Ukraine

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02.03.2014 13:29
#1
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Ukraine

Ukraine mobilisiert die Reservisten

In der Krim-Krise berief die Ukraine am Sonntag alle Reservisten ein und versetzte die Armee in höchste Alarmbereitschaft. Zudem sperrte das Land den Luftraum für Militärmaschinen.

http://www.cash.ch/news/top_news/ukraine_mobilisiert_die_reservisten-317...

 

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15.09.2016 08:33
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IWF gibt eine Milliarde Dollar für die Ukraine frei
15.09.2016 06:27

Washington (awp/sda/dpa) - Gegen den Widerstand Russlands hat der Internationale Währungsfonds (IWF) am Mittwoch weitere Milliarden-Hilfen für die Ukraine freigegeben. Das Krisenland bekommt eine Milliarde Dollar aus einem Programm, das insgesamt 17,5 Milliarden umfasst.

Dies teilte der Fonds am Mittwoch (Ortszeit) in Washington mit. Russland hatte sich gegen die Auszahlung ausgesprochen, weil die Ukraine aus Sicht Moskaus zunächst ihre Schulden beim Nachbarland begleichen solle.

Dort steht die Ukraine mit mindestens drei Milliarden Dollar in der Kreide. In zwei vorigen Tranchen hatte der IWF bereits rund 5,4 Milliarden Dollar ausgezahlt.

IWF-Chefin Christine Lagarde lobte die Ukraine für ihre Anstrengungen bezüglich Wachstum und Währungsstabilität, betonte aber, das Land habe noch schwierige Aufgaben vor sich. Lagarde nannte besonders den Kampf gegen Korruption und die Verbesserung der öffentlichen Verwaltung.

"Die Behörden müssen Veränderungen in der Steuerpolitik vermeiden, die zu einem höheren Defizit führen, sagte sie. Zuletzt hatten die wieder aufgeflammten Kämpfe mit Separatisten die Landeswährung erneut unter Druck gesetzt.

(AWP)

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11.07.2016 16:32
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Ukraine und Kanada unterzeichnen Freihandelsabkommen
11.07.2016 14:30

KIEW (awp international) - Kanada und die Ukraine stärken ihre Wirtschaftsbeziehungen mit einem Freihandelsabkommen. Im Beisein von Kanadas Ministerpräsident Justin Trudeau und Präsident Petro Poroschenko unterzeichneten ranghohe Beamte am Montag in Kiew die Vereinbarung. Damit werde die Position der Ukraine gestärkt, sagte Poroschenko. "Das sind neue Möglichkeiten für die Erweiterung der Warenabsatzmärkte und transparente Handelsbedingungen", sagte er. Trudeau betonte, das Abkommen schaffe Arbeitsplätze, neue Märkte und verbessere den Lebensstandard.

Die Verhandlungen über das Abkommen liefen seit 2009. Die Zollsätze für einen Grossteil des Handels werden damit komplett gestrichen, teils mit einer Befristung zwischen drei bis sieben Jahren. Der Vertrag muss noch von den Parlamenten beider Länder ratifiziert werden. Anfang 2016 war ein ähnliches Abkommen zwischen der krisengeschüttelten Ukraine und der Europäischen Union vollständig in Kraft getreten.

Trudeau will am Dienstag in die westukrainische Stadt Lwiw (Lemberg) reisen. Dort will er kanadische Militärinstrukteure besuchen, die auf dem Truppenübungsplatz Jaworiw im Einsatz sind./ast/tjk/DP/fbr

(AWP)

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01.07.2016 08:57
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Ukraine sieht sich in zehn Jahren in der EU
01.07.2016 06:33

BERLIN (awp international) - Die Ukraine sieht sich trotz des ungelösten kriegerischen Konflikts im Osten des Landes und schwerer wirtschaftlicher Probleme in zehn Jahren in der Europäischen Union. Das sagte der neue Regierungschef in Kiew, Wladimir Groisman, den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Freitag). "Wir gehen den europäischen Weg, und der bedeutet für uns: Freiheit, Menschenrechte und eine starke Wirtschaft."

Groisman verwies auf das Assoziierungsabkommen mit der EU, das als treibende Kraft für Reformen wirke. "Wir müssen unsere Standards an die der EU angleichen", sagte er. "Es ist schon viel passiert - gerade bei der Korruptionsbekämpfung. Wir haben zum Beispiel völlige Transparenz bei den staatlichen Ausgaben geschaffen." Die Ex-Sowjetrepublik gilt nach Einstufung der Organisation Transparency International als korruptester Staat Europas.

Groisman kritisierte die Entscheidung der Briten, die EU zu verlassen. "Ich respektiere das Recht eines souveränen Staates, eine solche Entscheidung zu treffen. Aber ich glaube immer, dass man Errungenschaften bewahren sollte." Ein wichtiges Signal sei, dass die junge Generation in Grossbritannien mehrheitlich für den Verbleib in der Europäischen Union gestimmt habe./ro/DP/zb

(AWP)

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04.04.2016 08:55
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Weltbank sieht Hoffnungsschimmer für ukrainische Wirtschaft
03.04.2016 14:48

KIEW (awp international) - Die Weltbank sieht für die von Krieg und Krise gebeutelte ukrainische Wirtschaft für 2016 einen kleinen Hoffnungsschimmer. Es gebe erste Anzeichen einer Stabilisierung, sagte Weltbankvertreter Qimiao Fan, der für die Ukraine zuständig ist. "Wir prognostizieren, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um ein Prozent 2016 und um zwei Prozent 2017 wachsen könnte", sagte er. Zugleich soll die Inflation Schätzungen zufolge dieses Jahr 15 Prozent und im kommenden Jahr 11 Prozent betragen.

Nach einem Einbruch des BIP um 6,8 Prozent 2014, war die Wirtschaftsleistung 2015 noch einmal um knapp 10 Prozent gesunken. Die Preise stiegen im vergangenen Jahr um 43,3 Prozent. Damit verbunden schrumpften die Realeinkommen der Ukrainer um 22,2 Prozent. Zuletzt war die ukrainische Wirtschaft 2012 gewachsen./ast/tjk/DP/he

(AWP)

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11.02.2016 08:40
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IWF fordert von Ukraine Massnahmen zur Korruptionsbekämpfung
11.02.2016 06:34

KIEW (awp international) - Nach dem Rücktritt des ukrainischen Wirtschaftsministers hat der Internationale Währungsfonds (IWF) das krisengeschüttelte Land vor einem Ende der Hilfskredite gewarnt. Ohne substanzielle Bemühungen der Regierung sei es schwer vorstellbar, wie der IWF seine Unterstützung für die Ukraine fortsetzen könne, teilte IWF-Chefin Christine Lagarde mit. Sie sprach darüber am Mittwoch auch mit Präsident Petro Poroschenko.

Vor einer Woche war Wirtschaftsminister Aivaras Abromavicius wegen Widerstands gegen seinen Modernisierungskurs zurückgetreten. Der gebürtige Litauer hatte sich für einen Umbau der von Oligarchen dominierten Wirtschaft der Ex-Sowjetrepublik stark gemacht. Ein Gesetzentwurf von Abromavicius zu Privatisierungen war mehrfach im Parlament gescheitert.

Die von einer schweren Wirtschaftskrise und dem Krieg gegen prorussische Aufständische im Donbass ausgezehrte Ukraine benötigt dringend Hilfe vom IWF. Eine neue Kredittranche ist eigentlich schon seit Oktober fällig, wird aber noch zurückgehalten.

Lagarde erklärte am Mittwochabend (Ortszeit): "Der Präsident hat mir versichert, dass er an Reformen zur besseren Kontrolle und zur Korruptionsbekämpfung festhalten wird." Man habe sich darauf geeinigt, dass es einen Aktionsplan an Massnahmen geben werde. Welche Schritte dieser beinhalten soll, liess sie offen. Auch ein Zeitplan wurde nicht genannt./tjk/ast/hma/DP/zb

(AWP)

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03.02.2016 12:51
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Ukrainischer Wirtschaftsminister tritt zurück
03.02.2016 10:44

Kiew (awp/sda/afp) - Der ukrainische Wirtschaftsminister Aivaras Abromavicius hat am Mittwoch das Handtuch geworfen. Er begründete seinen Entscheid mit dem Widerstand gegen seine Reformpläne.

