Was ist mit der SNB los???????

SNB N 

Valor: 131926 / Symbol: SNBN
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MarcusFabian
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Elias hat am 01.02.2012 - 08

Elias hat am 01.02.2012 - 08:53 folgendes geschrieben:

Weizen wird an der Börse gehandelt.

 

 

Richtig! Und zwar zu einem Preis, der was ist? International oder für jedes Land individuell berechnet?

 

 

 

Elias hat am 01.02.2012 - 08:53 folgendes geschrieben:

Erkläre doch einfach mal, warum alle das gleiche haben müsen, also entweder Inflation oder Deflation

 

Müssen sie nicht: Wenn in meinem Weizen-Beispiel Tausende von gierigen Lastwagen in Frankreich Weizen kaufen und nach Deutschland fahren, weil sie Gewinn machen wollen, dann passiert makroökonomisch folgendes:

Weizen fliesst von Frankreich nach Deutschland, Geld fliesst von Deutschland nach Frankreich.

Also mehr Geld in Frankreich (Inflation) und zugleich steigender Weizen-Preis.
Weniger Geld in Deutschland (Deflation) bei zugleich sinkendem Weizen-Preis.

Dass es eine Preisdifferenz geben kann, die etwa in Höhe der Transportkosten liegt, darüber dürften wir uns einig sein.

Steuern, Zölle, MWSt etc. Also alles was dann innerhalb des Landes auf dem Weg zum Endkonsumenten passiert ist für die makroökonomische Betrachtung (und es ging ja ursprünglich um die Importierte Inflation und Arbitrage) irrelevant.

 

Elias
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MarcusFabian hat am 02.02

MarcusFabian hat am 02.02.2012 - 09:00 folgendes geschrieben:

Elias hat am 01.02.2012 - 08:53 folgendes geschrieben:

Weizen wird an der Börse gehandelt.

Richtig! Und zwar zu einem Preis, der was ist? International oder für jedes Land individuell berechnet?

Erst mal International. Dann muss die Ware transportiert und verzollt werden. Dann ist der Preis National

MarcusFabian hat am 02.02.2012 - 09:00 folgendes geschrieben:

Elias hat am 01.02.2012 - 08:53 folgendes geschrieben:

Erkläre doch einfach mal, warum alle das gleiche haben müsen, also entweder Inflation oder Deflation

Müssen sie nicht: Wenn in meinem Weizen-Beispiel Tausende von gierigen Lastwagen in Frankreich Weizen kaufen und nach Deutschland fahren, weil sie Gewinn machen wollen, dann passiert makroökonomisch folgendes:

So ein Nonsens. Dein Beispiel gibt es in der Realität nicht. Der Preis kann nicht von Nachbarland zu Nachbarland in der gleichen Währung so differieren. Der Weizen ist ein einzelnes Produkt. Preisfindung siehe oben.  Die Bauern lagern ihr Getreide und verfolgen selber, wie sich der Weltmarkt entwickelt, um dann im "besten" Moment zu verkaufen.

Es findet ein Warenaustausch zwischen Japan und dem Rest der Welt statt. Trotzdem haben die Japaner als Exportland seit 20 Jahren Deflation. Die Geldmenge weiteitet sich dort aus.

Deflation bedeutet eben nicht Warenfluss, sondern sinkende Löhne, sinkende Preise und sinkende Vermögen. Es können z.B. nur dort Werte vernichtet werden, wo sich Werte gebildet haben. Immobilien, Aktien, Metalle. etc.

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MarcusFabian
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Elias hat am 02.02.2012 - 09

Elias hat am 02.02.2012 - 09:49 folgendes geschrieben:

Dein Beispiel gibt es in der Realität nicht. Der Preis kann nicht von Nachbarland zu Nachbarland in der gleichen Währung so differieren.

Stimmt. Weil sie sich angleichen.

Also nehmen wir zusätzlich die Währungskomponente rein und bleiben beim Beispiel:

Weizen kostet in USA $1, in Japan 200 Yen, wobei 1$=100Yen (Weizen kostet also in Japan umgerechnet $2).

