Welche Partei?

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14.10.2009 21:19
#1
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Welche Partei?

Hallo zusammen

Ich interessiere mich immer mehr für das Politische Geschehen in- und ausserhalb der Schweiz.

Zu meinem Bedauern ist die Politische Erziehung in der Schule und auch im Gymnasium miserabel gewesen. Die Jungen Leute werden von den Eltern oder den Medien politisch ausgerichtet (oder wachsen ohne beides auf...) Steuererklärungen und andere Pflichten werden ebenfalls von gewillten Eltern weitergegeben und nicht in der Schule vermittelt.

Natürlich ist der Schweizer Bürger selbst für sein politisches Leben verantwortlich und er muss sich selbst informieren, wobei die Informationsflut einen erschlägt und auch die Lust nimmt sich überhaupt mit Politik zu befassen, sie nicht nur zu konsumieren.

Sich einer politischen Partei anzuschliessen ist immer weniger en Vogue und wer sich darüber informieren möchte, dem bleibt nichts anderes übrig, als die verschiedenen Parteipositionen auf den verschiedenen Seiten durchzulesen.

Die Positionen sind meistens vage ausgedrückt und man weiss nicht, was für Ziele eine Partei konkret in einzelnen Fällen verfolgt. Die Relativierung fehlt.

Weiss jemand eine gute und informative Seite für Leute, die zwar gewisse Politische Vorstellungen haben, aber nicht genau wissen, welche Partei ihre Meinungen am besten vertritt?

Mir ist klar, dass man auch Politik betreiben kann, ohne einer Partei beizutreten, aber nur für den Fall...

Aufklappen

Für der, der warten kann, kommt alles mit der Zeit

08.09.2010 16:08
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T15
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Johnny P wrote:

T15 wrote:
wenn mal leute da sind die sich auskennen...

bisher denke ich wenn ich fleisch esse ist es doch besser ich bezahl ein bisschen mehr, dafür gibts auslaufhaltung und ein "besseres" leben für die tiere!?

oder seh ich das falsch? :roll:

Das ist richtig und ist nicht nur besser für das Tier sondern auch für Dich. Diese Tiere sind gesünder (im Durchschnitt) und das Fleisch dementsprechend auch.

danke für die antwort Johnny.

also ab jetzt sollten doch alle versuchen solches fleisch zu essen. wenns zu teuer ist einfach ein bisschen weniger fleisch essen!?

das wär ja dann für alles besser...

06.09.2010 14:37
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T15 wrote:

wenn mal leute da sind die sich auskennen...

bisher denke ich wenn ich fleisch esse ist es doch besser ich bezahl ein bisschen mehr, dafür gibts auslaufhaltung und ein "besseres" leben für die tiere!?

oder seh ich das falsch? :roll:

Das ist richtig und ist nicht nur besser für das Tier sondern auch für Dich. Diese Tiere sind gesünder (im Durchschnitt) und das Fleisch dementsprechend auch.

„Alles was die Sozialisten vom Geld verstehen, ist die Tatsache, dass sie es von anderen haben wollen.“

Konrad Adenauer

06.09.2010 09:23
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arunachala wrote:

Elias wrote:
Wenn man kein Fleisch will, muss man auch ohne deren Produkte wie Eier und Milch auskommen.

wieso? mir scheint, du isst sehr gerne fleisch und hast ein problem mit «pseudo-vegetariern»?

Ja ich esse gerne Fleisch, komme aber auch Wochen ohne aus. Meistens in den Ferien gibt es halt nur Fisch.

Mir geht mir um so Aussagen: "wegen mir muss kein Tier sterben"

Irgendwann lässt die Leistung nach und es wird weniger Eier oder Milch produziert. Es ist nicht mehr wirtschaftlich.

Das Tier muss getötet werden.

