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Karat1
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Ausblick 2011

Beim Börsenausblick 2011 stelle ich mir folgende Frage:

„Kann der gesunde Teil der Weltwirtschaft, dem kranken Teil der Weltwirtschaft wieder auf die Beine helfen?“_____________________________________________________

Ausgangslage (Ende 2010)

Aktuell (24.11.2010) präsentiert sich die Börsenlage äusserst labil. Noch ist die Entscheidung, ob Jahresendrally oder Einbruch der Märkte noch nicht gefallen. Die Schulden- und Finanzkrise diverser europäischer Länder (Portugal, Spanien, Griechenland, Irland) ist weiter am Brodeln. Es bestehen latente Kriegsgefahren in Nahost, im Iran, Korea! Die USA verliert weiter Boden in der Weltführerschaft. Der Einfluss von China weitet sich aus. Insgesamt sehnt man sich nach einem wohltuenden Befreiungsschlag. Nur wer oder was kann diesen Befreiungsschlag auslösen. Zweifel, Verunsicherung beherrscht die Lage.

Ausblick 2011

Was passiert wenn sich das Wirtschaftswachstum in den Emerging Markets (Bric-Staaten, Tigerstaaten, etc.), welches vermutlich auch mit einer zum Teil hohen Verschuldung von Unternehmen und Staaten vor sich gegangen ist, nicht wie gewünscht weiter entwickelt?

Viele Länder der westlichen Welt (USA, Europa) profitieren von zum Teil hohen Exporten in die Emerging Markets. Was passiert nun, wenn diese Nachfrage abnimmt und nicht durch die Inland-nachfrage kompensiert werden kann? Was

durchaus passieren kann. Sind doch die Emerging Markets selber auch bestrebt, die steigende Inlandnachfrage selber abzudecken. Das würde die EM unabhängiger machen.

Was passiert, wenn das Vertrauen der Anleger in die Zahlungsfähigkeit der Staaten (USA, EU, etc.) und allenfalls auch in die Unternehmen, weiter schwindet. Was, wenn das Gefühl aufkommt, dass man mit den Geldnoten bald die Wohnung tapezieren kann? Es muss ja nicht so kommen, aber die Meinung und der Glaube, dass es so kommen könnte, würde vermutlich einiges auslösen. Insbesondere dann wenn es mit dem „normalen“ Wirtschaftswachstum nicht wie gewünscht läuft.

Was passiert, wenn im Westen immer weiter rationalisiert wird und die Produktion ungebremst in die EM (China, Tiger-Staaten, Osteuropa) ausgelagert wird? Uns bleiben die Arbeitslosen und die Wirtschaftsflüchtlinge die noch nicht gemerkt haben, dass es bei uns immer weniger Arbeit gibt. Dazu bleiben uns auch die Banken treu, welchen wir ja immer wieder schnell auf die Beine helfen, wenn sie den Karren wieder mal an die Wand gefahren haben. Sie sind ja systemrelevant. Für mich ist schon eher systemrelevant, dass unsere Wirtschaft läuft und die Bevölkerung Arbeit und angemessenen Verdienst hat. Banken, welche nach der letzten Hilfsaktion munter da weiter machen wo sie schon vor der Pleite gewurstelt haben, kann man getrost untergehen lassen.

Was passiert, wenn mit kriegerischen Interventionen versucht wird, gewisse Despoten in den Senkel zu stellen? Dies könnte ungeahnte Auswirkungen haben.

Kandidaten und Regionen gibt es genug. Iran, Nahost, Jemen, Somalia, Nordkorea um nur einige zu nennen. Zum Glück herrscht aber noch eine gewisse Besonnenheit.

Was passiert, wenn sich das organisierte Verbrechen immer weiter in die Politik und die Wirtschaft einnistet? Glaubt mir, das wird „ES“! Dazu kommen alle andern die ganz legal ihre Position dazu ausnutzen, sich wie im Selbstbedienungsladen zu fühlen.

Frage!

Wer kann all diese Entwicklungen stoppen! Wer oder was kann diesem fatalen Zustand Einhalt gebieten oder eine neue Wertehaltung entgegen setzen?

Ich denke also, dass auch das Jahr 2011 wird viel Aufregung mit sich bringen. Wo genau die „Bomben“ platzen, ist natürlich schwer zu sagen. Wichtig ist auf jeden Fall, die Welt als Gesamtes genau im Auge zu behalten, damit man nach Möglichkeit, rechtzeitig auf negative Entwicklungen an der Börse und für sich persönlich, reagieren kann.

