Währungsreform

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16.01.2012 10:48
#1
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Währungsreform

Indikatoren welche auf eine kommende Währungsreform hindeuten. 


Eine Währungsreform ist die Folge einer völlig falschen und unfährigen Politik von inkompetenten, hilf- und ahnungslosen Politikern. Oft oder eigentlich immer, wird eine Politik betrieben, bei welcher immer mit einem oder beiden Augen auf die Wiederwahl geschielt wird. Statt das Nötige, Unbequeme umzusetzen  will man ja den Wähler bei der Stange halten. 


Signale-Indikatoren-Warnsignale für eine bevorstehende Währungsreform!


- Den Staaten gelingt es nicht mehr ihre Staatsanleihen zu plazieren


- Kurszerfall der eigenen Währung (Euro, US-$)


- Goldkurs bricht nach ober aus


- Beginn einer gallopierenden Inflation


Sind diese 4 Bedingungen ansatzweie zu erkennen, sollte ein Anleger mindestens gedanklich einen Plan haben, wie er sein Vermögen vor einer Währungsreform schützen kann/soll!


- Ein Schatulle voll Gold! Der Goldpreis wird schnell abrauschen. Niemand verkauf mehr Gold.


- Liegenschaften bedingt! Der Staat kann hier wohl am schnellsten die hohle Hand machen!


- Kunst, Bilder, Sammlungen, Raritäten? Werte die nicht beliebig vermehrbar sind!


- Sachwerte mit nachhaltiger Werterhaltung!


Meine Fragen:


- Wie gross schätzt ihr die Gefahr einer bevorstehenden Währungsreform ein? CH, Europa,USA?


- Was bietet Schutz bei einer Währungsreform?


- Wenn es im Euroraum eine Währungsreform gibt, kommt die WR zwingend auch in der Schweiz?


Karat                         


 

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 www.mama-elizza.com/

www.haller-stiftung.ch

www.waisenkinder.jimdo.com

www.lotusforlaos.weebly.com

 

 

 

 

15.10.2015 12:11
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Karat1 hat am 16.01.2012 - 10:48 folgendes geschrieben:

Meine Fragen:

- Wie gross schätzt ihr die Gefahr einer bevorstehenden Währungsreform ein? CH, Europa,USA?

- Was bietet Schutz bei einer Währungsreform?

- Wenn es im Euroraum eine Währungsreform gibt, kommt die WR zwingend auch in der Schweiz?

Ich sehe weiterhin keine Anzeichen für eine WR

 

 

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29.10.2012 09:45
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Der «Währungskrieg» in den Dreissigerjahren

Wenn immer heute der Vorwurf des Währungskriegs erhoben wird, klingt die Warnung mit, es nicht so weit kommen zu lassen wie in den Dreissigerjahren. Damals habe der zerstörerische Währungskrieg zum militärischen Krieg geführt. Wehret den Anfängen!

Auf vergangene Katastrophen hinzuweisen ist immer wirkungsvoll und manchmal auch richtig, aber in diesem Fall ist der historische Vergleich geradezu irreführend. Der grösste Fehler der Dreissigerjahre war nicht der Abwertungswettlauf, sondern das Festhalten am Goldstandard.  Clapping    Die Länder hätten, wenn schon, früher abwerten sollen, nicht die Abwertung verhindern. Denn nur durch die Aufhebung der Goldstandards gewannen sie die Freiheit zurück, ihr Bankensystem zu stützen, die Deflation zu beenden und die Zukunftserwartungen umzudrehen.

Barry Eichengreen und Jeffrey Sachs haben den Zusammenhang zwischen dem Zeitpunkt der Abwertung und dem industriellem Wachstum in den Dreissigerjahren anhand einer Grafik klar auf den Punkt gebracht. Die Grafik zeigt, dass das industrielle Wachstum besser war, je früher ein Land abgewertet hat (hier das ganze Paper, das 1985 im «Journal of Economic History» publiziert wurde). Grossbritannien und die nordischen Länder werteten bereits 1931 ab und erholten sich bald darauf, Frankreich wertete erst 1936 ab und blieb deshalb länger in der Krise stecken.

Auch der zweite Teil der historischen Analogie ist irreführend. Die Abwertungen trugen nicht zum Ausbruch des Zweiten Weltkriegs bei. Viel wichtiger waren andere Faktoren: der gescheiterte Friedensvertrag, die Schuldenkrise in Deutschland, das schlechte Krisenmanagement der USA, die Unterschätzung Hitlers etc. Der Begriff Währungskrieg suggeriert, es sei schon in den Dreissigerjahren Krieg geführt worden, nur nicht mit militärischen Mitteln. Auch das ist irreführend. Die Tatsache, dass Frankreich erst 1936 in den Abwertungswettlauf einstieg, war vollkommen selbst verschuldet. Es war nicht Ausfluss einer Konfrontation mit Deutschland oder einer anderen Macht.

Im Übrigen ist auch heute nicht der Währungskrieg das Hauptproblem. Viel zentraler für die Weltwirtschaft sind die Tiefzinspolitik des Fed, die Eurokrise und die Probleme des chinesischen Wachstumsmodells. So werden auch künftige Historikerinnen und Historiker kaum den «Währungskrieg» ins Zentrum der Darstellung der aktuellen Krise stellen. Dieser Begriff lenkt nur vom Wesentlichen ab. http://blog.tagesanzeiger.ch/nevermindthemarkets/index.php/10383/der-wah...

