Was ist mit der SNB los???????

SNB N 

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Elias
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Trotz der Währungskrise: Die

Milliarden-Gewinn für die Nationalbank

Trotz der Währungskrise: Die Nationabank erwartet einen Gewinn von 13 Milliarden Franken – unter anderem Dank des hohen Goldpreises. Bund und Kantone dürfen sich auf einen Geldsegen freuen.

 

Der Geldsegen für Bund und Kantone, die bereits mit einer Nullrunde gerechnet hatten, beträgt eine Milliarde.

 

Nicht auzumalen, was für Kommentare es gehagelt hätte, wenn es ein Verlust gewesen wäre.  Ist zwar vieles nur Buchgewinn, was der Verlust auch war.

 

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Benjamin Franklin

bscyb
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Baldiger Angriff auf 1.20

Baldiger Angriff auf 1.20-Untergrenze aufgrund neuer EUR-Turbulenzen ?

http://www.cash.ch/news/front/haendler_erwarten_baldigen_angriff_auf_unt...

bscyb
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1.2064 und wir fallen weiter.

1.2064 und wir fallen weiter....könnte Angriffe in der nächsten Zeit geben.

Elias
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SNB: Thomas Jordan im Lichte

SNB: Thomas Jordan im Lichte des dogmatischen Monetarismus

Auch wenn sich die Ursprünge wirtschaftlicher Verwerfungen als unterschiedlich erweisen, so präsentieren sich die Symptome meistens sehr ähnlich: Pessimismus und dadurch fallende Nachfrage, was zu einer Reduktion der Produktion und einer steigenden Arbeitslosigkeit führt. Je nach Ursprung gesellen sich noch Inflation oder Deflation dazu.

 

 

Dem kritischen Leser dürfte hingegen zumindest zum heutigen Zeitpunkt die Frage gestattet sein, weshalb wir bei der seit Jahren massiven, expansiven Geldpolitik keine höhere Inflation zu vergegenwärtigen haben? Stimmt die Quantitätsgleichung nicht mehr? Im Gegenteil! Die Gleichung kann dazu verwendet werden, ihre Funktionalität zu bestätigen. Der enorme Vertrauensschwund und andere Ingredienzen haben die Umlaufsgeschwindigkeit (V) des Geldes deutlich schrumpfen lassen. Die grössere Geldmenge fliesst deutlich langsamer, was die rechte Seite der Gleichung (M x V) plus-minus nicht verändert. Zurzeit zumindest. http://www.accountingundcontrolling.ch/finance/snb-thomas-jordan-im-lich...

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MarcusFabian
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Elias hat am 23.01.2012 - 09

Elias hat am 23.01.2012 - 09:27 folgendes geschrieben:

 Stimmt die Quantitätsgleichung nicht mehr?

Das Problem ist, dass man die Umlaufgeschwindigkeit nicht messen kann. Also kann man auch die Gleichung nicht verifizieren.

Die anderen Werte sind ja bekannt: M=Geldmenge sowie QxP ist nichts anderes als das BSP.

 

MarcusFabian
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Elias hat am 23.01.2012 - 09

Elias hat am 23.01.2012 - 09:27 folgendes geschrieben:

 Stimmt die Quantitätsgleichung nicht mehr?

Das Problem ist, dass man die Umlaufgeschwindigkeit nicht messen kann. Also kann man auch die Gleichung nicht verifizieren.

Die anderen Werte sind ja bekannt: M=Geldmenge ist bekannt und (QxP) ist nichts anderes als das BSP.

Aber wie will man V messen? Thomas Strobl (Alias weissgarnix) hat seinerzeit nachgewiesen, dass die Quantitätsgleichung nur bei Bargeldeinkäufen funktioniert, nicht aber bei Kredit-Einkäufen, also bei Transaktionen, wo Zeit zwischen Preisverhandlung und Bezahlung vergeht.

Beispiel: Fabrik A braucht eine seltene Maschine. Man einigt sich auf einen Preis 100 und Lieferung in 6 Monaten. Fabrik B braucht dieselbe Maschine, will aber nicht ein Jahr warten und ist deshalb bereit, 120 zu bezahlen.

Hier ist jetzt also der Preis gestiegen.
Was ist an Geld geflossen? Nichts. 
Hat sich an der Geldmenge etwas geändern? Nein. 
Wie hoch ist die Umlaufgeschwindigkeit? Null.

 

Elias
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MarcusFabian hat am 23.01

MarcusFabian hat am 23.01.2012 - 10:50 folgendes geschrieben:

Elias hat am 23.01.2012 - 09:27 folgendes geschrieben:

 Stimmt die Quantitätsgleichung nicht mehr?

Wie hoch ist die Umlaufgeschwindigkeit? Null.

