Erfolgsserie von Event-Driven-Fonds setzt sich ungebrochen fort

Die Performance von Event-Driven-Fonds legte in den letzten Wochen weiter zu. Den Hintergrund hierfür bildet die seit Jahresanfang weiterhin robuste Fusions- und Übernahmeaktivität, vor allem in den USA.
06.03.2017 17:00
Philippe Ferreira, Head of Research Managed Account Platform, Lyxor Asset Management

Nach Angaben von Dealogic erreichte die globale Fusions- und Übernahmeaktivität in diesem Jahr bislang ein Volumen von 490 Mrd. USD (Stand: 3. März). Auch wenn hierbei der M&A-Gesamtumsatz gegenüber dem gleichen Zeitraum im Vorjahr leicht rückläufig ist (-7%), geht dies im Wesentlichen auf eine geringere Zahl von Transaktionen in Asien zurück (-36% einschliesslich Japan). In den USA stieg das Volumen bei Fusionen und Übernahmen seit Jahresbeginn um 6% auf 221 Mrd. USD, angeführt vom Gas- und Öl- sowie vom Gesundheitssektor (+300% bzw. +62%, siehe Diagramm S. 1 im PDF). Die robuste Fusions- und Übernahmeaktivität in den USA ist Event-Driven-Managern förderlich, weil sie hauptsächlich in dieser Region engagiert sind. Mit einem Umfang von 31 Mrd. USD ist die Übernahme von Actelion durch Johnson & Johnson, die in Merger-Arbitrage-Portfolios an erster Stelle steht die bisher grösste in diesem Jahr beabsichtigte Transaktion.

Der Lyxor Event-Driven-Index legt nun die fünfte Woche in Folge zu und verzeichnet seit Jahresbeginn eine Outperformance gegenüber anderen Hedgefondsstrategien. Dies entspricht insofern unseren Erwartungen, als wir die Strategie in den letzten Quartalen übergewichteten. Für die nächste Zeit bekräftigen wir unsere Überzeugung, dass sich die Strategie in diesem Jahr gut entwickeln dürfte. Insbesondere dürfte die Steuerreform in den USA zu einer höheren Unternehmensaktivität führen, was sich für die Strategie als unterstützend erweisen würde.

Was die übrigen Hedgefondsstrategien betrifft, war der Februar für CTAs ein solider Monat. Sie entwickelten sich aufgrund der Rally bei Risikoanlagen und Rohstoffen überdurchschnittlich. Negativ war hingegen, dass einige Fixed-Income-Manager eine Underperformance für den kompletten Februar auswiesen. Global-Macro-Fonds blieben in der letzten Woche wegen ihrer Short-Positionen in europäischen Anleihen sowie der Erholung des Euro gegenüber dem US-Dollar zurück.