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18.10.2012 10:41
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Argentinische Milliarden: Bundesrat lässt US-Fonds abblitzen

Nach dem Staatsbankrott Argentiniens im Jahr 2002 haben zwei US-Fondsgesellschaften viel Geld verloren. Deshalb wollten sie nun argentinisches Staatsvermögen in der Schweiz blockieren lassen - und sind beim Bundesrat abgeblitzt. http://www.handelszeitung.ch/politik/argentinische-milliarden-bundesrat-...

Das war im 2002 und schlägt heute noch Wellen.

Wenn man von sich behauptet, selbständig zu sein, müssten einem die Konsequenzen zu denken geben. Auch die Auftraggeber können Pleite gehen.

 

Wer Gutes verbessern will, macht es oft noch schlimmer

 

 

 

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03.10.2012 20:32
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Der Schweizer Franken - eine Erfolgsgeschichte

Der Schweizer Franken habe wesentlich zur politischen und wirtschaftlichen Festigung der Schweiz beigetragen, schreibt Ernst Baltensperger in seinem Buch über die helvetische Währung.

 

Der Franken ist trotz der gegenwärtigen Überbewertung und der damit verbundenen Probleme eine Erfolgsgeschichte. Dieses Fazit zieht der emeritierte Professor Ernst Baltensperger in seinem am Mittwoch vorgestellten Buch zur Geschichte der Schweizer Währung.

Für die aktuellen Erschütterungen der weltweiten Geld- und Finanzmärkte biete die Geschichte des 1850 eingeführten Schweizer Frankens zu vielen Fragen reiche Erfahrungen. Die heutige Lage sei zwar eine grosse Herausforderung, aber nicht einzigartig extrem, sagte Baltensperger bei der Buchvernissage in Zürich.

Er verwies auf das Auseinanderbrechen der Lateinischen Münzunion um den französischen Franc, welcher auch der Schweizer Franken angehörte, auf die riesige Inflation im Ersten Weltkrieg, die Abwertungsspirale in den 1930er-Jahren und die Frankenüberbewertung in den 1970er-Jahren nach dem Ende des Festkurs-Währungssystems von Bretton Woods.

Allerdings sei die Deutsche Mark auch 1978 auf dem Höhepunkt der damaligen Wechselkurskrise eine starke Währung gewesen, während heute beide wichtigen Währungsblöcke - neben dem Euro auch der Dollar - schwächelten.

Kein Abgesang

Der emeritierte Professor für Volkswirtschaftslehre an der Uni Bern will sein Buch, das er im Auftrag der Schweizerischen Nationalbank erstellt und im NZZ-Libro-Verlag publiziert hat, nicht als Memoiren des Frankens missverstanden wissen: Die Schweizer Währung leide eher an «etwas zu viel Erfolg» und er kenne kein Beispiel, bei dem eine starke Währung verschwunden sei.  Clapping

Entstanden ist die Idee für das Buch vor einigen Jahren aus einem SNB-internen Seminar zum Thema «Währungsgeschichte im 19. und 20. Jahrhundert». Am Ursprung stand das Anliegen, die Kenntnisse der Mitarbeitenden der SNB in Schweizer Wirtschaftsgeschichte zu verbessern. Denn diese seien wichtig, um ein gutes Verständnis der Gegenwart zu erlangen, sagte SNB-Präsident Thomas Jordan.

Zu aktuellen geldpolitischen Fragen wollte sich Jordan zwar nicht äussern. Wichtigste Erkenntnis aus dem Werk von Baltensperger sei aber, dass ohne Rücksicht der Geldpolitik auf die Preisstabilität eine Währung über kurz oder lang dem Untergang geweiht sei.

Auch laut Baltensperger liegt die grösste Gefahr darin, dass die Geldpolitik fiskalischen Motiven untergeordnet wird. Dies sei in der Schweiz lediglich in einer kurzen Periode im Ersten Weltkrieg der Fall gewesen.

Kritik an Euro-Politik

Es sei zu hoffen, dass dies so bleibe und die Unabhängigkeit der Geldpolitik auch international wieder mehr Gewicht finde, sagte Baltensperger mit Blick auf die Europäische Zentralbank (EZB), die zur Stützung notleidender Staaten deren Anleihen kaufen und somit die Zinslast drücken will.

Baltensperger wies zudem den Vorwurf zurück, dass nur die SNB mit ihrem Franken-Mindestkurs von 1,20 Euro Währungspolitik betreibe: «Geldpolitik ist immer Währungspolitik». Und sowohl die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank als auch jende der US-Notenbank Fed seien ultralocker.

Die Wirren der Eurozone belegten eindrücklich die Gefahren, die mit der Abgabe monetärer Souveränität an eine höhere gemeinschaftliche Ebene «ohne vorherige glaubwürdige Einigung auf gemeinsame politische und ökonomische Werte» verbunden sein können.

