In die stabilsten Schweizer Unternehmen investieren

Mit tieferen Risiken lassen sich durchaus attraktive Renditen erzielen, dies zeigt eine kürzlich lancierte Strategie auf den Schweizer Aktienmarkt.
29.04.2016 09:30
Dominik Gottet, Public Distribution, UBS Investment Bank

Der K Switzerland Low Volatility Index selektiert monatlich die 20 Schweizer Titel mit den geringsten Kursschwankungen aus einem Basisuniversum. Das kann gerade in turbulenten Börsenzeiten massgeblich zur Beruhigung des Portfolios beitragen.

In den Wirtschaftswissenschaften ist seit den 1960er Jahren weitgehend die vorherrschende Meinung, dass ein geringeres Risiko mit tieferen Gewinnerwartungen einhergeht. Mit dem Aufkommen von Smart Beta-Strategien wird dieser Ansatz immer mehr in Frage gestellt. Untersuchungen zeigen, dass sich mit tieferen Risiken durchaus Überrenditen erzielen lassen.

Die effiziente Gewichtung

Dass bei der Gewichtung eines Index nicht zwingend die Marktkapitalisierung die effizienteste Methode ist, zeigen neuste Studien der Cass Business School. Diese Anlagestrategien, auch Smart Beta genannt, richten die Indexgewichtung nach Kriterien wie Dividenden,  Kurs-Gewinn-Verhältnis, Gleichgewichtung, Wachstumsraten oder auch Low-Volatility aus und zielen darauf ab, so den Vergleichsindex zu schlagen. Tatsächlich zeigt die im November 2015 veröffentlichte Smart Beta-Studie der Cass Business School, dass acht alternative Gewichtungskriterien im Zeitraum von Januar 1969 bis Dezember 2014 besser abschnitten als der kapitalisierungsgewichtete Vergleichsindex. Dabei wies die Low-Volatility Strategie unter allen acht untersuchten Gewichtungsansätzen eine der höchsten risiko-adjustierten Renditen auf. (Quelle: Artikel „Smart Beta: Part 2: What lies beneath?“ von Andrew Clare, Stephen Thomas und Nick Motson herausgegeben von Cass Business School und Powershares im November 2015)

Auch im Schweizer Aktienmarkt erfolgreich

Die Frage, ob eine Low-Volatility Strategie auch in der Schweiz funktioniert, zeigt die historische Rückbetrachtung des K Switzerland Low Volatility Index seit Anfang Februar 2006 eindrücklich. Demnach fällt nicht nur die Volatilität des Index – wie zu erwarten – geringer aus als beim SMI, sondern auch die im Schnitt erzielte Rendite ist mit 7,3 Prozent p.a. mehr als doppelt so hoch als die des Schweizer Leitindex. Die kumulative Outperformance gegenüber dem SMI beläuft sich so während der Betrachtungsperiode auf über 65%. Dies zeigt, dass auch am Schweizer Aktienmarkt mitunter gilt: In der Ruhe liegt die Kraft.

 

K Switzerland Low Volatility NTR Index vs. SMI TR Index

 

 

Quelle: Bloomberg, UBS / Zeitraum: 31.01.2006 bis 27.04.2016. Bei dieser Grafik handelt es sich vor dem 11.09.2015 um eine historische Rückbetrachtung des K Switzerland Low Volatility NTR Index.

 

Klar geregelte Indexmethodik

Das Basisuniversum des K Switzerland Low Volatility Index bilden alle Aktien die ihren Hauptsitz und ihr Hauptlisting in der Schweiz haben. Um einen reibungslosen Handel der Aktien sicherzustellen, muss jeder Titel die vom Indexmanager definierten Liquiditätsanforderungen erfüllen.

Aus diesem Basisuniversum werden anschliessend monatlich 20 Aktien selektiert, die über die 90 vergangenen Tage die geringste Kursvolatilität aufwiesen. Die inverse Kursvolatilität gibt zudem die Gewichtung der 20 Aktien im Index vor: Je schwankungsärmer sich eine Aktie im Vergleich zu den anderen Indexmitgliedern präsentiert hat, desto höher ist ihre Gewichtung im Index zum Anpassungstag. Dabei ist für jede Aktie im Index eine Maximalgewichtung von zehn Prozent vorgesehen, um ein Klumpenrisiko zu vermeiden.

Die drei grössten Positionen im Index sind aktuell PSP Swiss Property, Swiss Prime Site und Cembra Money Bank,  die zusammen etwas mehr als 20 Prozent auf die Waage bringen. Das kann sich aber schnell ändern, da der aufeinander abgestimmte Selektions- und Gewichtungsprozess einmal im Monat stattfindet. Zum Vergleich: Die Zusammensetzung des SMI als Leitindex der Schweiz wird nur einmal im Jahr überprüft und gegebenenfalls angepasst. Entsprechend schneller kann der K Switzerland Low Volatility Index auf neue Marktgegebenheiten reagieren.

Mitglieder des K Switzerland Low Volatility Index:

Quelle: Bloomberg, UBS / Stand: 27.04.2016

 
Die Produktlösung

Um kontinuierlich in die 20 stabilsten Schweizer Unternehmen zu investieren, bildet das UBS Tracker-Zertifikat (SIX Symbol: SOLVZU) den K Switzerland Low Volatility Index eins zu eins unter Berücksichtigung der Verwaltungsgebühr ab. Etwaige Netto-Dividenden der Indexmitglieder werden in den Index reinvestiert. Für die monatlich fortlaufenden Transaktionen des ausgeklügelten Selektionsprozesses fällt eine Verwaltungsgebühr von 1,00 Prozent pro Jahr an. Weitere Informationen zum K Switzerland Low Volatility Index finden Sie unter: ubs.com/lowvolatility