US-Broker weckt bei der CS Dividendenhoffnungen

Citigroup weckt bei der Credit Suisse Dividendenhoffnungen – Goldpreiszerfall könnte einen weiteren Bankenkollaps ankündigen – Und: Ist die Swisscom-Aktie wirklich 510 Franken wert?
13.05.2013 12:30
cash Insider
US-Broker weckt bei der CS Dividendenhoffnungen

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Seit Jahresbeginn laufen die Namenaktien der Credit Suisse hierzulande den anderen Bankaktien den Rang ab. Unter Berücksichtigung des kürzlichen Dividendenabgangs betragen die Kursavancen mittlerweile stolze 30 Prozent.

Was Balsam auf die Wunden der leidgeplagten Aktionärinnen und Aktionäre ist, stellt die Baissiers immer mehr vor ein Problem. Denn die Valoren der Schweizer Grossbank sind noch immer die am häufigsten leerverkauften Bankaktien in ganz Europa.

Nachdenklich sollte die Baissiers auch ein heute erschienener Kommentar der Citigroup stimmen. Denn darin weckt der viel beachtete Verfasser nach einem Treffen mit CFO David Mathers Dividendenhoffnungen. Der Experte rechnet damit, dass die Credit Suisse die Kernkapitalquote nach Basel III dank Kosteneinsparungen und Veräusserungserträgen bis Ende Jahr von 8 auf 10 Prozent stärken kann. Die Schweizer Grossbank stehe damit am Beginn einer deutlich grosszügigeren Dividendenpolitik. Der Experte rechnet über die kommenden zwei Jahre mit Sonderdividenden im Umfang von 6 Milliarden Franken. Ab dem Folgejahr sieht er dann sogar Raum für eine jährliche Dividende von 2 Franken je Aktie.

Bei der Citigroup werden die Aktien der Credit Suisse deshalb mit einem Kursziel von 34,17 Franken zum Kauf empfohlen und seit Mitte April auf der «Most Preferred List» für den europäischen Bankensektor geführt.

Ich erachte die Aussagen des für die Citigroup tätigen Experten als durchaus ermutigend. Allerdings setzen seine Dividendenprognosen möglicherweise anhaltend freundliche Finanzmärkte sowie das Ausbleiben neuer Krisenherde voraus.

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Im Laufe des Freitagnachmittags überrollte die Edelmetallmärkte eine weitere Ausverkaufswelle. Gerade dem Gold setzten Spekulationen rund um ein vorzeitiges Ende des von der US-Notenbank initiierten Rückkaufprogramms für amerikanische Staatsanleihen und verbriefte Kredite sichtlich zu.

Wie mir aus Übersee berichtet wird, ging der Verkaufsdruck einmal mehr vor allem von den Futures-Märkten und weniger vom physischen Edelmetall aus.

Auf einen interessanten Kommentar bin ich bei Alhambra Investment Partners gestossen. Darin bezeichnet der amerikanische Vermögensverwalter den jüngsten Goldpreiszerfall als möglicher Vorbote für einen weiteren Bankenkollaps.

Der verantwortliche Stratege begründet seine Befürchtungen mit ähnlichen Beobachtungen an den Edelmetallmärkten in den Jahren 2008 und 2011. Ab Mitte März 2008 sei der Goldpreis nach dem Kollaps von Bear Stearns innerhalb weniger Wochen um nahezu 17 Prozent eingebrochen. Im Juli desselben Jahres seien dann Gerüchte einer Insolvenz der beiden halbstaatlichen Hypothekarinstutite Fannie Mae und Freddie Mac aufgekommen. In der Folge sei das Edelmetall erneut unter Druck geraten und sei diesmal sogar um 24 Prozent zurückgefallen. Zu einem ähnlichen Rückgang sei es im Oktober 2008 gekommen, als dem Versicherungskonzern AIG mit Überbrückungskrediten geholfen werden musste.

2011 habe die Einführung des Euro-Mindestkurses durch die Schweizerische Nationalbank und wenige Monate später die Versorgung des europäischen Bankensystems mit Dollars der US-Notenbank Druck auf das Gold ausgeübt.

In allen diesen fünf Fällen seien Diskrepanzen zwischen den Futures-Märkten und den physischen Edelmetallen zu beobachten gewesen, so der Stratege. Deshalb befürchtet er, dass auch diesmal mehr hinter der Goldpreisschwäche stecken könnte.

Ich muss zugeben, dass mir die Ausführungen des für Alhambra Investment Partners tätigen Strategen zu denken geben. Denn dass der Verkaufsdruck der letzten Wochen von den Futures-Märkten ausging, ist auch mir aufgefallen. Gegen die Argumentation des Experten spricht aber, dass bei den von ihm aufgezählten Fällen jeweils zuerst der Kollaps, gefolgt von der Goldpreisschwäche steht.

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Die Jagd nach dividendenstarken Papieren bescherte den Namenaktien von Swisscom in den vergangenen Wochen einen regelrechten Höhenflug. Zuletzt wurde das Handelsgeschehen allerdings von einem ziemlich ernüchternden Quartalsbericht überschattet.

Im Anschluss an die jüngste Ergebnisenttäuschung reduziert der für Goldman Sachs tätige Experte seine diesjährigen Gewinnschätzungen zwar leicht. Gleichzeitig revidiert er jene für die beiden Folgejahre jedoch nach oben und beziffert das 12-Monats-Kursziel für die zum Kauf empfohlenen Aktien neu auf 510 (476) Franken. Der Experte rechnet damit, dass man bei Swisscom ab dem nächsten Jahr auf den Wachstumspfad zurückfinden wird. Mit seinen nächstjährigen EBITDA-Schätzungen liegt er deshalb um gut 5 Prozent über den vergleichbaren Konsensschätzungen.

Wie viele seiner Berufskollegen auch, begründet der Experte die Ergebnisenttäuschung von vergangener Woche mit saisonalen Aspekten sowie der geringeren Anzahl Wochentage. Beide Faktoren hätten den Analysten allerdings schon seit langer Zeit bekannt sein und in ihre Schätzungen einfliessen müssen. Ausserdem frage ich mich, wie Swisscom vor dem Hintergrund eines gesättigten Heimmarktes und rückläufiger Roaming-Gebühren schon ab dem kommenden Jahr auf den Wachstumspfad zurückfinden sollte. Das von Goldman Sachs veranschlagte Kursziel scheint mir deshalb etwas gar euphorisch.