Was ist mit der SNB los???????

SNB N 

Valor: 131926 / Symbol: SNBN
  • 5'280.00 CHF
  • -0.75% -40.000
  • 09.04.2021 17:30:01
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Elias
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onenightinbangkok hat am 06.02.2015 - 14:39 folgendes geschrieben:

Für Elias - Copy&Paste Wink (Sorry, wieder in Englisch)

it's only your guess.....

 

Die Zahlen der UBS werden vielleicht gut sein, aber was aktuell zählt, ist der Ausblick.

That's my experience

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

MarcusFabian
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Elias hat am 06.02.2015 - 14:39 folgendes geschrieben:


Wenn die SNB nach Aufhebung des Mindestkurses massiv gekauft hat, darf man sich schon die Frage stellen, warum sie nicht am Mindestkurs festgehalten hat.

 

 

Stichwort: Flexibilität!

Die SNB verunsichert damit die Märkte, ohne ein klares Statement (aka. Mindestkurs) abzugeben. Somit hält sie Spekulanten fern.

weico
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weico

onenightinbangkok
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....also ich wäre lieber im Boot als mit 4 Geldsäcken und 3 Kokosnüssen auf der Insel (gefangen ohne es zu merken) l!!!!

 

 

weico
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onenightinbangkok hat am 07.02.2015 - 10:50 folgendes geschrieben:

....also ich wäre lieber im Boot als mit 4 Geldsäcken und 3 Kokosnüssen auf der Insel (gefangen ohne es zu merken) l!!!!

 

 

..bis ein Sturm kommt (oder Hunger und Durst...) .   :yes:

 

N.B: wie sagen die Aliens so treffend : Alle Menschen Leben auf kleineren und grösseren Inseln.  :shock:

 

 

weico

 

Eptinger
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MarcusFabian hat am 06.02.2015 - 15:44 folgendes geschrieben:

Elias hat am 06.02.2015 - 14:39 folgendes geschrieben:

 

Wenn die SNB nach Aufhebung des Mindestkurses massiv gekauft hat, darf man sich schon die Frage stellen, warum sie nicht am Mindestkurs festgehalten hat.

 

 

Stichwort: Flexibilität!

Die SNB verunsichert damit die Märkte, ohne ein klares Statement (aka. Mindestkurs) abzugeben. Somit hält sie Spekulanten fern.

Welche Spekulanten? Eventuell diejenigen Kollegen, die bereits Bescheid wussten über die Aufhebung des Euro-Mindestkurses bei der jordanschen Nebelaktion? Dirol

Bezüglich Flexibilität = neuzeitlicher Begriff für unlauteres Vorgehen im Sinne von anlügen und die Nation dreinlaufen lassen? DIE Märkte wurden damit wenig verunsichert. Aber unsere Wirtschaft sehr. Dass die EZB das Programm zum Kauf von Staatsanleihen aufgegleist hatte war schon länger bekannt und kein Neujahrsgruss.

Der Typ hat doch am 5.1.15 noch selber versichert, dass am Euromindestkurs festgehalten würde und hat somit der ganzen CH-Wirtschaft, ja der ganzen Nation, anschliessend das Messer in den Rücken gerammt.

Selbst wenn die Massnahme so dringlich gewesen wäre, dass man sie so plötzlich, lüstern, mitten am Tag, durchzuziehen hatte, stellt sich doch die Frage, ob die SNB bis zum 14.1.15 geschlafen hat.

Anbei noch die armselige Rechtfertgung dieses Herrn, heute auf Cash-News gelesen:

http://www.cash.ch/news/top_news/jordan_verteidigt_snbentscheid-3291704-771

 

Gruss vom Eptinger

Domtom01
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Kapitulation

Der Druck wurde so gross, dass die SNB eingeknickt ist. Man kann es ehrlicherweise auch so sagen: Die SNB hat kapituliert. Es zeigt, dass eine (kleine) Nationalbank eben nicht allmächtig ist. Es war eine Art "grounding" der SNB, nur ist es nicht bei allen so angekommen. Natürlich ist die SNB nicht pleite, aber ihre Vorgehensweise gleicht einem Offenbarungseid. 

Wenn der Druck aus dem Euroraum stärker wird - das Griechenland-Problem ist nicht gelöst und die anderen potenziellen auch nicht - wird die SNB weiter gezwungen sein, massenhaft Euro zu kaufen oder den CHF steigen zu lassen. Beides birgt enorme Risiken, die noch völlig unterschätzt werden.

Wenn der Vorteil, eine eigene Währung zu haben, nicht mehr verstanden oder gar als Nachteil empfunden wird, dann wird diese Währung über kurz oder lang ihre Daseinsberechtigung verlieren.

Dass auch andere Nationalbanken betroffen sind, macht die Angelegenheit nicht angenehmer. Es wird schmerzhaft für viele, leider nicht für die Verantwortlichen der SNB!

onenightinbangkok
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Selbst die bei der SNB angelegten Pensionskassengelder unterliegen dem Negativzins.... In meinen Augen ist das Handeln unserer SNB genau das Gegenteil von ihrem eigentlichen Auftrag! Sie stösst die Schweiz in die Krise durch die Aufhebung des Mindestkurses, sie vernichtet Volksvermögen durch Negativzinsen - also wie lässt sich das bitte vereinbaren mit diesem Auftrag?!