Die Umlaufgeschwindigkeit ist die Zeit, in der man das Geld bekommt und es wieder für Konsum ausgibt. Gerade in Zeiten mit hoher Teuerung muss man das Geld möglichst schnell los werden, weil man sehr schnell weniger dafür bekommt.

Das Thema hatten wir doch auch schon unter Freigeld diskutiert. Damals hat es dir noch eingeleuchtet.

Zur Zeit ist die Umlaufgeschwindigkeit sehr tief. Es wird gespart.  Das kann man auch hier im Forum nachlesen, wer alles Gold kauft. Der Geldmenge stehen unter anderem genau darum nicht mehr Produkte gegenüber. Und selbst wenn sie das tun würde, ist hier der Markt mit langlebigen Produkten gesättigt.  Abgesehen davon werden Bankrotte befürchtet, welche die Geldmenge reduzieren werden.  Gläubiger werden auf Forderungen verzichten müssen.

Der UMTS Nachfolger LTE wird dieses Jahr wieder mal für einen Hype sorgen. Aber auch nur deshalb, weil es immer wieder welche gibt, die ums verrecken das Allerneuste haben müssen.

 

 

 

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MarcusFabian
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Elias hat am 23.01.2012 - 11

Elias hat am 23.01.2012 - 11:11 folgendes geschrieben:


Die Umlaufgeschwindigkeit ist die Zeit, in der man das Geld bekommt und es wieder für Konsum ausgibt. Gerade in Zeiten mit hoher Teuerung muss man das Geld möglichst schnell los werden, weil man sehr schnell weniger dafür bekommt.

Das Thema hatten wir doch auch schon unter Freigeld diskutiert. Damals hat es dir noch eingeleuchtet.

 

 

 

Das leuchtet mir auch heute noch ein. Ich habe nur nirgends gefunden, wie man das messen sollte:
Wie ich mein Geld bekomme, weiss ich: monatlich. Und wie ich es ausgebe auch, nämlich 1-2 mal pro Woche in der Migros oder Coop, wo ich dann meine Rechnung mit EC bezahle.
Daran hat sich in den letzten 10 Jahren nichts geändert.

Es ist auch so, dass es keinen Umlauf gibt. Das oft zitierte Beispiel wie "Der Gast bezahlt das Hotel, das Hotel den Metzger, der Metzger den Bauern ..." findet so nicht statt.

Das Hotel bringt die Einnahmen auf die Bank und bezahlt die Ausgaben über die Bank. Metzger und Bauern tun dasselbe (ich übrigens auch). Es findet also kein Umlauf statt sondern jeweils nur Transaktionen von/an Bank und somit ist ein Kreislauf unterbrochen.

Ich sehe auch nicht, dass Geld gehortet würde. Wenn wir auf die Amis schauen, bei denen der Konsument ja 70% des BSP ausmacht: Die sind froh, wenn sie noch ihre Stelle haben und die laufenden Rechnungen zahlen können. Sparpotential ist da wenig bis gar nicht vorhanden. 

Ansonsten sind wir uns einig, dass das ganze Pumpengeld der Zentralbanken gar nicht bis unten (Wirtschaft, Konsument) durchsickert sondern im Staudamm der Banken hängen bleibt.

 

Elias
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MarcusFabian hat am 23.01

MarcusFabian hat am 23.01.2012 - 14:07 folgendes geschrieben:

Das leuchtet mir auch heute noch ein. Ich habe nur nirgends gefunden, wie man das messen sollte:

Wie ich mein Geld bekomme, weiss ich: monatlich. Und wie ich es ausgebe auch, nämlich 1-2 mal pro Woche in der Migros oder Coop, wo ich dann meine Rechnung mit EC bezahle.
Daran hat sich in den letzten 10 Jahren nichts geändert.

Es ist auch so, dass es keinen Umlauf gibt. Das oft zitierte Beispiel wie "Der Gast bezahlt das Hotel, das Hotel den Metzger, der Metzger den Bauern ..." findet so nicht statt.

Das Hotel bringt die Einnahmen auf die Bank und bezahlt die Ausgaben über die Bank. Metzger und Bauern tun dasselbe (ich übrigens auch). Es findet also kein Umlauf statt sondern jeweils nur Transaktionen von/an Bank und somit ist ein Kreislauf unterbrochen.

Ich sehe auch nicht, dass Geld gehortet würde. Wenn wir auf die Amis schauen, bei denen der Konsument ja 70% des BSP ausmacht: Die sind froh, wenn sie noch ihre Stelle haben und die laufenden Rechnungen zahlen können. Sparpotential ist da wenig bis gar nicht vorhanden. 

Ansonsten sind wir uns einig, dass das ganze Pumpengeld der Zentralbanken gar nicht bis unten (Wirtschaft, Konsument) durchsickert sondern im Staudamm der Banken hängen bleibt.