Aktien

Im Moment halte ich Aktien mit Blick auf das nächste Jahr für überbewertet. Ich denke, dass sich das mit einer Korrektur in den nächsten Wochen noch korrigieren wird. Dann wird es Aktien geben, man zu einem angemessenen Preis einkaufen kann. Jetzt noch der Rally nachzurennen, wenn es dann eine gibt, halte ich nicht für klug. Langfristig gibt es für Aktien keine wirkliche Alternative. Aber es ist alles eine Preisfrage. Aktien in den EM lassen sich wunderbar über ETF’s abdecken. So spart man sich das Risiko auf ein einzelnes Pferd zu setzen, welches dann zu lahmen beginnt.

Staats- und Industrieanleihen

Hier würde ich Industrieanleihen von solide finanzierten Marktführer gegenüber Staatsanleihen bevorzugen. Die Rendite ist besser und im Moment auch sicherer als die meisten Staaten.

Rohstoffe (Industriemetalle, Öl)

Rohstoffe bieten immer eine Chance. Verschiedene Rohstoffe werden auch immer schwieriger zu fördern. Das Öl in absehbarer Zeit von alternativen Energien (Solar, Wind) abgelöst wird, kann ich mir (noch) nicht vorstellen. Allerdings ist diesem Sektor in den nächsten 10 – 20 Jahre ein deutliches Wachstum zuzutrauen.

Gold

Dem Gold werden ungeahnte Höhenflüge prophezeit. Ich bin aber eher skeptisch.Ich bin der Meinung, dass Gold schon heute einen stolzen Preis hat. Klar, geht es mit der Weltwirtschaft bachab, setzt wohl Gold seinen Höhenflug fort. Kommt die Wirtschaft wieder ins Lot und können wir die Finanz- und Schuldenkrise einigermassen meistern, wird Gold an Wert einbüssen.

Immobilien

An gewissen Standorten, ich schreibe hier von Renditeliegenschaften (Wohn- und Geschäftsliegen-schaften), bestehen mit Sicherheit bereits Blasen, welche noch platzen werden. Dies dann, wenn die Hyp.-Zinsen wieder anziehen. Da wohl viele dieser Liegenschaften mit Festhypotheken finanziert sind, wird der Knall eher mit einer gewissen Verzögerung erfolgen. Dann nämlich, wenn die Liegenschaften neu finanziert werden müssen. Das kann in 2 – 3 Jahren oder aber auch erst in 5 – 10 Jahren sein. Bei einer Direktanlage muss auf jeden Fall berücksichtigt werden, das Lage, Ausbaustandart, realistische und langfristige Vermietbarkeit gegeben ist. Von allem andern sind die Finger zu lassen.

Auch bei den Eigenheimen, welche jetzt gebaut werden oder in den letzten Jahren gebaut wurden, wird es in den nächsten Jahren wieder günstigere Preise geben.

Das ist zwar tragisch, aber vermutlich unaus-weichlich. Bei der Finanzierung von Eigenheimen ist aber davon auszugehen, dass die Finanzierungen mit mehr Eigenkapital erfolgten. Dies kommt daher, weil viele Eltern der heutigen Bauherren, ihr Erspartes (sparsam, Ausz. Pensionskasse,selber geerbt) ihren Kindern als zinsloses Darlehen oder als Erbvorbezug zur Verfügung stellen.

Dann mal allen viel Erfolg bei der Planung des nächsten Jahres.

Karat

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Konjunkturbericht November 2010 - Ausblick 2011

Hier der Konjunkturbericht November 2010 und der Ausblick 2001 des Bundesverbandes Deutscher Banken.

http://www.bankenverband.de/themen/finanzmaerkte-konjunktur/konjunktur/i...

Vorsichtigt zurückhaltend, aber nicht ohne eine Prise Optimismus.

Karat

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Re: Konjunkturbericht November 2010 - Ausblick 2011

Karat1 wrote:

Vorsichtigt zurückhaltend, aber nicht ohne eine Prise Optimismus.

Hier etwas Anschauliches zur Prise Optimismus: Wink

http://www.youtube.com/watch?v=XtiXiYMS86U

It' going to be a bright bright sunshiny day!(?)

Gruss
iGwt

"Es ist umsonst, dass ihr früh aufsteht und euch spät erst niedersetzt, um das Brot der Mühsal zu essen; denn der Herr gibt es den Seinen im Schlaf." ( Psalm 127:2 )

in_God_we_trust
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Re: A U S B L I C K 2 0 1 1 !

Karat1 wrote:

Ausblick 2011

Beim Börsenausblick 2011 stelle ich mir folgende Frage:

„Kann der gesunde Teil der Weltwirtschaft, dem kranken Teil der Weltwirtschaft wieder auf die Beine helfen?“_____________________________________________________

Unter krankem Teil der WW verstehst Du bestimmt unsere. Wieso sollen wir warten, bis uns jemand auf die Beine hilft und uns danach eine saftige Rechnung zustellt? Nein, wir müssen uns selbst wieder auf die Beine stellen, nachdem wir unseren Rausch ausgeschlafen haben!

