..über den eigenen Schatten.....

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21.05.2010 14:55
#1
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..über den eigenen Schatten.....

springen muss so mancher, wenn wir die Idee von Samuelson umsetzen würden, wonach jeder Bürger auf dieser Welt ein Mindesteinkommen von US$ 3'000 PRO MONAT erhält. ...ausser er zieht es vor, als Arbeitskraft mehr zu verdienen. In dieser Welt von Faulen, würden Fleissige sehr schnell sehr reich, die Faulen jedoch nicht auch noch krank und depressiv. Sozialbedürftige gäbe es dann nicht mehr.....würde dies der Wirtschaft einen bust geben oder nicht?....der Ansatz, obwohl noch nicht ganz zu Ende gedacht, fasziniert mich....manchmal wären gute Lösungen so nah, man mmüsste nur über den eigenen Schatten springen.

Fine-Tuner

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24.06.2010 23:04
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..über den eigenen Schatten.....

Guter Artikel. Spricht klar für die Ausrichtung einer Grundrente/Grundeinkommen. Das aktuelle Kässeli-Sozialsystem, das uns unter dem Strich enorme Summen an Administration kostet, muss zum Wohl der Steuerzahler abgeschafft werden. Ein Grundrente ersetzt SÄMTLICHE, heute als Sozialkosten bezeichneten Aufwendungen.

Gescheite Leute von Warren Buffet über Bill Gates bis Angela Merkel finden das Grundrentensystem als sehr "innovativ", gemäss Merkel, der Zeit jedoch noch 100 Jahre voraus - angeblich sind die Menschen und unser Wertesystem noch nicht reif genug....wie auch immer, der FAZ-Artikel zeigt klar, wie ein völlig überreguliertes und unübersichtliches Kässeli-Sozial-System nur Verlierer produziert. Interessant fand ich auch den Hinweis, dass eine grosse Anzahl Länder bereits heute vorsehen für gewisse Menschen lebenslange Renten zu zahlen, also bereits jetzt - explizit - ein Grundrentensystem eingefüht haben....einfach nicht so schamlos im Giesskannenprinzip...man muss sich schon als Loser qualifizieren...so ist nun mal das aktuelle Gerechtigkeitsempfinden...nichts ist gratis und nur was weh tut ist gut....das ist dann eben die Reife, von der Merkel spricht.

Have a nice weekend

Fine-Tuner

24.06.2010 19:57
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..über den eigenen Schatten.....

Mal einwenig weg von den Gutmenschen und deren Utopien und mal wieder auf die simple Realität geschaut...:

http://www.faz.net/s/Rub9B4326FE2669456BAC0CF17E0C7E9105/Doc~E9F1ABBF98E...

weico

30.05.2010 04:13
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In China springen Angestellte einer Elektrotech Firma aus dem Fenster....ein Zyniker würde jetzt anfügen, bevor sie dem Staat mit einem Burn Out auf der Pelle liegen...aber eben, traurig genug. Die hätten bestimmt auch die Grundrente gewählt...hätten sie die Wahl gehabt....aber in China ist die Stigmatisierung von "Versagern" noch viel schlimmer. Schon jetzt ist die Selbstmordrate die zweithöchste der Welt - nach Japan bezeichnenderweise. Mich befremdet solch Verhalten sehr.....könnte mir jedoch vorstellen, dass es auch hier Kreise gibt, die ein solch aufopferndes und - wie sie es bezeichnen würden - soziales Verhalten ihrer Angestellten begrüssen würden...

Fine-Tuner

26.05.2010 22:35
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fritz wrote:

......... Komplett falsch ist das sicher nicht, wenn der Wohlstand mal nicht nur in $$$ beziffert wird.

...wenn man das so liest, könnte man auf den ersten Blick die Nase krümmen. Romantiker!...aber auf den Zweiten erkennt man, dass dies den Kern trifft. Ja, neue WERTE brauchen wir.

Immer mehr, mehr, mehr,... weiter, weiter,.. schneller, schneller, ...höher, höher usw ....das ist völlig crazy und auf die Dauer nicht durchzustehen.

Eine Grundrente würde genau denjenigen, welche sich von diesem Rennen verabschieden möchten oder müssen, eine Möglichkeit geben, ohne als Versager und Schmarotzer stigmatisiert zu werden, einen etwas langsameren Weg zu gehen.