Du kannst es ja tatsächlich selber messen: du bekommst Geld monatlich und gibst  einen Teil davon scheibschenweise aus. Einen anderen Teil  steckst du in Gold und entziehst es vorerst dem Kreislauf.  In Simbawe hättest du nicht solange mit dem Ausgeben gewartet.

Die Schweiz hat die höchste Sparquote der Welt, gefolgt von Japan. Selbst viele Amis bauen ihre privaten Schulden ab bzw. sparen.

Und der Kreislauf findet ganz sicher statt, egal ob bar bezahlt wird oder via Bank. Es ist doch total unerheblich, ob man das Geld bei der Bank abhebt und am Postschalter einzahlt oder direkt überweisen tut.

Fünf Transaktionsarten lassen sich unterscheiden:

  • Gut gegen Gut: Tausch, Realtausch/Naturaltausch
  • Gut gegen Forderung: Kauf/Verkauf von Gütern
  • Forderung gegen Forderung: Kauf/Verkauf von Forderungen (auch Kredittilgung, Umschuldung usw.)
  • Gut gegen Transfer: Realtransfer/Realschenkung
  • Forderung gegen Transfer: Forderungstransfer/Forderungsschenkung (auch Steuerzahlungen, Subventionen, Renten, Kindergeld, staatliche Transferzahlungen)

Der Kreislauf ist erst bei Bankrott bzw. Schuldenschnitt definitiv unterbrochen. Dieses Geld ist für immer weg. Siehe die 2Mia der Erb (Deflation)

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MarcusFabian
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Klingt soweit logisch. Das

Klingt soweit logisch. Das sehe ich auch alles ein. Aber eine exakte Messung für die Umlaufgeschwindigkeit  (Landesweit) ist das halt nicht.

Die einzige Exakte Zahl ist die Geldmenge, die lässt sich jederzeit auf den Rappen genau bestimmen.
Schon beim BSP (also Preise und Produktion) wird's haarig.

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MarcusFabian hat am 23.01

MarcusFabian hat am 23.01.2012 - 17:39 folgendes geschrieben:

Klingt soweit logisch. Das sehe ich auch alles ein. Aber eine exakte Messung für die Umlaufgeschwindigkeit  (Landesweit) ist das halt nicht.

Die einzige Exakte Zahl ist die Geldmenge, die lässt sich jederzeit auf den Rappen genau bestimmen.
Schon beim BSP (also Preise und Produktion) wird's haarig.

Exakt muss es auch nicht sein.  Zur Zeit ist die die Umlaufgeschwindigkeit im Durchschnitt landesweit tief.

Es geht im Link  http://www.accountingundcontrolling.ch/finance/snb-thomas-jordan-im-lich... um die Lehrbuchgmeinungen Klassiker,  Keynesianismus (Nachfragetheorie) und Monetarismus.

Auch wenn sich die Ursprünge wirtschaftlicher Verwerfungen als unterschiedlich erweisen, so präsentieren sich die Symptome meistens sehr ähnlich: Pessimismus und dadurch fallende Nachfrage, was zu einer Reduktion der Produktion und einer steigenden Arbeitslosigkeit führt. Je nach Ursprung gesellen sich noch Inflation oder Deflation dazu.

Wie bereits eingangs erwähnt, gibt es nicht DIE richtige oder falsche Konjunkturpolitik. Alle Anschauungen haben Kritik hervorgerufen.

 

Die Lehrbuchmeinungen haben für jeden etwas dabei. Bei Griechenland wird demnächst Vermögen vernichtet, was von der Geldmenge her deflationierend wirken müsste. Erneuter Rekord an Firmenkonkursen im Jahr 2011 http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/agenturen-ticker/Erneuter-Rekord-...

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MarcusFabian
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... wir sind übrigens nicht

... wir sind übrigens nicht die einzigen, die sich deshalb die Köpfe einschlagen.

Guck mal ab Seite 8 unten:

http://www.wu.ac.at/taxmanagement/Institut/Mitarbeiter/Hoermann/new2006/...

 

Elias
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MarcusFabian hat am 23.01

MarcusFabian hat am 23.01.2012 - 18:07 folgendes geschrieben:

... wir sind übrigens nicht die einzigen, die sich deshalb die Köpfe einschlagen.

Guck mal ab Seite 8 unten:

http://www.wu.ac.at/taxmanagement/Institut/Mitarbeiter/Hoermann/new2006/...

 

Auf Seite 9 oben

Die Banknoten "kreisen" nicht im Publikum, was der Ausdruck "Geldumlauf" uns weis machen will, sondern sie dienen immer nur dazu, bereits existierende Schulden abzuarbeiten (woraufhin sie physisch und komplett wertlos in den LZBs verschwinden)

Ich baue zur Zeit keine Schulden ab, ganz im Gegenteil. Es soll sogar Leute geben, die überhaupt keine Schulden haben.