"Ich habe heute entschieden, meinen Rücktritt vom Posten des Ministers für wirtschaftliche Entwicklung und Handel einzureichen", sagte der gebürtiger Litauer in Kiew vor Journalisten. Der Grund sei eine "scharfe Eskalation der Bemühungen, wichtige Reformen zu blockieren".

Bei seinem Amtsantritt Ende 2014 hatte sich Abromavicius zuversichtlich gezeigt, sein Land nach vorne bringen zu können. "Die Ukraine ist das korrupteste Land in Europa", hatte er damals der Nachrichtenagentur AFP gesagt und den Kampf gegen die Korruption und die überbordende Bürokratie zu Prioritäten erklärt.

Die Ukraine steht seit Jahren am Rande des finanziellen Kollaps, die Pleite konnte bislang nur durch internationale Finanzhilfe abgewendet werden. Der Konflikt mit prorussischen Aufständischen im Osten des Landes belastet die Wirtschaft zusätzlich massiv.

(AWP)

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29.01.2016 13:21
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Ukraine will 2016 Kredite über neun Milliarden Euro aufnehmen
29.01.2016 12:46

KIEW (awp international) - Die krisengeschüttelte Ukraine will in diesem Jahr mehr als neun Milliarden Euro an Krediten aufnehmen. Allein mehr als fünf Milliarden Euro davon solle der Internationale Währungsfonds (IWF) beisteuern, teilte Finanzministerin Natalia Jaresko nach Angaben örtlicher Medien am Freitag im Parlament in Kiew mit. Der Betrag ist aber vom IWF noch nicht zugesagt.

Weitere Milliardenhilfen erwartet die Regierung nach Jareskos Worten von den USA, Japan und der EU. Auch auf Unterstützung aus Deutschland baut die Ex-Sowjetrepublik: Demnach sollen 320 Millionen Euro aus Berlin kommen. An diesem Montag wird Präsident Petro Poroschenko bei Bundeskanzlerin Angela Merkel erwartet.

Erst im August hatten private westliche Gläubiger im Austausch gegen höhere Zinsen auf 20 Prozent ihres Geldes verzichtet. Die Ukraine hofft auf eine ähnliche Regelung in einem Schuldenstreit mit Russland. Die Führung in Moskau lehnt dies aber ab und besteht auf die Rückzahlung von umgerechnet rund 2,75 Milliarden Euro./ast/tjk/DP/jha

(AWP)

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22.12.2015 15:26
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Keine Einigung bei Dreiergesprächen über Handelsabkommen

zwischen EU und Ukraine

Bei Gesprächen zur Umsetzung des EU-Assoziierungs- und Freihandelsabkommens mit der Ukraine gab es gestern (Montag) in Brüssel keine Einigung.

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Die russische Seite stellte jedoch Forderungen, die unbegründet oder nicht vereinbar mit den Regeln der Welthandelsorganisation oder der EU waren.

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Das Assoziierungs- und Freihandelsabkommens der EU mit der Ukraine tritt am 1. Januar 2016 in Kraft.

http://ec.europa.eu/deutschland/press/pr_releases/13892_de.htm

 

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21.12.2015 08:36
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MarcusFabian hat am 20.12.2015 - 19:24 folgendes geschrieben:

Die Ukraine teilt 80% ihrer Grenze mit Russland, das naturgemäss der wichtigste Handelspartner ist.

80%?....Ein Blick auf die Landkarte....

Japan, England oder Island teilen ihre Grenzen mit dem Meer auf. Südkorea grenzt an Nord Korea

Die (wirtschaftliche) Sonne geht im Westen auf.

 

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20.12.2015 19:24
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Elias hat am 17.12.2015 - 08:26 folgendes geschrieben:

„Wir sind bereit, diesen Preis zu bezahlen“

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko zeigte sich am Mittwochabend unbeeindruckt von den Ankündigungen Moskaus. „Die Ukraine ist sich über den zu erwartenden Schaden für die ukrainische Wirtschaft im Klaren“, sagte er am Rande eines Treffens mit Spitzenvertretern der EU in Brüssel. „Aber wir sind bereit, diesen Preis für unsere Freiheit und für unsere Entscheidung für Europa zu zahlen.“

Das könnte für die Ukraine ein fataler Entscheid sein, begibt sie sich doch in Abhängigkeit von Europa.

Die Ukraine teilt 80% ihrer Grenze mit Russland, das naturgemäss der wichtigste Handelspartner ist.

Die EU (bzw. NATO) hat Interesse an der Ukraine. Deshalb bietet sie ein besseres Angebot um die Ukraine auf ihre Seite und weg von Russland zu locken. So weit so gut.
Wenn die Ukraine dereinst nicht mehr im Fokus der NATO steht, wird die EU die Ukraine fallen lassen. Dann fallen diese Hilfsgelder aus. Die Ukraine teilt aber nach wie vor noch 80% ihrer Grenze mit Russland. Und dann?

 

18.12.2015 13:05
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Ukraine steuert im Streit mit Russland auf Zahlungsausfall zu
18.12.2015 12:52

FRANKFURT (awp international) - In der Auseinandersetzung mit Russland um ausstehende Forderungen in Milliardenhöhe steuert die Ukraine offenbar auf einen Zahlungsausfall zu. Der ukrainische Ministerpräsident Arseni Jazenjuk kündigte am Freitag in Kiew ein Moratorium auf von Russland gewährte Anleihen im Volumen von drei Milliarden US-Dollar (rund 2,8 Milliarden Euro) an.

Zahltag ist am Sonntag. Dann wird sich zeigen, ob es tatsächlich zum Zahlungsausfall kommt. Überraschend käme er nicht. Bereits vor Wochen hatte die ukrainische Regierung angekündigt, die Forderungen Russlands nicht in vollem Umfang zu bedienen. Moskau hatte daraufhin angekündigt, rechtliche Schritte einzuleiten. Versuche, eine Einigung zu finden, sind offenbar gescheitert. Ein Zahlungsausfall am 20. Dezember ist damit wahrscheinlich.

Moskau hatte der Ukraine vorgeschlagen, die drei Milliarden Dollar gestreckt auf drei Jahre zurückzuzahlen. Der ukrainische Regierungschef Arseni Jazenjuk erteilte dem allerdings eine Absage. Die Ukraine will, dass sich Russland an einem Schuldenschnitt beteiligt, auf den sich die ukrainische Führung mit anderen Gläubigern geeinigt hatte./tos/bgf

(AWP)

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17.12.2015 08:26
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Putin macht Ernst und setzt Freihandel mit Ukraine aus

Die wirtschaftliche Partnerschaft der Ukraine mit der EU ist dem russischen Präsidenten ein Dorn im Auge. Jetzt macht Putin Ernst und setzt den Freihandel mit der Ukraine aus. Gibt es noch eine letzte Chance zur Lösung des Streits?

Russland macht im Kampf gegen das Freihandelsabkommen zwischen der Europäischen Union und der Ukraine Ernst. Als Reaktion auf eine wirtschaftliche Partnerschaft der Ukraine mit der EU setzt Russland zum 1. Januar seinerseits den Freihandel mit dem Nachbarland aus. Präsident Wladimir Putin unterzeichnete am Mittwochabend in Moskau einen entsprechenden Erlass.

Russland begründet den Schritt mit Sorgen um die Wettbewerbsfähigkeit heimischer Hersteller, wenn ein Partnerschaftsabkommen Kiews mit Brüssel zum Jahresbeginn in Kraft tritt. Dieses Abkommen könne Nachteile schaffen, weil zollfreie EU-Importe über die Ukraine auch nach Russland gelangen könnten, argumentiert der Kreml. Die EU-Kommission hält diese Besorgnis für unbegründet.

„Wir sind bereit, diesen Preis zu bezahlen“

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko zeigte sich am Mittwochabend unbeeindruckt von den Ankündigungen Moskaus. „Die Ukraine ist sich über den zu erwartenden Schaden für die ukrainische Wirtschaft im Klaren“, sagte er am Rande eines Treffens mit Spitzenvertretern der EU in Brüssel. „Aber wir sind bereit, diesen Preis für unsere Freiheit und für unsere Entscheidung für Europa zu zahlen.“

Die EU sicherte Poroschenko Unterstützung zu. „Wenn die Ukraine auf dem Reformweg bleibt, steht die EU-Kommission an der Seite der Ukraine. Wir werden das Land weiter so unterstützen, dass es seinen internationalen Verpflichtungen nachkommen kann“, sagte EU-Kommissionspräsident Juncker. EU-Ratspräsident Tusk kommentierte: „Wir werden sicherstellen, dass das vertiefte und umfassende Freihandelsabkommen am 1. Januar so reibungslos wie möglich in Kraft tritt.“

Ursprünglich hätte das Abkommen zwischen Brüssel und Kiew im November 2014 in Kraft treten sollen. Wegen der russischen Bedenken war der Termin verschoben worden. Putins Schritt war erwartet worden. Die Regierung in Kiew hatte schon im November eine ähnliche eigene Reaktion angekündigt, sollte Russland den Freihandel aussetzen.