Allerdings sei auch der Franken bei seiner Geburt nicht unbedingt dazu prädestiniert gewesen, zu einer der stabilsten und erfolgreichsten Währungen der Welt aufzusteigen. Mit ihm wurde aber ein Münz- und Währungswirrwarr überwunden. Und er trug laut Baltensperger wesentlich zur politischen und wirtschaftlichen Festigung der Schweiz bei. Beides bedinge sich gegenseitig. http://www.20min.ch/finance/news/story/Der-Schweizer-Franken---eine-Erfo...

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17.01.2012 18:44
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MarcusFabian hat am 17.01

MarcusFabian hat am 17.01.2012 - 14:07 folgendes geschrieben:

Elias hat am 17.01.2012 - 10:22 folgendes geschrieben:

Es gibt bis heute keine private oder öffentliche Stelle, die verbindliche, gesamtschweizerische Angaben zur Verschuldung privater Haushalte machen könnte.

Gibt es Zahlen zur Verschuldung von Unternehmen?

Wenn ja, könnte man es einfach ausrechnen:
Die Geldmenge ist ja bekannt und Geldmenge=Schuldenmenge.

Diese Schulden sind verteilt auf Staat, Unternehmen, Private.

Die Schuldenmenge des Staates ist bekannt. Wenn nun auch die Schuldenmenge der Unternehmen bekannt ist, lassen sich die Schulden der Privaten einfach errechnen:
Privatschulden = Geldmenge - Staatsschulden - Unternehmensschulden.

Bei Firmen wird die Bilanz deponiert, wenn eine Überschuldung vorliegt. Das sind dann die publizierten Konkurse. Ansonsten kommt das Verhältnis von Eigenkapital zu Fremdkapital ins Spiel. Aber das hilft auch nicht weiter.

Die Aktiven beim Staat werden geflissentlich ausgeblendet.

Der Bund stapelt tief. Wie die Eidgenossenschaft wichtige Vermögenswerte bewertet
(in Mrd. Fr.)
Post 3,3
SBB 9,5
Swisscom 3,5
Ruag 0,8
BLS-Netz 0,3
Nationalstrassen 35,3
Bundesliegenschaften 14,0

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17.01.2012 14:07
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Elias hat am 17.01.2012 - 10

Elias hat am 17.01.2012 - 10:22 folgendes geschrieben:


Es gibt bis heute keine private oder öffentliche Stelle, die verbindliche, gesamtschweizerische Angaben zur Verschuldung privater Haushalte machen könnte.

Gibt es Zahlen zur Verschuldung von Unternehmen?

Wenn ja, könnte man es einfach ausrechnen:
Die Geldmenge ist ja bekannt und Geldmenge=Schuldenmenge.

Diese Schulden sind verteilt auf Staat, Unternehmen, Private.

Die Schuldenmenge des Staates ist bekannt. Wenn nun auch die Schuldenmenge der Unternehmen bekannt ist, lassen sich die Schulden der Privaten einfach errechnen:
Privatschulden = Geldmenge - Staatsschulden - Unternehmensschulden.

 

17.01.2012 14:04
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melchior hat am 17.01.2012 -

melchior hat am 17.01.2012 - 09:18 folgendes geschrieben:

Was macht der Staat in so einem Szenario mit den Rentnern? 

 

Dasselbe wie schon seit über 1000 Jahren. Jene die arbeiten, füttern Alte und Kinder mit durch.

Die Rentner werden also nicht verhungern. Allerdings ist es so, dass ein Rentner, der ein Leben lang gespart hat, um im Alter überdurchschnittlich gut leben zu können und dieses Vermögen falsch angelegt hat, nach der WR nicht besser dasteht als all seine Altersgenossen.

 

17.01.2012 10:22
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melchior hat am 17.01.2012 -

melchior hat am 17.01.2012 - 09:18 folgendes geschrieben:

Bullish hat am 16.01.2012 - 23:08 folgendes geschrieben:

Verschuldung pro Kopf oder Staatsverschuldung pro Kopf? CH-Staatsverschuldung ist tief, aber die private Verschuldung ist die höchste weltweit:

http://www.youblisher.com/p/7800-McKinsey-Debt-and-Deleveraging/page-20

Gibt es irgendeine Statistik in Zusammenhang mit Geld, in der die Schweiz keinen Spitzenplatz belegt? Da die meisten Privatschulden wohl Hypos sind, stünden die Schweizer bei einer starken Korrektur bei Immobilien, in Unterhosen da.

Es gibt bis heute keine private oder öffentliche Stelle, die verbindliche, gesamtschweizerische Angaben zur Verschuldung privater Haushalte machen könnte. Das Bundesamt für Statistik erhebt im Rahmen der Unternehmensdemografie einzig die Zahlungsbefehle, die Pfändungsvollzüge, die Verwertungen, die Konkurseröffnungen, die Konkurserledigungen, die von den Gläubigern erlittenen Verluste sowie die gerichtlich bestätigten Nachlassverfahren. Darüber hinaus veröffentlicht die Zentralstelle für Kreditinformation jährlich Zahlen zu den gewährten und ausstehenden Konsumkrediten, worunter namentlich auch Verpflichtungen aus Leasingverträgen fallen. http://www.parlament.ch/d/suche/seiten/geschaefte.aspx?gesch_id=20063826

Wer schon lange Immobilien besitzt, dem war die Wertsteigerung egal und dem wird auch eine Wertminderung egal sein.