Es ist ganz einfach. Was wir brauchen ist die Abschaffung der Einkommenssteuer!

Was macht die emerging Markets so stark? Sie haben nichts, vor allem noch keine Einkommenssteuer, weil niemand so dumm ist wie wir zu sagen, was er verdient! Der Staat generiert sich seine Einnahmen anderswo, z.B. durch gelddrucken, Gebühren und von uns gesehene Korruption. Deshalb sind sie so gesund, weil noch wirklich frei. Sie haben noch eine wirklich freie Marktwirtschaft, wir nur noch eine geknebelte!

Gruss
iGwt

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Karat1
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Wissen, Wahrscheinlichkeit und Erwartung

Wenn wir uns über die zukünftige Entwicklung der Börsen im nächsten Jahr (2011) Gedanken machen, sollten wir uns folgende Fragen beantworten.

1. Was wissen wir!

2. Was ist wahrscheinlich

3. Was sind die eigenen u. allg. Erwartungen

Die Anworten auf diese 3 Fragen müssten übereinstimmend auf die gleiche Entwicklung hinweisen. Allerdings ist aber nur 1 Frage von den 3 Fragen Wissen. D.h. wir wissen 2/3 von dem was wir wissen sollten um Anlageentscheide zu treffen, nicht. Daher sind auch Prognosen, von wem auch immer sie sind, 1/3 Wissen und 2/3 auch etwas Glückssache.

Was wissen wir!

1.

Die Schuldenkrise in Europa und den USA auch Städte, Gemeinden und Bundesstaaten, wird sich weiter verstärken.

2.

Kriegerische Konflikte, Terroranschläge, Korruption wird weiter zunehmen.

3.

Die Konjunktur wird sich abschwächen, da die Staaten und Kommunen Ihre Infrastrukturprojekte nicht mehr finanzieren können und zurückstellen.

4.

Die Unternehmensgewinne 2011 werden die Erwartungen nicht erfüllen können.

5.

Die Zinsen werden ansteigen, auch wenn es nur moderat ist.

6.

Die Arbeitslosenzahlen werden steigen.

7.

Die durch die grosse Liquiditätszufuhr und nicht mit fundamental unterlegten Daten gepuschten Aktienkurse werden schmelzen.

8.

Die Emerging Markets werden ihr aktuelles Wachstumstempo nicht auf ewig beibehalten können. Die Impuls für unsere Wirtschaft aus diesen Märkten wird abnehmen.

Wahrscheinlichkeit / Erwartungen

Bei den unter Punkt 1 - 8 aufgeführten und für mich als sicher geltenden Faktoren, ist die Wahrscheinlichkeit ihres Eintreffens in der Wirklichkeit relativ gross (70%)!

Meine Frage:

Was müssten im Hinblick auf diese wahrscheinlichen Entwicklungen, unsere Schlussforgerungen für unsere Anlageentscheide sein? Welche Anlagen wären in und welche out?

Karat

Pesche
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Mein Ausblick für 2011

Es wird nicht, mehr Frieden geben.

Die Reichen werden schauen dass die Armen nicht zu stark werden.

Die Umwelt wird kränker weil es zuviel kostet auf die Umwelt Rücksicht zu nehmen.

Die Banken werden auf Täufel komm raus Geld verdienen wollen. Wenn Sie Pech haben gehen Sie Bankrott, was aber keine Rolle spielt weil der Staat im Notfall hilft und wenn nicht gehen viele mit unter.

Im Jahr 2011 wird sich alles nur noch mehr ums Geld verdienen drehen. Alles andere sind mühsame Beilagen. Die Banker und Politiker werden schauen wie Sie überleben.

Geld stinkt, aber ich liebe den Geschmack

Elias
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Re: Wissen, Wahrscheinlichkeit und Erwartung

Quote:

Die US-Notenbank will der Wirtschaft weiterhin mit milliardenschweren Konjunkturspritzen Impulse geben. Wie erwartet wurde der Leitzins am Dienstag auf dem tiefen Stand belassen. Das Fed stellte in Aussicht, dass dies noch eine Weile so bleiben werde.

Daraus schliesse ich, dass die Zinsen weiterhin tief bleiben. Die SNB wird den Franken nicht verteuern. Die Hälfte der Schweizer wird davon in Form tiefer Hypotherkarzinsen profitieren und den Konsum weiterhin stabil halten.

Die Arbeitslosenqoute (nicht die Anzahl) wird wegen der jährlichen Volkszählung um 0,5% sinken.

Da niemand von uns von der Liquiditätszufuhr profitieren konnte, ist das Geld wer weiss wo, aber nicht dort wo WIR es gern hätten, nämlich auf unseren Konten. Auf die Aktienkurse hatte es keinen Einfluss. Der SMI hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht gross bewegt.

