Was ist mit der SNB los???????

SNB N 

Valor: 131926 / Symbol: SNBN
  • 5'620.00 CHF
  • +0.72% +40.00
  • 25.09.2018 17:15:04
654 posts / 0 new
Letzter Beitrag
Bullish
Bild des Benutzers Bullish
Offline
Zuletzt online: 18.09.2014
Mitglied seit: 27.03.2007
Kommentare: 2'932
Was ist mit der SNB los???????

MarcusFabian wrote:

Bullish wrote:

Nur: die Sachwerte fielen dann in die Hände der Gläubiger, denn Geld kommt nur als Schuld und Schuldner wird man nur gegen Sicherheit. Dh fast alle Sachwerte sind als Sicherheit im System. Dh das Geld ist mit Sachwerten gedeckt.

Aber wenn die Schuld den Sachwert übersteigt (Beispiel US Immobesitzer, deren Häuser nun weniger Wert als die Hypothek haben), dann muss die Differenz abgeschrieben werden.

[...], man sich von dem Geld aber nichts mehr kaufen kann.

Wir sind uns einig, das dies nicht gleichzeitig geschehen kann, denn wenn das Problem die fallenden Preise für Sachwerte sind, kann es nicht sein, dass gleichzeitig für Geld nichts mehr gekauft werden kann.

Das Übel der Inflation droht, wenn sich alles normalisiert zu haben scheint, aber es durch die ZB Interventionen viel mehr ZB-Geld gibt, das anstelle des implodierenden Kreditgeld der Banken getreten ist. Denn die Banken können - zB in den USA - das 10-fache (Mindestreserve 10% der Kundeneinlagen) des ZB-Geldes ausleihen. Es befindet sich aber nun ein Vielfaches des füheren ZB-Geldes im System und würde so eine viel grössere Kreditvergabe ermöglichen.

Elias
Bild des Benutzers Elias
Offline
Zuletzt online: 25.09.2018
Mitglied seit: 02.10.2006
Kommentare: 16'901
Was ist mit der SNB los???????

MarcusFabian wrote:

Elias, Du bist schon ein komischer Kautz.

Du befürwortest die Goldverkäufe der SNB und lässt andererseits keine Gelegenheit aus, deren Schrottpapier-Käufe in allen Tönen zu lobpreisen..

Ich lobpreise sie (noch) nicht. Ich sage nur, dass es richtig ist. Lobpreisen werde ich die Käufe erst, wenn die SNB sie mit Gewinn verkauft hat.

MarcusFabian wrote:

In einer Welt mit steigenden Rohstoffpreisen rechnest Du allen Ernstes damit, dass bunt bedrucktes Papier gegenüber Gütern und Waren an Wert gewinnen wird, die Preise also sinken.

Es ist noch nicht lange her, sind die Preise runter gegangen. Ich sag nur: Die Waren fliessen von A nach B, bis die Preise gleich sind....

MarcusFabian wrote:

Wäre die SNB intelligent gewesen, hätte Sie Gold 1981 verkauft und ab 2000 wieder begonnen, es zurückzukaufen. So aber hat die SNB das Gold just in der Nähe des Tiefpunktes verkauft.

Jeder, der sich mit den Wirtschaftszyklen auch nur halbwegs auskennt, hätte das besser hingekriegt.

Hätte der Hund nicht geschissen, hätte er den Hasen erwischt. Hab's schon mal geschrieben: Die Verluste der entgangenen Zins- und Zinseszinserträge aus dem brach gelegenden Gold waren weitaus höher. Nicht eingerechnet die jährlichen Zinszahlungen, die letztendlich auf die Steuern durchgeschlagen haben.

@MF: Soll die SNB jetzt verkaufen und bei tieferen Kursen kaufen oder soll sie jetzt warten, um auf noch höhere Kurse zu spekulieren und dann verkaufen?

Denne wrote:

Elias wrote:
Die Kantone warten jedes Jahr auf die Ausschüttungen der SNB.Der Bürger spart dadurch Steuern, seit Jahren.

Da müssen sich die Kantone künftig evtl. etwas in Geduld üben, je nachdem, wie´s um die Spardisziplin der PIGS oder die Geldpolitik der EZB bestellt ist.

"Die Nationalbank hat im letzten Jahr 21 Milliarden

Verlust gemacht. Für die Zukunft sind die

Ausschüttungen an Bund und Kantone gefährdet. Die

kantonalen Finanzdirektoren sind alarmiert."

http://www.20min.ch/finance/news/story/24240417

Ist Globalisierung nicht wunderbar?

Völker aller Länder vereinigt euch!

Es sind Buchverluste, per Stichtag 31.12.2010. Mittlerweile hat der Euro 6 Rappen zugelegt.

Am 31.12.2011 wird wieder neu bewertet. Sollte der Kurs dann über 1.25 liegen, wird die SNB einen Gewinn ausweisen. Jede Wette: die gleichen Zeitungen, die jetzt über Verluste schreiben, werden dann auf den Buchgewinn hinweisen.

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

CrashGuru
Bild des Benutzers CrashGuru
Offline
Zuletzt online: 25.09.2018
Mitglied seit: 21.11.2008
Kommentare: 2'264
Was ist mit der SNB los???????

Bullish wrote:

CrashGuru wrote:

Allerdings bleibt die Geldmenge gleich. Wink

Nein, Geld verschwunden, Geldmenge verkleinert sich (wieder).

......

Die Geldmenge ist durch Deinen Konkurs von 149 zurück auf 100 gefallen.

Sag ich doch, die Geldmenge bleibt gleich.

Ob sie sich zwischenzeitlich erhöht hatte, ist eine andere Frage. Z.B. woher kamen die 49, wenn wie Du im Beispiel schreibst der Bargeldbestand der Bank immer 100 ist?

Entschuldige, ich weiss, das ist nicht unbedingt hohe Finanzmathematik und ich bin vielleicht etwas schwer von Begriff, aber nach meinem Bezug am Automaten müsste der Bargeldbestand der Bank ja wohl um diesen Betrag sinken und nicht gleich bleiben?

