Europäische Märkte ziehen an – ziehen Sie mit

Aus Anlegersicht stimmt zurzeit einiges in Europa. Das weltweite Wachstum der Industrieländer scheint hier, wenn auch mit einer gewissen Verspätung, besonders zu greifen.
26.03.2015 13:55
Steffen Glos, Vertrieb UBS Funds, UBS Global Asset Management

Zudem läuft das von der Europäischen Zentralbank (EZB) angekündigte Programm der quantitativen Lockerung nun auf Hochtouren. Die Wirtschaft des Kontinents dürfte nun einen Gang zulegen, was vor allem relativ riskantere Segmente wie Aktien oder Hochzinsanleihen unterstützen sollte. Es ist ein guter Zeitpunkt sich zu entsprechend zu positionieren.

Lange Zeit lag das Potenzial in Europa brach. Von volkswirtschaftlichen Wirren über währungspolitische Turbulenzen bis hin zu geopolitischen Zerwürfnissen, Europa musste in den letzten Jahren vieles über sich ergehen lassen. Dies führte zu Unsicherheit und Vorsicht unter Investoren. Die hiesigen Finanzmärkte gerieten gegenüber denen anderer Industrienationen ins Hintertreffen.

Positive Faktoren überwiegen

Der Franzose kennt eine Maxime – Reculer pour mieux sauter. Die Wirtschaft und die Märkte des alten Kontinents sind nun in der Lage, das Verpasste aufzuholen, Gewinne zu erzielen und gerade auch relativ etwa zum amerikanischen Markt eine Outperformance zu generieren.

Verschiedene Faktoren legen dieses Szenario nahe. Die EZB hat mit der angekündigten quantitativen Lockerung begonnen. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um ein Programm, systematisch Staatsanleihen und sichere Unternehmensanleihen aufzukaufen. Dies geschieht in einem Ausmass, das den regulären Markt für solche Papiere deutlich beeinflusst und die entsprechenden Renditen stark drückt. Anleger, die ein gewisses Einkommen anstreben sehen sich demnach gezwungen, auf andere Anlageklassen auszuweichen, etwa Aktien oder hochverzinsliche Anleihen, was wiederum die Nachfrage nach solchen Anlagen verstärkt.

Durch die effektive Geldmengenerhöhung, welche die EZB mit ihren Käufen auslöst, schwächt sich zudem der Euro gegenüber anderen Währungen ab. Exporte ausserhalb der Eurozone leisten einen wesentlichen Beitrag zur europäischen Konjunktur. Exporteure dürfen auf höhere Unternehmensgewinne hoffen, ein Effekt, der sich auch auf andere Wirtschaftssegmente durchschlagen dürfte. Höhere Gewinnerwartungen sind ein positives Signal für die Aktienmärkte.

Es geht aber nicht nur um die quantitative Lockerung. Neue Daten zur Kreditvergabe an Unternehmen deuten auf eine Erholung dieses wichtigen Konjunkturindikators. In den vergangenen Jahren schrumpfte das europäische Kreditwesen, was eine deutliche Belastung darstellte. Hier könnte nun eine Kehrtwende stattfinden. Der private Konsum dürfte ebenfalls wieder anziehen, nicht zuletzt wegen des tiefen Öl- bzw. Benzinpreises, welcher das verfügbare Einkommen der Konsumenten entlastet.

Riskantere Anlageklassen im Aufwind

Wenn die Konjunktur anzieht, das Vertrauen von Investoren wächst und somit auch die Märkte steigen, sind es meist riskantere Anlagen, die überproportional profitieren. Gerade diese Anlageklassen wurden in der Regel während der Baisse besonders in Mitleidenschaft gezogen, womit sich das Aufholpotenzial hier besonders ausprägt. In Europa haben die Aktienmärkte seit Anfang Jahr bereits deutlich zugelegt. Eine weitere Outperformance ist zu erwarten. Ebenfalls eine interessante Anlageklasse sind hochverzinsliche Anleihen. Auch hier verzeichneten wir 2015 bereits deutliche Zuflüsse.

Es spricht einiges dafür, dass diese Trends weiter anhalten dürften. So erwarten wir, dass der Euro seine Abwertung gegenüber dem US-Dollar fortsetzen wird. Unser Marktmodell deutet zudem an, dass höhere Gewinnerwartungen und Währungseffekte sich nicht so schnell auf die Aktienmärkte auswirken, wie vielleicht angenommen. Mit anderen Worten, da liegt noch einiges drin. Die Auswirkungen der quantitativen Lockerung auf die Kapitalflüsse sind zudem real und sollten eine längerfristige Unterstützung bewirken.

Wachstums- vs. einkommensorientierte Investoren

Im Rahmen des ultralockeren geldpolitischen Umfelds bestehend aus Tiefzinspolitik und quantitativer Lockerung versiegen die traditionellen Einkommensquellen wie etwa Staatsanleihen oder gar Geldmarktpapiere. Für wachstumsorientierte Investoren, die vorwiegend Kapitalgewinne anstreben, stellt dies keine Hürde dar. Ihr Augenmerk gilt ohnehin den Aktien. Anleger, die sich ein regelmässiges Einkommen zum Ziel setzen, sind hingegen gezwungen, auch auf für ihre Verhältnisse unüblichere Anlagen zurückzugreifen. Gerade Aktien und hochverzinsliche Anleihen können sowohl aus Einkommens- wie auch aus Wachstumsperspektive interessant sein.

Entscheidend sind Erfahrung und Knowhow. Risiken schmälern wir mit Diversifikation. Streuung über verschiedenen Bonitäten, Branchen und Regionen bringt das Emittentenrisiko bei Hochverzinslichen Anlagen auf ein beinahe vernachlässigbares Niveau, da kein einzelner Emittent ein grosses Gewicht im Portfolio einnimmt. Selbst bei einer erhöhten Ausfallinzidenz, in einer bestimmten Branche etwa, bleibt das Risiko durch die Streuung gering. Auf der Aktienseite kann man sich zudem auf Titel mit ansprechenden Dividenden konzentrieren. Mit solchen Strategien lassen sich Gewinne erzielen und Einkommen generieren.

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