Die Unternehmensgewinne können ausfallen wie sie wollen, je nachdem, wie dann die Marktstimmung dann ist, explodieren die Kurse bei grottenschlechten Zahlen oder fallen ins bodenlose bei guten Abschlüssen.

Für die nächsten 3 Monate bleibe ich bei meiner Strategie.

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

Pesche
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Re: Wissen, Wahrscheinlichkeit und Erwartung

Elias wrote:

Quote:

Für die nächsten 3 Monate bleibe ich bei meiner Strategie.

Hallo Elias, Frage: Du bist kein Politiker, hab ich recht :?:

Warum komme ich zu dieser Ansicht :?: Ein Politiker kann nicht solange bei einer Strategie bleiben. Wink

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Elias
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Re: Wissen, Wahrscheinlichkeit und Erwartung

Pesche wrote:

Elias wrote:
Für die nächsten 3 Monate bleibe ich bei meiner Strategie.

Hallo Elias, Frage: Du bist kein Politiker, hab ich recht :?:

Warum komme ich zu dieser Ansicht :?: Ein Politiker kann nicht solange bei einer Strategie bleiben. Wink

Die Laufzeit meiner Short-Put und -Calls sowie die Liborhypothek dauern nicht länger.

Was soll ich mir den Kopf zermartern, wenn schon morgen ein Vulkanausbruch die streikenden Arbeiter in Griechenland in die Zwangsferien zwingt.

Etwas Fatalismus ist bei mir immer dabei. Ich versuche nicht mehr, einem Schlagloch auszuweichen, weil die Gefahr dann zu gross ist, dass ich zwei andere erwische. Es ist wie beim Skifahren, man muss in diesen Löchern Schwung holen. Nur so fällt man richtig auf die Schnauze.

----

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Pesche
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@Elias

Kann man Dich irgendwo wählen??

Oder würdest Du event umziehen damit Du jemand ersetzen könntest. Habe da ein paar Politiker im Kopf die haben gar nichts im Kopf. Die würden es nichteinmal merken wenn Du sie ersetzen würdest.

Geld stinkt, aber ich liebe den Geschmack

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Pesche wrote:

@Elias

Kann man Dich irgendwo wählen??

Oder würdest Du event umziehen damit Du jemand ersetzen könntest. Habe da ein paar Politiker im Kopf die haben gar nichts im Kopf. Die würden es nichteinmal merken wenn Du sie ersetzen würdest.

Ich und Politiker. Nichts für meine Nerven. Ich hasse diese Taktiererei nur um der Macht willen, statt konstruktive Lösungen zu erarbeiten.

Zugegeben: die Einschaltquoten bei der Tagesschau würden mit mir als Politiker in die Höhe schnellen. Die Jungen interessieren sich dann endlich auch für Politik. Diskutieren, bis alle aus der Nase bluten. Massenkeilerei im Parlament. Dagegen wäre das italienische Parlament ein Streichelzoo.

----

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Das stimmt mich - im Gegensatz zum Euro - zuversichtlich.

Quote:

Werbeausgaben erreichen ein Zehnjahreshoch

Der Wirtschaftsaufschwung bewegt viele Unternehmen zu mehr Werbung. Der November 2010 war in der Schweiz laut Media Focus der stärkste Werbemonat in den vergangenen zehn Jahren.

http://www.cash.ch/news/topnews/werbeausgaben_erreichen_ein_zehnjahresho...

Quote:

Deutscher Wirtschaftsmotor brummt auf Hochtouren

Die deutsche Wirtschaft beendet das Jahr mit dem stärksten Wachstum seit viereinhalb Jahren. Im Dezember legten die Geschäfte von Industrie und Dienstleistern zusammen so stark wie seit viereinhalb Jahren nicht mehr.

http://www.cash.ch/news/topnews/deutscher_wirtschaftsmotor_brummt_auf_ho...

----

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Quote:

Auguren tappen auch 2011 im Dunkeln

Die Wirtschaftsprognostiker haben sich in letzter Zeit schwer getan. Auch die Vorhersagen fürs nächste Jahr sollte man nicht für bare Münze nehmen.

Völlig neue Situation

Die letzte globale Finanz- und Wirtschaftskrise, die zum Vergleich hätte herangezogen werden können, habe es aber in den 1930er-Jahren gegeben. «Die heutige Wirtschaftsstruktur ist kaum mehr vergleichbar und anders als damals wurde massiv Gegensteuer gegeben, geldpolitisch wie finanzpolitisch», wie Brunetti sagt.

http://www.20min.ch/finance/dossier/finanzkrise/story/Auguren-tappen-auc...

MarcusFabian wrote:

Es gibt in der Geschichte mehr Beispiele, wo Gelddruckerei zu Inflation geführt hat als das eine Beispiel Japan, wo sich der Wert der Währung verdoppelt hat.