Und noch etwas: Du hast oben geschrieben "nach dem Abschreiber, kein anderer hat's". Ich behaupte, stimmt nicht, der "ich bin doch nicht blöd" hat es. Und die Forderung der Bank geht nicht an MM über. Somit ist es nicht verschwunden. Egal ob mit oder ohne Änderung der Geldmenge.... Wink

MarcusFabian
Bild des Benutzers MarcusFabian
Offline
Zuletzt online: 18.11.2016
Mitglied seit: 19.05.2006
Kommentare: 16'379
Was ist mit der SNB los???????

Elias wrote:

@MF: Soll die SNB jetzt verkaufen und bei tieferen Kursen kaufen oder soll sie jetzt warten, um auf noch höhere Kurse zu spekulieren und dann verkaufen?

Sie sollte jetzt kaufen, was noch zu kriegen ist. Und zwar physisch! Sie sollte vor allem das Schweizer Gold zurückholen, das derzeit in den Tresoren in USA und GB liegt. Und vor allem alles geliehene Gold zurückfordern.

Kommt es in den USA, GB und Teilen Europas zu Währungsreformen, werden wir über jedes Gramm Gold glücklich sein. Denn es wird unseren Wohlstand für die Zukunft sichern.

Kommt es zu keinen Währungsreformen, kann die SNB das Gold von mir aus ab $5700/oz wieder verschrebeln. Wären immerhin 200% Gewinn ab heutigem Niveau.

MarcusFabian
Bild des Benutzers MarcusFabian
Offline
Zuletzt online: 18.11.2016
Mitglied seit: 19.05.2006
Kommentare: 16'379
Was ist mit der SNB los???????

CrashGuru wrote:

Sag ich doch, die Geldmenge bleibt gleich.

Ob sie sich zwischenzeitlich erhöht hatte, ist eine andere Frage. Z.B. woher kamen die 49, wenn wie Du im Beispiel schreibst der Bargeldbestand der Bank immer 100 ist?

Wenn die Geldmenge 100 beträgt, dann wissen wir nur, dass sich die Geldmenge zwingend um mindestens den Leitzins erhöhen muss(!), um die Zinsen zu bezahlen. Wink

Bei 1% Leitzins müsste die Geldmenge also mindestens um 1 erhöht werden. Dies allerdings im unwahrscheinlichen Fall, dass das Geld bei den Banken liegt und nicht weitergegeben wurde.

Wurden die 100 im Schnitt zu 3% weitervermietet, muss die Geldmenge um 3 steigen.

Tut sie das nicht, haben wir eine monetäre Deflation. Die Geldmenge kann dann nur noch durch weitere Konkurse abgebaut werden.

CrashGuru
Bild des Benutzers CrashGuru
Offline
Zuletzt online: 25.09.2018
Mitglied seit: 21.11.2008
Kommentare: 2'264
Was ist mit der SNB los???????

MarcusFabian wrote:

Wenn die Geldmenge 100 beträgt, dann wissen wir nur, dass sich die Geldmenge zwingend um mindestens den Leitzins erhöhen muss(!), um die Zinsen zu bezahlen. Wink

Bei 1% Leitzins müsste die Geldmenge also mindestens um 1 erhöht werden. Dies allerdings im unwahrscheinlichen Fall, dass das Geld bei den Banken liegt und nicht weitergegeben wurde.

Wurden die 100 im Schnitt zu 3% weitervermietet, muss die Geldmenge um 3 steigen.

Tut sie das nicht, haben wir eine monetäre Deflation. Die Geldmenge kann dann nur noch durch weitere Konkurse abgebaut werden.

Ja ist doch schon klar.

Die Diskussion bezog sich ja nicht "brutto" sondern "netto" auf eine Bemerkung. Wollte nur helfen das verlorene Geld zu finden WinkLol

CrashGuru
Bild des Benutzers CrashGuru
Offline
Zuletzt online: 25.09.2018
Mitglied seit: 21.11.2008
Kommentare: 2'264
Was ist mit der SNB los???????

MarcusFabian wrote:

Sie sollte jetzt kaufen, was noch zu kriegen ist. Und zwar physisch! Sie sollte vor allem das Schweizer Gold zurückholen, das derzeit in den Tresoren in USA und GB liegt. Und vor allem alles geliehene Gold zurückfordern.

Was ist eigentlich der Zweck, dass das Gold in den USA liegen soll? Im Reduit wären doch einige sichere Tresore vorhanden, sollte man aus gutem Grund das Gold nicht irgend welchen Banktresoren anvertrauen wollen.

Denne
Bild des Benutzers Denne
Offline
Zuletzt online: 12.09.2018
Mitglied seit: 20.10.2008
Kommentare: 2'478
Was ist mit der SNB los???????

CrashGuru wrote:

Was ist eigentlich der Zweck, dass das Gold in den USA liegen soll? Im Reduit wären doch einige sichere Tresore vorhanden, sollte man aus gutem Grund das Gold nicht irgend welchen Banktresoren anvertrauen wollen.

Risikostreuung. Wenn der Russ gekommen wär', hätt' der Exilbundesrat noch Knete gehabt, um der Alpenguerilla im Schächental Stingers zu finanzieren.

Denne
Bild des Benutzers Denne
Offline
Zuletzt online: 12.09.2018
Mitglied seit: 20.10.2008
Kommentare: 2'478
Was ist mit der SNB los???????

Elias wrote:

Jede Wette: die gleichen Zeitungen, die jetzt über Verluste schreiben, werden dann auf den Buchgewinn hinweisen.

Na, dann brauchen wir uns ja keine Sorgen zu machen.

MarcusFabian
Bild des Benutzers MarcusFabian
Offline
Zuletzt online: 18.11.2016
Mitglied seit: 19.05.2006
Kommentare: 16'379
Was ist mit der SNB los???????

