Swissair Strafprozess - Skandalöses Versagen des Liquidators

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14.01.2007 14:07
#1
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Swissair Strafprozess - Skandalöses Versagen des Liquidators

Ja, nun ist es soweit. Nachdem die Liquidation bald abgeschlossen ist, soll mit einem Schauprozess nochmals von der beinahe unglaublichen und skandalösen Arbeit des Liquidators abgelenkt werden.

Der Liquidator hat entgegen seiner Treuepflicht den Gläubigern gegenüber, nämlich die Swissair interessewahrend und bestmöglich zu verkaufen, die ehemalige Swissair verschenkt und damit den Schaden nicht begrenzt sondern ihn legalisiert!!!

Verschenkt wurden Filets wie GateGourmet oder die Technics, die heute zu Milliardenbeträgen von einem Investor zum anderen verschoben werden. Seit dem Verkauf dieser Filets durch den Liquidator haben sich die Werte vervielfacht!!!!!

Es ist eine Schande, dass ein inkompetenter Wirtschaftsprüfer, der von Luftfahrt keine Ahnung hat und auch für wirtschaftlich Entwicklung null Sensibilität aufweist, mit der Liquidation und damit der Interessenvertretung von tausenden von Gläubigern beauftragt wurde. Dieser Liquidator hat übrigens während 10 Jahren, solange läuft die Liquidation nun, immer Salair aus der Liquidationssumme bezogen.....10 Jahre lang.....da sollte sich jedem Swissairgläubiger der Magen umdrehen vor Wut....

Dass dieser ehemalige Wirtschaftsprüfer, der ja bei der ehemaligen Revisionsstelle der Swissair angestellt war (schon das ist unglaublich!!!!!), jetzt noch als Nebenkläger auftritt, ist eine Farce sondergleichen; passt aber irgendwie zum Swissairskandal.

Der Liquidator gehört auch auf die Anklagebank und was ist mit den Revisionsgesellschaften, warum hat der Liquidator seinen ehemaligen Arbeitgeber und die anderen Revisionsgesellschaften nicht angeklagt?

FT

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12.06.2007 18:20
Bild des Benutzers Eptinger
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Swissair Strafprozess - Skandalöses Versagen des Liquidators

Verwaltungsratsmandate sollten halt nur noch ehrenamtlich vergeben werden, ohne Entschädigung, ausser Spesen für die Bahn.

Mich würde es schon wunder nehmen, wieviele solche Schmarotzer wir in unserer Wirtschaft dann noch hätten. Und dazu

kommt, dass es dann auch Dumme sein dürften, wie man ja gehört hat, ist Unfähigkeit nicht strafbar. Stimmt. Also wofür zahlen, die

meisten sind für so ein Aemtli sowieso zu doof und wissen nicht einmal recht, was in der Firma, von der sie das VR-Mandat haben, eigentlich läuft. Blum 3 Ich rege mich aber nicht auf, denke einfach, ich bin im Regenwald, habe hohe Gummistiefel an wegen den Schlangen und pflücke Bananen von den Stauden.

Gruss vom Eptinger

12.06.2007 13:00
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Sandro wrote:

Da kommen mir wieder mal die hohen Manager Boni in den Sinn! Jeder rechtfertigt diese übermässigen Bonis mit der Verantwortung die getragen werden müsste.

Wird diese nun getragen oder nicht!!? Lächerlich...!

Gruss

Dann fragt sich, wofür der Lohn ist?

Bei mir ist es jedenfalls so, dass ich einen Lohn bekomme für die Arbeit, für die ich eingestellt wurde inkl. Verantwortung. Der Bonus nur das ausserordentliche (z. Bsp. Mehraufwand durch Projekte, Mehrarbeit durch Personalmangel,...) ab.

12.06.2007 12:24
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Da kommen mir wieder mal die hohen Manager Boni in den Sinn! Jeder rechtfertigt diese übermässigen Bonis mit der Verantwortung die getragen werden müsste.

Wird diese nun getragen oder nicht!!? Lächerlich...!