Also immer schön die grossen historischen Zusammenhänge im Auge behalten!

Dann behaltet sie mal im Auge

Das man die heutige Krise nicht mir der damaligen vergleichen darf, habe ich schon zu Beginn dieser Krise gepostet. Unser Vorsorgesystem, der gesättigte Markt, der Gesundheitszustand, Ernährung, Bildung, politisches Umfeld, technologischer Stand, etc. etc.

Es ist so ziemlich alles anders, als es damals war.

----

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MarcusFabian
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Re: A U S B L I C K 2 0 1 1 !

Also hier hast Du einen Knopf:

Karat1 wrote:

Dem Gold werden ungeahnte Höhenflüge prophezeit.

Betrachte es nicht als "ungeahnter Höhenflug des Goldpreises" sondern als "ungeahnter Tiefflug des Papiergeldes".

Vielleicht gelingt es Dir (ich hab's vergeblich versucht), einen Gold-Chart in Zimbabwe-Dollars aufzutreiben. Dann kannst Du besser nachvollziehen, was ich meine.

MarcusFabian
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Re: A U S B L I C K 2 0 1 1 !

in_God_we_trust wrote:

Es ist ganz einfach. Was wir brauchen ist die Abschaffung der Einkommenssteuer!

Du entwickelst ja auf einmal ungeahnte Qualitäten! :!: :!:

MarcusFabian
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Elias wrote:

Das man die heutige Krise nicht mir der damaligen vergleichen darf, habe ich schon zu Beginn dieser Krise gepostet. Unser Vorsorgesystem, der gesättigte Markt, der Gesundheitszustand, Ernährung, Bildung, politisches Umfeld, technologischer Stand, etc. etc.

Es ist so ziemlich alles anders, als es damals war.

Jo, heute ist alles anders. Und deshalb dürfen wir auch zum ersten mal in der Geschichte der Menschheit ungestraft Geld zum Abwinken drucken! Blum 3Lol

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MarcusFabian wrote:

Elias wrote:

Das man die heutige Krise nicht mir der damaligen vergleichen darf, habe ich schon zu Beginn dieser Krise gepostet. Unser Vorsorgesystem, der gesättigte Markt, der Gesundheitszustand, Ernährung, Bildung, politisches Umfeld, technologischer Stand, etc. etc.

Es ist so ziemlich alles anders, als es damals war.

Jo, heute ist alles anders. Und deshalb dürfen wir auch zum ersten mal in der Geschichte der Menschheit ungestraft Geld zum Abwinken drucken! Blum 3Lol

Schon wieder die Mär vom Geld drucken.

Ich dachte, wir seien uns einig, dass - mindestens in der Schweiz - nicht mehr Geld nicht gedruckt wird, als gebraucht wird?

Nochmals der Link dazu

http://www.snb.ch/de/iabout/cash/id/cash_circulation

Und nochmals der Link zur "wundersamen Notenschwemme"

http://www.20min.ch/finance/news/story/23134297

Vielleicht bin ich der einzige, der von der SNB noch keine Scheine erhalten hat. Schaue gleich nochmals im Altpapierstapel nach.

Schon mehrfach geschrieben: vom ausgeweiteten Buchgeld ist nur ein kleiner Teil der Realwirtschaft gelandet. Entweder als Konsumkredit oder als Investition. Von Kaufrausch sind wir weit entfernt. Wie soll da Teuerung entstehen?

----

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MarcusFabian
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Elias wrote:

Ich dachte, wir seien uns einig, dass - mindestens in der Schweiz - nicht mehr Geld nicht gedruckt wird, als gebraucht wird?

Nein, wir sind uns nicht einig!

Wobei wir vielleicht aneinander vorbeireden, denn ich sprechen nicht von physikalischen Noten und Münzen sondern auch von Geld, das elektronisch erzeugt wird.

Demnach hat die SNB die Geldmenge (Quelle: SNB) in den 10 Jahren von 2000 bis 2009 von Fr. 200 Mrd auf 370 fast verdoppelt.

Erzähl mir nicht, dass sich unsere Wirtschaft oder Bevölkerung ebenfalls verdoppelt hat.

Elias
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MarcusFabian wrote:

Elias wrote:
Ich dachte, wir seien uns einig, dass - mindestens in der Schweiz - nicht mehr Geld nicht gedruckt wird, als gebraucht wird?

Nein, wir sind uns nicht einig!

Wobei wir vielleicht aneinander vorbeireden, denn ich sprechen nicht von physikalischen Noten und Münzen sondern auch von Geld, das elektronisch erzeugt wird.

Demnach hat die SNB die Geldmenge (Quelle: SNB) in den 10 Jahren von 2000 bis 2009 von Fr. 200 Mrd auf 370 fast verdoppelt.

