Wie schaut 2008 wirklich aus?

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20.12.2007 20:27
#1
Bild des Benutzers Emil
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Wie schaut 2008 wirklich aus?

Ich habe eine ganz ernsthafte Frage. :?:

Ich lese und höre recht unterschiedliche Prognosen für das kommende 2008. Und zwar in Bezug auf die Wirtschaft und die Börsen. Einerseits heisst es, dass sich das Wirtschaftswachstum abschwächen würde wegen der Finanzkrise (auch in der Schweiz). andererseits heisst es, dass das Wirtschaftswachstum trotzdem robust bleiben würde (in der Schweiz auch). Auch die Weltwirtschaft sei solide. Dann heisst es auch, dass die Abschwächung der Weltwirtschaft Auswirkungen auf den Aktienmarkt haben werde. Aber es heisst auch, dass die Börse im kommenden Jahr sehr gut laufen werde, es stehe ein sehr gutes Jahr für Aktien bevor.

Was soll ich nun glauben, oder was ist wohl realistisch?

Wahrsagen kann niemand. Aber vielleicht gibt es hier ernsthafte Denker und vielleicht sogar Experten oder einfach Leute mit Erfahrung, die etwas dazu sagen können. Ganz im Ernst, ohne Schwarzmalen und aber auch nicht in Rosa und Himmelblau, weil gerade Weihnachten vor der Türe steht. Ich wäre tatsächlich froh.

Mit freundlichem Gruss und Dank im Voraus

euer :?:

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Emil

25.09.2008 11:08
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Wer könnte wen übernehmen?

Momentan sind die Kurse tief wie lange nicht mehr. Es läuft eigentlich nichts, oder es läuft retour. Das wäre nun für so manche Firma doch eine Gelegnheit für eine Übernahme. Die Situation wird sich wieder ändern und die Kurse werden auch wieder wachsen. Gelegenheiten sind jetzt.

Mit etwas Fantasie könnte man sich da einiges denken.

Wer könnte wen übernehmen und warum? Was meint ihr? :idea: :?:

Emil

02.07.2008 16:01
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Alte Stocks am Badestrand

Ich vertreibe mir gerade etwas die Zeit mit den Stocks-Ausgaben vom Jahr 2000. Schon witzig zu lesen, welche Aktien da empfohlen wurden...

Unter "Was die Börse bewegt" lese ich in der Ausgabe Nr. 46, S. 22:

Quote:

Amerikas Wirschaftswachstum ist im Landeanflug - und hofft auf ein "soft landing". Dieses Szenario dürfte in den Kursen bereits enthalten sein. [...]

Es war mir doch, als wäre der Begriff des "soft landing" keine Novität im 2007. Und die weitere Entwicklung im 2008 weist Parallelen auf. Wie weit gehen sie noch?

«Prognosen sind besonders schwierig, wenn sie die Zukunft betreffen.» - Karl Valentin

13.03.2008 22:11
Bild des Benutzers Hans
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Wie schaut 2008 wirklich aus?

<

Wessen Brot ich ess dessen Lied ich sing WinkLol

..der Borer soll doch seine Sch...ze halten!!

Gruss Hans

13.03.2008 16:54
Bild des Benutzers Simona
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Lesestoff zum Zurückdenken

Wer grad keine Lust auf Börse hat, kann sich hier mal etwas verweilen:

Etwas mehr als zwei Jahre ist es her...

http://www.zeit-fragen.ch/ausgaben/2006/nr49-vom-4122006/wollen-die-usa-...

Gruss,

Simona

04.03.2008 21:20
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Zum (Nach)denken

Kurz etwas Lesestoff aus der Handelszeitung:

THOMAS BORERZurück

Thomas Borer: «Auf die Schweiz kommt eine Lawine zu»

Der Ex-Botschafter der Schweiz in Deutschland und ehemalige Leiter der Task Force «Schweiz – Zweiter Weltkrieg» warnt vor grossen Risiken wegen der deutschen Steueraffäre. Wie zu Beginn der Holocaust-Affäre würden Politik und Banken die Kritik Deutschlands herunterspielen.

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Interview: Martin Spieler

Handelszeitung 04.03.2008

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Wie gross sind die Risiken für den Finanzplatz Schweiz aufgrund der Steueraffäre?