Gruss

10.06.2007 12:34
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Fine-Tuner, wenn Du anscheinend alles besser machen kannst oder weisst, warum bewirbst Du Dich nicht für eine solche Stelle. Natürlich willst Du keinen Lohn dafür, weil es für Dich eine ehrensache ist, der Sache auf den Grund zu gehen und die Schuldigen zu rechenschaft zu ziehen.

Ich bin vom Ausgang des Strafprozesses auch nicht begeistert, aber wie es aussieht ist unser Gesetz so lückenhaft, dass es eben nicht strafbar ist eine Firma in den Konkurs zu steuern.

10.06.2007 11:45
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Webers Strafprozess kostet die Steuerzahler rund CHF 7Mio.

Ausser Spesen nichts gesesen.......Der Lohn des Staatsanwaltes Webers (Bezirksanwalt) beträgt rund CHF 200'000 pro Monat! ...."das haben wir uns verdient!"

Der Liquidator Wüthrich, seines Zeichens ehemaliger Wirtschaftsprüfer der Firma Ernst und Young, verdient am Swissairbegräbnis Unsummen und hat mit diesem Begräbnis für seine alten Tage ausgesorgt....es versteht sich von selbst, dass er seine alten Spezies von Ernst und Young noch einen Sonderauftrag zuschanzte (Untersuchung der alten Swissairbilanzen, die ja bereits hundertfach analysiert wurden...) , der rund CHF 2 Mio kostete. Resultat? Nada!!!

.....dass muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen.....der inkompetente E&Y Mitarbeiter, der sich erst von Totengräbern (Investment Haie) über den Tisch ziehen lässt, sich dafür von den Geschädigten noch entlöhnen lässt und als Krönung noch Geld an seinen ehemaligen Arbeitgeber verschenkt.......UND JETZT KOMMTS: Anscheinend soll Wüthrich keine zivilrechtlichen Beweise haben!!!!....d.h. anstatt Geld für die Gläubiger bei den Angeklagten einzutreiben, wirds diese noch mehr kosten, denn es wird nicht ausgeschlossen, dass der Kläger, also Wüthrich im Namen der Swissair in Liquidation, noch die Gerichtskosten zahlen muss!!!

Einfach skrupellos wie sich hier scheinheilige Schreibtischtäter und Bürokraten an einer Laiche bereichern. Die Gläubiger, die ja all dies bezahlen, haben anscheinend schon seit längerem resigniert.

Fine-Tuner

26.04.2007 10:01
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Swissair Strafprozess - Skandalöses Versagen des Liquidators

SWISSAIR-PROZESS/Bezirksgericht Bülach wird Urteil am 7. Juni eröffnen

Bülach (AWP/sda) Das Urteil im Swissair-Prozess wird am 7. Juni bekanntgegeben.

Die Urteilseröffnung durch das Bezirksgericht Bülach findet in der Stadthalle

Bülach statt, wo bereits die 29 Tage dauernde Hauptverhandlung stattgefunden

hat.

In dem Verfahren um den Untergang der Swissair-Gruppe sind 19 Personen

angeklagt, darunter die ehemaligen Swissair-Chefs Mario Corti, Eric Honegger

und Phillippe Bruggisser sowie ehemalige Verwaltungsräte der Fluggesellschaft.

Alle Angeklagten hatten sich als nicht schuldig bezeichnet.

No Risk No Fun Smile

15.03.2007 21:27
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"keine Gelder" ist ein gutes Stichwort......

Aus dem Dunstkreis des Liquidators hat man vernommen, dass entegen der ürsprünglichen Prognose des Liquidators von rund 12% Liquidationsdividende (wurde damals als konservativ bezeichnet..?) wenns gut kommt gerade mal ein paar Prozent herausspringen werden......so haben die Aasgeier nun auch noch die letzten Knochen verschlungen. Für gewisse Menschen war der Untergang der Swissair das Geschäft ihres Lebens.

FT

21.01.2007 16:23
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Typhoon84 wrote:

Ja Honegger ist wirklich der Trottel im Umzug. Aber noch dümmer sind diejenigen, die Ihn eingesetzt haben...

