Datensicherheit im Internet

Die Bedeutung des Internets nimmt rasant zu. Vernetzte Computer und internetfähige Mobiltelefone sind auch im privaten Bereich für viele Menschen nicht mehr wegzudenken.
06.11.2013 16:26
Manuel Dürr, Head Public Solutions, Leonteq Securities

Der Markt für Online-Anwendungen breitet sich kontinuierlich aus. Eine steigende Anzahl von elektronischen Geräten verfügt über die Möglichkeit auf das Internet zuzugreifen und Daten abzurufen. Bereits heute werden rund 34% der Weltbevölkerung als Benutzer des Internets klassifiziert (Quelle: Internet World Stats, Stand: 30. Juni 2012). Verglichen mit Ende des Jahres 2000 ist das ein Anstieg um das Sechsfache. Neben einer Vervielfachung der Internetnutzer ändern sich aber auch die Gewohnheiten wie das Internet benutzt wird. Die im Internet verbrachte Zeit und die übertragenen Daten sind exponentiell gestiegen.

Der Erfolg des App-Stores

Wirtschaft und privater Bereich werden immer abhängiger von netzbasierten Anwendungen, somit ist eine gut ausgebaute und funktionierende informationstechnische Infrastruktur von hoher Bedeutung. In den entwickelten Ländern ist die Abhängigkeit besonders hoch. Fast 80% der nordamerikanischen Bevölkerung ist regelmässig im Internet unterwegs. In Afrika liegt dieser Wert bei geringen 16%. Dass Endverbraucher auch unterwegs auf Inhalte des Internets zugreifen, zeigt der Erfolg des Apple App-Store und seine Vielzahl an unterschiedlichen Programmen, Apps genannt. Bereits im September diesen Jahres hatten iPhone-, iPad- und iPod-Besitzer die Möglichkeit, aus über 900’000, teilweise kostenlosen, teilweise kostenpflichtigen, Apps zu wählen.

Durch die vermehrte Nutzung und Verbreitung des Internets sehen sich Unternehmen und Privatpersonen verstärkt mit den einhergehenden Risiken konfrontiert. Zwar sind die meisten Computer mit speziellen Virenprogrammen und Firewalls versehen, doch sind diese nicht immer auf dem neusten Stand und ermöglichen den Angreifern so, ihre schädlichen Anwendungen zu installieren und auszuführen. Die Methoden, mit denen die Hacker dabei vorgehen, werden immer ausgefeilter und professioneller.

Sicherheit im Internet

Internetnutzer sind zunehmend verunsichert über die Sicherheitsaspekte im WorldWideWeb. In den Medien ist vermehrt von Spionage-Angriffen auf Regierungen und Unternehmen, Kreditkartenbetrugsfällen und dem Diebstahl persönlicher Daten zu lesen. Die Anzahl neuer Schadprogramme, die Schwachstellen in Betriebssystemen und Softwareprogrammen ausnutzen, nimmt weiterhin zu. Auf IT-Sicherheit spezialisierte Unternehmen reagieren darauf mit der kontinuierlichen Aktualisierung der Anwendungsprogramme und immer durchdachteren Abwehrmechanismen. Dieses gegenseitige Wettrüsten wird in der Medienlandschaft teilweise als Cyber-War bezeichnet. Es wird immer deutlicher, dass die Sicherheit der eigenen Daten und eine intakte Privatsphäre nicht als Selbstverständlichkeit angesehen werden kann. Etliche Firmen beschäftigen sich mit der Aufgabe die Kommunikation über digitale Kanäle sicherer zu gestalten.

Gerade in jüngster Zeit haben Hacker vermehrt virtuelle Angriffe auf Unternehmen und Staaten durchgeführt. In den Medien werden meistens nur die Schaden verursachenden Attacken veröffentlicht, die Dunkelziffer an versuchten Angriffen ist somit deutlich höher als die von der Bevölkerung wahrgenommene Anzahl. Durch die zunehmende Verbreitung des Cloud Computings und der damit einhergehenden Auslagerung der Daten in die virtuelle Wolke entstehen zusätzliche Risiken, die es von Unternehmensseite aus zu managen gilt.

Experten sind sich darüber einig, dass die Angriffe gezielter und zeitlich optimierter passieren als noch vor wenigen Jahren. Die Hacker gehen nicht wahllos vor, sondern suchen explizit nach Schwachstellen in Betriebssystemen und Anwendungsprogrammen. Die Hintergründe und Motive der Hacker sind dabei sehr unterschiedlich. Finanzielle Interessen und weltverbessernde Ansichten sind nur einige davon. Unternehmen und staatliche Einrichtungen sehen sich verstärkt dieser Bedrohung ausgesetzt und investieren nun verstärkt in Abwehrsysteme. Etliche Unternehmen haben sich auf den Aufbau von informationstechnischen Sicherheitssystemen spezialisiert.

Investitionsmöglichkeiten

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