Teuerung in der Schweiz

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MarcusFabian
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Teuerung in der Schweiz

Quote:

BFS-Schätzungen für 2011 und 2012

(Stand: März 2011)

Das Bundesamt für Statistik (BFS) publiziert die Teuerungsprognosen für die Schweiz viermal pro Jahr (März, Juni, September und Dezember).

Für 2011 rechnet das BFS mit einer durchschnittlichen Jahresteuerung von rund 1.0%. Für 2012 wird die Teuerung auf rund 0.9% geschätzt.

Quelle: http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/05/02/blank/key/teuer...

Elias
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Teuerung in der Schweiz

Typisch MF

jetzt, wo wegen dem Krisen die Preise hochschnellen, das zu posten. Wenn es runter geht hört man dann wieder nichts von ihm

MF hat schon im Thread hier http://www.cash.ch/node/2934 über Inflation gebasht, als die Preise immer noch runter gingen und der Benzinpreis gegen 1.30 rutschten.

Logisch scheinen die Zahlen aufgrund der aktuellen Situation geschönt. Es ist eine Prognose. Warten wir's ab.

Ich gehe jetzt erst mal günstig einkaufen. Es hat wieder Hammeraktionen.....

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Benjamin Franklin

Bäri
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Teuerung in der Schweiz

Wir haben bei unserem 2 Personenhaushalt seit 3 Jahren ein Haushaltskonto und überweisen jeden Monat den gleichen Betrag. Von diesem wird dann Miete, Strom, Lebensmittel, Wasser, Nebenkosten, Versicherungen etc., also alles was so in einem Haushalt anfällt bezahlt (Krankenkasse, Benzin, Essen auswärts, Ausgang, Ferien etc. werden separat bezahlt).

Bis jezt reichte diese Summe immer um alle Ausgaben zu decken.

Dieses Jahr mussten wir den Betrag erhöhen, obwohl wir meiner Meinung unseren Lebensstandard nicht erhöht haben. Dies ist meine Erfahrung mit der Teuerung, natürlich nimmt diese jeder einwenig anders wahr, da das Konsumverhalten jedes einzelnen verschieden ist.

Elias
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Teuerung in der Schweiz

Ramschpapierhaendler wrote:

Früher waren auch die Aktionen günstiger. Lol

kann sein, kommt darauf an, worum es sich handelt.

Konkret machen die Aktionen die Getränke immer noch billiger, als sie Mitte der Nuller-Jahre mit Aktionen waren. Dazu kommen noch die Zusatzvergünstigungen, die man nebenbei erhält. Ich kaufe für die Getränkeautomaten ein, die Marge ist wie in den 90er-Jahren.

In den Erfolgsrechnungen nehmen die allgemeinen Aufwände kontinuierlich ab. Sogar Versicherungen wurden günstiger oder machten Rückzahlungen (Schadenfreiheitsrabatt).

Es gibt die gefühlte Inflation http://de.wikipedia.org/wiki/Inflation#Gef.C3.BChlte_Inflation

Wäre mal interessant zu lesen, bei welchen Produkten oder Dienstleistungen der Schuh drückt und was man gewillt ist, dagegen zu tun.

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Elias
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Teuerung in der Schweiz

Ramschpapierhaendler wrote:

Elias wrote:
Wäre mal interessant zu lesen, bei welchen Produkten oder Dienstleistungen der Schuh drückt und was man gewillt ist, dagegen zu tun.

Versicherungen. Ich verzichte auf alles was nicht obligatorisch ist.

Bei dieser Umfrage geht's m.M.n. Um die gefühlte Inflation.

gefühlte I - prognostizierte I - gemessene I - tatsächliche I

Die Fragestellung war folgende:

Decken sich die statistischen Zahlen mit eurem Bauchgefühl?

Bei den Zahlen handelt es sich um eine Prognose und nicht um statistischen Zahlen (Stand: März 2011). Die Prognose basiert auf den statistischen Zahlen. Sie kann also nicht geschönt sein.

Die Prognosen werden laufend angepasst, sie sieht im Juni wieder anders aus.

Wenn es um das Gefühl geht, bringt es dieser Beitrag auf den Punkt http://www.youtube.com/watch?v=bHR_aU1TKZ8

Off-Topic http://www.youtube.com/watch?v=PgqpJlV1JuI

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CrashGuru
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Teuerung in der Schweiz

Die Schere öffnet sich so lange ich denken kann. Das reicht für meine Beurteilung. Denn die "Teuerung" ist eben deshalb für alle nicht gleich, auch wenn noch so viele statistische Zahlen zusammen kommen. Unter dem Strich für die gefühlte Teuerung kommt es nur darauf an, was am Ende des Monats/Jahrs noch im Tresor ist.

Wir führen eine recht genaue Buchhaltung seit mehr als 20 Jahren. Allerdings sind wir seit dieser Zeit meist im EU-Ausland. Aber egal welche Zahlen ich vergleiche, ob CH oder EU-Land: Tiefere Gesamt-Kosten habe ich nirgends entdecken können Wink

MarcusFabian
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Teuerung in der Schweiz

CrashGuru wrote:

Denn die "Teuerung" ist eben deshalb für alle nicht gleich, auch wenn noch so viele statistische Zahlen zusammen kommen.

