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24.11.2010 09:35
#1
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Ausblick 2011

Beim Börsenausblick 2011 stelle ich mir folgende Frage:

„Kann der gesunde Teil der Weltwirtschaft, dem kranken Teil der Weltwirtschaft wieder auf die Beine helfen?“_____________________________________________________

Ausgangslage (Ende 2010)

Aktuell (24.11.2010) präsentiert sich die Börsenlage äusserst labil. Noch ist die Entscheidung, ob Jahresendrally oder Einbruch der Märkte noch nicht gefallen. Die Schulden- und Finanzkrise diverser europäischer Länder (Portugal, Spanien, Griechenland, Irland) ist weiter am Brodeln. Es bestehen latente Kriegsgefahren in Nahost, im Iran, Korea! Die USA verliert weiter Boden in der Weltführerschaft. Der Einfluss von China weitet sich aus. Insgesamt sehnt man sich nach einem wohltuenden Befreiungsschlag. Nur wer oder was kann diesen Befreiungsschlag auslösen. Zweifel, Verunsicherung beherrscht die Lage.

Ausblick 2011

Was passiert wenn sich das Wirtschaftswachstum in den Emerging Markets (Bric-Staaten, Tigerstaaten, etc.), welches vermutlich auch mit einer zum Teil hohen Verschuldung von Unternehmen und Staaten vor sich gegangen ist, nicht wie gewünscht weiter entwickelt?

Viele Länder der westlichen Welt (USA, Europa) profitieren von zum Teil hohen Exporten in die Emerging Markets. Was passiert nun, wenn diese Nachfrage abnimmt und nicht durch die Inland-nachfrage kompensiert werden kann? Was

durchaus passieren kann. Sind doch die Emerging Markets selber auch bestrebt, die steigende Inlandnachfrage selber abzudecken. Das würde die EM unabhängiger machen.

Was passiert, wenn das Vertrauen der Anleger in die Zahlungsfähigkeit der Staaten (USA, EU, etc.) und allenfalls auch in die Unternehmen, weiter schwindet. Was, wenn das Gefühl aufkommt, dass man mit den Geldnoten bald die Wohnung tapezieren kann? Es muss ja nicht so kommen, aber die Meinung und der Glaube, dass es so kommen könnte, würde vermutlich einiges auslösen. Insbesondere dann wenn es mit dem „normalen“ Wirtschaftswachstum nicht wie gewünscht läuft.

Was passiert, wenn im Westen immer weiter rationalisiert wird und die Produktion ungebremst in die EM (China, Tiger-Staaten, Osteuropa) ausgelagert wird? Uns bleiben die Arbeitslosen und die Wirtschaftsflüchtlinge die noch nicht gemerkt haben, dass es bei uns immer weniger Arbeit gibt. Dazu bleiben uns auch die Banken treu, welchen wir ja immer wieder schnell auf die Beine helfen, wenn sie den Karren wieder mal an die Wand gefahren haben. Sie sind ja systemrelevant. Für mich ist schon eher systemrelevant, dass unsere Wirtschaft läuft und die Bevölkerung Arbeit und angemessenen Verdienst hat. Banken, welche nach der letzten Hilfsaktion munter da weiter machen wo sie schon vor der Pleite gewurstelt haben, kann man getrost untergehen lassen.

Was passiert, wenn mit kriegerischen Interventionen versucht wird, gewisse Despoten in den Senkel zu stellen? Dies könnte ungeahnte Auswirkungen haben.

Kandidaten und Regionen gibt es genug. Iran, Nahost, Jemen, Somalia, Nordkorea um nur einige zu nennen. Zum Glück herrscht aber noch eine gewisse Besonnenheit.

Was passiert, wenn sich das organisierte Verbrechen immer weiter in die Politik und die Wirtschaft einnistet? Glaubt mir, das wird „ES“! Dazu kommen alle andern die ganz legal ihre Position dazu ausnutzen, sich wie im Selbstbedienungsladen zu fühlen.

Frage!

Wer kann all diese Entwicklungen stoppen! Wer oder was kann diesem fatalen Zustand Einhalt gebieten oder eine neue Wertehaltung entgegen setzen?

Ich denke also, dass auch das Jahr 2011 wird viel Aufregung mit sich bringen. Wo genau die „Bomben“ platzen, ist natürlich schwer zu sagen. Wichtig ist auf jeden Fall, die Welt als Gesamtes genau im Auge zu behalten, damit man nach Möglichkeit, rechtzeitig auf negative Entwicklungen an der Börse und für sich persönlich, reagieren kann.

Aktien

Im Moment halte ich Aktien mit Blick auf das nächste Jahr für überbewertet. Ich denke, dass sich das mit einer Korrektur in den nächsten Wochen noch korrigieren wird. Dann wird es Aktien geben, man zu einem angemessenen Preis einkaufen kann. Jetzt noch der Rally nachzurennen, wenn es dann eine gibt, halte ich nicht für klug. Langfristig gibt es für Aktien keine wirkliche Alternative. Aber es ist alles eine Preisfrage. Aktien in den EM lassen sich wunderbar über ETF’s abdecken. So spart man sich das Risiko auf ein einzelnes Pferd zu setzen, welches dann zu lahmen beginnt.