Krisentreffen am 21. Dezember

Für den 21. Dezember ist in Brüssel ein weiteres Krisentreffen mit den zuständigen Ministern aus Moskau und Kiew geplant. EU-Diplomaten erwarteten zuletzt aber nicht mehr, dass es zu einer Beilegung des Handelskonfliktes kommt. Juncker bezeichnete das Ministertreffen am Mittwochabend als „letzte Chance“.

Wegen Moskaus Annexion der Halbinsel Krim und des Krieges in der Ostukraine war der Handel mit Russland in den ersten zehn Monaten 2015 auf ein Drittel des Niveaus von 2013 eingebrochen. Die EU ist der wichtigste Handelspartner der Ukraine, aber Russland war weiterhin der bedeutendste Einzelexportmarkt vor der Türkei, China und Ägypten.

ww.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/russland-putin-macht-ernst-und-setzt-freihandel-mit-ukraine-aus-13970744.html

 

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07.09.2015 08:28
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Ukraine mit wirtschaftlichen Fortschritten
 

Der Internationale Währungsfonds sieht wirtschaftliche Fortschritte in der Ukraine und hat das Land dafür gelobt.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) sieht wirtschaftliche Fortschritte in der Ukraine und hat das Land dafür gelobt. Die Ukraine habe die Welt mit dieser Entwicklung überrascht, sagte IWF-Chefin Christine Lagarde am Sonntag in Kiew bei einem Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko. Die Maßnahmen der Regierung hätten dazu geführt, dass es so aussehe, als ob das Land "die Kurve kriege".

Lagarde forderte zudem erneut alle Gläubiger auf, die jüngst ausgehandelten Schuldenerleichterungen für die Ukraine mitzutragen. Dabei hatten sich die wichtigsten Geldgeber unter anderem zu einem Forderungsverzicht von 20 Prozent bereiterklärt. Die Umstrukturierung der Schulden in Höhe von 18 Milliarden Dollar soll bis Ende Oktober abgeschlossen sein. Russland fordert indes die volle Rückzahlung seiner verliehenen drei Milliarden Dollar.

(Reuters)

 

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01.09.2015 08:27
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Nach Gewalt in Kiew - Neuer Anlauf für Waffenruhe in Ukraine

01.09.2015 06:33

KIEW (awp international) - In der Ukraine soll ein neuer Anlauf für ein Ende des Blutvergiessens gemacht werden. Mehr als sechs Monate nach den Minsker Friedensverhandlungen wollen die Konfliktparteien am Dienstag im Kriegsgebiet Donbass eine Feuerpause beginnen. Darauf haben sich Vertreter der prorussischen Aufständischen und der prowestlichen Regierung in Kiew geeinigt. Diese soll einen gewaltfreien Beginn des Schuljahres ermöglichen. Die Separatisten bekräftigten, sie wollten die Waffenruhe auf jeden Fall umsetzen. Frühere Vereinbarungen dieser Art wurden jedoch nicht eingehalten.

Der Widerstand in Teilen der ukrainischen Gesellschaft gegen jegliches Zugeständnisse an die Separatisten führt jedoch am Montag zu gewaltsamen Protesten. Bei einer Demonstration von Nationalisten vor dem Parlament in Kiew gegen eine Verfassungsänderung für mehr Autonomie im Donbass starb ein Polizist, mindestens 125 weitere Menschen wurden verletzt.

Die Reform, die in erster Lesung angenommen wurde, öffnet den prorussischen Separatisten im Kriegsgebiet Donbass das Tor zu mehr Autonomie. Nationalisten sehen darin eine schleichende Aufgabe ukrainischen Territoriums. Mehr Autonomie für den Donbass ist aber Teil des Minsker Friedensplans vom Februar.

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko verurteilte die gewaltsamen Ausschreitungen als "antiukrainische Aktion". Die Proteste von Nationalisten seien "ein Stoss in den Rücken", kritisierte er in einer Fernsehansprache am Montagabend.

Russland kritisierte die Gewalt in der Ukraine. Kremlsprecher Dmitri Peskow verurteilte die Eskalation als "unannehmbar", meldete die Nachrichtenagentur Interfax. Zugleich habe er aber betont, dass es sich um eine innere Angelegenheit der Ukraine handle.

Aus dem Auswärtigen Amt in Berlin hiess es, das Geschehen vor dem Parlament in Kiew sei "in jede Hinsicht inakzeptabel - Gewalt gegen Beschlüsse eines demokratisch gewählten Parlaments umso mehr". Die Bundesregierung werte die Verfassungsreform als wichtigen Schritt für eine Umsetzung des Minsker Friedensplans.

Auch der Generalsekretär des Europarates, Thorbjorn Jagland, begrüsste das Abstimmungsergebnis im Parlament in Kiew. Zugleich verurteilte er die Ausschreitungen. "Der demokratische Prozess soll und darf nicht durch Gewalt und Extremismus zum Entgleisen gebracht werden", sagte er.

Hunderte Menschen waren nach der Abstimmung vor das Parlament gezogen. Die Demonstranten, von denen einige an den Kämpfen gegen die Separatisten teilgenommen hatten, warfen Pflastersteine, Flaschen und Rauchbomben auf die Polizei. Auch ein Sprengsatz detonierte. Die Sicherheitskräfte setzten Schlagstöcke und Tränengas ein./tjk/ast/ro/DP/stk

(AWP)

 

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19.08.2015 09:38
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Lebenserwartung

Die Länder mit der niedrigsten Lebenserwartung europaweit sind Kosovo, Russland und die Ukraine.

http://de.statista.com/themen/47/lebenserwartung/

 

Zu Russland habe ich es schon Mal gepostet: Minus 30 Prozent bis 2050

 

Wenn sich daran nichts ändert, wird das in vielen Bereichen spürbare Folgen haben. Ganz allgemein: Die Binnenwirtschaft wird bei Ländern mit schrumpfender Bevölkerung keine grosse Stütze sein.

 

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18.08.2015 11:42
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Ja ich meine also solange unsere Brüder und Schwestern Demokratieverbreiter von dort drüben gemäss unserer lieben Victoria Fakdi-Ihjuh 5 Milliarden in die Demokratie der Ukrainer gebuttert haben dann soll es der Kuckuck holen wenn der Einsatz der blekwohtr resp. akademi Jungs und der greystoun Spezialisten sich nicht lohnen sollte! Und schon Pech, dass die Menschheit doch noch nicht so verblödet ist, dass sie den Abschuss des malaysischen Flugzeugs auf gar keinen Fall Putin zuschreibt. Mehr Fluor in die Zahnpaste, mehr unterschwellige Hirnwäsche, wenn ich bitten darf! So wird aus der ersehnten Schürzenträger- Hegemonie gar nix! 

17.08.2015 15:37
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Ukraine: Verzweifelt gegen die Staatspleite

Not macht erfinderisch. Die Röntgenkamera lässt sich nicht mehr bewegen. Damit die Aufnahme gelingt, muss die Patientin klettern. Sie hat Glück, mit einem gebrochenen Bein wäre das schwierig. 33 Jahre alt ist das Gerät. Doktor Stepan Malaniuk verzweifelt regelmäßig daran.

»Wann ein neues Gerät kommt – tja das weiß niemand. Wir flickeln irgendwie die ganze Zeit daran rum. Nach Tagen, nach Monaten sagt man uns: "Kein Geld, kein Geld, kein Geld!" Ja, unsere Arbeitsbedingungen sind absurd. Wir machen Extremsport. Was soll ich noch sagen?«

Als Röntgenarzt verdient Malaniuk 80 Euro im Monat. Mit Galgenhumor erträgt er seine Arbeit. Aufnahmen von der Wirbelsäule – geht nicht; vom Beckenboden – auch nicht. Nicht mal die Milch als Kontrastmittel gibt der Staat dem Krankenhaus noch.

