Ukraine

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Lebenserwartung

Die Länder mit der niedrigsten Lebenserwartung europaweit sind Kosovo, Russland und die Ukraine.

http://de.statista.com/themen/47/lebenserwartung/

 

Zu Russland habe ich es schon Mal gepostet: Minus 30 Prozent bis 2050

 

Wenn sich daran nichts ändert, wird das in vielen Bereichen spürbare Folgen haben. Ganz allgemein: Die Binnenwirtschaft wird bei Ländern mit schrumpfender Bevölkerung keine grosse Stütze sein.

 

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Nach Gewalt in Kiew - Neuer Anlauf für Waffenruhe in Ukraine

01.09.2015 06:33

KIEW (awp international) - In der Ukraine soll ein neuer Anlauf für ein Ende des Blutvergiessens gemacht werden. Mehr als sechs Monate nach den Minsker Friedensverhandlungen wollen die Konfliktparteien am Dienstag im Kriegsgebiet Donbass eine Feuerpause beginnen. Darauf haben sich Vertreter der prorussischen Aufständischen und der prowestlichen Regierung in Kiew geeinigt. Diese soll einen gewaltfreien Beginn des Schuljahres ermöglichen. Die Separatisten bekräftigten, sie wollten die Waffenruhe auf jeden Fall umsetzen. Frühere Vereinbarungen dieser Art wurden jedoch nicht eingehalten.

Der Widerstand in Teilen der ukrainischen Gesellschaft gegen jegliches Zugeständnisse an die Separatisten führt jedoch am Montag zu gewaltsamen Protesten. Bei einer Demonstration von Nationalisten vor dem Parlament in Kiew gegen eine Verfassungsänderung für mehr Autonomie im Donbass starb ein Polizist, mindestens 125 weitere Menschen wurden verletzt.

Die Reform, die in erster Lesung angenommen wurde, öffnet den prorussischen Separatisten im Kriegsgebiet Donbass das Tor zu mehr Autonomie. Nationalisten sehen darin eine schleichende Aufgabe ukrainischen Territoriums. Mehr Autonomie für den Donbass ist aber Teil des Minsker Friedensplans vom Februar.

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko verurteilte die gewaltsamen Ausschreitungen als "antiukrainische Aktion". Die Proteste von Nationalisten seien "ein Stoss in den Rücken", kritisierte er in einer Fernsehansprache am Montagabend.

Russland kritisierte die Gewalt in der Ukraine. Kremlsprecher Dmitri Peskow verurteilte die Eskalation als "unannehmbar", meldete die Nachrichtenagentur Interfax. Zugleich habe er aber betont, dass es sich um eine innere Angelegenheit der Ukraine handle.

Aus dem Auswärtigen Amt in Berlin hiess es, das Geschehen vor dem Parlament in Kiew sei "in jede Hinsicht inakzeptabel - Gewalt gegen Beschlüsse eines demokratisch gewählten Parlaments umso mehr". Die Bundesregierung werte die Verfassungsreform als wichtigen Schritt für eine Umsetzung des Minsker Friedensplans.

Auch der Generalsekretär des Europarates, Thorbjorn Jagland, begrüsste das Abstimmungsergebnis im Parlament in Kiew. Zugleich verurteilte er die Ausschreitungen. "Der demokratische Prozess soll und darf nicht durch Gewalt und Extremismus zum Entgleisen gebracht werden", sagte er.

Hunderte Menschen waren nach der Abstimmung vor das Parlament gezogen. Die Demonstranten, von denen einige an den Kämpfen gegen die Separatisten teilgenommen hatten, warfen Pflastersteine, Flaschen und Rauchbomben auf die Polizei. Auch ein Sprengsatz detonierte. Die Sicherheitskräfte setzten Schlagstöcke und Tränengas ein./tjk/ast/ro/DP/stk

(AWP)

 

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Ukraine mit wirtschaftlichen Fortschritten
 

Der Internationale Währungsfonds sieht wirtschaftliche Fortschritte in der Ukraine und hat das Land dafür gelobt.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) sieht wirtschaftliche Fortschritte in der Ukraine und hat das Land dafür gelobt. Die Ukraine habe die Welt mit dieser Entwicklung überrascht, sagte IWF-Chefin Christine Lagarde am Sonntag in Kiew bei einem Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko. Die Maßnahmen der Regierung hätten dazu geführt, dass es so aussehe, als ob das Land "die Kurve kriege".