CrashGuru wrote:

Was ist eigentlich der Zweck, dass das Gold in den USA liegen soll? Im Reduit wären doch einige sichere Tresore vorhanden, sollte man aus gutem Grund das Gold nicht irgend welchen Banktresoren anvertrauen wollen.

Das hat politische Gründe, die auf die Zeit des 2. Weltkrieges bzw. die Nachkriegszeit zurückgehen. Damals haben die USA die Schweiz sozusagen erpresst, ihr Gold in den USA zu deponieren.

Teilweise macht es auch Sinn, Gold bei den Gold-Märkten in London oder New York (comex) zu deponieren, wenn man physisches Gold handeln will. Wenn somit die Schweiz Gold an China verkauft und beide Länder einen Lagerplatz in Fort Knox haben, genügt es, das Gold innerhalb von Fort Knox von A nach B zu verschieben statt von Bern nach Peking.

Bullish
Bild des Benutzers Bullish
Offline
Zuletzt online: 18.09.2014
Mitglied seit: 27.03.2007
Kommentare: 2'932
Was ist mit der SNB los???????

CrashGuru wrote:

Sag ich doch, die Geldmenge bleibt gleich.

Ob sie sich zwischenzeitlich erhöht hatte, ist eine andere Frage. Z.B. woher kamen die 49, wenn wie Du im Beispiel schreibst der Bargeldbestand der Bank immer 100 ist?

Die 49 kommen:

- Bezug am Automaten: Du schuldest nun der Bank 49, zahlst an MM, welche es wieder auf die Bank bringen. Die Bank hat wieder alles Bargeld (100), dazu kommt aber die Sichteinlage von MM (49). Das Eigenkapital der Bank bleibt aber bei 100, da eine Forderung an Dich besteht.

Die Bank ist also das Buch, das besagt, dass eigenlich Du dem MM 49 schulden würdest. Aber im Gegensatz zu einem Buch, überträgt die Bank das Risiko auf sich selber und haftet mit ihren 100 Eigenkapital. Zieht MM die 49 ab und Du gingest Bankrott, dann muss die Bank dies aus ihrem Eigenkapital bestreiten, denn Bargeld wird dann auf 51 sinken; ebenso das Eigenkapital also das, was die zeichnenden Aktionäre der Bank zur Verfügung stellten.

An diesem Beispiel lässt sich auch schön zeigen, weshalb die Securization der Hypotheken und andern Krediten bei den Banken so beliebt war: Sagen wir MM kriegt 0.5% Zins auf seiner Einlage, Du bezahlst aber 5% Zins. Das scheint ein gutes Geschäft für die Bank zu sein, aber sie hat immer das Risiko vor Augen, dass Du als Schuldner fallen wirst.

Deshalb macht nun der clevere Anlageberater dem MM einen Vorschlag: statt seine 49 einfach auf dem Konto zu 0.5% Zins liegen zu lassen, soll er doch in "Fixed Income Premium Consumer Spending Notes" investieren, welche einen fixen Zins von 1.5% bringen. Die Bank packt dann so Deinen Kredit dort rein und der Investor MM übernimmt das Risiko Deines Bankrotts. Die Bank kassiert weiterhin die 5% von Dir, gibt jetzt aber statt 0.5% die 1.5% an MM weiter. Sie verliert nun 1-Prozentpunk hat aber das Risiko aus ihrer Bilanz draussen.

Dumm nur, wenn andere Banken anfangen, die Bankbilanzrisiken anderer Banken zu kaufen... es gab doch da so eine CH-Bank... Wink

CrashGuru wrote:

Entschuldige, ich weiss, das ist nicht unbedingt hohe Finanzmathematik und ich bin vielleicht etwas schwer von Begriff, aber nach meinem Bezug am Automaten müsste der Bargeldbestand der Bank ja wohl um diesen Betrag sinken und nicht gleich bleiben?

Ja, er sank im 2. Schritt, danach geht das Bargeld an MM, der es - im 3. Schritt - wieder auf die Bank bringt und so eine 49 Gutschrift erhält.

CrashGuru wrote:

Und noch etwas: Du hast oben geschrieben "nach dem Abschreiber, kein anderer hat's". Ich behaupte, stimmt nicht, der "ich bin doch nicht blöd" hat es. Und die Forderung der Bank geht nicht an MM über. Somit ist es nicht verschwunden. Egal ob mit oder ohne Änderung der Geldmenge.... Wink

Genau das ist der entscheidende Punkt: Die Geschäftsbanken können nicht nur die 49 Kreditgeld entstehen lassen, sondern noch viel, viel mehr. Dies ist alleine durch Gesetzt limitiert. Momentan ist die private Verschuldung so riesig, dass die FED wahrscheinlich Jahrzente drucken könnte und trotzdem wäre nicht alles zurückzahlbar.

Btw, ähnlich können auch Private untereinander "Geld" schöpfen, wobei dies nicht als Geld im Sinne von "gesetzlichem Zahlungsmittel" gelten wird. Dennoch wird es voll besteuert: Kreditoren und Debitoren. Angenommen, Du würdest mir plötzlich 100Mios schulden, wäre die Steuereinahme gewaltig, ohne dass irgend etwas bei der NB oder den Geschäftsbanken oder den Staatsausgaben passiert wäre. Kreditoren und Debitoren werden aber bei keiner gängigen Geldmenge berücksichtig.

CrashGuru
Bild des Benutzers CrashGuru
Offline
Zuletzt online: 25.09.2018
Mitglied seit: 21.11.2008
Kommentare: 2'264
Was ist mit der SNB los???????

Bullish wrote:

Die 49 kommen:

- Bezug am Automaten: Du schuldest nun der Bank 49, zahlst an MM, welche es wieder auf die Bank bringen. Die Bank hat wieder alles Bargeld (100), dazu kommt aber die Sichteinlage von MM (49). Das Eigenkapital .......

