Woher kommen die Bankgewinne?

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11.02.2010 23:00
#1
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Woher kommen die Bankgewinne?

DAS möchte man sich fragen, wenn man doch erst kurz vor dem Kolaps stand!?

Die Gewinne kommen vorwiegend aus dem Zinsgeschäft/Aktivgeschäft (neudeutsch "Investment Banking/Fixed Income"). Die tiefen Zinsen ermöglichen es den Banken mit lapidaren Fristentransformationen enorme Zinsdifferenzen zu erzielen. Dies alles auf Kosten der Schuldner (z.B. Hypothekarschuldner) und der Sparer......und all dies unter den Augen der Nationalbanken. Hypozinsen von 2% und mehr sind unter den aktuellen Refinanzierungsmöglichkeiten von 0,2% und weniger ganz einfach nur Wucher.

Die Banken nutzen die günstigen Gelder der Nationalbanken nicht, um das Geld günstig auszuleihen, sondern um ihre eigene Kostenstruktur zu optimieren.Vor allem die Kantonal-, Regional- und Raiffeisenbanken nutzen die Gunst der Stunde und nützen die Schwäche des Platzhirsches UBS gnadenlos aus und wuchern hemmungslos. Gleiches tut die CS auf internationaler Ebene.

....oder kurz gesagt: Die Banken sanieren sich auf Kosten der Kunden.....und da viele Banken heute de facto dem Staat gehören, auf Kosten der Steuerzahler.....die ihnen schon die Billionen an Schrottpapieren abgenommen haben....von denen spricht heute niemand mehr...scheinen sich in Luft aufgelöst zu haben...."amusing".

Fine-Tuner

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28.04.2010 09:33
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Woher kommen die Bankgewinne?

Denne wrote:

Für jeden Liberalen ist deshalb sonnenklar, dass es uns ohne die staatsgepimpten Papierlischieber sowohl ökonomisch als auch politisch besser gehen würde.

Quote:

Etwas vereinfacht gesagt, ging man vor der Krise davon aus, dass das gesamte Bankensystem sicher ist, sofern jede einzelne Bank für sich ausreichend überwacht wird.

http://www.google.ch/url?sa=t&source=web&ct=res&cd=2&ved=0CAsQFjAB&url=h...

Deckt sich mit meiner Meinung, welche ich schon mehrfach erwähnt habe:

Solange es gut läuft, ist man liberal und ökonomisch positiv eingestellt.

Wenn es schief läuft ist es plötzlich sonnenklar, was vorher noch liberal und ökonomisch war.

In den 90er hatten wir eine höhere Arbeitslosenquote ohne Krise. Das wurde damals fast mutwillig herbeigeführt. Gemessen an den Umständen reagiert man heute weitaus besser als damals.

Hätte es die UBS nicht erwischt, sondern nur amerikanische Banken, würde es doch ganz anders tönen. Dann wären es wieder nur die Scheiss-Amis.

Es geht uns wohl zu gut.

Von daher hätte man die UBS fallen lassen sollen.

Testhalber geht das aber nicht. Wenn das Ausmass klar wird, kann man nicht kommen und sagen: April, April, war nur ein Scherz. Es ist wie beim Schach. Man kann den Zug nicht zurück nehmen. Kommt in Zugzwang und sieht mit jedem Zug das, was man hätte voraussehen können, wenn man die Varianten geistig durchgespielt hätte.

----

Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin

28.04.2010 08:59
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Woher kommen die Bankgewinne?

Smith2000 wrote:

ohne die Privatwirtschaft, ohne eine uneingeschränkte Bankenbranche wird sich einiges in diesem Sektor ändern, zum schlechteren, auch für das ganze System!

Die Bankenbranche gehört nicht zur Privatwirtschaft. Die sogenannte Finanz-"Industrie" ist eine politisch protektionierte und staatlich hochsubventionierte Branche.