 

Ziele und Aufgaben der Schweizerischen NationalbankAuftrag

Die Schweizerische Nationalbank führt als unabhängige Zentralbank die Geld- und Währungspolitik des Landes. Sie muss sich gemäss Verfassung und Gesetz vom Gesamtinteresse des Landes leiten lassen, als vorrangiges Ziel die Preisstabilität gewährleisten und dabei der konjunkturellen Entwicklung Rechnung tragen. Damit setzt sie grundlegende Rahmenbedingungen für die Entwicklung der Wirtschaft.

snb.ch

 

Die SNB hat die ganze Schweiz und sich selbst in die Scheisse geritten auf gut Deutsch! Nun wird der Druck von allen Seiten aber so gross werden, dass die SNB noch viel mehr Fränklis drucken werden musss - weil jetzt geht die Spekulation erst richtig los und zwar alle gegen die SNB! Was glaubt ihr denkt sich ein amerikanischer Hedge-Fonds Manager zu der Geschichte. Die wahre Kapitulation kommt erst noch - ich glaube es ist eher die Phase "der Ruhe vor dem Sturm" - viel Spass auf der Insel - schwupp macht die Welle und weg war sie - die Insel!

Es gibt keine Insel der Glückseligkeit inmitten von Armut - aber das haben noch nicht alle begriffen. Mit zunehmendem Leidensdruck erhöht sich die Lernfähigkeit aber bei vielen. Das hilft sicher auch bei verschiedenen politischen Dossiers wo es ja auch dunkel aussieht. Wer der Wirtschaft jetzt noch diesen zusätzlichen Dolchstoss versetzen wollte der wird sich das nun gut überlegen - vor allem unsere Freunde von der SVP!

Danke SNB - jetzt tut sich was im Lande! Wenn der Schnell-Schuss mal nicht nach hinten losgegangen ist Herr Jordan! Tja so kommt`s halt wenn man keinen Plan und keine Strategie hat! 

Es wird bitter für die drei Zwerge! Bitter für die Schweiz!

 

 

Fine-Tuner
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Nicht die Aufhebung, sondern die Einführung war ein Fehler......ist auch völlig egal, jetzt ist er da wo er wohl auch ohne Einführung einer Untergrenze wäre......viel Wirbel um nichts.....die ganze Sache hat nur eins klar gemacht: Es ist nicht möglich eine Kleinstwährung gegen weltweitagierende Spekulanten zu schützen.....und irgendwann, wenn die Volatilität signifikant anwächst, wird eine Währung so oder so unglaubwürdig...........

Die herzigen Kleinwährungen werden früher oder später alle verschwinden.....die Schweizer werden sich noch die Augen reiben, wenn ihr geliebtes Fränkli grounded......gut möglich, dass sie die Letzten sein werden, wie beim Frauenstimmrecht........ Biggrin , Biggrin , Biggrin

 

Fine-Tuner

weico
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Fine-Tuner hat am 08.02.2015 - 01:24 folgendes geschrieben:

 

Die herzigen Kleinwährungen werden früher oder später alle verschwinden.....die Schweizer werden sich noch die Augen reiben, wenn ihr geliebtes Fränkli grounded......gut möglich, dass sie die Letzten sein werden, wie beim Frauenstimmrecht........ smiley , smiley , smiley

 

Fine-Tuner

ROFL

 

Lange Zeit war eine D-Mark mehr wert als ein Schweizer Franken; den Höchstwert erreichte die Mark am 31. Oktober 1973, als für 100 Schweizer Franken lediglich 79,– DM gezahlt wurden. Am 16. Dezember 1975 fiel der Wert einer D-Mark erstmals unter den des Schweizer Frankens. Nach einer kurzen Erholung der Mark sackte diese im zweiten Halbjahr 1977 erneut ab und notierte am 17. Oktober 1977 zuletzt höher als der Schweizer Franken (100 CHF = 99,97 DM). Schon kurze Zeit später, am 26. September 1978, notierte der Schweizer Franken bei 132,70 DM für 100 CHF, dem historischen Höchststand gegenüber der D-Mark. Zum Vergleich: am 9. August 2011 erreichte der Schweizer Franken mit 1,0070 fast die Parität zum Euro.[32] In D-Mark umgerechnet, entspräche das einem Kurs von 194,22 DM für 100 Schweizer Franken.

 

http://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Mark#Au.C3.9Fenwert_der_Deutschen_...

 

Die SNB hat den Träumern einwenig Zeit verschafft,um das unvermeidliche einwenig (wie angekündigt ! ) aufzuschieben. Man erinnere sich an das Wehklagen der Träumer von damals......

 

Man spiele einwenig mit dem Chart von der EZB um das Euro-Drama visuell zu erfassen:

https://www.ecb.europa.eu/stats/exchange/eurofxref/html/eurofxref-graph-...

 

Tragisch aber Voraussehbar,wie der EURO (in nur 16 Jahren), gegenüber dem CHF zur Schwachwährung mutiert ... :yes:

 

N.B:... die EU sollten dankbar sein,dass wir das Frauenstimmrecht nicht schon früher eingeführt haben.Wir wären sonst noch schneller --- noch besser geworden.   :yes: :bye:

 

weico

onenightinbangkok
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Im Ausland wird die Schweiz bzw. die Aufgabe  des Mindestkurses als "Opfer des weltweiten Währungskrieges" wahrgenommen! Kommt dazu, dass nun die ganze Welt das "Limit" bzw. die Schmerzgrenze der SNB kennt! 