Sich aus dem Erwerbsleben zu verabschieden und dabei auf viele Vorteile (nicht nur materielle) zu verzichten, ist eben auch eine belohnenswerte Leistung!!

Fine-Tuner

26.05.2010 15:01
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sgrauso wrote:

Als ich in Bhutan war staunte ich wie die Leute Fröhlich und glücklich waren, obwohl sie so wenig materielles haben.

Ist Bhutan nicht das Land mit dem grössten Bruttoglücksprodukt?

Jedenfalls kann ich dir absolut zustimmen. Ich habe oft Leute gesehen, die mit fast nichts glücklicher sind als wir in unserer Überflusswelt.

sgrauso wrote:

Leider (zumindest für mich) ist es schwierig auf das überflüssige das wir haben zu verzichten. Man wird als Kind schon "angesteckt"!

Das ist zwar schwierig, aber nicht unmöglich. Ich habe in letzter Zeit auf vieles verzichtet, freue mich dafür umsomehr über Kleinigkeiten, die vorher selbstverständlich waren.

Gruss

fritz

NACHTRAG: Ja, es ist Bhutan:

http://www.n-tv.de/wissen/Lektion-aus-dem-Himalaya-article59744.html

Wahrscheinlich ist es aber auch das einzige Land der Welt, das diesen Begriff benützt. Komplett falsch ist das sicher nicht, wenn der Wohlstand mal nicht nur in $$$ beziffert wird.

26.05.2010 14:51
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Denne wrote:

Hier behaupte ich frech, dass das nicht wahr ist. Uns wird täglich eingeprügelt

Ja kann sein. Als ich in Bhutan war staunte ich wie die Leute Fröhlich und glücklich waren, obwohl sie so wenig materielles haben. Arm kamen sie mir aber sicher nicht vor!

Leider (zumindest für mich) ist es schwierig auf das überflüssige das wir haben zu verzichten. Man wird als Kind schon "angesteckt"!

Hier noch ein Artikel in dieser Richtung:

http://www.beobachter.ch/natur/natuerlich-leben/artikel/oeko-aussteiger_...

 


 


 


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26.05.2010 14:15
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sgrauso wrote:

... wir klammern uns aber an diese way of life!

Hier behaupte ich frech, dass das nicht wahr ist. Uns wird täglich eingeprügelt, dass wir uns gefälligst an diesen way of life zu klammern haben, und dass wir noch vieeeel mehr von diesem way of life brauchen.

Denn unser way of life finanziert vor allem die Banken und die Regierungen, die uns als Gegenleistung die Illusion von Sicherheit und Wohlstand vorspielen.

Aber wie es so ist mit Illusionen: Man nimmt sie erst zur Kenntnis, wenn sie platzen. Und das ist, was wir meines Erachtens zurzeit und in den kommenden Jahren erleben.

26.05.2010 13:27
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sgrauso wrote:

Z.B die Amis, wie lange wollen sie noch auf pump ihre Dekadenz finanzieren?

Die Amis haben einen grossen Vorteil. Sie haben einen grossen Teil ihrer Schulden in hard assets investiert: in Bomben.

Wer kann den Amis ernstlich ans Bein pissen, wenn sie z.B. ihre Schulden - oder Teile davon - für null und nichtig erklären?

Die einzige Gefahr für die Amis ist die Ablösung des Petrodollars. Deshalb muss jedes Land, das Öl z.B. gegen Euro exportieren will, früher oder später mit Besuch der Yanks rechnen. Saddam Hussein ruhe in Frieden.

Natürlich ist der Euro in gewissem Grade eine Missgeburt. Doch die aktuelle Eurokrise ist zum grössten Teil eine Dollarkrise.

26.05.2010 10:56
Bild des Benutzers sgrauso
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Denne wrote:

Wir haben die Grenze zur materiellen Dekadenz längst überschritten. Das ist, was der Markt seit mindestens 10 Jahren zu korrigieren versucht.

Ganz deiner Meinung, wir klammern uns aber an diese way of life! Z.B die Amis, wie lange wollen sie noch auf pump ihre Dekadenz finanzieren?

 


 


 


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25.05.2010 23:18
Bild des Benutzers Psytrance24
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Denne wrote:

Wir führen kein anständiges Leben. Anstand ist in erster Linie Respekt. Wir haben die Grenze zur materiellen Dekadenz längst überschritten. Das ist, was der Markt seit mindestens 10 Jahren zu korrigieren versucht.

