Was ist mit der SNB los???????

SNB N 

Valor: 131926 / Symbol: SNBN
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  • 07.05.2021 17:30:22
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Elias
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Franken-Freigabe würde über 100 Milliarden kosten

Gibt die Schweizerische Nationalbank den Euro-Mindestkurs von 1 Franken 20 auf, würden die Auslandsvermögen der Schweiz um über 100 Milliarden Franken abgewertet. Eine Folge, die kaum thematisiert wird.

Am kommenden Donnerstag wird Thomas Jordan, Präsident der Schweizerischen Nationalbank, in Bern vor die Medien treten und die geldpolitische Lage erklären. Er wird einmal mehr bekräftigen, dass die Nationalbank an der Untergrenze zum Euro festhalte – auch wenn sie im Monat Mai für rund 60 Mrd. Fr. Devisen aufkaufen musste, um die Grenze zu verteidigen. Das hat eine Gruppe von Kritikern auf den Plan gerufen, die sich um den SVP-Strategen Christoph Blocher, Ex-UBS-Konzernchef Oswald Grübel und Pensionskassenberater und Finanzmarktprofessor Martin Janssen formiert. Neuerdings sehen sich auch Teile des Gewerbeverbandes berufen, die Geldpolitik der Nationalbank zu kritisieren.

In der Debatte um Sinn und Unsinn der Untergrenze fokussieren die Gegner ausschliesslich auf die Bilanz der Nationalbank, die sich ungebührlich aufblähe, hohe Risiken umfasse und zu grossen (Buch-)Verlusten führen werde. Diese arg verkürzte Sichtweise, welche stets mit einer unzulässigen Analogie zwischen der Notenbank und einer Geschäftsbank arbeitet, blendet die volkswirtschaftliche Dimension der Geldpolitik völlig aus.

Gäbe die Nationalbank die Untergrenze von Fr. 1.20 mitten in der grössten europäischen Krise auf, würde sich der Franken sofort aufwerten, da er eine gesuchte Fluchtwährung ist. Der Wechselkurs zum Euro würde auf Parität (1 € = 1 Fr.) oder darunter fallen. Die Konkurrenzfähigkeit der Schweizer Wirtschaft im Ausland würde sich um 20% verschlechtern, jene des Auslandes sich entsprechend verbessern. Deutsche Handwerker und Gewerbetreibende könnten ihre Leistungen noch günstiger in der Schweiz anbieten. Die hiesige Exportindustrie hingegen sähe sich gezwungen, die Verschlechterung ihrer Wettbewerbskraft mit Entlassungen und Werkschliessungen zu bewältigen – eine weitere Verlängerung der Wochenarbeitszeit würde nicht genügen und ist in vielen Betrieben ohnehin schon Realität. Der Tourismus stünde vor einem weiteren Abgleiten in die Rezession.

Pensionskassen betroffen

Doch das ist nicht alles, der unmittelbar massivste Effekt wird fast nie thematisiert: Die Schweiz mit all ihren Unternehmen, Pensionskassen, Banken, Versicherungen und Privathaushalten verfügt über sehr viel mehr Guthaben im Ausland als Schulden. Jede Pensionskasse legt aus Diversifikationsgründen einen substanziellen Anteil ihrer Vermögen in europäischen Aktien, Firmenanleihen und Staatsobligationen an. Die Schweiz gehört, gemessen an ihrer Grösse, zu den bedeutendsten Netto-Gläubigern der Welt: Sie exportiert Jahr für Jahr wertmässig mehr Güter und Dienste, als sie importiert. Als Resultat davon steigen ihre Guthaben im Ausland. Auch wenn ein Konzern wie Nestlé die San-Pellegrino-Quelle in Italien kauft, steigt das Auslandsvermögen der Schweiz.

Konkret verfügte die Schweiz Ende 2011 über Auslandguthaben im Wert von 3232 Mrd. Fr. (siehe Tabelle). Die Schulden gegenüber dem Ausland beliefen sich jedoch bloss auf 2346 Mrd. Fr. Mit anderen Worten: Netto belaufen sich die Guthaben der Schweiz im Ausland auf 886 Mrd. Fr.

Zu beachten ist die währungsmässige Zusammensetzung: Die Schweizer halten Guthaben von netto 640 Mrd. Fr. in Euro, von 502 Mrd. Fr. in Dollars und von 677 Mrd. Fr. in übrigen Devisen. Betrachten wir nur den Franken, ist es umgekehrt: Da mehr Ausländer hier Geld in Franken horten als umgekehrt, schulden wir dem Ausland netto 965 Mrd. Fr. Insgesamt aber, über alle Währungen betrachtet, sind die Guthaben der Schweiz im Ausland viel höher als die Verpflichtungen.

Falls die SNB die temporäre Anbindung an den Euro jetzt aufgäbe, ist zu erwarten, dass der Franken sofort erstarken würde. Nimmt man an, dass der Euro zu 1 Fr. getauscht würde, hätte dies gravierende Folgen: Unsere Auslandguthaben würden massiv entwertet. Cédric Tille, Professor am Graduate Institute for International and Development Studies an der Universität Genf, hat für die «NZZ am Sonntag» überschlagsmässig berechnet, wie der Effekt auf die Auslandguthaben zu veranschlagen wäre. «Wenn der Franken von 1.20 je Euro auf 1.00 sinken würde, müsste man bei den Schweizer Auslandguthaben, die in Euro gehalten werden, netto mit einem Wertverlust von 106,6 Mrd. Fr. rechnen», sagt Tille. Das ist ein Betrag, der 19% des Bruttoinlandprodukts der Schweiz entspricht – und das ist nur der erste, direkteste Effekt. Tille, der während neun Jahren bei der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) in New York gearbeitet hat und im Bankrat der Schweizerischen Nationalbank sitzt, hat diese Werte auf Basis der Nationalbank-Statistik über die Auslandsvermögen der Schweiz errechnet.

Wie bei der Einführung der Untergrenze am 6. September 2011 zu beobachten war, muss man mit Auswirkungen auf andere Währungen rechnen. Wenn der Mindestkurs in einem Umfeld grosser Verunsicherung aufgegeben wird, ist zu erwarten, dass der Franken ausgeprägt die Funktion des sicheren Hafens übernehmen wird. Dann wird er nicht nur gegenüber dem Euro, sondern auch zum Dollar erstarken. Weil die in Dollars gehaltenen Nettoguthaben der Schweiz mit 683 Mrd. Fr. beträchtlich sind, würden schon geringe Veränderungen des Wechselkurses zu weiteren hohen Wertverlusten bei den Auslandguthaben führen.

Hinzu kommen negative Auswirkungen an der Schweizer Börse: Die Aktien von auslandorientierten Schweizer Unternehmen würden sinken, weil ihre Deviseneinnahmen und ihre Auslandinvestitionen in Franken umgerechnet plötzlich weniger wert wären. «Am stärksten betroffen von einem Rückgang des Aktienkurses wären jene Unternehmen, die am exponiertesten in Europa tätig sind», so Tille.