.......Genau das ist der entscheidende Punkt: Die Geschäftsbanken können nicht nur die 49 Kreditgeld entstehen lassen, sondern noch viel, viel mehr. Dies ist alleine durch Gesetzt limitiert. Momentan ist die private Verschuldung so riesig, dass die FED wahrscheinlich Jahrzente drucken könnte und trotzdem wäre nicht alles zurückzahlbar.

Btw, ähnlich können auch Private untereinander "Geld" schöpfen, wobei dies nicht als Geld im Sinne von "gesetzlichem Zahlungsmittel" gel..........

Der Trick mit dem MM-Geld das wieder auf die Bank zurück geht ist natürlich unfähr Wink Ich behaupte nun mal, MM hat ein Konto in D Wink

Aber das Problem mit der Geldschöpfung hast Du sehr schön mit erklärt. Also wäre die Rückkehr zu Beispiel A) von weiter oben vielleicht trotzdem nicht so schlecht.....

felix.w
Bild des Benutzers felix.w
Offline
Zuletzt online: 15.06.2011
Mitglied seit: 05.01.2009
Kommentare: 173
Was ist mit der SNB los???????

Schade kann man SNBN nicht shorten.

Bullish
Bild des Benutzers Bullish
Offline
Zuletzt online: 18.09.2014
Mitglied seit: 27.03.2007
Kommentare: 2'932
Was ist mit der SNB los???????

felix.w wrote:

Schade kann man SNBN nicht shorten.

Würde ich mir nochmals überlegen, denn einmal angenommen, es sei tatsächlich die SNB, die den CHF ausgibt, dann wäre der CHF eine Forderung gegen die SNB, und zwar gegen die Aktivseite der SNB Bilanz. Auf der Passivseite findest Du v.a. die sich im Umlauf befindenden CHF.

Ein Verlust der SNB bedeutet, dass die Passivseite grösser ist, als die Aktivseite, d.h. im Falle der SNB, dass mehr CHF ausgegeben wurden als es Aktiven gibt.

Weiter heisst das, dass die Käufer von CHF Anspruchsrechte auf die SNB Aktiven erwerben, welche voll von minderwertigen USD und EUR sein soll.

Das gehirnüberfordernde an der Sache ist, dass bei der SNB die Aktiven in Einheiten der Passiven gemessen werden (weil die sich im Umlauf befindenden CHF Forderungen gegen die SNB in was auch immer gemessen sind).

Der CHF ist also eine Art SNB-Obligation.

Der Verlust der SNB mache die SNB zu einem Pleitekandidaten. Was geschieht gewöhnlich mit dem Kurs von Pleite-Obligationen? Sie sinken.

D.h. der CHF müsste infolge der drohenden Pleite sinken und dadurch die in CHF gemessenen Aktiven der SNB aufwerten, worauf ein Gewinn hervorginge.

Je näher die SNB also einer Pleite käme, desto mehr würden die Aktiven, in Passiven der SNB gemessen - also in CHF, wert, und desto höher würde der Gewinn ausfallen... Da möchte man doch SNBN kaufen und nicht verkaufen!?

MarcusFabian
Bild des Benutzers MarcusFabian
Offline
Zuletzt online: 18.11.2016
Mitglied seit: 19.05.2006
Kommentare: 16'379
Was ist mit der SNB los???????

Bullish wrote:

Würde ich mir nochmals überlegen, denn einmal angenommen, es sei tatsächlich die SNB, die den CHF ausgibt, dann wäre der CHF eine Forderung gegen die SNB, und zwar gegen die Aktivseite der SNB Bilanz. Auf der Passivseite findest Du v.a. die sich im Umlauf befindenden CHF.

Warum schreibst Du "angenommen" ?

Es ist doch exakt so, wie Du es beschreibst Wink

CrashGuru
Bild des Benutzers CrashGuru
Offline
Zuletzt online: 25.09.2018
Mitglied seit: 21.11.2008
Kommentare: 2'264
Was ist mit der SNB los???????

MarcusFabian wrote:

CrashGuru wrote:

Was ist eigentlich der Zweck, dass das Gold in den USA liegen soll? Im Reduit wären doch einige sichere Tresore vorhanden, sollte man aus gutem Grund das Gold nicht irgend welchen Banktresoren anvertrauen wollen.

Das hat politische Gründe, die auf die Zeit des 2. Weltkrieges bzw. die Nachkriegszeit zurückgehen. Damals haben die USA die Schweiz sozusagen erpresst, ihr Gold in den USA zu deponieren.

Teilweise macht es auch Sinn, Gold bei den Gold-Märkten in London oder New York (comex) zu deponieren, wenn man physisches Gold handeln will. Wenn somit die Schweiz Gold an China verkauft und beide Länder einen Lagerplatz in Fort Knox haben, genügt es, das Gold innerhalb von Fort Knox von A nach B zu verschieben statt von Bern nach Peking.

Danke für die Erklärungen (MF/Denne/RPH), wusste wirklich nicht, weshalb das gelbe Zeugs da drüben liegen soll.

Dass aber der physische Handel unbedingt einen "gemeinsamen Tresor" braucht ist heute nicht mehr unbedingt notwendig. Man kann auch im eigenen Tresor verschiedene Lagerabteilungen machen mit den Schildchen USA, China, Russland, Simbabwe usw..... und alles über Kameras und Skype überwachen lassen, damit nix wegkommt und alles in die richtig Box gestellt wird (heute arbeiten ja alle so nachlässig :oops: )

Wer kontrolliert eigentlich die Bestände in den USA? Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser

Und überigens, alles was mir lieb und teuer (!) ist, das leihe ich niemandem aus. Mein Gold, Werkzeug, Bücher, Auto, Frau. In dieser Reihenfolge. :oops:

CrashGuru
Bild des Benutzers CrashGuru
Offline
Zuletzt online: 25.09.2018
Mitglied seit: 21.11.2008
Kommentare: 2'264
Was ist mit der SNB los???????