Genau

Und die Amis haben immer noch das Gefühl, dass es Ihnen nicht so ergehen wird wie einst Japan, die diese ganze Entwicklung schon 10 Jahre vorweggenommen haben (Nikkei 225 @40'000 anno 1990). Nein nein sie sind nicht Japaner - nur auch Menschen.

Das Schicksal mischt die Karten und wir spielen.

A. Schopenhauer



Gegen Dummheit ist kein Kraut gewachsen.

25.05.2010 22:26
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sgrauso wrote:

Und was versteht man unter anständiges leben?

Ich bin überzeugt, dass es sicher nicht möglich ist 7 Milliarden Menschen ein leben wie mir es führen zu bieten.

Wir führen kein anständiges Leben. Anstand ist in erster Linie Respekt. Wir haben die Grenze zur materiellen Dekadenz längst überschritten. Das ist, was der Markt seit mindestens 10 Jahren zu korrigieren versucht.

25.05.2010 15:38
Bild des Benutzers technischer
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Nein, ich gehe definitiv nicht davon aus, dass der Mensch ein fauler Sack ist. Aber ich gehe davon aus, dass der Mensch sehr erfinderisch ist. Und wenn ich das Grundeinkommen schon mal auf sicher habe ohne einen Finger zu krümmen, dann habe ich ja viel Zeit um mich anderen Sachen zu widmen. Die Schwarzarbeit ist nur eine von vielen Möglichkeiten.

Und das Verhältnis von zahlenden zu beziehenden wird immer wie grösser.

Am Anfang arbeiten 1'000 und 1 lebt auf kosten der anderen. Dann sagen sich von den 1'000 ein paar (genau die wo mit ihrem Job nur unwesentlich mehr verdienen als die Grundrente) das sie nun auch nicht mehr arbeiten - Verhältnis 980 : 21. Und die Abzüge für die arbeitenden steigen wieder ein wenig... Die nächste Runde der Aussteiger folgt, das Verhältnis wird wieder schlechter... Ein Teufelskreis.

Oder andere Frage, was denkst du was bei unseren Krankheitskosten falsch läuft? Die wo schauen und sich Mühe geben sind am Schluss die gelackmeierten.

25.05.2010 13:24
Bild des Benutzers Fine-Tuner
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Du gehst davon aus, dass die Mehrheit der Leute faule Säcke sind, die den Bettel sofort hinschmeissen würden und sich in den Liegestuhl legen würden. Wenn dem so wäre, wäre das ein brutales Armutszeugnis für unsere Arbeitgeber. Ich dachte immer, dass die meisten Leute gerne Arbeiten?...dies sagen jedenfalls alle Umfragen. Sind die Leute nicht ehrlich?

Mag sein, aber ich glaube das nicht. Lediglich diejenigen, die jetzt schon Mühe haben und nur noch auf die Pension warten, würden vielleicht aussteigen und ihren Lebensstandard freiwillig recht drastisch nach unten korrigieren. Die meisten Leute würden das tun, was sie bis anhin auch getan haben. Ich glaube nicht, dass mehr als 20% der Erwerbstätigen die Grundrente wählen würden...(oder würdest Du freiwillig auf dein Auto verzichten?). 20%, soviel haben wir ja jetzt schon, wenn wir die Sozialhilfe-, IV- und ALV- Alimentierten zusammenzählen.

(Achtung: ab 65 entspricht die Grundrente der AHV!!!!!). Gerade bei Gesellschaften die massiv überaltern, macht dies absolut Sinn.

Fine-Tuner

25.05.2010 12:24
Bild des Benutzers technischer
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Ich gebe Marcus definitiv recht. Bin selber absolut kein Fan von "Geldgier". Und bin auch überzeugt, dass es Intelligenz braucht für Inovation und nicht nur Geld. Und das die schlauen Köpfe eigentlich nicht wirklich Geldfixiert sind.

Leider sieht die Realtät halt so aus, dass es ein gewisses Mass an Geld braucht um voranzukommen. Der kluge Kopf nützt nichts mehr wenn du verhungert bist oder kein Material bekommst um deine Erfindung voranzutreiben.

