Wachstumsgeschwaffel – Es wird Winter in der CH

7 Kommentare / 0 neu
13.10.2009 15:55
#1
Bild des Benutzers Fine-Tuner
Offline
Kommentare: 886
Wachstumsgeschwaffel – Es wird Winter in der CH

Die Wirtschaftsführer/-experten, die Politiker und die Krisengewinnler, Sie alle wollen uns weismachen, dass die Krise vorbei ist und wir bereits wieder auf dem steigenden Ast sind. Wachstum wird angekündigt. Die Unternehmer seien optimistisch…..sagt man.

Schon lustig, wie Die uns für dumm verkaufen wollen. Die Priviligierten wollen das Volk einlullen, Durchhalteparolen. Es kommt schon besser. Wir müssen nur ein bisschen beissen......doch bei einer Erwerbslosenquote von über 15% gibts bald für breite Bevölkerungsschichten nichts mehr zu beissen.

Wir, das sind natürlich nicht Sie, denn Sie haben ihre Pfründe bereits gesichert und haben jetzt Angst, dass Sie etwas davon abgeben müssen.

Sie verlangen von den Letzten schneller zu laufen, während Sie sich schieben lassen. Sie wollen Druck ausüben, indem Sie Sozialleistungen abbauen.

ALV-Taggelder runter, AHV-Alter rauf, IV-Bezüger an den Pranger und den BVG-Umwandlungssatz in den Keller..…so läuft das heute.

Würde jeder für sich sorgen, wäre für alle gesorgt. Aussage eines Mitglieds der nationalrätlichen Wirtschaftskommission. Ein Schlag ins Gesicht für alle Kranken, Alten, Behinderten, Arbeitslosen und Sozialhilfeempfänger. Immerhin rund 30% unserer Gesellschaft. Sie sind die Sündenböcke, nebst Ausländern…….und neuerdings auch Grenzgängern. Diesem Gesindel muss der Riegel geschoben werden. Die Schraube muss angezogen werden. Alles Schmarotzer.

Zum Glück haben wir noch ehrliche Personen und vor allem Firmen, die etwas an das Wohl unserer Gesellschaft beitragen, wie zum Beispiel unsere Banken, unsere Pharmabranche unsere Bauern. Sie müssen wir schützen, subventionieren und sanieren…koste es was es wolle. Das sind gute Schweizer und unsere AG’s sind die Besten. Sie nehmen uns als Konsumenten aus…. und werfen uns als Angestellte raus. So muss das sein. Gewinne müssen maximiert werden. Interne Kosten externalisieren, externe Gewinne internalisieren. Dies alles auf Kosten der Allgemeinheit.

Solidarität? Nein Danke. Davon profitieren doch nur die Anderen……….Es wird Winter in der CH.

Happy New Year

Fine-Tuner

Aufklappen
23.09.2013 11:45
Bild des Benutzers Elias
Offline
Kommentare: 16250
Die Zeichen für die Wirtschaft stehen auf Grün

Die Konjunkturforschungsstelle KOF der ETH Zürich hat anlässlich der Herbstprognose 2013 ihre Schätzung für das Wachstum des realen Schweizer Bruttoinlandproduktes (BIP) erhöht.

Neu rechnet sie im laufenden Jahr mit einem Wirtschaftswachstum von 1,9%; letzten Sommer hatten die KOF-Ökonomen noch ein solches von 1,4% veranschlagt. Im kommenden Jahr rechnet die KOF mit einem BIP-Wachstum von +2,1%, nach zuvor +2,0% in der Juni-Prognose.

Nachdem lange die Binnenwirtschaft die wichtigste Konjunkturstütze war, wird in den kommenden Monaten die Auslandnachfrage, mit entsprechend anziehenden Exporten, die Wirtschaftsexpansion stärker mitbestimmen, begründet das KOF die Erhöhung der Prognosen. Die Arbeitslosigkeit bleibe tief, sinke trotz der guten Wirtschaftsentwicklung aber kaum noch. Die Konsumentenpreise stiegen wieder leicht, heisst es weiter.