Thomas Borer: Es ist offensichtlich, dass eine grosse Lawine auf unser Land zukommt. Und wir haben nur wenig Zeit, uns darauf vorzubereiten oder sie gar zu verhindern. Angesichts der wirtschaftlichen Bedeutung des Finanzplatzes für uns alle sind die Risiken für die Schweiz gross. Was Liechtenstein erlebt, kann sich jederzeit auch in der Schweiz ereignen.

Was könnte konkret passieren?

Borer: Angesichts der immer noch schwachen Budgetlage und aufgrund der ideologischen Ausrichtung wird Deutschland alles unternehmen, um steuerlich attraktivere Länder wie die Schweiz und Liechtenstein auf den «richtigen» Kurs zu bringen. Viele deutsche Politiker wollen den Steuerwettbewerb in Europa ausschalten und letztlich dem ganzen Kontinent das eigene Steuer- und Denksystem aufzwingen.

Unterschätzt die Schweiz die Gefahren im Zusammenhang mit der deutschen Steueraffäre?

Borer: Ich hoffe nicht. Das wäre fatal. Immerhin ist der Finanzplatz einer der Hauptpfeiler der Schweizer Wirtschaft und wird immer wichtiger für uns alle.

Die Schweiz hatte schon einmal, als 1995 die ersten Angriffe gegen die Schweizer Banken wegen der nachrichtenlosen Vermögen aus dem Zweiten Weltkrieg erfolgten, die Gefahren für den Finanzplatz falsch eingeschätzt. Welche Parallelen sehen Sie?

Borer: Die wichtigste Parallele zu heute besteht darin, dass dem Schweizer Finanzplatz auf internationaler Ebene gleich von mehreren Seiten, nicht nur von Deutschland, Gefahren drohen. Aus den Erfahrungen mit den Holocaust-Geldern sollten die Schweiz und insbesondere die Banken gelernt haben, dass man internationale Kritik, wie sie jetzt Deutschland an der Schweiz und Liechtenstein übt, auf keinen Fall unterschätzen darf. Genau wie zu Beginn der Holocaust-Affäre spielen Politik und Banken die scharfe Kritik Deutschlands herunter. Wir müssen vom schlimmstmöglichen Fall ausgehen und mit konzertierten internationalen Angriffen gegen die Schweiz rechnen.

«Wir wollen den Steueroasen in Europa den Kampf ansagen», erklärte der deutsche Finanzminister Peer Steinbrück. Und auch der Ex-Finanzminister Deutschlands, Hans Eichel, warf der Schweiz vor, sie schütze Kriminelle. Wie soll sich die Schweiz verhalten?

Borer: Die Deutschen verstehen nur eine harte Sprache. Diesen unter zivilisierten Ländern inakzeptablen Drohungen muss man entschieden und auch öffentlich entgegentreten. Gerade Deutsche sollten angesichts ihrer Geschichte auf derartige Drohungen gegenüber souveränen Rechtsstaaten verzichten. Im heutigen Europa ist dafür kein Platz mehr. Das muss man den deutschen Polemikern auch couragiert entgegenhalten.

Was müsste der Bundesrat unternehmen?

Borer: Die Drohungen Deutschlands gegen die Schweiz sollte man sehr ernst nehmen. Ich hoffe, dass der Bundesrat bereits eine Task Force einberufen hat, in der neben Politikern und Beamten vor allem auch die Banken Einsitz nehmen.

Was wären die Aufgaben eines solchen Sonderstabes?

Dieser muss eine Gegenstrategie entwickeln und umsetzen. Die Schweizer Regierung muss auf höchstem Niveau bei den involvierten Staaten, vor allem Deutschland, Frankreich, Grossbritannien, den USA und bei der Europäischen Union, intervenieren. Die Schweiz sollte deutlich machen, dass die Drohungen gegen die Schweiz und der Kauf von in Liechtenstein gestohlenen Daten durch staatliche Stellen ein Vorgehen sind, das in einem rechtsstaatlichen Europa nicht hinnehmbar ist.

Aber das sind nur Kurzfrist-Massnahmen.