Genau darum geht es mir. Es gibt nämlich durchaus Menschen, die die Teuerung als schmerzhafter als staatlich ausgewiesen betrachten, für einige mögen die Zahlen stimmen und für andere wiederum wird das Leben sogar noch billiger.

Ich habe mich mal mit einem Gemüse-Grosshändler über die steigenden Preise von Lebensmitteln und den Auswirkungen auf sein Geschäft unterhalten.

Seine Antwort: "Ist mir eigentlich egal, ich kaufe zum Marktpreis und schlage einfach meine x% Marge drauf. Steigen die Preise mache ich also sogar noch mehr Gewinn."

Zum Problem für die Unternehmen wird die Teuerung erst, wenn die Preiserhöhungen nicht mehr voll an die Konsumenten weitergegeben können.

Elias
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Teuerung in der Schweiz

CrashGuru wrote:

Wir führen eine recht genaue Buchhaltung seit mehr als 20 Jahren. Allerdings sind wir seit dieser Zeit meist im EU-Ausland. Aber egal welche Zahlen ich vergleiche, ob CH oder EU-Land: Tiefere Gesamt-Kosten habe ich nirgends entdecken können Wink

Konkret: was wurde teurer, was blieb gleich und was ist gesunken?

Ich sehe z.B. sinkenden Papierverbrauch, billigere und weniger Ersatzteile (längere Lebensdauer), billigere Telefonie, billigeres Internet (und erst noch schneller), tiefere Energiekosten und sogar die Fahrspesen und Unterhalt wurden weniger (effizientere Autos und weniger Reparaturen)

Seit 1995 gab es nur bei einem Betrieb eine Mieterhöhung.

Es mag ja Branchen geben, wo man wegen den Rohstoffpreisen leidet.

Aber die Allgemeinkosten :?:

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sgrauso
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Teuerung in der Schweiz

Sind wir reicher geworden?

Interessanter Ansatz aus http://www.nzz.ch/file/1.7980024!/Wegelin_2010_10_13_Deflation.pdf

5. Das viel effizientere Individuum

Wir sprachen über aufeinanderfolgende Technologieschübe

von der Bedeutung der Erfindung

der Dampfmaschine; versuchen wir festzuhalten,

was unter anderem darin einzuordnen ist: Zunächst

mit Bestimmtheit die enorme Steigerung

der Rechenleistung von Computern. Nicht einmal

jene, die sich noch an die ersten, sehr teuren PCs

der Achtzigerjahre zu erinnern vermögen oder

die sich zuvor noch mit den schwerfälligen Mainframe-

Rechnern von Universitäten herumgeschlagen

hatten, können wirklich ermessen, welch

unglaubliche Leistungssteigerung auf unseren

Schreibtischen stattgefunden hat. Interessant ist,

dass seit Beginn dieser exponentiellen Entwicklung

laufend deren Ende vorausgesagt wurde,

dieses bisher aber noch nicht eingetroffen ist.

Oder anders gesagt: Der Technologieschub mit

Bezug auf Rechenleistung ist immer noch im

Gang.

Rechenleistung als solche bewirkt noch keine

Produktivitätsgewinne, vielmehr erst die Nutzung

der hinzugekommenen Fähigkeiten. Es sind unseres

Erachtens deren zwei, und beide verfügen

über gesellschaftliches und wirtschaftliches

Sprengpotential. Die eine ist die Kommunikationsrevolution,

welche über das Internet und die

Mobiltelefonie Information zum global verfügbaren

und spottbilligen Gut gemacht hat. Die andere

ist die Prozesssteuerung, ohne die heute weder

ein Industriebetrieb noch ein modernes Motorfahrzeug

funktionieren würde. Messen, Steuern,

Korrigieren, das sind die Funktionen, die von der

Kaffeemaschine über das Flugzeug bis zur Produktionsstrasse

vollautomatisch und höchst zuverlässig

dafür sorgen, dass nichts aus dem Ruder

läuft.

Ein davon losgelöster, wenngleich von der erhöhten

Rechenleistung selbstverständlich stark

profitierender Technologieschub, findet im mikrobiologischen

Bereich statt. Es gelingt uns langsam,

das Leben zu verstehen. Für den Laien sind

zwar viele Gegebenheiten und Vorgänge schwer

verständlich (die mit literarischen Qualitäten

geschriebenen Beiträge des emeritierten Mikrobiologen

Gottfried Schatz in der NZZ vermögen

da gewisse Remedur zu verschaffen), aber eines

ist klar: Mit dem Eindringen unseres Wissens und

Handelns in die kleinsten Bausteine von Mensch,

Pflanzen und Tieren verändern sich sozusagen

alle Voraussetzungen und Begrenzungen, von der

Medizin über die Ernährung bis zum Konsum von

Genussmitteln. Ähnlich wird die Palette unserer

Möglichkeiten erweitert durch die Entwicklungen

in der Nanotechnologie oder der Bewirtschaftung

des elektrischen Wellenspektrums von der Wärmequelle

übers Licht bis hin zu den kürzesten

Frequenzen, die wir vor allem für die Kommunikation

verwenden. Im wesentlichen läuft alles auf

eine deutlich bessere Nutzung bestehender Ressourcen

hinaus.