Lagarde forderte zudem erneut alle Gläubiger auf, die jüngst ausgehandelten Schuldenerleichterungen für die Ukraine mitzutragen. Dabei hatten sich die wichtigsten Geldgeber unter anderem zu einem Forderungsverzicht von 20 Prozent bereiterklärt. Die Umstrukturierung der Schulden in Höhe von 18 Milliarden Dollar soll bis Ende Oktober abgeschlossen sein. Russland fordert indes die volle Rückzahlung seiner verliehenen drei Milliarden Dollar.

(Reuters)

 

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Putin macht Ernst und setzt Freihandel mit Ukraine aus

Die wirtschaftliche Partnerschaft der Ukraine mit der EU ist dem russischen Präsidenten ein Dorn im Auge. Jetzt macht Putin Ernst und setzt den Freihandel mit der Ukraine aus. Gibt es noch eine letzte Chance zur Lösung des Streits?

Russland macht im Kampf gegen das Freihandelsabkommen zwischen der Europäischen Union und der Ukraine Ernst. Als Reaktion auf eine wirtschaftliche Partnerschaft der Ukraine mit der EU setzt Russland zum 1. Januar seinerseits den Freihandel mit dem Nachbarland aus. Präsident Wladimir Putin unterzeichnete am Mittwochabend in Moskau einen entsprechenden Erlass.

Russland begründet den Schritt mit Sorgen um die Wettbewerbsfähigkeit heimischer Hersteller, wenn ein Partnerschaftsabkommen Kiews mit Brüssel zum Jahresbeginn in Kraft tritt. Dieses Abkommen könne Nachteile schaffen, weil zollfreie EU-Importe über die Ukraine auch nach Russland gelangen könnten, argumentiert der Kreml. Die EU-Kommission hält diese Besorgnis für unbegründet.

„Wir sind bereit, diesen Preis zu bezahlen“

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko zeigte sich am Mittwochabend unbeeindruckt von den Ankündigungen Moskaus. „Die Ukraine ist sich über den zu erwartenden Schaden für die ukrainische Wirtschaft im Klaren“, sagte er am Rande eines Treffens mit Spitzenvertretern der EU in Brüssel. „Aber wir sind bereit, diesen Preis für unsere Freiheit und für unsere Entscheidung für Europa zu zahlen.“

Die EU sicherte Poroschenko Unterstützung zu. „Wenn die Ukraine auf dem Reformweg bleibt, steht die EU-Kommission an der Seite der Ukraine. Wir werden das Land weiter so unterstützen, dass es seinen internationalen Verpflichtungen nachkommen kann“, sagte EU-Kommissionspräsident Juncker. EU-Ratspräsident Tusk kommentierte: „Wir werden sicherstellen, dass das vertiefte und umfassende Freihandelsabkommen am 1. Januar so reibungslos wie möglich in Kraft tritt.“

Ursprünglich hätte das Abkommen zwischen Brüssel und Kiew im November 2014 in Kraft treten sollen. Wegen der russischen Bedenken war der Termin verschoben worden. Putins Schritt war erwartet worden. Die Regierung in Kiew hatte schon im November eine ähnliche eigene Reaktion angekündigt, sollte Russland den Freihandel aussetzen.

Krisentreffen am 21. Dezember

Für den 21. Dezember ist in Brüssel ein weiteres Krisentreffen mit den zuständigen Ministern aus Moskau und Kiew geplant. EU-Diplomaten erwarteten zuletzt aber nicht mehr, dass es zu einer Beilegung des Handelskonfliktes kommt. Juncker bezeichnete das Ministertreffen am Mittwochabend als „letzte Chance“.