Borer: Richtig. Die Schweiz muss Deutschland und der EU klarmachen, dass unser Finanzplatz zum Wohlstand Europas Massgebliches beiträgt. Ferner braucht unser Finanzplatz dringend eine moderne Public-Relations- und Public-Affairs-Strategie. Die Schweiz wird permanent auf das Bankgeheimnis, Steuerhinterziehung und Steuerflucht reduziert. Es ist unsere Aufgabe gegenüber ausländischen Politikern, Meinungsmachern und Medien darzulegen, dass die Schweizer Banken einen wesentlichen Beitrag zum Funktionieren der europäischen und der Weltwirtschaft leisten und dass Swiss Banking für Seriosität, Professionalität und Stabilität steht. Die vielen Vorurteile im Ausland müssen endlich professionell bekämpft werden.

Was könnte eine Task Force für den Finanzplatz bringen?

Borer: Ich stelle in Gesprächen in Deutschland, in den USA und in anderen Ländern immer wieder eine unglaubliche Unkenntnis über den Bankenplatz Schweiz und seine Bedeutung fest. Im Ausland ist z.B. meist unbekannt, dass die Schweiz im Bereich der Bekämpfung der internationalen Kriminalität und der Geldwäscherei eine der vorbildlichsten Gesetzgebungen hat. Was die Schweiz in den letzten Jahren diesbezüglich verbessert hat, wurde kaum wahrgenommen.

Ausser den verbalen Drohungen seitens von Politikern ist die Schweiz bislang allerdings nicht direkt in die deutsche Steueraffäre involviert.

Borer: Das kann sich sehr schnell ändern. Es ist kurzsichtig von der Schweiz, Liechtenstein allein im Regen stehen zu lassen und so zu tun, als würde uns das skandalöse Vorgehen Deutschlands gegen das Fürstentum nichts angehen. Es ist ein Fehler, Liechtenstein nicht beizustehen.

Müsste die Schweiz angesichts des erhöhten Drucks Deutschlands eine Allianz mit Liechtenstein und anderen angegriffenen Ländern aufbauen?

Borer: Ja. Wir sind in dieser Auseinandersetzung nicht allein. Wir haben Alliierte ? nicht nur Liechtenstein, auch Luxemburg, den Finanzplatz London oder Singapur. Ferner haben wir unter besonnenen Politikern und Wirtschaftsführern in anderen Ländern durchaus Verständnis für Anliegen wie Liberalismus, Steuerkonkurrenz und Privacy.

Wie können die Schweiz und andere steuerlich attraktive Länder gegen- über Deutschland und der EU argumentieren?

Borer: Wir haben gute Argumente: Privatsphäre, Liberalismus und Steuerwettbewerb sind auch in Zukunft wertvolle Güter. Wir handeln nach liberalen Grundsätzen, während in Deutschland und in anderen Ländern aus kurzfristigen opportunistischen Gründen vergessen wird, wie wichtig für den Wohlstand Europas und die Konkurrenzfähigkeit dieses Kontinents in einer globalisierten Welt eine freiheitliche, föderale Marktwirtschaft mit wenig staatlichen Eingriffen ist.

Wie gefährlich sind denn die Drohungen aus den USA?

Borer: Die Kritik aus den USA müssen wir sehr ernst nehmen, denn wegen der nach wie vor wichtigen Rolle der USA in der Weltwirtschaft hat dieses Land grosse Macht. Ich nehme an, dass im Präsidenten-Wahljahr 2008 auch Forderungen aufgestellt werden, die gegen die Schweiz gerichtet sein könnten. Dies dürfte vor allem im linken Lager populär sein.

Das ist ja bereits passiert. Der einflussreiche Senator Carl Levin forderte als Folge der deutschen Steueraffäre schärfere Gesetze gegen steuerflüchtige US-Bürger und kündigte eigene Abklärungen an. Könnte das für die Schweiz heikel werden?

Borer: Die Holocaust-Affäre kam erst richtig in Fahrt, als sich ein einzelner Senator, Alfonse D?Amato, auf die Schweizer Banken eingeschossen hatte und die Schweiz in den US-Medien öffentlich angriff. Gerade in einem Wahljahr wie jetzt kann ein einzelner Senator wie Carl Levin, der Vorsitzender des ständigen Untersuchungsausschusses des Senats ist, mit einer Kampagne gegen die vermeintliche «Steuerfluchtoase Schweiz» für unser Land grosse Probleme und einen beträchtlichen Reputationsverlust in den USA verursachen.