350 Milliarden verloren

Professor Tille, der auch am Institut für Weltwirtschaft in Kiel und am Center for Economic Policy Research in London forscht, hat in einer Studie («Die Volkswirtschaft», 1/2012) geschätzt, wie hoch die Verluste auf den Auslandsvermögen von Anfang 2010 bis Mitte 2011 tatsächlich waren. «In einem Zeitraum von 18 Monaten ist hauptsächlich aufgrund der Euro-Schwäche ein Verlust von 218 Mrd. Franken entstanden», schreibt Tille. Für den Zeitraum seit Mitte 2007 bezifferte er die Verluste sogar auf 350 Mrd. Fr. Sie sind vor allem in den Kategorien Direktinvestitionen (132 Mrd.), Portfolioinvestitionen (190 Mrd.) und den SNB-Währungsreserven entstanden.

Diese Währungsreserven sind Ende Mai von 238 auf 304 Mrd. Fr. gestiegen. In den Monaten zuvor konnte die SNB die Reserven um rund 60 Mrd. zurückfahren. Zudem bewirtschaftet sie ihr Portefeuille aktiv: Ende März hielt die Nationalbank 82% der Devisenreserven in Staatsanleihen (oft von nördlichen Ländern, die nach einem Aufbrechen der Euro-Zone wieder eine Hartwährung hätten), 8% in Unternehmensanleihen und Pfandbriefen sowie 10% Aktien (laut einer SNB-Quelle sind darunter sogar BMW-Aktien zu finden, wie von CVP-Chef Darbellay gefordert).

Die Performance kann sich sehen lassen: In den letzten zehn Jahren erwirtschaftete die Nationalbank auf ihren Währungsreserven eine durchschnittliche Jahresrendite von 4,73%. Das haben nicht viele Fonds geschafft.

 

http://www.nzz.ch/aktuell/wirtschaft/uebersicht/die-versteckten-kosten-1...

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MarcusFabian
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Re: Franken-Freigabe würde über 100 Milliarden kosten

Elias hat am 10.06.2012 - 14:02 folgendes geschrieben:

Gibt die Schweizerische Nationalbank den Euro-Mindestkurs von 1 Franken 20 auf, würden die Auslandsvermögen der Schweiz um über 100 Milliarden Franken abgewertet. Eine Folge, die kaum thematisiert wird.

Der Artikel ist zwar hochinteressant aber eigentlich ist es eine Milchmädchenrechnung:
Die SNB könnte ja auch den Franken um 50% abwerten (Also: CHFEUR 2.40 oder CHFUSD 1.80 oder CHFXAU 100'000/kg). Dann würde daraus ein entsprechender Gewinn des Auslandsvermögens in Franken.
Dennoch könnte man sich für das Auslandsvermögen nicht mehr kaufen als heute.

Elias
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MarcusFabian hat am 10.06.2012 - 18:21 folgendes geschrieben:

Elias hat am 10.06.2012 - 14:02 folgendes geschrieben:

Gibt die Schweizerische Nationalbank den Euro-Mindestkurs von 1 Franken 20 auf, würden die Auslandsvermögen der Schweiz um über 100 Milliarden Franken abgewertet. Eine Folge, die kaum thematisiert wird.

Der Artikel ist zwar hochinteressant aber eigentlich ist es eine Milchmädchenrechnung:
Die SNB könnte ja auch den Franken um 50% abwerten (Also: CHFEUR 2.40 oder CHFUSD 1.80 oder CHFXAU 100'000/kg). Dann würde daraus ein entsprechender Gewinn des Auslandsvermögens in Franken.
Dennoch könnte man sich für das Auslandsvermögen nicht mehr kaufen als heute.

Du machst eine Milchmädchenrechnung daraus. Wieder so eine theoretische weltfremde Träumerei. Warum wertest du nur um 50% ab und nicht gleich mit 100%? Rechne das mal aus.

Das reiht sich nahtlos an "Ein Scheffel Weizen kostet in Frankreich 1 Euro und in Deutschland 100 Euro."

Mal schauen, wie lange es dauert, bis du wieder über die Gelddruckerei hier im Forum lamentierst. Das kann sich nur um Stunden handeln. Dann ist alles plötzlich keine Milchmädchenrechnung mehr.

Einmal abgesehen von den verheerenden wirtschaftlichen Folgen, die dir in deiner superschlauen Milchmädchenrechnung untergegangen sind: Es wäre erst mal ein Buchgewinn in Franken bei der SNB. Würde der Gewinn realisiert, würde eine erhebliche Geldmenge in Franken abgeschöpft. Mit den eingenommenen Franken kann man in der Schweiz sehrwohl mehr kaufen

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MarcusFabian
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Elias hat am 11.06.2012 - 09:14 folgendes geschrieben:


Du machst eine Milchmädchenrechnung daraus. Wieder so eine theoretische weltfremde Träumerei. Warum wertest du nur um 50% ab und nicht gleich mit 100%? Rechne das mal aus.

Das sind nur Beispielzahlen, um die Rechnung zu verdeutlichen. Abwertung um 100% wäre eine WR, dann hätten wir gar kein Geld mehr. Damit kann man nicht rechnen. Wink

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MarcusFabian hat am 11.06.2012 - 15:26 folgendes geschrieben:

Elias hat am 11.06.2012 - 09:14 folgendes geschrieben:

 

Du machst eine Milchmädchenrechnung daraus. Wieder so eine theoretische weltfremde Träumerei. Warum wertest du nur um 50% ab und nicht gleich mit 100%? Rechne das mal aus.

Das sind nur Beispielzahlen, um die Rechnung zu verdeutlichen. Abwertung um 100% wäre eine WR, dann hätten wir gar kein Geld mehr. Damit kann man nicht rechnen. smiley

Rechnen ist die Grundlage für die Mathematik. Gerechnet ist es richtig, aus mathematischer Sicht ist es Nonsens.

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"Naming and Shaming"

Den Verantwortlichen der Schweizerischen Nationalbank war die Überraschung am Donnerstag ins Gesicht geschrieben. Auch sie hatten offenbar nicht damit gerechnet, dass die Credit-Suisse-Aktie nach dem Finanzstabilitätsbericht der SNB mit den klaren Eigenkapital-Forderungen an die Bank derart absacken würde. http://www.cash.ch/news/alle/duell_zwischen_snb_und_banken_spitzt_sich_z...

 

Was heisst hier "auch sie"?

Wer noch?

Ein Tag vor Hexen-Sabbat, wo die Volatilität generell schon höher ist, darf das nicht überraschen. Börsenrelevante Informationenverbreitet verbreitet man nach Börsenschluss oder in diesem Fall nach dem Verfall über's Wochenende.

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goldtaler
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von mir aus kann die SNB jeden Tag auf die Grossbanken eindreschen und möglichst mit der aller grössten

Keule,damit es so richtig weh macht!! Scheint die einzige Sprache zu sein ,welche die Kapitalvernichter

von der Bahnhofstrasse verstehen.

Elias
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Mit den Wölfen heulen und mit den Schafen blöken

Jedes Jahr gehen massenweise Firmen oder Privatpersonen in Konkurs und vernichten das Vermögen anderer. Aber wen interessiert das. Solange es nur Pensionskassen, Raiffeisenbanken oder Spar- und Leihkasse Thun sind, die Geld vernichten, ist das egal. Hauptsache man kann zusammen mit dem Proleten-Chor auf sein persönliches Feindbild "Grossbanken" eindreschen

Raiffeisen-Kunden verlieren viel Geld mit falschen Bau-Abrechnungen

http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/Raiffe...