Staats- und Industrieanleihen

Hier würde ich Industrieanleihen von solide finanzierten Marktführer gegenüber Staatsanleihen bevorzugen. Die Rendite ist besser und im Moment auch sicherer als die meisten Staaten.

Rohstoffe (Industriemetalle, Öl)

Rohstoffe bieten immer eine Chance. Verschiedene Rohstoffe werden auch immer schwieriger zu fördern. Das Öl in absehbarer Zeit von alternativen Energien (Solar, Wind) abgelöst wird, kann ich mir (noch) nicht vorstellen. Allerdings ist diesem Sektor in den nächsten 10 – 20 Jahre ein deutliches Wachstum zuzutrauen.

Gold

Dem Gold werden ungeahnte Höhenflüge prophezeit. Ich bin aber eher skeptisch.Ich bin der Meinung, dass Gold schon heute einen stolzen Preis hat. Klar, geht es mit der Weltwirtschaft bachab, setzt wohl Gold seinen Höhenflug fort. Kommt die Wirtschaft wieder ins Lot und können wir die Finanz- und Schuldenkrise einigermassen meistern, wird Gold an Wert einbüssen.

Immobilien

An gewissen Standorten, ich schreibe hier von Renditeliegenschaften (Wohn- und Geschäftsliegen-schaften), bestehen mit Sicherheit bereits Blasen, welche noch platzen werden. Dies dann, wenn die Hyp.-Zinsen wieder anziehen. Da wohl viele dieser Liegenschaften mit Festhypotheken finanziert sind, wird der Knall eher mit einer gewissen Verzögerung erfolgen. Dann nämlich, wenn die Liegenschaften neu finanziert werden müssen. Das kann in 2 – 3 Jahren oder aber auch erst in 5 – 10 Jahren sein. Bei einer Direktanlage muss auf jeden Fall berücksichtigt werden, das Lage, Ausbaustandart, realistische und langfristige Vermietbarkeit gegeben ist. Von allem andern sind die Finger zu lassen.

Auch bei den Eigenheimen, welche jetzt gebaut werden oder in den letzten Jahren gebaut wurden, wird es in den nächsten Jahren wieder günstigere Preise geben.

Das ist zwar tragisch, aber vermutlich unaus-weichlich. Bei der Finanzierung von Eigenheimen ist aber davon auszugehen, dass die Finanzierungen mit mehr Eigenkapital erfolgten. Dies kommt daher, weil viele Eltern der heutigen Bauherren, ihr Erspartes (sparsam, Ausz. Pensionskasse,selber geerbt) ihren Kindern als zinsloses Darlehen oder als Erbvorbezug zur Verfügung stellen.

Dann mal allen viel Erfolg bei der Planung des nächsten Jahres.

Karat

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 www.mama-elizza.com/

www.haller-stiftung.ch

www.waisenkinder.jimdo.com

www.lotusforlaos.weebly.com

 

 

 

 

20.01.2011 23:29
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@Marcus Fabian

Quote:

Anleihen werden in den nächsten Jahren die zweitdümmste aller möglichen Anlageformen sein! (Die dümmste ist Bargeld).

Die Diskussion betrifft nur 2011.

Sarasin:

"Obligationenstrategie: Grosse Korrektur wird ausbleiben. Moderates Wachstum und weiterhin rekordtiefe Inflationsraten in den Industrieländern sowie das Festhalten westlicher Zentralbanken an der Nunzinspolitik sprechen gegen ein höheres Zinsniveau."

Ich leiter davon ab, dass die staatliche Anleihen der nicht-Peripherie-Ländern sowie die Unternehmensanleihen ihren Wert halten werden.

Bargeld als Anlageform mag langfristig dumm sein, je nach Währung. Momentan treibe ich meinen Barbestand aus taktischem Grund höher, nicht als Anlageform.

Quote:

Warum ziehst Du also weiter oben überhaupt in Erwägung, Anleihen zu kaufen, wenn Du doch offenbar begriffen hast, dass die bachab gehen werden???

Das ist ein Missverständnis. Ich kaufe Anleihe nicht. Ich halte sie aber in meinem Pensionskassenanteil und in den Aktien der Versicherungsgesellschaften. Das langt!

Quote:

Du läufst nicht nur indirekt sondern auch ganz gezielt und mit messerscharfer Präzision ins Messer, wenn Du Versicherungsgesellschaften kaufst.

Deshalb kann ich nur wiederholen: Strong Finger weg von Banken und Versicherungen!!!

Sarasin: "Der Finanzsektor dürfte im zweiten Halbjahr als grösster Gewinner einer erfolgreichen Überwindung der Euro-Krise hervorgehen."

