US-Immobilienmarkt

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MarcusFabian
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US-Immobilienmarkt

Vielleicht mal ein paar Zahlen und Charts, um zu verdeutlichen, wie wichtig der US-Immobilienmarkt ist und wie gross sein Einfluss auf die Weltwirtschaft ist.

Klar ist mal, dass der Immobilien-Boom vorläufig vorbei ist. Es gibt derzeit ein Überangebot von Häusern und entsprechend schwindet das Interesse, neue Häuser zu bauen.

Dass dies Auswirkungen auf die Bauindustrie in den USA hat, darüber sind wir uns sicher alle einig.

Während der Bauboom von Privathäusern stark zurück ging, sind glücklicher Weise die Aufträge an öffentlichen Gebäuden gestiegen:

Die Häuserpreise sind bis 2005 kontinuierlich angestiegen, stagnierten 2006 und seit 2007 beginnen sie zu sinken:

Das Überangebot geht aus der nächsten Grafik hervor: Es wurden in den letzten 10 Jahren mehr neue Häuser gebaut als das Bevölkerungswachstum rechtfertigen würde:

Quelle: http://en.wikipedia.org/wiki/United_States_housing_bubble

Das GDP der USA liegt bei etwa 13.7 Billionen $. Konsumentenausgaben machen etwa 70% davon aus.

Konsumentenschulden machen etwa 80% des GDP aus. Der Grossteil davon (80% bzw. 64% des GDP) sind Hypohekenschulden.

Im August 2006 lagen die geschätzten ausstehenden Hypotheken bei $8 Billionen (also 8000 Milliarden $).

Dies nur, um die Grössenordnungen aufzuzeigen. Das gesamte GDP der Welt liegt bei geschätzten 30 Billionen$

Die Schulden auf US-Immobilien machen also zusammen etwa (8 von 30 = ) 25% des Welt-GDP aus.

revinco
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Und was sollte man daraus ableitet... dass die Blase vermutlich bald platzen wird? Ist das was anderes als die Subprime-Krise?

Oder möchtest Du uns nur bildlich aufzeigen was der Grund war für die momenatane Hypo-Krise - also dementsprechend die Blase unterdessen bereits viel niedriger geworden ist.

Vermögen strukturieren und sich möglichst für die unplanbaren Marktereignissen vorbereiten.

tradingvalue
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@MarcusFabian.. Danke für die eindrücklichen Illustrationen.. Es bestätigt auch meine Meinung, dass der Immobilienmarkt gesamthaft eine grössere Auswirkung auf die Weltkonjunktur hat, als von vielen behauptet. Zudem bestätigt die ganze konjunkturelle Situation, meiner Meinung nach, einmal mehr dass die US-Wirtschaft immer noch global von sehr grosser Bedeutung ist.

Dabei hätte der "Housing Markt" bereits früher Einschneidungen in die Wirtschaft haben können, jedoch ist man stets von einer kurzfristigen Down-Phase ausgegangen.

Dass die privaten Bauausgaben derart markant tief sind bzw. waren, überrascht mich daher auch nicht. Der öffentliche Sektoren konnte dank dem Anstieg Schlimmeres vermeiden..

Vontobel
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Interessanter Text gefunden...

Danke dir auch Marcus für deine Ausführungen.

Ich habe auch noch einen weiteren interessanten Text zur Immokrise gefunden:

http://blog.zeit.de/herdentrieb/?p=182

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MarcusFabian
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Burton wrote:

Und was sollte man daraus ableitet... dass die Blase vermutlich bald platzen wird?

Ja. Genauer, dass die Blase bereits mit platzen begonnen hat.

Quote:

Ist das was anderes als die Subprime-Krise?

Die Suprime-Krise ist der Anfang aber Bestandteil des zu erwartenden Immo-Crashs.

Quote:

Oder möchtest Du uns nur bildlich aufzeigen was der Grund war für die momenatane Hypo-Krise - also dementsprechend die Blase unterdessen bereits viel niedriger geworden ist.

Ich will in erster Linie den Blick für Zusammenhänge schärfen. Dass der Leser erkennt, dass ein Crash im US-Immobilienmarkt Auswirkungen auf alle Börsen und Märkte haben wird. Dass also Meinungen wie "Was interessieren mich faule Hypotheken in Amiland, ich bin da ja gar nicht investiert." noch mal überdacht werden. Dass der Leser versteht, wie weitreichend alle Märkte ineinander verflochten sind. Jeder, der in der Schweiz sein Sparkapital in einer Pensionskasse hat, ist indirekt am US-Immobilienmarkt beteiligt und wird entsprechend einen Teil seiner Altersversorgung (vielleicht 30-40%) verlieren, wenn der Markt dort in die Brüche geht.

Dass die Blase niedriger geworden ist, ist ein Witz. Warum denn? Es ist doch noch gar nicht zu nennenswerten Korrekturen gekommen. Wir hatten im August eine erste kleine Warnung. Das ist vorläufig alles!

