US-Immobilienmarkt

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Karat1
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Case-Shiller Index - US-Häusermarktpreisentwicklung

Hier noch eine interessante Seite zu den US-Häusermarktpreisentwicklung.

http://www.macromarkets.com/csi_housing/

Es lassen sich verschiedene Städte mit einander vergleichen Ebenso 1 Stadt im Vergleich zu 10 od. 20 anderen in Durchschnitt.

Der Case-Shiller-Index ist ein wichtiger Frühindikator. Habe ihn jetzt auch in meine Kollektion aufgenommen.

Die letzte Publikation ist allerdings vom April 2009, weiss jemand wann die nächste Veröffentlichung erscheint. Die Zahlen werden ja mtl. berechnet.

Karat1

revinco
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Kommt nach der Subprime-Krise nun die Prime-Krise?

Die Krise traf es naturgemäß zuerst die Schuldner mit geringer Bonität, die ihren Verpflichtungen nicht mehr nachkommen konnten und den Banken bei den sogenannten „Subprime-Krediten" gewaltige Ausfälle bescherten. Im vergangenen Jahr betraf das 25 % aller Subprime-Kredite im US-Immobiliensektor. Dieses Phänomen scheint nun abgehakt (in der Regel wurde dann zwangsvollstreckt, um wenigstens einen Teil des Kredits zurückzubekommen).

Ausfälle bei Prime-Krediten schnellen aber nun dramatisch in die Höhe. Jetzt trifft es nämlich die Schuldner mit hoher Bonität (damit also die „Prime-Kredite"). Dort hat sich der Anteil der Problemkredite mit einem Anstieg von 5% auf 9% mehr als verdoppelt. Was ist so schlimm daran? Ganz einfach: Die Prime-Kredite machen immerhin rund 80% des gesamten Kreditvolumens aus. Wenn dort die Ausfallrate nur um ein paar Prozentpunkte steigt (so wie jetzt), dann sehen wir vermutlich eine Finanzkrise 2.0. Und dann ist es fraglich, ob es noch einmal billionenschwere Rettungspakete geben wird, die den Karren für die Banken erneut aus dem Dreck ziehen sollen.

Erst gestern (am Jahrestag der Lehman-Pleite) warnte US-Präsident Obama die Finanzindustrie, dass diese nicht damit rechnen könne, dass der Steuerzahler für ihr Versagen gerade stehen werde, sondern sie die Konsequenzen für ihre Handlungen selbst übernehmen müsse. Er forderte weiterhin strengere Regeln bezüglich Eigenkapital und Liquidität, und kündigte eine Agentur zum finanziellen Schutz der Bürger an. Die nächsten Monate werden zeigen, wie ernst diese Worte zu nehmen sind.

Es ist nur gut, dass wir von dieser Problematik nicht so unmittelbar betroffen sind wie in den USA. Bei deutschen Bausparkassen z.B. beträgt die Kreditausfallquote unter 0,1%. In den USA wie gesagt derzeit über 9%. Die Folgen werden wir in einer globalisierten Wirtschaft dennoch spüren.

Henrik Voigt, Dax Profits

Vermögen strukturieren und sich möglichst für die unplanbaren Marktereignissen vorbereiten.

Karat1
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Re: Kommt nach der Subprime-Krise nun die Prime-Krise?

revinco wrote:

Es ist nur gut, dass wir von dieser Problematik nicht so unmittelbar betroffen sind wie in den USA. Bei deutschen Bausparkassen z.B. beträgt die Kreditausfallquote unter 0,1%. In den USA wie gesagt derzeit über 9%. Die Folgen werden wir in einer globalisierten Wirtschaft dennoch spüren.Henrik Voigt, Dax Profits

Lassen wir jetzt mal die Wahlen in Deutschland vorbeigehen. Die finden ja Ende der nächsten Woche statt. Danach werden wohl wieder einige Wahrheiten auf die Tische kommen. Verkauft wird es natürlich als neue Erkenntnisse. Aber man(n) und Frau ist ja wieder für 4 Jahre gewählt.

Karat

Denne
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Re: Kommt nach der Subprime-Krise nun die Prime-Krise?