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

06.09.2010 08:37
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Elias wrote:

Wenn man kein Fleisch will, muss man auch ohne deren Produkte wie Eier und Milch auskommen.

wieso? mir scheint, du isst sehr gerne fleisch und hast ein problem mit «pseudo-vegetariern»?

ich habe viele jahre sehr dogmatisch kein fleisch gegessen, mich aber nie vegetarier genannt. das hört sich an, als wäre man mitglied einer sekte. milchprodukte hingegen waren und sind mir wichtig. na und? ich weiss dass hier ein zusammenhang besteht. doch nur weil ich nikotinsüchtig bin muss ich auch nicht gleich noch alkoholiker werden, oder? ich esse höchst selten fleisch wegen MIR, weil ICH mich damit wohler fühle. und wenn ich damit einen kleinen beitrag an mutter natur leiste, umso besser. und wenn deshalb für dich mehr übrig bleibt auch gut.

von mir aus soll jeder so viel fleisch essen wie er mag, doch produktion, tierhaltung, etc. sollten einem doch bewusst sein und hier sollte der konsument auch seinen teil der verantwortung übernehmen.

grundsätzlich wird in unseren breitengraden jedoch zu viel fleisch gefressen, ein bewussterer umgang damit wäre vonnöten. qualität statt quantität!

und, wie frankie-boy schon sagte: you are what you eat!

seid schlang wie die klugen und schlug wie die klangen. (kasimir 487)

05.09.2010 21:36
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Glück gehabt

Da ich nicht auf Milchprodukte und Eier verzichten will, muss ich nicht auf das Filet verzichten Lol :roll: Da bin ich doch fein raus...... Bei Schweinskotelett muss ich mir noch was einfallen lassen :cry:

05.09.2010 20:49
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T15
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wenn mal leute da sind die sich auskennen...

bisher denke ich wenn ich fleisch esse ist es doch besser ich bezahl ein bisschen mehr, dafür gibts auslaufhaltung und ein "besseres" leben für die tiere!?

oder seh ich das falsch? :roll:

05.09.2010 20:00
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Ramschpapierhaendler wrote:

Je mehr Milch und je weniger Fleisch produziert wird (mit welcher Methode auch immer (Rassenwahl, Hormone, Futter...), desto weniger Kühe müssen geschlachtet werden.

Falsch. Es wird genau gleich viel geschlachtet...es ist nur weniger dran Wink

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Konrad Adenauer

05.09.2010 15:36
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Ramschpapierhaendler wrote:

Die Rasse ist aber planbar und es könnte deshalb mit weniger Kühen gleich viel Milch produziert werden.

Das ist richtig und findet auch seit Jahrzehnten statt. Der Fleischertrag einer Rasse korreliert negativ mit dem Milchproduktionspotential. Dies hat zur Folge das die männlichen Nachkommen immer ungeeigneter für die Mast sind. Im Ausland wird das Problem bereits an vielen Ort gleich nach der Geburt mit dem grossen Hammer gelöst. In der Schweiz macht das niemand. Immer öfter kaufen aber Jugos die kleinen Kälber um sie zu schlachten.

Ein weiterer Nachteil der Hochleistungskühe ist der hohe kraftfutter bedarf. Eine Kuh kann mit Heu & Gras etwa 6000 - 6500 kg Milch pro Jahr geben. Wer höhere Leistungen will muss die Ration mit Getreide ergänzen. Die Verfütterung von Getreide zur Milch und Fleischproduktion ist nur sehr beschränkt sinnvoll und ab einem gewissen AUsmass ökologisch bedenklich.

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Konrad Adenauer

05.09.2010 15:23
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Elias wrote:

Wer sich als Pseudo-Vegatarier ausgibt und kein Fleisch isst, nur weil er der Meinung ist, dass wegen ihm kein Tier sterben muss und trotzdem Milcherzeugnisse isst, falsch liegt.

Das ist vollkommen korrekt! Noch schlimmer ist wer noch ökologische Gründe anfügt und dann massenhaft brasilianischen Soja frisst.

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Konrad Adenauer

04.09.2010 22:58
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Elias wrote:

Das gezeugte Vieh muss entweder getötet werden oder bis zum bitteren Lebensende durchgefüttert werden. Egal ob es noch Milch gibt oder nicht.

Drück ich mich so unklar aus?

Nein nur etwas unklar.

Das gezeugte Vieh ist wohl ein Kalb? Gibt "noch" (?) Milch oder nicht... (geben Kälber Milch ? Wobei es auch ein männliches Tier sein könnte.... :wink:) Muss durchgefüttert werden (?)

Alles etwas unklar, oder ? Ich check's jedenfalls nicht ganz. Bin halt kein Bauer.