 

 

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Nach CS-Absturz: SNB überprüft Informationspraxis

Die SNB ist in die Kritik geraten, weil sie den am (gestrigen) Donnerstag veröffentlichten Bericht mit relativ brisanten Aussagen zur Kapitalausstattung der Grossbanken - wie in früheren Jahren auch - bereits im Vorfeld Journalisten mit Sperrfrist erläutert bzw. zugeschickt hat. Auch die Banken selber hatten den Bericht (vorab mit Sperrfrist) erhalten.

http://www.cash.ch/news/topnews/nach_csabsturz_snb_ueberprueft_informati...

 

Das grosse Problem ist das Timing, gefolgt von der Naming Schaming.

 

Wer am Tag vor Optionsverfall sowas tut, hat entweder kriminelle Absichten oder ist bestenfalls mittleren Verstandes. Beides ist für sich alleine ein Grund, den Hut zu nehmen.

 

 

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goldtaler
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Elias hat am 15.06.2012 - 11:27 folgendes geschrieben:

Jedes Jahr gehen massenweise Firmen oder Privatpersonen in Konkurs und vernichten das Vermögen anderer. Aber wen interessiert das. Solange es nur Pensionskassen, Raiffeisenbanken oder Spar- und Leihkasse Thun sind, die Geld vernichten, ist das egal. Hauptsache man kann zusammen mit dem Proleten-Chor auf sein persönliches Feindbild "Grossbanken" eindreschen

Raiffeisen-Kunden verlieren viel Geld mit falschen Bau-Abrechnungen

http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/Raiffe...

 

 

Entschuldigung,mit Proletengeplapper hat das nichts zu tun!!!!!Es ist ein wesentlicher Unterschied,ob ich als Steuerzahler

für das Fehlverhalten der Banken bezahlen muss oder ob ich als Aktionär,Kunde oder Gläubiger zur Kasse komme.Die letztgenannte

Gruppe kann sich den Geschäftspartner nämlich aussuchen und trägt damit eine Mitverantwortung.Verantwortung für sein Handeln übernehmen wäre eine urliberale Forderung.Diejenigen in den Vorstandsetagen ,welche sich am Sonntag gerne Wirtschaftsliberal nennen solange sie davon profitieren und beim ersten Windstoss nach dem Staat schreien,sind in Wirklichkeit

der allerschlimmste Feind der Liberalen.Der ärgste Feind sitzt  immer in den eigenen Reihen!!!!

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goldtaler hat am 15.06.2012 - 13:38 folgendes geschrieben:

Elias hat am 15.06.2012 - 11:27 folgendes geschrieben:

Jedes Jahr gehen massenweise Firmen oder Privatpersonen in Konkurs und vernichten das Vermögen anderer. Aber wen interessiert das. Solange es nur Pensionskassen, Raiffeisenbanken oder Spar- und Leihkasse Thun sind, die Geld vernichten, ist das egal. Hauptsache man kann zusammen mit dem Proleten-Chor auf sein persönliches Feindbild "Grossbanken" eindreschen

Raiffeisen-Kunden verlieren viel Geld mit falschen Bau-Abrechnungen

http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/Raiffe...

 

 

Entschuldigung,mit Proletengeplapper hat das nichts zu tun!!!!!Es ist ein wesentlicher Unterschied,ob ich als Steuerzahler

für das Fehlverhalten der Banken bezahlen muss oder ob ich als Aktionär,Kunde oder Gläubiger zur Kasse komme.Die letztgenannte

Gruppe kann sich den Geschäftspartner nämlich aussuchen und trägt damit eine Mitverantwortung.Verantwortung für sein Handeln übernehmen wäre eine urliberale Forderung.Diejenigen in den Vorstandsetagen ,welche sich am Sonntag gerne Wirtschaftsliberal nennen solange sie davon profitieren und beim ersten Windstoss nach dem Staat schreien,sind in Wirklichkeit

der allerschlimmste Feind der Liberalen.Der ärgste Feind sitzt  immer in den eigenen Reihen!!!!

Wer kommt denn im Kanton ZH für das Pensionkassedebakel auf? Etwa die SNB oder der Weihnachtsmann?

Als Steuerzahler partizipiert man grundsätzlich an den Ausfällen der Steuereinnahmen, die durch die Konkurse entstehen. Sind dabei  noch Arbeitsplätze betroffen, schlägt das auf die ALV durch.

Die UBS zahlt - dank Verlustvortrag -  erst etwa ab 2015 wieder Steuern. Der Rettung sei Dank. Ohne Rettung käme der Steuerzahler noch länger für den Ausfall auf. So schnell findet sich kein gleichwertiger potenter Steuerzahler.

Es sei auch noch erwähnt, dass der Bund mit dem Verkauf der UBS-Anteile einen satten Nettoewinn gemacht hat. Bei der SNB wird es sich noch weisen, wie es mit den Schrottpapieren ausgeht. Bis jetzt sah es recht gut aus.

 

Niemand bestreitet, dass es immer noch Risiken gibt. Das war schon vor der SNB-Rede bekannt. Firmen einen Tag vor Eurex-Verfall namentlich zu erwähnen und sich dann wundern, dass die Kurse in den Keller gehen, ist sehr einfältig. Die SNB hätte damit bis Montag warten und die Presse am Samstag vorinformieren können. dann hätte es auch keine Sperrfrist gebraucht.

 

 

 

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Politiker machen Versprechungen,(Pensionkassen)die sie selbst nicht verantworten müssen mit gütiger Unterstützung 

der Finanzlobby.Übrigens ist auch die dritte Säule auf dem Mist der Finanzlobby gewachsen.Dann setzt man inkompetentes Personal in die Führungsetage der Pensionskasse,am besten Parteigänger von jeder

Farbe,dann sind alle verantwortlich und wenn alle verantwortlich sind, ist nach Adam Riese Eva Zwerg nämlich niemand verantwortlich.Dann kann man die Sache dem Steuerzahler unterjubeln.

Ob die UBS 2015 tatsächlich Steuern bezahlen wird ??? Würde mich gar nicht wundern wenn noch weitere Verluste dazu kommen würden.

Sich in steuerliche Abhängigkeit von einzelnen Unternehmen zu begeben ist eben auch nicht so besonders schlau.

Wohin des Weges,schaut man zurück wird einem einiges besser Verständlich.

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«Das Problem liegt bei der SNB»

 

«Es droht eine Kreditklemme»

Urs Müller, Präsident des Verbands der Kantonalbanken, widerspricht den Warnungen der Schweizerischen Nationalbank vor einer Hypothekarblase. Sorgen macht er sich um die KMU.

 

Die Schweizerische Nationalbank hatte letzte Woche vor einer Hypothekarblase gewarnt und laut darüber nachgedacht, für das Geschäft der Immobilienfinanzierung antizyklische Kapitalpuffer zu verlangen. Urs Müller, Präsident des Verbands der Kantonalbanken, widerspricht nun der SNB in einem Interview mit der «Aargauer Zeitung» (Artikel online nicht verfügbar).