Auch jetzt wird fleissig Weizen von den USA nach Japan geschippert bis sich die Preise - diesmal Währungsbereinigt - angleichen. Sagen wir mal USA $1.50 und Japan 150 Yen.

Nun passiert was überraschendes: Der Weizenpreis steigt in den USA auf $1.80, sinkt aber gleichzeitig in Japan auf 100 Yen! Wie ist das möglich?

Des Rätsels Lösung (und so während der Deflationsphase auch geschehen): Der Yen hat gegenüber Dollar an Wert gewonnen: Der Wechselkurs ist jetzt nicht mehr 100 sondern nur noch 55.5 Yen pro Dollar. Das ist der Segen oder Fluch einer starken Währung. In diesem Fall ein Segen für Japan, denn so können sich die Japaner bei gleichem Lohn mehr Weizen kaufen.

 

 

 

Elias
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MarcusFabian hat am 02.02

MarcusFabian hat am 02.02.2012 - 10:24 folgendes geschrieben:

Des Rätsels Lösung (und so während der Deflationsphase auch geschehen): Der Yen hat gegenüber Dollar an Wert gewonnen: Der Wechselkurs ist jetzt nicht mehr 100 sondern nur noch 55.5 Yen pro Dollar. Das ist der Segen oder Fluch einer starken Währung. In diesem Fall ein Segen für Japan, denn so können sich die Japaner bei gleichem Lohn mehr Weizen kaufen.

In Japan sind auch die Löhne und Vermögen gesunken. Erst das macht eine richtige Deflation aus.

In etwa 10 Jaren wird sich der Bevölkerungsschwund auch bei uns bemerkbar machen. Geldmenge hin, Wechselkurs her.

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MarcusFabian
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Auch das ist eigentlich

Auch das ist eigentlich positiv: Japan erzielt trotz schwindender Bevölkerung immer noch ein Wachstum.

Geschuldet der höheren Produktivität pro Einwohner:

Der Umwelt tut es sicher gut, wenn sich weniger Menschen auf dieser relativ kleinen Insel tummeln.

Somit verbleiben mehr Platz und Ressourcen pro Nase Biggrin

MarcusFabian
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Korrektur:Das mit der

Korrektur:

Das mit der schrumpfenden Bevölkerung scheint nicht so richtig zu stimmen: 

Und so richtig gesunken sind die Löhne eigentlich auch nicht:

Link für alle charts: http://www.tradingeconomics.com/japan/population

 

Elias
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MarcusFabian hat am 02.02

MarcusFabian hat am 02.02.2012 - 11:16 folgendes geschrieben:

Korrektur:

Das mit der schrumpfenden Bevölkerung scheint nicht so richtig zu stimmen: 

Heiliger Strohsack. Machst du das absichtlich?

Im Moment ist die Bevölkerung dort erst mal am vergreisen.
Wie bei uns auch. Nicht genau gleich und nicht gleich stark.

Japans Bevölkerung schrumpft bis 2060 um ein Drittel http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/international/demografie_japan_1.1...

 

Japan Eine fast aussichtslose Situation

Sinkende Löhne
Der Internationale Währungsfonds (IWF) mahnt neben Arbeitsmarktreformen an, Investitionen und Unternehmensgründungen zu fördern. Seit Mitte der 90er-Jahre schließen mehr Start-ups, als neue entstehen. Als weitere Möglichkeit, das Wachstum zu stärken, nennt der IWF die Förderung des Konsums. Seit Jahren halten sich die Japaner mit Einkäufen zurück – nicht nur, weil sie auf niedrige Preise hoffen, sondern auch, weil ihr Einkommen sinkt. So sind die Löhne zwischen 2000 und 2007 um nominal drei Prozent gefallen. Immobilienbesitz oder Aktien bessern das Einkommen auch nicht auf. Die Einnahmen daraus sind in den vergangenen Jahren gefallen. http://www.focus.de/finanzen/news/staatsverschuldung/tid-19617/japan-ein...
...