Für jeden Liberalen ist deshalb sonnenklar, dass es uns ohne die staatsgepimpten Papierlischieber sowohl ökonomisch als auch politisch besser gehen würde.

28.04.2010 07:55
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Woher kommen die Bankgewinne?

Smith2000 wrote:

Ich sage, es lebe die freie Privatwirtschaft. Natürlich, es muss ein gleichgewicht zwischen Staat und Privatunternehmung gefunden werden.. doch man darf nicht vergessen, ohne die Privatwirtschaft, ohne eine uneingeschränkte Bankenbranche wird sich einiges in diesem Sektor ändern, zum schlechteren, auch für das ganze System!

Jawoll, nur der Starke soll überleben. Du bist sicher bei den Starken.Ich hoffe es für Dich, sonst gibt's ein böses Erwachen :twisted:

28.04.2010 01:24
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Woher kommen die Bankgewinne?

nein, aber all diese Ereignisse haben eine grosse / negative Auswirkung auf unser Leben in der Schweiz!

Ich sage, es lebe die freie Privatwirtschaft. Natürlich, es muss ein gleichgewicht zwischen Staat und Privatunternehmung gefunden werden.. doch man darf nicht vergessen, ohne die Privatwirtschaft, ohne eine uneingeschränkte Bankenbranche wird sich einiges in diesem Sektor ändern, zum schlechteren, auch für das ganze System!

28.04.2010 00:54
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Woher kommen die Bankgewinne?

Elias wrote:

Der Steuerzahler, der Arbeitsmarkt, andere Banken, KMU's, Familien hätten noch heute Dünnpfiff und das grosse Kotzen, hätte man die UBS fallen lassen.

Hmm, und wenn die Migros Pleite geht, verhungert die halbe Schweiz, weil 50% der Lebensmittel bei der Migros gekauft werden?

Und wenn die Swissair Pleite geht, können wir nicht mehr in die Ferien fliegen? :roll:

26.04.2010 20:26
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Woher kommen die Bankgewinne?

weico wrote:

USA erwarten Milliardenerlös aus Citibank-Rückzug

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,691341,00.html

http://www.bloomberg.com/apps/news?pid=20601087&sid=aAnWrmkWn2Tk&pos=1

weico

und?

das ist ja nichts neues....

citi wird nie wieder ihre alten höchststände erreichen. aber schön für die steuerzahler, wenn sie denn überhaupt etwas davon haben werden.

26.04.2010 18:59
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Woher kommen die Bankgewinne?
26.04.2010 12:39
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Fonds die Geissel des Kleinspaarers ?

Interessanter Artikel. Ich weiss, weshalb ich schon immer gegen Fonds u.ä. war.... Die wenigen, welche ich bisher im Portfolio hatte, haben die Direktanlagen nie geschlagen. Kein Wunder bei den garantierten Fondsgewinnen.

http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/geld/Die-Anbieter-von-Finanzprodu...

15.02.2010 10:30
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Woher kommen die Bankgewinne?

Dass das Bonussystem ungerecht und falsche Anreize schafft, bestreite ich nicht.

Angenommen, die Bank hätte auf Boni verzichtet, so hätte der Staat und somit der Steuerzahler nichts davon. Aufgrund des Verlustvortrages zahlt die UBS noch ein paar Jahre lang keine Steuern.

Werden auch in Zukunft keine Boni bezahlt, so verdient der Staat (und Kirchen) irgendwann mal was am Gewinn, gefolgt von den Aktionären.

Die AHV geht dabei "leer" aus. Sie erhält ihren Anteil auf den bonusfreien Löhnen.

Derweil saniert das Volk die AHV.

Im Gegensatz zum Ausland wird die AHV auf den gesamten Lohn entrichtet. Es gibt keine Obergrenze. Ich bin mir nicht sicher, ob das jedem bewusst ist.

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15.02.2010 09:51
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Ohne UBS keine Schweiz ????????

