Aktienanlagen: Eine Frage der passenden Wahl

Beim Investieren in Wertpapiere muss man mit dem Auf und Ab an den Finanzmärkten leben können, und es ist wichtig, sich bei den jeweiligen Marktverhältnissen so gut wie möglich zu positionieren.
20.06.2016 16:29
Martin Thommen, UBS Funds, UBS Asset Management

Um attraktive Renditen zu erzielen, müssen Anleger heute bereit sein, auch mehr Risiken einzugehen. Wer zudem mit einem langfristigen Anlagehorizont von fünf Jahren oder länger investieren kann, sollte auch in turbulenteren Börsenphasen nicht völlig auf Aktien verzichten. Die Erfahrung zeigt nämlich, dass auf lange Sicht die Kurskorrekturen der Aktienmärkte mehr als wettgemacht werden können.

Anleger entscheiden sich gerne für Aktien, die ihnen bekannt sind. In den Depots von Schweizer Anlegern sind deshalb Titel wie Novartis, Roche oder Nestlé weit verbreitet. Auch wenn es sich hier um grundsolide Unternehmen handelt, wird das Risiko einer Investition in einige wenige Titel oft unterschätzt. Aktienfonds hingegen können firmenspezifische Risiken vermindern, da sie ihre Gelder auf eine Vielzahl von Aktien verteilen.

Wer sich darüber im Klaren ist, wie hoch der Aktienanteil in seinem Depot grundsätzlich sein soll und in welcher Form er seine Aktienanlage tätigen möchte (Aktienfonds oder Einzeltitel), kann sich die Frage stellen, mit welcher Strategie er seine Anlageziele am besten erreicht. Vieles deutet darauf hin, dass auch in nächster Zeit mit deutlichen Schwankungen an den Märkten zu rechnen ist. Für dieses Umfeld eignen sich verschiedene Aktienstrategien, auf die wir im Folgenden eingehen.

High-Dividend-Strategie

Wenn ein Unternehmen konstant gute Dividenden zahlt, ist das ein Zeichen der Stärke. Robuste Bilanzen ermöglichen den Unternehmen, ihre Aktionäre an den Gewinnen teilhalben zu lassen. Dies sorgt für eine gute Kombination aus Investitionen in künftiges Wachstum und der Rückgabe von Liquidität an die Aktionäre. Die Analyse von historischen Aktienrenditen zeigt: Dividenden machen langfristig einen bedeutenden Teil der Gesamtrendite aus.

Quelle: Thomson/Reuters, UBS – Daten per 29.1.2016

Der Swiss Performance Index SPI beispielsweise legte in den letzten 20 Jahren unter Berücksichtigung der Dividendenzahlungen (Grafik, blaue Linie) um über 300 Prozent zu. Ohne Dividendenzahlungen (braune Linie) betrug die Zunahme noch 170 Prozent. 

Total-Yield-Strategie

Unternehmen können ihre Gewinne nicht nur über Dividenden, sondern auch über den Rückkauf eigener Aktien auszahlen, was in den USA weit verbreitet ist. Die folgende Grafik zeigt, dass dies die Mehrzahl der US-Firmen tun.

Quelle: UBS Asset Management, MSCI, Compustat

Beides tun zu können, setzt finanzielle Stärke voraus. Die ausgeschütteten Dividenden und die durch Aktienrückkäufe zurückgegebenen Gewinne zusammen ergeben den Gesamtertrag (Englisch: Total Yield).

Income-Strategie

Die sog. Income-Strategie gehört zu den defensiveren Varianten aller Aktienstrategien. Sie beruht einerseits auf der Auswahl von Aktien mit konstant guten Dividendenrenditen, andererseits kommen auch Kaufoptionen zum Einsatz. Ein Beispiel: Der Fonds kauft eine Aktie und gleichzeitig verkauft er eine Call-Option (Recht, ein Wertpapier zu einem bestimmten Wert zu kaufen) auf diesen Titel. Dafür erhält der Fonds eine Prämie und kann diese als Ertrag verbuchen. Wird eine gedeckte Kaufoption verkauft, kann der Fonds aber bis zum Ende der Laufzeit nicht am vollen Aufwärtspotenzial der Aktie teilhaben. Mit Hilfe von Optionen kann in schwachen Aktienmärkten das Verlustrisiko verringert werden, gleichzeitig wird in Phasen mit starken Kursgewinnen auf einen Teil der Rendite verzichtet. Dadurch verfügt die Income-Strategie über defensive Eigenschaften, die insbesondere von Anlegern mit geringerer Risikobereitschaft geschätzt werden.
 
Long-Short-Strategie

Bei einer Long-Short-Strategie wird nicht nur in Aktien investiert, bei welchen mit einer Kurssteigerung gerechnet wird, sondern es ist auch möglich, in Erwartung sinkender Kurse Titel leer zu verkaufen (short-selling). Konkret: Ein Fonds verkauft Aktien, die er nicht besitzt, sondern sich zuvor bei anderen Marktteilnehmern geliehen hat. Sinkt der Kurs wie angenommen, kann der Fonds die Titel zu einem tieferen Kurs zurückkaufen und damit einen Gewinn erzielen. Durch erfolgreiche Leerverkäufe ist es möglich, in negativen Marktphasen Geld zu verdienen. Die mit einer Long-Short-Strategie erzielten Renditen sind somit weniger stark von der allgemeinen Entwicklung der Aktienmärkte abhängig.

 

Diese Beispiele zeigen, dass auch in unruhigeren Börsenphasen Aktienanlagen durchaus Sinn machen.

Eine Übersicht der UBS-Fonds, die solche Aktienstrategien abbilden, finden Sie hier.

 

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