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Du scheinst ein Problem mit

Du scheinst ein Problem mit Wechselkursen zu haben:

Elias hat am 02.02.2012 - 12:22 folgendes geschrieben:

 sondern auch, weil ihr Einkommen sinkt. So sind die Löhne zwischen 2000 und 2007 um nominal drei Prozent gefallen.

...

Also: Nominal sind die Löhne (in Yen gerechnet) um 3% gefallen. 

Fein. Zwischen 2000 und 2010 ist der Yen gegenüber dem Dollar um 20% gestiegen. Macht: eine Lohnsteigerung in Dollar gerechnet um grob 17%.

Oder anders: Wenn wir mal unterstellen (damit musst Du nicht einverstanden sein), dass Weltmarktpreise sich am Dollar ausrichten, dann konnten die Japsen 2010 rund 1/6 mehr für ihren Yen-Lohn einkaufen als 2000. Da spielen 3% nominalem Lohnverlust keine Rolle, wenn dafür 17% mehr Kaufkraft dabei rausschaut Biggrin

Ist doch eigentlich kein schlechter Deal: Du kriegst 3% weniger Lohn, dafür wird um Dich herum alles 20% billiger.

 

P.S.: Was 2060 in Japan abgeht wird mich nicht mehr interessieren. In etwa diesem Jahr dürfte meine Tochter in Rente gehen. 

Elias
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MarcusFabian hat am 02.02

MarcusFabian hat am 02.02.2012 - 12:46 folgendes geschrieben:

Du scheinst ein Problem mit Wechselkursen zu haben:


Also: Nominal sind die Löhne (in Yen gerechnet) um 3% gefallen. 

Fein. Zwischen 2000 und 2010 ist der Yen gegenüber dem Dollar um 20% gestiegen.

 

Oder anders: Wenn wir mal unterstellen (damit musst Du nicht einverstanden sein), dass Weltmarktpreise sich am Dollar ausrichten, dann konnten die Japsen 2010 rund 1/6 mehr für ihren Yen-Lohn einkaufen als 2000. Da spielen 3% nominalem Lohnverlust keine Rolle, wenn dafür 17% mehr Kaufkraft dabei rausschaut

 

P.S.: Was 2060 in Japan abgeht wird mich nicht mehr interessieren. In etwa diesem Jahr dürfte meine Tochter in Rente gehen. 

Du scheinst ein Problem mit dem Vorstellungsvermögen zu haben:

Die Japaner sind Esportweltmeister.  Die Wechselkurse hängen nicht nur beim Import von der Region ab, auch beim Export. Also Yuan, Dollar oder Euro. Aber das ist für den Lohnempfänger zweitrangig.

Man muss sich das einfach mal vorstellen, was es heissen würde, wenn bei uns die Löhne zwischen 2000 und 2007 um nominal drei Prozent gefallen wären.  Bald feiern wir hier 10 Jahre CashForum-Hyperinfla-Gefasel.

P.S.: Was 2060 in Japan abgeht wird auch mich nicht mehr interessieren. Da lebe ich nicht mehr. Aber deine Vergreisung wird deine Tochter mit dir miterleben. Den Bevölkerungsrückgang werdet ihr beide geniessen können, viel früher, als ihr beide euch das vorstellen könnt.

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MarcusFabian
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Elias hat am 02.02.2012 - 13

Elias hat am 02.02.2012 - 13:54 folgendes geschrieben:

Den Bevölkerungsrückgang werdet ihr beide geniessen können, viel früher, als ihr beide euch das vorstellen könnt.

Und? Wo ist das Problem? Sowohl für Japan als auch die Schweiz gilt doch, dass beide Länder überbevölkert sind. Also: Weniger Menschen, die sich die gleichen Ressourcen / Landflächen etc. teilen wie die vorangegangene Generation.

Und die technische Entwicklung wird dafür sorgen, dass diese "weniger Menschen" mehr produzieren (oder zumindest gleich viel) wie wir heute.