Denke auch, dass der Prozess eine Farce ist. Selbst wenn es zu Verurteilungen kommt, dann gibts nur Geldstrafen. Geld dürften die Herren genug haben, schliesslich hat jeder noch in den Topf gegriffen bevor er ging...

Leider wahr.........

Gruss SLIN.

21.01.2007 16:03
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Ja Honegger ist wirklich der Trottel im Umzug. Aber noch dümmer sind diejenigen, die Ihn eingesetzt haben...

Denke auch, dass der Prozess eine Farce ist. Selbst wenn es zu Verurteilungen kommt, dann gibts nur Geldstrafen. Geld dürften die Herren genug haben, schliesslich hat jeder noch in den Topf gegriffen bevor er ging...

21.01.2007 14:44
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Hans wrote:

...und der aktuelle Prozess mit den Gurken-VR-Mitgliedern (Polit-Filz im VR - die keine Ahnung vom Fluggeschäft hatten - und wohl nicht mal eine Bilanz lesen konnten LolLol oder wollten) ist eh eine Farce, die man hier lieber nicht kommentiert, Desinteresse der Öffentlichkeit....da werden nur weitere Steuergelder zum Fenster rausgeworfen :twisted:

Einige werden wahrscheinlich einen Freispruch kriegen und der Staat wird auch für die Anwaltskosten der freigesprochenen aufkommen müssen. Die Anwaltskosten für alle Angeklagten wird auf ca. 20 Millonen CHF geschätzt!

Dennoch ist es aber dringend notwendig das gewissen Leuten den Prozess gemacht wird. Allen voran Bruggisser und vor allem dem Honegger, der, als der Untergang schon sicher war, in Belgien den Vertrag für eine Aufstockung des Sabena Anteils auf 85% unterzeichnete.

Gruss SLIN.

20.01.2007 20:46
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..der Verkauf der flugnahen Betriebe der SAIRLine nach dem Kollaps zu einem Butterbrot war rückblickend sicher nicht optimal....

...aber rückblickend ist man eben immer klüger... Biggrin

...und der aktuelle Prozess mit den Gurken-VR-Mitgliedern (Polit-Filz im VR - die keine Ahnung vom Fluggeschäft hatten - und wohl nicht mal eine Bilanz lesen konnten LolLol oder wollten) ist eh eine Farce, die man hier lieber nicht kommentiert, Desinteresse der Öffentlichkeit....da werden nur weitere Steuergelder zum Fenster rausgeworfen :twisted:

Gruss Hans

20.01.2007 12:14
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Wenn der Liquidator im Interesse der Gläubiger gehandelt hätte, hätte er die Filets in eine Auffanggesellschaft eingebracht und das nötige Funding hierzu organisert. Anstelle alles zu verscherbeln, hätte er mit so genannten liquidation funds zusammenabreiten müssen. Diese Geldgeber sind zwar keine Samariter und wollen auch ihre Rendite, doch so hätte man an der Wertsteigerung, die sogar für einen Blinden voraussehbar war, partizipieren können.

Die vielen blauäugigen Schreiber dieses threats, die den Liquidator in Schutz nehmen, kommen entweder aus derselben Branche und/oder haben null Ahnung von nachhaltigen Liquidationen......eben so wie der Swissair Liquidator.....aber wesentlich ist ja nicht, dass er das Maximum für die Geschädigten rausholt, sondern, dass er die Liquidation formell korrekt abwickelt, oder?

FT

17.01.2007 16:46
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Ich würde heute gerne mit dem Protokolisten des Gerichtes Bülach die Arbeit wechseln.

keine antwort, keine antwort, keine antwort...., Feierabend LolLolLol

Wer riskiert, kann verlieren. Wer nichts riskiert, der hat schon verloren.

17.01.2007 16:15
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Exakt formuliert!