Erholung im Euroraum

Die Erholung im Euroraum dürfte sich in der zweiten Jahreshälfte fortsetzen, so das KOF zu den Rahmenbedingungen. Anders als Europa hätten die USA nach 2009 zwar keine weitere Rezession erlebt, der Aufschwung sei aber durch die fiskalpolitische Straffung belastet worden. Dies werde bis Mitte nächsten Jahres der Fall bleiben. Chinas Wachstum scheine sich zu stabilisieren und auch Japans Wirtschaft expandiere, allerdings sehe es dort derzeit eher nach einer vorübergehenden Erholung aus. Insgesamt erwartet die KOF eine relativ stabile internationale Konjunkturentwicklung, von der die Schweizer Wirtschaft profitieren wird.

Die schweizerische Wirtschaft hat sich laut KOF trotz der Rezession im Euroraum vergleichsweise gut gehalten. Dazu beigetragen hätten in den vergangenen Jahren insbesondere die Bauwirtschaft und der private Konsum. 2014 sollten die Bauinvestitionen nochmals kräftig wachsen (+3,7%), da bisherige Kapazitätsengpässe im laufenden Jahr überwunden würden. Zudem profitiere der Wohnbau von der wachsenden Bevölkerung. Gleiches gelte für den privaten Konsum, der seit Jahren das BIP-Wachstum in der Schweiz stütze.

Auslandnachfrage steigt

In den kommenden Monaten dürfte sich die Konjunkturdynamik von der inländischen Nachfrage in Richtung Auslandnachfrage verlagern, heisst es weiter. Die Erholung im Euroraum dürfte viele Unternehmen dazu veranlassen, ihre zwischenzeitlich aufgeschobenen Investitionsvorhaben zu realisieren und die Produktion auszuweiten. Entsprechend dürften die Ausrüstungsinvestitionen steigen (2014: +4,4%). Gleichzeitig rechne die KOF auch mit einer graduellen Zunahme der Exporte, im Jahresdurchschnitt 2014 um +4,2%.

In der Prognose 2014 geht die KOF von einer stärkeren konjunkturellen Dynamik gegen Ende des Jahres aus. Verzögert dürfte davon auch der Arbeitsmarkt profitieren (Arbeitslosenquote 2014: 3,1%). Allerdings scheine sich hier eine Diskrepanz zwischen der Entwicklung der Beschäftigung, die seit Jahren stark zunehme, und der Arbeitslosigkeit aufzutun. Das positive BIP-Wachstum trage weniger zur Reduktion der Arbeitslosigkeit bei, als zu erwarten wäre. Dies könnte unter anderem damit zusammenhängen, dass die Arbeitslosen in der Schweiz zunehmend nicht die für die offenen Stellen erforderlichen - zumeist gehobenen - Qualifikationsprofile aufwiesen.

Leicht steigende Inflation

Die Inflation erhöht sich in den kommenden Monaten und im nächsten Jahr allmählich (2014: +0,5%), nachdem lange rückläufige Preise zu beobachten waren (2013: -0,2%), so die Prognosen weiter. Die erwartete Preisentwicklung gebe noch keinen Anlass für eine Anhebung der Zinsen durch die Schweizerische Nationalbank (SNB). Das konjunkturelle Umfeld werde es der SNB aber erleichtern, die Nullzinspolitik zu beenden und ab 2015 die Kurzfristzinsen langsam wieder anzuheben. Die langfristigen Zinsen würden ebenfalls steigen.

Die allmähliche Beruhigung an den internationalen Finanzmärkten vermindere den Druck auf den "sicheren Hafen" Schweizerfranken, heisst es weiter. Der Euro dürfte daher wieder etwas aufwerten. Insgesamt deute sich eine relativ stabile konjunkturelle Entwicklung an. Die Unsicherheit scheine im Vergleich zu den vergangenen Jahren etwas abgenommen zu haben.

http://www.cash.ch/news/front/die_zeichen_fuer_die_wirtschaft_stehen_auf...