Gegen Steuerflucht hatte sich auch Präsidentschaftskandidat Barack Obama eingesetzt. Was könnte es für die Schweiz bedeuten, wenn Barack Obama US-Präsident würde?

Borer: Sicherlich bestünde bei einem linksstehenden Präsidenten wie Barack Obama eher die Gefahr, dass er das Thema Steuerflucht offensiver angehen und den Druck auf vermeintliche Steueroasen massiv erhöhen könnte. Auch aus diesem Grund hoffe ich sehr, dass unsere Diplomaten in Washington bereits versuchen, die Position der Schweiz mit überzeugenden Argumenten darzulegen und die Kritik von Senator Carl Levin zu entschärfen. Gerade gegenüber den Amerikanern muss man zeigen, dass das Bankkundengeheimnis im Wunsch nach Privacy, dem Schutz der Privatsphäre, wurzelt.

Müsste man präventiv auf Regierungsebene Gespräche mit den USA führen?

Borer: Der Bundesrat und die Schweizer Diplomatie sollten mit Regierungsvertretern der USA so rasch wie möglich das Gespräch suchen, bevor wieder einzelne US-Politiker oder ein Senats-Komitee in die falsche Richtung losrennt und eine Kampagne gegen die Schweiz vom Zaun bricht.

Haben Sie den Eindruck, dass die Bankiervereinigung diese Risiken aus den USA erkannt hat?

Borer: Nein. Die Bankiervereinigung hat die Tendenz, sich zu stark mit technischen und regulatorischen Fragen zu beschäftigen. Doch die wichtigsten Aufgaben der Public Relation und des Lobbying im Ausland werden von ihr vernachlässigt. Offenbar hat man aus den Erfahrungen mit den Holocaust-Geldern zu wenig gelernt. Die Bankiervereinigung hat es vernachlässigt, eine moderne Marketing- und Public-Affairs-Strategie für den Finanzplatz umzusetzen. Man hätte nun Jahre Zeit gehabt, ein «goodwill reservoir» aufzubauen und Allianzen zu bilden.

Im Kampf gegen Steueroasen bekommt Deutschland nicht nur von den USA, sondern auch von der OECD Schützenhilfe.

Borer: Das unterstreicht die Gefahren, denen auch die Schweiz ausgesetzt ist. Der Druck wird künftig deutlich zunehmen. Doch auch wenn die Mehrzahl der europäischen Länder etwas fordert, heisst das noch lange nicht, dass sie das Richtige für diesen Kontinent verlangen. Es ist an uns, Alliierte zu finden und unseren besseren Argumenten Gehör zu verschaffen.

Sowohl der Schweizer Finanzminister Hans-Rudolf Merz als auch die Banken versuchen, in der Steueraffäre den Ball flach zu halten. Ist das eine erfolgreiche Strategie?

Borer: Ich nehme an, der Finanzminister will momentan nur kein zusätzliches Öl ins Feuer giessen. Ich hoffe aber, dass er die grossen Bedrohungen, denen die Schweiz ausgesetzt ist, erkennt. Wir müssen in diesem Konflikt mutig Flagge zeigen.

Soll Finanzminister Merz auf Ministerebene intervenieren?

Borer: Ich bin überzeugt, dass Bundesrat Merz auf Ministerebene aktiv und die richtige Sprache finden wird. Manchmal ist es eben notwendig, mit dem Zweihänder zu kämpfen und nicht mit dem Florett.

Das hat Pierre Mirabaud getan: Welchen Schaden hat die Äusserung des Präsidenten der Schweizerischen Bankiervereinigung angerichtet, das Vorgehen der deutschen Steuerfahndung erinnere ihn an Methoden der Gestapo?

Borer: Der Schaden ist nicht gross. In diesem Bereich muss man eben auch mit harten Bandagen kämpfen, um seinen Standpunkt klar zu machen. Allerdings sind Vergleiche mit dem Zweiten Weltkrieg immer gefährlich, wie mittlerweile auch einzelne Bundesräte gemerkt haben.

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Gruss,

Simona

03.03.2008 15:45
Bild des Benutzers Emil
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Wie schaut 2008 wirklich aus?

