Kolumne

Schluss mit «indirektem Gegenvorschlag»!

Stritti nervt sich über den «ziemlich hinterhältigen Versuch», wie der Souverän ausgetrickst wird - und fordert Konsequenzen.
04.03.2013 00:30
Hermann Strittmatter, VR-Präsident GGK Zürich
Schluss mit «indirektem Gegenvorschlag»!
Bild: ZVG

Nicht wenige Stimmberechtigte staunten nicht schlecht, als sie realisierten, dass bei einem Nein zur Abzocker-Initiative automatisch ein "indirekter Gegenvorschlag" des Parlaments in Kraft treten würde.

Noch mehr Stimmberechtigte wussten gar nicht, dass es diesen ziemlich hinterhältigen Versuch, den Souverän auszutricksen, überhaupt gibt.

Ausser, es müsste dann gegen diesen Gegenvorschlag ein Referendum ergriffen werden. Was in diesem Falle die Revision des Aktionärrechts wieder verzögern würde.

Was uns auf den heimtückischen Verdacht bringen könnte, dass einige von denen, die den Gegenvorschlag befürworteten, zu jenen gehören, die sich dann an diesem Referendum beteiligen würden. Eine unerträgliche Vorstellung.

Schafft also bitte diese unsägliche "Indirektheit" ab. So kommt ein solcher Verdacht schon gar nicht auf. Frage: Wie kann man sie so rasch wie möglich wieder loswerden?

Das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in unser politisches System ist ohnehin schon genug ramponiert.

 

Hermann Strittmatter

Hermann Strittmatter ist aktiver VR-Präsident der von ihm gegründeten Werbeagentur GGK in Zürich. Betriebswirtschafter, Swissair-Werber, Weinbauer, Gastrokritiker und Kommunikationsberater für Wirtschaft und Politik. Schreiben Sie Ihre Meinung Hermann Strittmatter direkt stritti2@bluewin.ch oder an die Redaktion.