....spieltheoretisch und von dieser Theorie ist in diesem Zusammenhang auszugehen, ist dies eine ganz, ganz, ganz schlechte Position! Es ist das Gefangenen-Dilemma!!!

Ich tippe mal auf "Suckers-Payoff"!

 

 

http://de.wikipedia.org/wiki/Gefangenendilemma

Mehrmaliges (endliches) Spiel[Bearbeiten]Die Situation kann sich ändern, wenn das Spiel über mehrere Runden gespielt wird (iteriertes oder wiederholtes Gefangenendilemma). Ob sich die Situation dann ändert, hängt davon ab, ob den Spielern die Anzahl der Runden bekannt ist oder nicht. Ist den Spielern das Spielende bekannt, lohnt es sich für eigentlich kooperierende Spieler, in der letzten Runde zu verraten, weil dafür eine Vergeltung nicht mehr möglich ist. Somit wird aber die vorletzte Runde zur letzten, in der effektiv eine Entscheidung zu fällen ist, worauf sich wieder dieselbe Situation ergibt.[16] Durch Induktion folgt, dass das Nash-Gleichgewicht in diesem Fall der ständige Verrat ist. Das heißt, wenn beide Seiten sich permanent verraten, ist dies die einzige Strategie, bei der durch einen Strategiewechsel kein besseres Ergebnis erzielt werden kann.[17] Deshalb ist ein Spiel, bei dem beiden Spielern die Anzahl der Runden bekannt ist, genau wie ein Einmalspiel (One Shot) zu behandeln.[18] In der Praxis wird dieses theoretisch rationale (auch Backward Induction[16] genannte) Verhalten jedoch nicht immer beobachtet.[19] Dies liegt daran, dass ein rationaler Spieler nicht wissen kann, ob der andere Spieler auch rational agiert. Wenn die Möglichkeit besteht, dass der Mitspieler irrational agieren könnte, ist es auch für den rationalen Spieler von Vorteil, vom ständigen Verrat abzuweichen und stattdessen Tit-for-Tat zu spielen. Grundsätzlich anders verhält es sich erst, wenn den Spielern die Anzahl der Runden nicht bekannt ist. Da die Spieler nicht wissen, welche Runde die letzte sein wird, kommt es nicht zur Backward Induction. Das unbekannt oft wiederholte Spiel ist damit einem unendlich oft wiederholten Spiel (Single Shot)[13] gleichzusetzen.[20] Unendliches Spiel[Bearbeiten]Bei unendlich wiederholten Spielen (Single Shot) kommt es wie bei unbekannt oft wiederholten Spielen nicht zur Backward Induction. Die wiederholte Interaktion ermöglicht es, Kooperation in folgenden Runden zu belohnen, was zu höheren Gesamtauszahlungen führt, oder Defektion zu vergelten, was zu geringeren Auszahlungen führt. Tit for Tat („wie du mir, so ich dir“) bedeutet Bestrafung für Verrat in der nächsten Periode. Man spricht in dem Fall von kalkulativem Vertrauen. Zur Interpretation der Ergebnisse eines Spiels werden bei endlichen Spielen die Auszahlungen der einzelnen Runden zu einer Gesamtauszahlung zusammengefasst, welche dann den Erfolg eines Spielers in einem Spiel wiedergibt. Hierfür werden die Auszahlungen der einzelnen Runden üblicherweise ungewichtet addiert, können aber auch in Form eines Diskontfaktors abgezinst werden. Beim mehrmaligen Spiel wird die Auszahlungsmatrix in der Regel so gestaltet, dass zusätzlich zur allgemein gültigen Ungleichung T > R > P > S außerdem 2 R > T+S gilt,[10] was in der Beispiel-Auszahlungsmatrix aus der Einleitung erfüllt ist: 2 \cdot \left(-2\right) > -1 + \left(-6\right). Im entgegengesetzten Fall könnten sich zwei Spieler sonst durch abwechselndes Ausbeuten und Ausgebeutet-Werden einen Vorteil gegenüber kooperierenden Spielern verschaffen, oder sich schlicht die Summe der Einzelergebnisse für einseitige Kooperation und einseitige Defektion teilen. Es ist ein Unterschied, ob man siegen oder gewinnen will. Wenn man den Sieg erringen will, handelt es sich eigentlich um ein anderes Spiel. Das Spiel wird zu einem Nullsummenspiel, wenn am Ende nur der Sieg gezählt wird. Wenn man gewinnen will (einen Gewinn erzielen will), lohnt es sich, dem anderen Mitspieler auch Kooperation anzubieten, indem man kooperiert. Wenn der andere darauf eingeht, erzielt man am Ende einen höheren Gewinn, als wenn man ausschließlich Verrat übt. Auch wenn man selbst auf die Kooperation des anderen eingeht durch eigene Kooperation, steigert man seinen Gewinn.[21]

Elias
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onenightinbangkok hat am 09.02.2015 - 10:27 folgendes geschrieben:

Im Ausland wird die Schweiz bzw. die Aufgabe  des Mindestkurses als "Opfer des weltweiten Währungskrieges" wahrgenommen! Kommt dazu, dass nun die ganze Welt das "Limit" bzw. die Schmerzgrenze der SNB kennt! 