 

Elias
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MarcusFabian hat am 02.02

MarcusFabian hat am 02.02.2012 - 14:02 folgendes geschrieben:

Elias hat am 02.02.2012 - 13:54 folgendes geschrieben:

Den Bevölkerungsrückgang werdet ihr beide geniessen können, viel früher, als ihr beide euch das vorstellen könnt.

Und? Wo ist das Problem? Sowohl für Japan als auch die Schweiz gilt doch, dass beide Länder überbevölkert sind. Also: Weniger Menschen, die sich die gleichen Ressourcen / Landflächen etc. teilen wie die vorangegangene Generation.

Und die technische Entwicklung wird dafür sorgen, dass diese "weniger Menschen" mehr produzieren (oder zumindest gleich viel) wie wir heute.

Wo das Problem ist? Dass es du dir nicht vorstellen kannst.

Menschen wohnen. Nicht nur in den überbevölkerten Ländern. Es ist doch total egal ob ein Land über- oder unterbevölkert ist. Auch in Norwegen wird die Bevölkerung abnhemen. Die Schweiz wird aktuell zugebaut. Nicht zuletzt wegen der Baubranche läuft es hier gut. Das hört schneller auf, als es sich die Meisten vorstellen können. Zur Zeit ist die Masseneinwanderung das Problem. Sie wissen es nicht, aber es kommen Zeiten, da wird man in Erinnerungen schwelgen und diese Zeit preisen, obwohl es zugegebenermassen keine einfache Zeit ist. Die Immobilienpreise werden dramatisch fallen. Das fängt mit dem frühen Alter an, wo man z.B. nicht mehr in einem grossen Haus leben will. Der Tod ist für die Statistik und die Erben, die Probleme kommen viel früher mit der Vergreisung.

Die letzten 2 Lebensjahre verursachen 80% der Gesundheitskosten. <ironie> Wenn man diese beiden Jahre eliminieren könnte, wären die Krankenkassen viel billiger </ironie>

 

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MarcusFabian
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Boah, so viel, da muss ich

Boah, so viel, da muss ich wohl in Deinem Zitat nummerieren:

Elias hat am 02.02.2012 - 14:34 folgendes geschrieben:

1) Menschen wohnen. Nicht nur in den überbevölkerten Ländern. Es ist doch total egal ob ein Land über- oder unterbevölkert ist. [...] Nicht zuletzt wegen der Baubranche läuft es hier gut. Das hört schneller auf, als es sich die Meisten vorstellen können.

...

Die Immobilienpreise werden dramatisch fallen.

 

2) Der Tod ist für die Statistik und die Erben, die Probleme kommen viel früher mit der Vergreisung.Wo das Problem ist? Dass es du dir nicht vorstellen kannst.

Die letzten 2 Lebensjahre verursachen 80% der Gesundheitskosten. <ironie> Wenn man diese beiden Jahre eliminieren könnte, wären die Krankenkassen viel billiger </ironie>

 

1) Durchaus einverstanden: Wenn in einem Land weniger Menschen leben, braucht es auch weniger Häuser. Fein, na und? Dann werden halt einige Wohngettos, die in den 60er Jahren erbaut wurden und ohnehin abgerissen werden müssen, abgerissen und nicht ersetzt. Statt dessen gibt es dort Grünflächen.
Und wenn die Bauindustrie in Zukunft statt 100'000 Wohneinheiten pro Jahr dereinst nur noch 80'000 bauen muss (beides: Phantasiezahlen), dann wird die Bauindustrie halt um 20% reduziert und die Bauarbeiter machen etwas anderes!
Das war beim Übergang von der Agrar- zur Industriegesellschaft und von der Industrie- zur Dienstleistungsgesellschaft nicht anders.
Was aber ein absoluter no-go wäre: Die Bauarbeiter weiter beschäftigen und unsinnige Gebäude in die Landschaft zu stellen.