17.01.2007 15:13
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Hehe ich hab die Postings heute auch mal gelesen. Amüsant. Das Salär des Herrn Wüthrich empfinde ich schon als etwas überrissen, ansonsten denke ich aber, dass er einen guten Job gemacht hat. Als Liquidator kann er den optimalen Zeitpunkt für den Verkauf nicht abwarten. Jetzt zu argumentieren, dass die Firmen weit mehr wert sind als damals ist schlicht lächerlich. Wären die Firmen nicht von finanzstarken anderen Firmen aufgekauft und aufgepeppelt worden, gäbs diese heute teils gar nicht mehr.

Der Markt bestimmt den Preis. In einem solchen Krisenmoment in dem die Branche damals steckte, kann man froh sein, dass überhaupt jemand etwas abgekauft hat. Klingt doch sehr nach Postings von einem Geschädigtem, der jetzt kein Geld mehr kriegt weil 2. oder 3. Klassgläubiger. Bei der Swissair haben andere den Fehler gemacht nicht der Liquidator...

15.01.2007 11:08
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Fine-Tuner

Kann ich dich mal fragen wie alt du bist und was du von Beruf bist?

Ohne das ich dich jetzt irgendwie angreifen will, aber ich habe beim durchlesen von deinen Postings... nicht nur die bei dem Thema... öffters den Eindruck, dass du selten etwas positives findest und der Meinung bist das alles nur Gauner und Ganoven sind.

Bist du den beruflich selber auch in so einer ähnlichen Position tätig?

Und nicht böse sein, gell.... Smile

Gruss

Technischer

15.01.2007 06:28
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Deine zwei Perlen waren 2002 bis über beide Ohren verschuldet! Wie Du ja hoffentlich auch weisst, kann man bei einer Liquidation nicht fünf oder zehn Jahre warten bis die Firmen wieder mehr Wert haben.

Die Liquidation hat übrigens nicht, wie Du fäschlicherweise oben schreibst, 2000 unter der Führung von Mario Corti angefangen sondern 2002!

Warst damals wohl noch nicht so am Ball.....

Oder stand dies im Sonntagsblick?

Gruss SLIN.

14.01.2007 22:29
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GATE GOURMET-GRUPPE

Wurde Ende März 2002 an Texas Pazifik Group für 1.075 Milliarden CHF verkauft. Zu diesem Zeitpunkt verfügte die Gate Gourmet-Gruppe über 1.8 Milliarden CHF Schulden. Der Streit um die Aufteilung des Verkauferlöses ist bis heute nicht geklärt!

Hätte man mehr rausholen können???

...come on, slin, CHF 1.075 Mrd für ein solches Juwel, bitte......

Die TPG wer den sonst, die haben schon Bally, Burger King, Ducati etc. etc gekauft und bei Verkäufen machen die meist mehrere 100% Rendite. Schon dass die TPG sehr interessiert ist, hätte die Wirtschaftsprüfer stutzig machen müssen. Es weiss nun jeder, dass TPG keine Mülleimer kauft!

Hier könnte man heute ein Mehrfaches rausholen!!

SAIR TECHNICS

Wurde im November 2002 an 3i und Star Capital für 618 Millionen CHF verkauft. Dieses Unternehmen wurde wiederum Anfang September 2006 an ein arabisches Konsortium (Mubadala Development, Dubai Aerospace Enterprise (DAE) und Istithmar) für 1.6 Milliarden CHF weiter verkauft.

War dies damals ein zu tiefer Verkaufpreis?

Was soll diese Frage? Du beantwortest Sie doch gleich selbst. 3x mehr in 4 Jahren!!!!!!.....ich kann fast nicht glauben, dass die Liquidatoren hier nicht bestochen wurden.

Auf all die anderen Firmen will ich gar nicht eingehen. Fakt ist, dass diese Liquidation diletantisch und nicht interessewahrend abgewickelt wurde....dass, man jetzt noch irgendwelche Manager vor Gericht zieht ist doch lächerlich. Das Geld, das eigentlich den Gläubigern zusteht, ist jetzt in den Taschen der TPG's.

UND DAS IST DER WIRKLICHE SKANDAL!!!!!!!!!!!!!!!!