Stepan Malaniuk, Röntgenarzt, Krankenhaus Yavoriv:

»Wir haben deswegen Beschwerden geschrieben. Das brachte gar nichts. Uns wurde gesagt: "Seid dankbar dass Ihr noch Euer Gehalt habt." Und tschüss!«

Das Endoskop ist noch das modernste Gerät im Zentralkrankenhaus. Eine Spende der japanischen Regierung. Aber es kam nie vollständig an. Der Lieferant betrog das Krankenhaus. "Wir haben hier nichts", sagt Doktor Mykhailo Dmytriv später mit Wut im Bauch.

»Eine Computertomographie – das ist im Westen so normal wie eine Blutuntersuchung, aber für uns ein unerreichbarer Traum!«

Der Medizinschrank im Schwesternzimmer: leer. Schwerverletzte müssen auf Tragen über die Treppe transportiert werden. Einen Fahrstuhl gibt es nicht.

Ukrainer leben durchschnittlich elf Jahre weniger als andere Europäer. Die Bevölkerung schrumpft – und zwar dramatisch. Der Hauptgrund: Das schlechte Gesundheitssystem. Ineffizient und korrupt, sagt Mykhailo Dmytriv. Genau dagegen ging er doch auf den Maidan, demonstrierte, rettete Menschenleben.

Mykhailo Dmytriv:

»Die Ukraine ist desillusioniert. Bis die oberen Etagen nicht ausgewechselt sind, wird sich nichts verändern. Ein korrupter Manager wird niemals ehrlich werden.«

Nur ein paar Kilometer von der EU entfernt: Das Kohlebergwerk von Novovolynsk. Dreieinhalb Monate haben die Arbeiter keinen Lohn bekommen vom Staat. Die Stimmung: explosiv. Draußen versammeln sich die Kumpel, stimmen ab und fangen einen Streik an. "Wieso kauft der Staat Kohle aus Südafrika“, fragen sie sich, "und zahlt unsere Löhne nicht? Es ist absurd."

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http://www.daserste.de/information/politik-weltgeschehen/weltspiegel/sen...

 

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07.08.2015 08:26
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Die Ukraine steht finanziell am Abgrund
 

Die Ukraine kämpft wirtschaftlich und finanziell ums Überleben. Der Staatsbankrott könnte bereits nächste Woche Tatsache sein.

Kann sich das Land, das im Osten in einen militärischen Konflikt mit russlandfreundlichen Separatisten verwickelt ist, nicht in der kommenden Woche mit privaten Gläubigern einigen, droht die Staatspleite. Denn dann gerät ein mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) und internationalen Partnern geplantes Hilfspaket über etwa 40 Milliarden Dollar in Gefahr. Im Folgenden eine Übersicht:

Wirtschaftliche Lage

Die Wirtschaftsleistung brach im ersten Quartal um mehr als 17 Prozent ein. Für das Gesamtjahr rechnet der IWF mit Minus neun Prozent, deutlich mehr als noch im März. Der Kursverfall der Landeswährung und massive Steigerungen bei den staatlich regulierten Energiepreisen trieben die Jahresteuerung im April auf 61 Prozent hoch.

Hilfen des IWF

Derzeit läuft ein IWF-Hilfsprogramm im Volumen von 17,5 Milliarden Dollar. Davon sind kürzlich 1,7 Milliarden Dollar zur Auszahlung freigegeben worden, die gesamten Auszahlungen summieren sich auf 6,68 Milliarden Dollar. Der ukrainischen Regierung bescheinigt der IWF, bislang ihre Reformzusagen eingehalten und alles getan zu haben, um die Bedingungen für Hilfen zu erfüllen.

Die Hürden für das Land wurden zuletzt gesenkt. So soll die Inflationsrate bis Jahresende auf 46 Prozent sinken, ursprünglich war von 27 Prozent die Rede. Das Haushaltsdefizit des Zentralstaates soll 2015 bei 4,2 Prozent liegen, ohne Berücksichtigung der Schuldendienste soll die Ukraine einen Primärüberschuss von 1,1 Prozent erreichen. Die Schuldenquote soll bis Ende 2020 auf knapp 110 Prozent sinken - nach einem erwarteten Wert von fast 150 Prozent in diesem Jahr.

Gemeinsames Hilfskonzept von IWF und Partnern

Die IWF-Hilfen sollen Teil eines Pakets mit einem Gesamtvolumen von 40 Milliarden Dollar sein. Private Gläubiger, darunter viele Hedgefonds, sollen 15 Milliarden Dollar über einen Forderungsverzicht beisteuern. Der Rest soll von Ländern oder Ländergruppen kommen. So hat Deutschland eine Kreditbürgschaft von 500 Millionen Euro zugesagt, geflossen ist bisher nichts. Kommt von den Gläubigern nicht der erhoffte Betrag, um das Land wieder auf die Beine zu bringen, gerät das gesamte Hilfspaket in Gefahr - denn dann sind nach IWF-Berechnungen die Schulden nicht mehr tragfähig. Der Fonds könnte dann keine weiteren Hilfen mehr auszahlen.

Verschuldung im Ausland

Derzeit schuldet die Ukraine seinen Gläubigern insgesamt etwa 45,25 Milliarden Dollar. Auf Kreditgeber aus dem Ausland entfällt davon etwa die Hälfte. Sie liehen dem Staat knapp 20 Milliarden Dollar und Staatsunternehmen knapp 3,5 Milliarden Dollar. Ein Teil der ukrainische Anleihen ist im Besitz russischer Investoren.

Die ukrainische Regierung will die ausländischen Gläubiger zu einem Forderungsverzicht von 40 Prozent bewegen, den diese bisher aber verweigern. Immerhin bot nach Reuters-Informationen eine Gruppe um die US-Investmentfonds Franklin Templeton und T. Rowe Price, für die in der Ukraine zusammen etwa 8,9 Milliarden Dollar im Feuer stehen, zuletzt an, auf fünf Prozent ihrer Kreditsumme zu verzichten.

Dünne Finanzpuffer

Ende Juni lagen die Devisenreserven des Landes bei 10,3 Milliarden Dollar - das deckt 23 Prozent der kurzfristigen Schulden ab. Der IWF schätzt das als sehr wenig ein. Hinzu kommt eine Vereinbarung mit der Bank of China, die dem Land zusätzlich einen Puffer von etwa 2,4 Milliarden Dollar bis 2018 sichert.

(Reuters)

 

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21.07.2015 12:44
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Ultra-Nationalisten proben den Aufstand gegen Kiew

Der Ukraine droht ein neuer Konflikt, diesmal im Westen des Landes: Die Nationalisten-Garde "Rechter Sektor" verfasste ein Pamphlet, das einer Kriegserklärung an die Staatsmacht gleichkommt.

http://www.spiegel.de/forum/politik/rechter-sektor-der-ukraine-ultra-nat...

 

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10.07.2015 11:53
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Warum die Ukraine einen Schuldenerlass verdient

Die Ukraine ringt um eine Einigung mit ihren Kreditgebern. Die Regierung argumentiert, die Finanzprobleme des Landes seien zu erdrückend. Die privaten Gläubiger müssen nun ihren Beitrag leisten

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Der Energiemonopolist Naftogaz, früher ein Augiasstall illegaler Transaktionen, hat innerhalb eines Jahres das offenbar Unmögliche geschafft: nämlich die Ukraine für zumindest ein Jahr praktisch unabhängig von direkten Gaslieferungen aus Russland zu machen.

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Schuldenerlass

Nun müssen die privaten Gläubiger der Ukraine ihren Beitrag leisten, die wirtschaftliche und politische Situation des Landes zur Kenntnis nehmen und einem Schuldenerlass im Hinblick auf ihre Anleihen zustimmen. Weder die Wirtschaft der Ukraine – noch ihr politisches System – können sich eine andere Entscheidung der Gläubiger leisten.

http://www.handelszeitung.ch/politik/warum-die-ukraine-einen-schuldenerl...

 

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03.06.2015 14:03
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Ukraine: Spannungen im Donbass verschärfen sich

03.06.2015 13:26

DONEZK (awp international) - Mit neuen Kämpfen haben sich die Spannungen im ostukrainischen Kriegsgebiet massiv verschärft. Bei Artilleriebeschuss in der Stadt Jenakijewe nordöstlich von Donezk seien mindestens zwei Zivilisten getötet worden, sagten die prorussischen Aufständischen der Agentur Interfax zufolge. Separatistensprecher Eduard Bassurin machte regierungstreue Truppen für den Angriff verantwortlich.