Jetzt habe ich etwas gefunden, das mich nachdenklich stimmt. Ist das etwa das Gesetz: Wie oben so unten?

http://moneycab.presscab.com/de/templates/?a=45113&z=4

Euer

Emil

24.12.2007 13:27
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X
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Wie schaut 2008 wirklich aus?

der smi steht am 21.12.2007 3.6% tiefer als ein jahr zuvor. glaubt ihr wirklich, dass da schon alle negativen nachrichten (inkl. ev. anstehender kreditkartenkrise) miteinkalkuliert sind? meiner meinung nach sind 3.6% zu wenig. insbesondere, weil wir zwar nun die facts zur kreditkrise kennen (zumindest hoffentlich grösstenteils), aber die auswirkungen (schlechtere zahlen, schlechtere konj. daten etc. ) stehen zu einem grossen teil noch aus...möglich, dass die auswirkungen teilweise wirklich schon in den kursen drinn sind (würde das "buy on bad news" erklären). dennoch bin ich etwas vorsichtiger eingestellt, was das kommende jahr betrifft...zumindest für die erste hälfte

take it easy, but take it!

23.12.2007 21:05
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Wie schaut 2008 wirklich aus?

Ohne Hypokrise hätten die Prognosen vom SMI um 9500 Punkten nicht schlecht hingehauen. Den stark steigenden Euro sah niemand der drei Experten voraus.

22.12.2007 21:04
Bild des Benutzers Dr.Zock
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Wie schaut 2008 wirklich aus?

Ja, ja... Prognosen sind schwierig, vorallem wenn sie die Zukunft betreffen... Lol

( Zitat von Karl Valentin 1882 - 1948 )

Gruss

Dr.Zock

Es ist leichter, einer Begierde ganz zu entsagen, als in ihr maßzuhalten. ( Friedrich Nietzsche )

22.12.2007 16:48
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Re: Wie schaut 2008 wirklich aus?

Ich habe mal die Ausgabe Stocks 26/2006 angeschaut. Dort gaben die folgenden drei Herren unter anderen diese Prognosen für das Jahr 2007 ab:

Sven Bucher, Zürcher Kantonalbank: SMI=9250, Fr./Euro=1.56, Wirtschaftswachstum=1.8%

Mark Brown, Vontobel: SMI=9690, Fr./Euro=1.55, Wirtschaftswachstum=2.3%

Gerd G. Ramsperger, Sarasin: SMI=9300, Fr./Euro=1.55, Wirtschaftswachstum=1.6%

Du kannst jetzt selber sehen, wie die drei Anlageprofis für das Jahr 2007 daneben prognostiziert haben. Die Frage wie schaut das Jahr 2008 wirklich aus, kann dir kein Mensch beantworten.

Eine korrekte Antwort wird frühestens ab dem 1.1.2009 möglich sein.

22.12.2007 11:26
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Wie schaut 2008 wirklich aus?

Bin ähnlicher Meinung wie Gitane. Die Börse übertreibt (fast) immer. Ob nach unten oder nach oben. Zurzeit sind meiner Meinung nach zu viele negative Tendenzen schon in den Kursen eingepreist. 2008 wird nicht so schlecht, wie es von vielen gemacht wird. Die Wirtschaft floriert weiter, der private Konsum ist nicht eingebrochen, China und Indien sowie weitere Schwellenländer wachsen weiter, nicht zu vergessen auch weiterhin Russland mit seinen gewaltigen Bodenschätzen.

Ich bin für 2008 positiv eingestellt auch wenn die Hypo- und Finanzkrise ab und zu wieder auf die Börsen durchschlägt.

Das Zinsniveau im Euro-Raum wird sich nicht erhöhen, einen noch stärkeren Euro gegen den Dollar kann man sich nicht leisten.

Hoffe mal für mich, dass dieses Szenario eintrifft. Gut Rutsch nach oben im neuen Jahr. Smile

20.12.2007 22:02
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Wie schaut 2008 wirklich aus?

Meine bescheidene Meinung zum Thema ist, dass (zu) viele der Befürchtungen bereits eingepreist sind. So himmeltraurig wie der SMI im Moment dasteht, geht's nun unserer Wirtschaft wirklich nicht. Falls sich nächstens herausstellen sollte, dass die Suppe nicht so heiss gegessen wird wie sie gekocht wurde, könnten wir ziemlich positiv überrascht werden.

...kann mich irren, aber das kann ja jeder !

Wer andern eine selbst hinein !