Er sei nicht der Meinung, dass es generell zu einer Überhitzung des Marktes gekommen sei, sagt Müller gegenüber der Zeitung. «Die Preissteigerung von Immobilien ist von einer stärkeren Nachfrage getrieben.» Ausnahmen seien Luxussegmente am Zürichsee und am Genfersee.

«Das Problem liegt bei der SNB»

Antizyklische Kapitalpuffer seien ein wenig sinnvolles Mittel im Kampf gegen das Problem. Es sei nicht sicher, dass wegen dieser neuen Vorschriften weniger Hypotheken vergeben würden, sagt Müller und spielt den Ball zurück an die SNB: «Das Problem sind die tiefen Zinsen, welche in der Entscheidungsautonomie der Nationalbank selbst liegen.»

Weiter beklagt sich Müller über unterschiedliche Massstäbe in der Verschärfung der Eigenmittelvorschriften. «Im Vergleich zu den Grossbanken, die als eigentliche Verursacher der Krise gelten, müssen die Kantonalbanken die neuen Vorschriften bereits bis 2016 umsetzen, während die Grossbanken Zeit bis 2018 haben.»

«Es droht eine Kreditklemme»

Die Anhäufung von Eigenkapital durch die Banken resultiere in einer zurückhaltenderen Kreditvergabe, sagt Müller. «Zu spüren bekommen dies nicht zwingend die Hypothekarkunden, sondern unter Umständen die KMU.» Es drohe eine Kreditklemme. «Wenn die KMU weniger gut zu Krediten kommen, kann dies wohl nicht im Sinn der Volkswirtschaft sein.» http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/konjunktur/Es-droht-eine-Kreditkl...

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Der Ansatz der SNB ist absolut richtig.Ein Immobiliendesaster wie in den 90ern ist das Letzte ,was die Schweiz 

jetzt noch braucht.Wahrscheinlich kommt das Bremsmanöver aber etwas zu spät.In der Region Basel ist die Preisblase im oberen Preissegment ab ca. 1.4Mio Sfr. geplatzt.Es ist jetzt  sehr schwierig ,diese Objekte zu verkaufen und das bei einem angeblich ausgetrockneten Häusermarkt.

Bei den Kantonalbanken sitzen ja viele "Politiker" in den Bankräten,die nicht gerade mit Sachverstand geschlagen sind.Das freut dafür das Parteikässeli und für verdiente Parteivertreter gibt ein Pösteli mit Sackgeld.  .Die Solothurner können ein Liedchen davon singen.

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Schrottpapiere

«Glamour»-Städte führen Häuserpreis-Erholung an

Sechs Jahre lang sind in den USA die Preise für Häuser gefallen. Jetzt setzt offenbar eine Erholung ein - vor allem in den so genannten «Glamour»-Städten.

Vorreiter sind Städte von San Francisco über Seattle bis Miami, die mit guten Arbeitsmöglichkeiten und angesagtem Lifestyle junge und wohlhabende Käufer anlocken.

“Eine Reihe der Städte mit der besten Entwicklung sind glamouröse Städte”, sagte Robert Shiller, Professor für Volkswirtschaft an der Yale University, der den S&P/Case-Shiller Immobilienpreis-Index mit geschaffen hat, am Dienstag im Interview mit Bloomberg Radio. “Die Leute bekommen wieder diese spekulative Leidenschaft.”

Ein knappes Angebot an Immobilien und rekordniedrige Hypothekenzinsen, die es erschwinglicher machen, ein Eigenheim zu erwerben, kurbeln in einigen regionalen Märkten die Preise an. In San Francisco etwa haben sich Eigenheime in den drei Monaten bis Ende April um 16 Prozent auf Jahresbasis verteuert, in Phoenix im US-Bundesstaat Arizona gar um 26 Prozent.

Begehrte Ost- und Westküste

“Glamour-Städte, in die die Leute ziehen wollen und wo sie wohnen wollen, waren immer an der Ostküste und an der Westküste zu finden”, sagt Chris Rupkey, Chef-Finanzökonom bei der Bank of Tokyo-Mitsubishi in New York. Der Rutsch der Hypothekenzinsen in Richtung auf 3,5 Prozent habe dazu beigetragen die Nachfrage anzukurbeln. Auf der anderen Seite hätten viele Verkaufswillige ihre Immobilien nicht auf den Markt gebracht und somit für ein knapperes Angebot gesorgt. Daher sei alles, was auf den Markt kam, gut weggegangen.

Brian Adamski, Immobilienmakler in Phoenix berichtet von bis zu 40 Kaufinteressenten für ein Objekt. Besonders knapp sei das Angebot in der Preisklasse bis zu 200'000 Dollar, die bei Barzahlern besonders gefragt sei.

SunTrust Banks, die im Südosten der USA tätig ist, sieht steigende Immobilienpreise in Miami - ein Markt der während der Krise besonders hart getroffen wurde. Die Stadt erlebe eine “bemerkenswert rasche Erholung”, sagte der Vorstandsvorsitzende William Rogers in einem Interview. Die Preise sind laut Case-Shiller-Index hier um 8,2 Prozent gestiegen.

“Miami bekam einen Fausthieb ins Gesicht und hatte zwei blaue Augen. Aber es erholt sich aufgrund seiner Lage”, beschreibt Immobilienmakler Joe Higgins in Coconut Grove in Florida. Der Markt sei sehr rege, fügt er an.

Zuzüger aus London und China

Die beliebtesten Städte, besten Wohnlagen und gefragtesten Immobilientypen verzeichnen die höchste Nachfrage, wie Brad Hunter, Chefökonom bei Metrostudy in Houston festgestellt hat. Das treffe beispielsweise auf Palm Beach County in Florida und Wohnungen in Miamis Stadtteil Brickell zu.

“Diese Glamour-Märkte sind auch internationale Tore, die 24 Stunden offen sind und die Nachfrage von globalen Käufer auf sich ziehen, sagt er mit Bezug etwa auf die Brasilianer, die sich in Miami einkaufen.

Städte mit einer hohen Anzahl von Haushalten mit gehobenen Einkommen, zeigten die beste Entwicklung, sagt Mark Vitner, Leitender Ökonom bei Wells Fargo & Co. in Charlotte.

In San Francisco treibt die boomende Technologie-Branche die Nachfrage an. Im Mai gab es in dem Segment 12.400 Arbeitsplätze mehr als im Vorjahresmonat, wie das California Employment Development Department mitteilte. Auch in anderen Branchen stiegen die Jobs überdurchschnittlich an. “Die Leute kommen aus London, China, New York und Los Angeles”, sagt Joel Goodrich, Broker bei TRI/Coldwell Banker.  http://www.cash.ch/news/topnews/glamourstaedte_fuehren_haeuserpreiserhol...

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Giroguthaben Schweizer Banken steigen weiter

Die Giroguthaben der Schweizer Banken bei der Schweizerischen Nationalbank SNB bewegen sich – mit abnehmender Geschwindigkeit – von Rekord zu Rekord. In der Woche zum 6. Juli stiegen die Guthaben um 7,3 Mrd. auf 245,16 Mrd. Fr.

Wenn die SNB im Markt Devisen kauft, wird der Franken-Gegenwerte dem Konto der jeweiligen Bank gutgeschrieben. Daneben kann die SNB die Giroguthaben auch durch Repogeschäfte steuern. http://www.nzz.ch/aktuell/wirtschaft/wirtschaftsnachrichten/giroguthaben...