Zudem habe die Ukraine die Wasserversorgung der Region Luhansk fast komplett eingestellt, teilte der Betrieb Luhanskwoda mit. Die Aufständischen und Russland werfen der Ukraine eine Wirtschaftsblockade des abtrünnigen Donbass vor.

Regierungschef Arseni Jazenjuk in Kiew beschuldigte die Separatisten, vor dem Gipfel sieben führender Wirtschaftsnationen am Wochenende auf Druck Russlands eine neue Offensive im Kriegsgebiet zu planen. Er rief die Gipfelteilnehmer auf, angemessen darauf zu reagieren.

Beide Konfliktparteien berichteten von gegenseitigem Beschuss an mehreren Orten im Donbass. Seit Beginn der Kämpfe im April 2014 sind in den Gebieten Donezk und Luhansk nach UN-Angaben mehr als 6400 Menschen ums Leben gekommen. Gegen eine seit Mitte Februar geltende Waffenruhe wird fast täglich verstossen./ast/tjk/DP/jha

(AWP)

 

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02.06.2015 23:06
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Forensische Auswertungen von Satellitenbildern bringen vergleichsweise wenig. Viel wichtiger wären:

- Auswertungsergebnisse der Flugschreiber

- Untersuchung der Trümmer (Art der Schrapnelle, Geschosse) die die MH17 vom Himmel geholt haben.

- Autopsie der Leichen

- Gesprächsprotokolle Kiev-MH17 (vom ukr. geheimdienst beschlagnahmt)

so lange diese Informationen nicht vorliegen und im Zusammenhang ausgewertet werden, sind jeglicher (Verschwörungs)-Theorie Tür und Tor geöffnet.

02.06.2015 16:00
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bellingcat

Bullish hat am 24.08.2014 - 19:16 folgendes geschrieben:

MarcusFabian hat am 14.08.2014 - 23:22 folgendes geschrieben:

Dann hätten die USA auch bessere Beweise als den - sorry, wenn ich das so sage - "läppischen" Hinweis auf soziale Medien wie Youtube, Instagramm oder Twitter.

Ein bisschen off-topic, aber alleine mit online Tools erfährt man eine Menge, hier ein schönes Beispiel bezüglich "Geolokalisierung":

https://bellingcat.com/resources/case-studies/2014/08/15/how-to-locate-a...

Jede Wette: jetzt wo bellingcat etwas für die Russen unvorteilhaftes aufdeckt, sind sie unseriös

 

MH17 – Forensic Analysis of Satellite Images Released by the Russian Ministry of Defence

https://www.bellingcat.com/news/uk-and-europe/2015/05/31/mh17-forensic-a...
 

 

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Benjamin Franklin

27.05.2015 17:48
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Ukraine plaziert Anleihen für rund eine Milliarde Dollar

 

Die finanziell angeschlagene Ukraine erhofft sich neue Einnahmen durch die Plazierung fünfjähriger Staatsanleihen. Rund eine Milliarde Dollar soll die Versteigerung der von der amerikanischen Regierung besicherten Anleihen einbringen.

 

it fünfjährigen Staatsanleihen im Gesamtwert von einer Milliarde Dollar (rund 915 Millionen Euro) hofft die finanziell schwer angeschlagene Ukraine auf dringend benötigte Einnahmen. Die Papiere seien am Mittwoch plaziert worden, teilte die Regierung in Kiew örtlichen Medien zufolge mit. Die Auszahlung der Hauptschuld und Zinsen werde von der amerikanischen Regierung garantiert, hieß es. Die Rendite übersteigt demnach diejenige von amerikanischen Staatsanleihen um 32 Basispunkte, was 0,32 Prozentpunkten entspricht.

Die Ex-Sowjetrepublik steckt weiter in ihrer schwersten Krise seit der Unabhängigkeit 1991. Sie wird besonders vom Krieg im Osten des Landes zwischen Regierungseinheiten und prorussischen Separatisten wirtschaftlich ausgezehrt. Auch Korruption ist verbreitet. Die Ukraine erhält unter anderem Kredite des Internationalen Währungsfonds (IWF).

Europas zweitgrößter Flächenstaat hatte im Mai 2014 erste Anleihen zu Garantien von den Vereinigten Staaten ebenfalls für eine Milliarde Dollar mit einer Laufzeit von fünf Jahren an den Markt gebracht. Die Rendite lag bei 1,844 Prozent im Jahr, 28 Basispunkte über der von amerikanischen Staatsanleihen.

 

 

weico

25.05.2015 16:42
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Medusa hat am 25.05.2015 - 13:39 folgendes geschrieben:

Das der Dritten Weltkrieg in den nächsten 3 Monaten ausbricht sollte dem dümmsten klar sein. Und der Anfang findet in der Ukraine statt.

..falls der 3.Weltkrieg aber NICHT in 3 Monaten ausbricht,ist auf jeden Fall klar ...wer dann der Dümmste ist. Bin schon Jetzt auf deine Ausreden gespannt... Angel

 

weico

25.05.2015 13:39
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Fairer Weise müsste man sagen, dass die Ukraine genau da steht wo sie die US Politik haben will.
Putin hatte schon mehrmals die Handgereicht.

Putin steht nun der US Politik im Wege, da bereits 25% des Erdöls und Erdgases in Rubel oder Rimini gehandelt werden und nicht mehr im Dollar. Hier einfach die Ukraine zu verstehen zu geben ist falsch, zur Ukrainepolitik gehört eben auch BRISC

Brasilien

Russland

Indien

Südafrika

China

Das der Dritten Weltkrieg in den nächsten 3 Monaten ausbricht sollte dem dümmsten klar sein. Und der Anfang findet in der Ukraine statt.

24.05.2015 18:46
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Krisenland Ukraine: Aus dem Nichts ins Nichts

 

Eindrückliche Grafiken,wie es um die Ukraine und ihre Währung steht..

 

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/ukraine-krise-wirtschaft-des-l...

 

 

weico

24.05.2015 17:22
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Ukraine stundet sich die SchuldenRussland will Geld aus Kiew zurück

 

Lange vor der heutigen Krise leiht Russland der Ukraine Milliarden. All dieses Geld will Moskau nun zurück. Kiew dagegen beschließt per Gesetz ein Moratorium für die Schulden. Premier Medwedew droht mit der "härtestmöglichen Haltung" Russlands.

 

Russland hat der Ukraine mit einer harten Gangart gedroht, sollte das hoch verschuldete Land seine finanziellen Verpflichtungen nicht erfüllen. Ministerpräsident Dmitri Medwedew sagte in einem Interview des russischen Fernsehens, man werde die nationalen Interessen verteidigen und die härtestmögliche Haltung einnehmen.

Hintergrund ist ein vom ukrainischen Parlament beschlossenes Gesetz, das ein Moratorium bei der Rückzahlung von Auslandsschulden ermöglicht. Konkret geht es um eine Summe von drei Milliarden Dollar, die Russland der Ukraine 2013 unter dem mittlerweile gestürzten Präsidenten Viktor Janukowitsch geliehen hatte.

 

Medwedew kritisierte das Gesetz als widersprüchlich. Eigentlich betreffe es private Schulden, sagte er. Zugleich deute die Führung in Kiew an, die Altschulden aus der Zeit Janukowitschs nicht begleichen zu wollen. Eine Weigerung werde auch für die Vereinbarungen zwischen der Ukraine und dem internationalen Währungsfonds Konsequenzen haben, sagte Medwedew mit Blick auf IWF-Regeln, nach denen Verpflichtungen gegenüber anderen Regierungen bedient werden müssen.

Das Parlament in Kiew hatte das Gesetz angesichts der ins Stocken geratenen Verhandlungen über eine Umschuldung im Umfang von 23 Milliarden Dollar verabschiedet. Die ukrainische Wirtschaft leidet an den Kosten des Aufstandes der Separatisten und den Folgen der Annexion der Krim durch Russland.

 

http://www.n-tv.de/politik/Russland-will-Geld-aus-Kiew-zurueck-article15...