Das ist das eine, das andere ist:

Ich zahle gerne jemandem etwas, der es nötig hat oder der sich für etwas gutes einsetzt. Aber wenn du dann die "Arbeitslosen" hast, die einfach nicht arbeiten wollen und sich ein schönes Leben machen auf Kosten der anderen (und davon gibt es halt leider seeeehr viele), dann geht es für mich nicht auf. Das muss nicht nur auf Geld bezogen sein. Es reicht schon wenn ich 10h am Tag arbeite und damit den Nachbar finanziere der einfach im Liegestuhl liegt. Und das kann passieren bei so einer Grundrente, weil meine 10h Arbeit sind evtl. auf dem Markt nicht mehr Wert als die Grundrente, also werde ich in Zukunft wohl auch in den Liegestuhl liegen. Und die Spirale geht weiter...

25.05.2010 09:17
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ok aber ich glaube in diesem fall ist dies die hauptfrage:

Gibt es auf der Welt genügend Resourcen um für 7 Milliarden Menschen ein anständiges leben zu bieten? Und wie lange? Und was versteht man unter anständiges leben?

Ich bin überzeugt, dass es sicher nicht möglich ist 7 Milliarden Menschen ein leben wie mir es führen zu bieten. Wenn jeder Afrikaner oder Chinese ein Auto fahren würde könnten wir schon lange icht mehr atmen :shock:

 


 


 


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25.05.2010 02:28
Bild des Benutzers Fine-Tuner
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Ich behaupte, dass das Grundrentenmodell sowohl weniger Geld als auch Ressourcen als das aktuelle - wie ich finde - unmenschliche Alimentierungs- und Bittstellersystem (schon rein materiell) kostet . ...und dabei sind die nicht quantifizierbaren Opportunitätsgewinne, die sich durch die Abnahme vieler Zivilisationskrankheiten ergeben, noch nicht berücksichtigt.

Eine Behauptung, die bis dato noch von keinem statistischen Amt wiederlegt werden konnte.

...aber eben,...der eigene Schatten ist eine unüberbrückbare Hürde für uns einfachen Krieger.

Wenn man genau hinsieht, erkennt man, dass Norwegen und Japan bereits sehr ähnliche Systeme fahren. Natürlich nicht offen. In Japan läuft vieles über Stipendien. Ich kenne Japaner, die mit 40 das Vorstudium noch nicht beendet haben und seit mehr als 15 Jahren ein Stipendium erhalten. Der Mann hat Frau und Kinder. Für mich ist das nichts anderes als eine versteckte Grundrente. Norwegen hat eine sehr large Nachweispflicht der Erwerbsunfähigkeit, die zu einer bescheidenen Erwerbsausfallrente führt. Lebenslang.

Und sind wir doch ehrlich, unsere IV ist für viele nichts anderes als eine Grundrente.

Eigentlich wüssten wirs, aber eben dieser verdammte Schatten...oder brauchen wir einfach Loser, damit sich die Gewinner als auch solche fühlen dürfen... Wink

Fine-Tuner

25.05.2010 02:05
Bild des Benutzers MarcusFabian
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..über den eigenen Schatten.....

Günstig in Bezug auf Geld oder auf Ressourcen?

25.05.2010 02:04
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sollten wir nicht die günstigste variante wählen?

25.05.2010 01:45
Bild des Benutzers MarcusFabian
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technischer wrote:

Ich denke die Frage wer das bitte bezahlt ist schon die richtige Frage.

Ja leider. Und zwar deshalb, weil wir in einer Geldgesteuerten und nicht in einer Ressourcengesteuerten Welt leben.

Ich nenne mal ein paar Beispiele:

Problem: Hunger in der Welt

Geldgesteuerte Welt: Haben wir das Geld, um den Hunger in der Dritten Welt mit Entwicklungshilfe zu bekämpfen?

Ressourcengesteuerte Welt: Haben wir die Möglichkeiten, die Ressourcen, um den Hunger zu bekämpfen?

Problem: Es gibt auf der Autobahn Unfälle, weil zu viele Fahrer den Abstand nicht einhalten.

G: Wir erlassen Gesetze, die den Mindestabstand vorschreiben, übertragen der Polizei die Aufgabe, das Gesetz zu überwachen und bestrafen Sünder, die sich nicht daran halten.

R: Wir entwickeln Systeme wie Radar, bauen sie in Autos ein, lassen die Autos direkt miteinander kommunizieren, der Vordermann informiert automatisch den Hintermann, wenn er bremst ... etc.

Problem: Die (fossile) Energie wird knapp.

G: Wir erhöhen den Ölpreis

R: Wir forschen intensiv nach Alternativen.

Problem: irgend ein Problem

G: Was kostet es?

R: Haben wir die technischen Möglichkeiten, das know-how, um das Problem zu lösen?