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Nationalbank-Chef erhält Nachhilfe

Soll die Nationalbank Klartext reden und wie im Fall CS einen Kurssturz der Aktie riskieren? Zu dieser Frage liegt SNB-Chef Thomas Jordan nun eine Studie aus dem eigenen Haus vor. http://www.20min.ch/finance/news/story/Nationalbank-Chef-erhaelt-Nachhil...

 

Natürlich darf und soll er Klartext reden. Aber dann darf die Vorinformation erst am Samstag an den eingeschränkten Teilnehmerkreis raus und dann kann er sogar noch vor Börseneröffnung am Montag loslegen. Einen Tag vor dem Hexen-Sabbat sollte nur in einem Extremfall naming shaming gemacht werden. Generell ist die Woche vor dem Verfall heikel, da mit dem Insiderwissen eine grosse Hebelwirkung erzielt werden kann.

 

 

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Kosten für Mindestkurs-Verteidigung nehmen ab

Die Giroguthaben der Schweizer Banken bei der Schweizerischen Nationalbank  sind vergangene Woche weniger stark gestiegen zuvor. Das lässt Schlüsse auf die Kosten zur Verteidigung des Mindestkurses zu.

Die Giroguthaben der Schweizer Banken bei der Schweizerischen Nationalbank sind erneut gestiegen. In der Woche zum 13. Juli wuchsen die Guthaben um 4,1 Mrd CHF auf 249,3 Mrd CHF an, wie die SNB am Montag mitteilte.

Der Anstieg verlangsamte sich damit weiter. In der Woche davor hatten die Guthaben um 7,3 Mrd CHF zugelegt, in den Juni-Wochen jeweils sogar noch stärker.

Das lässt darauf schliessen, dass die zuletzt stark ansteigenden Kosten zur Verteidigung der Kurs-Untergrenze wieder gesunken sind. Denn Analysten dient die Entwicklung der Guthaben als Indikator dafür, wie stark die Nationalbank am Devisenmarkt zur Verteidigung des Euro-Mindestkurses von 1,20 CHF interveniert.

Wenn die SNB im Markt Devisen kauft, wird der Franken-Gegenwert dem Konto der jeweiligen Bank gutgeschrieben. Daneben kann die SNB die Giroguthaben auch durch Repogeschäfte steuern. www.cash.ch/news/topnews/snb_kosten_fuer_mindestkursverteidigung_nehmen_...

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Rückenwind für die Nationalbank

Nach der Festlegung der Euro-Untergrenze von 1.20 gingen viele Wirtschaftsexperten auf die Barrikaden. Nun hat sich die Diskussion gelegt – die Wechselkurspolitik zeigt zunehmend positive Wirkung.

Fünf Wochen nach dem Medienwirbel um die Risiken der Wechselkurspolitik der Schweizerischen Nationalbank ist klar: Es war ein Sturm im Wasserglas. Von einer raschen Aufhebung der Euro-Franken-Wechselkursuntergrenze, wie sie vereinzelte Exponenten der Schweizer Wirtschaftsprominenz noch Anfang Juni in Zeitungsinterviews und Kommentaren wirkungsvoll gefordert hatten, ist inzwischen nirgendwo mehr die Rede.

Darüber mag man staunen, zumal die Nationalbank weiterhin heftig intervenieren muss, um den seit dem 6. September geltenden Mindestkurs von 1.20 Franken pro Euro zu verteidigen. Allein im Juni musste das Noteninstitut 60 Milliarden Franken vor allem gegen Euro tauschen, um eine Aufwertung der Schweizer Valuta zu verhindern. Im Mai war der Aufwand nicht geringer und auch im Juli bleibt die internationale Nachfrage nach Schweizer Franken so gross, dass die SNB nicht umhinkommt, aktiv dagegen­zuhalten.

Doch zunehmend macht sich auch die positive Wirkung der Wechselkurspolitik bemerkbar. Der US-Dollar hat sich seit Einführung der Euro-Untergrenze um 25 Prozent zum Franken aufgewertet. Der Wechselkursnachteil, der den Schweizer Exporteuren in den Dollarmärkten Nord- und Südamerikas und Asiens das Leben in den vergangenen zwei Jahren zunehmend schwer gemacht hatte, ist weitgehend verschwunden. Beim aktuellen Kurs von 98 Rappen pro Dollar befindet sich das Währungspaar nach den gängigen Bewertungsmethoden im Gleichgewicht.

Schweizer Exporteure profitieren

Auch das britische Pfund, der japanische Yen und andere Währungen haben sich zum Franken kräftig aufgewertet. Seit August 2011 ist der handelsgewichtete Frankenkurs deshalb um beachtliche 18 Prozent gefallen. Direkt hilft die Anbindung des Frankens an den Euro zwar nur, dass Schweizer Waren im Euroland nicht noch teurer werden. Doch indirekt führt die Wechselkurspolitik dazu, dass sich Schweizer Produkte in Ländern ausserhalb der Eurozone im gleichen Ausmass verbilligen, wie auch der Aussenwert der Gemeinschaftswährung abnimmt.

Aus diesem Grund präsentiert sich die Lage für die Schweizer Exportindustrie um «Welten weniger dramatisch» als noch im Herbst des vergangenen Jahres, wie sich Rudolf Minsch, Chefökonom beim Wirtschaftsdachverband Economiesuisse, ausdrückt. Die Schweizer Exporteure beginnen mit anderen Worten davon zu profitieren, dass der Euro im Verlauf der vergangenen zwei Jahre Schritt für Schritt zu einer internationalen Schwachwährung mutiert ist.

Nationalbank kann ihre Wechselkurspolitik weiterführen

Dass sich die Schweizer Wirtschaft trotz Euro-Wirren in guter Verfassung befindet, zeigt sich unter anderem da­ran, dass die Arbeitslosigkeit trotz hoher Zuwanderung auch im Juni auf dem extrem tiefen Niveau von 2,7 Prozent verharrte. Zwar fallen die Wachstumsprognosen aufgrund der weltweiten Konjunktur- und Nachfrageschwäche inzwischen etwas weniger optimistisch aus.

Doch konjunkturelle Schwankungen, die alle Unternehmen im gleichen Mass treffen, sind grundsätzlich einfacher zu bewältigen als Wechselkursverzerrungen, die sich diskriminierend auf die Wettbewerbsfähigkeit der betroffenen Firmen auswirken. Die Nationalbank kann ihre Wechselkurspolitik allerdings weiterführen, solange sich eine klare Überbewertung des Frankens nachweisen lässt.

Hoher Milliardengewinn erwartet   Dance 4  :hi:

Zurzeit kann sich ein Europäer bei sich zu Hause rund elf Prozent weniger Waren kaufen als ein Schweizer im eigenen Land. Nach ökonomischer Theorie gleicht sich die Kaufkraft von Währungen an und im Fall Euro–Franken ist dies in der Tat der Fall. Weil die Inflation in der Eurozone deutlich höher ist als in der Schweiz (die Differenz beträgt aktuell rund drei Prozentpunkte), bewegt sich der reale Wechselkurs immer mehr auf den Euro-Mindestkurs der SNB zu.