MarcusFabian
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Ex-Notenbankchef Greenspan sieht Hypothekenkrise erst am Beginn

WASHINGTON (dpa-AFX) - Das gesamte Ausmaß der Krise am US-Hypotheken und und Immobilienmarkt wird nach Ansicht von Ex-Notenbankchefs Alan Greenspan noch eine ganze Weile ungewiss bleiben. Die US-Wirtschaft scheine die Krise zu verkraften, und im Moment sehe es nicht ernst aus, sagte Greenspan am Sonntagabend (Ortszeit) dem US-Fernsehsender CBS. Allerdings stehe man erst am Anfang. Auf lange Sicht sei aber die Rückkehr der Inflation das Problem.

Greenspan setzte sich gegen den Vorwurf von Kritikern zu Wehr, er sei für die Krise am Hypotheken- und Immobilienmarkt mitverantwortlich, weil er als Notenbankchef die Zinsen zu lange zu niedrig gehalten habe. Er habe erst Ende 2005 eine Vorstellung gehabt, wie schwerwiegend das Problem sei, sagte Greenspan. Zwar habe man von einigen Praktiken gewusst, aber es sei sehr schwierig als Bankenregulierer dagegen vorzugehen.

Die Krise am Hypotheken- und Immobilienmarkt ist durch Zahlungsausfälle von Kunden mit schlechter Bonität ausgelöst worden. Die US-Notenbank wird am Dienstag über eine Beibehaltung oder Senkung der Leitzinsen entscheiden, die seit einem Jahr bei 5,25 Prozent liegen./da/DP/wiz

Quelle: dpa-AFX

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Man beachte hierzu auch http://www.usatoday.com/money/economy/fed/2007-09-14-greenspan-book_N.htm?csp=34

MarcusFabian
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Finanzkrise

Trügerische Begeisterung

Von Gerald Braunberger

19. September 2007

Ist die Krise der Finanzmärkte urplötzlich vorüber? Die Entscheidung der amerikanischen Notenbank Fed, ihren Leitzins unerwartet deutlich von 5,25 auf 4,75 Prozent zu senken, hat die internationalen Aktienmärkte am Mittwoch in Kauflaune versetzt und die Kurse deutlich steigen lassen.

Prompt melden sich an den Märkten Optimisten zu Worte, die das Ende der Krise verkünden und davon überzeugt sind, dass den Börsen wieder bessere Zeiten bevorstehen.

Raus aus dem Stimmungstief

Diese Reaktionen sind verständlich. Vier Jahre lang waren die Aktienkurse gestiegen, und nichts schien die gute Stimmung an den Märkten trüben zu können. Dann brach unerwartet eine Krise an den Finanzmärkten aus, die in Bildern von Leuten gipfelte, die aus Angst vor der Sicherheit ihrer Guthaben vor Bankfilialen Schlange standen. Solche Bilder hatte es Jahrzehnte nicht gegeben.

An den Finanzmärkten breitete sich Pessimismus aus, während Ökonomen begannen, ihre Prognosen für das Wirtschaftswachstum nach unten zu korrigieren. In diesem Stimmungstief musste die Nachricht von der deutlichen Senkung der Leitzinsen erleichternd, beflügelnd, ja elektrisierend wirken. Denn mit niedrigeren Zinsen verbinden sich Hoffnungen auf eine Belebung des nachlassenden Wirtschaftswachstums in den Vereinigten Staaten.

Die Grundlage für die nächste Krise

Leider ist Entwarnung nicht angesagt. Die Zinssenkung der amerikanischen Notenbank ist ein Zeichen der Schwäche, ein fast verzweifelt anmutender Versuch, die amerikanische Wirtschaft vor einem Fall in die Rezession zu bewahren.

Dass sich die Finanzmärkte zunächst über billigeres Geld freuen, ist verständlich, es garantiert aber kein Ende der Krise. Tatsächlich löst die Zinssenkung keines der fundamentalen Probleme. Die Finanzkrise ist entstanden, weil billiges Geld Banken und Kreditnehmer zu immer gefährlicheren Geschäften verleiteten, deren Risiko kaum mehr erkennbar war, da es in komplizierten Finanzprodukten versteckt wurde.

Eine Krise, die durch billiges Geld entstand, mit billigem Geld zu bekämpfen, mag kurzzeitig Entlastung bringen. Auf lange Sicht aber schafft die amerikanische Notenbank die Grundlage für die nächste Krise.

Es ist ernst an den Finanzmärkten

Ob die Zinssenkung eine deutliche Abschwächung des Wirtschaftswachstums in den Vereinigten Staaten verhindern kann, ist ungewiss. Gewiss ist aber, dass niedrigere Zinsen die Inflationsgefahren verstärken. Man kann es drehen und wenden, wie man will: Die Entscheidung der Fed ist keineswegs als ein Mittel zur Behebung der Krise zu verstehen, sondern im Gegenteil als ein Zeichen für den Ernst der Lage an den Finanzmärkten.

