Börsenlexikon

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Beschreibung
Call Option

Eine Call Option (Kaufoption) enthält das Recht, nicht aber die Pflicht, zu einem festen Zeitpunkt (europäischer Optionstyp) oder während einer bestimmten Frist (amerikanischer Optionstyp) einen bestimmten Basiswert zu einem genau festgelegten Preis (Strike/Ausübungspreis) in einer bestimmten Mende zu kaufen. Ein steigender Preis des Basiswerts führt daher zu einer Wertsteigerung des Optionsrechts und damit der Option. Inhaber von Calls profitieren folglich von steigenden Kursen des Basiswerts. Und dies überproportional.

Cap

Der Cap ist die eingebaute Obergrenze eines strukturierten Produkts, bis zu der die Inhaber an Gewinnen des Basiswertes partizipieren. Der Cap wird meist bezogen auf den Kurs des Basiswerts angegeben.
Der Wert des Produkts kann diesen Cap niemals überschreiten. Im Gegenzug sind diese Produkte in der Regel günstiger als ein vergleichbarer Produktetyp ohne Cap bzw. als der Basiswert selbst.

Capped-Outperformance Zertifikate

Bei einem Capped-Outperformance Zertifikat ist, innerhalb eines definierten Bereichs, gegenüber dem Basiswert ein doppelter Ertrag möglich. Dieser Bereich liegt zwischen dem Preis des Basiswerts bei Ausgabe des Zertifikats und dem vordefinierten Cap. Der Anleger partizipiert aber nicht an Kursgewinnen, welche den Cap übersteigen. Liegt der Kurs des Basiswerts bei Verfall unter dem Startniveau, wird der Basiswert geliefert. Liegt er darüber, findet eine Barabgeltung statt.

Cash-Settlement

Abwicklung der Rückzahlung von Derivaten mittels einer Geldzahlung.

Cashflow

Der Cashflow gibt Auskunft über die Innenfinanzierungskraft eines Unternehmens. Er wird aus dem Jahresgewinn zuzüglich der Abschreibungen auf Sachanlagen und den Veränderungen der langfristigen Rückstellungen berechnet. In der Praxis werden je nach Betrachtungsweise verschiedene Arten von Cashflows unterschieden (operativer Cashflow, Free Cashflow usw.).

Chart

Charts sind grafische Darstellungen der Kurs- und Umsatzbewegungen von Anlageinstrumenten bzw. Märkten.

 

 

Chartanalyse

Auch Technische Analyse genannt. Analyse des Kursverlaufs von Anlageinstrumenten ohne Berücksichtigung fundamentaler Aspekte. Anhand verschiedener Trends (Primär-, Sekundär-,Tertiärtrend), angenommenen Widerstands- und Unterstützungszonen, Durchschnittslinien, typischen Kursformationen usw. versucht der Chartanalytiker den günstigsten Zeitpunkt zum Kauf oder Verkauf eines Wertpapiers ausfindig zu machen. Zu den bekanntesten grafischen Formationen zählen Kopf-Schulter-Formationen, Dreiecke, Keile und Wimpel.

Closed-End-Fund

An der Börse wie eine Aktie gehandelter Aktienfonds. Closed-End heisst, es werden keine zusätzlichen Anteile herausgegeben.

Commodities

Englischer Begriff für Rohstoffe.

Compliance

Compliance bezeichnet alle Massnahmen, die der Einhaltung von Verhaltensmassregeln, Gesetzen und Richtlinien durch ein Unternehmen dienen.

Composite

Entspricht die Handelswährung eines Strukturierten Produkts nicht der Währung des Basiswerts, so handelt es sich um ein Composite-Produkt. Der Preis des Produkts ergibt sich aus der Kursentwicklung des Basiswerts und den Veränderungen des Wechselkurses. Eine mögliche Absicherung wird durch die Quanto-Ausgestaltung umgesetzt.

Compound Yield

Gesamtrendite aus Kursgewinn/verlust plus Zins- oder Dividendenertrag.

Contango

Begriff aus dem Rohstoffhandel. Bei "Contango" ist er Kassapreis ist tiefer als der Preis der Terminware. Den umgekehrten Fall nennt man "Backwardation".

 

Contrarian-Methode

Investieren gegen den vorherrschenden Trend, antizyklisches Handeln.

Convertible Bond (Wandelanleihe)

Der Inhaber einer Wandelanleihe kann diese während der Laufzeit in eine bestimmte, vorher festgelegte Anzahl von Aktien der emittierenden Aktiengesellschaft umtauschen. Mit dem Umtausch in Aktien endet die Wandelanleihe. Findet keine Ausübung des Wandlungsrechts statt, wird die Anleihe am Ende der Laufzeit zurückbezahlt.