Aber sicher ist: Der Thread heisst doch "welche Partei" und jetzt spricht man hier von Kühen. Find ich lustig Lol

04.09.2010 19:50
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@ Lieber Elias,

Du drückst Dich klar aus,

Aber ob Du recht hast, ist eine andere Frage?

Die Hindus dürfen zwar Kühe melken und die Milch verwenden, aber töten dürfen Sie die Kühe nicht.

Was ist wenn alte Legehennen einfach verbrannt werden? Darf nur Eier konsumieren, wer notariell beglaubigt beweist, dass er jährlich ein Suppenhuhn vertilgt?

Warum steht die Animal Liberation Front so viel mehr vor dem Zirkus Nock, als vor Andas Riesenhühnerstall?

Darf ich mit Begeisterung die Internationale singen und daneben mit Aktien spekulieren?

Warum treffe ich in einem Börsenforum auf die hartnäckigeren Kapitalismuskritiker, als in jedem linken Zirkel?

? ? ?

04.09.2010 19:22
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Verboten hin, verboten her.

Nochmals:

Ich wollte nicht das Milcherzeugen zum Thema machen.

Dachte, jedem sei klar, dass Kühe, Schafe, Geissen, etc, Junge haben müssen, damit sie Milch geben.

Es mag bei den einzelnen Spezien oder Ländern Ausnahmen geben. Das spielt doch keinen Tango.

Wichtig ist aus meiner Sicht die Erkenntnis (und um das ging es mir):

Wer sich als Pseudo-Vegatarier ausgibt und kein Fleisch isst, nur weil er der Meinung ist, dass wegen ihm kein Tier sterben muss und trotzdem Milcherzeugnisse isst, falsch liegt.

Darum geht es mir.

Sonst muss man Veganer werden.

Ammen hin, Somatotropin her.

Das gezeugte Vieh muss entweder getötet werden oder bis zum bitteren Lebensende durchgefüttert werden. Egal ob es noch Milch gibt oder nicht.

Drück ich mich so unklar aus?

----

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Benjamin Franklin

04.09.2010 16:51
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Damit:

http://de.wikipedia.org/wiki/Somatotropin

kannst Du den Laktationszyklus hinausschieben bis die Kuh verräblet. Ist Gott sei dank verboten in der Schweiz und EU glaub auch.

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Konrad Adenauer

04.09.2010 14:38
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Ramschpapierhaendler wrote:

DU kannst schliesslich googeln, auch wenn das halt oft ungenaue bis falsche Resultate liefert. Aber das ist dir egal. Hauptsache, du kannst damit recht behalten.

Elias, du bist ein arroganter, besserwisserischer Schnurri!

(Sorry, aber du brauchst das anscheinend ab und zu...)

Quote:

In diesem Artikel oder Abschnitt fehlen folgende wichtige Informationen: Geschichte, historische Verbreitung, Entwicklung der Milchviehwirtschaft

Du kannst Wikipedia helfen, indem du sie recherchierst und einfügst, aber bitte kopiere keine fremden Texte in diesen Artikel. Weitere Informationen erhältst du hier.....

http://de.wikipedia.org/wiki/Milchproduktion

Der Link zur Milchproduktion.

Hier darfst du deinen Beitrag leisten, damit endlich alle wissen, wo die Milch wächst.

Speziell sei erwähnt:

http://de.wikipedia.org/wiki/Milchproduktion#Laktationszyklus

Ich weiss zwar nicht, wie ich es schaffe, trotz den oft falschen bis ungenauen Google-Suchergebnissen im Berufsleben zu bestehen. Aber ich schaffe es.

----

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03.09.2010 10:33
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Marktplatz "Global Dairy Trade"

Anstieg des Milchpulfers in einem Monat :

16,9 PROZENT

da können meine armen kleinen SLOGis, ASCN und ABBN

nicht immer mithalten.

Aber streitet Euch um Kropotkins Willen hier weiter und die Mods sollen Euch nicht ( wie unsern armen kleinen Johny ) an den Ohren ziehen.

So bleibt der Aktienthread rein und friedlich.

03.09.2010 10:02
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Ramschpapierhaendler wrote:

Elias wrote:
Peinlich, peinlich, peinlich. In den meisten Fällen?? Das ist Quatsch. In jedem Fall.