MarcusFabian
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sunny wrote:

es ist ja nicht so, dass alle kredite faul sind. die ausfallquote liegt deutlich im einstelligen prozentbereich (ich würde mal sagen höchstens 5-6%).

Das Problem ist doch, dass so eine Krise wie eine Kugel ist, die - einmal losgetreten - nicht mehr zu stoppen ist.

Ich verlasse mal GB (Northern Rock) und gehe in die USA. Denn dort kenne ich die Zahlen besser auswendig.

Übrigens USA und GB sind nicht die einzigen Länder mit einer Immobilienkrise. Nummer 3 ist Spanien und in geringerem Masse auch Irland und Niederlande. Aber das nur am Rande.

Also zurück zur USA.

Gehen wir mal davon aus, dass Deine Schätzung stimmt und 5% der Hypothekenkredite in den USA unsicher sind. Das wären dann rund $400 Mrd.

Natürlich müsste der Staat nicht für diese Summe aufkommen. In der Realität ist es ja ohnehin so, dass die USA nur 10% der Schadensumme garantieren und auch das nur für sehr gute Schuldner.

Also, was passiert: Jene 5%, die jetzt Zahlungsschwierigkeiten haben und ihr Haus verkaufen müssen werden nicht lange auf einen Käufer warten können. Sie werden also das erstbeste Angebot annehmen und damit sinken allgemein die Immobilienpreise.

Das führt dazu, dass die Marktwerte von Häusern weiterhin fallen, die Zeit, die es braucht, um ein Haus zu verkaufen aber weiter zunimmt.

Je tiefer die Häuserpreise aber fallen umso mehr Menschen sitzen in überteuerten Häusern deren Hypothek den Marktpreis übersteigt. Die Bank wird Amortisation verlangen etc...

Das Karussel dreht sich.

Ich behaupte deshalb, dass wir derzeit erst die Spitze des Eisbergs gesehen haben und noch viel mehr auf uns zukommt.

Das FED ist durch seine Politik der niedrigen Zinsen und des leichten Geldes (2002-2005) mit dafür verantwortlich, dass die US-Immobilien sich in eine Preis-Blase hochgeschraubt haben und die ganze Nation auf allen Ebenen überschuldet ist.

Es macht wenig Sinn, nun wieder mit Zinssenkungen und leichtem Geld eine Krise zu bekämpfen, die genau dadurch entstanden ist. Das mag die notwendige Korrektur nur hinauszögern. Beheben wird sie das Problem aber keineswegs.

MarcusFabian
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Die Amis sind nicht die einzigen mit hohen Hypothekarschulden:

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Danke MarcuasFabian. Sehr interessant.. Das hätten wir alle wahrscheinlich nicht vermutet.. Absolut gesehen würde die Schweiz wahrscheinlich auch nie an dieser Stelle stehen, jedoch relativ zum BIP gesehen, ist das eine andere Sache, wie die Grafik zeigt.. Ich denke, dass für 2007 eher gestiegen als gesunken sind...

MarcusFabian
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Spitze des Eisbergs?

MarcusFabian
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ARM Reset Schedule

Hier etwas ganz interessantes, was uns vielleicht hilft, die nächsten Immo-Krisen-Schübe besser voraus zu sagen.

In der Endphase der Bubble (also 2005) haben viele Banken Lockvogel-Angebote für Hypotheken verteilt. So im Sinn: "Du kriegst von mir $500'000 Hypothek. Die ersten 6 Monate musst Du dafür nur 2% Zinsen zahlen. Danach 5%".

Nun, 2% Zins von einer halben Kiste sind $10'000 p.A oder schlappe $840 pro Monat. Das können sich auch ärmere Familien leisten. Viele haben sich von dieser Zahl blenden lassen, ohne zu bedenken, dass in 6 Monaten sich die monatlichen Zahlungen ver 2.5-fachen werden. Also $2100/Mt.

Wallmart- und McDonalds Angestellte, die bisher in einem Trailer wohnten (Alt-A Rating), konnten sich so den Traum vom eigenen Haus erfüllen. Auch wenn die $840 sie bis unters Dach belasten.

Was nun passiert, wenn die 6 Monate rum sind und der Zins auf $2100 steigt, kann sich jeder selbst ausmahlen.

So. Und mit diesem Grundwissen können wir nun den folgenden Chart betrachten:

"ARM Reset Schedule" bedeutet "Zeitplan für die Rücksetzung variabler Hypotheken".

Die Grafik zeigt, in welchem Monat Hypotheken in welchem Umfang angepasst werden.

Die Grafik zeigt eine Säule pro Monat und beginnt im Januar 07. Wir befinden und entsprechend im Monat 10. Im Monat 11 haben wir ein erstes Hoch.

Interessant sind die mittleren vier Säulen hellgrau-rot-weiss-grün, ab Monat 35. Es sind diese Hypotheken, die die Banken so gerne in Subprimes packen.