Wegen Moskaus Annexion der Halbinsel Krim und des Krieges in der Ostukraine war der Handel mit Russland in den ersten zehn Monaten 2015 auf ein Drittel des Niveaus von 2013 eingebrochen. Die EU ist der wichtigste Handelspartner der Ukraine, aber Russland war weiterhin der bedeutendste Einzelexportmarkt vor der Türkei, China und Ägypten.

ww.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/russland-putin-macht-ernst-und-setzt-freihandel-mit-ukraine-aus-13970744.html

 

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Ukraine steuert im Streit mit Russland auf Zahlungsausfall zu
18.12.2015 12:52

FRANKFURT (awp international) - In der Auseinandersetzung mit Russland um ausstehende Forderungen in Milliardenhöhe steuert die Ukraine offenbar auf einen Zahlungsausfall zu. Der ukrainische Ministerpräsident Arseni Jazenjuk kündigte am Freitag in Kiew ein Moratorium auf von Russland gewährte Anleihen im Volumen von drei Milliarden US-Dollar (rund 2,8 Milliarden Euro) an.

Zahltag ist am Sonntag. Dann wird sich zeigen, ob es tatsächlich zum Zahlungsausfall kommt. Überraschend käme er nicht. Bereits vor Wochen hatte die ukrainische Regierung angekündigt, die Forderungen Russlands nicht in vollem Umfang zu bedienen. Moskau hatte daraufhin angekündigt, rechtliche Schritte einzuleiten. Versuche, eine Einigung zu finden, sind offenbar gescheitert. Ein Zahlungsausfall am 20. Dezember ist damit wahrscheinlich.

Moskau hatte der Ukraine vorgeschlagen, die drei Milliarden Dollar gestreckt auf drei Jahre zurückzuzahlen. Der ukrainische Regierungschef Arseni Jazenjuk erteilte dem allerdings eine Absage. Die Ukraine will, dass sich Russland an einem Schuldenschnitt beteiligt, auf den sich die ukrainische Führung mit anderen Gläubigern geeinigt hatte./tos/bgf

(AWP)

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MarcusFabian
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Elias hat am 17.12.2015 - 08:26 folgendes geschrieben:

„Wir sind bereit, diesen Preis zu bezahlen“

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko zeigte sich am Mittwochabend unbeeindruckt von den Ankündigungen Moskaus. „Die Ukraine ist sich über den zu erwartenden Schaden für die ukrainische Wirtschaft im Klaren“, sagte er am Rande eines Treffens mit Spitzenvertretern der EU in Brüssel. „Aber wir sind bereit, diesen Preis für unsere Freiheit und für unsere Entscheidung für Europa zu zahlen.“

Das könnte für die Ukraine ein fataler Entscheid sein, begibt sie sich doch in Abhängigkeit von Europa.

Die Ukraine teilt 80% ihrer Grenze mit Russland, das naturgemäss der wichtigste Handelspartner ist.

Die EU (bzw. NATO) hat Interesse an der Ukraine. Deshalb bietet sie ein besseres Angebot um die Ukraine auf ihre Seite und weg von Russland zu locken. So weit so gut.
Wenn die Ukraine dereinst nicht mehr im Fokus der NATO steht, wird die EU die Ukraine fallen lassen. Dann fallen diese Hilfsgelder aus. Die Ukraine teilt aber nach wie vor noch 80% ihrer Grenze mit Russland. Und dann?

 

Elias
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MarcusFabian hat am 20.12.2015 - 19:24 folgendes geschrieben:

Die Ukraine teilt 80% ihrer Grenze mit Russland, das naturgemäss der wichtigste Handelspartner ist.

80%?....Ein Blick auf die Landkarte....

Japan, England oder Island teilen ihre Grenzen mit dem Meer auf. Südkorea grenzt an Nord Korea

Die (wirtschaftliche) Sonne geht im Westen auf.

 

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Keine Einigung bei Dreiergesprächen über Handelsabkommen

zwischen EU und Ukraine

Bei Gesprächen zur Umsetzung des EU-Assoziierungs- und Freihandelsabkommens mit der Ukraine gab es gestern (Montag) in Brüssel keine Einigung.

..

..

Die russische Seite stellte jedoch Forderungen, die unbegründet oder nicht vereinbar mit den Regeln der Welthandelsorganisation oder der EU waren.

..

..