Ramschpapierhaendler wrote:

CrashGuru wrote:
Und überigens, alles was mir lieb und teuer (!) ist, das leihe ich niemandem aus. Mein Gold, Werkzeug, Bücher, Auto, Frau. In dieser Reihenfolge. :oops:

Du meinst also, so ab dem Auto könnte man noch mit dir drüber sprechen? Lol

Die Gefahr besteht immer, dass man den ausgeliehenen Gegenstand nicht mehr zurück nimmt....... :oops:

Bullish
Bild des Benutzers Bullish
Offline
Zuletzt online: 18.09.2014
Mitglied seit: 27.03.2007
Kommentare: 2'932
Was ist mit der SNB los???????

MarcusFabian wrote:

Bullish wrote:

Würde ich mir nochmals überlegen, denn einmal angenommen, es sei tatsächlich die SNB, die den CHF ausgibt, dann wäre der CHF eine Forderung gegen die SNB, und zwar gegen die Aktivseite der SNB Bilanz. Auf der Passivseite findest Du v.a. die sich im Umlauf befindenden CHF.

Warum schreibst Du "angenommen" ?

Es ist doch exakt so, wie Du es beschreibst Wink

Quote:

http://de.wikipedia.org/wiki/Kaufkraftparit%C3%A4t#Anwendungsgebiete

Das Konzept der Kaufkraftparität wird für eine ganze Reihe von Anwendungen genutzt:

als langfristige Wechselkurstheorie (Kaufkraftparitätentheorie): Demzufolge passen sich Wechselkurse so an, dass zwischen beiden Währungsräumen Kaufkraftparität herrscht. Den Wechselkurs, zu dem die Kaufkraft in beiden Währungsräumen gleich ist, bezeichnet man als kaufkraftparitätischen Wechselkurs.

Wird der "richtige" Wechselkurs nicht meist von der Kaufkraftparität abgeleitet? D.h. es ist entscheidender, zu welchen Preisen vergleichbare Güter hergestellt und verkauft werden können.

MarcusFabian
Bild des Benutzers MarcusFabian
Offline
Zuletzt online: 18.11.2016
Mitglied seit: 19.05.2006
Kommentare: 16'379
Was ist mit der SNB los???????

CrashGuru wrote:

wusste wirklich nicht, weshalb das gelbe Zeugs da drüben liegen soll.

Die Frage ist dennoch berechtigt: Zum Traden würde es genügen, ein paar Tonnen zu den Handelsplätzen zu karren.

Aber doch nicht 50% des Schweizer Goldes!

CrashGuru wrote:

Wer kontrolliert eigentlich die Bestände in den USA?

Niemand. Senator Ron Paul (Rep, TX) will schon seit langem, dass mal wieder eine Inventur der Goldbestände von Fort Knox durchgeführt wird. Die letzte ist schon einige Jahrzehnte her!

http://www.24hgold.com/english/news-gold-silver-fox-news-takes-kitco-s-r...

technischer
Bild des Benutzers technischer
Offline
Zuletzt online: 18.05.2016
Mitglied seit: 19.05.2006
Kommentare: 365
Was ist mit der SNB los???????

Crah Guru

Denk daran, du kannst dann jeder von diesen Gegenstände nur einmal verleihen... Falls die Interessenliste zu lang werden sollte Biggrin . Was bei der Liste durchaus zutreffen könnte... Wink

MarcusFabian
Bild des Benutzers MarcusFabian
Offline
Zuletzt online: 18.11.2016
Mitglied seit: 19.05.2006
Kommentare: 16'379
Was ist mit der SNB los???????

... und von Deiner Frau. Blum 3

CrashGuru
Bild des Benutzers CrashGuru
Offline
Zuletzt online: 25.09.2018
Mitglied seit: 21.11.2008
Kommentare: 2'264
Was ist mit der SNB los???????

Genauere Angaben nur gegen Golddukaten! Aber bedenkt, dass ich schon bei diversen postings geschrieben habe

Zitat: "....schon einige Jahrzehnte damit beschäftigt..." :!: Lol

Was verschiedene Schlüsse ziehen lässt Wink Aber vielen Dank für das Interesse. Lol

felix.w
Bild des Benutzers felix.w
Offline
Zuletzt online: 15.06.2011
Mitglied seit: 05.01.2009
Kommentare: 173
Was ist mit der SNB los???????

Bullish wrote:

felix.w wrote:
Schade kann man SNBN nicht shorten.

Würde ich mir nochmals überlegen, denn einmal angenommen, es sei tatsächlich die SNB, die den CHF ausgibt, dann wäre der CHF eine Forderung gegen die SNB, und zwar gegen die Aktivseite der SNB Bilanz. Auf der Passivseite findest Du v.a. die sich im Umlauf befindenden CHF.

Ein Verlust der SNB bedeutet, dass die Passivseite grösser ist, als die Aktivseite, d.h. im Falle der SNB, dass mehr CHF ausgegeben wurden als es Aktiven gibt.

Weiter heisst das, dass die Käufer von CHF Anspruchsrechte auf die SNB Aktiven erwerben, welche voll von minderwertigen USD und EUR sein soll.

Das gehirnüberfordernde an der Sache ist, dass bei der SNB die Aktiven in Einheiten der Passiven gemessen werden (weil die sich im Umlauf befindenden CHF Forderungen gegen die SNB in was auch immer gemessen sind).

Der CHF ist also eine Art SNB-Obligation.

Der Verlust der SNB mache die SNB zu einem Pleitekandidaten. Was geschieht gewöhnlich mit dem Kurs von Pleite-Obligationen? Sie sinken.

D.h. der CHF müsste infolge der drohenden Pleite sinken und dadurch die in CHF gemessenen Aktiven der SNB aufwerten, worauf ein Gewinn hervorginge.

Je näher die SNB also einer Pleite käme, desto mehr würden die Aktiven, in Passiven der SNB gemessen - also in CHF, wert, und desto höher würde der Gewinn ausfallen... Da möchte man doch SNBN kaufen und nicht verkaufen!?

