Hedge Funds – für eine bessere Diversifikation

Hedge Funds sind besser als der Ruf, der ihnen vorauseilt. Ihre Qualitäten sind vor allem in einem gemischten Portfolio gefragt, wo sie versuchen, für eine stabilere Performance zu sorgen.
15.01.2016 01:00
René Steiner, Region Head UBS Hedge Fund Solutions, UBS Asset Management

Das Vertrauen in Hedge Funds hat als Folge der Finanzkrise 2008/09 gelitten. Nach einigen Ausreissern unter den Fonds, die enorme Risiken eingegangen waren und in der Krise kollabiert sind, galten sie vielen Investoren als zu riskant. Dabei geht oft vergessen, dass manche Hedge Funds diese schwierige Phase besser überstanden haben als traditionelle Anlagefonds.

Der Grund, weshalb Anleger auch Hedge Funds berücksichtigen sollten, ist ihre Wirkung in einem gemischten Portfolio. Hedge-Fund-Manager investieren grund­sätzlich in dieselben Anlageklassen wie Manager traditioneller Fonds, haben aber mehr Freiheiten bei der Umsetzung ihrer Anlagestrategien. So können Hedge-Fund-Manager zum Beispiel Wertschriften leer verkaufen und damit auch in fallenden Märkten Geld verdienen.

Diese und andere Eigenschaften machen Hedge Funds zu einem wichtigen Bestandteil einer Asset Allocation für die kommenden, nach unserer Einschätzung schwierigeren Jahre an den Finanzmärkten. Die von den Zentralbanken zur Krisenbekämpfung eingeleitete grosszügige Versorgung der Märkte mit Liquidität liess während  einigen Jahren sowohl an den Aktien- als auch an den Anleihenmärkten die Kurse steigen. Das Jahr 2015 hat nun gezeigt, dass es anspruchsvoller wird, gute Renditen zu erzielen. Die Volatilität stieg im letzten Jahr übrigens auf das höchste Niveau seit 2008! Die Erhöhung der Leitzinsen in den USA im Dezember letzten Jahres war von den Märkten erwartet worden und die Auswirkungen dieses Zinsschrittes auf die Märkte waren deshalb sehr begrenzt.

Grössere Schwankungen an den Märkten

Die Aussichten für Aktien beurteilen wir insgesamt weiterhin positiv, auch wenn die regionalen Märkte von der Bewertung her unterschiedlich attraktiv sind. Die Volatilität an den Aktienmärkten dürfte angesichts verschiedener Ungewissheiten (wirtschaftliche Entwicklung in China und anderen Schwellenländern, geldpolitische Entscheide, geopolitische Risiken) hoch bleiben. Für Anleihen bleibt das Umfeld schwierig. Bei erstklassigen Staatsanleihen stehen Anleger vor der Situation, dass zu den minimalen oder gar negativen Zinsen noch die Risiken von Kursverlusten infolge weiterer Zinserhöhungen hinzukommen. Was tun in so einer Situation?

Mit Hedge Funds flexibel bleiben

Vor diesem Hintergrund ist es wichtig, dass Anleger sich möglichst viele Optionen offenhalten. Gefragt sind Anlageformen, die ein hohes Mass an Flexibilität bieten. Dies ist bei Hedge Funds grundsätzlich der Fall. Anleger werden zunehmend dort investieren, wo sie ein günstiges Renditeprofil vorfinden. Konkret: Sie wollen gar keine oder möglichst geringe Kursverluste bei sinkenden Märkten, und bei Aufwärtsbewegungen möchten sie dennoch "dabei sein". Um derartige Renditen zu erzielen, die mit einer Kombination von traditionellen Anlagen und Indexprodukten kaum möglich sind, müssen unseres Erachtens folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Ein Risikomanagement, welches aktiv und kontinuierlich das Portfolio auf seine Sensitivität gegenüber Aktien- und Anleihenmärkten überprüft
  • Ein Relative-Value-Ansatz, der Renditen grösstenteils unabhängig von der allgemeinen Marktentwicklung generieren kann
  • Der Einsatz verschiedener Hedge-Fund-Strategien zur besseren Diversifikation und der Schaffung von Möglichkeiten, das Portfolio im Bedarfsfall neu auszurichten

Hedge Funds und ihre Performance sollten nicht isoliert betrachtet werden. Wichtig ist vielmehr ihre Rolle in einem gemischten Portfolio. Dabei haben Untersuchungen immer wieder gezeigt, dass sie eine stabilisierende Wirkung auf die Wertentwicklung eines Portfolios haben können. In Zeiten massiver Marktkorrekturen können Hedge Funds dazu beitragen, das Ausmass der Verluste einzudämmen und somit die Erholungszeit bis zum Erreichen des Vorkrisenniveaus deutlich zu verkürzen. Nach Einschätzung von UBS dürften die Bedingungen für Hedge Funds nun günstiger sein als im letzten Jahr. Der Grund: Verschiedene Faktoren wie zum Beispiel die Normalisierung der Geldpolitik in den USA bei einer gleichzeitig anhaltenden lockeren Geldpolitik in der Eurozone und in Japan dürften eine unterschiedliche Entwicklung von Regionen und Sektoren in allen Anlageklassen fördern. Daraus ergeben sich mehr Handelschancen für Hedge-Fund-Manager.

Besserer Zugang für Privatanleger

Um auch Privatanlegern vermehrt Zugang zu Hedge-Fund-Strategien zu verschaffen, haben verschiedene Anbieter entsprechende UCITS-Fonds auf den Markt gebracht. Diese nach europäischen Richtlinien streng regulierten Fonds investieren in der Regel in verschiedene Strategien und sind liquider als viele Funds of Hedge Funds, bei denen Verkäufe oftmals nur alle drei Monate möglich sind. UCITS-Fonds können somit dazu beitragen, Vorurteile gegenüber Hedge Funds auszuräumen und deren wertvolle Eigenschaften einem grösseren Kreis von Anlegern nutzbar zu machen.  

Mehr Informationen finden Sie unter www.ubs.com/hedge-funds sowie unter www.ubs.com/funds

 

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