 

 

 

Kiew bereitet ein Schulden-Moratorium vor. Das Land droht Gläubigern mit Zahlungsausfall. Betroffen sind auch EU-Gelder

 

Am Dienstag verabschiedete das Parlament in Kiew ein Gesetz, um Zahlungen an ausländische Gläubiger des hochverschuldeten Landes auszusetzen. Aktuell verhandelt die Regierung über die Umschuldung von 23 Milliarden Dollar, die das Land voraussichtlich nicht zurückzahlen wird. Mit dem nun verabschiedeten Gesetz schafft sich die ukrainische Regierung unter Arseni Jazenjuk und Petro Poroschenko die Möglichkeit, das Verhalten von bestimmten Geldgebern als "gewissenlos" einzustufen. Gleichzeitig forderte Ministerpräsident Jazenjuk weitere internationale Finanzhilfen.

 

Bomb

 

http://www.heise.de/tp/artikel/44/44993/1.html

 

 

 

 

weico

 

22.03.2015 09:21
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Ukraine bekommt Milliarden – und liefert nichts

 

Die Ukraine fordert vom Westen mehr Geld und bekommt es auch. Im Gegenzug verweigert Kiew Reformen – und kündigt schon mal an, dass die Schulden wahrscheinlich nicht beglichen werden können.

Es ist offenbar diese Hoffnung, die den IWF dazu bewogen hat, dem Land trotz seiner miserablen Reformbilanz einen Kredit in einer Höhe zu gewähren, von dem vergleichbare Staaten nur träumen können. Ab sofort ist die Ukraine hinter Portugal, Griechenland und Irland der viertgrößte IWF-Schuldner und sitzt auf 10,6 Prozent aller ausstehenden IWF-Kredite.

Offenbar zwingt die Geopolitik zu diesem großzügigen Manöver. Die hauseigene Finanzabteilung des IWF nämlich mahnt sehr wohl zur Vorsicht: Das Gelingen des Kreditprogramms hänge nicht nur von der Entwicklung des Konfliktes mit Russland in der Ostukraine ab, schreiben die Risikomanager: Mindestens so entscheidend sei, wie sich die ukrainischen Behörden verhalten.

 

http://www.welt.de/wirtschaft/article138638650/Ukraine-bekommt-Milliarde...

 

 

 

weico

25.02.2015 08:25
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Ukraine: Krise lässt Mindestlohn unter Niveau von Ghana fallen

25.02.2015 06:59



KIEW (awp international) - Nach einem massiven Wertverlust der Landeswährung Griwna ist der Mindestlohn in der krisengeschüttelten Ukraine unter den Wert von Armutsstaaten etwa in Afrika oder Asien gefallen. Ein Arbeiter in der Ukraine habe derzeit noch Anspruch auf umgerechnet 42,9 US-Dollar (1218 Griwna) im Monat, berichtete der Fernsehsender Ukraina.

Zum Vergleich: Menschen in Bangladesch, Ghana oder Sambia verdienen mit 46,6 US-Dollar derzeit statistisch mehr als die Einwohner des zweitgrössten Landes in Europa. Die Ukraine wird derzeit von einem Krieg gegen prorussische Separatisten im Ostteil ausgezehrt. Kritiker beklagen auch ausufernde Korruption und schleppende Reformen in Kiew.

Seit dem Sturz von Präsident Viktor Janukowitsch nach prowestlichen Massenprotesten vor einem Jahr hat die Landeswährung über 70 Prozent an Wert verloren. Zu Sowjetzeiten galt die Ukraine als eine der wohlhabendsten Regionen der dann 1991 zerfallenen UdSSR. Das Land war damals vor allem ein Zentrum des Maschinenbaus und eine Kornkammer./ast/wo/DP/zb

(AWP)

 

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11.02.2015 15:32
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Ukrainische Griwna fällt auf historischen Tiefststand

11.02.2015 15:02



KIEW (awp international) - Die ukrainische Landeswährung Griwna ist auf einen historischen Tiefstand im Vergleich zu Euro und Dollar gefallen. Für einen Euro legte die Zentralbank der krisengeschüttelten Ex-Sowjetrepublik in Kiew am Mittwoch einen Wechselkurs von 28,87 Griwna fest, ein Dollar kostete 25,55 Griwna. Seit dem Sturz von Präsident Viktor Janukowitsch im Februar 2014 hat die Griwna um mehr als 60 Prozent abgewertet. Die Devisenreserven der Ukraine sanken im Januar zudem auf ein Rekordtief von 6,42 Milliarden Dollar.

Regierungschef Arseni Jazenjuk sagte, er hoffe, innerhalb von 48 Stunden die Verhandlungen über neue Finanzhilfen des Internationalen Währungsfonds (IWF) abzuschliessen. Die Ukraine steht am Rande eines Staatsbankrotts und erhält bereits Milliardenkredite des IWF. Finanzministerin Natalia Jaresko zufolge könnte bereits von März an frisches Geld fliessen./ast/tjk/DP/das

(AWP)

 

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02.02.2015 18:51
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Ukrainische Armee steckt nahe Donezk in der Falle

 

Separatisten versuchen, die strategisch wichtige Stadt Debalzewo bei Donezk einzunehmen. Angeblich sollen Tausende ukrainische Soldaten eingekesselt sein. Prorussische Kräfte fordern Kapitulation.

 

 

In den ukrainischen Medien gehen die Meinungen über die Lage an der Front auseinander. Der Fernsehsender 5. Kanal, der Präsident Petro Poroschenko gehört, verkündet Durchhalteparolen: "Unsere Artillerie ist die beste." Die Zeitung "Segodnja", die dem aus Donezk stammenden Oligarchen Rinat Achmetow gehört, berichtet hauptsächlich über zivile Opfer des Krieges. Fast alle Medien berichten jedoch regierungsfreundlich. Informationen, die vom Militär verbreitet werden, sind jedoch schwer zu überprüfen und werden von beiden Seiten zur Propaganda genutzt.

Sollte Debalzewo in die Hände der Separatisten fallen, wäre das für Kiew eine empfindliche Niederlage und für Präsident Poroschenko ein schweren Rückschlag.

Unterdessen wurde bekannt, dass die USA nun offenbar Waffenlieferungen an die Ukraine erwägen. US-Außenminister John Kerry und US-Generalstabschef Martin Dempsey seien bereit, darüber zu sprechen, berichtete die "New York Times" unter Berufung auf Regierungsvertreter. Auch die Sicherheitsberaterin von Präsident Barack Obama, Susan Rice, könnte möglicherweise überzeugt werden, ihren Widerstand gegen die Bereitstellung von Waffen aufzugeben.

Ein am Wochenende veröffentlichter Bericht, den die Thinktanks Atlantic Council, Brookings Institution und der Chicago Council on Global Affairs gemeinsam verfasst haben, empfiehlt, der Ukraine unter anderem Defensivwaffen, Spähdrohnen und Panzerabwehrraketen im Wert von drei Milliarden Dollar (2,65 Milliarden Euro) zur Verfügung zu stellen.

 

http://www.welt.de/politik/ausland/article137036698/Ukrainische-Armee-st...

 

 

weico

 

 

 

31.01.2015 13:00
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ARTE Reportage

 

Ukraine: Die neuen Herren im Donbass

 

Samstag, 31. Januar um 17:05 Uhr (52 Min.)

 

1) Ukraine: Die neuen Herren im Donbass

Die Region Donbass an der russischen Grenze liegt so weit entfernt von der EU wie kein anderer Landstrich in der Ukraine. Keiner hier hat die ukrainische Revolte anerkannt, ganz im Gegenteil streben sie hier wie immer schon in Richtung Osten nach Russland und nicht westlich in die EU. Deshalb riefen sie auch eigene Wahlen aus und erklärten ihre Unabhängigkeit von der Ukraine.

Seitdem herrscht hier Bürgerkrieg, Rebellen gegen Armee – die Ukrainer wollen nach der Krim nicht noch eine Region verlieren und sich damit wirtschaftlich noch weiter schwächen lassen. In weniger als einem Jahr starben beinahe 5000 Menschen in diesem bewaffneten Konflikt.