Niemand behauptet, dass das Geld "kreist". Es ist im Umlauf, es fliesst. Ein Auto ist geparkt oder es ist unterwegs. Gerüchte sind im Unlauf, die kreisen auch nicht. Vielleicht höre ich am Abend ein  Gerücht und ich sage dann, dass ich dass schon seit dem Morgen weiss. Man kann eine Banknote markieren. Vielleicht sieht man sie irgendwann mal wieder.

Die Banken haben sich unlängstg untereinander kein Geld mehr geliehen, was zu Liquiditätsengpässengeführt hat.  Liquide, flüssig, fliessen.

Die Gleichung mag falsch sein. Trotzdem: bei einem Käuferstreik fallen selbst Wertpapiere ins bodenlose. Ladenbesitzer beklagen Sommer-Käuferstreik http://www.manager-magazin.de/politik/konjunktur/0,2828,789259,00.html

Wenn kein Geld fliesst bleibt das nicht ohne Folgen. Auf Jahresende ehöht die SNB die Notenmenge (bringt sie in Umlauf), weil mehr gebraucht wird. Die wundersame Notenschwemme http://www.20min.ch/finance/news/story/Die-wundersame-Notenschwemme-2313...

Auf Jahresende ehöht sich der Umsatz, es fliesst mehr Geld, die Geschäfte laufen besser.

 

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Benjamin Franklin

Bullish
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Elias hat am 23.01.2012 - 14

Elias hat am 23.01.2012 - 14:32 folgendes geschrieben:

MarcusFabian hat am 23.01.2012 - 14:07 folgendes geschrieben:


Es ist auch so, dass es keinen Umlauf gibt. Das oft zitierte Beispiel wie "Der Gast bezahlt das Hotel, das Hotel den Metzger, der Metzger den Bauern ..." findet so nicht statt.

Du kannst es ja tatsächlich selber messen: du bekommst Geld monatlich und gibst  einen Teil davon scheibschenweise aus. Einen anderen Teil  steckst du in Gold und entziehst es vorerst dem Kreislauf.

Nein, mit dem Goldkauf bleibt es im Kreislauf, es geht ja zum Goldverkäufer.

.. und natürlich gibt es den Geldkreislauf (klassische Wirtschaftstheorie), was aber interessanter ist, ist die Frage, wie kommt/verschwindet Geld in den/aus dem Umlauf.

Mit dem Goldkauf auf Kredit gäbe es plötzlich mehr Geld.

MarcusFabian
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Also nochmals: Wie kann man

Also nochmals: Wie kann man sich die "Umlaufgeschwindigkeit" bildlich vorstellen? Wie kann man sie messen?

Mal angenommen, es gäbe nur Bargeld und zwar in Form von 1-Franken Noten und jedes mal, wenn eine Note zur Zahlung verwendet wird, wird am Rand eine kleine Kerbe geschnitzt. Am Ende des Jahres zählt man dann die Noten und Kerben und der Durchschnitt der Kerben in der Note ergibt dann die Umlaufgeschwindigkeit.

Oder anders: Wir haben total 1000 Noten und mit denen wurden insgesamt Transaktionen im Wert von 5000 abgewickelt. Also haben wir eine Umlaufgeschwindigkeit von 5.

Nun gehen wir einen Schritt weiter und verdopplen die Anzahl Franken-Noten auf 2000. Da sich am BSP nichts geändert hat, die Geldmenge sich aber verdopplet hat ergibt sich daraus eine Umlaufgeschwindigkeit von 2.5.
Auch soweit ist das nachvollziehbar. Es wären jetzt weniger Kerben in den Noten, denn die einzelne Note wird weniger häufig verwendet. Es gibt ja jetzt doppelt so viele, die für dieselbe Transaktionsmenge zur Verfügung stehen.

Oder um das Beispiel ad absurdum zu führen: Wir könnten nur eine einzige Note haben, die dann 5000 mal zirkulieren müsste. Auch hier würde dann die Formel stimmen: Geldmenge 1 * Umlaufgeschwindigkeit 5000 = BSP 5000

Damit wäre im wesentlichen der Nachweis erbracht, dass die Quantitätsgleichung in einem reinen Bargeld-System (ohne Kredite und Buchgeld) durchaus ihre Berechtigung hat.

Und wie PCM selber zugibt, was das bis 1940 ja auch der Fall.

Soweit einverstanden?

Elias
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Bullish hat am 24.01.2012 -

Bullish hat am 24.01.2012 - 12:27 folgendes geschrieben:

Elias hat am 23.01.2012 - 14:32 folgendes geschrieben:

MarcusFabian hat am 23.01.2012 - 14:07 folgendes geschrieben:

 

Es ist auch so, dass es keinen Umlauf gibt. Das oft zitierte Beispiel wie "Der Gast bezahlt das Hotel, das Hotel den Metzger, der Metzger den Bauern ..." findet so nicht statt.

