Verschuldung Europa's! Und die Schwellenländer?

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05.05.2010 09:24
#1
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Verschuldung Europa's! Und die Schwellenländer?

Spanien

"Die Haushalte von Spanien und Portugal sind nach Einschätzung des spanischen Premierministers José Luis Rodríguez Zapatero solide. Gerüchte über ein mögliches Hilfspaket für eines der beiden Länder seien «absolut unbegründet» und «unverantwortlich»!"

Diese Aussage und Beteuerungen des spanischen Premier lassen nichts Gutes erahnen. Sein Vertrauen in die Glaubwürdigkeit und die Stärke der öffentlichen Haushalte in Spanien und Portugal in ehren! Mit solchen Aussagen fängt es immer an und wo es endet wissen wir ja. Wäre alles paletti, müsste ein Land gar keine solchen Aussagen machen.

Ich denke, dass der Wurm auch noch in sogen. "seriösen" Staaten drin steckt. Warten wir mal in nächsten Wochen und die Entwicklungen ab.

Die Schuldenuhren ticken überall! Auch in Deutschland um nur ein starkes Land zu nennen.

Karat

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www.lotusforlaos.weebly.com

 

 

 

 

05.02.2014 15:04
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blame the poor and the workers

http://blogs.telegraph.co.uk/finance/ambroseevans-pritchard/100026543/em...

http://libertystreeteconomics.newyorkfed.org/2014/02/a-mis-leading-labor...

besonders interessant im zweiten link sind die kommentare. zbsp.:

Employment to population ratio includes government workers does it not? Civilian Labor Force Participation Rate would be better if the focus is on the private sector.
Regardless the old trends do not follow the new.
16-64 Men no disability:
http://research.stlouisfed.org/fred2/series/LNU02376940
16-64 Women no disability:
http://research.stlouisfed.org/fred2/series/LNU02376945

65 and over:
http://research.stlouisfed.org/fred2/series/LNU02375379

Clearly the 16-64 shows a decline coming out of the recession and flatline. 65+ shows a solid growth trend in retiree age employment. If anything, the exact opposite of what you propose is occurring.

und dauerbrenner: https://www.youtube.com/watch?v=PMCAVORRl4c

 

05.02.2014 14:04
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Don't Blame the Fed

Die Probleme der Emerging Markets sitzen tiefer.


Quelle: Capital Economics

Die Grafik zeigt in Grau die Renditen zehnjähriger US-Treasuries (rechte Skala, in % ) und in Blau die relative Performance der Schwellenländeraktien, gemessen als Verhältnis des MSCI Emerging Markets zum MSCI-Weltindex. Am aktuellen Rand ist zu erkennen, dass die US-Langfristzinsen seit Anfang Jahr von über 3 auf 2,6% gefallen sind, während sich der Ausverkauf der Schwellenländeraktien akzentuiert hat. Damit ist klar, die jüngste Episode der Schwellenländerturbulenzen hatte nichts mit der Drosselung der Anleihenkäufe (Tapering) durch das Fed und der Angst vor steigenden Zinsen zu tun. Die Langfristzinsen, die die in Zukunft erwarteten kurzfristigen Zinsen reflektieren, sind sogar gefallen.

Ganz anders war es im Sommer 2013, als der Anstieg der US-Anleihenrenditen zu einem massiven Einbruch der aufstrebenden Märkte führte, wie die fallende blaue Linie verdeutlicht. Die Logik: Das Verebben der Liquiditätsschwemme, die die Emerging Markets überflutet und die Vermögenspreise nach oben getrieben hatte, würde das Ende der Party bedeuten. Höhere Zinsen in den USA würden zu einem Kapitalabfluss von den Schwellenländern führen, da ihr Zinsvorteil das Risiko nicht mehr wert wäre.