2) Mit dem letzten Satz wäre ich einverstanden, wenn Du auf <Ironie> verzichtet hättest. Denn genau das ist es: Wir haben Menschen, die immer älter werden und immer mehr Ressourcen in ihren letzten Lebensjahren auffressen. Die Chance auf Alzheimer liegt bei Männern bei 50%, bei Frauen sogar darüber. Aber Alzheimer ist eine Krankheit, die im Schnitt 9 Jahre dauert. Somit ist Alzheimer mittlerweile die teuerste Krankheit. Wenn also jemand eine Methode erfinden könnte, dass die Alten 80 Jahre alt werden aber gesund alt werden und erst in den letzten 3 Wochen vor dem Tod auf "Null" abbauen, dann wäre der Gesellschaft durchaus geholfen.


Ich weiss, dass diese Meinung nicht opportun ist, denn schliesslich kosten Langzeit-Kranke ja viel Geld und tragen somit zum BSP bei ... 

Elias
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MarcusFabian hat am 02.02

MarcusFabian hat am 02.02.2012 - 15:01 folgendes geschrieben:

1) Durchaus einverstanden: Wenn in einem Land weniger Menschen leben, braucht es auch weniger Häuser. Fein, na und? Dann werden halt einige Wohngettos, die in den 60er Jahren erbaut wurden und ohnehin abgerissen werden müssen, abgerissen und nicht ersetzt. Statt dessen gibt es dort Grünflächen.

Und wer finanziert den Abriss und die Begrünung?

Der springende Punkt ist die Deflation: es werden riesige Vermögenswerte vernichtet. Das Erbe dient plötzlich nicht der Vorsorge, sondern kann zur Last werden, wenn sich kein Käufer findet.

 

MarcusFabian hat am 02.02.2012 - 15:01 folgendes geschrieben:

Und wenn die Bauindustrie in Zukunft statt 100'000 Wohneinheiten pro Jahr dereinst nur noch 80'000 bauen muss (beides: Phantasiezahlen), dann wird die Bauindustrie halt um 20% reduziert und die Bauarbeiter machen etwas anderes!

Aber jaaa doch, sie machen halt was anderes. Was sollen sie denn anderes machen? Ich dachte es wird abgerissen und begrünt. Und jetzt soll doch wieder gebaut werden? In den USA stehen massenhaft Ruinen herum. Die verlottern und werden überwuchert. Das wird bei uns nicht passieren, da wird der Eigner zur Kasse gebeten.

 

 

 

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SNB belässt Leitzins auf Rekordtief

Nationalbank hält am Mindestkurs unverändert fest

Die Schweizerische Nationalbank will den Mindestkurs von 1.20 Franken pro Euro weiterhin mit aller Konsequenz durchsetzen. Die Unsicherheiten an den Finanzmärkten beurteilt die SNB weiterhin als hoch. 

Mindestkurs verteidigt

Den Mindestkurs von 1.20 Franken pro Euro will die Notenbank weiterhin mit aller Konsequenz durchsetzen. «Damit hat die SNB wohl einige Markteilnehmer enttäuscht», sagte ein Händler. Zur Durchsetzung des Mindestkurses ist sie bereit, in unbeschränkten Mass Devisen zu kaufen.

Die SNB geht davon aus, dass die Schweizer Wirtschaft 2012 um rund ein Prozent wächst. Es könnte aber aufgrund äusserer Einflussfaktoren erneut Abwärtsrisiken für die Preisstabilität auftreten, hiess es weiter.

Eine Inflationsgefahr droht nach Einschätzung der Währungshüter auf absehbare Zeit nicht. Dieses Jahr wird mit einem Preisrückgang von 0,6 (bisher: minus 0,3) Prozent gerechnet. 2013 wird dann ein Preisanstieg von 0,3 (bisher: plus 0,4) Prozent erwartet und 2014 von 0,6 Prozent.  http://www.nzz.ch/finanzen/nachrichten/snb_belaesst_leitzins_auf_rekordtief_1.15765648.html

 

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MarcusFabian hat am 02.02

MarcusFabian hat am 02.02.2012 - 12:46 folgendes geschrieben:

Du scheinst ein Problem mit Wechselkursen zu haben:

Elias hat am 02.02.2012 - 12:22 folgendes geschrieben:

 sondern auch, weil ihr Einkommen sinkt. So sind die Löhne zwischen 2000 und 2007 um nominal drei Prozent gefallen.