....spieltheoretisch und von dieser Theorie ist in diesem Zusammenhang auszugehen, ist dies eine ganz, ganz, ganz schlechte Position! Es ist das Gefangenen-Dilemma!!!

Ich tippe mal auf "Suckers-Payoff"!

das Gegenteil von copy-paste ist tippen & I guess

 

Der Entscheid der Schweizerischen Nationalbank (SNB), Negativzinsen einzuführen, ist ein Griff in die Mottenkiste. Die Schweiz hat damit langjährige und unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Letztmals in den 70er-Jahren, als eine weltweite Währungskrise herrschte, 
die in einem Dollarabsturz gipfelte 
und zum Zusammenbruch des Bretton Woods genannten Fixkurs-Wechsel­systems führte.

http://bazonline.ch/wirtschaft/konjunktur/Die-SNB-und-der-Coup-von-1978/...

 

Zu Glück ein Beitrag aus der linken BAZ. (ironisch gemeint)

 

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onenightinbangkok
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Typisch Elias - Selektive Wahrnehmung! ...dann "pastet" er einfach den wichtigsten Teil seines Links nicht - der letzte Absatz von deinem Link lautet:

 

Im Oktober 1978 kündigte die Nationalbank einen Mindestkurs von 80 Rappen pro deutsche Mark an und begann, massiv Devisen aufzukaufen. Der nutzlose Negativzins und die übrigen Massnahmen hingegen wurden aufgehoben. Dieses Vorgehen erwies sich als ungemein erfolgreich: Der DM-Kurs pendelte sich bei 90 Rappen ein und verharrte auf diesem Stand bis zur Einführung des Euro. Ob sich der Coup von 1978 heutzutage wiederholen lässt, wird sich ­weisen müssen.

 

....die Negativzinsen und damaligen Kapitalverkehrskontrollen bewirkten nämlich genau das Gegenteil - Der Schweizer Franken stieg erst recht!!!

Elias
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onenightinbangkok hat am 09.02.2015 - 11:12 folgendes geschrieben:

Typisch Elias - Selektive Wahrnehmung! ...dann "pastet" er einfach den wichtigsten Teil seines Links nicht -

Ich habe den Beitrag schon mehrfach gepostet. Wenn du erst jetzt einen Teil daraus als für dich wichtig erkennst, kann ich dir auch nicht helfen.

 

Dann tippe & guesse mal weiter.

 

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Elias
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Jordan hält sich mit Interventionen zurück

Der Franken stützt sich momentan offenbar selbst: Die Girokonten bei der Schweizerischen Nationalbank sind in der letzten Woche nur wenig gestiegen.

http://www.20min.ch/finance/news/story/Jordan-haelt-sich-mit-Interventio...

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aprecio
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neue wortkreationen für geschichtsbücher und duden: geldsozialismus, kapitalsozialismus, kapitalismuskommunismus, schwafelschwafel...

Als vorläufiges Zwischenfazit ist aber festzuhalten: Der Franken will weiter als nur bis 1,05 EUR aufwerten. Die SNB lässt ihn aber seit drei Wochen nicht. Makroklempnerei und Währungs-Planwirtschaft auch weiterhin also, koste es was es wolle! Sie ist auch diesmal zum Scheitern verurteilt. Wenn die o.g. Zahlen breit im Markt bekannt und verstanden werden (was nur eine Frage von Tagen ist), werden Spekulanten sofort anfangen, gegen die neue, inoffizielle Grenze von 1,05 EUR/CHF zu wetten. Und eines Tages werden sie gewinnen, weil die SNB eine derartige Aufblähung ihrer Bilanz nicht ewig durchhalten kann. Wie sagte Jordan am 15.1. noch so treffend: „Hätte die Nationalbank die Mindestkurspolitik einfach weitergeführt und über Monate oder Jahre hinweg ihre Bilanz weiter aufgebläht, dann hätte sie riskiert, in der längeren Frist die Kontrolle über die monetären Bedingungen zu verlieren.“ Das galt damals – und das gilt noch heute. Geldsozialismus funktioniert auf Dauer nicht – auch nicht in der Schweiz. http://zuercherin.com/schweizer-franken-planwirtschaft-ging-auch-im-janu...

Selector
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Was Wirtschftskapitäne meinen:


http://www.handelszeitung.ch/unternehmen/swatch-chef-hayek-fordert-reform-der-nationalbank-743789


Weg von der Drei-Zwergefinanzpolitik zum Vorbild Budesratsdesaster? Nun, ich könnte ich mir dies vorstellen, falls dann diejenigen, welche so gescheite Entscheide fällen sollen, auch etwas praxisbezognes Denken aufweisen würden.


Wie z.B. unser Herrr J. Schneider-Amman, der zufällig die richtige Frau für seine Karriere erwischt hat und sich so  


in diversen Firmen im Verwaltungsrat niederlassen durfte.Dirol


http://www.cash.ch/news/top_news/schneiderammann_erwartet_keine_rezession-3296808-771


 

MarcusFabian
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Eptinger hat am 07.02.2015 - 15:16 folgendes geschrieben:

MarcusFabian hat am 06.02.2015 - 15:44 folgendes geschrieben:

Elias hat am 06.02.2015 - 14:39 folgendes geschrieben:

 

Wenn die SNB nach Aufhebung des Mindestkurses massiv gekauft hat, darf man sich schon die Frage stellen, warum sie nicht am Mindestkurs festgehalten hat.