 

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17.01.2012 09:18
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Bullish hat am 16.01.2012 -

Bullish hat am 16.01.2012 - 23:08 folgendes geschrieben:

 

Verschuldung pro Kopf oder Staatsverschuldung pro Kopf? CH-Staatsverschuldung ist tief, aber die private Verschuldung ist die höchste weltweit:

http://www.youblisher.com/p/7800-McKinsey-Debt-and-Deleveraging/page-20

Gibt es irgendeine Statistik in Zusammenhang mit Geld, in der die Schweiz keinen Spitzenplatz belegt? Da die meisten Privatschulden wohl Hypos sind, stünden die Schweizer bei einer starken Korrektur bei Immobilien, in Unterhosen da.

Zum wallstreet-online Artikel:

Was macht der Staat in so einem Szenario mit den Rentnern? Die hätten nicht mehr viel, da ihre Pensionskassen stark in Obligationen investiert sind. Zur Zeit sind die Rentner auch eine starke Stütze der Wirtschaft. Zudem sind ja die meisten Arbeitnehmer in Pensionskassen investiert. Sie hätten plötzlich eine ganz andere Perspektive.

Firmen die von Bauwirtschaft, Tourismus, Luxusgütern oder von älteren Konsumenten abhängen, könnten bei so einem Szenario, sehr schlecht da stehen.

 

17.01.2012 08:51
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Karat1 hat am 17.01.2012 - 08

Karat1 hat am 17.01.2012 - 08:18 folgendes geschrieben:

Es führt kein Weg daran vorbei, die westlichen Länder müssen sich auf geschickte Weise von der drückenden Schuldenlast befreien.

Es ist anzunehmen, dass es die USA sein könnten, die hier den ersten Schritt machen.
Man wird das Problem der zunehmenden Handlungsunfähigkeit und Abhängigkeit von fremden Staaten lösen. 

 

Gold, Silber in Münzen oder Barren und ausgewählte Aktien sind das Gebot der Stunde.
Die Planungen für eine Währungsreform müssen natürlich unter höchster Geheimhaltungsstufe laufen.
Dass so viele Notenbanken immer mehr Gold kaufen, sollte Ihnen zeigen, was zu erwarten ist.
Wer erst darauf wartet, dass es in der Presse steht, ist bereits sein Papiervermögen weitgehend los.

totgesagte leben länger. 

1837 USA In der Folge der Wirtschaftskrise von 1837 (während des Abschwungs zwischen 1837 und 1843) stellten acht amerikanische Bundesstaaten ihre Zahlungen ein und mehr als 100 Banken gingen in Konkurs

 

Das Gebot der Stunde: das Leben geniessen

Die Schweiz hat die Schuldenbremse und baut seit 2003 sogar ab

Volksabstimmung Hessen 70 Prozent für die Schuldenbremse http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/hessen/volksabstimmung-70-prozent-...

 

Schuldenbremse (Deutschland) http://de.wikipedia.org/wiki/Schuldenbremse_%28Deutschland%29

 

Bulgarien gehört zu den europäischen Staaten, die eine Schuldenbremse eingeführt haben. 2010 lagen die Staatsausgaben bei 38 Prozent des BIP, die Staatsverschuldung ist mit 16,2 Prozent des BIP vergleichsweise niedrig. Dennoch hat der Staat nun verfassungsrechtliche Defizitgrenzen ab 2013 verankert. Die jährliche Neuverschuldung darf sich dann maximal auf drei Prozent des BIP belaufen, die jährlichen Staatsausgaben auf 37 Prozent des BIP.  http://de.wikipedia.org/wiki/Schuldenbremse

 

 

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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

17.01.2012 08:18
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Ich stelle mal nachstehenden

Ich stelle mal nachstehenden Artikel aus "Wallstreet-Online" als Diskussionsbasis hier ins Forum! Karat


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 Logik einer Währungsreform (wallstreet-online)


 Man kann es drehen wie man will. Die Papierwährungen sind am Ende ihres Zyklus angekommen. Der Zersetzungsprozess wird immer schneller und am Ende steht die Entwertung. Es führt kein Weg daran vorbei, die westlichen Länder müssen sich auf geschickte Weise von der drückenden Schuldenlast befreien.

Es ist anzunehmen, dass es die USA sein könnten, die hier den ersten Schritt machen.
Man wird das Problem der zunehmenden Handlungsunfähigkeit und Abhängigkeit von fremden Staaten lösen. 


Ist Ihnen aufgefallen, dass die Lage von Tag zu Tag immer schlimmer wird. Aber man hört immer weniger von Krisengipfeln, Notsitzungen, geschweige denn Ergebnissen?

Was geht gerade wirklich vor sich?


Einer beäugt misstrauisch die andere Seite.

Wer macht den ersten Schritt und wann?

Kommt es zu dem Reset, wird man sich der Schulden entledigen- insbesondere Anleihen werden damit weitgehend wertlos.

Aber natürlich auch reine Geldvermögen.