---

Diese Aufstellung soll keine Kritik an Deiner Antwort bzw. der Aussage von Smith2000 sein. Denn ihr habt ja beide Recht und ich habe Unrecht.

Ich nehmen diese Aussage nur als Aufhänger um Bewusstsein für folgendes zu schaffen:

Probleme werden fast ausschliesslich durch Technologie gelöst. Nicht durch Vorschriften und Gesetze und durch Geld schon gar nicht.

Die Zivilisation konnte sich von Landwirtschaft zu Industrie entwickeln, weil irgend ein findiger Kopf den Mähdrescher erfunden hat, der 200 Landarbeiter einspart.

Ein Banker oder Politiker hätte das Problem der Lebensmittelproduktion nicht in den Griff gekriegt.

Wenn ihr jetzt darauf antwortet: "Ja, aber um einen Mähdrescher zu erfinden, zu bauen und zu vermarkten braucht man Geld, und zwar nicht zu knapp.", dann ist das zwar richtig aber ihr habt mich immer noch nicht ganz verstanden: Um einen Mähdrescher zu erfinden braucht's Intelligenz und um ihn zu bauen braucht es Ressourcen!

Geld sollte also nur die Rolle des Dieners spielen. Nicht jene des Herren.

Können wir uns in einem ersten Zwischenschritt darauf einigen?

24.05.2010 21:13
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..über den eigenen Schatten.....

Ich denke die Frage wer das bitte bezahlt ist schon dir richtige Frage. Vielleicht nicht heute oder Morgen, aber spätestens dann, wenn immer mehr "arbeitslos" werden weil sie ja eh genug vom "Sozialamt" kriegen um zu leben. Dann bleiben die öffentlichen Kosten immer an wie weniger hängen. Und dann gibt es wieder welche die dann gerne auf Arbeit verzichten weil es sich nicht lohnt.

Aus meiner Sicht ist dies eine negativ-Spriale die nie durchführbar ist.

Ist halt die immer anhaltende Diskusion zwischen 100% Markt oder 100% Sozial.

24.05.2010 20:56
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..über den eigenen Schatten.....

Smith2000 wrote:

und wer bezahlt das bitte?

Bringt uns diese Frage weiter?

Wäre die Frage: "Was kommt uns billiger?"

nicht die hilfreichere?

Fine-Tuner

24.05.2010 17:40
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..über den eigenen Schatten.....

und wer bezahlt das bitte?

rechenbeispiel für deutschland:

arbeitslose aktuell in deutschland: 8.1% 3.1 Mio

3000 USD - 2000 EUR

2000 * 3.1 Mio= ca. 7 Mia / Monat

=> 84 Mia EUR / Jahr

wow, schöne Rechnung, doch nun bitte noch nachdenken, die arbeitslosenzahl beträgt 8.1% ohne ein solches System, ich denke die zahl würde sich mind. vervierfachen. und das müssten dann diese personen bezahlen, die einen job haben. Irgendwann lohnt es sich nicht mehr einen Job zu haben weil man praktisch gleich viel verdienen würde, dann lassen sie sich feuern und die Arbeitslosigkeit würde weiter steigen.

Ich finde die Idee = 0 :? jedes Sozialsystem wird von Leuten ausgenutzt, das Problem haben wir heute schon, und dann gleich nochmals was drauflegen?

Schöne woche und grüsse

24.05.2010 14:43
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..über den eigenen Schatten.....

Fine-Tuner wrote:

fritz wrote:

Mit 3000 Döllis wäre ich auch zufrieden, soviel habe ich noch nie verdient!

Noch nie? ...du lebst wahrlich bescheiden.

Ja, tatsächlich, mein höchster Lohn war CHF 4000.- im Jahr 1991 (und damals waren das in Dollar weniger als 3000). Seither habe ich immer viel weniger verdient, aber trotzdem gut gelebt (aber nicht an der Goldküste, sondern in Gegenden, wo das Leben billiger ist), ganz bescheiden lebe ich erst jetzt, seit ich mein eigenes Geschäft habe.

Ich habe in dieser ganzen Zeit auf teure Autos und ähnliches verzichtet, dafür habe ich die Pyramiden gesehen, den Taj Mahal, den Everest, den Grand Canyon, San Francisco, den Zuckerhut, den Eiffelturm, die Smoky Mountains, Angkor Wat, Borobudur, den Fuji San, die chinesische grosse Mauer, den Merapi-Vulkan, Baobab-Bäume und Leoparden und Lemuren in freier Wildnis.