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

26.03.2013 16:24
Bild des Benutzers Elias
Offline
Kommentare: 16250
BIP soll auch 2013 wachsen

Die Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich (KOF) erwartet im laufenden Jahr ein Wachstum des Schweizer Bruttoinlandprodukts (BIP) um 1,4%. Das ist gegenüber der früheren Prognose ein Plus von 0,2 Prozentpunkten. Gegen Jahresende dürfte die Wirtschaft an Dynamik gewinnen. Verantwortlich dafür ist gemäss der am Dienstag veröffentlichten Frühjahrsprognose der KOF die Erholung der Weltwirtschaft.

Schweizer Konjunkturentwicklung

In der Schweiz schlug sich Ende 2012 die schwache internationale Entwicklung in rückläufigen Warenexporten nieder. Die Dienstleistungsexporte entwickelten sich über das vergangene Jahr ebenfalls schwach. Die etwas entschärfte Wechselkurssituation und die leicht bessere Stimmung im Ausland sollten dagegen im laufenden Jahr zu einer Erholung der Gesamtausfuhren führen (2013: 2,9%).

Die Importe entwickelten sich 2012 zwar ebenfalls eher schwach (3,4%), aber etwas stärker als die Exporte (1,2%). Da sich die Schweizer Binnenkonjunktur in diesem Jahr stabil entwickeln sollte, dürften die Wareneinfuhren an Dynamik gewinnen. Für die Gesamtimporte geht die KOF in diesem Jahr von einer Zunahme von 2,3% aus. Die stabile Binnenwirtschaft zeigt sich im laufenden Jahr im Anstieg des privaten Konsums von 1,9%. Der Boom der Bauwirtschaft hat hingegen wohl seinen Zenit erreicht: In diesem Jahr nehmen die Bauinvestitionen gemäss Prognose nur noch leicht zu (0,5%). Die Wohnbautätigkeit dürfte sich auf einem hohen Niveau stabilisieren. Die Ausrüstungsinvestitionen der Unternehmen dürften vor allem in der zweiten Jahreshälfte 2013 zunehmen und damit trotz einem verhaltenem Jahresbeginn im Jahr 2013 um 2,0% wachsen.

Arbeitslosigkeit bleibt im internationalen Vergleich tief

Die Beschäftigung (auf Vollzeitäquivalente umgerechnet) hat im vergangenen Jahr weiter zugelegt (1,6%). Gleichzeitig ging beim eher schwachen Wirtschaftswachstum die Arbeitsproduktivität statistisch etwas zurück. Das Beschäftigungswachstum dürfte sich in der nächsten Zeit abgeschwächt fortsetzen. Dadurch wird die Arbeitslosigkeit in der Schweiz im internationalen Vergleich auf tiefem Niveau bleiben: Die KOF erwartet, dass sich die momentan geringe Zunahme der Arbeitslosenzahl nicht beschleunigen wird (Arbeitslosenquote 2013: 3,2%).

 

 

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

30.10.2009 13:17
Bild des Benutzers Denne
Offline
Kommentare: 2478
Wachstumsgeschwaffel – Es wird Winter in der CH

Fine-Tuner wrote:

Das Volk ruhig halten ist die Devise.

Es wird nicht mehr lange funktionieren. Und da das Volk keinen Schimmer hat, wo das Problem eigentlich liegt, wird es sich gegen die Falschen wenden. Banker mögen rücksichtslose Ferkel sein, aber auch sie sind letztlich ein Produkt des Fiat money Systems.

Fine-Tuner wrote:

Heute ist die Börse ein unberechenbarer Ort;

War sie schon immer. Spekulation ist ihr Sinn und Zweck. Getrieben von Angst und Gier. Wär sie berechenbar, wär´s keine Börse.