In den ersten 30 Monaten sind diese Säulen weitestgehend verschwunden. Sie wurden in (dunkelgraue) Subprimes gepackt, denen man von aussen nicht mehr ansieht, welche Hypotheken in ihr enthalten sind.

Wenn alles so weiter läuft wie bisher werden also nach und nach die hellgrauen/roten/weissen/grünen Säulen abnehmen und durch eine dunkelgraue Subprime gleicher Höhe ersetzt.

Die Frage ist allerdings, wer in drei Jahren noch Subprimes haben will.

Nun, wir können uns zumindest anschauen, welchen Wert die Bestandteile der Subprimes die Asset Backed Securities (ABX) haben: Bei gesundem Hypothekenmarkt bei dem mit einer Ausfallquote von vielleicht 1-3% zu rechnen ist, müssten die Pakete zu knapp unter 100% ihres Nominalwertes gehandelt werden.

Etwa so wie hier die AAA-Hypotheken:

Selbst bei den besten aller Hypotheken mit AAA Rating ist das Vertrauen von 95 auf 65 gesunken.

Ratings für Hypotheken der Mittelklasse sind dramatisch gesunken:

Auf knapp 26! Bedeutet das, dass man mit 75% Ausfall bei den Hypotheken mit Rating A rechnet?

Die dritte und zweitschlechteste Hypothekengruppe, BBB ist natürlich auch gesunken. Allerdings von bereits tieferem Niveau aus:

Von 50 auf 20!

----------

Wenn ich das richtig interpretieren, so lässt sich die Situation wie folgt zusammenfassen:

Es gibt vier verschiedene Gruppen von Hypotheken: AAA, A und BBB sowie die Alt-A, die schlechtesten.

Wer in einen der drei ABX-Indizes investiert, weiss einigermassen worauf er sich einlässt. Er kennt das Rating der Hypotheken, die er finanziert.

Die Subprime-Pakete, über die derzeit die Banken schwitzen enthalten einen Mix dieser vier Hypotheken-Typen und die Banken haben keine Ahnung wie hoch der Anteil welcher Hypothek ist.

Wenn UBS also von einem 4 Mrd Paket 2.6 Mrd abschreibt, geht UBS offensichtlich davon aus, dass es im Schnitt A-Hypotheken sind. Die sind nur noch 35% Wert also ist ein Abschreiber von 65% gerechtfertigt.

(Edit 27.11.2007: Den obenstehenden Satz habe ich im Oktober geschrieben und da standen die A-Hypotheken noch bei 35. Heute stehen sie bei 26.3% und man muss entsprechend von einem Abschreiber von insgesamt 74% ausgehen).

Nochmals zurück zur Ausgangsgrafik ...

Bis zu Monat 35 (also Ende 2009) wurden die verschiedenen Hypotheken-Typen (Säulen hellgrau-rot-weiss-grün) bereits grösstenteils in (grau) Subprimes verpackt.

Ab Monat 35 finden wir praktisch überhaupt keine Subprimes mehr.

Während des nächsten Jahres (Monate 10 bis 20) werden am meisten Hypotheken erhöht. Wir werden also bald sehen, in welchem Umfang dies den Konsum in den USA beeinflusst

-> und damit die Unternehmensumsätze/gewinne

--> und damit den Arbeitsmarkt

---> und damit wiederum den Konsum und die Fähigkeit seine Schulden zu bedienen.

MarcusFabian
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Der Abstieg geht weiter ...

MarcusFabian
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Das ist eine ganz interessante Grafik. Sie zeigt, die Verteilung der Hypotheken nach Neubewertung der Ratings seit April 2006.

Demnach haben ehemalige AAA-Hypotheken nur noch den Wert einer BBB-Hypothek.

Alle A und AA-Hypotheken sind neu im Junk-Bond Status

Und von A- an Abwärts müssen die Hypotheken wohl als Totalverlust abgeschrieben werden.

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MarcusFabian
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Blick Richtung Osten

Montag, 12. November 2007

Die New York Times hatte am Wochenende berichtet, die drei größten US-Banken hätten sich auf die Struktur des Auffangfonds M-LEC geeinigt, mit dessen Hilfe die Kreditkrise gelindert werden soll. Der Fonds mit einem Volumen von mindestens 75 Mrd USD könnte bis Ende Dezember seine Arbeit aufnehmen. Die Bank of America, Citigroup und J.P. Morgan Chase hätten sich auf eine vereinfachte Struktur verständigt.

Diese von den Presseagenturen verbreitete Botschaft sorgt bei den Banktiteln für eine technische Gegenbewegung, nachdem sie wegen der Hypothekenkrise seit Wochen unter Druck waren. Dennoch bin ich noch nicht schlau geworden, was dieser Fonds eigentlich bringen soll.