Irgendwie habe ich den Eindruck, dass hier einige der Meinung sind, ohne die UBS wäre die Schweiz nicht was sie ist :roll: Dies ist leider nur in der Fassung richtig, dass "die Schweiz" nun seit Jahren am Pranger steht.

Wäre noch die SBG und der Bankverein einzeln vorhanden, hätten evtl. andere Banken mehr wachsen können. Das Klumpenrisiko wäre dadurch kleiner geblieben. Aber das ist die von uns allen ja so sehr gewollte freie Marktwirtschaft (früher noch als "soziale" bezeichnet).

Aber sind nun alle Bankmitarbeiter einfach in einen Topf mit Schwerverbrechern zu werfen?

Nein, denn die meisten machen einfach einen Job. Einige davon ohne das Hirn einzuschalten. Einige ohne irgendwelche Skrupel. Einige mich schlechtem Gewissen. Einige mit hämischer Freude beim Einstreichen ungerechtfertigter Bonis. Einige so andere so. Wie überall in der Schweiz in "gesichtslosen" Grossbetrieben.

Das Entlöhnungs-System bei den Multis ist ein Resultat. Das Resultat daraus, dass alle während Jahrzehnten die Augen geschlossen haben. Viele nach dem Prinzip sich mit Brosamen zufrieden zu geben. Es könnte ja mal ein Brötchen abfallen. Also lassen wir sie gewähren. Eine Hand wäscht die Andere, eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus....

Aber wir (fast)alle unterstützten seit Jahrzehnten dieses System und profitierten davon. Es ist durchaus richtig, wenn nun eventuell etwas Ethik in's Spiel kommt. Ich zweifle allerdings stark daran. Denn der Egoismus, der seit vielen Jahren schon dem Kind mit der Muttermilch eingetrichtert wird ist nicht so leicht wieder aus den Genen zu entfernen.....

15.02.2010 08:26
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Woher kommen die Bankgewinne?

Fine-Tuner wrote:

Bill Gates hat's schon vor 10 Jahren gesagt: "Wir brauchen zwar Banktransaktionen, aber hierfür keine Banken mehr".

Eine Banktransaktion ohne Bank ist wie ein Sandwich ohne Brot.

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Benjamin Franklin

15.02.2010 08:18
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Woher kommen die Bankgewinne?

MarcusFabian wrote:

2. Wenn die Sparte = Staat = Steuerzahler ist, dann kotzt mich das an.

Der Steuerzahler, der Arbeitsmarkt, andere Banken, KMU's, Familien hätten noch heute Dünnpfiff und das grosse Kotzen, hätte man die UBS fallen lassen.

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15.02.2010 03:39
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Woher kommen die Bankgewinne?

Das Argument, dass die Grossbanken in den vergangenen Jahren Milchkühe für den Staat waren, muss man doch sehr differenziert betrachten. Wo sonst hätten sie so wenig Steuern bezahlen müssen???????....zu glauben, dass die nur aus Patriotismus hier sind ist doch nur naiv. Im weiteren war ihr Erfolg ja nur in der Schweiz möglich...weil hier das optimale Biotop für Schwerreiche herrscht, nämlich tiefe Steuern bei sehr hoher Lebensqualität...diese Kombinatin zieht doch Reiche und ihr Vermögen an wie Kuhdung die Fliegen. Da war es nun wirklich keine Kunst Geld wie Heu zu verdienen....man mische noch etwas "Bankkundengeheimnis" dazu und der perfekte Lockstoff für Geld ist erfunden....wer hats erfunden?

Na ja, der Patentschutz scheint abgelaufen ((((:

Bill Gates hat's schon vor 10 Jahren gesagt: "Wir brauchen zwar Banktransaktionen, aber hierfür keine Banken mehr".

Happy Banking

Fine-Tuner

15.02.2010 02:27
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Elias wrote:

Ist es wichtig, aus welcher Sparte die Gewinne kommen?

