MARKTSTIMMEN

Mobilität der Zukunft: Sind wir schon da?

«Mobil sein» ist heute eine Selbstverständlichkeit. Die Beförderung von Personen oder Waren – sei es innerhalb einer Stadt oder über eine grössere Distanz – ist eine wichtige Errungenschaft moderner Gesellschaften. Transport und Verkehr sind zugleich aber auch wichtige Wirtschaftsfaktoren, die sich zusehends verändern.
09.12.2020 16:15
Roland Fischer, Head of Lyxor ETF Sales Switzerland & Liechtenstein

Lukas Neckermann, Managing Director bei Neckermann Strategic Advisors, befasst sich unter anderem damit, wie sich das Transport- und Verkehrswesen verändert und welche Faktoren auf den Bereich Future Mobility einwirken. Als externer Experte steht er dem Indexanbieter MSCI bei der Identifizierung erfolgversprechender Unternehmen mit seinem Know-how beratend zur Seite.

Die Mobilität der Zukunft beschränkt sich nicht auf den Elektromotor!

Beim Begriff Future Mobility denken viele zuallererst – und zu Recht – an den Elektromotor und die uns an immer mehr Stellen begegnende Elektromobilität. Der Klimawandel zwingt uns, auf Technologien mit geringeren Treibhausgasemissionen umzusteigen. Bereits heute erfreuen sich elektrobetriebene Fahrräder (E-Bikes) und E-Roller grosser Beliebtheit und auch das Elektroauto wird in den kommenden Jahren seine Erfolgsgeschichte weiter fortschreiben.

Eine der grössten Barrieren für Elektrofahrzeuge sind die bislang begrenzten Lademöglichkeiten und -kapazitäten. Allerdings wird mit Hochdruck am Ausbau des Netzes an Ladestationen gearbeitet. Vielleicht sind Ihnen auch schon die Ladestationen aufgefallen, die vermehrt nicht nur in deutschen Innenstädten vorzufinden sind. Die Einführung moderner Ladestationen beschleunigt den Ladevorgang, der dann nur noch Minuten statt Stunden dauert. Zahlreiche Unternehmen arbeiten zudem daran, leistungsstärkere und günstigere Batterien bzw. Akkus herzustellen. Dies hat zur Folge, dass die über die gesamte Lebensdauer anfallenden Kosten für Elektrofahrzeuge bis Mitte der 2020er-Jahre im Vergleich zu Fahrzeugen mit Benzinmotor immer wettbewerbsfähiger werden.

Der Umstieg auf Elektrofahrzeuge wird jedoch nur eine unter vielen Veränderungen im Verkehrswesen sein. Lukas Neckermann hat zum Thema Future Mobility verschiedene Trends definiert und daraus Einflussfaktoren abgeleitet, die diese verstärken beziehungsweise Lösungen dazu anbieten.

Neben der Elektromobilität ist das autonome Fahren ein bestimmendes Thema. Bereits heute investieren Unternehmen, wie beispielsweise Google, in die Weiterentwicklung des autonomen Fahrens. Natürlich sind die Beweggründe im Fall Google dabei nicht ganz uneigennützig: Wer auf dem Weg zur Arbeit nicht selbst fahren und auf den Strassenverkehr achten muss, kann diese Zeit genauso gut im Internet verbringen, Werbung konsumieren oder online auf Einkaufstour gehen.

Autonomes Fahren beschränkt sich nicht nur auf private Pkws – selbstfahrende Elektrofahrzeuge werden auch in den öffentlichen Personenverkehr Einzug halten. Dank einer immer besseren Vernetzung, einem höheren Grad an Automatisierung, der Zunahme gemeinschaftlich genutzter Beförderungsmöglichkeiten und der voranschreitenden Elektromobilität lassen sich integrierte Verkehrssysteme erschaffen, in denen Nutzer von Navigations-Apps und Plattformen für nahezu jede denkbare Fahrt beliebig zwischen Zügen, Bussen, Car-Sharing, Bike-Sharing, E-Scootern, autonomen Shuttle-Bussen und anderen autonomen Fahrzeugen wählen können.

Auto fahren ja, eigenes Auto besitzen, nein!

Auch der Ansatz der Sharing Economy, dass also die Dinge geteilt werden, anstatt zum Beispiel ein Auto zwingend zu besitzen, rückt beim Thema Mobilität immer mehr in den Fokus. Wenn Autos irgendwann nicht mehr „gekauft“, sondern nur noch „genutzt“ werden, stellt das die klassischen Geschäftsmodelle in den Bereichen Transport, Reisen und Automobil zunehmend infrage. Sharing-Economy-Trends wie Car- Sharing, Car-Pooling (Fahrgemeinschaften) und Ride-Sharing (Mitfahrdienste) machen unser Verkehrssystem schon jetzt effizienter. Einer Studie zufolge ersetzt ein Car-Sharing-Fahrzeug 9 bis 13 Fahrzeuge in individuellem Besitz.1

Fazit

Um die Eingangsfrage „Sind wir schon da?“ zu beantworten: Nein! Wir befinden uns inmitten einer Entwicklung, die in den kommenden Jahren mit teils revolutionären Innovationen die Märkte erobern wird. Und dabei geht die Mobilität der Zukunft weit über die bald schon klassisch zu nennende erste Stufe der Elektromobilität hinaus. Die Kunst für Anleger besteht darin, diejenigen Unternehmen zu identifizieren, die für die Realisierung dieser Trends die beste Ausgangsbasis haben und damit zu Vorreitern der Zukunft der Mobilität werden. Gemeinsam mit dem Indexanbieter MSCI, der über umfangreiche Unternehmensdaten verfügt, und dem Branchenexperten Lukas Neckermann nutzen wir modernste Finanzdatenanalysen sowie Techniken der Künstlichen Intelligenz, wie im Leitartikel beschrieben, um die Unternehmen zu entdecken, die schliesslich Einzug in den MSCI Future Mobility Index erhalten. Zusätzlich kommt ein ESG-Filter zur Anwendung, um den abbildenden Lyxor ETF verantwortungsbewusst auszurichten. Regelmässig wird der Index auf seine Aktualität hin überprüft, sodass gewährleistet ist, dass die enthaltenen Aktien die gegenwärtigen Entwicklungen im jeweiligen Themenfeld repräsentieren.

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1Impacts of car2go on Vehicle Ownership, Modal Shift, Vehicle Miles Traveled, and Greenhouse Gas Emissions: An Analysis of Five North American Cities”: https://tsrc.berkeley.edu/publications/impacts-car2go-vehicle-ownershipmodal-shift-vehicle-miles-traveled-and-greenhouse-gas
 

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