...

Also: Nominal sind die Löhne (in Yen gerechnet) um 3% gefallen. 

Fein. Zwischen 2000 und 2010 ist der Yen gegenüber dem Dollar um 20% gestiegen. Macht: eine Lohnsteigerung in Dollar gerechnet um grob 17%.

... Da spielen 3% nominalem Lohnverlust keine Rolle, wenn dafür 17% mehr Kaufkraft dabei rausschaut ... Du kriegst 3% weniger Lohn, dafür wird um Dich herum alles 20% billiger.

Das Problem nominell sinkender Löhne ist, dass bei gleichzeitiger Verschuldung der Haushalte, die eben auch nominell fixiert ist, die Bedienung immer schwieriger wird und so ein enormer Druck auf die Assetpreise entsteht, was die Assets, die als Pfand für Kredite hinterlegt sind (Immos) als unzureichend erscheinen lässt, was die Kredite toxisch macht und dadurch die Banken zu Zombiebanken werden lässt.

Niemand wird somit auf Kredit Assets erwerben wollen/können, weil die Angst vor weiter sinkenden Assetpreisen sowohl für Schuldner wie Gläubiger zu gross ist.

Die einzige Möglichkeit ist der sofortige Bankrott des gesamten Bankensystems oder das langfristige und langsame Umbuchen von privater in öffentliche Verschuldung, welche aufgrund des Aufkaufs durch die Notenbank sofort die Währung schwächen würde, wenn die Produktivität nicht aufrechterhalten werden kann.

 

Elias
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«SNB hat an Glaubwürdigkeit verloren»

Der Fall des Euro unter die von der Schweizerischen Nationalbank festgelegten Untergrenze schade deren Glaubwürdigkeit, sagen Ökonomen. http://www.cash.ch/news/topnews/snb_hat_an_glaubwuerdigkeit_verloren_-11...

 

 

Das ist jetzt aber saublöd, dass der Hildebrand nicht mehr da ist.  Wer ist der Ersatzprügelknabe?

 

 

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Blocher

Blocher

Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!

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Zyndicate hat am 05.04.2012 -

Zyndicate hat am 05.04.2012 - 15:20 folgendes geschrieben:

 

Blocher

:yahoo::rofl::drink:

 

weico

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«SNB könnte bald Mindestkurs erhöhen»

Sollte der Marktdruck weiter zunehmen, dann könnte sich die SNB dazu entscheiden, den Mindestkurs zum Euro auf 1,25 Franken anzuheben. Das glaubt zumindest Goldman-Sachs-CEO Jim O'Neill. Wann genau es soweit sein könnte, wollte O'Neill den Angaben zufolge nicht ausführen - nur so viel habe er sich entlocken lassen: “möglicherweise recht bald”.http://www.cash.ch/news/topnews/snb_koennte_bald_mindestkurs_erhoehen-11...

Ob es dann für die SNB billiger wird, die 1.25 zu verteidigen, wird sich zeigen. Dollarprodukte werden dann teurer.

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Im Prinzip kann die SNB die Spekulanten an der Nase rumführen,indem  der Kurs einmal auf 1.25

angehoben wird ,dann auf 1.30  und dann mal ohne Kursuntergrenze ,bis den Hedgefund -Managern Hören und Sehen vergeht.Politisch natürlich nicht ganz einfach... wäre aber wirklich witzig.

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Im Prinzip kann die SNB die Spekulanten an der Nase rumführen,indem  der Kurs einmal auf 1.25

angehoben wird ,dann auf 1.30  und dann mal ohne Kursuntergrenze ,bis den Hedgefund -Managern Hören und Sehen vergeht.Politisch natürlich nicht ganz einfach... wäre aber wirklich witzig.

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SNB kostet die Untergrenze Milliarden

 

http://www.cash.ch/news/alle/snb_kostet_die_untergrenze_milliarden-11646...