 

 

Stichwort: Flexibilität!

Die SNB verunsichert damit die Märkte, ohne ein klares Statement (aka. Mindestkurs) abzugeben. Somit hält sie Spekulanten fern.

Welche Spekulanten? Eventuell diejenigen Kollegen, die bereits Bescheid wussten über die Aufhebung des Euro-Mindestkurses bei der jordanschen Nebelaktion? Dirol

Nein, im Gegenteil: Weder EZB noch Fed noch IWF wussten etwas von dem Entscheid der SNB. Entsprechend angepisst fühlen sie sich.

Da hat hat die SNB also erstaunlich dicht gehalten.

Bezüglich Flexibilität = neuzeitlicher Begriff für unlauteres Vorgehen im Sinne von anlügen und die Nation dreinlaufen lassen?

Unlauteres Vorgehen : Nein

Anlügen : Nein

Dreinlaufen lassen : Ja

Das Problem von Ankündigungen besteht darin, dass der Markt unmittelbar in Richtung der Ankündigung spekuliert.

Beispiel: Angenommen Jordan hätte am 10. Januar durchblicken lassen, dass er am 15. Januar die Parität zum Euro aufkündigt. Dann hätte weltweit jeder Spekulant noch Euro-Kredit aufgenommen, Franken gekauft, um diese Franken eine Woche später mit sicherem Gewinn wieder gegen Euros zu verkaufen. Da wären hunderte von Milliarden von Euros in die Schweiz geströmt und die SNB hätte diesem Druck wohl kaum standhalten können.

Fine-Tuner
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Was ich sehe sind Ausländer die den Conf-Future shorten und sich das Geld in Euros überweisen lassen?........warum tun sie das? was mag das für die CH-Zinsen und die CH-Währung in der Zukunft bedeuten?....da sag ich nur: 2. Master-Semester Volkswirtschaftslehre bei Professor Lienhardt......

Die Conf-Shorts sind klar, das sieht ein Blinder (machen zZt auch viele Schweizer, ist ja auch ein Geschenk der Natibank)......eine Steilvorlage der Natibank um ein bisschen mehr oder weniger risikoloses Geld zu machen (wobei die Peaks wohl bereits überschritten sind....die Obli-Rendite ist wieder positiv, somit ist zumindest de facto, die Negativzinszeit bereits wieder vorbei).

....wer jetzt einen Kredit in CHF aufnimmt und damit Euros kauft, ist in einer ähnlich - komfortablen - Situation wie die o.e. Conf-Future-Shorter......mit 172 hat der Conf-Future einen historischen Höchststand erreicht.....mehr geht nicht.....kein Mensch ist bereit für die Übernahme von Risiken noch zu bezahlen.....und die Natibank darf nur beschränkt Bundesobli kaufen.... was für ein herrliches Risk/Reward Verhältnis.....hier kann man nur gewinnen.

Ok, aber warum Auszahlung des GEldes  in Euros?.......wegen der negativen Korrelation von Zins-Währung.....die Shorter gehen davon aus, dass sie doppelt kassieren können......sie gehen davon aus, dass wir in der CH  in 2 Jahren höhere Zinsen haben werden und für einen Euro wieder  mehr als 1,5 zahlen müssen...... wenn ich den ollen Professor Lienhardt damals richtig verstanden habe, sollte dies auch so eintreffen.......die Beweisführung mit Lafarge Funktion und Differentialberechnung.....würd ich vermutlich nicht mehr schaffen.... :oops:

 

Fine-Tuner

onenightinbangkok
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Ja, wirklich lesenswert das Interview von Nick Hayek!  «Wir operieren quasi ohne Nationalbank»

 

http://www.schweizamsonntag.ch/ressort/menschen/nick_hayek_/

 

Gut gebrüllt Löwe!!!

 

...im Gegensatz zu Ermottis Neo-Liberalismus-Dreck! (Ermotti - halt`s Maul! Danke Frank A. Meyer!)

Eptinger
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MarcusFabian hat am 22.02.2015 - 21:29 folgendes geschrieben:



Eptinger hat am 07.02.2015 - 15:16 folgendes geschrieben:



MarcusFabian hat am 06.02.2015 - 15:44 folgendes geschrieben:



Elias hat am 06.02.2015 - 14:39 folgendes geschrieben:



 


Wenn die SNB nach Aufhebung des Mindestkurses massiv gekauft hat, darf man sich schon die Frage stellen, warum sie nicht am Mindestkurs festgehalten hat.


 


 


Stichwort: Flexibilität!


Die SNB verunsichert damit die Märkte, ohne ein klares Statement (aka. Mindestkurs) abzugeben. Somit hält sie Spekulanten fern.


Welche Spekulanten? Eventuell diejenigen Kollegen, die bereits Bescheid wussten über die Aufhebung des Euro-Mindestkurses bei der jordanschen Nebelaktion? Dirol


Nein, im Gegenteil: Weder EZB noch Fed noch IWF wussten etwas von dem Entscheid der SNB. Entsprechend angepisst fühlen sie sich.


Da hat hat die SNB also erstaunlich dicht gehalten.



Bezüglich Flexibilität = neuzeitlicher Begriff für unlauteres Vorgehen im Sinne von anlügen und die Nation dreinlaufen lassen?