Mir kommt das vor, als ob drei Trödelhändler ihre Marktstände zusammengelegt haben, in der Hoffnung jetzt Käufer zu finden. Was auf dem Tisch liegt, ist aber immer noch dasselbe – unverkäufliche Ware. (siehe: Sondermüll mit neuer Verpackung)

Mit unverkäuflicher Ware dürften sich auch schon bald Firmen auseinander setzen, die für die Weihnachtszeit zu optimistisch eingekauft haben. Nach der Hypothekenkrise ist vor der Kreditkartenkrise. Immer mehr Meldungen weisen darauf hin, dass hier noch eine weitere Zeitbombe tickt. Laut aktuellen Schätzungen sitzen die amerikanischen Verbraucher zur Zeit auf 915 Mrd. US- Dollar Kreditkarten-Schulden. Auf jedem Haushalt lastet damit eine Schuld von etwa 12.000 US-Dollar, von denen in den meisten Fällen nur der Zins abbezahlt wird – wenn überhaupt.

Diese Kreditkartenschulden wurden genau gleich wie die Hypothekarschulden refinanziert, via Anleihen. Wenn die Schuldner ihre Raten eines Tages nicht mehr bezahlen können, werden die Gläubiger höchstens noch einen Flachbildschirm pfänden können. Das wissen die Banken und beginnen ihre Rückstellungen für Kreditausfälle massiv aufzustocken. Die Lunte brennt also bereits und könnte auch das Aus für den amerikanischen Konsumofen bedeuten. Das ist nicht nur schlecht für Wal Mart & Co, sondern auch für China.

Es lohnt sich langsam den Blick Richtung Osten zu richten – eine Korrektur ist schon überfällig. (Chart Hang-Seng Hongkong)

Quelle: http://blog.zeitenwende.ch/globalisierung/blick-richtung-osten/

MarcusFabian
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Armin Brack vom Geldanlage Report haut zur der Frage der Finanzkrise "wie ernst ist die Lage wirklich" richtig auf die Pauke:

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Lieber Geldanleger,

die Meldung soll beruhigend wirken, macht aber in Wirklichkeit deutlich wie angespannt die Lage an den internationalen Kreditmärkten derzeit ist: Europäische Banken sind am Mittwoch übereingekommen, den Handel in hypothekarisch gedeckten Anleihen vorübergehend zu schließen.

Lesen Sie, was das tatsächlich bedeutet.

Das heißt im Klartext: Die Banken bekommen momentan keine Liquidität für neue Hypothekenfinanzierungen. Der Markt steht komplett still. Die Worte von Patrick Amat, dem Chairman des European Covered Bond Council (ECBC), das diesen Schritt veranlasst hat, lesen sich dramatisch: "Wir befinden uns in einer sich ständig verschlimmernden Lage. Ein Verkaufsauftrag ist wie eine heiße Kartoffel. Dies hat ein inakzeptables Spread-Widening zur Folge und kann zu einer absurden Situation führen."

Oder anders ausgedrückt: Weil sich kaum Käufer für Hypothekenanleihen finden, ist die Differenz zwischen An- und Verkaufskurs so hoch, dass der Handel ohnehin quasi zum Erliegen käme.

Spätestens jetzt müsste jedem klar sein, wie dramatisch die Lage an den Finanzmärkten derzeit ist. Jeder möchte selbst so viel Liquidität - und damit Sicherheit - anhäufen, wie nur irgendwie möglich.

Ein krasses Beispiel, das dies verdeutlicht: Die neuen Geschäftsbedingungen der Citibank: Kundeneinzahlungen sind bis zu 100.000 Euro am Tag möglich. Aber Auszahlungen an Kunden werden auf einen maximalen Betrag von 2.000 Euro begrenzt. Wer am Tag darauf gleich wieder abheben möchte, darf sogar nur 1.000 Euro einfordern. Das glauben Sie nicht? Hier ist der Link:

https://web.da-us.citibank.com/tandcFiles/printable_cashedge.htm

Fast unnötig zu sagen, dass es auch vom US-Immobilienmarkt neue Hiobsbotschaften gibt: Der zweitgrößte US-Hypothekenaufkäufer Freddie Mac hat seinen Verlust im dritten Quartal auf 2,0 Milliarden US-Dollar fast verdreifacht und benötigt nun dringend frisches Kapital. Prekär: Erst in der vergangenen Woche hatte die Nummer eins auf dem Markt, Fannie Mae, ebenfalls einen massiv angestiegenen Verlust auf 1,2 Milliarden US-Dollar gemeldet.

Noch prekärer: Beide Institute zusammen stehen in den USA hinter 40 Prozent aller Hypothekenkredite, sind also die wichtigste Liquiditätsquelle. Gut nur, dass beide von der öffentlichen Hand gegründet worden sind und staatliche Kreditgarantien besitzen.

Trotzdem: Es sollte klar sein, dass in dieser Lage, höchste Vorsicht bei Aktieninvestments angebracht ist. Cash ist fesch! Ich rechne damit, dass jede kleinere Erholung an den Märkten zum Glattstellen bestehender Positionen genutzt wird.

