel 66 Steuergesetz.

Art. 66

Höchstbelastung

1 Für steuerpflichtige Personen, deren Vermögenssteuer (Kantons- und Gemeindesteuern) 25 Prozent des Vermögensertrags übersteigt, ermässigt sich die Vermögenssteuer auf diesen Betrag, höchstens jedoch auf 2,5 Promille des steuerbaren Vermögens.

Weiss zwar nicht genau wie viele Fränkli er mit dieser Offerte spart. War aber billiger als in allen anderen Kantonen. Evtl. wurde sogar eine Auge zugedrückt und die Zahl 2.5 auf 5.5 Promille gehoben. Smile

Schönen Tag wünsche ich allen

08.02.2008 23:12
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Steuerausfälle

LMPG_ch wrote:

Leider wurde -wie bei Steuervorlagen üblich- noch eine kleine „Mogelpackung“ für Finanzinvestoren dazugepackt, welche zum Hauptauslöser wurde.

Wie, wer, warum und welche Gründe wurden, um diese 10% als Richtwert zu nehmen, darüber streiten sich die Geier.

KMU's, welche diese Reform nötig hätten, werden nur bedingt unterstützt.

Dadurch würde der Gewinn an Grossaktionäre dieser Firmen gehen. Damit würde zwar theoretisch mehr Geld frei für Ihre Investitionen, leider besteht absolut keinen Pflicht, jenes Geld dann auch in der Schweiz zu investieren.

Wer von uns möchte gerne, dass noch mehr Arbeitsplätze Richtung osten abwandern, der Stimme zu. Jedenfalls wer weniger als 10% dieser Firma besitzt (Kleinaktionäre) guckt aus der Ferne zu.

Dass eine einseitige Doppelbesteuerung zurzeit besteht, wird nicht bestritten.

Positiv finde ich die Nachfolgeregelung. Auch der Grundgedanke, aber es gibt schlussendlich keine Massnahme, die sicher stellen, dass das Geld auch wirklich reinvestiert wird. Es bräuchte somit zumindest eine Klausel, dass diese Geld in irgendeiner Form reinvestiert werden muss. Abzüglich dem Geld, dass man nachweislich bereits investiert hat.

So würde eine sinnvolle Förderung stattfinden.

Ich schreibe, weil während eurem regen Austausch eurer Ansichten einen wesentlicher Punkt nie zur Aussprache miteinbezogen wurde.

Die entstehenden Steuerausfällen.

Mindereinnahmen werden entstehen beim Bund, den Kantonen, AHV, IV, PK etc.

Der Haushalt sollt im Einklang der Ein/Ausgaben sein.

(Haben wir heute noch nicht nicht im Griff Wink Leider )

Woher könnten wie somit diese Verlüste decken???

Hätte jemand einen Vorschlag???

Bei jeder Steuererleichterung wird irgendwer entlastet. Jedenfalls ist dies ja der Vorsatz. Biggrin

Würde man die Mehrwersteuer abschaffen, so könnte man alle Leute der Schweiz entlasten.

Von Neugeborene bis zum Leichnahm.

Dass die Vorlage vielleicht nicht das Gelbe vom Ei ist, weil sie überladen ist, habe ich an anderer Stelle schon erwähnt.

Steuern im allgemeinen:

Wer Arbeit besteuert, bestraft den, der viel arbeiten möchte. Das ist Unsinn.

Die Konsumsteuer hat Einfluss auf den Konsum. Je höher diese Steuer ist, desto eher wird der Konsum abgewürgt.

Die Steuerausfälle sollen 2 Milliarden Franken betragen.

Ich kann diese Zahl nicht beurteilen oder nachvollziehen.

Selbst wenn es so ist:

Was passiert den mit dem Geld, dass nun plötzlich in den Umlauf kommt? Wird dadurch nicht der Konsum bzw. die Wirtschaft angekurbelt?

Die Steuersenkung im Kanton St. Gallen und auch hier in Rapperswil-Jona um je 10% wird sicher zum Teil zu höherem Konsum führen. (Ich zahle jetzt nur noch doppelt so viel Steuern, wie auf der anderen Seite des Seedamms.....)

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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

07.02.2008 23:53
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Sinnvolle Unternehmenssteuerreform

Diverse KMU stehen vor dem Ende, da die Nachfolge nicht geregelt ist. Durch die doppeltbesteuernung wurden Gewinne nicht ausbezahlt und stille Reserven angehauft. Falls der Inhaber jetzt die Firma verkaufen will, wäre sie durch die stillen Reserven zu teuer oder eine einmalige Auszahlung (dividenden zahlung) der stillen Reserven würden dem Inhaber eine brutale Steuerrechnung ins Hausflattern. Also auch nicht möglich. Darum muss die Ausbezahlung der Dividenden ab 10% Steuerfrei erfolgen, damit die Gewinne aus der Firma geht und das Eigenkapital sinkt. Durch die senkung des EK wird der Gewinn ROI in% massiv gesteigert und dadurch sehr atraktiv für eine Nachfolge.

Warum nicht sämtliche Dividenden Zahlungen Steuerfrei?

Ganz einfach, da ein Anleger unter 10% nicht die dividenden in der Firma lassen würde da er nicht gross mit der Firma zu tun hat und mehr als investor tätig ist.

Ein Beispiel der unsinnigen doppelbesteuerung odfer besser gesagt trippelbesteuerung:

Sämi hat 1 Million und er gründet eine Firma (juristische Person)

Somit hat er Privat 1 Million Aktienkapital

und

1 Million Aktiven in der Firma

beide sind steuerpflichtig:

Firma --> unternehmenssteuern

Fritz --> mit der bezahlung der Dividenden (Gewinnausschütung))

nochmals Fritz --> mit seinem Lohn den er als Geschäftsführer sich auszahlt

Also man sehe eine dreifach besteuerung!!

Angenommen die Firma erwirtschaftet 200'000 Gewinn vor Unternehmenslohn

100'000 Unternehmenslohn --> Steuern ca. 12'000

Netto Gewinn vor Unternehmenssteuern 100'000 --> Steuern (6%) 6000.-

Also es verbleiben 100'000.- Gewinn und da stellt sich der KMU was macht ich damit.

Variante 1:

Er bezahlt sich die 100K in Dividen somit kommen die 100'000 zum Einkommen

also somit hat er neu 200'000.- Einkommen und die Progression steigt natürlich Steuern neu ca. (28'000)

Variante 2

Er belässt das Geld in der Firma und so häuft es sich jedes Jahr um 100'000 stille Reserven an.

Nach 10 Jahren will er die Firma verkaufen.

Da er sich all Jahr 100'000 Dividenden nicht ausgezahlt hat, will er die stillen Reserven jetzt bei 1 Million auszahlen lassen um die Firma zu verkaufen. Steuern neu --> 100k Unternhemens lohn und 1 Million Dividenden --> Steuern ca 500'000 Franken

Zusammenfassung:

9 Jahre steuern Unternehmenslohn 9*12K= 118'000

10 Jahre Gewinnsteuern 10*6K=60'000

letzer Lohn mit dividenden 500'000 Franken

Total Steuern 678'000.- für 10 Jahre 1'000'000.- Gewinn

somit genau 67.8% vom Gewinn geht an den Staat.

So ist der Anreiz gar nicht da und dies ist ein realistisches aber einfaches Beispiel dafür, dass man unbedingt JA sagen muss.

60% Gewinnsteuer ist zu hoch und bremst die Wirtschaft massiv

Erfindung, Euphorie, Aktiencrash, technologischer Durchbruch