Abgesehen davon, habe ich gemerkt, dass verschiedene Banken und Versicherungsgesellschaften ein sehr tiefes KGV haben und ansehnliche Dividenden auszahlen sollten. Es ist überrascht deshalb nicht, dass der Kurs ihrer Aktien in der letzten Zeit stark gestiegen sind.

Ich glaube, dass die Kurse Bankenaktien in 2011 voneinander stark unterscheiden und auch instabil werden. Ich habe auch einen grossen Bestand Swiss Re übernommen und jetzt ist es mir schwierig zu entscheiden, wie schnell ich sie verkaufen sollte. Nach Konsens ist Swiss Re unterbewertet.

Ich bin im Finanzsekto insgesamt übergewichtet.

Quote:

Wenn Du Geld verdienen willst, dann investiere in Rohstoffe. Allen voran Agrar, in zweiter Linie Edelmetalle, in dritter Linie Industriemetalle.

Sarasin: "Unsere bevorzugten Märkte für 2011 sind Kupfer, Nickel, Platin und Gold. Aber auch die Getreide- und Ölsaatenpreise dürften durch eine starke Nachfrage beflügelt werden."

...

19.01.2011 14:33
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Re: Ruhe vor dem Sturm!

Karat1 wrote:

Sicher wird das Jahr 2011 nicht einfach. Nach einem ersten Höhenflug am Anfang (Jan./Febr.) des Jahres wird dann wohl die erste Ernüchterung (Febr./Mrz.) folgen. Das könnte dann möglicherweise gute Einstiegsmöglichkeiten bei ausgewählten Aktien ergeben. Mit Aktien mit einer attraktiven Dividendenpolitik würde man wohl nicht schlecht liegen. Allerdings müssten dies Aktien, wie alle anderen auch, ein gutes Wachstumspotential aufweisen.

Tönt vernünftig. Aber so vernünftig, dass fast jeder dieser Meinung ist.

Was, wenn nun tatsächlich Jan/Feb gut läuft, dann aber keine Ernüchterung in Feb/Mrz folgt? Was machen dann die, die auf der Seitenlinie auf tiefere Einstiegspunkte gewartet haben?

Der SMI lief 2010 nicht so gut, in CHF gerechnet... was wenn der CHF leicht schwächer würde?

Dann wäre genau der Chart von 2003, 2004, 2005 denkbar, also 2011 wäre wie 2005, welches ein Bombenjahr war.

19.01.2011 09:51
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Interessanter, umfangreicher Konjunkturausblick der Commerzbank.

https://cbcm.commerzbank.com/media/de/documents/research/economic_resear...

Karat.

19.01.2011 09:29
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Obama May Be Wall Street's New Best Friend
18.01.2011 08:19
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Ruhe vor dem Sturm!

Irgendwie traue ich dem "Braten" einfach nicht wirklich. Der akutelle Grundtenor über die Entwicklung der Aktienmärkte ist in der grossen Mehrheit sehr positiv. Die warnenden Stimmen sind leiser geworden, der Pessimismus weicht immer mehr einer optimitischeren Meinung. Aber hat sich eigentlich so viel geändert? Ist auch nur ein Problem (US-$, Euro-Schwäche, Schuldenkrise, Pleitestaaten, Arbeitslosigkeit, soziales Unleichgewicht, Verschuldung der USA und vieler Staaten, Reduktion staatlicher Stimulierungsprogramme, Unruhen (a la Tunesien) etc., etc.?!

Nein, es hat sich nichts geändert. Es "köchelt" weiter vor sich hin. An eine Verbesserung ist nicht zu denken. Schon gar nicht mit Politikern die nur an sich und die Wiederwahl denken und zu einem grossen Teil in die eigenen Säcke wirtschaften! Aber was kann man von diesen korrupten Regierungen erwarten!

Mit korrupten Regierungen meine ich nicht nur die Lumpen in Afrika, Asien, Südamerika, Osteuropa, nein auch die Regierungen in den Industrieländer in Europa, Asien, Amerika sind keinen Deut besser. Alles machtgierige, unfähige Selbstdarsteller.

So wird dann auch über kurz oder lang, diese Einsicht an den Aktienmärkten auch wieder ein Thema (Angst)und es kommt wieder zu Rückschlägen. Vorerst wird jedoch der Schwung des Jahresanfangs noch mitgenommen, bis uns dann wieder die Realität einholt.

Sicher wird das Jahr 2011 nicht einfach. Nach einem ersten Höhenflug am Anfang (Jan./Febr.) des Jahres wird dann wohl die erste Ernüchterung (Febr./Mrz.) folgen. Das könnte dann möglicherweise gute Einstiegsmöglichkeiten bei ausgewählten Aktien ergeben. Mit Aktien mit einer attraktiven Dividendenpolitik würde man wohl nicht schlecht liegen. Allerdings müssten dies Aktien, wie alle anderen auch, ein gutes Wachstumspotential aufweisen.