 

weico

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SNB: Euro-Bestände auf Drei-Jahres-Tief

Die Zahlen der Schweizerischen Nationalbank überraschen:

Die Euro-Bestände haben mit der Verteidigung der Untergrenze zuletzt nicht etwa zugenommen, sondern sind kleiner geworden.http://www.cash.ch/news/topnews/snb_eurobestaende_auf_dreijahrestief-116...

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Hr. Jordan spricht
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Banken bunkern mehr Geld bei der SNB

Die Giroguthaben inländischer Banken bei der SNB stiegen in der Woche zum 25. Mai um mehr als 14 Milliarden Franken auf rund 170 Milliarden Franken, wie die Notenbank am Dienstag mitteilte. Wie Veränderungen der Giroguthaben zustande kommen, erläutert die SNB üblicherweise nicht. Ein wichtiges Instrument sind Devisentransaktionen, wobei Repogeschäfte im Vordergrund stehen, die die SNB auch zur Verteidigung des Euro-Mindestkurses von 1,20 Franken einsetzen kann. Zuletzt lagen die Giroguthaben im Januar auf dem nunmehr verzeichneten Niveau. http://www.cash.ch/news/alle/banken_bunkern_mehr_geld_bei_der_snb-117584...

 

Das Geld wird gebunkert. Es ist nicht im Umlauf.

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Elias hat am 29.05.2012 - 15:05 folgendes geschrieben:

 

 

Das Geld wird gebunkert. Es ist nicht im Umlauf.

Wobei sich die Frage stellt, ob es nicht besser für uns wäre, das neu gedruckte Geld in ausländischen Sachwerten zu investieren.

Ausländisch, weil das dann dort und nicht bei uns in der Schweiz die Teuerung anwerfen würde. und wir könnten dabei noch den Nimbus des "starken Schweizer Franken" ausnützen.

Lies mal bitte hier und sag mir, was Du davon hältst. Deine Meinung (oder von weico) würde mich interessieren.

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SNB: Massive Zunahme der Devisenreserven

Die Euroschuldenkrise schwemmt immer mehr Geld in die Schweiz. Die gemäss den Regeln des Weltwährungsfonds berechneten Devisenreserven der Schweizerischen Nationalbank stiegen im Mai nach SNB-Angaben vom Donnerstag auf 303,77 Milliarden Franken von 237,59 Milliarden Franken im April.

Der Anstieg sei weitgehend auf Devisenkäufe zur Durchsetzung des im September eingeführten Euro-Mindestkurses von 1,20 Franken zurückzuführen, erklärte eine Sprecher der SNB. http://www.cash.ch/news/topnews/snb_massive_zunahme_der_devisenreserven-...

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Schweizer Mindestkurs-Kritik rüttelt Spekulanten wach

Die bröckelnde politische Unterstützung für der SNB-Untergrenze zeigt Folgen: Immer mehr US-Banken senken ihre Euro-Prognosen unter die Marke von 1,20 Franken. Und das ist erst der Anfang. http://www.cash.ch/news/topnews/schweizer_mindestkurskritik_ruettelt_spe...

 

Nichts neues von unserer internen Sabotageabteilung

Das war ja schon damals das Übel, als die SNB die ersten Stützungskäufe macht. Erst als die Schnorrer bei 0.80 pro Euro angefangen haben, die Klappe zu halten und sich pro Forma hinter die SNB gestellt haben, konnte die SNB den Mindestkurs mit relativ kleinen Mittel einführen. Und jetzt labern sie wieder, wohlwissend, dass jetzt erhebliche Devisenbestände vorhanden sind. Man nimmt es billigend in kauf, dass die SNB deswegen noch wesentlich mehr Mittel aufwenden muss, als ohne diese Intrigen. Die gleichen Strippenzieher werden dann als erste auf der Matte stehen wenn es darum geht, der SNB fahrlässiges Verhalten vorzuwerfen.

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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

weico
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goldtaler
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Es gilt der alte Spruch : Der schlimmste Feind findet sich in den eigenen Reihen!!!!!!!!!!!

                                 

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