In ein bis zwei Jahren ist die Bewertungsdifferenz so gering, dass die SNB ihre Wechselkurspolitik nicht mehr mit der nötigen Glaubwürdigkeit vertreten kann. Im Idealfall ist eine solche Politik dannzumal auch nicht mehr erforderlich, denn dann ist der Franken auch für Spekulanten kein «Schnäppchen» mehr. Nur noch zwei Wochen entfernt ist dagegen der Termin, an dem die Nationalbank ihren nächsten Bericht zur Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr vorlegen wird. Schon jetzt ist klar, dass die Notenbank mitunter dank ihrer Wechselkurspolitik einen hohen einstelligen oder gar zweistelligen Milliardengewinn ausweisen wird. «Die Bedeutung dieses Gewinns ist in erster ­Linie psychologischer Natur», sagt Minsch. «Er zeigt, dass man mit Fremdwährungsanlagen nicht nur Risiken übernimmt und Verluste erleidet, sondern auch Gewinne erzielen kann. Nach einem schwierigen Jahresbeginn dürfte die Nationalbank in den nächsten Monaten etwas Rückenwind erhalten. http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/konjunktur/Rueckenwind-fuer-die-N...

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Die Blicke der SNB gehen Richtung Dänemark

Dort hat die Zentralbank im Juli ein neues Instrument eingeführt, um die Attraktivität der Krone zu dämpfen: Die Zinsen für Einlagen der Geschäftsbanken sind unter null gesenkt worden.

Beide Länder sind bei Anlegern als sicherer Hafen gefragt. Der Kapitalzustrom erschwert es den Zentralbankern in Zürich und Kopenhagen gleichermaßen, den Anstieg ihrer Währungen zu bremsen. Die SNB hat vergangenes Jahr einen Mindestkurs für den Euro eingeführt, und musste zuletzt ihre Euro-Käufe verstärken, um den Frankenkurs zu deckeln. Dänemarks Nationalbanken verschärfte den Kampf gegen die Investoren am 5. Juli um eine Stufe, indem sie die Zinsen für ihre Einlagenzertifikate unter null absenkte.

“Sie können davon ausgehen, dass die Schweizer Zentralbank aufmerksam beobachtet, was ihre Kollegen in Dänemark tun”, sagt Maxime Botteron, Ökonom bei der Credit Suisse in Zürich. “Sollte sich die Lage verschlechtern, könnte sie nachfolgen und negative Zinsen für Sichteinlagen der Geschäftsbanken einführen”.

SNB-Vizepräsident Jean-Pierre Danthine, der zusammen mit Regierungsvertretern an der Beurteilung zusätzlicher Instrumente gearbeitet hat, bezeichnete die Einführung negativer Einlagenzinsen im Juni als ein Instrument, “das wir erwägen könnten, wenn die Umstände es erfordern.”

Giroguthaben auf Allzeithoch

Nach der Zinssenkung in den negativen Bereich haben sich die Einlagen-Zertifikate bei Nationalbanken wieder verringert. Bei der SNB erreichten die durchschnittlichen Sichteinlagen (oder Giroguthaben) dagegen in der Woche zum 27. Juli ein Allzeithoch von 270,9 Mrd. Franken. Die Devisenreserven der Schweizer Zentralbank kletterten von 305,9 Mrd. Franken Ende Mai auf 364,9 Mrd. Franken Ende Juni.

Eine Reduzierung der Zinsen, die die Zentralbank auf Einlagen der Geschäftsbanken zahlt, schafft einen Anreiz für die Banken, die Gelder anderweitig zu investieren. Das würde den Druck auf Franken und Krone mindern. Negative Zinsen schaffen einen noch stärkeren Anreiz die Sichteinlagen zu reduzieren, da die Geschäftsbanken quasi einen Strafzins bezahlen müssen, statt eine Belohnung zu erhalten. Die dänischen Banken erhielten 0,05 Prozent für ihre Einlagen bevor die Zentralbank den Satz auf minus 0,2 Prozent heruntersetzte.

Die dänische Krone ist an den Euro gekoppelt und bewegt sich mit einer Bandbreite von 2,25 Prozent nach oben oder unten um den Kurs von 7,46038 Kronen zum Euro. In der Praxis hält Nationalbanken die Bandbreite jedoch enger. Die von Nils Bernstein geleitete dänische Zentralbank hat keine festliegenden Sitzungstermine und passt die Zinsen nur an, um die Anbindung an den Euro aufrecht zu erhalten. Die Entscheidung für die negativen Einlagenzinsen erfolgte am selben Tag als die Europäische Zentralbank ihren Leitzins auf rekordniedrige 0,75 Prozent ermäßigte. Der Leitzins der SNB liegt bei null Prozent.

Krone und Franken überbewertet

In der Schweiz hat die SNB im vergangenen September eine Frankendeckelung bei 1,20 Franken je Euro eingeführt, nachdem die Währung in den vorausgegangenen zwölf Monaten 37 Prozent zugelegt hatte. Basierend auf der Kaufkraftparität, wie sie die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung berechnet, ist der Franken noch immer 36 Prozent überbewertet gegenüber dem Euro. Die Krone ist demnach um 24 Prozent überbewertet.

Kasper Kirkegaard, leitender Währungsstratege bei der Danske Bank in Kopenhagen, sagt, angesichts des Anstiegs der SNB-Devisenreserven in Folge der Verteidigung der Frankendeckelung, “wäre es nur natürlich”, wenn die Schweizer Zentralbank in Betracht ziehe, in gewisser Zeit weitere Maßnahmen einzuführen.

“Andere Länder betrachten Dänemark als Testfall. Sie wollen beobachten, wie die Wirtschaft und das Bankensystem auf die negativen Zinsen reagieren”, sagt Kirkegaard. Die Krone habe sich etwas abgeschwächt und das habe etwas Druck von der Zentralbank genommen. Wenn sich die europäische Krise aber weiter verschärfe, wäre ein sehr großer Aufwand erforderlich, um die Investoren davon abzuhalten, Krone und Franken zu kaufen.

Nur beim schlimmsten Szenario

Einige Ökonomen argumentieren jedoch, die Schweizer Notenbanker hätten anders als die dänischen Kollegen kaum einen Anreiz, negative Einlagenzinsen einzuführen. So sagt etwa Ulrike Rondorf, Volkswirtin bei der Commerzbank in Frankfurt, solch ein Schritt hätte “ernsthafte unbeabsichtigte Nebenwirkungen” in der Schweiz.

“Wenn die Zentralbanken negative Zinsen einführen, hoffen sie, dass die Geschäftsbanken das Geld für die Kreditvergabe in der realen Wirtschaft einsetzen”, erklärt Karsten Linowsky, Stratege für Festverzinsliche bei Credit Suisse in Zürich. In der Schweiz funktioniere der Kreditmarkt aber sehr gut. Daher gebe es aus dieser Sicht keinen Grund für die SNB, negative Einlagenzinsen einzuführen.