Das Faszinierende an dieser Entwicklung besteht

darin, dass diese bessere Nutzung in sehr vielen

Fällen den sogenannten „Enduser“, den Konsumenten

also oder noch allgemeiner, das Individuum,

betrifft. Über Kaffeemaschinen und Autos

haben wir schon gesprochen. Handy, Smartphones

und iPad wären beizufügen. Sind wir uns eigentlich

bewusst, dass wir durch all diese

Instrumente real unglaublich viel reicher geworden

sind? „Reicher“ im zutiefst ökonomischen

Sinn, indem wir nämlich über sehr viel mehr persönlichen

Nutzen verfügen als früher. Jeder hat

heute seine Cafeteria in der persönlichen Küche,

kann mit wenigen Kniffen seinen Herd zum

Pizzaofen umfunktionieren, um später fürs

Heimkino „La Dolce Vita“ vom Internet herunterzuladen.

Jeder hat die Möglichkeit, sich mit

seiner – nicht wirklich teuren – Spiegelreflexkamera

zum beinahe professionellen Fotografen zu

machen, und jeder kann mit „Garage Band“ oder

vergleichbaren Programmen auf quasi professionellem

Niveau ein Tonstudio betreiben. Büroarbeiten

sind dank E-Mail und anderen

Programmen zur feierabendlichen Nebensache

geworden. Gleichzeitig steht unserem Informationsdrang

und Wissensbedürfnis buchstäblich

nichts mehr im Wege: Zeitungen, Zeitschriften

und Bücher fliegen uns elektronisch entgegen.

Mit Wikipedia verfügen wir über das vollständigste

je entstandene Lexikon in allen denkbaren

Sprachen der Welt. Schliesslich können wir unserem

enorm grossen Mitteilungsbedürfnis, dem

Überbleibsel von unseren genetischen Vorfahren

auf den Bäumen, über „soziale Plattformen“ wie

Facebook beinahe unbeschränkt nachkommen.

(Um nicht falsch verstanden zu werden: Erhöhter

ökonomischer Nutzen des Individuums ist nicht

zwingend kongruent mit übergeordneten Wertvorstellungen,

aber das tut hier nichts zur Sache.)

Was zusätzlich fasziniert, ist der Umstand, dass

der beschriebene Technologieschub nicht lediglich

einer kleinen, gutdotierten Elite zugute gekommen

ist und weiterhin zugute kommt,

sondern sozusagen bis auf die Stufe der Slums

sozialisiert worden ist. Kürzlich lasen wir einen

Bericht über Ureinwohner in Papua Neuguinea,

welche noch mit Pfeil und Bogen zur Jagd gehen

und dann und wann zwecks höherer Unabhängigkeit

auch indonesische Soldaten erlegen. Ihre

Kommunikation erfolgt über das Mobiltelefon…

Die Nutzensteigerung auf individueller Ebene

kann natürlich auch zusätzlicher Gewaltanwendung

und dem Verbrechen dienen, im wesentlichen

aber halten wir daran fest: Wir alle, zuoberst

bis fast zuunterst auf der gesellschaftlichen Skala,

von New York City übers Appenzellerland bis in

die pazifische Inselwelt hinein, sind in den letzten

Jahren deutlich reicher geworden.

Dieser „Windfall Profit“ aufgrund der verschiedenen

technologischen Schübe der letzten

zwanzig Jahre ist allerdings in den volkswirtschaftlichen

Rechnungen noch kaum sichtbar

geworden, denn private Nutzenvermehrung, insoweit

sie nicht auf einen Wertschöpfungsprozess

zwischen Rohstoff und Konsument zurückgeführt

werden kann, wird in der volkswirtschaftlichen

Rechnung nicht verbucht. Unentgeltlich Zugefallenes

qualifiziert nicht als „Wertschöpfung“ und

wird deshalb auch nicht registriert, im Gegenteil,

die bisherige Wertschöpfungskette leidet vorderhand

selbstverständlich unter dem Wegfall bisher

nachgefragter Güter und Dienstleistungen. Hier

zeigen sich die Auswirkungen einer „guten Deflation“

besonders augenfällig. Wir gehen allerdings

davon aus, dass die Sekundäreffekte der Reichtumsvermehrung

in den nächsten Jahren in

stärkerem Ausmasse den Wirtschaftskreislauf

beleben werden, und sprechen insofern von einem

„Silberstreifen am Horizont“.

 


 


 


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Elias
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Teuerung in der Schweiz

sgrauso wrote:

Sind wir reicher geworden?

Interessanter Ansatz aus http://www.nzz.ch/file/1.7980024!/Wegelin_2010_10_13_Deflation.pdf

Prädikat: Lesenswert :!:

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MarcusFabian
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Teuerung in der Schweiz

Elias wrote:

Es mag ja Branchen geben, wo man wegen den Rohstoffpreisen leidet.