Pleite geht sie wenn die Aktiven zu klein werden. Die Aktiven und das EK negativ. Die Währungsreserven schrumpfen weil sie in CHF bewertet werden. Zusätzlicher Effekt: zu den Aktiven gehören Bonds deren Wert sinkt wenn die Zinsen steigen. Also irgendwann will die NB zu einer restriktiveren Geldpolitik übergehen um Inflation zu vermeiden und die Zinsen heben. Dann wird ein Teil ihrer Aktiven wieder an Wert einbüssen.

Grundlegend: Der Wert einer Anlage ist der Barwert der erwarteten künftigen Dividenden. Wenn wie oben beschrieben die Aktiven schrumpfen und die Rückstellungen geopfert werden, liegt eine Dividende nicht mehr drin. Schlaue Investoren verkaufen also weil keine Rendite drin liegt (nicht Kantone aber eventuell dieser deutsche Professor der mit 5% (?) beteiligt ist)

MarcusFabian
Bild des Benutzers MarcusFabian
Offline
Zuletzt online: 18.11.2016
Mitglied seit: 19.05.2006
Kommentare: 16'379
Was ist mit der SNB los???????

felix.w wrote:

Pleite geht sie wenn die Aktiven zu klein werden. Die Aktiven und das EK negativ. Die Währungsreserven schrumpfen weil sie in CHF bewertet werden.

Nimm es mir bitte nicht übel, wenn es ausgerechnet Dein Posting ist, das mich veranlasst, die komplexe Theorie um Zentralbank-Geld mal für alle Leser auf ein einfaches, primitives und überschaubares Niveau zu reduzieren.

Grundsätzlich kann eine Zentralbank nicht Pleite gehen, weil sie ja unlimitiert Papier drucken kann, um jederzeit ihren Forderungen gerecht zu werden. Aber ich weiss, das löst das Problem nicht.

Also reduzieren wir mal das Ganze:

--------------

Nehmen wir mal an, die Firma cash.ch bzw. Ringier organisiert ein User-Treffen in einem schönen Restaurant.

Es melden sich definitiv 100 User an, das Treffen zu besuchen.

Cash.ch lädt jeden User zu einem Kaffee und einem Stück Kuchen ein.

Dazu ordert cash.ch im Vorfeld 100 Stück Kuchen und 100 Portionen Kaffee.

Um die Verteilung möglichst gerecht zu halten, bekommt jeder User am Eingang einen roten und einen blauen Jeton. Der rote berechtigt zum Gratis-Bezug eines Kaffees, der blaue ist gültig für ein Stück Kuchen.

Es werden also exakt 100 rote und 100 blaue Jetons verteilt (= Geldmenge), um die 100 Kaffees und 100 Kuchen zu verteilen.

Natürlich wird unter den Usern ein Handel stattfinden. Der durstige mag vielleicht seinen blauen Jeton von einem hungrigen gegen einen roten eintauschen. Aber das muss uns nicht wirklich interessieren.

Wichtig ist, dass um Mitternacht alle Kuchen gegessen, alle Kaffees getrunken und somit alle Jetons abgegeben worden sind.

In diesem Beispiel fungiert cash.ch als Bank, die sich die Jetons, das Geld, beim Restaurant (der Zentralbank) ausleiht.

Das Restaurant verleiht 2*100 Jetons an cash.ch und erwartet auch 200 Jetons zurück.

Somit hätten wir im Gegensatz zur Realität der Geldmenge den ersten Sündenfall: Keiner käme auf die Idee, dass das Restaurant für die Verleihung der Jetons einen "Zins" verlangt und für die vergebenen 200 Jetons 210 Jetons zurückverlangt! Woher sollten diese 10 zusätzlichen Jetons auch kommen? Sie existieren ja gar nicht.

Aus Sicht der Buchhaltung ergibt sich folgendes Bild:

Das Restaurant = die Zentralbank vergibt 200 Jetons als Kredit an cash.ch (die Bank)

cash.ch vergibt den den Kredit weiter an den Konsumenten. In diesem Fall gratis, also als Geschenk.

Der Konsument verbraucht das Geld und gibt den Jeton zurück an die Bank.

Diese wiederum gibt das Geld (jeton) zurück an die Zentralbank.

Nach Abschluss der Aktion, also nachdem alle cash-user den Heimweg angetreten haben, beträgt die Geldmenge wieder Null.

---

Man wird mich für diesen Vergleich nun lynchen mit der Begründung, dass die Realität anders aussieht.

Z.B. bekommt man als User nicht kostenlos Jetons (Geld) von cash.ch (der Bank). Richtig. Aber dann kann ich das Beispiel dahingehend erweitern als jeder User zuvor einen gewissen Betrag in CHF einzahlen musste, um dafür die Einladung und somit die Jetons (= Fremdwährung) zu erwerben.

Unter dem Strich bleiben folgende Erkenntnisse:

1. Geld = Schulden. Die Jetons, die Cash vom Restaurant bezogen hat, sind eine Schuld dem Restaurant gegenüber. Dieses erwartet nämlich, dass sämtliche 200 geliehene Jetons wieder zurückgegeben werden. (Wenn auch ohne Zins).

2. Wenn alle Schulden bezahlt sind (die Jetons wurden von cash.ch vollständig dem Rest. zurückgegeben) ist auch die Geldmenge Null. Sie wurde vernichtet.

3. Vor Beginn des Treffens haben wir eine enorme Inflation. Eine Ausweitung der Geldmenge von Null auf 200. Aber keiner hat ein Problem damit, weil dieser Geldmenge - pardon: Jeton-Menge - ja ein ausreichendes Angebot an Kaffee und Kuchen gegenübersteht.

Während des Treffens haben wir eine gravierende Deflation: Die Jetons werden gegen Kaffee und Kuchen eingetauscht.