Die Donbass-Rebellen haben keinen Anführer, der sie alle einen könnte, stattdessen regieren hier irgendwelche Politiker wie Marionetten an unsichtbaren Fäden oder selbst ernannte Kriegsherren. Vormals verdienten sie ihr Geld als Sportler, Sänger oder Geschäftsmann, heute sind sie Abgeordneter, Polizeichef oder Bataillonskommandeur. Die ARTE-Reporter stellen diese neuen Herren des Donbass vor.

http://www.arte.tv/guide/de/030273-502/arte-reportage

 

weico

30.01.2015 16:38
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Ukraine-Konflikt: Poroschenko will Massenflucht von Reservisten stoppen

 

Seitdem die Ukraine mit der Bewaffnung von Reservisten begonnen hat, verlassen viele Männer das Land. Nun will Präsident Petro Poroschenko die Ausreisebedingungen für die Einberufenen verschärfen.

 

Wegen der Flucht vieler Ukrainer vor einer Mobilmachung hat Präsident Petro Poroschenko die Regierung angewiesen, die Ausreisebedingungen für einberufene Männer zu verschärfen. Zudem soll die Führung in Kiew die Rotation der Einheiten im Donbass verbessern. Das teilte das Präsidialamt mit.

 

 

Unter anderem dürfte die Regierung festlegen, wie lange Soldaten an der Front dienen sollen. Im Kampf gegen Separatisten hatte die Regierung in Kiew vor wenigen Tagen mit der Bewaffnung von etwa 100.000 Reservisten begonnen. Seitdem flohen zahlreiche Einberufene in benachbarte EU-Staaten oder nach Russland.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/ukraine-poroschenko-will-massenflu...

 

 

weico

27.01.2015 08:30
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Ukraine: Rufe nach härteren Sanktionen gegen Russland werden lauter

27.01.2015 06:33



BERLIN (awp international) - Nach dem Raketenbeschuss der ukrainischen Hafenstadt Mariupol mit mindestens 30 Toten mehren sich die Rufe nach einer härteren Haltung gegenüber Russland. Falls die Regierung in Moskau nicht an einer politischen Lösung des Konflikts ohne weiteres Blutvergiessen mitwirke, müsse eine Intensivierung der Sanktionen "in Erwägung gezogen" werden, sagte der rumänische Präsident Klaus Iohannis. Auch in der Bundesregierung wächst die Bereitschaft zu neuen Zwangsmassnahmen.

Aussenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) warnte die prorussischen Separatisten vor weiteren Angriffen. "Das wäre eine qualitative Veränderung der Situation, die uns reagieren lassen muss." Die EU-Aussenminister treffen sich wegen der neuen Gewalt im Osten der Ukraine am Donnerstag in Brüssel zu einer Sondersitzung. Erneut appellierte Steinmeier an Kiew und Moskau, den Vereinbarungen für eine Pufferzone ohne schwere Waffen zur Umsetzung zu verhelfen.

Der russische Präsident Wladimir Putin kritisierte die ukrainische Regierung in Telefonaten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Sonntag und dem französischen Staatschef François Hollande am Montag erneut scharf, wie der Kreml mitteilte. Die Führung in Kiew wolle die Region Donbass gewaltsam unterdrücken, sagte Putin demnach. Die gross angelegten Kampfhandlungen von Regierungstruppen hätten die Lage in der Südostukraine "katastrophal verschlimmert". Nötig sei aber ein politischer Dialog zwischen Kiew und den abtrünnigen "Volksrepubliken", um weiteres Blutvergiessen zu verhindern.

Putin bezeichnete die ukrainische Armee in ihrem Kampf gegen prorussische Separatisten als Fremdenlegion der Nato. Die Regierungseinheiten würden keinesfalls nationale Interessen verfolgen, sagte er in St. Petersburg. "Sie streben vor allem das geopolitische Ziel an, Russland einzudämmen." Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg wies dies zurück. "Die ausländischen Streitkräfte in der Ukraine sind russisch", sagte er in Brüssel.

In Mariupol wurden mehrere Opfer des Raketenbeschusses beigesetzt. Die Lage sei ruhig, hiess es am Montagabend. Nach Angaben der Separatisten beschoss die ukrainische Armee die Grossstadt Donezk mit Raketen. Es habe keine Opfer gegeben. Von ukrainischer Seite gab es für den Angriff zunächst keine Bestätigung.

Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) zog eine ernüchternde Bilanz ihres Einsatzes im Bürgerkriegsgebiet. "Es ist schon fast eine Blauhelm-Mission, die wir dort übernommen haben - ohne dass wir dafür ausgerüstet wären", sagte OSZE-Generalsekretär Lamberto Zannier der Tageszeitung "Die Welt" (Dienstag). Er warf den Rebellen Blockaden vor. Sie liessen die OSZE-Beobachter "oft nur dorthin, wo sie uns haben möchten", sagte Zannier. "Damit riskieren wir, dass unsere Mission als Propaganda-Instrument missbraucht wird."

Die ukrainische Führung erklärte in den Separatistengebieten Donezk und Lugansk formell eine Notstandssituation. Alle Behörden landesweit seien in erhöhte Bereitschaft versetzt worden, sagte Ministerpräsident Arseni Jazenjuk./ast/wo/tjk/cs/mt/kl/bvi/DP/stk

(AWP)

 

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25.01.2015 18:05
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Was haben Amerikanische Soldaten in Mariupol zu suchen?

https://www.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&v=jW1JdOXdJkU&x-...

Wahrscheinlich sind sie deshalb dort :mosking:

https://www.youtube.com/watch?v=U_9cb37090A

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Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier.

20.01.2015 08:41
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Ukraine: Kämpfe um den Flughafen Donezk - Neue Teilmobilmachung

20.01.2015 06:40



KIEW (awp international) - Der Flughafen der Rebellenhochburg Donezk ist zum "heissesten Brennpunkt" der Ostukraine geworden. Dennoch sei am Montagabend nach einem blutigen Kampftag eine "gewisse Entspannung" erkennbar geworden, berichteten russische Medien. Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko verteidigte die neueste Militäroffensive gegen die Separatisten. Die Armee habe im Krisengebiet Donbass auf Angriffe der moskautreuen Aufständischen reagieren müssen, sagte der prowestliche Staatschef bei einem Treffen mit der polnischen Ministerpräsidentin Ewa Kopacz in Kiew. Dennoch halte er eine politische Lösung des schweren Konflikts weiter für möglich.

Später am Abend warb Poroschenko in Zürich für mehr westliche Hilfe. Er sei überzeugt, dass Europa und die Welt sicherer werden, wenn die Ukraine in ihrem Kampf gegen Russland unterstützt wird. Er sei ein Präsident des Friedens und nicht des Krieges und kämpfe für Werte wie Freiheit, Demokratie und Toleranz, sagte er nach Angaben der Agentur SDA. Diese für Europa zentralen Werte seien durch den Krieg bedroht. Deshalb sei die Unterstützung so wichtig - wichtig für Europa, aber auch für die Ukraine, die sich mitten in einem Transformationsprozess befinde. Diesen Prozess, der die Ukraine an Europa heranführe, wolle Russland unterbinden, sagte Poroschenko weiter.

An diesem Dienstag sollen zusätzliche 50 000 Ukrainer bei einer Teilmobilmachung bewaffnet werden. Russland und die Separatisten kritisieren den Schritt scharf. Beobachter fürchten eine weitere Eskalation der Lage. Zuvor schon hatte Verteidigungsminister Stepan Poltorak angekündigt, dass in diesem Jahr bis zu 104 000 Ukrainer mobilisiert werden könnten.

Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) forderte die Konfliktparteien zu einem sofortigen Ende der Kämpfe auf. Die Lage habe sich besonders durch Kämpfe um den strategisch wichtigen Flughafen der Grossstadt Donezk verschlechtert, hiess es.

Regierungstruppen und Separatisten beanspruchen das stark zerstörte Areal für sich. Das Militär hatte den Befehl erhalten, den seit Monaten umkämpften und weitgehend zerstörten Flughafen zu verteidigen.

Bei neuen Kämpfen in der Ostukraine seien innerhalb von 24 Stunden mehr als 23 Menschen getötet und mindestens 150 verletzt worden, hiess es. In der vergangenen Woche seien rund 300 Separatisten getötet worden, behauptete der Berater des Innenministers, Anton Geraschtschenko, nach Agenturberichten./wo/mau/DP/zb

(AWP)

 

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05.12.2014 12:47
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Wo die Ukraine West-Anschluss findet

Lwiw – das ehemalige Lemberg – steht modellhaft für eine Ukraine, die sich nach Westen orientiert. Unter dem engagierten Bürgermeister Sadowi hat sich die Stadt erfolgreich entwickelt. Man kämpft für die notwendige Dezentralisierung der Ukraine.

http://www.nzz.ch/wirtschaft/wo-die-ukraine-anschluss-an-den-westen-find...