Sprich Sparpläne aller Art, Sparbücher, Lebensversicherungen usw.

Der Staat muss aber eine Art Nivellierung vornehmen.

Es ist relativ leicht Sparvermögen und Anleihen zu entwerten, aber reale Werte sind schon etwas anderes.

Da man ungefähr gleiche Start-Chancen dem Volk vorgaukeln muss, geht man bei der Währungsreform so vor, dass per Lastenausgleich eine Zwangshypothek auf Immobilien-vermögen erfolgt. Diese kann bis zu 30% betragen. Vom geschätzten Verkehrswert. Gab es vorher eine galoppierende Inflation, wird der Marktwert sehr hoch angesetzt werden.

Viele werden ihre Immobilien verkaufen müssen- so kommt es dann auch zur gewünschten Umverteilung von Vermögen.

Es spielt bei der Zwangshypothek auch keine Rolle ob sie gestern erst ein Haus gekauft haben oder ein schon abbezahltes Haus besitzen. Wir haben das alles schon mehrfach beschrieben. Sie werden leicht erkennen, dass man nicht vor Lösung dieser Probleme noch ein Haus auf Kredit kaufen sollte. Insbesondere nicht vor dem Hintergrund, dass nicht wenige Banken langfristige Kredite vergeben, aber kurzfristig finanzieren.

Es brauchen nur noch die Zinsen zu steigen.


Wie verhält es sich mit mobilen Werten?

Nehmen wir einmal Gold. Es könnte sein, dass man auch verpflichtet wird Gold abzugeben, noch in der alten Währung. Aber erst einmal weiß niemand, wie viel jemand hat und dann muss das nicht einmal ein schlechtes Geschäft sein.

In einer solchen Umgebung kann Gold beispielsweise auf 13.000 Euro/Unze gehen.
Selbst bei einem Währungsschnitt von 1:10 (Mehr wird es wohl kaum), wäre man dann wieder auf dem Unzenpreis von heute gelandet, mit dem neuen Geld. Selbst angenommen, man würde alles abgeben. Das ist schon einmal wesentlich besser und mobiler als ein Haus.

Ein Immobilienbesitzer hat zu diesem Zeitpunkt aufgrund der Inflationspanik, wenn er Pech hat, einen Schätzwert von 500.000 Euro für sein in 2011 erworbenes 260.000 Euro-Haus.
Davon 30% Kredit als Zwangsabgabe- von den 500.000 in alten Euro. Oder den neuen 50.000, 100.000 oder 150.000 in Währung X. Je nach Höhe des Währungsschnitts.
Diese Zwangshypotheken darf man dann natürlich quälend langsam an den den Staat zurück bezahlen. Damit unterstützen Sie auch die Umverteilung und Nivellierung.

Noch heute reden die Alten ja davon, dass jeder mit 40 Deutschen Mark wieder anfing. Bis heute nichts verstanden, kann man nur sagen. Da ist man doch in anderen Ländern um einiges cleverer.

Wer nicht alles Gold abgibt, hat dann sozusagen "illegale" reale Werte. Silberbesitzer könnten ungeschoren davon kommen. Das lässt sich noch nicht genau abschätzen.
Normalerweise können die Staaten mit Silber nicht mehr viel anfangen. Das kann sich aber auch noch ändern.

Warum macht der Staat so etwas? Er muss dies tun, um eine faire Gesellschaft nach einer Reform zu suggerieren. Nach dem Motto: Alle mussten Opfer bringen.

Wirklich alle?

Es wird eine Gruppe geben, die besser bei der Sache weg kommt und weg kommen muss. Das sind Unternehmer, so fern zwischendurch nicht Pleite gegangen und Aktionäre.

Selbst in China braucht man mittlerweile ein Unternehmertum, welches Arbeitsplätze schafft.
Ein Staat muss also die Unternehmen fördern.

Gerade deshalb wird es auch keine Enteignung von Firmen geben, Banken ausgenommen.

Jemand muss den Karren aus den Dreck ziehen. Der Konsum muss wieder in den Gang kommen. Jobs müssen geschaffen werden.

Es ist daher zu diesem Zeitpunkt nicht mehr die Aufgabe des Staates reichen Erben, und vor der Währungsreform erfolgreichen Menschen, das Vermögen zu erhalten.

Der Staat muss aber generierende Erträge, wie Dividendenaktien und Unternehmens-beteiligungen schützen.

Nun sind gerade Aktien bei vielen Goldbugs verschmäht. Das ist aber ein Denkfehler.

Die Börse schwankt auch deshalb nur, weil die Marktteilnehmer nicht genau wissen, woran sie derzeit sind. Aber sie ist auch noch nicht zusammen gebrochen. Wenn den Marktteil-nehmern aber klar ist, wohin der Weg geht, könnten Aktien unwahrscheinlich steigen. Auch Gold oder Silber und zunächst sogar Immobilien.

Nur sollte man dann in gute Minenwerte gehen oder stabile Aktien, wie Coca Cola, McDonalds und so weiter. Sie können sich ja einmal die Charts dieser beiden Unternehmen anschauen. Und dann nur einmal zum Spaß mit den Charts der Indizes vergleichen.
Fällt Ihnen etwas auf?