Aber bei genauerem Hinsehen stellt sich heraus, dass die relative Performance der Schwellenländeraktien schon lange davor nach unten zeigte. Der Wendepunkt war im Jahr 2011. Seither entwickeln sich die Emerging Markets schlechter als die Märkte der Industrienationen. In dieser Phase haben auch die Rohstoffmärkte ihren Höhepunkt erreicht; das ist kein Zufall, hängt doch das Wachstum der Schwellenländer in hohem Grad von den Rohstoffmärkten und von der Nachfrage Chinas ab. Beide haben, wie wir wissen, in den vergangenen drei Jahren an Dynamik verloren.

Die Rohstoffabhängigkeit ist aber nur ein Aspekt der Schwellenländerschwäche. Gleichzeitig haben viele aufstrebende Länder mit einem kreditgetriebenen Konsumboom eine Verschlechterung der Zahlungsbilanz erfahren. Wichtige Reformen zur Verbesserung der Produktivität wurden nicht angegangen. Dazu werden nun die demokratischen Defizite, die während der Boomjahre von ausländischen Investoren ignoriert wurden, wieder als Risikofaktor wahrgenommen.

http://www.fuw.ch/article/der-chart-des-tages-233/

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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

05.02.2014 11:46
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Nun will man also, grad zu Beginn der Fastnachtszeit, im grossen Theater das Stück 'Die Schwellenkrise' anpreisen. Na, wer Lust hat geht hin.


Wer keine Lust hat, schaut hier:



Von moneycab -

5. Februar 2014

11:16



London – Die Stimmung in den Unternehmen des Euroraums hat sich zu Beginn des neuen Jahres weiter verbessert. Der vom Forschungsunternehmen Markit erhobene Einkaufsmanagerindex stieg im Januar um 0,8 Punkte auf 52,9 Zähler, wie das Institut mitteilte. Vorläufige Zahlen wurden allerdings leicht von zuvor 53,2 Punkten nach unten revidiert.


Bemerkenswert sind vor allem die Daten aus Frankreich. Erstmals seit Monaten lieferten die Stimmungsindikatoren aus der zweitgrössten Euro-Volkswirtschaft keine Enttäuschung, sie konnten jeweils ein Stück weit an Boden gut machen.


Industrie: Indikator auf dem höchsten Stand seit zweieinhalb Jahren
Insgesamt hellte sich die Stimmung im Dienstleistungssektor des Euroraums laut der Umfrage etwas auf, der Indikator für die Industrie erreichte nach Zahlen vom Montag den höchsten Stand seit zweieinhalb Jahren.


In Deutschland fiel die Entwicklung nur in der Industrie überraschend positiv aus, während der Stimmungsindikator für den Bereich Dienstleistungen leicht auf 53,1 Punkte zurückfiel. Beide Kennzahlen für Deutschland liegen aber weiter über die sogenannte Wachstumsgrenze von 50 Punkten. Werte oberhalb der Marke gelten als Hinweis für eine Zunahme der Wirtschaftsaktivitäten. Werte darunter deuten auf ein Schrumpfen hin.


Konjunktur-Erholung in Spanien zieht an
In dem wirtschaftlich angezählten Land Spanien gewinnt die konjunkturelle Erholung offenbar an Fahrt. Hier hellte sich die Stimmung in beiden betrachteten Wirtschaftsbereichen weiter auf, nachdem sie zuvor bereits die Wachstumsschwelle übersprungen hatten. Vor allem die Stimmung bei den spanischen Dienstleistern machte zum Jahresauftakt einen Sprung nach oben. In Italien hellte sich hingegen nur die Stimmung im Bereich Dienstleistungen auf, während sie sich in der Industrie leicht eintrübte.


Einzelhandel schwächelt im Dezember
Die Einzelhändler im Euroraum haben zum Jahresausklang ein unerwartet deutliches Umsatzminus hinnehmen müssen. Nach Angaben des europäischen Statistikamtes sanken die Erlöse im Dezember um 1,6 Prozent zum Vormonat. Ökonomen hatten nur mit einem Rückgang um 0,7 Prozent gerechnet. Der kräftige Anstieg im November wurde zudem auf 0,9 (zunächst 1,4) Prozent nach unten korrigiert. Im Vergleich zum Vorjahr fielen die Umsätze im Dezember um 1,0 Prozent. Im Gesamtjahr 2013 setzte die Branche 0,9 Prozent weniger um als im Vorjahr.