*Wer am Markt derzeit die Kurse drückt

Der hohe Liquiditätsbedarf vieler Investmenthäuser ist wohl auch der entscheidende Grund für den hohen Verkaufsdruck am deutschen Markt - im DAX und noch stärker im MDAX. Letztlich sind es wohl die Hedgefonds, die auf den Verkaufsknopf drücken.

Der Hintergrund: Hedgefonds arbeiten mit einer extrem hohen Leverage, also einem hohen Hebel. Das heißt aber: Sie spekulieren auf Kredit, müssen sich also von den Banken Geld leihen. Was aber, wenn die Banken - wie aktuell - ihr Geld zurück haben möchten?

Es passiert folgendes: Jeden Abend nach Börsenschluss erhalten die Fonds den Stand ihrer Positionen unter Berücksichtigung der aktuellen Aktienkurse und des Kreditlimits. Besteht eine Unterdeckung können die Banken sofort eine Teil-Liquidierung bestehender Positionen einfordern. Die Fonds haben dann fünf Tage Zeit um am Markt zu verkaufen.

Durch den Verkauf bringen sie aber wiederum selbst die Kurse unter Druck, was dazu führt, dass die eigenen Positionen und die anderer Hedgefonds weiter an Wert verlieren. Es setzt sich also eine Abwärtsspirale in Gang.

*Warum der MDAX besonders betroffen ist

Besonders von Kursverlusten ist momentan der MDAX betroffen, weil dieser in den letzten zwei, drei Jahren extrem gestiegen ist. Aber nicht nur deshalb: Die Angst vor einer Konjunkturabkühlung nimmt zu und im MDAX sind besonders viele sehr konjunktursensible Werte - wie beispielsweise Maschinenbauer - enthalten. Deshalb wird hier zuerst auf den Verkaufsknopf gedrückt.

Der Index, in dem die 50 größten Unternehmen nach den DAX 30 Titeln enthalten sind, hat von seinen Höchstständen bei 11.500 nun bereits rund 2.500 Punkte abgegeben.

MEIN FAZIT:

- An den Kredit- und Immobilienmärkten jagt eine Hiobsbotschaft die nächste

- Konjunkturerwartungen werden bereits nach unten korrigiert

- Hedgefonds müssen Positionen auflösen

- In diesem Umfeld gilt der Spruch: "Cash ist fesch". Nutzen Sie kleinere Kurserholungen zum Verkauf ihrer Positionen.

weico
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MarcusFabian wrote:

- In diesem Umfeld gilt der Spruch: "Cash ist fesch". Nutzen Sie kleinere Kurserholungen zum Verkauf ihrer Positionen.

..stimme besonders in diesem Punkt mit Herr Brack überein..!

Nur seine Aussage,dass Fannie und Freddie eine staatliche Kreditgarantie haben ,halte ich für ein leider nicht totzukriegendes Gerücht ! Wink

Aber schon Herr Greenspan (und Andere ..) hat/haben mehrfach (leider vergeblich) die Anleger darauf hingewiesen,dass dem halt nicht so ist...

Das böse erwachen kommt für die Anleger aber bestimmt noch..

:shock:

weico

marabu
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:roll: :roll: :roll: :roll: :roll:

US-Ökonom warnt vor tiefer Weltwirtschaftskrise

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,519446,00.html

weico
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Ein paar Aussage von Greenspan über diese "imaginären" Staatsgarantien auf die so mancher Anleger und Ratingagentur "hofft" und glaubt .

Mr. Greenspan reiterated earlier statements regarding his concern that many investors perceive incorrectly that Fannie Mae and Freddie Mac are backed by the federal government. That misperception, he said, "undermines the effectiveness of market discipline" when it comes to the two companies, making it critical for regulators to determine whether the companies have appropriate amounts of capital.

quelle:

http://bodurtha.georgetown.edu/FreddieMac/articles/Greenspan%20Details%2...

Greenspan also said that any legislation should clarify the role of the two corporations and their government sponsorship. They were both created by Congress but are investor owned companies trading on the New York Stock Exchange. In spite of this public ownership they do enjoy certain financial advantages from this GSE status. And, while their debt is not guaranteed by the Federal Government, Greenspan is particularly troubled by what he perceives as a certainty among investors that the two corporations are too big to fail. The idea that the government would bail them out of any serious difficulties has given Freddie and Fannie a market advantage over other, less well positioned, competitors.

quelle:

http://www.mortgagenewsdaily.com/2222005_Greenspan_Limit_GSE.asp

Erinnert mich irgenwie an die Geschiche die Milton Friedman in seinem Buch :"Kapitalismus und Frieden" zum besten gab.

Er schrieb dort unter anderem über den Kollaps einer der grössten Banken zur Zeit der "grossen Depression" ,die "New York Bank of the United States".

Die Leute glaubten , das die grosse "New York Bank of the United States" eine staatlich Bank wäre mit staatlich Garantien.