Ja ist es. Und zwar aus zwei Gründen:

1. Wir beobachten die Sparte und können aus der Entwicklung der Sparte vorzeitig Rückschlüsse auf zukünftige Bankengewinne ziehen.

2. Wenn die Sparte = Staat = Steuerzahler ist, dann kotzt mich das an.

14.02.2010 16:25
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Woher kommen die Bankgewinne?

Mal eine andere Sichtweise:

Es werden der Gewinn der Bank, die Dividende und die Boni & Löhne versteuert. Die AHV kann nur von den Löhnen/Boni profitieren.

Mit dem Verlustvortrag gibt es erst mal einige Jahre keinen Konzerngewinn.

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14.02.2010 16:13
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Woher kommen die Bankgewinne?

versteht ihr nicht, ohne diese grossen Bonis würden in dieser Bank nicht mehr viele Kundenberater arbeiten, ohne diese Kundenberater = keine Kunden = kein Geld = Konkurs

also schlussendlich mussten diese Bonis ausgezahlt werden... Und natürlich musste der Staat die UBS retten, auch gut so - wenn man bedenkt wieviel sie zuvor durch diese Bank eingenommen haben!

14.02.2010 15:58
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Woher kommen die Bankgewinne?

Der Staat ist ja genau dafür da,um in Krisenfällen als "lender of last resort" aufzutreten und dabei die Auswüchse aufzufangen, von dehnen Er vorher wunderbar profitierte (über Steuereinnahmen usw.) und dessen Gefahren Er weder erkannt bzw. nicht unterbunden hat.

Das der Staat bzw.der Steuerzahler dabei sogar noch Gewinn macht,wie bei der UBS,ist doch absolut toll.

weico

14.02.2010 15:42
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Elias wrote:

Aber mit wehenden Fahnen sich mit in den Abgrund stürzen, ist selten dämlich.

Ohne Fahne auch.

14.02.2010 15:36
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Denne wrote:

Smith2000 wrote:
Nun mussten Sie "gerettet" werden und alle verabscheuen diese Firma.

Wenn eine Firma aus eigener Schuld zig Milliarden verlocht, daraufhin Sozialhilfe beantragen muss, sich selber aber weiterhin Gehälter und Boni auszahlt, die jenseits von Gut und Böse sind, sollte man auch noch Mitleid haben? Hallo? Fehlt nur noch, dass die Glückskette eine Sammelaktion machen soll.

Es IST verabscheuungswürdig.

ja doch.

Aber mit wehenden Fahnen sich mit in den Abgrund stürzen, ist selten dämlich.

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Benjamin Franklin

14.02.2010 15:33
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Woher kommen die Bankgewinne?

Smith2000 wrote:

Nun mussten Sie "gerettet" werden und alle verabscheuen diese Firma.

Wenn eine Firma aus eigener Schuld zig Milliarden verlocht, daraufhin Sozialhilfe beantragen muss, sich selber aber weiterhin Gehälter und Boni auszahlt, die jenseits von Gut und Böse sind, sollte man auch noch Mitleid haben? Hallo? Fehlt nur noch, dass die Glückskette eine Sammelaktion machen soll.

Es IST verabscheuungswürdig.

14.02.2010 15:29
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Denne wrote:

Der Staat soll seine Finger nicht überall reinstrecken? Das wäre im Oktober 08 die Losung gewesen. Und die Schweiz wäre NICHT untergegangen.

Kein Land geht deswegen unter.

Island gibt es noch und Griechenland wird es auch weiterhin geben.

Wir hätten hier 25'000-UBS-Arbeitslose die auf den Markt drängen. Diverse Firmenpleiten mit weiteren Arbeitslosen.

Kleinere Banken wären in argen Schwierigkeiten.

Die grösseren Banken folgen, weil die ausländischen Vermögen abgezogen würden. Pensionskassen in Nöten. Das Abstimmung um den Rentenklau könnten wir uns sparen.