Die beiden Werte schlagen sich bemerkenswert gut.

Denn die Staatsfonds wissen schon wohin sie jetzt reingehen müssen.

Wenn die Versicherungen aus Anleihen wollen, dann werden sie ebenfalls in ausgewählte Aktien gehen.

Die sicherste und beste Anlageklasse sollten übrigens Minenproduzenten sein.

Man muss die richtigen Anlagen natürlich vor der Reform erworben haben, dann kann man sie nach der Reform mit phantastisch anmutenden Gewinnen verkaufen.

Nach einem Reset sind übrigens die Wachstumsraten der Wirtschaft und die Unternehmensgewinne meist am Größten.

So lange dieser Trend aber nicht klar ist und auch keine Lösungen in Sicht sind, schwanken Aktien und Edelmetalle relativ stark. Banken und Versicherungsaktien würde ich ganz meiden.

Das führt sogar dazu, dass verstärkt in Bargeldhaltung gegangen wird.


Dieses wäre in einer Deflation das richtige Verhalten.

Die Lösung ist aber nicht Deflation, sondern Inflation und folgende Währungsreform.

Wer dabei in Anlagen bleibt, die in Anleihen investiert sind, dem kann keiner mehr helfen.

Gold, Silber in Münzen oder Barren und ausgewählte Aktien sind das Gebot der Stunde.

Die Planungen für eine Währungsreform müssen natürlich unter höchster Geheimhaltungsstufe laufen.

Dass so viele Notenbanken immer mehr Gold kaufen, sollte Ihnen zeigen, was zu erwarten ist.

Wer erst darauf wartet, dass es in der Presse steht, ist bereits sein Papiervermögen weitgehend los.


 


 


 


 

16.01.2012 23:08
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Elias hat am 16.01.2012 - 12

Elias hat am 16.01.2012 - 12:30 folgendes geschrieben:

melchior hat am 16.01.2012 - 11:59 folgendes geschrieben:

Zu dem ist auch die Schweiz verschuldet. Rechnet man die Schulden pro Kopf und nicht in % zum BIP, so gehören wir sogar zu den Hochverschuldeten.

 


Pro Kopf beträgt die Staatsverschuldung Fr. 26'709. Nur wenigen Ländern geht es besser. Die tägliche "Neuverschuldung" beträgt Minus 8Mio . Die Schuldenuhr läuft rückwärts http://www.optimal-banking.ch/schuldenuhr.php

 

 

Verschuldung pro Kopf oder Staatsverschuldung pro Kopf? CH-Staatsverschuldung ist tief, aber die private Verschuldung ist die höchste weltweit:

http://www.youblisher.com/p/7800-McKinsey-Debt-and-Deleveraging/page-20

16.01.2012 21:18
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Elias hat am 16.01.2012 - 20

Elias hat am 16.01.2012 - 20:32 folgendes geschrieben:

 

Abgesehen davon haben die Amerikaner kein grosses Interesse, dass der Euro gegenüber dem Dollar sinkt, weil das die europäischen Exporte bevorteilen würde.

Da beisst sich die Katze wieder in den Schwanz, denn im Moment sind alle Zentralbanken dabei, das Spiel "wertlose Währung ist geil für Export" zu spielen. Da werden sich die Amis also kaum lumpen lassen und mit offiziellem QE3 (nach Auslaufen des target) die nächste Runde im Abrüstungswettlauf des Klopapiers einleiten.

 

16.01.2012 20:32
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MarcusFabian hat am 16.01

MarcusFabian hat am 16.01.2012 - 17:41 folgendes geschrieben:

Da wirst Du wohl von der SNB kaum vorgewarnt werden, bevor sich so ein Super-Deal anbahnt.

Wenn wir davon ausgehen, dass uns demnächst entweder Griechenland um die Ohren fliegt oder die EZB die Druckerpresse anwirft, dann braucht es keine Vorwarnung. Demnächst ist in Bälde

Und weil dann der Euro stark an Wert verlieren könnte, nicht aber der Dollar, wäre das das Ende der €-Anbindung, weil sonst die Dollargüter sich verteuern würden.

Abgesehen davon haben die Amerikaner kein grosses Interesse, dass der Euro gegenüber dem Dollar sinkt, weil das die europäischen Exporte bevorteilen würde.

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16.01.2012 17:41
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Da wirst Du wohl von der SNB

Da wirst Du wohl von der SNB kaum vorgewarnt werden, bevor sich so ein Super-Deal anbahnt.

Schliesslich bist Du nicht mit Hildebrand verheiratet (schätze ich mal) Blum 3

16.01.2012 17:36
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MarcusFabian hat am 16.01

MarcusFabian hat am 16.01.2012 - 17:24 folgendes geschrieben:

Einverstanden. Aber die Anbindung bedeutet nichts anderes als dass der Franken gleich gut oder schlecht ist wie der Euro. 
Also eher schlecht, wenn wir davon ausgehen, dass uns demnächst entweder Griechenland um die Ohren fliegt oder die EZB die Druckerpresse anwirft.