Du kannst es ja tatsächlich selber messen: du bekommst Geld monatlich und gibst  einen Teil davon scheibschenweise aus. Einen anderen Teil  steckst du in Gold und entziehst es vorerst dem Kreislauf.

Nein, mit dem Goldkauf bleibt es im Kreislauf, es geht ja zum Goldverkäufer.

Nur wenn der Goldverkäufer das Geld nicht auf dem Sparkonto lässt, sondern für den Konsum ausgibt.  Es ist unwahrscheinlich, dass Anleger ihr Verhalten nach dem Verkauf einer Anlage ändern und dem Konsumrausch verfallen.

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Benjamin Franklin

Elias
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MarcusFabian hat am 24.01

MarcusFabian hat am 24.01.2012 - 12:50 folgendes geschrieben:

Also nochmals: Wie kann man sich die "Umlaufgeschwindigkeit" bildlich vorstellen? Wie kann man sie messen?

Die Gleichung kann dazu verwendet werden, ihre Funktionalität zu bestätigen. Der enorme Vertrauensschwund und andere Ingredienzen haben die Umlaufsgeschwindigkeit des Geldes deutlich schrumpfen lassen. Die grössere Geldmenge fliesst deutlich langsamer, was die rechte Seite der Gleichung plus-minus nicht verändert.

Was ja eigentlich logisch ist. Die Handelsumsätze steigen um weniger als 1% pro Jahr, wenn überhaupt. Dann muss die Umlaufgeschwindigkeit tiefer sein, wenn die Geldmenge grösser ist.

Die Schweiz ist Weltmeister im Sparen. Es ist wurscht, ob sie das Geld auf dem Konto liegen lassen oder in eine andere Anlage flüchten.

MarcusFabian hat am 16.04.2009 - 01:16 folgendes geschrieben:

Stimmt. Aber wir haben keine gleichbleibende Geldmenge.

In den USA steigt die Bevölkerung um ziemlich konstante 1% pro Jahr. Die Geldmenge in den letzten 10 Jahren hat sich verdreifacht.

In der Schweiz ist die Bevölkerung ziemlich konstant bis leicht sinkend, die Geldmenge hat sich aber seit 2000 verdoppelt und die Goldmenge halbiert.

Schlussfolgerungen?

Schlussfolgerung:

Das Bevölkerungswachstum kann man auch messen oder wenigstens erahnen. Im 2009 war die Masseneinwanderung schon ein lange ein Thema. Das Gold der Nationalbank floss zum Teil zu den Kantonen, welche Schulden und Steuern reduzierten. Es ist nicht wichtig, ob man was exakt messen kann. Es reicht das Vorstellungsvermögen wie z.B. über den ominösen Warenfluss von A nach B.  So Aussagen machen mich total meschugge.

 

 

 

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Benjamin Franklin

MarcusFabian
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Elias hat am 24.01.2012 - 19

Elias hat am 24.01.2012 - 19:13 folgendes geschrieben:


Die Gleichung kann dazu verwendet werden, ihre Funktionalität zu bestätigen.

Genau diese Aussage stört mich eben: Man beweist die Gleichung durch die Gleichung. 

 

 

Elias hat am 24.01.2012 - 19:13 folgendes geschrieben:

So Aussagen machen mich total meschugge.

 

Ja, ja, jetzt bin ich schuld, dass Du meschugge bist Biggrin

 

 

Bullish
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MarcusFabian hat am 24.01

MarcusFabian hat am 24.01.2012 - 12:50 folgendes geschrieben:

Also nochmals: Wie kann man sich die "Umlaufgeschwindigkeit" bildlich vorstellen? Wie kann man sie messen?

 

....

 

 

Damit wäre im wesentlichen der Nachweis erbracht, dass die Quantitätsgleichung in einem reinen Bargeld-System (ohne Kredite und Buchgeld) durchaus ihre Berechtigung hat.

Und wie PCM selber zugibt, was das bis 1940 ja auch der Fall.

Soweit einverstanden?

Alles ok und die Umlaufgeschwindigkeit ist eine mathematische Grösse, die rauskommt, wenn man, vereinfacht gesagt, BIP durch Geldmenge teilt. Es gibt sie halt einfach.

Das BIP ist wichtig für den Staat, weil es Rückschlüsse auf die Steuereinnahmen zulässt. Für die Entwicklung der Wirtschaft ist aber v.a. das Nettoneukreditgeschäft entscheidend.