Erzähl mir nicht, dass sich unsere Wirtschaft oder Bevölkerung ebenfalls verdoppelt hat.

Da werden wir uns auch nie einig.

Es gibt gedrucktes Geld und Buchgeld

Beim Buchgeld wiederum gibt es Geld, dass im Wirtschaftskreislauf ist und das andere, welches zwar vorhanden ist, aber nicht mal von den Geschäftsbanken abgerufen wird, geschweige als Kredit in die Wirtschaft fliesst.

Es reicht nicht, die nackten Zahlen anzuschauen.

----

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CrashGuru
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Elias wrote:

Beim Buchgeld wiederum gibt es Geld, dass im Wirtschaftskreislauf ist und das andere, welches zwar vorhanden ist, aber nicht mal von den Geschäftsbanken abgerufen wird, geschweige als Kredit in die Wirtschaft fliesst.

Buchgeld das vorhanden ist aber das NICHT im Wirtschaftskreislauf ist? Ja wo ist es dann? Ein Ding das vorhanden ist aber nicht vorhanden ist, sozusagen.... Was fängt man denn damit an?

Sollte dieser vorhandene aber nicht nutzbare "Wert" evtl. als Basis für Kreditsicherung dienen, wäre es doch im Wirtschaftskreislauf, oder?

Irgendwo wurde es doch "geschaffen", also hatte es irgendwann eine Wirkung im Kreislauf. Sonst würde es ja keinen Sinn machen....:roll:

Es sei denn, es sind ZWEI gleichwertige Summen welche sich aufheben. Nur macht das ja ebenfalls keinen Sinn, ausser das Aufblähen von irgendwas.

Gib mal ein Beispiel.

Karat1
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Ich habe schon als kleiner Bub auf Buchgeld gesetzt. Aber jedesmal wenn ich in die Schulbibliothek kam, war dieses Buch schon weg. Ganz geschweige vom Geld. Aber jetzt verstehe ich, warum einige meiner ehemaligen Schulkameraden und Kameradinnen reicher sind als ich. Aber mein Vater hat immer gesagt, dass man nicht vom Geld redet. Geld hat man oder man hat keines, meinte er. Und wo er recht hatte, hatte es recht. Wir hatten kein Geld.

Aber nach wie vor versuche ich hartnäckig, dies zu ändern. Leider bis jetzt nicht mit nachhaltigem Erfolg.

Karat

Elias
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CrashGuru wrote:

Elias wrote:
Beim Buchgeld wiederum gibt es Geld, dass im Wirtschaftskreislauf ist und das andere, welches zwar vorhanden ist, aber nicht mal von den Geschäftsbanken abgerufen wird, geschweige als Kredit in die Wirtschaft fliesst.

Buchgeld das vorhanden ist aber das NICHT im Wirtschaftskreislauf ist? Ja wo ist es dann? Ein Ding das vorhanden ist aber nicht vorhanden ist, sozusagen.... Was fängt man denn damit an?

Sollte dieser vorhandene aber nicht nutzbare "Wert" evtl. als Basis für Kreditsicherung dienen, wäre es doch im Wirtschaftskreislauf, oder?

Irgendwo wurde es doch "geschaffen", also hatte es irgendwann eine Wirkung im Kreislauf. Sonst würde es ja keinen Sinn machen....:roll:

Es sei denn, es sind ZWEI gleichwertige Summen welche sich aufheben. Nur macht das ja ebenfalls keinen Sinn, ausser das Aufblähen von irgendwas.

Gib mal ein Beispiel.

Das Beispiel habe ich sicher schon 10 Mal gebracht.

Also zum 11. Mal

Die SNB kauft ausländische Anleihen oder Währungen irgendwelcher Art im Tausch gegen Franken.

Diese Anleihen oder Währungen liegen bei der SNB, aber nicht im Wirtschaftskreislauf. Die Franken wiederum befinden sich bei irgendwelchen Instituten im Ausland.

Ich stelle wieder einmal mehr die Gegenfrage:

Wo befindet sich eurer Meinung nach diese ausgeweitete Geldmenge :?:

Bei mir jedenfalls nicht.

----

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Elias wrote:

Das Beispiel habe ich sicher schon 10 Mal gebracht.

Also zum 11. Mal

Die SNB kauft ausländische Anleihen oder Währungen irgendwelcher Art im Tausch gegen Franken.

Diese Anleihen oder Währungen liegen bei der SNB, aber nicht im Wirtschaftskreislauf. Die Franken wiederum befinden sich bei irgendwelchen Instituten im Ausland.

Ich stelle wieder einmal mehr die Gegenfrage:

Wo befindet sich eurer Meinung nach diese ausgeweitete Geldmenge :?:

Bei mir jedenfalls nicht.

Gut ein Schritt zurück.