Unlauteres Vorgehen : Nein


Anlügen : Nein


Dreinlaufen lassen : Ja


Das Problem von Ankündigungen besteht darin, dass der Markt unmittelbar in Richtung der Ankündigung spekuliert.


Beispiel: Angenommen Jordan hätte am 10. Januar durchblicken lassen, dass er am 15. Januar die Parität zum Euro aufkündigt. Dann hätte weltweit jeder Spekulant noch Euro-Kredit aufgenommen, Franken gekauft, um diese Franken eine Woche später mit sicherem Gewinn wieder gegen Euros zu verkaufen. Da wären hunderte von Milliarden von Euros in die Schweiz geströmt und die SNB hätte diesem Druck wohl kaum standhalten können.


Zur Klärung: Ich meinte mit Kollegen weder den IWF noch die EZB und auch nicht die FED sondern den eigenen Finanzfilz, Banken, die üblichen, massgebenden, die die Finger bei so mancher Sauerei drin haben. In Treuhandkreisen auch bekannt. Warum konnte die so überraschende 'Meinungsänderung',  nun doch nicht am Zugesagten festzuhalten, die Euro-Untergrenze  beizubehalten, nicht beispielsweise am Wochenende  vollzogen werden? Hätte nicht soviel eingetragen wohl. Das Wort Lügen werde ich nicht ersetzten, aber ich gestehe zu, dass es heutzutage salonfähig geworden ist, flexibel zu sein, wie du das auf diplomatische Weise versuchst zu umschreiben. Ich bin nicht diplomatisch und war es nie. Drum käme ich in der Politik vermutlich nicht weit. Höchstens würde ich mal einem dieser Herren die  Visage polieren, was mir bestimmt nicht zum Vorteil gereichen würde. (Zu meiner Jugendzeit hätte man solche wohl mal kalt gebadet im Dorfbrunnen). Allerdings, das darf ich sagen, soviel Unfähige an wichtigen, massgebenden Stellen hatten wir in früheren Zeiten nicht in diesem Land. Als Nestbeschmutzer sehe ich mich nicht gern, aber als Kritiker, der sich schämt für die zahlreichen dubiosen, schmierigen landesinternen Machenschaften. Aber darüber nachzudenken ist ja unbequem und bringt Verlorenes nicht zurück. Mit dem Verlorenen meine ich nicht nur Geld.

Gruss vom Eptinger

MarcusFabian
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Bei dem Wort "Lügen" darfst Du auch durchaus bleiben. Schliesslich hat Jordan noch 2-3 Tage vorher in einer Rede bekräftigt, dass die SNB zur Euro-Bindung steht. Und damals wusste er schon genau, dass er sie aufheben würde.

Der Euro-Mindestkurs war eine versteckte Subventionierung der Schweizer Exportwirtschaft und des Schweizer Tourismus. Zulasten der SNB und zulasten der Kaufkraft des Franken. Jordan hatte diese Bindung von seinem Vorgänger Hildebrand übernommen und nie einen Hehl daraus gemacht, dass er mit dieser Art Eingriff nicht glücklich war.

Es war somit abzusehen, dass der Mindestkurs irgend wann aufgegeben werden musste. Das wusste eigentlich jeder.

Ich bin aber mit Dir einverstanden, dass die Art und Weise der Aufgabe ausserordentlich unglücklich war.

Dass so eine Entscheidung unerwartet passieren muss, liegt auf der Hand. Aber Jordan hätte auch - ebenso überraschend - den Mindestkurs auf 1.15 senken können. Das wäre für die Wirtschaft schonender gewesen. Keine Frage!

 

onenightinbangkok
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04-03-2015 17:21  Presse: Finanzministerin Widmer-Schlumpf will neuen Mindestkurs 

 

Zürich (awp) - Im Bundesrat wird offenbar ein neuer Mindestkurs des Euros gegenüber dem Franken "erwogen". Zudem wird scheinbar darüber diskutiert, dass die Landesregierung mit regelmässigeren und intensivierten Aussprachen mehr Einfluss auf die Entscheide der Schweizerischen Nationalbank (SNB) nehmen will, wie die "Handelszeitung" mit Bezug auf ein vertrauliches Aussprachepapier schreibt (Vorabdruck der Ausgabe vom 5.3.). Explizit genanntes "Ziel" müsse sein, "die Geldkonjunktur und die allgemeine Wirtschaftspolitik inhaltlich und kommunikativ zu koordinieren", heisst es offenbar in diesem Papier.

 

Diese brisanten Forderungen, unterschrieben von Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf, hätten im Bundesrat letzte Woche zu kontroversen Diskussionen geführt, schreibt die "Handelszeitung" weiter. Thema der Erörterungen waren Vorschläge zu möglichen politischen Reaktionen auf die Frankenstärke. Zwar habe der Bundesrat das Papier noch nicht abgesegnet, aber die Stoss- und Marschrichtung sei skizziert, so der Bericht. Die Politik in Bern sei unzufrieden mit der überraschenden Aufhebung der garantierten Wechselkurses von minimal 1,20 CHF zum Euro und wolle öffentlich Kraft demonstrieren und Handlungsmacht zurückgewinnen.