Bullish
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Elias hat am 24.01.2012 - 17

Elias hat am 24.01.2012 - 17:41 folgendes geschrieben:

Bullish hat am 24.01.2012 - 12:27 folgendes geschrieben:

Elias hat am 23.01.2012 - 14:32 folgendes geschrieben:

MarcusFabian hat am 23.01.2012 - 14:07 folgendes geschrieben:

 

Es ist auch so, dass es keinen Umlauf gibt. Das oft zitierte Beispiel wie "Der Gast bezahlt das Hotel, das Hotel den Metzger, der Metzger den Bauern ..." findet so nicht statt.

Du kannst es ja tatsächlich selber messen: du bekommst Geld monatlich und gibst  einen Teil davon scheibschenweise aus. Einen anderen Teil  steckst du in Gold und entziehst es vorerst dem Kreislauf.

Nein, mit dem Goldkauf bleibt es im Kreislauf, es geht ja zum Goldverkäufer.

Nur wenn der Goldverkäufer das Geld nicht auf dem Sparkonto lässt, sondern für den Konsum ausgibt.  Es ist unwahrscheinlich, dass Anleger ihr Verhalten nach dem Verkauf einer Anlage ändern und dem Konsumrausch verfallen.


... das ist auch gut so, denn dann müssen Unternehmen eben bessere Produkte liefern ... durch das Sparen wird so Innovation erzwungen oder die Unternehmen, die ihre Schrottprodukte nicht absetzen können, gehen pleite.

Der typische Goldkauf ist in der Regel ein simpler (Aktiven)Tausch.

Anders sieht es aus, wenn einer einen Kredit aufnimmt, um eine Goldmine zu betreiben und seine Arbeiter aus dem Kredit bezahlt. Nun gibt es neues Geld, das von den Arbeiter verwendet werden kann, um über (Aktiven)Tausch Güter zu erhalten.

Die klassische Ökonomik kennt den Unterschied zwischen Bankbilanzverlängerung (neues Geld, resp. Forderungen auf Geld auf einen bestimmten Termin aus dem Nichts gegen Pfand) und simplen Buchungen vom einen Bankkonto zum andern (Aktiventausch) nicht.

Auch die hier oft benutzte Gleichung Schulden=Guthaben stimmt nicht ganz. (Sie stimmt in dem Sinne, dass im typischen Kreditgeschäft die Bank dem Kunden JETZT X schuldet und der Kunde X zugut hat und die Bank SPÄTER bei Fälligkeit X+i zugut hat und der Kunde X+i schuldet). Die Gleichung stimmt in dem Sinne nicht, dass es das später fällige +i einfach noch nicht gibt und somit die jetzigen Guthaben eben nie reichen, um die zukünftig fälligen Schulden zu zahlen. Somit gilt erklärt dieser Satz alles: "Die Schuldenlast ist zwar drückend, aber zum Glück bleibt noch etwas Zeit!" Wink Es sind also immer die Kinder, die die Last abarbeiten müssen.

weico
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Bullish hat am 26.01.2012 -

Bullish hat am 26.01.2012 - 00:31 folgendes geschrieben:


Die klassische Ökonomik kennt den Unterschied zwischen Bankbilanzverlängerung (neues Geld, resp. Forderungen auf Geld auf einen bestimmten Termin aus dem Nichts gegen Pfand) und simplen Buchungen vom einen Bankkonto zum andern (Aktiventausch) nicht.

 

Leider.

Die klassische Ökonomik erkennt leider auch die (makroökonomischen) Folgen, von dem Zurzeit allgegenwärtig  angepriesenen "SPAREN", schlicht (noch) nicht.

Aber solche trival-arithmetische Zusammenhänge, werden sicherlich schon bald einmal bekannter werden.Ganz nach dem Motto des erfahrungsbasierten Lernens :

...learning from experience..    :mamba:

 

Gute Kurzzusammenfassung über das "Sparpaket als Irrtum" ..von strobl/"weissgarnix":

:http://www.karstenuwe.com/stutzel-entlarvt-das-sparpaket-als-irrtum.html

 

 

weico

 

 

 

Elias
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weico hat am 26.01.2012 - 08

weico hat am 26.01.2012 - 08:39 folgendes geschrieben:

Gute Kurzzusammenfassung über das "Sparpaket als Irrtum" ..von strobl/"weissgarnix":

:http://www.karstenuwe.com/stutzel-entlarvt-das-sparpaket-als-irrtum.html

Deutschland spart nicht, es verschuldet sich nur weniger stark. Nimmt aber immer noch Schulden auf und ist stolz darauf.  Die Schweiz baut Schulden ab.

Aus obigem Link Sobald im “Haben” gebucht wird, muss notwendigerweise im “Soll” gebucht werden – in gleicher Höhe. Alles andere wäre Voodoo.

Ich erkläre meiner Revisionsstelle immer wieder, dass mir das egal ist. Aktiven, Passiven, Aufwand, Ertrag, Soll und Haben sind unwichtig.  Stop Hauptsache der Gewinn stimmt.