Jedem das Seine. Biggrin

Gruss

fritz

24.05.2010 10:52
Bild des Benutzers arunachala
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..über den eigenen Schatten.....

hier noch was vertiefendes zur diskussion um ein grundeinkommen:

http://www.labournet.de/diskussion/arbeit/existenz/notz_widerspruch.pdf

seid schlang wie die klugen und schlug wie die klangen. (kasimir 487)

24.05.2010 04:04
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..über den eigenen Schatten.....

fritz wrote:

Mit 3000 Döllis wäre ich auch zufrieden, soviel habe ich noch nie verdient! Allerdings müssten dann die Preise auf heutigem Niveau stabil bleiben, und zwar weltweit! Wink

Gruss

fritz

Noch nie? ...du lebst wahrlich bescheiden.

Wie auch immer, ich würde das Modell so modifizieren, dass nicht alle Menschen pauschal 3000 erhalten, sondern das errechnete Existenzminimum pro Land/Region. Diese Daten sind recht gut erhoben und Grössen wie Produktivität und Kaufkraft sind darin einbezogen.

Die Preise würden kurzfristig steigen, weil die Nachfrage steigen würde. Inflation wäre zumindest kurzfristg unausweichlich. Die Zinsen würden jedoch auch steigen und einen Teil der Nachfrage kompensieren. Die Produktion würde ausgeweitet und die Arbeitslosigkeit würde im gleichen Mass abnehmen. Mittelfristig würde sich trotz Inflation der globale Wohlstand erhöhen. Ein weiterer positiver Effekt wäre das Ende der Wirtschaftsmigration....und die Kriminalitätsraten?

Na ja, vielleicht kommt so was ja in 2000 Jahren...oder auch nicht.... aber heute ist dies schon aus sozio-gesellschaftlichen Gründen nicht möglich.

Ein solches Modell setzt voraus, dass der Mensch nicht einzig über Nutzen und Leistung definiert wird, sondern seine pure Existenz ihn zu selbstbestimmtem Leben berechtigt.

Dies benötigt wahrliche eine sehr reife Gesellschaft, wo Prestige und Status keinen und Leistung einen anderen Stellenwert haben.

Fine-Tuner

22.05.2010 19:55
Bild des Benutzers weico
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..über den eigenen Schatten.....

MarcusFabian wrote:

Ich wage aber zu behaupten, dass begründete Postings von der Community höher eingeschätzt werden.

Wobei es dann aber auf die QUALITÄT der Begründung ankommt ..:lol:

weico

22.05.2010 19:48
Bild des Benutzers MarcusFabian
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Kommentare: 16379
..über den eigenen Schatten.....

Begründungen erübrigen sich meiner Meinung nach eigentlich nie.

Obschon Du damit natürlich in guter Gesellschaft bist: 95% der Postings in diesem Forum sind ohne Begründung.

Ich wage aber zu behaupten, dass begründete Postings von der Community höher eingeschätzt werden.

22.05.2010 19:14
Bild des Benutzers weico
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Kommentare: 4550
..über den eigenen Schatten.....

MarcusFabian wrote:

Magste nicht zu einzelnen Punkten konkrete Kritik üben und diese auch begründen?

Immer diese lol-verseuchten Zwischenrufe fangen langsam an zu nerven!

Bei solchen "Experten" erübrigt sich eine Begründung:

http://www.geldkongress.org/redner.php

bzw. dann dann nerv Dich doch! Lol

Wenn Ich mir n die damaligen ("Experten")Aussagen der "Eurohochjubler" anschaue (DEINE Insbesondes..) dann kann man die Nerven ja wirklich langsam verlieren..... :roll: Lol

weico

22.05.2010 18:26
Bild des Benutzers MarcusFabian
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Kommentare: 16379
..über den eigenen Schatten.....

weico wrote:

Betonung auf "zu sein"... Lol

weico

Magste nicht zu einzelnen Punkten konkrete Kritik üben und diese auch begründen?

Immer diese lol-verseuchten Zwischenrufe fangen langsam an zu nerven!

22.05.2010 17:37
Bild des Benutzers weico
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..über den eigenen Schatten.....

rainii wrote:

sehr gute Vorträge an diesem Geldkongress, ich konnte mir noch nicht alle ansehen, aber die Redner scheinen mir sehr kompetent zu sein...

Betonung auf "zu sein"... Lol

weico

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