Das Assoziierungs- und Freihandelsabkommens der EU mit der Ukraine tritt am 1. Januar 2016 in Kraft.

http://ec.europa.eu/deutschland/press/pr_releases/13892_de.htm

 

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Ukraine will 2016 Kredite über neun Milliarden Euro aufnehmen
29.01.2016 12:46

KIEW (awp international) - Die krisengeschüttelte Ukraine will in diesem Jahr mehr als neun Milliarden Euro an Krediten aufnehmen. Allein mehr als fünf Milliarden Euro davon solle der Internationale Währungsfonds (IWF) beisteuern, teilte Finanzministerin Natalia Jaresko nach Angaben örtlicher Medien am Freitag im Parlament in Kiew mit. Der Betrag ist aber vom IWF noch nicht zugesagt.

Weitere Milliardenhilfen erwartet die Regierung nach Jareskos Worten von den USA, Japan und der EU. Auch auf Unterstützung aus Deutschland baut die Ex-Sowjetrepublik: Demnach sollen 320 Millionen Euro aus Berlin kommen. An diesem Montag wird Präsident Petro Poroschenko bei Bundeskanzlerin Angela Merkel erwartet.

Erst im August hatten private westliche Gläubiger im Austausch gegen höhere Zinsen auf 20 Prozent ihres Geldes verzichtet. Die Ukraine hofft auf eine ähnliche Regelung in einem Schuldenstreit mit Russland. Die Führung in Moskau lehnt dies aber ab und besteht auf die Rückzahlung von umgerechnet rund 2,75 Milliarden Euro./ast/tjk/DP/jha

(AWP)

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Ukrainischer Wirtschaftsminister tritt zurück
03.02.2016 10:44

Kiew (awp/sda/afp) - Der ukrainische Wirtschaftsminister Aivaras Abromavicius hat am Mittwoch das Handtuch geworfen. Er begründete seinen Entscheid mit dem Widerstand gegen seine Reformpläne.

"Ich habe heute entschieden, meinen Rücktritt vom Posten des Ministers für wirtschaftliche Entwicklung und Handel einzureichen", sagte der gebürtiger Litauer in Kiew vor Journalisten. Der Grund sei eine "scharfe Eskalation der Bemühungen, wichtige Reformen zu blockieren".

Bei seinem Amtsantritt Ende 2014 hatte sich Abromavicius zuversichtlich gezeigt, sein Land nach vorne bringen zu können. "Die Ukraine ist das korrupteste Land in Europa", hatte er damals der Nachrichtenagentur AFP gesagt und den Kampf gegen die Korruption und die überbordende Bürokratie zu Prioritäten erklärt.

Die Ukraine steht seit Jahren am Rande des finanziellen Kollaps, die Pleite konnte bislang nur durch internationale Finanzhilfe abgewendet werden. Der Konflikt mit prorussischen Aufständischen im Osten des Landes belastet die Wirtschaft zusätzlich massiv.

(AWP)

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IWF fordert von Ukraine Massnahmen zur Korruptionsbekämpfung
11.02.2016 06:34

KIEW (awp international) - Nach dem Rücktritt des ukrainischen Wirtschaftsministers hat der Internationale Währungsfonds (IWF) das krisengeschüttelte Land vor einem Ende der Hilfskredite gewarnt. Ohne substanzielle Bemühungen der Regierung sei es schwer vorstellbar, wie der IWF seine Unterstützung für die Ukraine fortsetzen könne, teilte IWF-Chefin Christine Lagarde mit. Sie sprach darüber am Mittwoch auch mit Präsident Petro Poroschenko.

Vor einer Woche war Wirtschaftsminister Aivaras Abromavicius wegen Widerstands gegen seinen Modernisierungskurs zurückgetreten. Der gebürtige Litauer hatte sich für einen Umbau der von Oligarchen dominierten Wirtschaft der Ex-Sowjetrepublik stark gemacht. Ein Gesetzentwurf von Abromavicius zu Privatisierungen war mehrfach im Parlament gescheitert.

Die von einer schweren Wirtschaftskrise und dem Krieg gegen prorussische Aufständische im Donbass ausgezehrte Ukraine benötigt dringend Hilfe vom IWF. Eine neue Kredittranche ist eigentlich schon seit Oktober fällig, wird aber noch zurückgehalten.