Aber die Allgemeinkosten :?:

Eben. Das ist die Frage. Und die hängt fast ausschliesslich mit Deinem persönlichen Lebensumständen zusammen:

Energiepreise sind gestiegen (Benzin), vielleicht kann es jemand so einrichten, dass er weniger Auto fahren muss, weil beruflich heute sehr viel mehr über Telefonkonferenzen, Webcasts etc. abgehandelt werden kann. Nichts desto trotz sind die Energiekosten gestiegen.

Die Lebensmittelpreise sind im letzten Jahr teilweise recht dramatisch gestiegen, was jemenden, der 20% des Einkommens für Lebensmittel ausgeben muss zwangsläufig mehr stört als einen, der nur 2% ausgeben muss.

Desweiteren haben sich Rohstoffe wie Baumwolle im Preis verdoppelt. Bekleidung wird also teurer. Daneben die MWST und Krankenkassenbeiträge. Auch dies sind durchaus relevante Posten in den meisten Budgets.

Wenn wir das jetzt gegenüberstellen ...

Gestiegen: Lebensmittel, Energie, Bekleidung, Krankenkasse, Steuern

Gesunken: Consumer-Elektronik, Telefonie

... dann dürften wohl für die meisten Menschen die gestiegenen lebenswichtigen Ausgaben mehr zu Buche schlagen als die Ersparnisse beim neuen Handy oder Flat-Screen.

Elias
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Teuerung in der Schweiz

MarcusFabian wrote:

[Energiepreise sind gestiegen (Benzin), vielleicht kann es jemand so einrichten, dass ...

.. wenn die Kosten steigen, dass man versucht, was dagegen zu unternehmen, anstatt hier in diesem Forum darüber zu klagen.

Warum mit Massanzügen aus den 20er Jahren vergleichen oder nach Henkeln, Tassen und SKS Ausschau halten? Besser selber was dagegen tun. Die Hilfsmittel dazu stehen jedem zu Verfügung.

Die Kosten für Energie sinken bei mir, weil der Verbrauch sinkt. Wie oben geschrieben: Die Autos werden sparsamer, die Lampen werden sparsamer.

Also: Heute Abend mal ein selbstgekochtes Dinner, niedergegart auf dem Holzkohlengrill, serviert bei Sonnenuntergang oder bei Kerzenlicht anstatt Halogen. Spart enorm Strom.

Und sonst sich hier schlau machen http://www.energie.ch/

unbedingt lesen :!:

sgrauso wrote:

Sind wir reicher geworden?

Interessanter Ansatz aus http://www.nzz.ch/file/1.7980024!/Wegelin_2010_10_13_Deflation.pdf

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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

MarcusFabian
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Teuerung in der Schweiz

Elias wrote:

.. wenn die Kosten steigen, dass man versucht, was dagegen zu unternehmen, anstatt hier in diesem Forum darüber zu klagen.

Durchaus einverstanden, sofern man kann. Bei mir als Informatiker haben sich die Strassenkilometer in der letzten Dekade drastisch reduziert und ich gebe heute weniger für Transport aus als noch vor ein paar Jahren. Aber das kann nicht jeder. Die Transportunternehmen, die das Gemüse vom Bauern zum Grosshändler und von dort in die Migros bringen, können ihre Fahrtleistung nicht wesentlich einschränken.

Bin soeben mit dem oben verlinkten Wegelin Artikel durch. Lesenswert! Wie Du schon geschrieben hast. Obschon ich nicht mit jedem Aspekt des Artikels einverstanden bin:

Es ist richtig - und das habe ich auch schon mehrmals geschrieben - dass Produktivitätssteigerung grundsätzlich positiv Deflationär ist. Billigere Lebensmittel dank Mähdrescher als klassisches Beispiel.

Entsprechend ist auch die Feststellung korrekt, dass die Wirtschaft, die Industrie in den letzten Jahren gut gearbeitet hat. Gäbe es die Finanz-Mafia nicht, die uns durch ihre Fehlspekulationen in die Krise geritten hätte, ginge es uns heute durchs Band weg besser.

Aber das nur so nebenbei.

Nun gibt es aber leider nicht in allen Bereichen die Möglichkeit, die Produktivität zu steigern und somit die Preise zu senken:

In der Landwirtschaft scheint mir das Potenzial ziemlich ausgeschöpft zu sein. Hier können wir von weiter steigenden Preisen ausgehen, denn die Energie, die notwendig ist, um Lebensmittel zu produzieren und zu verteilen (vom Traktor bis zum Gemüse-Lastwagen) bleibt konstant, der Preis für die Energieeinheit steigt hingegen.

Das Gesundheitswesen ist ebenfalls noch sehr personalintensiv. Ob hier eine Automatisierung möglich - und wünschenswert - ist steht in den Sternen.

In der Rohstoffproduktion (Metalle, Minen) sind es geologische Gegebenheiten, die die Produktion verteuern. Man muss heute schlicht und ergreifend viel tiefer graben und aufwändiger verarbeiten, um an das gewünschte Material zu kommen.