Gewinnmitnahmen sollten im 2011 auch nicht verpasst werden.

Karat

17.01.2011 22:56
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Lancelot wrote:

Pumpt man Geld an einem Ende in die Märkte, so taucht es anderen Ortes wieder auf. Überraschend stark profitieren Land- und Immobilienpreise in Deutschland, Zentral- und Osteuropa.

Oder anders ausgedrückt: Pumpt man Geld in den Geld-See, schwimmen alle Boote höher.

Lancelot wrote:

Wäre es dann falsch, wie empfohlen, von staatlichen zu nicht-staatlichen Anleihen umzuschichten?

Es wäre genau so falsch. Also weder falscher noch weniger-falsch.

Anleihen werden in den nächsten Jahre die zweitdümmste aller möglichen Anlageformen sein! (Die dümmste ist Bargeld).

Lancelot wrote:

Mit weiteren Expansion der Geldmengen, wird die Teuerung endgültig steigen und es wird unmöglich das stimulierende Geld je aus dem Umlauf zurückzubringen. In dem Fall werden alle Anleihen weniger Wert.

Exakt auf den Punkt gebracht.

Warum ziehst Du also weiter oben überhaupt in Erwägung, Anleihen zu kaufen, wenn Du doch offenbar begriffen hast, dass die bachab gehen werden???

Lancelot wrote:

Habe verstanden, dass die Versicherungsgesellschaften wie Swiss Re, Allianz weiterhin Staatsanleihen kaufen. Laufe ich indirekt Risiko ein, wenn ich viele Aktien bei solchen Gesellschaften habe?

Du läufst nicht nur indirekt sondern auch ganz gezielt und mit messerscharfer Präzision direkt ins Messer, wenn Du Versicherungsgesellschaften kaufst.

Deshalb kann ich nur wiederholen: Strong Finger weg von Banken und Versicherungen!!!

Wenn Du Geld verdienen willst, dann investiere in Rohstoffe. Allen voran Agrar, in zweiter Linie Edelmetalle, in dritter Linie Industriemetalle.

Ob Du Zertis auf Sojabohnen oder Kupfer kaufst, Aktien von Zink- oder Silberminenminen oder Dir direkt Gold und Silber als Münzen oder Barren unters Kopfkissen legst, überlasse ich Dir.

Hauptsache, Du investierst nicht in Obligationen jeglicher Couleur, denn mit denen wirst Du in den nächsten 3 Jahren zw. 50-80% Verlust einfahren!

17.01.2011 12:21
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Lancelot wrote:

Aus dem Sarasin Global View Research Ausblick 2011 publiziert am 04. Januar 2011:

Zehn Überraschungen für 2011:

1) Alle Industrienationen erhöhen weiter ihre Geldmengen...denn kurzfristig dominieren die positiven gegenüber den negativen Konsequenzen. Wirtschaftsakteure fühlen sich überraschend gut.

Was soll daran überraschend sein?

17.01.2011 11:04
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Aus dem Sarasin Global View Research Ausblick 2011 publiziert am 04. Januar 2011:

Zehn Überraschungen für 2011:

1) Alle Industrienationen erhöhen weiter ihre Geldmengen...denn kurzfristig dominieren die positiven gegenüber den negativen Konsequenzen. Wirtschaftsakteure fühlen sich überraschend gut. Geld bleibt billig, die US Wirtschaft wächst über +4%. Globale Aktien und Rohstoffe enden 2011 mit einem Plus von über 20% p.a.

2) …und stimulieren nach dem Prinzip der kommunizierenden Röhren. Pumpt man Geld an einem Ende in die Märkte, so taucht es anderen Ortes wieder auf. Überraschend stark profitieren Land- und Immobilienpreise in Deutschland, Zentral- und Osteuropa.

Wäre es dann falsch, wie empfohlen, von staatlichen zu nicht-staatlichen Anleihen umzuschichten? Mit weiteren Expansion der Geldmengen, wird die Teuerung endgültig steigen und es wird unmöglich das stimulierende Geld je aus dem Umlauf zurückzubringen. In dem Fall werden alle Anleihen weniger Wert.

Habe verstanden, dass die Versicherungsgesellschaften wie Swiss Re, Allianz weiterhin Staatsanleihen kaufen. Laufe ich indirekt Risiko ein, wenn ich viele Aktien bei solchen Gesellschaften habe? Oder haben sie recht weiterhin staatlichen Anleihen zu halten? Die Prognose ist, dass Zins tief bleiben.

10.01.2011 09:00
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Johnny P wrote:

Ja relativ ist schön gesagt. Effektiv ist es eher zu vergleichen mit der Maus die ins Meer pisst. :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:

Chaos-Theorie: Maus pisst ins Mittelmeer = Tsunami in Neuseeland.... Wink

10.01.2011 01:26
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Johnny P wrote:

Ja relativ ist schön gesagt. Effektiv ist es eher zu vergleichen mit der Maus die ins Meer pisst. :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:

Bodensee.