 

MarcusFabian hat am 25.01.2012 - 19:13 folgendes geschrieben:

Elias hat am 24.01.2012 - 19:13 folgendes geschrieben:

Die Gleichung kann dazu verwendet werden, ihre Funktionalität zu bestätigen.

Genau diese Aussage stört mich eben: Man beweist die Gleichung durch die Gleichung.

Die Funktionalität wird bewiesen, nicht die Gleichung mit der Gleichung.

Bernancke will wieder mehr Geld zur Verfügung stellen. Es freut die Börse, weil das Geld in diesem Kreislauf erwartet wird, höhere Umsätze werden an der Börse erhofft. Auf der linken Seite der Formel werden nun halt Produkte durch Finanztitel ersetzt.

Wenn das Geld dereinst wieder mal abgeschöpft wird und/oder die Zinsen erhöht werden, wird das die umgekehrte Wirkung haben.

 

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MarcusFabian
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Elias hat am 26.01.2012 - 09

Elias hat am 26.01.2012 - 09:15 folgendes geschrieben:

Die Funktionalität wird bewiesen, nicht die Gleichung mit der Gleichung.

 

Ich habe gestern mal wieder TV geguckt: Criminal Minds:

Der FBI-Profiler verhört einen Muslimischen Terroristen-Führer in Guantanamo:

F: Wie lange werdet ihr den jihad gegen Amerika fortsetzen?
A: So lange es Allahs Wille ist.
F: Und wie erkennt ihr, dass es nicht mehr Allahs Wille ist?
A: Wenn der jihad vorbei ist. ...

... (und Elias begriffen hat, wie Preisausgleich und Warenflüsse zwischen Ländern A und B funktionieren Blum 3 , also nie).

Elias
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MarcusFabian hat am 26.01

MarcusFabian hat am 26.01.2012 - 19:39 folgendes geschrieben:

Elias hat am 26.01.2012 - 09:15 folgendes geschrieben:

Die Funktionalität wird bewiesen, nicht die Gleichung mit der Gleichung.

Ich habe gestern mal wieder TV geguckt: Criminal Minds:

Der FBI-Profiler verhört einen Muslimischen Terroristen-Führer in Guantanamo:

F: Wie lange werdet ihr den jihad gegen Amerika fortsetzen?
A: So lange es Allahs Wille ist.
F: Und wie erkennt ihr, dass es nicht mehr Allahs Wille ist?
A: Wenn der jihad vorbei ist. ...

... (und Elias begriffen hat, wie Preisausgleich und Warenflüsse zwischen Ländern A und B funktionieren smiley , also nie).

Aber ja doch, alle werden das selber haben (Deflation / Inflation) sonst fliessen die Waren aus den Tiefpreisländern A in die Hochpreisinseln B, bis die Preise gleich sind. Ungeachtet von  Währung und Zöllen. Einfach so. Darum braucht es auch keinen Preisüberwacher und Wettbewerbskommission.

Ich weiss nicht nur, wie die Waren zwischen den den Ländern fliessen und die Zolldeklarationen erstellt werden, ich weiss auch, wie die Preise zustande kommen  smiley

Des Narren Paradies ist dem Weisen eine Hölle.

 

 

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Benjamin Franklin

MarcusFabian
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Elias hat am 30.01.2012 - 12

Elias hat am 30.01.2012 - 12:10 folgendes geschrieben:


Aber ja doch, alle werden das selber haben (Deflation / Inflation) sonst fliessen die Waren aus den Tiefpreisländern A in die Hochpreisinseln B, bis die Preise gleich sind. Ungeachtet von  Währung und Zöllen. Einfach so. Darum braucht es auch keinen Preisüberwacher und Wettbewerbskommission.

 

Mir Erklärungen bin ich zu Dir 4 mal nicht durchgekommen. Also versuche ich's mal als Frage:

"Ein Scheffel Weizen kostet in Frankreich 1 Euro und in Deutschland 100 Euro. Was passiert?"

 

Elias
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MarcusFabian hat am 30.01

MarcusFabian hat am 30.01.2012 - 15:02 folgendes geschrieben:

Elias hat am 30.01.2012 - 12:10 folgendes geschrieben:

Aber ja doch, alle werden das selber haben (Deflation / Inflation) sonst fliessen die Waren aus den Tiefpreisländern A in die Hochpreisinseln B, bis die Preise gleich sind. Ungeachtet von  Währung und Zöllen. Einfach so. Darum braucht es auch keinen Preisüberwacher und Wettbewerbskommission.

Mir Erklärungen bin ich zu Dir 4 mal nicht durchgekommen. Also versuche ich's mal als Frage:

"Ein Scheffel Weizen kostet in Frankreich 1 Euro und in Deutschland 100 Euro. Was passiert?"