Lagarde erklärte am Mittwochabend (Ortszeit): "Der Präsident hat mir versichert, dass er an Reformen zur besseren Kontrolle und zur Korruptionsbekämpfung festhalten wird." Man habe sich darauf geeinigt, dass es einen Aktionsplan an Massnahmen geben werde. Welche Schritte dieser beinhalten soll, liess sie offen. Auch ein Zeitplan wurde nicht genannt./tjk/ast/hma/DP/zb

(AWP)

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Weltbank sieht Hoffnungsschimmer für ukrainische Wirtschaft
03.04.2016 14:48

KIEW (awp international) - Die Weltbank sieht für die von Krieg und Krise gebeutelte ukrainische Wirtschaft für 2016 einen kleinen Hoffnungsschimmer. Es gebe erste Anzeichen einer Stabilisierung, sagte Weltbankvertreter Qimiao Fan, der für die Ukraine zuständig ist. "Wir prognostizieren, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um ein Prozent 2016 und um zwei Prozent 2017 wachsen könnte", sagte er. Zugleich soll die Inflation Schätzungen zufolge dieses Jahr 15 Prozent und im kommenden Jahr 11 Prozent betragen.

Nach einem Einbruch des BIP um 6,8 Prozent 2014, war die Wirtschaftsleistung 2015 noch einmal um knapp 10 Prozent gesunken. Die Preise stiegen im vergangenen Jahr um 43,3 Prozent. Damit verbunden schrumpften die Realeinkommen der Ukrainer um 22,2 Prozent. Zuletzt war die ukrainische Wirtschaft 2012 gewachsen./ast/tjk/DP/he

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Ukraine sieht sich in zehn Jahren in der EU
01.07.2016 06:33

BERLIN (awp international) - Die Ukraine sieht sich trotz des ungelösten kriegerischen Konflikts im Osten des Landes und schwerer wirtschaftlicher Probleme in zehn Jahren in der Europäischen Union. Das sagte der neue Regierungschef in Kiew, Wladimir Groisman, den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Freitag). "Wir gehen den europäischen Weg, und der bedeutet für uns: Freiheit, Menschenrechte und eine starke Wirtschaft."

Groisman verwies auf das Assoziierungsabkommen mit der EU, das als treibende Kraft für Reformen wirke. "Wir müssen unsere Standards an die der EU angleichen", sagte er. "Es ist schon viel passiert - gerade bei der Korruptionsbekämpfung. Wir haben zum Beispiel völlige Transparenz bei den staatlichen Ausgaben geschaffen." Die Ex-Sowjetrepublik gilt nach Einstufung der Organisation Transparency International als korruptester Staat Europas.

Groisman kritisierte die Entscheidung der Briten, die EU zu verlassen. "Ich respektiere das Recht eines souveränen Staates, eine solche Entscheidung zu treffen. Aber ich glaube immer, dass man Errungenschaften bewahren sollte." Ein wichtiges Signal sei, dass die junge Generation in Grossbritannien mehrheitlich für den Verbleib in der Europäischen Union gestimmt habe./ro/DP/zb

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Ukraine und Kanada unterzeichnen Freihandelsabkommen
11.07.2016 14:30

KIEW (awp international) - Kanada und die Ukraine stärken ihre Wirtschaftsbeziehungen mit einem Freihandelsabkommen. Im Beisein von Kanadas Ministerpräsident Justin Trudeau und Präsident Petro Poroschenko unterzeichneten ranghohe Beamte am Montag in Kiew die Vereinbarung. Damit werde die Position der Ukraine gestärkt, sagte Poroschenko. "Das sind neue Möglichkeiten für die Erweiterung der Warenabsatzmärkte und transparente Handelsbedingungen", sagte er. Trudeau betonte, das Abkommen schaffe Arbeitsplätze, neue Märkte und verbessere den Lebensstandard.

Die Verhandlungen über das Abkommen liefen seit 2009. Die Zollsätze für einen Grossteil des Handels werden damit komplett gestrichen, teils mit einer Befristung zwischen drei bis sieben Jahren. Der Vertrag muss noch von den Parlamenten beider Länder ratifiziert werden. Anfang 2016 war ein ähnliches Abkommen zwischen der krisengeschüttelten Ukraine und der Europäischen Union vollständig in Kraft getreten.