Dann erklär doch mal, wie eine Amme zu Milch kommt (gehört zum Allgemeinwissen), wenn sie noch nie selbst schwanger war?

Ja der Ammenkäse ist ein echter Renner in der Landwirtschaft.

Ich gehe heute einen feinen Käse Marke "Stillsitzer" kaufen und dazu ein paar gut abgehangene Föten.

Was soll der Schabernack?

Ich habe geschrieben, dass wer kein Fleisch will, auch auf Milchprodukte verzichten muss, aus oben genannten Gründen. Es genügt nicht zu sagen: wegen mir muss kein Tier sterben und dann doch einen Cappucchino schlürfen.

Und seither rettest du dich seit deiner wirren Aussage von induzierter Laktation über Ammen zu Litern Milch pro produzierten Kilo Fleisch.

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Benjamin Franklin

03.09.2010 09:36
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nö nö, Ich habe nicht auf Kühe geschlossen, sondern ganz allgemein darauf hingewiesen, dass Säugetiere nur dann Milch geben,wenn Nachwuchs da ist.

Darauf hast du dann diese superschlaue Bemerkung gemacht

Ramschpapierhaendler wrote:

Elias wrote:
Säugetiere geben ja nicht immer Milch.... Nur wenn Nachwuchs da ist.

Quatsch! - Ja, in den meisten Fällen braucht's zuerst eine Geburt damit die Milch einschiesst. Danach kann jahrelang gesäugt werden. Hab sogar schon von Frauen gehört, die ihre 10-jährigen Kinder noch stillen. Das geht auch bei Tieren.

Wann immer du falsch liegst, spielst du auf den Mann.

Auch eine Art, wie man zugeben kann, dass ich richtig liege.

Ansonsten steht dir frei, mal ins Detail zu gehen und zu widerlegen, dass meine Aussagen falsch sind.

Die eigentliche Pointe ist die:

Der Nachwuchs muss (über kurz oder lang) getötet werden, weil sonst zuwenig Platz und Futter da ist. Man kann sie nicht aus Nächstenliebe am Leben erhalten, weil man sie nicht töten will und weiterhin Milchprodukte konsumieren

----

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03.09.2010 08:29
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Ramschpapierhaendler wrote:

Deine Signatur spricht für sich...

Ohne ins Detail gehen zu wollen: ich WEISS, dass ein Milcheinschuss auch ohne Schwangerschaft stattfinden kann.

Ich weiss, dass du weisst, dass wir anderen nichts wissen. Aber wir wissen auch, dass du immer alles besser weisst. :oops:

Warum so verärgert? Wer von Frauen auf Kühe schliesst, muss was aushalten können.

Immerhin hast du dich zwischenzeitlich schlau gemacht.

Laktationskurve ist das eine Detail und induzierte Laktation das andere.

induziertes Laktationsvolumen: 2 l/Tag

natürliches Laktationsvolumen: 20 l/Tag

Ich weiss, dass du definitiv bis vor kurzem nichts zu diesem Thema gewusst hast.

Kühe geben in der Natur nicht 10 Jahre lang einfach Milch.

Beim Mensch sind es 2 - 7 Jahre auf natürliche weise.

Quote:

Die letzte Phase wird als "Trockenstehen" bezeichnet. Die Tiere würden zwar noch Milch geben, werden aber nicht mehr gemolken. Dadurch stellten die Tiere die Synthese von Milch ein. Diese Ruhephase ist notwendig, damit sich das Euter, hier die Alveolen, regenerieren können. Diese Phase dauert ca. 8 Wochen und

endet mit der Geburt des nächsten Kalbes

http://www.calsky.com/lexikon/de/txt/l/la/laktationskurve.php

----

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02.09.2010 23:01
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welche partei?

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02.09.2010 22:15
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Ramschpapierhaendler wrote:

Elias wrote:
Säugetiere geben ja nicht immer Milch.... Nur wenn Nachwuchs da ist.

Quatsch! - Ja, in den meisten Fällen braucht's zuerst eine Geburt damit die Milch einschiesst. Danach kann jahrelang gesäugt werden. Hab sogar schon von Frauen gehört, die ihre 10-jährigen Kinder noch stillen. Das geht auch bei Tieren.