Convertible price (Wandelpreis)

Der Wandelpreis bei Exchangeable-Zertifikaten. Erst wenn der Kurs des Basiswerts den Wandelpreis übersteigt, beginnt die eigentliche Partizipation an der positiven Kursentwicklung des Basiswerts.

Convertibles

Wandelobligationen

Coppock

Der Coppock-Indikator ist ein modifizierter, linear gewichteter gleitender Durchschnitt. Als Datenpunkte dienen die prozentualen Kursveränderungen des Wertes. Dabei wird eine Reihe von x-Tagesveränderungen herangezogen. Der neueste Wert wird am stärksten gewertet, der letzte Wert der x-Tageperiode am wenigsten. Die Summe der Produkte teilt man durch die Anzahl der Tage und erhält als Ergebnis den Coppock-Indikator. Da er als Trend-Folge-Indikator ausgelegt ist, kann man ihn analog den gleitenden Durchschnitten verändern. Der Coppock liefert ein Kaufsignal, wenn er nach einem längeren Rückgang nach oben dreht. Die Umkehr sollte unterhalb der Null-Linie stattfinden. Ein Verkaufssignal entsteht, wenn der Coppock nach einem längeren Aufstieg sich wieder nach unten dreht, wobei die Umkehr über der Null-Linie stattfinden muß. Auf Kaufsignale sollte man umgehend reagieren, während man sich im Falle eines Verkaufsignals durchaus noch etwas Zeit lassen kann.

Corner

In der angelsächsischen Börsensprache bezeichnet ein Corner der Versuch einer Gruppe von Börsianern oder eines einzelnen Großspekulanten, alle verfügbaren Stücke eines Anlageinstrumentes aufzukaufen, um sie vom Markt zurückzuhalten und den Käufern den Preis diktieren zu können bzw. die Kurse in die Höhe zu treiben.

Corporate Bond Market

Markt der Unternehmens-Anleihen.

COSI (Besichert)

Pfandbesicherung von strukturierten Produkten. Das Ziel ist es, das Emittentenrisiko zu minimieren. Dazu werden vom Emittenten auf Basis des Marktpreises und der Bewertung liquide Wertschriften als Sicherheiten bei der SIX SIS (Gesellschaft der Schweizer Börse) hinterlegt. Sollte es zu einem sogenannten Verwertungsfall kommen, werden die Sicherheiten veräussert und der Nettoerlös anteilsmässig an die Anleger ausbezahlt.

 

Cost averaging

Durchschnittspreis-Methode.

Coupon

Ein Coupon von französisch couper (schneiden; ausschneiden) ist der Abschnitt eines Wertpapieres, der zur Einlösung eines Gewinnanteils («Dividendenschein») oder Zinses («Zinsschein») berechtigt. Im Börsenjargon wird der Begriff auch als Synonym für den Nominalzins einer Obligation verwendet. Dabei besagt ein Coupon von 6 %, dass zum jeweiligen Zinstermin 6 % des Nominalwerts als Zins bezahlt wird.


 

Coupon at risk

Der Coupon wird bei Eintreffen eines bestimmten Szenarios nicht ausgezahlt.

Courtage

Vermittlungsprovision an die Börsenmakler/Banken im Wertpapierhandel. Die Höhe der Courtage variiert von Bank zu Bank. Grössere Aufträge sind jedoch bei den meisten Banken anteilmässig günstiger als kleinere.

Covered Warrant

Zu Beginn des Optionshandels und auch heute noch versteht man unter den so genannten "gedeckten Optionsscheinen" Aktien-Optionsscheine, die das Recht zum physischen Bezug von Aktien verbriefen, die sich während der Laufzeit des Optionsscheins in einem gesondert gehaltenen Bestand befinden. In neuerer Zeit wird immer mehr auf das Instrumentarium des Deckungsbestandes verzichtet. Stattdessen stellen die Emittenten durch den Abschluss von weiteren Finanztransaktionen sicher, dass Lieferansprüche des Optionsscheininhabers bei Ausübung des Optionsrechts erfüllt werden. Darüber hinaus werden mittlerweile auch solche Optionsscheine vom Begriff "Covered Warrants" erfaßt, bei denen statt der physischen Lieferung ein Barausgleich möglich ist.

 

Crash

Extremer Kursrückgang: Börsensturz an einem Tag von über 20%.