Die Anbindung ist nicht in Stein gemeisselt

1978 wurde der Franken an die D-Mark gebunden und die Welt dreht sich immer noch

Drückerohren & Griechenpressen: Dann kaufen WIR (SNB) halt vorher Puts auf Euro und Calls auf den Franken, bevor sie die Anbindung aufhebt.

 

 

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16.01.2012 17:24
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Einverstanden. Aber die

Einverstanden. Aber die Anbindung bedeutet nichts anderes als dass der Franken gleich gut oder schlecht ist wie der Euro. 
Also eher schlecht, wenn wir davon ausgehen, dass uns demnächst entweder Griechenland um die Ohren fliegt oder die EZB die Druckerpresse anwirft.

16.01.2012 17:15
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MarcusFabian hat am 16.01

MarcusFabian hat am 16.01.2012 - 17:03 folgendes geschrieben:

Elias hat am 16.01.2012 - 10:57 folgendes geschrieben:

Der Franken ist eine Fluchtwährung.

Nach der Anbindung an den Euro? Wohl kaum. Da sind NOK und CAD viel bessere Fluchtwährungen.

Wohl doch.

Der Franken ist EINE Fluchtwährung. Nicht die einzige, aber es ist eine. Nicht die beste, aber es ist eine. Und es gibt welche, die zahlen Deutschland dafür, dass sie ihr Geld dort in EURO € anlegen dürfen.

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16.01.2012 17:10
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MarcusFabian hat am 16.01

MarcusFabian hat am 16.01.2012 - 16:59 folgendes geschrieben:

Diese Aussage ist falsch: Der Grund für Währungsreformen liegt grundsätzlich in unserem Geldsystem, das sein Verfalldatum von etwa 50-80 Jahren schon eingebaut hat.

So ein Nonsens.

Das Britische Pfund ist etwa 1200 Jahre alt und damit wahrscheinlich die älteste Währung der Welt, welche immer noch in Gebrauch ist.

Yen, US-Dollar, Franken, Norwegische und Schwedische Krone, Kanadischer Dollar sind auch schon über 100 Jahre alt.

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16.01.2012 17:06
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melchior hat am 16.01.2012 -

melchior hat am 16.01.2012 - 11:59 folgendes geschrieben:

All das Ersparte wäre futsch. Die Pensionskassen wären pleite. ect. ect.

Auch viele Firmen würden pleite gehen.

 

 

Ja und nein:

PK's wären weitestgehend Pleite. Einverstanden.

Aber es gibt keinen Grund, weshalb Firmen Pleite gehen sollten. Im Gegenteil: Die Erfahrung zeigt, dass nach Währungsreformen die Wirtschaft boomt, weil die Schulden weg sind. 

16.01.2012 17:03
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Elias hat am 16.01.2012 - 10

Elias hat am 16.01.2012 - 10:57 folgendes geschrieben:

Der Franken ist eine Fluchtwährung.

 

Nach der Anbindung an den Euro? Wohl kaum. Da sind NOK und CAD viel bessere Fluchtwährungen.

16.01.2012 16:59
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Karat1 hat am 16.01.2012 - 10

Karat1 hat am 16.01.2012 - 10:48 folgendes geschrieben:

Eine Währungsreform ist die Folge einer völlig falschen und unfährigen Politik von inkompetenten, hilf- und ahnungslosen Politikern.

Diese Aussage ist falsch: Der Grund für Währungsreformen liegt grundsätzlich in unserem Geldsystem, das sein Verfalldatum von etwa 50-80 Jahren schon eingebaut hat.

Das hat zwei Gründe:
1. Wir haben ein Schuldgeld-System. Das heisst, Geld kommt nur als Schulden auf den Markt. Bei der Entstehung geht jeder Franken zwei Wege: Einen als Vermögen, den anderen als Schuld. Schuld und Vermögen sind also in der Summe immer gleich.

2. Zins und Zinseszins. Da auf Schulden immer Zinsen anfallen, das Geld für die Zinsen aber gar nicht existiert, muss auch dieser Zins durch neues Geld und somit neue Schulden erst geschaffen werden.
Einfaches Beispiel: Wir beide sind die einzigen Menschen auf dem Planeten. Ich bin die Bank und erschaffe das erste Geld in Form von 100 Franken. Die leihe ich Dir zu 5% Zins. Am Ende des Jahres musst Du mir 105 zurückzahlen. Frage: Woher nimmst Du die 5 Franken Zins? Die existieren ja gar nicht.
Geld, Zins und Zinseszins sind eine Exponentialfunktion. Die Geldmenge muss also mathematisch zwangsläufig und systembedingt immer schneller wachsen.

 

 

Karat1 hat am 16.01.2012 - 10:48 folgendes geschrieben:

 

Meine Fragen:


1. - Wie gross schätzt ihr die Gefahr einer bevorstehenden Währungsreform ein? CH, Europa,USA?


2. - Was bietet Schutz bei einer Währungsreform?


3. - Wenn es im Euroraum eine Währungsreform gibt, kommt die WR zwingend auch in der Schweiz?