 

Die von Widmer-Schlumpf und Wirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann dem Gremium gemeinsam vorgelegte Analyse stelle zudem eindeutig fest: Weder finanzpolitische noch wirtschaftspolitische oder organisatorische Massnahmen seien geeignet, die neue, für die gesamte Volkswirtschaft als schwierig eingeschätzte Situation entscheidend zu beeinflussen oder gar zu überwinden, so die "HaZ". Der zentrale Faktor für die Entwicklung der Schweizer Wirtschaft, so das Fazit der Ökonomen des Bundes, sei und bleibe die Geldpolitik der SNB.

 

Bravo Bundesrat  - es lebe das Primat der Politik und ran an die Druckmaschinen! Wink

 

Nachsatz: ....jetzt wird bereits dementiert....

http://www.cash.ch/news/top_news/bundesrat_wehrt_sich_gegen_falsche_auss...

weico
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Elias
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Ufern die Negativzinsen aus?

In einer Woche hält die Schweizerische Nationalbank das erste von jährlich vier Zinstreffen ab. Wird sie die Negativzinsen erhöhen? Wirken diese überhaupt dem starken Franken entgegen? Eine Vorschau und Einschätzungen.

http://www.cash.ch/news/front/ufern_die_negativzinsen_aus_-3303237-449

 

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MarcusFabian
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weico hat am 11.03.2015 - 19:17 folgendes geschrieben:

Die vierzig Monate der SNB

 

https://blog.malik-management.com/wp-content/uploads/2015/03/Die-vierzig...

 

 

weico

Wieder mal ein sehr schöner und lesenswerter "Heinsohn" Wink

Aber ist es nicht so, dass de facto (nicht de jure) die deutschen und französischen Steuerzahler für die griechischen Staatsschulden haften?

 

weico
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MarcusFabian hat am 12.03.2015 - 21:20 folgendes geschrieben:

Aber ist es nicht so, dass de facto (nicht de jure) die deutschen und französischen Steuerzahler für die griechischen Staatsschulden haften?

 

Nein. Man sie dies deutlich an den unterschiedlichen Zinsraten der jeweiligen Staatsanleihen.

 

 

weico

 

 

 

 

 

 

 

weico
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MarcusFabian hat am 12.03.2015 - 21:20 folgendes geschrieben:

Wieder mal ein sehr schöner und lesenswerter "Heinsohn" smiley

...das schöne an Heinsohn ist,dass er unaufgeregt und simpel auf kapitale Fehler UND Chancen hinweist.Sei es im Geldwesen oder in der Zuwanderung.

 

Meiner Meinung nach,wird die kommende Rezession und der stetig steigender Immigrationsdruck ...das EU-Gebilde "sprengen" .

 

Andere Länder erkennen die Gefahr UND die Chancen der Immigration und machen es deutlich besser,als die EU :

http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/einwanderung_austra...

 

weico

 

 

 

Elias
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Von Träumen bis zur Realsatire

Nachwehen zum SNB-Entscheid

Therapeutische Debatte zur Nationalbank

Wenn der Nationalrat sogenannt «dringliche» Debatten anberaumt, ist oft das einzig Dringliche das Bedürfnis der Politiker, Dampf abzulassen und dabei gesehen zu werden. Ein Musterbeispiel ist die Nationalratsdebatte am kommenden Mittwoch zur Nationalbank (SNB) und zur Frankenstärke. Im Vordergrund steht auch hier der selbsttherapeutische Charakter. Man hat zwar nichts zu sagen, aber wichtig ist, dass man es trotzdem gesagt hat. Die Geldpolitik ist nicht Sache des Parlaments, und das ist auch vernünftig so. Man stelle sich nur vor, das Parlament hätte während sechs Monaten in aller Öffentlichkeit das Pro und Contra einer Wechselkursfreigabe debattiert; der Marktdruck hätte die Debatte rasch ad absurdum geführt.

Schlechte Erklärungen

Wie jeder Drogenentzug verursacht die Wechselkursfreigabe zunächst Ärger. Und die Nationalbank hat vor allem zu Beginn den Entscheid schlecht erklärt und sich damit zusätzliche Kritik eingehandelt. Das heisst aber nicht, dass der Entzug ein Fehler war. Die Kosten und Risiken der Kursgrenze waren im Gefolge der jüngsten Euro-Krise und der Interventionen der Europäischen Zentralbank rapid gestiegen, während der Nutzen am Sinken war. Die SNB wollte zunächst nicht so direkt sagen, dass die Kursgrenze aus ihrer Sicht nicht mehr zu vernünftigen Kosten zu halten war. Dieser Hinweis hätte innenpolitisch geholfen, doch das Eingeständnis von Schwäche ist an den Devisenmärkten nicht hilfreich. Die SNB konnte zudem nicht gut sagen, dass ihr Entscheid auch ein krasses Misstrauensvotum gegenüber dem Euro-Raum bedeutete; das wäre zwar innenpolitisch populär gewesen, entspräche aber nicht diplomatischen Gepflogenheiten.