Ich echauffiere mich immer so, bei diesem gruseligen Stück schweizer Wirtschaftsgeschichte, weil hier einfach alles, bis zur Liquidation, schief gelaufen ist....und getroffen hats Leute die dachten eine Obli bei der Swissair sei so sicher wie eine KO bei der örtlichen Sparkasse, einfache Sparer also die mit Börse so gar nicht am Hut haben.

FT

14.01.2007 21:29
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Swissair Strafprozess - Skandalöses Versagen des Liquidators

Habe ein Bisschen nachgeforscht.....

Verkauf von Aktiven der Swissair

VOLARE

Verkauf vom 48.62% Aktienkapital für 21.5 Millionen CHF.

Am 19. November 2004 stellte die Volare Group den Flugbetrieb ein und stellte Insolvenzantrag.

CARGOLOGIC

Am 19.März 2002 wurde 100% dieser Firma verkauft. Die Käuferin verpflichtete sich damals zur Sanierung der Gesellschaft weil sonst alle Mitarbeiter entlassen und die Gläubiger grösstenteils ihr Kapital abschreiben hätten können.

GATE GOURMET-GRUPPE

Wurde Ende März 2002 an Texas Pazifik Group für 1.075 Milliarden CHF verkauft. Zu diesem Zeitpunkt verfügte die Gate Gourmet-Gruppe über 1.8 Milliarden CHF Schulden. Der Streit um die Aufteilung des Verkauferlöses ist bis heute nicht geklärt!

Zusatzinformationen:

Gate Gourmet ist ein schweizerisches Unternehmen und gehört zu den bekanntesten Airline Caterern. Das Unternehmensnetzwerk bestand im Jahr 2005 aus 109 Standorten in 29 Ländern verteilt auf 5 Kontinente in denen 22.000 Angestellte arbeiten. Die Unternehmung verzeichnete im Jahr 2004 einen Umsatz von 2,4 Mrd. Schweizer Franken(CHF). Gate Gourmet produziert nach eigenen Angaben 534.000 Mahlzeiten pro Tag (195 Mio. jährlich). Eigentümer von Gate Gourmet ist der Finanzinvestor Texas Pacific Group.

Ursprünglich galt Gate Gourmet als Kronjuwel der Swissair. Dessen Unternehmenswert um die 6 Milliarden Schweizer Franken geschätzt wurde. Als Folge des 11. Septembers 2001 und des Niedergangs der Swissair fand sich Gate Gourmet in erheblichen finanziellen Schwierigkeiten wieder. Der dramatische Anstieg des Erdöls hatte zusätzlich zur Folge, dass sich die Kunden von Gate Gourmet, die Fluggesellschaften, unter grossem Kostendruck befanden. Mehrere Fluggesellschaften wurden insolvent, so dass Gate Gourmet selbst zum Sanierungsfall wurde. Der Kostendruck der sich von der Fluggesellschaften auf Gate Gourmet übertrug, wurde auch beim Personal spürbar.

Vom 7. Oktober 2005 bis 7. April 2006 streikten die Mitarbeiter/-innen der Niederlassung von Gate Gourmet am Flughafen Düsseldorf. Die in der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) organisierten Arbeiter/-innen versuchten, die Verlängerung der Arbeitszeit auf 40 Stunden pro Woche, die Streichung von fünf Urlaubstagen sowie der Zulagen zu verhindern und eine Lohnerhöhung von 4,5 Prozent durchzusetzen. Am Ende des Streiks wurde ein Tarifpaket bestehend aus Entgelttarifvertrag, Manteltarifvertrag und Sozialtarifvertrag abgeschlossen. Der Streik war der längste Streik in der Geschichte der Gewerkschaft NGG.

Hätte man mehr rausholen können???

SAIR TECHNICS

Wurde im November 2002 an 3i und Star Capital für 618 Millionen CHF verkauft. Dieses Unternehmen wurde wiederum Anfang September 2006 an ein arabisches Konsortium (Mubadala Development, Dubai Aerospace Enterprise (DAE) und Istithmar) für 1.6 Milliarden CHF weiter verkauft.