30.10.2009 11:01
Bild des Benutzers Fine-Tuner
Offline
Kommentare: 886
Wachstumsgeschwaffel – Es wird Winter in der CH

Betreibungsämter sind die einzigen, die zurzeit Leute einstellen. Anscheinend haben sich die Betreibungen sprunghaft erhöht.

Eine schleichende Verarmung der Bevölkerung ist offensichtlich. Immer mehr Menschen haben ihre letzten Reserven (inkl. 2. Säule) aufgebraucht und sind jetzt am Ende.

Der Gang zum Sozialamt - oder eine Kugel - ist für viele der letzte Ausweg. Angesichts dieser Entwicklung tönen die Durchhalteparolen und das Geschwaffel vom Ende der Krise gerdezu lächerlich. Aber was sollen die Schönen und Reichen sonst sagen. Das Volk ruhig halten ist die Devise.

Fakt ist, dass wir uns in einer Abwärtsspirale befinden. Die Börse spiegelt nicht (mehr) die Zukunft, wie dies oft zu vernehmen ist. Heute ist die Börse ein unberechenbarer Ort; getrieben von kurzfristig denkenden Spekulanten und einer massiven Überliquidität, die keine adäquaten Anlagemöglichkeiten mehr findet und für eine paar Prozente mehr, enorme Risiken eingeht. Die Unternehmen sind bereits wieder massiv überbewertet und der nächste Crash ist nur eine Frage der Zeit.

Verarmung der privaten Haushalte und eine massive Überschuldung der öffentlichen Haushalte ist was uns erwartet. Die Krise befindet sich am Anfang und nicht am Ende...welches noch lange nicht absehbar ist.

Wir bleiben dran.

Fine-Tuner

14.10.2009 13:30
Bild des Benutzers rainii
Offline
Kommentare: 281
Wachstumsgeschwaffel – Es wird Winter in der CH

@crash guru, danke dir für deinen beitrag, hast bei mir ein längeres zynisches schmunzeln hervorgerufen; "steigbügelhalter" ja diese gibt's leider zur übergenüge

gruss,

rainii

@fine-tuner, auch Dir vielen dank für den bericht, lesenswert obwohl reichlich negativ, aber auch das darf mal ungeschönt auf den tisch gebracht werden

13.10.2009 22:26
Bild des Benutzers CrashGuru
Offline
Kommentare: 2261
Wachstumsgeschwaffel – Es wird Winter in der CH

Frust raus lassen ist gesund.... Leider aber ist die Zusammenfassung gut gelungen.

Ausgenommen der Titel. Der Winter findet nicht nur in der CH sondern weltweit statt. Denn die Verantwortlichen für die Entwicklung handeln nicht regional sondern global.

Allerdings.... in D wurde trotz dieser Entwicklung nicht eine Rot/Rot/Grüne Regierung gewählt sondern eine Schwarz/Gelb-Regierung. Also scheinbar sind die Wähler = Bürger ja zufrieden mit der Entwicklung. Ja ein Rutsch weiter nach rechts wurde gesucht! Also was solls.

Es ist wohl so, dass die Mehrheit der Meinung ist, selbst irgendwann an den Honigtopf zu kommen. Und da will man doch schon vorspuren mit Topvoraussetzungen für die Superreichen und Mächtigen. Vielleicht gehört man ja auch mal dazu. Schliesslich gibt es ja auch fast jede Woche einige neue Lottomillionäre....

Ich nenne diese Leute "Steigbügelhalter". Sie helfen denen in den Sattel, welche sie dann mit dem Pferd über den Haufen rennen. Aber sie werden dann im Spital trotzdem mit glänzenden Augen "Glanz&Gloria" im TV ansehen und nichts begreifen.

Einziger Trost: Das Pendel schlägt auch wieder zurück.