Auch jetzt hat niemand ein Problem damit, dass die Jeton-Menge von 200 gegen 0 abnimmt.

--

Inflation und Deflation sind in unserem Beispiel kein Problem, da die Warenmenge ja von vornherein in einem definierten Wechselkurs von 1:1 sichergestellt war.

Hätten wir nur 80 Kaffees und 50 Kuchen bei 2*100 Jetons gehabt, wäre es aber unter den Cash-Usern zu einer Palastrevolution gekommen.

Ich meine: Was nützt mir so ein Jeton, wenn ich dafür nichts an Sachwerten bekomme???

In unserem Fall war der Jeton durch Cash.ch bzw. durch das Restaurant an einen Sachwert gebunden und somit gedeckt. Nur im Fall, dass unser Restaurant während des User-Treffs in Konkurs geht, hätten wir um den Wert unseres Jetons bangen müssen.

Unser Franken ist auch nur so ein Jeton. Das Restaurant ist in unserem Falle die SNB und cash.ch ist eine beliebige Geschäftsbank.

Die Party beim Franken ist theoretisch unbegrenzt. Ganz im Gegensatz zu unseren Cash-Usertreffen, das auf einen Abend begrenzt ist. Aber das Prinzip ist exakt dasselbe.

Der einzige Unterschied ist, dass uns die SNB keinerlei Versprechen gibt, dass wir für unsere Jetons - pardon: Schweizer Franken - Kaffee, Kuchen oder sonstwas bekommen. Im Gegenteil: Die SNB verlangt, dass wir ihr mehr Jetons zurück geben, als wir erhalten haben. Wir können mit den Jetons der SNB zwar bedeutend länger und bedeutend mehr handeln als nur Kaffee und Kuchen an einem einzigen Abend aber unter dem Strich läuft es auf genau dasselbe hinaus: wir kriegen Jetons, um untereinander damit Handel zu treiben.

Dabei kann die SNB soviele neue Jetons ausgeben wie sie will. Es gibt keinerlei Limite. Und von diesen gratis geprägten Jetons kann sie sich an unserem Handel beteiligen. Also Kaffee und Kuchen abzweigen soviel sie will. Und wenn nicht die SNB selbst, dann doch deren direkte Partner: Der Staat und Geschäftsbanken.

Im dümmsten Fall erleben wir also, dass sich unter uns Cash-User eine Bande von Staatsbeamten und Bankern mischt, die uns den ganzen Kaffee wegsaufen und den ganzen Kuchen wegfressen, bevor wir überhaupt realiesieren, dass es rein physisch jetzt keinerlei Gegenleistung für unsere Jetons mehr gibt.

Vielleicht hat einer der Banker auch seinen Allerwertesten darauf verwettet, mindestens 10 Stück Kuchen und 20 Kaffee zu ergattern und ist gescheitert.

Dann müssen wir ihn "bailouten", damit er sein Versprechen halten kann. Denn schliesslich ist er nicht nur ein dummer kleiner Ar$ch wie wir sondern systemrelevant und deshalb ist es unsere Bürgerpflicht, auf Kaffee und Kuchen zu verzichten und sie ihm zu überlassen, weil ja ansonsten die Welt untergeht. (Zumindest glauben wir ihm das)

Elias
Bild des Benutzers Elias
Offline
Zuletzt online: 25.09.2018
Mitglied seit: 02.10.2006
Kommentare: 16'901
Was ist mit der SNB los???????

MarcusFabian wrote:

Man wird mich für diesen Vergleich nun lynchen mit der Begründung, dass die Realität anders aussieht.

Z.B. bekommt man als User nicht kostenlos Jetons (Geld) von cash.ch (der Bank). Richtig. Aber dann kann ich das Beispiel dahingehend erweitern als jeder User zuvor einen gewissen Betrag in CHF einzahlen musste, um dafür die Einladung und somit die Jetons (= Fremdwährung) zu erwerben.

Nimm es mir bitte nicht übel, wenn es ausgerechnet Dein Posting ist, das mich veranlasst, die komplexe Theorie um Zentralbank-Geld mal für alle Leser auf ein einfaches, primitives und überschaubares Niveau zu reduzieren.

Es ist so:

Die Zentralbank kontrolliert den Druck des Geldes und leiht den Banken Geld.

Punkt.

http://de.wikipedia.org/wiki/Zentralbank

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

MarcusFabian
Bild des Benutzers MarcusFabian
Offline
Zuletzt online: 18.11.2016
Mitglied seit: 19.05.2006
Kommentare: 16'379
Was ist mit der SNB los???????

Elias wrote:

Es ist so:

Die Zentralbank kontrolliert den Druck des Geldes und leiht den Banken Geld.

Punkt.

Endlich mal ein Punkt, in dem wir zu 100% übereinstimmen.

Und?

Elias
Bild des Benutzers Elias
Offline
Zuletzt online: 25.09.2018
Mitglied seit: 02.10.2006
Kommentare: 16'901
Was ist mit der SNB los???????

MarcusFabian wrote:

Elias wrote:

Es ist so:

Die Zentralbank kontrolliert den Druck des Geldes und leiht den Banken Geld.

Punkt.

Endlich mal ein Punkt, in dem wir zu 100% übereinstimmen.

Und?

Die SNB hat seit dem 31.12 6 Milliarden Gewinn gemacht.

Interessanter Beitrag in der NZZ am Sonntag.

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

Denne
Bild des Benutzers Denne
Offline
Zuletzt online: 12.09.2018
Mitglied seit: 20.10.2008
Kommentare: 2'478
Was ist mit der SNB los???????

Elias wrote:

Die SNB hat seit dem 31.12 6 Milliarden Gewinn gemacht.

Naja, man kann's auch "Gewinn" nennen.

Die SNB stehe mit ihren Devisenreserven aktuell nur noch 15 Milliarden unter Wasser. Das ist, was meine NZZ am Sonntag erzählt hat.