War dies damals ein zu tiefer Verkaufpreis? Wenn ich den folgenden Artikel lese, glaube ich nicht daran….

http://www.zuonline.ch/storys/storys_archiv.cfm?vID=1827

NUANCE GROUP

Diese wurde Mitte April 2002 schuldenfrei an die Noel International für 395 Millionen CHF verkauft. Dieser Preis konnte die Schulden der Nuance Group nicht decken. Der Restbetrag ging den Swissair Gläubigern verloren.

Wer kauft ein Unternehmen mit grossen Schulden???

RECHTE AN 17 AIRBUS FLUGZEUGEN

Am 31.März 2002 wurden diese Rechte für 390Millionen USD verkauft. Mit diesem Verkauf konnten Vertragliche Schadensersatzforderungen in der Höhe von rund 75 Millionen Euro abgewendet werden!

Frage: Was hätte der insolvenzverwalter mehr rausholen können???

Auf eine gute und detailierte Antwort bin ich gespannt....

Gruss SLIN.

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14.01.2007 17:37
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Swissair Strafprozess - Skandalöses Versagen des Liquidators

Wenn Du Dir so sicher bist, dann hast Du doch sicher Zahlen warum die Firmen zu billig verkauft wurden.

Verkaufspreis, heutiger Wert....

Gruss SLIN.

14.01.2007 17:11
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Swissair Strafprozess - Skandalöses Versagen des Liquidators

Danke für den korrekten Hinweis. Die Liquidation läuft nicht seit 10 Jahren sondern seit 6. Corti kam ja 2000 zu Swissair..........

Das Honorar der Liquidatoren betrug demnach mehr als 1,25 Mio. in 6 Jahren und nicht in 10...

Die inkompetenten Wirtschaftsprüfer, haben die Gläubiger also nicht in 10 sondern in 6 Jahren um Milliardenbeträge gebracht.

Anstatt die Filets in einer Auffanggesellschaft zu bündeln, wurden diese zur Unzeit veräussert. Den Liquidatoren ist es nie um die Interessen der Gläubiger sondern um eine formell ordnungsgemässe Abwicklung gegangen. Diesem Formalismus und der fachlichen Inkompetenz dieser Wirtschaftsprüfer haben die Gläubiger zu verdanken, dass die LiqPrämie gerade mal 12% sein wird.

Bei heutigen Preisen könnten für die Gläubiger mehr als 35% erzielt werden.

Gegen den Liquidator liegen bereits mehrere Beschwerden vor. Die Inkompetenz dieser Wirtschaftsprüfer darf nicht ungesühnt bleiben.

FT

14.01.2007 15:12
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Re: Swissair Strafprozess - Skandalöses Versagen des Liquida

Fine-Tuner wrote:

Dieser Liquidator hat übrigens während 10 Jahren, solange läuft die Liquidation nun, immer Salair aus der Liquidationssumme bezogen.....10 Jahre lang.....da sollte sich jedem Swissairgläubiger der Magen umdrehen vor Wut....

FT

Lebst Du auf dem Mond???? Schreib doch bitte nicht so einen Müll!

Am Ostermontag dem 1. April 2002 landete in Zürich der letzte Swissair-Linienflug: SR145 aus Sao Paulo.

Wie also kann die Liquidation schon 10 Jahre dauern?

Vor zehn Jahren war die Swissair noch eine fliegende Bank!

Und hier noch einen Link um Deine Wissenslücke zu schliessen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Swissair

Übrigens haben sehr viele Firmen ein mehrfaches an Börsenwert als noch vor fünf Jahren...... Ein Verkauf aus einer Konkursmasse heraus ist immer ein Verlust! Warst Du auch schon an der Börse zu dieser Zeit? Dann weisst Du doch hoffentlich von den tubulenten Verhältnissen dieser Zeit und das dies nicht gerade die beste Zeit war um Firmen zu verkaufen.

Gruss SLIN.