 

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03.12.2014 12:59
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Ukrainischer Regierungschef verlangt Aufklärung über AKW-Panne

03.12.2014 12:41



Kiew (awp/sda/dpa/reu) - Nach einer Panne im ukrainischen Atomkraftwerk Saporoschje hat Regierungschef Arseni Jazenjuk örtlichen Medien zufolge Aufklärung von Energieminister Wladimir Demtschischin gefordert. Dieser solle Auskunft darüber geben, welche Folgen der technische Defekt habe.

Die AKW-Leitung hatte von einer Abschaltung des dritten Blocks am 28. November berichtet. Erhöhte Radioaktivität sei nicht gemessen worden, hiess es.

Saporoschje gilt als leistungsstärkstes Kernkraftwerk Europas und liegt rund 570 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Kiew. Die Anlage war 1984 in Betrieb genommen worden.

Von dem Störfall gehe keine Gefahr aus, sagte Energieminister Demtschischin am Mittwoch. "Es gibt keine Probleme mit den Reaktoren." Bis Freitag würden die Probleme behoben werden.

(AWP)

 

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29.11.2014 12:15
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ZDF: Neues aus der Anstalt:

Herrliche Zusammenfassung über die deutsche Berichterstattung zum Ukrainekonflikt ab Minute 10:30

https://www.youtube.com/watch?v=IhfzqClXQxU&feature=player_detailpage#t=633

23.11.2014 12:40
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Neue Satellitenaufnahmen (angeblich aus US- oder GB-Quelle) sollen den Abschuss der MH-17 durch ein Kampfflugzeug beweisen:

 

 

http://www.express.co.uk/news/uk/535713/Moment-MH17-shot-down-over-Ukrai...

https://www.youtube.com/watch?v=jrEg0yBxC9s

Sind die Bilder ein fake?

Russische Experten meinen: Nein.

Bellincat meint: Ja. Und führt dabei sehr gute Argumente an.

 

21.11.2014 12:58
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Separatisten bestätigen russische Finanzierung

Moskau hat die prorussischen Rebellen in der Ostukraine mit viel Geld unterstützt. Dies bestätigt der Verwaltungschef der Region Donezk.

http://www.20min.ch/ausland/news/story/Separatisten-bestaetigen-russisch...

 

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Benjamin Franklin

18.11.2014 20:03
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Das Ukrainische Gold ist fast vollständig weg!

Details im Gold-Thread: http://www.cash.ch/comment/588579#comment-588579

 

17.11.2014 12:13
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weico hat am 05.11.2014 - 16:51 folgendes geschrieben:

Druck auf Separatisten: Kiew kappt Sozialhilfe für Bürger in der Ostukraine

 

Na Toll!
Das dürfte die Gewaltbereitschaft wohl eher erhöhen als senken. Tenor: "Wir wollen möglichst schnell zu Russland, da verhungern wir wenigstens nicht."

Erinnert ein bisschen an die Entstehung von ISIS: Die Türken schliessen den Atatürk-Staudamm, lassen zu wenig Wasser den Euphrat runter fliessen, und die Welt ist völlig erstaunt, dass sich die durstigen Menschen im Euphrat-Gebiet radikalen Elementen anschliessen.

 

05.11.2014 16:51
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Druck auf Separatisten: Kiew kappt Sozialhilfe für Bürger in der Ostukraine

 

Die Regierung in Kiew will den Menschen in der umkämpften Ostukraine keine Sozialleistungen mehr zahlen, solange die Gebiete von Separatisten kontrolliert werden. Gas und Strom soll es hingegen weiter geben.

 

http://www.spiegel.de/politik/ausland/ukraine-konflikt-kiew-will-keine-s...

 

 

weico

31.10.2014 08:30
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Ukraine und Russland haben Gas-Abkommen
 

Nach monatelangen Verhandlungen haben die Ukraine und Russland am Donnerstagabend eine Einigung im Gasstreit erzielt.

Die Energieminister beider Länder sowie die Chefs der Versorger Gazprom und Naftogaz unterzeichneten gemeinsam mit EU-Energiekommissar Günther Oettinger in Brüssel zwei entsprechende Abkommen. "Wir können den Bürgern Europas heute sagen: die Versorgungssicherheit ist gewahrt", sagte Oettinger. Die Verhandlungen seien hart, aber sachorientiert gewesen.

"Wir haben in kriegsähnlichen Zuständen klug gehandelt", erklärte der deutsche CDU-Politiker, der die Verhandlungen im Auftrag der EU geleitet hatte und als Energiekommissar nur noch bis Freitagabend amtiert. Oettinger unterstrich, dass die EU weder für die Altschulden noch für künftige Gasbestellungen der Ukraine Garantien übernehme.

Nach seinen Angaben zahlt die ukrainische Naftogaz in den kommenden Tagen 1,45 Milliarden Dollar, um die offenen Rechnungen bei Gazprom zu begleichen. Bis Jahresende zahle die Ukraine Altschulden von insgesamt 3,1 Milliarden Dollar.

Im Gegenzug werde Russland die Zölle auf Gasimporte in die Ukraine um 100 Dollar je 1000 Kubikmeter senken. Nach Angaben des ukrainischen Ministers Juri Prodan zahlt sein Land bis Jahresende 378 Dollar pro 1000 Kubikmeter, im ersten Quartal 2015 dann 365 Dollar.

Oettinger erklärte weiter, dass die Ukraine die Option habe, Gasmengen nach ihrem Bedarf zu bestellen. Diese müsse sie gegen Vorkasse zahlen. Die Ukraine sei auch dank der Hilfsprogramme von IWF und EU in der Lage, Bestellungen von mindestens vier Milliarden Kubikmeter zu bezahlen.

(SDA)

 

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30.10.2014 17:50
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Wirtschaft der Ukraine bricht im dritten Quartal ein

30.10.2014 16:09



Kiew (awp/sda/reu) - Der Ukraine kommt der Konflikt mit prorussischen Separatisten teuer zu stehen. Das Bruttoinlandsprodukt brach im dritten Quartal verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um 5,1 Prozent ein, wie das Statistikamt am Donnerstag in Kiew mitteilte.

Im Frühjahr hatte es bereits einen Rückgang um 4,6 Prozent gegeben. Die Weltbank rechnet für 2014 sogar mit einem Rückgang der Wirtschaftsleistung um acht Prozent. Sie erwartet erst für 2016 eine Rückkehr zu Wachstum.

Dem Land macht die Auseinandersetzung mit den prorussischen Separatisten im Osten zu schaffen. Dort sind nach Angaben von Präsident Petro Poroschenko etwa 50 Prozent der industriellen Infrastruktur zerstört worden.

(AWP)

 

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25.10.2014 21:19
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Nebukadnezar hat am 25.10.2014 - 15:41 folgendes geschrieben:

Doku über den Absturz oder Abschuss der MH-17.

Ich habe immer moniert, dass solche Ereignisse all zu schnell aus dem Fokus der Menschen verschwinden und jeder irgend wann aufgibt, nach den Antworten auf unbeantwortete Fragen zu suchen.

Die "Antworten", die wir bisher darauf erhalten haben, vermögen uns nämlich keinesfalls zu befriedigen. Antworten wie:

* Die Tondokumente sind nicht mehr verfügbar weil vom ukrainischen Geheimdienst beschlagnahmt.
* Die Black-Boxes werden von GB und NL untersucht. Seither hört man nichts mehr davon.
* "Die Russen waren es." Alles andere ist unwichtig. Ob das stimmt oder nicht ist irrelevant. Wir (im Westen) haben deshalb schon sehr zeitnah und bar jeglicher Beweise Sanktionen gegen Russland verhängt.

 

Danke deshalb, dass Du das Thema "am Leben" hältst. Good

25.10.2014 15:41
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Doku über den Absturz oder Abschuss der MH-17. Besonders Interessant die Aussagen über die Manipulation der Flughöhenangaben der SU-25, ab Min. 12.

http://rt.com/shows/documentary/197540-mh-17-crash-ukraine/

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Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier.

12.10.2014 10:32
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Ben
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Eilmeldung

Putin ordnet Abzug der Truppen von der ukrainischen Grenze an. Er kommt einer Forderung des Westens und der Ukraine nach um die Situation zu entschärfen.

Quelle: N24 10:31 

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