10.01.2011 00:06
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Bullish wrote:

Da der CHF gegenüber dem EUR relativ geschwächt wird, werden die Preise in der CH für den Euroraum relativ günstiger und die Nachfrage nimmt etwas zu. Somit hat dies in der CH eher eine preistreibende Wirkung.

Ja relativ ist schön gesagt. Effektiv ist es eher zu vergleichen mit der Maus die ins Meer pisst. :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:

„Alles was die Sozialisten vom Geld verstehen, ist die Tatsache, dass sie es von anderen haben wollen.“

Konrad Adenauer

09.01.2011 23:17
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MarcusFabian wrote:

in_God_we_trust wrote:
Nach kurzer Begrüssung gibt ihm Herr Hildebrand 25 Fränkli in die andere Hand und zieht ihm gleichzeitig die 20 Euros aus der ersten. Dann verschwindet Herr Hildebrand mit den 20 Euros in seiner SNB. Auf dem Bundesplatz gibt es jetzt 20 Euros weniger und 25 Franken mehr!

2. Der Punkt ist, was Hildebrand nun mit den €20 macht: Geht er in die Migros shoppen (und heizt die Inflation an)? Legt er sie in den Safe seiner Bank (nichts passiert)?

Vermutlich passiert letzteres. Vorerst. Es spricht aber nichts dagegen, dass Hildi in 1 Monat oder 1 Jahr sich der €20 erinnert und shoppen geht.

Auswirkungen gibt es sofort, ausser die SNB kaufe die EUR nicht am Markt sondern neugeschaffene EUR bei der EZB.

Da der CHF gegenüber dem EUR relativ geschwächt wird, werden die Preise in der CH für den Euroraum relativ günstiger und die Nachfrage nimmt etwas zu. Somit hat dies in der CH eher eine preistreibende Wirkung.

Eigentlich sollten nur die CH-Exporte in EUR relativ verbilligt werden, aber es erhöht gleichzeitig die Preise in CHF.

Bitte beachte "relativ": "relativ verteuern" kann auch heissen, dass die Preise "weniger fallen".

09.01.2011 19:39
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in_God_we_trust wrote:

Nach kurzer Begrüssung gibt ihm Herr Hildebrand 25 Fränkli in die andere Hand und zieht ihm gleichzeitig die 20 Euros aus der ersten. Dann verschwindet Herr Hildebrand mit den 20 Euros in seiner SNB. Auf dem Bundesplatz gibt es jetzt 20 Euros weniger und 25 Franken mehr!

Zwei Anmerkungen hierzu:

1. Es gibt nicht 25 Franken weniger, denn die 25 Franken wurden just für den Kauf der 20 Euros frisch gedruckt. Die gesamte Geldmenge der Schweiz hat sich also um diese Fr. 25 erhöht.

2. Der Punkt ist, was Hildebrand nun mit den €20 macht: Geht er in die Migros shoppen (und heizt die Inflation an)? Legt er sie in den Safe seiner Bank (nichts passiert)?

Vermutlich passiert letzteres. Vorerst. Es spricht aber nichts dagegen, dass Hildi in 1 Monat oder 1 Jahr sich der €20 erinnert und shoppen geht.

09.01.2011 19:33
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Bullish wrote:

Ein Beispiel für negative Zinsen. Das Beispiel sollte aber so lauten:

Guckstdu hier zu auch #1 von http://www.cash.ch/node/4144

09.01.2011 19:32
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Elias wrote:

Das Hauptproblem:

Der 1. Verlust entstand auf dem zinslosen liegenlassen bis Anfangs 70er Jahre.

Der 2. Verlust entstand aus dem nichtrealisieren des Gewinns vor 30 Jahren (Der Höchstkurs aus den 80er-Jahren lag laut dem Experten inflationsbereinigt bei 2300 Dollar)

Der. 3. Verlust danach wieder auf dem zinslosen liegenlassen.

Ich gebe Dir zwar in allen Punkten recht, dennoch bist Du der SNB gegenüber ungerecht, denn bis zur Auflösung der Goldbindung im Jahre 2000 durfte die SNB gar kein Gold verkaufen. Sie hätte entsprechend die Frankenmenge reduzieren müssen.

Ansonsten darfst Du getrost davon ausgehen, dass Gold die Verkaufspreise der SNB von Fr. 15'600 bzw. 27'000/kg nie mehr sehen wird. Vielleicht läuft der Goldpreis in einer Blase bis Fr. 200'000, nur um dann auf Fr. 80'000 abzustürzen oder auf 100'000, um auf 50'000 zu korrigieren? (reine Phantasiezahlen).

P.S.: Hat jemand einen Langfrist Gold-Chart (< 1970) in Franken?

09.01.2011 15:24
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Elias wrote:

Die SNB kauft ausländische Anleihen oder Währungen irgendwelcher Art im Tausch gegen Franken.