Die stärksten Umsatzeinbussen unter den Euroländern meldeten im Dezember Deutschland mit minus 2,4 Prozent zum Vorjahresmonat, Belgien mit minus 1,9 Prozent und Finnland mit minus 1,3 Prozent. Den höchsten Zuwachs erzielte Luxemburg mit plus 9,4 Prozent. (awp/mc/pg)



  Schlagwörter: Eurozone, Konjunktur, Wirtschaftsstimmung 


 

Emil

04.02.2014 17:39
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Kommt eine neue Schwellenländer-Krise?

Steht die Welt vor einer Schwellenländer-Krise? Zyniker behaupten, das sei eine rhetorische Frage, zumal die Anleger an den internationalen Finanzmärkten schon seit Monaten Engagements in aufstrebenden Märkten meiden. Das war bisher vor allem an den Devisenmärkten zu spüren, wo Währungen wie beispielsweise die türkische Lira oder die indische Rupie stark unter Druck gerieten. Auch Russland und Brasilien stehen im Visier der Hedge-Funds.

Im Gespräch mit Fondsmanagern wird klar, dass das Vertrauen in diese Länder stark gefallen ist. An Gründen dazu fehlt es freilich nicht. Ein Beispiel ist das Währungschaos in Argentinien, das auf die Stimmung drückt. Ein weiterer Grund ist die Bereitschaft der US- Notenbank, ihre expansive Geldpolitik ganz leicht zu drosseln. Das führt zu einem Kapitalrückzug aus den aufstrebenden Märkten in den Dollarraum.

Während die einen Parallelen zur Währungskrise Mitte der 1990er Jahre sehen, als Thailand, Indonesien und später auch Russland in die Knie gezwungen wurden, steht für andere die Frage im Mittelpunkt, wie sich eine eventuelle Währungskrise in den Emerging Marktes auf amerikanische Unternehmen auswirken würde. Apple hat zum Beispiel letzte Woche während der Präsentation der Quartalsergebnisse über den Einfluss der Währungsturbulenzen auf den eigenen Umsatz gesprochen. Und der Hersteller des iPhone ist nicht allein: Auch GM zieht einen guten Teil des operativen Gewinnes aus den Emerging Markets, Coca-Cola und Pepsi ebenso. Nun stellt sich die Frage, wie viel von dem in den Schwellenländern erwirtschafteten Gewinne «echt» war und wie viel davon bloss eine Folge der jahrelangen Abschwächung des Dollars.

Ob die Lage wirklich kritisch ist, wird allerdings auch von vielen infrage gestellt. Es sei heute ganz anders als vor zwanzig Jahren. Die Emerging Markets seien reifer geworden und die Währungsturbulenzen stellten dementsprechend keine Gefahr dar. Für diese Argumentation spricht unter anderem die Tatsache, dass zahlreiche Länder hohe Dollarreserven angehäuft haben. Russland zum Beispiel steht heute viel stärker da. Im Gegensatz zu den 1990er Jahren ist das Land kaum mehr im Ausland verschuldet und hat dank hohen Erdölpreisen beträchtliche Dollarreserven angehäuft. Ähnliches gilt für Brasilien. Für Länder mit hohen Rohstoffvorkommen sehen die Auguren in der nahen Zukunft denn auch weniger Probleme.

Doch Rohstoffe allein können ein Land nicht vor dem Kollaps schützen, wie das Beispiel Argentinien zeigt. Das Land musste in den letzten Tagen eine massive Abwertung der Währung hinnehmen. Hauptgrund für die Probleme Argentiniens ist die starke Inflation. Insofern lohnt es sich, die Inflation in anderen Ländern genauer zu analysieren. Wenn die Teuerung stetig zunimmt, dann wird sich die Währung früher oder später anpassen müssen.

http://www.nzz.ch/finanzen/uebersicht/finanzportal/kommt-eine-schwellenl...

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