Die Anleihen lassen wir dabei mal draussen. Denn die würden ja durch den Zinseffekt zu einer Wirkung im Wirtschaftskreislauf führen. Konzentrieren wir uns auf Währungen.

- Woher kommen die Franken mit denen die SNB diese Ausländische Währung kauft. Was steht diesem Betrag gegenüber.

- Was passiert mit den Franken die bei "irgendwelchen Instituten" im Ausland liegen, wie Du sagst. Werden diese eingesetzt für z.B. Importe aus der Schweiz? Was ja wohl auch wieder Wirkung im Kreislauf hat. - Oder werden diese Beträge auch im Ausland einfach irgendwo "gelagert" und irgendwann wieder zurück getauscht. Nullsummenspiel das kaum Sinn macht.....

- Diese Ausländische Währung wird wie verbucht? Wie wird sie bewertet, welche Wirkung hat sie in der Handelsbilanz. Was ist mit dem Effekt der Währungsdifferenz?

Hat das alles keine Wirkung im Wirtschaftskreislauf? Denn entweder tut man das um etwas zu bewegen, mit dem Effekt einer Wirkung oder es macht keine Sinn.

Also werden diese "toten" Summen wohl auch einen Einfluss auf Inflation und Deflation haben. Wenn nicht direkt, dann halt indirekt.

MarcusFabian
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CrashGuru wrote:

Hat das alles keine Wirkung im Wirtschaftskreislauf?

Nein, hat es nicht. In diesem Punkt bin ich mit Elias völlig einer Meinung:

Ein Beispiel: Die FED druckt Geld, vergibt dieses als Kredit zu 0.1% an Citibank und diese wiederum parkiert das Geld zu 3.2% Zins bei der FED.

Da passiert mit dem Geld rein gar nichts. Es liegt ungenutzt auf einem FED-Konto rum.

Die meisten in den letzten Jahren so erzeugten Buchgelder kann man sich vorstellen wie Wasser in einem Staudamm.

Die Schleusen des Staudammes sind weitestgehend geschlossen und nur ein kleiner Rinnsal fliesst in Richtung Tal (= Wirtschaft).

Allerdings besteht die Gefahr, dass die Schleusen eines Tages geöffnet werden (= Wiederaufnahme der Kreditvergabe an die Wirtschaft und Konsumenten) oder der Staudamm bricht (= Bondcrash oder Staatsbankrott oder Hyperinflation).

Daraus ergibt sich:

Sollte im Tal zu wenig Wasser ankommen (Gefahr einer Deflation) können die Schleusen jederzeit weiter geöffnet werden. Reserve hat man ja unbegrenzt.

CrashGuru
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MarcusFabian wrote:

Ein Beispiel: Die FED druckt Geld, vergibt dieses als Kredit zu 0.1% an Citibank und diese wiederum parkiert das Geld zu 3.2% Zins bei der FED.

Da passiert mit dem Geld rein gar nichts. Es liegt ungenutzt auf einem FED-Konto rum.

Betrifft USA:

Wenn Du mir nun noch den Sinn dahinter erklärst....

Die FED könnte doch einfach der Citibank die Zinsdifferenz direkt auszahlen. Arbeitsbeschaffung für einige Mitarbeiter?

Das hätte ja nur einen Sinn, wenn die Geldvergabe der FED an Banken mit der Auflage verbunden würde, dass das Geld auch in die Wirtschaft fliesst.

Betrifft SNB:

- Heisst das dass die SNB Geld druckt??

- Es war mir nicht bekannt, dass auch die SNB das QE betreibt?

- Das Beispiel von Elias betrifft ja Geldgeschäfte SNB/Ausland nicht SNB/Inlandbanken

Elias
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Ramschpapierhaendler wrote:

MarcusFabian wrote:
CrashGuru wrote:
Hat das alles keine Wirkung im Wirtschaftskreislauf?

Nein, hat es nicht. In diesem Punkt bin ich mit Elias völlig einer Meinung:

Ein Beispiel: Die FED druckt Geld, vergibt dieses als Kredit zu 0.1% an Citibank und diese wiederum parkiert das Geld zu 3.2% Zins bei der FED.

Da passiert mit dem Geld rein gar nichts. Es liegt ungenutzt auf einem FED-Konto rum.

Da bin ich anderer Meinung als du und Elias:

Nehmen wir mal an, die FED würde den Banken KEIN neu gedrucktes Geld zur Verfügung stellen. Einige Banken würden wohl pleite gehen und Schulden, also Geld würde vernichtet. Also ganz im Sinne des "natürlichen" Wirtschaftskreislaufs, denn die Banken haben sich ihre Probleme weitestgehend selbst eingebrockt.

Insofern erzielt das neu gedruckte Geld seine Wirkung, indem es verhindert, dass Geld vernichtet wird.