Interessant daran ist höchstens, dass die NZZ letztes Jahr ja als eines der ersten Käseblätter Zweifel an Hildebrands Devisentradingqualitäten angemeldet hat. Und plötzlich - schwuppdiwupp - ist er halt ein Pechvogel, dem's völlig unverschuldet in den letzten 2 Tagen des Jahres 2010 noch 20 Milliaren Verlust rein-"akzentuiert" hat. Potzblitz. Die wundersame Wandlung der Neuen Zürcher Zeitung...

Aber das Foto vom Phipps ist gut.

Elias
Bild des Benutzers Elias
Offline
Zuletzt online: 25.09.2018
Mitglied seit: 02.10.2006
Kommentare: 16'901
Was ist mit der SNB los???????

Denne wrote:

Elias wrote:
Die SNB hat seit dem 31.12 6 Milliarden Gewinn gemacht.

Naja, man kann's auch "Gewinn" nennen.

Richtig. Es ist kein Gewinn. Jetzt sind wir schon 2. Ich bin sonst der einzige, der immer wieder auf den Buchgewinn -Verlust hinweist.

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

Zyndicate
Bild des Benutzers Zyndicate
Offline
Zuletzt online: 25.09.2018
Mitglied seit: 21.01.2010
Kommentare: 19'347
Was ist mit der SNB los???????

Wegen des Milliardenverlusts der Nationalbank (SNB) nehmen Kleinaktionäre die geplanten Ausschüttungen an Bund und Kantone ins Visier. Im Hinblick auf die SNB-Generalversammlung beantragen sie die Streichung der Milliardensummen an Bund und Kantone.

Angesichts des Rekordverlusts der Schweizerischen Nationalbank (SNB) von 21 Mrd. Fr. im vergangenen Jahr wollen SNB-Kleinaktionäre den Milliardensegen für Bund und Kantone verhindern. Sie haben einen Antrag auf Streichung der Ausschüttung von 2,5 Mrd. Fr. eingereicht. «Diese Ausschüttung war nie gerechtfertigt. Sie ist für mich verantwortungslos und schwächt unnötigerweise unsere SNB», schreibt Kleinaktionär Ferdinand Moser in einem Aufruf an weitere Aktionäre zur Unterstützung seines Anliegens.

Und Moser hatte Erfolg: Er erhielt die Unterschriften von 22 weiteren Aktionären. Nötig für einen Antrag an der SNB-GV sind laut Gesetz mindestens 20 Aktionärsunterschriften. SNB-Sprecher Walter Meier bestätigte am Dienstag auf Anfrage den fristgerechten Eingang des Antrags bei der SNB. Nun werde überprüft, ob die Unterschriften gültig seien.

Ausschüttung in Frage gestellt

Am 14. Januar hatte die SNB bekannt gegeben, trotz einem Rekordverlust von 21 Mrd. Fr. an der Ausschüttung von 2,5 Mrd. Fr. für Bund und Kantone festhalten zu wollen. Ein Verzicht auf eine Gewinnausschüttung sei im Aufsichtsgremium, dem Bankrat, zwar eingehend diskutiert worden, hatte SNB-Präsident Philipp Hildebrand damals vor den Medien gesagt. An der Gewinnausschüttung werde aber vor allem deswegen festgehalten, weil die Verluste erst in den letzten Tagen des Jahres massiv gewesen seien. Ausserdem sei die Kapitalbasis mit 40 Mrd. Fr. Eigenmittel nach wie vor robust, so Hildebrand.

Die Verluste der SNB dürften aber dazu führen, dass in den kommenden Jahren nicht mehr strikt an den Gewinnausschüttungen an die Kantone festgehalten werde. «Ab 2012 werden die Ausschüttungen deutlich tiefer als die üblichen 2,5 Mrd. sein oder sogar ganz ausfallen», machte der SNB-Präsident deutlich.

Antrag chancenlos

Moser will mit seinem Antrag an der GV vom 29. April eine «Diskussion über die Plünderung der SNB» auslösen. «Bund und Kantone sollten die SNB nicht als Selbstbedienungsladen anschauen. «Die Unabhängigkeit der SNB ist in Gefahr», sagte Moser im Gespräch mit der Nachrichtenagentur SDA.

Kritik an den Devisenmarktinterventionen der SNB zur Schwächung des Frankens, die zum Rekordverlust geführt hatten, übt Moser keine: Die Ziele der SNB seien durchaus ehrenhaft gewesen, und Kritik im Nachhinein zu üben sei etwas einfach.

Moser ist sich bewusst, dass sein Antrag chancenlos bleiben dürfte: «Es ist klar, dass wir keinen Erfolg haben werden.» Denn 61 Prozent der insgesamt 100'000 SNB-Aktien werden von Kantonen, Kantonalbanken und anderen öffentlich-rechtlichen Körperschaften kontrolliert.

Kampfabstimmung im Bankrat

Im obersten SNB-Gremium, dem Bankrat, kam es offenbar zu einer Kampfabstimmung über das Festhalten an der Milliardenausschüttung. Das geht aus dem neuesten Anlagekommentar des St. Galler Privatbankiers Konrad Hummler hervor, der seit 2004 im SNB-Bankrat sitzt. Hummler stört sich nicht an einer drohenden finanziellen Aushöhlung der SNB. «Rein zahlenmässig erschüttert das die SNB natürlich nicht», schreibt er. «Was erschütternd ist, ist vielmehr die Geisteshaltung der verantwortlichen Organe, denen die Konstanz der Ausschüttung offensichtlich mehr bedeutet als die nach Notenbankgesetz vorab zu äufnende Rückstellung zum Zwecke der Stabilität des Instituts.»

Dass der Bankrat an der gewohnten Ausschüttung festhalten will, dürfte laut Beobachtern einen einfachen Grund haben. Die Mehrheit des 11-köpfigen Gremiums besteht aus einstigen und aktiven Politikern und Kantonalbankern.

Quelle: www.nzz.ch

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

Seiten