Aber die Schweiz gäbe es noch. Nicht mit 5% Arbeitslosen, sondern um ein vielfaches mehr. Die Wirtschaft abgewürgt. Die Marke Schweiz unrettbar zerstört.

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Benjamin Franklin

14.02.2010 15:22
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Smith2000 wrote:

...das in der Schweiz 12 % vom BIP von Banken produziert werden, also für den Staat eine beträchtliche Einnahmequelle.

Zuwenig, gemessen am Risiko und an ihrer angeblichen Systemrelevanz. Zumal die Geschichte ja bekanntlich im Fluss ist ...

14.02.2010 15:19
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Smith2000 wrote:

Und der Staat soll die UBS so arbeiten lassen wie sie es für richtig hält, sie SOLL AUCH Bonis etc auszahlen. Alles andere wäre eine Einschränkung der freien Privatwirtschaft. Der Staat muss seine Finger nicht überall mitreinstecken!

Soweit ich mich erinnere, war die UBS vor nicht allzu langer Zeit ziemlich froh, dass der Staat seine Finger reingestreckt hat, nachdem sie so gearbeitet hatte, wie sie es für richtig hielt. Und ein paar Milliärdchen lagern nach wie vor im Keller vom StabFund. Uns wurde im Oktober 08 mit drastischen Worten klargemacht, dass die Schweiz untergegangen wäre, wenn die UBS den Schotter nicht per Notrecht bekommen hätte.

Der Staat soll seine Finger nicht überall reinstrecken? Das wäre im Oktober 08 die Losung gewesen. Und die Schweiz wäre NICHT untergegangen.

Es hilft nix. Sozialhilfeempfänger in teuren Lederjacken kommen schlecht an.

14.02.2010 14:56
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Elias wrote:

Smith2000 wrote:
ja es ist schon so. Ich meine, die z. b. im Fall UBS:

Verstehe ich richtig? Dann soll die UBS die Gewinne nicht so erzielen dürfen, wie es andere tun?

Soll Opel nicht mehr auf die gleiche Art Gewinne erzielen dürfen, wie ein anderer Hersteller, der keine Unterstützung erhalten hat?

DOCH, genau das sage ich ja. Und der Staat soll die UBS so arbeiten lassen wie sie es für richtig hält, sie SOLL AUCH Bonis etc auszahlen. Alles andere wäre eine Einschränkung der freien Privatwirtschaft. Der Staat muss seine Finger nicht überall mitreinstecken!

14.02.2010 14:39
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Fine-Tuner wrote:

Es wird wohl niemend bestreiten, dass - bei Refinazierungsmöglichkeiten von 0.125% - Aktivzinsen (zB Hypozinsen) von 2%+ nur als Wucher bezeichnet werden können. DIES IST EINE Brutto-MARGE VON MEHR ALS 1500%. Wo sonst gibt es so was??????

Bei Null Prozent Refinanzierung kann man die Marge in Prozenten gar nicht mehr ausdrücken.

Wer eine Libor-Hypothek hat, zahlt um die 1%

Und wenn man Geld bei WIR, Postfinance, Bank Coop oder Swissquote (dynamisches Sparkonto) anlegt kriegt man mindestens 1.5%

Wann hat es das letztmals gegeben?

www.comparis.ch/sparzinsen/vergleich-konto.aspx?account1=2&amount=50000&...

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Benjamin Franklin

14.02.2010 14:13
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Woher kommen die Bankgewinne?

Es wird wohl niemend bestreiten, dass - bei Refinazierungsmöglichkeiten von 0.125% - Aktivzinsen (zB Hypozinsen) von 2%+ nur als Wucher bezeichnet werden können. DIES IST EINE Brutto-MARGE VON MEHR ALS 1500%. Wo sonst gibt es so was??????