Auch hier dürften die Preise also weiterhin steigen.

Summa summarum haben wir also lediglich eine Begründung dafür gefunden, warum die Preise in gewissen Bereichen steigen (Lebensmittel, Rohstoffe) und in anderen Bereichen sinken. Es ist schlicht die Frage, wo Produktivitätssteigerungen möglich sind und wo nicht.

Ob uns schlussendlich das neue Super-Handy mit HD-Video mehr "gefühlten Reichtum" bringt als uns die steigenden Lebensmittelpreise wieder wegnehmen, muss schlussendlich jeder für sich selbst entscheiden.

sgrauso
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Teuerung in der Schweiz

Ja vielleicht werden in ein paa Jahre die Teenis kein I-Phone als Geschenk wollen sonder ein Steak Lol

Pfff ein I-phone hat doch jeder, aber ich habe ein echtes Stück Fleisch bekommen....

 


 


 


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Elias
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Teuerung in der Schweiz

MarcusFabian wrote:

Elias wrote:
.. wenn die Kosten steigen, dass man versucht, was dagegen zu unternehmen, anstatt hier in diesem Forum darüber zu klagen.

Durchaus einverstanden, sofern man kann. Bei mir als Informatiker haben sich die Strassenkilometer in der letzten Dekade drastisch reduziert und ich gebe heute weniger für Transport aus als noch vor ein paar Jahren. Aber das kann nicht jeder. Die Transportunternehmen, die das Gemüse vom Bauern zum Grosshändler und von dort in die Migros bringen, können ihre Fahrtleistung nicht wesentlich einschränken.

Wir schreiben aneinander vorbei. Ich meine nicht die Fahrleistung, sondern den Verbrauch pro Kilometer. Zudem kann man beim Benzin enorm sparen, wenn man bei der günstigen Tankstelle noch günstiger tankt http://www.coop-pronto.ch/de/popup_ebon_03.html

Quote:

c) Mobilität

In der Schweiz gibt es 4 Millionen Autos. Der Treibstoffverbrauch kann durch folgende Massnahmen verringert werden:

* Kurzstrecken: Viele Strecken kann man zu Fuss oder mit dem Velo zurücklegen. Man muss dann auch weniger oft ins Fitnessstudio fahren.

* Koordination: 2 Personen in einem Auto brauchen nur halb so viel Energie wie 2 Personen in 2 Autos.

* Verkehrsmittel: Eine Reise mit dem öffentlichen Verkehr braucht im Allgemeinen am wenigsten Energie. Vor Ort hilft, wenn nötig ein Taxi oder ein Mietauto, zum Beispiel Mobility.

* Wohnort: Mit einer kurzen Distanz zwischen Wohn- und Arbeitsort spart man Zeit, Nerven und Energie.

* Planung: Wahl der besten Route und der besten Reisezeit zur Vermeidung von Verkehrstaus.

* Autowahl: Ein leichtes Fahrzeug mit deutlich unter 1000 kg Leergewicht sollte weniger als 5 Liter Treibstoff auf 100 km benötigen.

* Ausrüstung: Unnötigen Ballast vermeiden und Dachträger bei Nichtgebrauch demontieren. Reifen mit geringem Rollwiderstand einsetzen und regelmässig den Reifendruck kontrollieren.

* Fahrweise: Vorausschauendes und zügiges Fahren im höchst möglichen Gang. Im Stillstand Motor abschalten. Bei guten Sichtverhältnissen kein Standlicht.

http://www.energie.ch/energieeffizienz

Quote:

Händewaschen mit kaltem Wasser spart richtig viel Geld

http://geld-sparen-reich-werden.blogspot.com/2011/03/handewaschen-mit-ka...

Zur richtigen Zeit (Niedertarif) Energie verbrauchen.

Rechnungen und Prämien immer wieder hinterfragen und Gegenofferten einholen. Gleiche Leistung zu tieferem Preis.

Wenn immer möglich mit einer Gratiskreditkarte bezahlen, mit der man Gutschriften bekommt. Speziell teure Sachen wie Ferien, Übernachtungen, Grosseinkäufe. Dort ist Fleisch am Knochen. Und zusätzlich die hier oft belächelten Sparbons benutzen.

und logischerweise den Verbrauch senken

Wasser während rasieren, Zähne putzen etc. nicht laufen lassen. Homeoffice, unnötige Energieverbraucher abschalten, mit dem Fahrrad oder zu Fuss einkaufen, ist auch zusätzlich was für die Fitness, usw.

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CrashGuru
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Teuerung in der Schweiz

sgrauso wrote:

Ja vielleicht werden in ein paa Jahre die Teenis kein I-Phone als Geschenk wollen sonder ein Steak Lol

Pfff ein I-phone hat doch jeder, aber ich habe ein echtes Stück Fleisch bekommen....

Du bringst es auf den Punkt :!:

Es ist die persönliche Situation, welche die Teuerung (um wieder auf das Grundthema zu kommen) als solche beurteilen lässt. Elias geht von seinem höchst persönlichen Standpunkt aus, wo hingegen fast alle anderen Postings hier von einem allgemeinen Standpunkt ausgehen. Und so kömmen sie nicht zusamm...

