Heterogene Teilnahme an der Risikorally

In der letzten Woche standen an den Märkten die willkommenen und ermutigenden Wirtschaftsdaten für Oktober im Mittelpunkt, in denen möglicherweise ausbleibende Aktionen aufseiten der Notenbanken ausserhalb der USA eingepreist, eine straffere Haltung der Fed verdaut und ein Einstieg in die Rally vorgenommen wurden.
10.11.2015 11:00
Philippe Ferreira, Head of Research Managed Account Platform, Lyxor Asset Management

Zu verarbeiten gab es eine Vielzahl von Veröffentlichungen bei Wirtschaftsdaten und Gewinnen je Aktie, die per Saldo eine beruhigende Sicht auf die leichte globale Erholung vermittelten. Zusammen mit der Einpreisung weiterer Lockerungsmassnahmen in Europa und China (möglicherweise auch in Japan) fachten der Risikoaufbau beim Smart Money und bessere technische Daten eine Risikorally an. Dadurch wurde die seit August entstandene Lücke zumeist gefüllt.

Allmählich tauchen Anzeichen auf, dass den Rallyimpulsen möglicherweise die Luft ausgeht. Tatsächlich liegen die Bewertungen wieder auf dem gleichen Niveau wie vor dem Ausverkauf, bei der Eindeckung von Short-Positionen erfolgt ein Rückzug aus Aktien mit geringerem Schutz und der Risikoaufbau beim Smart Money ist erreicht.

Während sich Hedgefonds in der Ausverkaufsphase widerstandsfähig zeigten, gaben sie im Laufe der Rally einen Teil ihres Vorsprungs an traditionelle Vermögenswerte ab. In ihrer Gesamtperformance spiegeln sich in dieser Woche heterogene Strategierenditen wider.

Das Rad drehte sich zugunsten der Event-Driven- und der L/S-Equity-Strategie mit dem stärksten Long-Bias, die dem Ausverkauf als erste zum Opfer gefallen waren. Beide Strategien machten verlorenen Boden weiter gut, insbesondere in ihren bevorzugten Sektoren: Technologie, Kommunikation und Konsumgüter.

Demgegenüber verzeichneten CTAs eine unterdurchschnittliche Performance, da ihnen ihr Long-Engagement in Anleihen zu schaffen machte. Kurzfristige US-Zinsen trugen die Hauptlast der restriktiven Äusserungen vonseiten des FOMC. Global Macro präsentierten sich unverändert, ihre Verluste bei Zinsen wurden durch Gewinne bei ihren Long-Positionen in USD-Währungspaaren aufgewogen. Fonds aus Schwellenländern und Asien lagen im Hintertreffen, denn auch sie standen unter dem Druck der Fed und des Dollars.

In dem Masse, in dem die Handelsimpulse bei Risikoanlagen allmählich nachlassen und nach wie vor Unsicherheiten über den weiteren Kurs der US-Notenbank bestehen, bieten Hedgefonds ein ausgewogenes Engagement am Markt.