Tatsächlich ist in Dänemark die Kreditvergabe in jedem der ersten sechs Monate dieses Jahres um weniger als zwei Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen, wie Nationalbanken am 24. Juli berichtete. Die dänischen Banken kämpfen noch mit den Folgen des Platzens der Blase am Immobilienmarkt und zwei Drittel der Regionalbanken schreiben Verluste. In der Schweiz dagegen hat sich die Kreditvergabe im ersten Quartal um 4,1 Prozent auf Jahresbasis erhöht und nach Angaben der SNB gibt es keine Anzeichen für eine Kreditklemme.

“Die SNB beobachtet sicherlich, was die dänische Zentralbank tut”, sagt Alexander Koch, Ökonom bei UniCredit Group in München. Unkonventionelle Maßnahmen wie negative Zinsen oder Kapitalverkehrskontrollen würden aber wahrscheinlich nur eingeführt, wenn in Bezug auf die Schuldenkrise in der Euro-Zone das schlimmste Szenario eintrete und der Franken enorm unter Druck gerate. http://www.cash.ch/news/alle/die_blicke_der_snb_gehen_richtung_daenemark...

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SNB rutscht wieder in die Gewinnzone

Die Schweizerische Nationalbank weist für das erste Halbjahr 2012 wieder einen Konzerngewinn aus. Profitiert hat die Notenbank vor allem von Fremdwährungsgewinnen. http://www.cash.ch/news/topnews/snb_rutscht_wieder_in_die_gewinnzone-119...

 

Nationalbank mit 6,5 Milliarden Gewinn
Massiver Konzerngewinn bei der Schweizerischen Nationalbank: Im ersten Halbjahr weist die SNB einen Gewinn von 6,5 Mrd. Franken aus. Den Löwenanteil dazu bilden die Gewinne auf den Fremdwährungspositionen. http://www.20min.ch/finance/news/story/Nationalbank-mit-6-5-Milliarden-G...

 

 

Die Notenbank ist kein Perpetuum mobile
Kursuntergrenze wird mittelfristig angepasst

Mittelfristig wird irgendwann allerdings auch die Kursuntergrenze wieder aufgehoben oder verändert werden müssen, was eine nominale Aufwertung des Frankens und damit verbundene Buchverluste wahrscheinlich machen würde. http://www.nzz.ch/aktuell/wirtschaft/wirtschaftsnachrichten/die-notenban...

 

 

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Ist die SNB schuld am Kursanstieg der Krone?

Die SNB sei das «neue China der Währungsinterventionen», schreibt die «Financial Times». Angeblich treibt die Nationalbank den Kurs der schwedischen Krone und des australischen Dollars in die Höhe.

In den letzten Tagen tauchten an den Devisenmärkten Gerüchte auf, wonach die Interventionen der Schweizerischen Nationalbank den Kurs der schwedischen Krone und des australischen Dollars in die Höhe treiben. Denn nach den massiven Eurokäufen zur Verteidigung des Wechselkurses bei 1.20 Franken versucht die SNB, (SNBN 1072 5.62%) Euro zu verkaufen und in andere Währungen zu investieren. Genaue Angaben, welche Währungen sie dabei kauft, macht die SNB gegenüber der Öffentlichkeit nur für die grossen Währungen Dollar, Euro, Pfund, Yen und den kanadischen Dollar.  http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/Ist-di...

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Starker Franken führt zu Firmenpleite

Die letzten 95 Mitarbeiter der PPC Electronic in Cham verlieren ihre Stelle. Die Firma beschäftigte in ihrer Blütezeit über 500 Personen.

PPC Electronic war im Jahr 1970 gegründet worden. 1995 wurde das Unternehmen vom Management übernommen. Nach starkem Wachstum wurde 2001 ein neues Fabrikationswerk eröffnet. Zuletzt war die Firma im Besitz von Dognini und zwei weiteren Geschäftsleitungsmitgliedern und erzielte 2011 einen Umsatz von rund 20 Mio. Franken. Das verbliebene Firmengebäude kommt nun in die Konkursmasse. http://www.20min.ch/finance/dossier/frankenboom/story/Starker-Franken-fu...

 

Was ist schlimmer: ein Buchverlust auf Devisenreserven oder Arbeitsplatzverlust?

SNB-Devisenreserven: cash-Leser werden skeptisch

Die hohen Devisenreserven der Schweizerischen Nationalbank beunruhigt eine Mehrheit der cash-Leser. Der SNB droht bald politischer Gegenwind. http://www.cash.ch/news/topnews/snbdevisenreserven_cashleser_werden_skep...

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Lehman Brothers’ Auferstehung

Die Konkursverwalter der US-Pleitebank wetten auf eine Erholung an den Immobilienmärkten. Damit wollen sie mehr Geld für ihre Gläubiger herausholen.

 

Wer auf Hawaii eine Eigentumswohnung kaufen will, sich in Montana nach einem Einfamilienhaus umsieht oder ein Luxushotel in Miami sucht, der kann sich all seine Wünsche von nur einer einzigen Firma erfüllen lassen: Lehman Brothers Holdings Inc.

 

Vier Jahre nachdem die Bank die grösste Pleite in der US-Geschichte wegen Milliardenverlusten bei Hypotheken anmelden musste, ist Lehman noch immer – oder wieder – gross im Immobiliengeschäft dabei.  Yahoo   Die Verwalter der Konkursmasse wetten darauf, dass sie mit ihren Aktivitäten noch rund 12,9 Milliarden Dollar für die Gläubiger der Bank herausholen können. Gerade erst in diesem Jahr kauften sie die verbleibenden 53 Prozent am Wohnhauskonzern Archstone für 3 Milliarden Dollar. Mit dieser Transaktion wurde Lehman Brothers zum grössten Investor bei amerikanischen Geschäftsimmobilien in den vergangenen zwölf Monaten, gemessen am Wert.

 

Geduld soll sich auszahlen   Clapping

 

Seit der Pleite hat Lehman insgesamt rund 5 Milliarden Dollar in Immobilien investiert – etwa über den Kauf von Krediten oder die Auszahlung von Joint-Venture-Partnern. Statt die Vermögenswerte direkt auf den Markt zu werfen und zu verkaufen, wartet Lehman auf eine Erholung an den Immobilienmärkten. Erst dann sollen die Bestände zu Geld gemacht werden. Vergangene Woche unternahm die Firma etwa erste Schritte, um Archstone an die Börse zu bringen. Damit will sich Lehman Brothers die steigende Nachfrage nach Mietwohnungen in den USA zunutze machen. «Die gesamte Strategie bestand darin, sich nicht in eine Position zu bringen, in der man verkaufen muss», sagte Jeffrey Fitts, Chef für Immobilien bei Lehman und gleichzeitig Geschäftsführer beim für die Bank tätigen Insolvenzverwalter Alvarez & Marsal. «Wenn man verkauft mit einer Pistole an der Schläfe und die Leute wissen das, dann ist man schon tot. Und man könnte dabei Hunderte Millionen von Dollar anderen überlassen.»