Wenn ich den Wegelin-Artikel (der tatsächlich äusserst lesenswert ist) betrachte, so fällt mir auf:

Zitat:

Was zusätzlich fasziniert, ist der Umstand, dass

der beschriebene Technologieschub nicht lediglich

einer kleinen, gutdotierten Elite zugute gekommen

ist und weiterhin zugute kommt,

sondern sozusagen bis auf die Stufe der Slums

sozialisiert worden ist.

Zitat Ende.

Das ist etwas, das ich in den 70ern in Sri Lanka erlebt habe: Fernseher mit Sat-Anlage in palmwedelgedeckten Hütten. Programm jeden Tag: Starsky und Hutch (eine USA-Fernsehserie). Die Darstellung fast pervers im Verhältnis zu den Lebensumständen.

Wobei das alles andere als Slums waren, im Gegenteil. Sri Lanka hatte beste Strassenverbindungen, Eisenbahn, Gesundheitsversorgung (gratis) auf dem ganzen Land verteilt, kein Hunger und eben mindestens ein Palmwedeldach über dem Kopf (bis zum Tsunami).

Frage: Hat diese technologische Revolution (ich nehme an, dass nun auch Internet vorhanden ist, wenn auch noch immer ein Palmwedeldach....) nun wirklich etwas verbessert?

Sicher ist aber eines (ausserhalb der Kriegsereignisse). Auch die Srilankesen bezahlen heute einen grossen Teil ihres Einkommens für diese (un-)notwendige Technik. Und die Esswaren sind teurer geworden......das iPhone werden auch sie aber nicht essen können.

Die Frage ist wohl: WAS braucht der Mensch um glücklich zu sein?

Und da gilt bei uns (CH) halt noch immer oder immer mehr: Ein Grundvermögen oder ein konstantes Einkommen in bestimmter Höhe. Denn bei uns ist Glück untrennbar mit der materiellen Basis verbunden.

Sollte diese Aussage einen Aufschrei der Entrüstung auslösen so biete ich ein Beispiel an, das je länger je mehr leider zur Tatsache zu werden droht:

Ein alter Mensch (bei uns also so ab 50....) wird chronisch krank. Das Gesundheitssystem klemmt mit der Bezahlung notwendiger (!) Medikamente. Sein Vermögen und Einkommen lässt den Kauf aus eigenen Mitteln nicht zu.

Frage: Wie glücklich kann dieser Mensch sein.......

Und um auf das Grundthema wieder zurück zu kommen. Die Teuerung im Gesundheitswesen (speziell Pharma) ist wohl unbestritten (oder Elias, wie sparst Du da? Internet??). Wenn ich also mit dem Bon bei Denner einkaufe, so darum, dass ich die teurer gewordenen Pillen (die die KK nicht mehr bezahlt) kaufen kann. Leider kein Nullsummenspiel, da die Pharma schneller teurer wird, als die Esswaren billiger....

Elias
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CrashGuru wrote:

Das ist etwas, das ich in den 70ern in Sri Lanka erlebt habe: Fernseher mit Sat-Anlage in palmwedelgedeckten Hütten. Programm jeden Tag: Starsky und Hutch (eine USA-Fernsehserie).

Mittlerweile haben Computer und Internet auch in Afrika Einzug gehalten. Viele der Bauern, welche sich in Kooperativen zusammengeschlossen haben, können nicht mehr so einfach über den Tisch gezogen werden, weil sie dank der Technik wissen, wie hoch der Weltmarktpreis ist.

Quote:

Benzin sparen beim Autofahren mit 7 einfachen Regeln

http://save-money.ch/benzin-sparen-beim-autofahren-so-gehts-1844.html

Quote:

Als optimal empfehlen Fachleute sogar einen noch höheren Reifendruck. «Ideal wären 0,5 bar mehr, als der Fahrzeughersteller vorgibt», sagt Jürg Kretzer von der Coop Mineraloel AG.

http://www.coopzeitung.ch/article46328/oekologisch+fair/Eco-Drive-So-fah...

Es gibt Autoversicherer die gewähren Rabatt, wenn man wenig fährt und/oder ab einem gewissen Alter des Fahrzeuges.

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Ramschpapierhaendler wrote:

Ich seh schon: es wird immer aufwändiger, günstig zu leben (Märkli sammeln, Reifendruck öfter prüfen...). Ob man das dann als Argument für eine Deflation verwenden kann? Wenn ich meinen SIA-Stundenansatz für die aufgewändete Zeit einsetze...

Die Reifendrucküberwachung soll bei zukünftigen Fahrzeugen obligatorisch werden. Es wird also auch für Phlegmatiker wie dich wieder einfacher.

Etwas Bewegung während dem der Tankschlauch im Stutzen hängt, tut eigentlich jedem gut, schont Reifen und Portemonnaie und dient letztendlich auch der eigenen Sicherheit.

Quote:

Decken sich die statistischen Zahlen mit eurem Bauchgefühl?