NOCH NIE IN DER GESCHICHTE DER GELDAUSLEIHER - UND DIE GEHT WEIT INS MITTELALTER ZURÜCK - WURDEN SOLCHE WUCHERZINSEN VERLANGT. Es ist noch nicht so lange her, da wurden solche Wucherer getert und gefedert und mit Schimpf und Schande aus dem Dorf gejagt. Um den langfristigen Durchschnitt der Zinsmargen (~600%) - und damit meine ich nicht die lapidare Subtraktion von Aktiv-Pasivzins (1.875%) - zu erreichen, dürften 3-jährige Festhypotheken heute nicht mehr als 1% kosten.

Das tragische an der Geschichte ist, dass die geneigten Bankschuldner jetzt nicht nur mit Wucherzinsen die Banken gesund stosen, sondern noch vor kurzem mit ihren Steuern (Volksvermögen) beachtliche RISIKEN übernommen haben. Störend ist der Umstand, dass die kleinen Banken (Kantonal, Regional, Raiffeisen) als Trittbrettfahrer die Situation schamlos ausnützen. Selbst die Migrosbank hat noch keine grüne Budget-Hypothek lanciert. Was macht übrigens der Preisüberwacher....ausser sein von den Steuerzahlern finanziertes exorbitantes Monatssalär nach Hause zu tragen? Ist es nicht verdächtig, dass es unter den Anbietern von Geld fast keine Preisunterschiede gibt? Was anderes ist ein Preiskartell? Was macht eigentlich die Wettbewerbskommission?....ausser fette Sitzungs- und Kommissionsgelder nach Hause zu tragen?....da wird man ja manisch depressiv Wink

Fine-Tuner

14.02.2010 11:38
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Woher kommen die Bankgewinne?

Smith2000 wrote:

ja es ist schon so. Ich meine, die z. b. im Fall UBS:

Verstehe ich richtig? Dann soll die UBS die Gewinne nicht so erzielen dürfen, wie es andere tun?

Soll Opel nicht mehr auf die gleiche Art Gewinne erzielen dürfen, wie ein anderer Hersteller, der keine Unterstützung erhalten hat?

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14.02.2010 10:49
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Woher kommen die Bankgewinne?

ja es ist schon so. Ich meine, die z. b. im Fall UBS:

Die UBS hat Jahrelang viele Gewinne erzielt und dem Staat dadurch sehr viel Finanzielle Mittel herbeigeschafft. Nun mussten Sie "gerettet" werden und alle verabscheuen diese Firma.

So geht es übrigens auch in der übrigen Bankenwelt zu und her, man darf nicht vergessen das in der Schweiz 12 % vom BIP von Banken produziert werden, also für den Staat eine beträchtliche Einnahmequelle.

Nun zurück zur Frage, vlt haben Privatbanken schon recht mit Wertschriftengeschäft Gewinne erzielt. Ich meine wenn man sich die Kursgewinne anschaut. Das eine ist das Verwalten der Kundendepots und das Kassieren der Courtagen, andererseits sind jene ja viel selber auch noch mit einem "kleinen" Anteil investiert..

14.02.2010 10:35
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Woher kommen die Bankgewinne?

Ist es wichtig, aus welcher Sparte die Gewinne kommen?

Wenn sie Verluste machen, zieht man über sie her und wünscht ihnen den Bankrott, machen sie Gewinne, ist es auch nicht recht.

Meine Diagnose: Manisch-depressiv.....

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14.02.2010 03:38
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Woher kommen die Bankgewinne?

Die Banken haben natürlich auch von Bailouts und den tiefen Zinsen profitiert (Kassieren nur ein von den Kreditabnehmern ohne grosses Risiko). Sobald die Finanzinstitute in den USA wieder rund liefen und vertrauen letztes Jahr wieder hochkam (CDS usw.), ging es uns Europäern, sowie Asien und die restliche Welt, etwas besser. Aber ich denke das ist bzw. war nur ein provisorisches Aufflattern welches demnächst wieder ablässt. Ich habe zum Glück keine Banktitel im Depot.

Vermögen strukturieren und sich möglichst für die unplanbaren Marktereignissen vorbereiten.

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