Da dem nicht so war und wie es endete (bzw.für die aderen Banken begann..) liest man z.B. hier:

http://en.wikipedia.org/wiki/New_York_Bank_of_the_United_States

Vermutlich wird diesen ersten "Kriesenopfern" Fannie und Freddie ja dann noch von staatlicher Seite (Steuergelder) "geholfen" ,siehe "Northern Rock"in GB ,aber wenn es dann immer mehr solcher "Opfer" gibt ... :roll: :roll:

weico

MarcusFabian
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Preise um 4.5% gefallen

U.S. home prices fall 4.5% in past year, Case-Shiller says

WASHINGTON (MarketWatch) --

U.S. home prices fell 4.5% in the year ending in the third quarter, according to the national Case-Shiller price index released by Standard & Poor's on Tuesday. Prices fell 1.7% compared with the second quarter. It's by far the largest price decline in the 20 years covered by the index. Prices had fallen 3.2% in the year ending in the second quarter. Prices fell in all 20 major cities in September compared with August, and were down 4.9% in the past year. Prices fell 5.5% year-over-year in the original 10-city index. The Case-Shiller index, which tracks multiple sales of the same homes, is considered by many observers to be the best gauge of national and metropolitan-area real-estate values.

MarcusFabian
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"Zeitbombe Kreditkrise": Hausbesitzer stehen vor dem Ruin

26.11.2007 | 16:14 | (DiePresse.com)

Die zweite Welle der Krise an den Finanzmärkten trifft die Privaten härter als der Immobilien-Schock im Sommer. Die Zinsen werden kräftig angezogen, hunderttausend Familien könnten ihre Häuser verlieren.

Die Londoner "Times" spricht von einer tickenden Zeitbombe. Die Folgen der Immobilienkrise am US-Häusermarkt sind noch lange nicht ausgestanden. Im Gegenteil. Der größere Einschnitt droht den Häuselbauern erst jetzt.

1,35 Mio. Häuser zwangsversteigert

Denn 2005 wurden - sowohl in den USA als auch in Europa - noch massenhaft finanzschwache Kunden mit billigen Hypothekar-Krediten angelockt. Gerade diese Hausbesitzer mit schwacher Bonität müssen sich nun auf planmäßige Zinserhöhungen einstellen. Nicht zu bezahlen für viele Hauseigentümer. Die Immobilien selbst sind wegen der Schwäche am Immobilienmarkt als Sicherheit auch nicht mehr genug wert. So bleibt den meisten nur der Weg zur Zwangsversteigerung.

Kommendes Jahr sind etwa Kredite im Wert von 362 Mrd. Dollar betroffen. Experten schätzen, dass alleine heuer 1,35 Mio. Häuser zwangsversteigert werden. Für kommendes Jahr rechnen sie mit 1,44 Mio. versteigerten Eigenheimen.

Auch Europa betroffen

Die Folgen der Kreditkrise sind auch in Europa deutlich zu spüren. In England etwa waren die Kreditzinsen 2005 ebenfalls noch mit 6,6 Prozent auf zwei Jahre fixiert. Jetzt steigen die Zinsen auf über zehn Prozent.

Die Krisen-Symptome am Markt sind nicht mehr zu übersehen. Allein im Oktober ist die Zahl der bewilligten Hypotheken um 37 Prozent gefallen. Analysten erwarten, dass die Bank of Enlgand die Zinsen senken wird, um die Lage zu entspannen.

Nervosität an den Aktienmärkten steigt

Auch die Schweizer Notenbank betont, dass sich die Lage an Finanzmärkten seit August erheblich verschärft habe. Der Vizepräsident der Schweizer Notenbank, Philipp Hildebrand, spricht von einer "zweiten Welle von Krisensymptomen an den Kreditmärkten". Teilweise sei sie noch ausgeprägter als die erste Welle vom 9. August, als die US-Notenbank gezwungen war, vorübergehend 24 Milliarden Dollar in das Bankensystem zu pumpen. (Red./Ag.)

revinco
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@MarcusFabian

Auf was würdest Du denn setzten sobald die Korrektur wegen der Kreditkrise nochmals eintrifft, eher Devisenmarkt oder Pulls?

Vermögen strukturieren und sich möglichst für die unplanbaren Marktereignissen vorbereiten.

Costa.
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Es sprach der Präsident!

http://www.godmode-trader.de/front/?p=news&ida=744337&idc=563

Nachdem die Kreditkrise in den USA nun endgültig in den Adelsstand einer ernsten Bedrohung gehoben wurde, bestehen berechtigte Aussichten, dass wir das Schlimmste hinter uns haben.

Gruss von Costa

revinco
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Costa wrote:

Es sprach der Präsident!

http://www.godmode-trader.de/front/?p=news&ida=744337&idc=563

Nachdem die Kreditkrise in den USA nun endgültig in den Adelsstand einer ernsten Bedrohung gehoben wurde, bestehen berechtigte Aussichten, dass wir das Schlimmste hinter uns haben.

Gruss von Costa

Quote:

2008 also, das Jahr der Banken und Immobilien-Aktien?