Nein, die Zahlen sind geschönt, unrealistisch, die effektive Teuerung ist höher.

Nochmals:

Die Prognose basiert auf statistischen Zahlen und werden 4 Mal im Jahr aktualisiert, das nächste Mal im Juni.

Es ist eine Prognose, basierend auf statistischen Zahlen.

Es sind keine statistischen Zahlen.

Sie können nicht geschönt sein

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CrashGuru
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Ramschpapierhaendler wrote:

Ich seh schon: es wird immer aufwändiger, günstig zu leben (Märkli sammeln, Reifendruck öfter prüfen...). Ob man das dann als Argument für eine Deflation verwenden kann? Wenn ich meinen SIA-Stundenansatz für die aufgewändete Zeit einsetze...

Jedenfalls ist es sinnvoll, den Zeitaufwand für das Märgli-Management nicht in die Kalkulation einzubinden, sonst reicht die "Gewinnmarge" für die Aktionen nicht, diesen auszugleichen.

Nebenbei, mir geht diese Aktionitis ganz gehörig auf den Wecker :oops:

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CrashGuru wrote:

Ramschpapierhaendler wrote:
Ich seh schon: es wird immer aufwändiger, günstig zu leben (Märkli sammeln, Reifendruck öfter prüfen...). Ob man das dann als Argument für eine Deflation verwenden kann? Wenn ich meinen SIA-Stundenansatz für die aufgewändete Zeit einsetze...

Jedenfalls ist es sinnvoll, den Zeitaufwand für das Märgli-Management nicht in die Kalkulation einzubinden, sonst reicht die "Gewinnmarge" für die Aktionen nicht, diesen auszugleichen.

Nebenbei, mir geht diese Aktionitis ganz gehörig auf den Wecker :oops:

Mir geht euer Gejammer wegen der Teuerung auf den Wecker.

Ich gönne es jedem, der mehr bezahlt. Vorallem wenn man an einem SIA-Status Symptom leidet

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Teuerung in der Schweiz

sgrauso wrote:

Ja vielleicht werden in ein paa Jahre die Teenis kein I-Phone als Geschenk wollen sonder ein Steak Lol

Schön wär's. Ich weiss jetzt schon, dass sich meine (dann 14j. Tochter) ein iPhone 5 wünschen wird, weil sie sich schon jetzt mit ihrem iPhone 3 nicht mehr up-to Date fühlt.

MarcusFabian
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Teuerung in der Schweiz

Elias wrote:

In der Schweiz gibt es 4 Millionen Autos. Der Treibstoffverbrauch kann durch folgende Massnahmen verringert werden:

...

Das ist alles gut und recht und ja, jeder hat Sparpotenzial. Aber wir Ramschi schon sagte, hat das nichts mit Inflation bzw. Deflation zu tun.

Deine Argumentation erinnert mich an jene von Alan Greenspan mit der er begründete, warum der US Warenkorb nicht angepasst wurde bzw. warum die USA seit 1981 eine neue Methode für die Bemessung der Teuerung (USA: CPI) eingeführt hat?

Greenspans Argumentation: Wenn Steaks zu teuer werden, dann essen die Leute halt mehr billige Hamburger, geben also nicht mehr für Fleisch aus. Ergo bleibt der CPI für Fleisch konstant.

Ich kann jetzt dagegenhalten, dass uns die Sparwut auch Zeit und Lebensqualität kostet. Statt mit dem Auto zum Metzger zu fahren, und ein feines Filet zu kaufen, bekomme ich für denselben Preis nur noch eine Velofahrt zum Kartoffelbauern. Was dann nach Deiner und Greenspans Rechnung eine Null-Teuerung bedeuten würde?

Zugegeben, mein Beispiel ist überspitzt. Aber es geht doch in diese Richtung, oder?

Elias
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Teuerung in der Schweiz

Ramschpapierhaendler wrote:

Elias wrote:
Vorallem wenn man an einem SIA-Status Symptom leidet

Ist bei mir zum Glück gar nicht möglich. Sonst müsste ich noch Jahresbeiträge bezahlen. Die werden auch von Jahr zu Jahr teurer. Lol

Ich jammere im übrigen nicht, ich stelle nur fest. Mir hat's bisher immer gut zum Leben gereicht. Auch ohne Märkli abzulecken und den Rabatten nachzurennen.

Ich renne weder Rabatten noch dem Geld nach. Ich laufe ihnen entgegen.

Die Märklis sind selbstklebend. Dabei haben sie wohl an dich gedacht. Wer zu faul zum Reifenpumpen ist, leckt auch nicht gerne.

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

weico
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Teuerung in der Schweiz

MarcusFabian wrote:

Die Lebensmittelpreise sind im letzten Jahr teilweise recht dramatisch gestiegen, was jemenden, der 20% des Einkommens für Lebensmittel ausgeben muss zwangsläufig mehr stört als einen, der nur 2% ausgeben muss.

Lebensmittel werden hierzulande,gemessen am Einkommen,immer BILLIGER.