Peinlich, peinlich, peinlich. In den meisten Fällen?? Das ist Quatsch. In jedem Fall.

Der Zeitraum danach hängt von der Spezies an. Warum nicht erst mal googeln, wenn man von einer Materie Null Ahnung hat?

Bei der Kuh hängt es von vielen Faktoren ab.

Rasse

Alter

Anzahl der Kalbungen

Monat des Kalbens (Frühjahr oder Herbst)

Beim ersten kalben gibt sie am Anfang etwa 15 bis 20 Liter Milch am Tag

Nach rund 45 Wochen sind es noch 12 Liter, bevor es aufhört

Nach 6 Kälber werden Kühe in aller Regel geschlachtet.

----

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Benjamin Franklin

02.09.2010 22:08
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@ Ramschi,

Du magst von Gold und Silber etwas verstehen.Auch eine Liegenschaft bewerten kannst Du vielleicht besser als ich -

Aber wirtschaftliche Milchgewinnung ohne regelmässige Abkalbung gibt es nicht. Ersten ist sogenannte "altmelke" Milch milchtechnologisch nicht gerade das gelbe vom Ei.

Zweitens geht es je länger die Laktation dauert, höchstens um unwirtschaftliche Mengen.

Gebe aber zu, dass ein naher Verwandter kürzlich in einem Melkstand war, wo Kühe bis zu 3 Jahren nicht mehr gekalbt hatten.Man spritzte dann direkt während dem Ansetzen, Oxitoxin in die Eutervene, so kriegte man so einen Liter Milch.Dieser Betrieb würde allerdings ohne staatlichen Beiträge kaum existieren.

Und das der Käse als AOC im grössten Lebensmittelhändler der CH verkitscht wird, wird mir sowieso keiner von Euch glauben.

02.09.2010 20:54
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T15
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Elias wrote:

Wenn man kein Fleisch will, muss man auch ohne deren Produkte wie Eier und Milch auskommen. Keine Milch heisst auch kein Käse, Rivella, Cappucchino, Butter, etc.

Säugetiere geben ja nicht immer Milch.... Nur wenn Nachwuchs da ist. Und wenn man den Nachwuchs nicht tötet, reichen irgendwann Platz und Futtermittel nicht aus.

Natürlich können wir hier und heute mit unseren Technologien ohne tierische Produkte leben. Für einen Inuit ein Ding der Unmöglichkeit.

naja man kann auch schauen das man die Produkte (darf ich das so nennen?) direkt vom Bauern kauft den man kennt... bzw. wo man weiss wie die tiere gehalten werden. auch hier in der SUPER TOLLEN SCHWEIZ werden viele tiere nicht super gehalten. (rinder von geburt bis zum tod im stall)

aber beim inuit hat das tier gelebt und war nicht gefangen und hat das ganze leben gelitten!?

:roll:

02.09.2010 20:32
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Wenn man kein Fleisch will, muss man auch ohne deren Produkte wie Eier und Milch auskommen. Keine Milch heisst auch kein Käse, Rivella, Cappucchino, Butter, etc.

Säugetiere geben ja nicht immer Milch.... Nur wenn Nachwuchs da ist. Und wenn man den Nachwuchs nicht tötet, reichen irgendwann Platz und Futtermittel nicht aus.

Natürlich können wir hier und heute mit unseren Technologien ohne tierische Produkte leben. Für einen Inuit ein Ding der Unmöglichkeit.

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Benjamin Franklin

26.08.2010 13:08
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Welche Partei?

dazu ein buchtipp, von hanns wullschläger (dem joyce-übersetzer). titel: tiere sehen dich an.

nun, den meisten karnivoren scheint egal zu sein, wie viel leiden und grauen in ihrer wurst steckt, hauptsache täglich fleisch und möglichst billig. und das schizophrene an der sache ist daneben die empörung über das schächten von einzelnen tieren ...

seid schlang wie die klugen und schlug wie die klangen. (kasimir 487)

26.08.2010 12:14
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Sallatunturi wrote:

Auszug Artikel betreffend Fleischproduktion

Massenprodukt Tier

Es sind Orte, an denen der Kot und der Tod regieren. Die Tierfabrikanten berechnen genau, «wie dicht am Tode sie die Tiere halten können, ohne sie umzubringen»; viele krepieren gleichwohl. Schaffen die Tiere es bis zum Schlachthof, werden sie – weil die Betäubung häufig auf Anhieb nicht funktioniert – nicht selten bei vollem Bewusstsein gehäutet, ins Brühbad gejagt oder kopfüber aufgehängt.

http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/aktuell/die_wahrheit_ist_dem_mensch...