Diese Anleihen oder Währungen liegen bei der SNB, aber nicht im Wirtschaftskreislauf. Die Franken wiederum befinden sich bei irgendwelchen Instituten im Ausland.

Ich stelle wieder einmal mehr die Gegenfrage:

Wo befindet sich eurer Meinung nach diese ausgeweitete Geldmenge :?:

Bei mir jedenfalls nicht.

Bildlich gesagt geht Herr Hildebrand auf den Bundesplatz vor seiner Hausbank (sprich Nationalbank) und trifft dort einen zerlumpten, langhaarigen Typen. Dieser hält 20 Euros in der Hand. Nach kurzer Begrüssung gibt ihm Herr Hildebrand 25 Fränkli in die andere Hand und zieht ihm gleichzeitig die 20 Euros aus der ersten. Dann verschwindet Herr Hildebrand mit den 20 Euros in seiner SNB. Auf dem Bundesplatz gibt es jetzt 20 Euros weniger und 25 Franken mehr!

Dies hat aber nichts mit ausgeweiteter Geldmenge zu tun, sondern nur mit Schwächung des Frankenkurses gegenüber dem Eurokurs!

So, das war mein Wort zum Sonntag.

Gruss
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"Es ist umsonst, dass ihr früh aufsteht und euch spät erst niedersetzt, um das Brot der Mühsal zu essen; denn der Herr gibt es den Seinen im Schlaf." ( Psalm 127:2 )

09.01.2011 15:15
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Karat1 wrote:

Aber nach wie vor versuche ich hartnäckig, dies zu ändern. Leider bis jetzt nicht mit nachhaltigem Erfolg.

Nur nicht aufgeben! Weiter so. Zumindest hast Du den Leuten militärisch gezeigt, was Du kannst! Hut ab (ich habs nur zum Soldat gebracht)!

Gruss
iGwt

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09.01.2011 15:11
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MarcusFabian wrote:

Elias wrote:

Ich dachte, wir seien uns einig, dass - mindestens in der Schweiz - nicht mehr Geld nicht gedruckt wird, als gebraucht wird?

Klarer könnte man das wohl nicht mehr ausdrücken! Wink

MarcusFabian wrote:

Nein, wir sind uns nicht einig!

Wobei wir vielleicht aneinander vorbeireden, ...

Sorry, Elias, aber ein Gespräch mit Dir zu führen, ohne aneinander vorbeizureden, scheint mir manchmal fast unmöglich. Das ist keine Kritik, nur eine Feststellung. Sonst hab ich Dich ja gern! Smile

Gruss
iGwt

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09.01.2011 15:06
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MarcusFabian wrote:

in_God_we_trust wrote:

Es ist ganz einfach. Was wir brauchen ist die Abschaffung der Einkommenssteuer!

Du entwickelst ja auf einmal ungeahnte Qualitäten! :!: :!:

Ha, wieso? Es dürfte Dir nicht verborgen gewesen sein, dass ich Sympathien für die SVP habe. Diese steht bekanntlich für tiefe Steuern ein. Leider wird dies von den meisten Medien (ausser Weltwoche) immer unter den Teppich gewischt und nur die angebliche Ausländerfeindlichkeit hervorgehoben. Die SVP ist aber alles andere als ausländerfeindlich (Beispiel: Ch. Blocher reist gerne nach Nordkorea, Südafrika, baute dutzende Fabriken in China und eine seiner Töchter ist mit einem Türken verheiratet, namens Matulla). Und ich mit einer Chinesin. Smile

Gruss
iGwt

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02.01.2011 22:26
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MarcusFabian wrote:

CrashGuru wrote:
Hat das alles keine Wirkung im Wirtschaftskreislauf?

Nein, hat es nicht. In diesem Punkt bin ich mit Elias völlig einer Meinung:

Ein Beispiel: Die FED druckt Geld, vergibt dieses als Kredit zu 0.1% an Citibank und diese wiederum parkiert das Geld zu 3.2% Zins bei der FED.

Da passiert mit dem Geld rein gar nichts. Es liegt ungenutzt auf einem FED-Konto rum.

Ein Beispiel für negative Zinsen. Das Beispiel sollte aber so lauten:

- Bank kauft/hält zentralbankfähige Wertpapiere

- Bank fordert Kredit bei FED an, gibt Wertpapiere als Sicherheit

- Bank legt Geld auf FED Konto an ( http://en.wikipedia.org/wiki/Emergency_Economic_Stabilization_Act_of_200... )

- Bank kassiert Zinsen aus hinterlegten Wertpapieren und FED Konto

Hört sich zuerst wie ein No-Brainer an, aber die Bank hält immer noch das Risiko des Wertpapiers.

Sind die FED Zinsen hoch genug, dann steigt der Anreiz für die Banken, weitere zentralbankfähige Papiere im Markt zu kaufen, was wiederum den Mark stützt und weitere Investoren anlockt, da diese merken, dass die Banken die Preise treiben.