Von der Wirkung her stimme ich zu.

Zwischenfragen: Ist es wichtig, ob die Probleme selbst eingebrockt wurden?

Soll man jemanden ersaufen lassen, nur weil er selbst in Wasser gefallen ist? Wäre er gestossen worden, würden ihn alle gerne retten, aber unter diesen Umständen, tut es uns Leid?

Geld ist gemäss obigen Beispiel bei den Banken gelandet.

Es wurde Geld auch vom Bund - woher auch immer es kam - an die UBS gegeben. Der Bund hat daran über 1Mia Gewinn gemacht. Wo auch immer dieses Geld jetzt ist.

Vieles von diesen Geldern der Nationalbanken diente auch dazu, den Interbankenmarkt zu ersetzen. Die Banken trauten sich gegenseitig nicht mehr.

Gut gibt es Nationalbanken :!:

Ich bleibe bei dabei: Es wurde weder für Konsum noch Investition verwendet. Das Geld gelangte nicht in den Wirtschaftskreislauf, sondern verhinderte schlimmeres. Es kann nicht inflationierend wirken oder einen Teuerungsschub auslösen.

Neben China noch ein anderer Inflationskandidat:

Quote:

Aktueller VPI Brasilien (Inflationsrate) 5,635

http://de.global-rates.com/wirtschaftsstatistiken/inflation/verbraucherp...

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

MarcusFabian
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CrashGuru wrote:

Die FED könnte doch einfach der Citibank die Zinsdifferenz direkt auszahlen. Arbeitsbeschaffung für einige Mitarbeiter?

Stimmt. Könnte sie. Aber das wäre dann wohl als illegale Subvention all zu offensichtlich Wink

CrashGuru wrote:

Das hätte ja nur einen Sinn, wenn die Geldvergabe der FED an Banken mit der Auflage verbunden würde, dass das Geld auch in die Wirtschaft fliesst.

Wer interessiert sich denn für die Wirtschaft?

Alles was die FED vor QE2 getan hat, hat sie für die Banken getan, nicht für die Wirtschaft.

Ansonsten hätte man die TARP-Gelder auch direkt notleidenden Häuslebauern zukommen lassen können, statt deren kredigvergebende Banken zu finanzieren. Das wäre 1. billiger gewesen, 2. hätten die Leute ihre Häuser behalten können (die jetzt zwangsvollstreckt wurden und der Bank gehören) und wäre 3. indirekt der Wirtschaft zu Gute gekommen, da die leerstehenden Häuser jetzt verfallen und teilweise ganze Geistersiedlungen entstehen.

CrashGuru wrote:

Betrifft SNB:

- Heisst das dass die SNB Geld druckt??

- Es war mir nicht bekannt, dass auch die SNB das QE betreibt?

- Das Beispiel von Elias betrifft ja Geldgeschäfte SNB/Ausland nicht SNB/Inlandbanken

Ja, natürlich betreibt die SNB auch QE. Z.B. die UBS Bailout-Kohle oder die Käufe von Euros oder die Dollar-Swaps mit der FED.

MarcusFabian
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Ramschpapierhaendler wrote:

Insofern erzielt das neu gedruckte Geld seine Wirkung, indem es verhindert, dass Geld vernichtet wird.

Hmm, ist ein gutes Argument. Also Inflationierung der Geldmenge nicht um Inflation zu erzeugen sondern um Deflation abzufedern.

MarcusFabian
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Elias wrote:

Zwischenfragen: Ist es wichtig, ob die Probleme selbst eingebrockt wurden?

Ja, ist es: In einer gesunden freien Marktwirtschaft gibt es die Kompetenten und die Inkompetenten. Die Inkompetenten gehen Konkurs und die Kunden wandern zu den Kompetenten, die dadurch stärker werden.

Mit den Bailouts gibt der Staat bzw. die ZB den Inkompetenten Geld, rettet sie, verhindert den Konkurs und sagt: "So, und jetzt konkurrenziert die Kompetenten".

Und somit werden zu Lasten der Steuerzahler die inkompetenten Zombiebanken künstlich am Leben gehalten.

Was für ein Irrsinn soll das denn sein?

Hinzu kommt, dass wir als Anleger jetzt gar nicht mehr wissen, welche Banken kompetent und welche inkompetent sind.

MarcusFabian
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BiggrinBiggrinBiggrin Auf die Antwort bin ich auch gespannt! BiggrinBiggrinBiggrin

CrashGuru
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MarcusFabian wrote:

Ja, natürlich betreibt die SNB auch QE. Z.B. die UBS Bailout-Kohle oder die Käufe von Euros oder die Dollar-Swaps mit der FED.

Du meinst so ungefähr in diesem Sinne ?

http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/konjunktur/Nationalbank-verliert-...

:cry:

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