Ja der Mensch ist ein Schwein, obwohl das für jedes Schein eine Beleidigung ist.

Denke daran, was da im Schlachhof mit den Tieren passiert, passiert täglich irgendwo auf der Welt mit Menschen. Wenn Du je einmal in Kambodscha, Uganda, Kongo, China, Auschwitz oder in jedem Schloss in der Schweiz, die Folterkammern anschauen gehst, siehst Du wie man den Menschen ganz schön langsam die Haut abgezogen hat. Da findest Du in jeder Bibliothek Bücher mit genauen Anleitungen zum Teil als Neuauflagen.

Geld stinkt, aber ich liebe den Geschmack

26.08.2010 10:59
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Welche Partei?

Auszug Artikel betreffend Fleischproduktion

Massenprodukt Tier

Es sind Orte, an denen der Kot und der Tod regieren. Die Tierfabrikanten berechnen genau, «wie dicht am Tode sie die Tiere halten können, ohne sie umzubringen»; viele krepieren gleichwohl. Schaffen die Tiere es bis zum Schlachthof, werden sie – weil die Betäubung häufig auf Anhieb nicht funktioniert – nicht selten bei vollem Bewusstsein gehäutet, ins Brühbad gejagt oder kopfüber aufgehängt.

http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/aktuell/die_wahrheit_ist_dem_mensch...

24.08.2010 20:58
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Welche Partei?

Das Grundproblem ist, dass alle Politiker einer Landwirtschaftsbild nachrennen, dass nicht mehr existiert. Wir bezahlen für CH Qualität, die gar nicht existiert. Wir könnten ohne Futtermittelimport die jetzige Milch- und Fleischproduktion gar nicht aufrechterhalten. Dabei ist Input gleich Output, auch bei Milch und Fleisch. Warum ist dann ein CH-Schwein mit Futter aus Brasilien gefüttert so krass besser als eins aus der EU das mit dem gleichen Futter vollgestopft wird? Die Subventionen werden unter anderem mit den strengeren Tierhaltungsvorschriften begründet. Dann sollten die Mehrkosten auch ermittelt werden und nur diese abgegolten werden.

Aber das krasseste Versagen haben wir im Naturschutz. So wird mit Subventionen die letzte artenreiche Blumenwiese an einem steilen Hang erhalten. Denn alles per Traktor erreichbare ist bereits unter einem Gülleteppich ertränkt worden. Das ist reinste Verschwendung von Steuergeldern, da diese Wiesen verloren sind. Irgendwann wird sich kein Depp mehr melden um von Hand eine Wiese zu schneiden. Da wäre ein Düngerverbot auf einigen gut erreichbaren Wiesen im Tal langfristig sinnvoller.

Aber das sind nur so Details. Grundsätzlich bin ich dagegen mehrere Leute anzustellen um die Arbeit von einem zu machen. Wohin das geführt hat, sieht jeder im ehemaligen Osteuropa. Wir haben jetzt zu viele unterbeschäftigte Teilzeitbauern und jeder möchte zu 100% vom Hof leben. Nur kann das fasst keiner, weil jeder Depp per Subventionen am Leben bleibt. Nicht jeder Bauernsohn ist als Bauer geeignet. Da wird jeder noch so Inkompetente am Leben erhalten. Ein Schreiner der nichts kann, geht ein oder verkauft seinen Betrieb. Das ist ganz einfach wirtschaftliche Notwendigkeit. Warum wir diesen in der Landwirtschaft verhindern, versteh ich nicht. Noch weniger Verständnis habe ich für Leute, die Politisch alles Linke verteufeln, aber ungeniert selbst kassieren.