 

 

1. 100%. Die Frage ist nur wann. Lange kann es nicht mehr dauern. Maximal vielleicht 5 Jahre. Aber ich tippe auf 2012/13

2. Sachwerte ohne Gegenparteirisiko. Also Harte und weiche Rohstoffe, Edelmetalle, Agrarland, Immobilien.

3. Ja. Wenn auch leicht zeitverzögert.

 

 

 

 

16.01.2012 13:38
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melchior hat am 16.01.2012 -

melchior hat am 16.01.2012 - 12:45 folgendes geschrieben:

Trotzdem. Bei einer WR im Euroraum würde es schwierig für die Schweiz sich dem zu entziehen. Wer sollte denn noch schweizer Produkte kaufen?

Natürlich bekämen wir das auch zu spüren. Als über Nacht der Rubel wertlos wurde, wird es auch hier Geschädigte gegeben haben. In Deutschland gab es mehrere WR. Ich mag mich nicht erinnern, dass deswegen keine Schweizer Produkte mehr gekauft wurden. Kurzfristig vielleicht. Viele Firmen haben Niederlassungen in verschiedenen Ländern und haben z.T. längerfristige Lieferverträge zu anderen (internationalen) Firmen. Die müssen liefern.

Trotzdem: die Realwirtschaft läuft weiter. Nahrung, Ersatzmaterial, Energie, etc. werden weiterhin benötigt.

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16.01.2012 12:45
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Danke Elias für die Infos. 

Danke Elias für die Infos. 

Ich bin da nicht so gut drin im Informationen wiedergeben. Da lag ich wohl etwas daneben.

Trotzdem. Bei einer WR im Euroraum würde es schwierig für die Schweiz sich dem zu entziehen. Wer sollte denn noch schweizer Produkte kaufen?

16.01.2012 12:30
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melchior hat am 16.01.2012 -

melchior hat am 16.01.2012 - 11:59 folgendes geschrieben:

Zu dem ist auch die Schweiz verschuldet. Rechnet man die Schulden pro Kopf und nicht in % zum BIP, so gehören wir sogar zu den Hochverschuldeten.

 

Die Schweizer Bundesfinanzen seit Einführung der Schuldenbremse
Seit dem Jahr 2003 wird die Schuldenbremse in der Schweiz angewandt.
Seitdem hat sich der Schuldenstand ungefähr stabilisiert und die Verschuldungsquote ist rückläufig.
Zu einer genauen Bewertung der Wirksamkeit wird man jedoch erst nach Durchlaufen eines kompletten Konjunkturzykluses kommen können. Ein stetig steigender Schuldenstand wie zu Beginn der 1990er Jahre kann jedenfalls nicht mehr festgestellt werden, die Schuldenquote von 38,3% 2010 ist im Vergleich der OECD Länder sehr gut, somit sind positive Wirkungen der Schuldenbremse nachweisbar. http://de.wikipedia.org/wiki/Schuldenbremse_%28Schweiz%29

Staatsbankrott
Die Schweiz hat eine Schuldenbremse, die eine mittelfristige Verringerung des Reinvermögens verhindert. http://de.wikipedia.org/wiki/Staatsbankrott

 

Pro Kopf beträgt die Staatsverschuldung Fr. 26'709. Nur wenigen Ländern geht es besser. Die tägliche "Neuverschuldung" beträgt Minus 8Mio . Die Schuldenuhr läuft rückwärts http://www.optimal-banking.ch/schuldenuhr.php

 

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16.01.2012 11:59
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Ich glaube es ist eine Frage

 Niemand glaubt ernsthaft daran, dass all die Staatsschulden je zurückbezahlt werden können. Von wem denn? Man hofft auf ein wundersames Wirtschaftswachstum. Doch zeigt die Vergangenheit, dass selbst in Wachstumsphasen die Staatsschulden nicht nachhaltig abgebaut wurden. Eine längere Wachstumsschwäche erträgt das überschuldete System wohl nicht. 

Die Schweiz könnte sich so einem Vorgang wohl kaum entziehen. Zu dem ist auch die Schweiz verschuldet. Rechnet man die Schulden pro Kopf und nicht in % zum BIP, so gehören wir sogar zu den Hochverschuldeten.

Die Folgen sind unvorhersehbar. All das Ersparte wäre futsch. Die Pensionskassen wären pleite. ect. ect.

Auch viele Firmen würden pleite gehen.

Solche Gedanken scheinen zur Zeit noch absurd. Doch ein unvorhergesehener Schock könnte die Lawine schneller auslösen, als man sich das vorstellen kann.

Vielleicht kommt aber alles ganz anders...... :angel::evil::angel::evil::bomb: .

 

16.01.2012 10:57
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Karat1 hat am 16.01.2012 - 10

Karat1 hat am 16.01.2012 - 10:48 folgendes geschrieben:

Statt das Nötige, Unbequeme umzusetzen  will man ja den Wähler bei der Stange halten. 

 

- Wenn es im Euroraum eine Währungsreform gibt, kommt die WR zwingend auch in der Schweiz?

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Soviel zum Thema "Wähler bei der Stange halten"

 

Es gab schon mehrere WR rund um die Schweiz und auch sonst wo auf der Welt (Russland, Argentinien, Zimbabwe). Noch nie musste ein anderes Land eine WR durchführen, nur weil ein anderes Land das tun musste. Der Franken ist eine Fluchtwährung.

 

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