Karat1 wrote:

Danach werden wohl wieder einige Wahrheiten auf die Tische kommen.

Zudem: Weshalb sollten wir und die Deutschen von einer Prime-Krise nicht "so unmittelbar betroffen (man beachte die Wischiwaschi-Formulierung)" sein, wenn doch die Subprime-Krise in Europa schon so "erfolgreich" war? Das Drama um z.B. die HRE gibt eine deutliche Antwort.

Karat1
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Entfernung Börse/Realwirtschaft!

Die alles entscheidene Frage die uns jetzt und in den nächsten Monaten beschäftigen muss bzw. verfolgt werden muss ist:

Lösen und entfernen sich die die Börsekurse von der mittel- bis längerfristigen ( 6 - 9 Mte) Entwicklung der Realwirtschaft.

Wenn ja wird die Börse zu einem Casinobetrieb den man beliebig mit Nachrichten manipulieren kann.

Wenn nein, und die Börse, welche die Realität ja immer etwa 6 Monate vorwegnimmt, sollte die wirtschaftliche Erholung ja bereits angelaufen sein. Was dann die Frage:

Ist die reale wirtschaftliche Erholung bereits in der Realität angekommen und am laufen und vorallem sind die fundamentalen Probleme:

Finanz- und Schuldenkrise, Immoblienkrise (Privat-u.Geschäftsimmobilien), Industrieproduktion, Konsumnachfrage, Arbeitslosigeit, Investitionen, etc.)

auch tatsächlich gelöst oder zumindestens auf gutem Weg zur weiteren Besserung oder ist diesbezüglich einfach alles Augenwischerei und kommt zu gegebener Zeit der finale Knall doch noch!?

Persönlich tendiere ich im Moment immer noch auf die pessimistische Variante. Denn in der Realität ist ausser den Unterstützungsprogrammen der verschliedenen Regierungen noch nichts angekommen was meinem Pessimismus besänftigt.

Am Ende gewinnt immer die Realität und die Showtime ist wieder zu ende bis zur nächsten "Vor-(Ver-)führung"!

Karat

revinco
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Fannie Mae Posts Nearly $20 Bln. Loss In Q3; Seeks $15 Bln.

(RTTNews) - Thursday, government-sponsored home mortgage finance company, Fannie Mae (FNM: News ) reported a heavy loss for the third quarter on higher credit related expenses, impairments and fair value losses. Further, the company said it has applied for additional $15.0 billion aid from the federal government and is dependent on the continued support of Treasury for operating its business. Separately, Fannie Mae said that it is implementing the Deed for Lease Program under which qualifying homeowners facing foreclosure will be able to remain in their homes by signing a lease in connection with the voluntary transfer of the property deed back to the lender.

The Washington-based company reported a net loss attributable to common stockholders for the third quarter of $19.76 billion or $3.47 per share, compared to a loss of $29.41 billion or $13.00 per share in the year-ago quarter. Net loss for the third quarter included $883 million of dividends on its senior preferred stock held by the U.S. Department of Treasury.

The company said that the third quarter net loss was largely due to $22.0 billion of credit-related expenses, reflecting the continued build of the company's combined loss reserves and fair value losses associated with the increasing number of loans that were acquired from mortgage-backed securities trusts in order to pursue loan modifications. The company said that the third quarter loss left the company with a net worth deficit of $15.0 billion as of September 30, taking into account unrealized gains on available-for-sale securities during the third quarter.

Fannie Mae said the director of Federal Housing Finance Agency or FHFA submitted a request to Treasury on November 4, for an additional $15.0 billion on the company's behalf to eliminate its net worth deficit. FHFA has requested that Treasury provide the funds on or prior to December 31, 2009. On March 31, Fannie Mae had received $15.2 billion from Treasury under the senior preferred stock purchase agreement, which eliminated its net worth deficit as of December 31, 2008. The company received an additional $19.0 billion from Treasury on June 30, 2009, which eliminated its net worth deficit as of March 31, 2009.

In September 2008, the government promised to buy up to $100 billion in preferred shares in Fannie Mae and Freddie Mac and also created warrants to dilute existing shareholders. The government has pledged more than $1.5 trillion since then to keep the mortgage market working through the two firms.

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