Es ist also nicht "geschenktes" Geld an die Banken; sie müssen sich Wertpapiere besorgen und tragen das Risiko des Wertpapiers.

So wird der Komposthaufen aller Schrottpapiere nach den kleinsten Risiken durchsucht und aufgeräumt. Die Banken sind Aasverwerter und es lockt die Prämie in Form eines negativen Zinses.

Der Mechanismus ist recht clever.

02.01.2011 14:05
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Das nennt man Martingales investieren.

Quote:

Die Martingale ist eine seit dem 18. Jahrhundert bekannte Strategie im Glücksspiel (siehe Martingalespiel), bei der nach einem verlorenen Spiel der Einsatz erhöht, im einfachsten Fall verdoppelt wird, so dass im hypothetischen Falle unerschöpflichen Vermögens, unerschöpflicher Zeit, und der Nichtexistenz eines Höchsteinsatzes fast sicherer Gewinn einträte

„Alles was die Sozialisten vom Geld verstehen, ist die Tatsache, dass sie es von anderen haben wollen.“

Konrad Adenauer

02.01.2011 14:03
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MarcusFabian wrote:

Yep. Plus der 37 Mrd. Verlust mit Goldverkäufen.

Allerdings auf die letzten 10 Jahre verteilt.

Nix da ... bestenfalls entgangene Gewinne.

Die meisten von euch sind ja eh gegen Goldverkäufe, würden also die Gewinne nie realisieren. Auch der kommende Absturz würde gnadenlos hingenommen. Und der wird kommen, spätestens dann, wenn die ETC's ihre Deckungen im grossen Stil abstossen müssen, weil der sinkende Goldpreis ihnen sonst Verluste bereiten würde.

Das Hauptproblem:

Der 1. Verlust entstand auf dem zinslosen liegenlassen bis Anfangs 70er Jahre.

Der 2. Verlust entstand aus dem nichtrealisieren des Gewinns vor 30 Jahren (Der Höchstkurs aus den 80er-Jahren lag laut dem Experten inflationsbereinigt bei 2300 Dollar)

Der. 3. Verlust danach wieder auf dem zinslosen liegenlassen.

Und jetzt jammert man über Buchgewinne, die man eh nicht realisieren würde.

Es ist wir mit dem Erwerb einer Immobilie: Erst im Nachhinein stellt sich heraus, ob es klug war. Wer nichts riskiert, kann nicht gewinnen.

Der Buchwert meiner Immobilien hat auch zugenommen. Kann mir davon aber nichts kaufen und diese "Gewinne" können auch wieder dahinschmelzen. Aber ich bekomme neben dem Buchgewinn noch Mietzinseinnahmen.

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

02.01.2011 12:06
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Yep. Plus der 37 Mrd. Verlust mit Goldverkäufen.

Allerdings auf die letzten 10 Jahre verteilt.

02.01.2011 11:28
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MarcusFabian wrote:

Ja, natürlich betreibt die SNB auch QE. Z.B. die UBS Bailout-Kohle oder die Käufe von Euros oder die Dollar-Swaps mit der FED.

Du meinst so ungefähr in diesem Sinne ?

http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/konjunktur/Nationalbank-verliert-...

:cry:

02.01.2011 03:26
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BiggrinBiggrinBiggrin Auf die Antwort bin ich auch gespannt! BiggrinBiggrinBiggrin

01.01.2011 23:20
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Elias wrote:

Zwischenfragen: Ist es wichtig, ob die Probleme selbst eingebrockt wurden?

Ja, ist es: In einer gesunden freien Marktwirtschaft gibt es die Kompetenten und die Inkompetenten. Die Inkompetenten gehen Konkurs und die Kunden wandern zu den Kompetenten, die dadurch stärker werden.

Mit den Bailouts gibt der Staat bzw. die ZB den Inkompetenten Geld, rettet sie, verhindert den Konkurs und sagt: "So, und jetzt konkurrenziert die Kompetenten".

Und somit werden zu Lasten der Steuerzahler die inkompetenten Zombiebanken künstlich am Leben gehalten.

Was für ein Irrsinn soll das denn sein?

Hinzu kommt, dass wir als Anleger jetzt gar nicht mehr wissen, welche Banken kompetent und welche inkompetent sind.

01.01.2011 23:17
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Ramschpapierhaendler wrote:

Insofern erzielt das neu gedruckte Geld seine Wirkung, indem es verhindert, dass Geld vernichtet wird.

Hmm, ist ein gutes Argument. Also Inflationierung der Geldmenge nicht um Inflation zu erzeugen sondern um Deflation abzufedern.

01.01.2011 23:16
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CrashGuru wrote:

Die FED könnte doch einfach der Citibank die Zinsdifferenz direkt auszahlen. Arbeitsbeschaffung für einige Mitarbeiter?