Ja das Immobiliensektor könnte sehr wohl den Tiefpunkt erreicht haben. Nur die Folgen davon sind dramatisch (Kreditkrise, zahlungsunfähige Hausbesitzer, Finanzsektor, etc.) Und Bush's Rede könnte durchaus den Turnaround einleiten, nur um ein paar Monate später wenn er über "wir haben nun das schlimmste Ueberstanden" eine endgültige Rezession einleitet.

Vermögen strukturieren und sich möglichst für die unplanbaren Marktereignissen vorbereiten.

revinco
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Revinco wrote:

@MarcusFabian

Auf was würdest Du denn setzten sobald die Korrektur wegen der Kreditkrise nochmals eintrifft, eher Devisenmarkt oder Pulls?

Naja, da kein grosses Feedback kommt gebe ich gleich eine Empfehlung, und zwar suche ich einen Put auf CMBX Indices:

http://ftalphaville.ft.com/blog/2007/09/27/7666/having-a-lahde-the-410-per-cent-man/

http://www.markit.com/information/products/cmbx.html

Vermögen strukturieren und sich möglichst für die unplanbaren Marktereignissen vorbereiten.

MarcusFabian
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Revinco wrote:

@MarcusFabian

Auf was würdest Du denn setzten sobald die Korrektur wegen der Kreditkrise nochmals eintrifft, eher Devisenmarkt oder Pulls?

Grundsätzlich Gold und Silber. Um es mal krass zu formulieren: Ich rechne damit, dass man in ein paar Jahren, wenn gleichzeitig die Immobilienpreise ihren Tiefstand und Gold seinen Höchststand erreicht, ein schönes Einfamilienhaus für den Gegenwert von 2 kg Goldbarren bekommt.

weico
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Costa wrote:

Nachdem die Kreditkrise in den USA nun endgültig in den Adelsstand einer ernsten Bedrohung gehoben wurde, bestehen berechtigte Aussichten, dass wir das Schlimmste hinter uns haben.

Gruss von Costa

anderen Meinungen zufolge ,steht das Gröbste noch bevor..

http://tinyurl.com/2nj5tv

weico

revinco
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@MarcusFabian

Danke für Deine Meinung, aber ich habe nicht gerade CHF 58'000.- auf der Seite um 2Kg Gold zu kaufen (Goldpreis 1Kg = 29'000.-). Ich müsste mich wohl mit ein paar UZ zufrieden geben. Bei Bloomberg sind aber nur die Hälfte der Analysten positiv auf Gold eingestellt:

Quote:

Gold May Rebound on Demand for Inflation Hedge, Survey Says

By Pham-Duy Nguyen

Dec. 17 (Bloomberg) -- Gold may resume this year's rally on speculation that rising consumer prices worldwide will boost demand for the precious metal as a hedge against inflation.

Ten of 20 traders, investors and analysts surveyed by Bloomberg from Mumbai to New York on Dec. 13 and Dec. 14 advised buying gold, which fell 0.3 percent last week to $798 an ounce in New York. Five said to sell, and five were neutral.

Gold has gained 25 percent this year as record energy costs and a weak dollar boosted demand for an inflation hedge. U.S. consumer prices in November rose the most in two years, while inflation surged 6.9 percent in China and 3.1 percent in Europe.

Last week's gold decline surprised the majority of analysts surveyed Dec. 6 and Dec. 7 who had expected a gain. The survey has accurately forecast prices in 116 of 189 weeks, or 61 percent.

This week's survey results: Bullish: 10 Bearish: 5 Neutral: 5

To contact the reporter on this story: Pham-Duy Nguyen in Seattle pnguyen@bloomberg.net .

Vermögen strukturieren und sich möglichst für die unplanbaren Marktereignissen vorbereiten.

MarcusFabian
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Revinco wrote:

This week's survey results: Bullish: 10 Bearish: 5 Neutral: 5

Das ist äusserst interessant: Vor 3 Jahren waren nur 3% der Analysten bullisch für Gold. Jetzt sind's bereits 50%.

Solange dieser Trend anhält, kann man bedenkenlos Gold kaufen.

Wenn dann 95% der Analysten bullisch für Gold sind, können wir den Plunder verkaufen :twisted:

revinco
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Ja, die Frage ist allerdings bei welchem Zeithorizont (Tage oder Monate)?

Vermögen strukturieren und sich möglichst für die unplanbaren Marktereignissen vorbereiten.

revinco
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MarcusFabian wrote:

Revinco wrote:
@MarcusFabian

Auf was würdest Du denn setzten sobald die Korrektur wegen der Kreditkrise nochmals eintrifft, eher Devisenmarkt oder Pulls?

Grundsätzlich Gold und Silber.

Wieso nicht gleich auf einen Gegentrend gezielt bei den US Geschäftsliegenschaften? Gibt es sowas für Kleininvestoren, z.B. als Put (wie oben erwähnt z.B. einen short auf CMBX Commercial Property). Würde sich doch bestimmt lohnen, oder...?

Vermögen strukturieren und sich möglichst für die unplanbaren Marktereignissen vorbereiten.

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