Trudeau will am Dienstag in die westukrainische Stadt Lwiw (Lemberg) reisen. Dort will er kanadische Militärinstrukteure besuchen, die auf dem Truppenübungsplatz Jaworiw im Einsatz sind./ast/tjk/DP/fbr

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IWF gibt eine Milliarde Dollar für die Ukraine frei
15.09.2016 06:27

Washington (awp/sda/dpa) - Gegen den Widerstand Russlands hat der Internationale Währungsfonds (IWF) am Mittwoch weitere Milliarden-Hilfen für die Ukraine freigegeben. Das Krisenland bekommt eine Milliarde Dollar aus einem Programm, das insgesamt 17,5 Milliarden umfasst.

Dies teilte der Fonds am Mittwoch (Ortszeit) in Washington mit. Russland hatte sich gegen die Auszahlung ausgesprochen, weil die Ukraine aus Sicht Moskaus zunächst ihre Schulden beim Nachbarland begleichen solle.

Dort steht die Ukraine mit mindestens drei Milliarden Dollar in der Kreide. In zwei vorigen Tranchen hatte der IWF bereits rund 5,4 Milliarden Dollar ausgezahlt.

IWF-Chefin Christine Lagarde lobte die Ukraine für ihre Anstrengungen bezüglich Wachstum und Währungsstabilität, betonte aber, das Land habe noch schwierige Aufgaben vor sich. Lagarde nannte besonders den Kampf gegen Korruption und die Verbesserung der öffentlichen Verwaltung.

"Die Behörden müssen Veränderungen in der Steuerpolitik vermeiden, die zu einem höheren Defizit führen, sagte sie. Zuletzt hatten die wieder aufgeflammten Kämpfe mit Separatisten die Landeswährung erneut unter Druck gesetzt.

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Auszahlung von IWF-Kredittranche an Ukraine verzögert sich
19.03.2017 15:42

KIEW (awp international) - Wegen der zugespitzten Lage im Kriegsgebiet Donbass verzögert sich die Auszahlung eines neuen Teilkredits für die Ukraine durch den Internationalen Währungsfonds (IWF). Die Auswirkungen einer Warenblockade in der Ostukraine sowie die Übernahme ukrainischer Unternehmen durch die prorussischen Separatisten müssten berechnet werden, teilte Finanzminister Alexander Daniljuk am Sonntag in Kiew mit. Dies sei wichtig für beide Seiten, damit das Hilfsprogramm effektiv umgesetzt werden könne.

Der IWF hatte der krisengeschüttelten Ukraine 2015 Hilfskredite in Höhe von insgesamt 17,5 Milliarden US-Dollar über einen Zeitraum von vier Jahren zugesagt. Die erste Tranche von fünf Milliarden Dollar war im März 2015 ausgezahlt worden, weitere über 1,7 Milliarden im August 2015 sowie über eine Milliarde im September 2016.

Wegen der politischen Krise in der Ex-Sowjetrepublik verzögerte sich die Auszahlung der nächsten Tranche. Zuletzt hatte es geheissen, darüber solle diesen Montag beraten werden. Nun zieht sich der Vorgang weiter hin.

Die Ukraine hatte vergangene Woche den Warenaustausch mit den Gebieten der moskautreuen Aufständischen unterbrochen. Damit reagierte die Regierung in Kiew auf die Übernahme von ukrainischen Firmen durch die Separatisten. Zuvor hatten kiewtreue Aktivisten mehrere Eisenbahngleise im Kohlerevier Donbass blockiert./tjk/DP/edh

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Ukrainische Wirtschaft kehrte 2016 in die Wachstumszone zurück
21.03.2017 18:37

KIEW (awp international) - Nach zwei Jahren tiefer Rezession ist die ukrainische Wirtschaft 2016 wieder um 2,3 Prozent gewachsen. Nominell lag das Pro-Kopf-Einkommen damit bei umgerechnet 1932 Euro, wie das Statistikamt am Dienstag in Kiew mitteilte. Die Wirtschaftsleistung lag demnach bei etwas mehr als 82 Milliarden Euro. Die von Russland einverleibte Halbinsel Krim und die abtrünnigen Separatistengebiete im Kohlerevier Donbass wurden bei der Berechnung nicht berücksichtigt. Insgesamt produzierte die Ukraine damit in etwa so viel wie das Bundesland Schleswig-Holstein.