"Seit dem zweiten Weltkrieg sinkt der Anteil der Lebensmittel an den gesamten Schweizer Haushaltsausgaben stetig.

http://www.derbund.ch/zeitungen/wirtschaft/34-Minuten-fuers-taegliche-Br...

http://www.landwirtschaft.ch/de/aktuell/agronews/detail/article/2010/11/...

P:S...und wer dann noch den tollen Wechselkurs nutzt und in Deutschland einkauft (und die Mehrwertssteuer noch zurückverlangt)......

weico

MarcusFabian
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Elias wrote:

Wer zu faul zum Reifenpumpen ist, leckt auch nicht gerne.

Na ja, lieber pumpen als lecken Blum 3

(sorry aber der musste jetzt sein)

MarcusFabian
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weico wrote:

Lebensmittel werden hierzulande,gemessen am Einkommen,immer BILLIGER.

Stimmt. Auch in Gold werden sie immer billiger. Du setzt halt einfach Arbeitszeit bzw. Einkommen als "Währung" ein. Und das ist durchaus legitim.

Nur in Papierfranken werden sie immer teurer.

weico
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MarcusFabian wrote:

Du setzt halt einfach Arbeitszeit bzw. Einkommen als "Währung" ein. Und das ist durchaus legitim.

Nur in Papierfranken werden sie immer teurer.

Solange ich eben "Papierfranken" durch meine Arbeitszeit bzw. Einkommen "erwirtschafte",ist dies doch der schlicht-normale BEWERTUNGSmassstab um meine Lebensmittel als "teurer" oder "billiger" zu erachten.

Schlichtweg eine Sache der (persönlichen) BEWERTUNG bzw. der BEWERTUNG von "Papierfranken" allgemein.

http://www2.uni-erfurt.de/finanzwissenschaft/konf/Beitr%E4geHistSchools/...

weico

sgrauso
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Teuerung in der Schweiz

Also ich merke die Teuerung auch nicht, aber ich bin auch Kerngesund, ledig und erst 29...

Meine Lotterkrankenkasse mit max Franchise und mein HeiMkino kosten relativ wenig Lol

Wäre ich Familienvater mit ein paar Kids würde ich sicherlich die Teuerung spüren da KK, Nahrung und Heiz/Benzinkosten in einem solchen Haushalt sicher ein grösseren Anteil des Einkommen beanspruchen!

Es ist ja eben dies das es noch schlimmer macht, die bereits schon ärmeren Schichten werden davon am meisten betroffen und sie Schäre zwischen Arm und Reich wird dadurch noch grösser.

 


 


 


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aprecio
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computer und internet finden in afrika verwendung

ein grund dafür, dass in letzter zeit weniger geld im portemonnaie bleibt, ist die tatsache, dass bis vor wenigen jahren, die steuern im nachhinein bezahlt wurden. aktuell werden die steuern fürs laufende jahr vorbezogen. bei mir fallen schon strafzinsen vom vor-vorjahr an Smile

manchmal habe ich verständnis für die preise hier, eine verkäuferin im einkaufscenter soll auch einen anständigen lohn haben. aber wenn ich baby-nahrung, zubehör wie kinderwagen, windeln und kleider etc. benötige, kaufe ich die bei den nachbarn in der EU, tschuldigung.

einkauf ist eine sache für sich, die nicht zu vernachlässigen ist, wenn man es sich nicht erlauben kann mit geld umsich zu werfen. dazu ist das internet tatsächlich eine grosse hilfe.

ich persönlich beklage mich nicht wegen der teuerung. die lage ist so wie man sie sehen will. keine frage, dass es ein sehr interessantes thema ist, worüber man angeregt diskutieren kann. einfach toll. nächstes jahr: kann es besser werden? soeben wurde in sf börse mitgeteilt, dass die rückversicherungskosten für versicherer teurer werden. die versicherungen werden vermutlich die kosten weiterbelasten.

interessant finde ich ebenfalls das thema benzin. wir bezahlen schon lange klimarappen. bald soll es mehr sein; nicht weniger als 30 rappen pro liter. was passiert eigentlich damit genau? ok, wenn man sich eine neue heizung installiert im eigenheim profitiert man vom benzinverbrauch ein wenig. damit komme ich direkt zu den mieten: die sind in letzter zeit zum glück spürbar gesunken.

aprecio
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wenn du poulet aus D kaufst, bekommst du eine antibiotika kur gratis

Elias
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Teuerung in der Schweiz

Quote:

Kassensturz von heute

Energie

Die besten Tipps zum Stromsparen

http://www.kassensturz.sf.tv/Nachrichten/Archiv/2011/03/22/Themen/Umwelt...

Jeder hat es selber in der Hand. Würden alle sparen, könnten wir auf die AKW's verzichten.

Quote:

Decken sich die statistischen Zahlen mit eurem Bauchgefühl?

Nein, die Zahlen sind geschönt, unrealistisch, die effektive Teuerung ist höher

Wie schon mehrfach geschrieben: es sind Prognosen, basierend auf statistischen Zahlen.

Wem sein Bauchgefühl sagt, die statistischen Zahlen seien geschönt, soll mal konkreter werden, welche er meint.

Wer zu viel für Energie zahlt, ist selber schuld

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