 

Durch die Aktivitäten am Immobilienmarkt und durch andere Massnahmen will Lehman bis 2016 unterm Strich 53 Milliarden Dollar für die Gläubiger eintreiben. Im Schnitt bekommen sie in diesem Szenario dann rund 18 Cent für jeden Dollar Forderungen. Insgesamt hatten Gläubiger Ansprüche von rund 300 Milliarden Dollar angemeldet. Die erste Runde an Auszahlungen über 22,5 Milliarden Dollar wurde vergangenen April durchgeführt. Einer Mitteilung aus dem vergangenen Monat zufolge will Lehman zumindest einen Teil der gehaltenen Anlagen nicht vor 2015 abstossen. In derselben Erklärung erhöhte die Firma ihre Prognose für die Eintreibung von Geldern am Immobilienmarkt um 1,6 Milliarden Dollar, verglichen mit den ein Jahr zuvor geäusserten Erwartungen zu diesem Bereich.

 

Milliarden verbrannt

 

Die Pleite von Lehman Brothers im September 2008 kam 158 Jahre nach der Gründung des Unternehmens als Baumwollbroker im US-Bundesstaat Alabama. Lehman musste Bankrott anmelden, weil der Finanzkonzern überschuldet war und zu viele risikoreiche Immobilienwetten eingegangen war. Das zeigten spätere Untersuchungen zur Pleite der Bank. Der ehemalige Konzernchef Richard Fuld hatte für 2005, 2006 und 2007 Rekordzahlen vorgelegt, nachdem er sich den Boom am Immobilienmarkt zunutze gemacht hatte. Unter seiner Führung wurde Lehman zum grössten US-Emittenten von Wertpapieren, die mit Hypotheken gesichert sind.

 

Am Tag vor der Pleite am 15. September 2008 wies Lehman Immobilien-Investments im Volumen von 23 Milliarden Dollar aus. Neun Monate später hatten diese nur noch einen Marktwert von 14 Milliarden Dollar, wie aus bei Gericht eingereichten Unterlagen hervorgeht. http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/Lehman...

 

Den Schrottpapieren der SNB würde das auch gut bekommen.

Totgesagte leben länger  Secret

 

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Bullish hat am 23.01.2011 - 01:37 folgendes geschrieben:

 

MarcusFabian wrote:

Es ist ja nicht so, dass mit dem Verschwinden einer Papierwährung gleich alle Häuser, Höfe und Fabriken abgerissen würden smiley

Grundbaustein aller weiteren Überlegungen ist das Wissen, dass sämtliches Geld = Schuld ist. Des einen Schuld ist des anderen Vermögen. Würden alle Schulden bezahlt, gäbe es kein Geld mehr. (s. Paul C. Martin). Und entsprechend: Gehen Schuldner Pleite, verliert die Gegenseite entsprechend Vermögen. In beiden Fällen reduziert sich die Geldmenge.

Nur: die Sachwerte fielen dann in die Hände der Gläubiger, denn Geld kommt nur als Schuld und Schuldner wird man nur gegen Sicherheit. Dh fast alle Sachwerte sind als Sicherheit im System. Dh das Geld ist mit Sachwerten gedeckt.

MarcusFabian wrote:

Die 100 Fr. Note in Deinem Portemonnaie ist auch Schuldgeld. Es ist eine Forderung von Dir an die SNB.

Genau. Deshalb ist auch die Bank im Beispiel oben dem Wettbewerbsdruck ausgesetzt. Die Bank zahlt auch einen Zins, damit sie ans Bargeld kommt. Aber auch dafür muss sie Sicherheiten bei der ZB stellen.

MarcusFabian wrote:

Gold ist das einzige schuldenfreie Geld. Nur dass Gold im Moment zufälliger Weise halt offiziell kein "Geld" ist.

Gold ist kein Geld. Gold kann aber das Trägermedium von Geld sein.

Benzin ist zur Zeit das pure Geld! So wie es im Moment bei uns in der Schweiz aussieht was die Preise anbelangen...

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geldgieriger hat am 23.08.2012 - 13:38 folgendes geschrieben:

Benzin ist zur Zeit das pure Geld! So wie es im Moment bei uns in der Schweiz aussieht was die Preise anbelangen...

Dann kauf ein sparsameres Auto und/oder kauf ein e-Bike und/oder such eine Fahrgemeischaft und/oder mach Home-Ofiice und/oder ....

Ich bezahle seit ein paar Jahren immer 3 bis 5 Rappen weniger.

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geldgieriger hat am 23.08.2012 - 13:38 folgendes geschrieben:


Benzin ist zur Zeit das pure Geld! So wie es im Moment bei uns in der Schweiz aussieht was die Preise anbelangen...

Nein, Geld muss wertbeständig sein. Benzin ist ungeeignet, da es eine Haltbarkeit von maximal 18 Monaten hat.

Abgesehen davon wird Benzin verbraucht und hat ein extrem niedriges Stock-to-Flow ratio.

 

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Nach einem Vierteljahrhundert noch super.. Haltbarkeit v. Benzin

MarcusFabian hat am 23.08.2012 - 19:17 folgendes geschrieben:

Benzin ist ungeeignet, da es eine Haltbarkeit von maximal 18 Monaten hat.

http://www.focus.de/auto/news/haltbarkeit-von-benzin-auch-nach-einem-vierteljahrhundert-noch-super_aid_698743.html

Ein guter Investor setzt seine klare Strategie konsequent um, behält die Nerven, begrenzt Verluste, korrigiert Fehler rasch, hat Erfahrung, beherrscht das Handwerk, ist gut informiert, stressresistent, emotional stabil, unabhängig und ... geduldig.

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Aussie-Notenbanker hinterfragt SNB-Währungspolitik

er australische Notenbankgouverneur Glenn Stevens ist überrascht, dass die SNB australische Dollar kauft. Denn üblicherweise verkaufen Investoren diese Währung bei sinkenden Rohstoffpreisen.

Die Schweizerische Nationalbank SNB hat nach Angaben der Reserve Bank of Australia (RBA) seit Mai investiert. Stevens sagte am Freitag einem Parlamentsausschuss in Canberra, die Käufe zeigten die Schwere der wirtschaftlichen Probleme in Europa. Die australische Währung werde zunehmend von privaten und institutionellen Investoren als sicherer Hafen angesehen.

“Ich hätte niemals gedacht, dass ich es erleben würde, dass eine anti-inflationäre, konservative Institution wie diese unsere Währung als Teil ihrer Währungsreserven hält. Das ist eine bemerkenswerte Sache. Es ist ein Anhaltspunkt dafür, wie schlecht die Lage in Europa ist,” sagte er den Ausschussmitgliedern.

Die Schweiz hatte im September einen Mindestkurs für den Schweizer Franken festgelegt, um so die Deflation zu bekämpfen und der Exportindustrie zu helfen. Die australische Währung, die seit der Leitzinssenkung Anfang Juni um 7,1 Prozent zulegte, erfreut sich hoher Beliebtheit. Sie legte selbst dann noch zu, als die Rohstoffnotierungen sanken. Zum Franken hat der australische Dollar seit Anfang Juli 2,5 Prozent aufgewertet, zeigen Bloomberg-Daten.

Stevens sagte, er habe jüngst weitere “offizielle” Käufe von Zentralbanken und staatlichen Einrichtungen gesehen, die “üblicherweise nicht zu den abenteuerfreudigsten” Investoren gezählt würden.http://www.cash.ch/news/topnews/aussienotenbanker_hinterfragt_snbwaehrun...

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Da bin ich mal gespannt, wieviele Euros die SNB zur Zeit zu welchem Preis verkaufen kann.

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