Die USA liefern zu 150 Dollar, weil Frankreich die Ausfuhr verbietet. Frankreich verbietet die Vollverschleierung, Leugnung des Völkermords, Handy an Schulen, Anstiftung zur Magersucht etc.

Der Weizenpreis wird an der Börse gehandelt, dein Beispiel ist zum 5. Mal ein totaler Schabernack. Man kauft in Dollar und verkauft in Lokalwährung.

Dann wäre noch die "Weizenvorräte zur Sicherung der Landesversorgung" ein weiteres Thema in diesem Zusammenhang bzw.Pflichtlager.

Nicht mal innerhalb der Schweiz sind die Preise für ein Produkt gleich. Wie kann es sein, dass beim gleichen Tankstellenbetreiber der offizielle Literpreis bis zu 20 Rappen differiert? Es gibt Produkte, die bis zu 50% billiger sind. Was passiert? Es gibt solche, die den vollen Preis bezahlen und andere nur die Hälfte, vielleicht ziehen andere Geschäfte mit den Preisen nach.

Die Waren fliessen jedenfalls nicht einfach so von A nach B. Erst muss man mal überhaupt den überteuerten Mais bezahlen können, den die anderen für ihren Sprit gebrauchen. Danach kann man ihn vielleciht essen.

In Belgien fliesst heute überhautp nichts.

Japan (Yen) hat immer noch Deflation, während andere (Dollar) Inflation haben. Es haben nicht alle das gleiche Szenario.

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MarcusFabian
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Ok, dann gebe ich die Frage

Ok, dann gebe ich die Frage mal frei und stelle sie an alle:

"Ein Scheffel Weizen kostet in Frankreich 1 Euro und in Deutschland 100 Euro". 

Was passiert?

Jemand eine Idee?

 

Elias
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MarcusFabian hat am 01.02

MarcusFabian hat am 01.02.2012 - 03:42 folgendes geschrieben:

Ok, dann gebe ich die Frage mal frei und stelle sie an alle:

"Ein Scheffel Weizen kostet in Frankreich 1 Euro und in Deutschland 100 Euro". 

Was passiert?

Jemand eine Idee?

Vergiss es doch einfach. Das Szenario ist Kindergarten. Nicht einmal Wunschdenken. Fernab von jeder Realität.

Weizen wird an der Börse gehandelt.

Erkläre doch einfach mal, warum alle das gleiche haben müsen, also entweder Inflation oder Deflation haben bzw. warum es nicht beides gleichzeitig geben kann. Also Deflation in England (Pfund) und Inflation in den USA (Dollar).

Und dann versuch den Warenfluss darzulegen, wenn es so wäre, wie du glaubst, dass es nicht sein kann. Zuerst mal ohne Zölle, Transportkosten und Mehrwertsteuern.

Japan hat seit bald 20 Jahren Deflation, mit Unterbrüchen.

 

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Profitexter
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Achim H. Pollert: Woher die Zinsen kommen

Darf ich zur Frage, warum jede Währung eine Notenbank braucht, vielleicht einen Aufsatz von mir empfehlen, der hier im Forum vor längerer Zeit auch schon erschienen ist...

http://textepollert.wordpress.com/2010/11/17/achim-h-pollert-woher-die-z...

Elias
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Warum jede Währung eine

Warum jede Währung eine Notenbank braucht

Was Zinsen bewirken
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Es gibt einige hier im Forum, die der Meinung sind, dass es keine Notenbank braucht. Nicht auszumalen was passiert wäre, wenn es sie nicht gegeben hätte und die Banken wegen ihres gegenseitigen Misstrauens noch mehr in Schwieigkeiten geraten wären.

Die Wirkung der Zinsen ist im Normalfall schon so wie beschrieben. Es wird mit Zinsen Geld aus Geld gemacht, die irgendwer erarbeiten muss. Zinszesins ist eine Esponentialfunktion. Das kann auf Dauer nicht gut gehen. Es verschwindet auch wieder ein Teil des Geldes durch Bankrotte oder Schuldenschnitte.

Aber trotz tiefer Zinsen steigen - entgegen dem Aufsatz - die Preise bei uns nicht und anderen Orts nicht so stark, wie man erwarten würde. Noch nie in der Geschichte der Menschheit wurde durch Zwangssparen so grosse Vermögen für die Vorsorge geäuffnet. Auch diese Vermögen werden verzinseszinst und diese Zinseszinsen müssen erarbeitet werden. Wie soll das auf Dauer gehen?

Erstmals in der Geschichte der Menschheit ist absehbar, das in einigen Regionen der Welt die Bevölkerungszahlen zurückgehen werden. Es findet eine noch nie dagewesene Vergreisung statt. Der Energieverbrauch pro Kopf wird sinken.

 

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