Dringliche Nationalratsdebatte hin oder her: Es gibt keinen gesetzlichen Handlungsbedarf in Sachen Nationalbank. Die SNB ist zwar unabhängig, lebt aber nicht im luftleeren Raum. Sie muss sich regelmässig erklären. Die Stichworte: jährlicher Rechenschaftsbericht, jährliche Aussprache im Bundesrat, vierteljährliche Besprechungen im Wirtschaftsausschuss des Bundesrats, zusätzliche bilaterale Ad-hoc-Treffen mit Bundesräten, Auftritte des SNB-Chefs vor Parlamentskommissionen auf deren Wunsch (wie auch nach der Wechselkursfreigabe geschehen), regelmässige Pressekonferenzen, Medieninterviews und sonstige öffentliche Auftritte. Wie geschickt oder ungeschickt sich die SNB-Spitzen dabei äussern, ist eine andere Frage, doch per Dekret verordnen lassen sich Kommunikationsfähigkeiten ebenso wenig wie Vertrauensverhältnisse zwischen SNB-Chefs und Bundesräten. Die vereinzelt vorgebrachte Idee von öffentlichen Anhörungen in Parlamentskommissionen nach amerikanischem Muster würde derweil vor allem den Parlamentariern Gelegenheit zu Showeinlagen geben, aber mit wesentlichen Erkenntnisgewinnen wäre kaum zu rechnen.

Die Nationalbank ist gesetzlich verpflichtet, den Bundesrat vor wichtigen Entscheiden zu informieren. Für gewisse Irritationen im Finanzdepartement und im Wirtschaftsdepartement sorgte die Tatsache, dass die beiden Departementschefs erst relativ kurz vor der Öffentlichkeit über die Wechselkursfreigabe informiert wurden (die Angaben sind zum Teil widersprüchlich, doch die Rede ist von ein bis zwei Stunden). Dies lag vor allem an der Furcht der SNB vor Indiskretionen, die weltweit massive Spekulationen hätten auslösen können. Man versteht diese Furcht, die durch häufige Indiskretionen aus der Regierung genährt war – obwohl es bedenklich stimmen mag, wenn nicht einmal der Finanzministerin oder dem Wirtschaftsminister persönlich zugetraut werden kann, eine heikle Information zum Beispiel einen halben Tag unter dem Deckel zu halten. Die Irritationen in den zwei Departementen mögen zum Teil erklären, weshalb die beiden Bundesräte im Februar in einem Aussprachepapier einen verstärkten Informationsaustausch zwischen SNB und Bundesrat sowie eine Koordination von Geldpolitik und Wirtschaftspolitik empfohlen haben. Die allgemein gehaltenen Formulierungen lassen viel Interpretationsspielraum offen. Solange die Versicherung des Aussprachepapiers stimmt, dass die Unabhängigkeit der Nationalbank nicht infrage gestellt sei, muss sich nichts Düsteres hinter Begriffen wie «Informationsaustausch» und «Koordination» verbergen.

Von Träumen bis zur Realsatire

Der Nationalrat wird bei seiner Debatte kaum wesentliche Beschlüsse fassen, sind doch fast nur Anfragen der Parteien an den Bundesrat traktandiert. In diesen Fragelisten schimmern gewisse Spezialitäten der Parteien durch. So träumt die SP weiterhin von einer neuen Euro-Kurs-Untergrenze, die CVP will den Sondersatz der Mehrwertsteuer für den Tourismus dauerhaft verankern, die Grünliberalen wollen keine strukturerhaltenden Subventionen, und die FDP will das Wachstum der Staatsausgaben stoppen. Die SVP übt sich derweil in Realsatire, indem sie ihre Wunschliste von Massnahmen für ein «Deregulierungs- und Kostensenkungspaket» mit dem Posten «schnelle Umsetzung der SVP-Masseneinwanderungsinitiative inklusive Höchstzahlen, Kontingenten und Inländervorrang» beginnt. Mit einem solch kreativen Sprachgebrauch lassen sich künftig locker nicht nur Kontingente als Deregulierungen verkaufen, sondern auch Verluste als Gewinne, Steuererhöhungen als Steuersenkungen, Niederlagen als Siege, Kosten als Erträge sowie Rezessionen als Hochkonjunktur. Da soll noch einer sagen, die Politik schaffe keine Werte.

http://www.nzz.ch/meinung/kommentare/therapeutische-debatte-zur-national...

 

 

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SNB kann Kehrtwende nicht erklären

Mindestkurs doch nicht absolut notwendig

Der Mindestkurs sei absolut notwendig, hatte die SNB jeweils erklärt. Damit könne sie ihr Mandat erfüllen, die Preisstabilität zu gewährleisten. Sie müsse sich gegen den Deflationsdruck stemmen, denn ein noch stärkerer Franken würde Importe vergünstigen und das Preisniveau weiter nach unten drücken. Am Donnerstag und ohne Mindestkurs hat die SNB nun ihre Inflationsprognose deutlich herabgesetzt, für dieses Jahr von –0,1 auf –1,1% und für nächstes Jahr von 0,3 auf –0,5%.

Da der Mindestkurs nicht mehr existiert, müsste die Nationalbank konsequenterweise andere Massnahmen ergreifen, um ihr Mandat zu erfüllen. Doch den Leitzins respektive das Zielband für den Dreimonatszins Libor lässt sie unverändert auf –0,25 bis –1,25%, und in der Mitte verharrt der Zins auf Sichteinlagen bei der SNB bei –0,75%. Die Ökonomen von UniCredit kommentieren, in einem deflationären Umfeld könne eine Notenbank ihre Inflationsprognose nicht beliebig oft herabsetzen ohne Auswirkung auf ihre Glaubwürdigkeit.

Ganzer Beitrag http://www.fuw.ch/article/snb-belasst-zins-bei-075/

 

Von den Hildebrand-Bashern hört man auch schon lange nichts mehr

 

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