Stimmt. Könnte sie. Aber das wäre dann wohl als illegale Subvention all zu offensichtlich Wink

CrashGuru wrote:

Das hätte ja nur einen Sinn, wenn die Geldvergabe der FED an Banken mit der Auflage verbunden würde, dass das Geld auch in die Wirtschaft fliesst.

Wer interessiert sich denn für die Wirtschaft?

Alles was die FED vor QE2 getan hat, hat sie für die Banken getan, nicht für die Wirtschaft.

Ansonsten hätte man die TARP-Gelder auch direkt notleidenden Häuslebauern zukommen lassen können, statt deren kredigvergebende Banken zu finanzieren. Das wäre 1. billiger gewesen, 2. hätten die Leute ihre Häuser behalten können (die jetzt zwangsvollstreckt wurden und der Bank gehören) und wäre 3. indirekt der Wirtschaft zu Gute gekommen, da die leerstehenden Häuser jetzt verfallen und teilweise ganze Geistersiedlungen entstehen.

CrashGuru wrote:

Betrifft SNB:

- Heisst das dass die SNB Geld druckt??

- Es war mir nicht bekannt, dass auch die SNB das QE betreibt?

- Das Beispiel von Elias betrifft ja Geldgeschäfte SNB/Ausland nicht SNB/Inlandbanken

Ja, natürlich betreibt die SNB auch QE. Z.B. die UBS Bailout-Kohle oder die Käufe von Euros oder die Dollar-Swaps mit der FED.

01.01.2011 22:09
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Ramschpapierhaendler wrote:

MarcusFabian wrote:
CrashGuru wrote:
Hat das alles keine Wirkung im Wirtschaftskreislauf?

Nein, hat es nicht. In diesem Punkt bin ich mit Elias völlig einer Meinung:

Ein Beispiel: Die FED druckt Geld, vergibt dieses als Kredit zu 0.1% an Citibank und diese wiederum parkiert das Geld zu 3.2% Zins bei der FED.

Da passiert mit dem Geld rein gar nichts. Es liegt ungenutzt auf einem FED-Konto rum.

Da bin ich anderer Meinung als du und Elias:

Nehmen wir mal an, die FED würde den Banken KEIN neu gedrucktes Geld zur Verfügung stellen. Einige Banken würden wohl pleite gehen und Schulden, also Geld würde vernichtet. Also ganz im Sinne des "natürlichen" Wirtschaftskreislaufs, denn die Banken haben sich ihre Probleme weitestgehend selbst eingebrockt.

Insofern erzielt das neu gedruckte Geld seine Wirkung, indem es verhindert, dass Geld vernichtet wird.

Von der Wirkung her stimme ich zu.

Zwischenfragen: Ist es wichtig, ob die Probleme selbst eingebrockt wurden?

Soll man jemanden ersaufen lassen, nur weil er selbst in Wasser gefallen ist? Wäre er gestossen worden, würden ihn alle gerne retten, aber unter diesen Umständen, tut es uns Leid?

Geld ist gemäss obigen Beispiel bei den Banken gelandet.

Es wurde Geld auch vom Bund - woher auch immer es kam - an die UBS gegeben. Der Bund hat daran über 1Mia Gewinn gemacht. Wo auch immer dieses Geld jetzt ist.

Vieles von diesen Geldern der Nationalbanken diente auch dazu, den Interbankenmarkt zu ersetzen. Die Banken trauten sich gegenseitig nicht mehr.

Gut gibt es Nationalbanken :!:

Ich bleibe bei dabei: Es wurde weder für Konsum noch Investition verwendet. Das Geld gelangte nicht in den Wirtschaftskreislauf, sondern verhinderte schlimmeres. Es kann nicht inflationierend wirken oder einen Teuerungsschub auslösen.

Neben China noch ein anderer Inflationskandidat:

Quote:

Aktueller VPI Brasilien (Inflationsrate) 5,635

http://de.global-rates.com/wirtschaftsstatistiken/inflation/verbraucherp...

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

01.01.2011 20:23
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MarcusFabian wrote:

Ein Beispiel: Die FED druckt Geld, vergibt dieses als Kredit zu 0.1% an Citibank und diese wiederum parkiert das Geld zu 3.2% Zins bei der FED.

Da passiert mit dem Geld rein gar nichts. Es liegt ungenutzt auf einem FED-Konto rum.

Betrifft USA:

Wenn Du mir nun noch den Sinn dahinter erklärst....

Die FED könnte doch einfach der Citibank die Zinsdifferenz direkt auszahlen. Arbeitsbeschaffung für einige Mitarbeiter?

Das hätte ja nur einen Sinn, wenn die Geldvergabe der FED an Banken mit der Auflage verbunden würde, dass das Geld auch in die Wirtschaft fliesst.

Betrifft SNB:

- Heisst das dass die SNB Geld druckt??

- Es war mir nicht bekannt, dass auch die SNB das QE betreibt?

- Das Beispiel von Elias betrifft ja Geldgeschäfte SNB/Ausland nicht SNB/Inlandbanken

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