24.08.2010 19:42
Bild des Benutzers Frischling
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@CrashGuru Was da schiefläuft lässt ist ganz einfach. Milliarden für nichts - Subventionen direkt, NFA-Gelder in die Randregionen, kantonalen Finanzausgleiche in die Bauerngemeinden.

1. Titel: Allgemeine Grundsätze

Art. 1 Zweck

Der Bund sorgt dafür, dass die Landwirtschaft durch eine nachhaltige und auf den

Markt (vom Markt ist nicht viel zu sehen)ausgerichtete Produktion einen wesentlichen Beitrag leistet zur:

a. sicheren Versorgung der Bevölkerung;

dafür sind wir sowieso zu viele

b. Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen;

c. Pflege der Kulturlandschaft;

Das ist gar nicht möglich, wir können die Zeit nicht mehr zurückdrehen.

d. dezentralen Besiedelung des Landes.

Das Ziel wurde erreicht, mit krassen Kosten verbunden.

Art. 2 Massnahmen des Bundes

1 Der Bund trifft namentlich folgende Massnahmen:

a. Er schafft günstige Rahmenbedingungen für Produktion und Absatz landwirtschaftlicher

Erzeugnisse. Nette Umschreibung für Einfuhrbeschränkungen.

b. Er gilt den bodenbewirtschaftenden bäuerlichen Betrieben ökologische und gemeinwirtschaftliche Leistungen mit Direktzahlungen ab. Ungefähr keine gemeinwirtschaftliche Leistung wird erfüllt (ausser Tierschutz)

bbis.4 Er unterstützt die nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen. Das sollte eigentlich für Bauern selbsverständlich sein. Warum dann noch unterstützen?

c. Er sorgt für eine sozialverträgliche Entwicklung in der Landwirtschaft. Abzockerartikel

d. Er unterstützt Strukturverbesserungen.

Sicher, damit noch die letzte Alpweide in Gülle ertränkt werden kann.

e. Er fördert die landwirtschaftliche Forschung und Berufsbildung sowie die Pflanzen- und Tierzucht. Ist für mich die einzige Staatsaufgabe.

f. Er regelt den Pflanzenschutz und die Verwendung von Produktionsmitteln. Sicher richtig, ich will noch sauberes Wasser trinken.[/b]

24.08.2010 19:20
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Welche Partei?

@arunachala SVP = Bauern, ca. 90% der Bauern wählen SVP, praktische alle wichtigen Landwirtschaftsvertreter sind aus dieser Partei.

So gesehen kann die SVP den Bauern gleichgesetzt werden. Die wenigen Bauer wie Du sind da vernachlässigbar.

22.08.2010 08:25
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Welche Partei?

Frischling wrote:

CrashGuru wrote:

"Besser einen illegal Beschäftigten als verrottende Ernten, die niemand einbringt da die Schweizer lieber.......

Das ist wohl das dümmste das ich je gelesen habe. Wer bei den CH-Lohnkosten nicht mehr konkurrenzfähig produzieren kann, der muss halt aufgeben oder umstellen. Gleichzeitig wird da wieder einmal allen anderen Unterstellt, sie seien faul. man könnte dies auch drehen. Alle ausser die Bauern arbeiten produktiv und müssen daher nicht viel arbeiten.

Ich helfe Dir gerne lesen: "die Bauern finden keine SCHWEIZER als Erntehelfer weil sie lieber geregelte kurze Arbeitszeiten und Ferienanspruch usw. haben".

Habe ich was anderes geschrieben? Den Schluss, dass alle Schweizer ausser den Bauern faul sind, hast DU geschlossen, nicht ich.

Was ich nicht geschrieben habe aber ebenfalls Fakt ist, das sind die niederen Löhne, welche Bauern (nicht nur die Schweizer Bauern) bezahlen (können) für diese Arbeiten, wahrscheinlich zu unattraktiv sind für (verwöhnte ?) Schweizer.

Aber mach nur weiter Rundumschläge gegen alle andern Meinungen. Besser wäre eine gründliche Zusammenfassung der Fehler in der Landwirtschaftspolitik, die ja auch gemacht wurden und werden. Aber Verallgemeinerungen und Angriffe auf "den Bauern" bringen gar nichts.

Und noch etwas: Die Formel in der Diskussion "ich nicht, er auch" ist keine Argumentationsgrundlage....

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