Beobachter verbinden den Aufschwung vor allem mit der günstigen weltkonjunkturellen Lage. Nach dem Regierungssturz im Februar 2014 und dem einsetzenden Krieg gegen die prorussischen Aufständischen im Osten des Landes schrumpfte die Wirtschaft zuerst um 6,6 Prozent. 2015 folgte ein Einbruch um 9,8 Prozent. Für 2017 erwartet die Regierung etwa drei Prozent Wachstum./ast/tjk/DP/jha

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EU und IWF überweisen Ukraine rund 1,5 Milliarden Euro Finanzhilfen
05.04.2017 18:40

KIEW (awp international) - Die Europäische Union und der Internationale Währungsfonds (IWF) haben der Ukraine etwa 1,5 Milliarden Euro Kredite überwiesen. Die zweite Tranche einer EU-Finanzhilfe in Höhe von 600 Millionen Euro sei bereits eingetroffen, teilte das Finanzministerium in Kiew am Mittwoch mit.

Die Gesamthöhe der gewährten EU-Kredite beläuft sich damit auf 2,81 Milliarden Euro. Das sei die höchste gewährte Finanzhilfe für ein Nicht-EU-Mitglied, hiess es. Bis Ende dieses Jahres erwartet Kiew eine dritte Tranche aus dem 2015 beschlossenen Programm über 1,8 Milliarden Euro.

Gleichzeitig hat der IWF eine Milliarde Dollar (944 Millionen Euro) an die Zentralbank in Kiew überwiesen. Das Land soll aus dem 2015 beschlossenen vierjährigen Stabilisierungsprogramm insgesamt 17,5 Milliarden Dollar (16,5 Milliarden Euro) erhalten. Im Gegenzug verpflichtete sich die Regierung unter anderem zu einer Rentenreform und der Freigabe des Handels mit Ackerland bis Ende 2017. Der zweitgrösste Flächenstaat Europas verfügt weltweit über die grössten Gebiete mit der als besonders fruchtbar geltenden Schwarzerde.

Die Ukraine steckt seit dem Regierungssturz 2014 in einer schweren Krise. Die finanziellen Schwierigkeiten wurden durch die russische Annexion der Halbinsel Krim und den anschliessenden Krieg gegen die von Moskau unterstützten Separatisten im Donezbecken verstärkt./ast/thc/DP/jha

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Ukrainische Notenbank stemmt

Ukrainische Notenbank stemmt sich mit Zinserhöhung gegen Inflation

Die Zentralbank der Ukraine erhöht im Kampf gegen eine steigende Inflation die Leitzinsen. Zudem liessen die Währungshüter in Kiew am Donnerstag die Tür für weitere Zinsanhebungen offen. Der Schlüsselsatz zur Versorgung der Geschäftsbanken mit Geld wurde auf 7,5 Prozent von bisher 6,5 Prozent angehoben, wie die Nationalbank der Ukraine am Donnerstag angesichts zuletzt kräftig gestiegener Lebenshaltungskosten mitteilte.

15.04.2021 14:47

Sie stehe zudem bereit, bei Bedarf den Leitzins noch weiter anzuheben. Im ersten Halbjahr 2022 soll auf diese Weise die Inflation zum Zielwert der Notenbank von fünf Prozent zurückbewegt werden.

Die Teuerungsrate war im März auf 8,5 Prozent geklettert, was Analysten zufolge vor allem an gestiegenen Lebensmittelpreisen lag. Noch im Januar hatte die Rate 6,1 Prozent betragen. Die Inflation liege damit über ihren Prognosen, erklärte die Zentralbank. Für das laufende Jahr erhöhte sie ihre Inflationsvorhersage auf acht von zuvor sieben Prozent. Zur Begründung verwies sie unter anderem auf eine sich schnell erholende Weltwirtschaft.

(AWP)

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