Börsenlexikon

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Beschreibung
EBIT

Betriebsgewinn. EBIT: Abkürzung von Earnings before Interest und Taxes. Einkommen vor Zinsen und Steuern. Der Betriebsgewinn wird oft im Verhältnis zum Umsatz gesetzt. Dies ergibt die Betriebsgewinnmarge.

Effekten

Ältere Bezeichnung für Wertpapiere. Neben Aktien bezeichnet man z. B. auch Anleihen und Investmentanteile als Effekten. Vielfach wird heute noch die Wertpapierbörse als Effektenbörse und die Wertpapierabteilung als Effektenabteilung bezeichnet.

Effektenfonds

Anderer Begriff für Anlagefonds

Effektive Stücke

Tatsächlich physisch vorhandene Wertpapiere mit Mantel, Bogen, Zins- oder Dividendenschein.

Effektivverzinsung

Die tatsächliche Verzinsung, die ein Wertpapier unter Berücksichtigung aller Ankaufs- und Verkaufsgebühren, des Erwerbs- und Rückzahlungskurses, eventueller Ab- oder Aufschläge (Agio, Disagio), der Laufzeit und der Form der Tilgung usw. erbringt.

Eidgenossen

Schweizer Staatsobligationen

Eigenhandel

Der auf Rechnung und Konto der Kreditinstitute vorgenommene Handel mit Wertpapieren. Neben dem normalen Kundengeschäft handeln die Banken auch auf eigene Rechnung, insbesondere bei nicht amtlich notierten Wertpapieren. Vielfach sind auch sogenannte Stützungskäufe zu beobachten: Wenn eine Aktie stark fällt und die Bank ein Interesse an stabilen Kursen hat, wird der Kurs des Papiers mit Käufen auf eigene Rechnung gestützt.

Eindecken

Hat ein Börsianer z. B. Aktien verkauft, in der Hoffnung, sie bei einem erwarteten Kursabschwung billiger erwerben zu können (Leerverkauf), muß er diese Leerposition baldmöglichst glattstellen, indem er sich mit den entsprechenden Papieren "eindeckt".

Einmaleinlage, Einmalprämie, Einmalbeitrag

Einmalige Einzahlung in eine Versicherungspolice gleich bei Vertragsbeginn im Unterschied zur regelmässigen Prämienzahlung.

Einzahlplan

Regelmässige Einzahlung auf ein Fondskonto und regelmässiger Fondskauf. (Auch Fondssparplan).

Emerging Markets

Schwellenländer, junge aufstrebende Wirtschaftsnationen.

Emission

Emission (vom lateinischen emittere = herausgeben, hinaussenden) ist die Ausgabe von Wertpapieren. Die Emission bezeichnet das öffentliche Angebot eines Wertpapiers zur Aufnahme an einem geregelten Markt. Die Emission erfolgt entweder auf direktem Wege (Selbstemission) oder durch Vermittlung von Kreditinstituten (Fremdemission). Meist erfolgt sie durch Vermittlung einer Bank (Emissionsbank) oder einem Zusammenschluß von Banken (Emissionskonsortium). Das Kreditinstitut führt dabei entweder den Verkauf kommissionsweise für Rechnung des Emittenten durch oder übernimmt die Wertpapiere zu einem festen Kurs und bietet sie zu einem höheren Kurs dem Publikum an (Platzierung). Die Erlöse aus der Emission fliessen entweder dem Unternehmen zu oder gehen an die bisherigen Gesellschafter.

 

Emissionspreis

Preis, zu dem eine Aktie oder Obligation auf den Markt kommt.

Emittent

Institution, die Wertpapiere ausgibt, z. B. eine Bank, eine Aktiengesellschaft, ein Staat.

 

Entnahmeplan

Regelmässige Auszahlung aus dem Investmentdepot.

Eröffnungskurs

Der bei Beginn der Börse im variablen Handel festgestellte erste Kurs.

Erstausgabepreis

Preis, zu welchem ein Fondsanteilschein bei der Erstausgabe verkauft wird.

Ertragslage

Gesamtheit aller fundamentalen Daten bezüglich der Gewinne einer Gesellschaft.

Eskomptieren

Vorwegnehmen eines erwarteten Ereignis (z. B. Dividendenanhebung, Zinssenkung usw.) im Kurs. Ahnt ein Börsianer zum Beispiel eine Dividendenanhebung, so wird er versuchen, die entsprechende Aktie vorher zu kaufen. Dadurch können Kurssteigerungen entstehen, das heißt: Die im Augenblick der Bekanntgabe einer höheren Dividende zu erwartende Kurserhöhung wird bereits vorweggenommen (eskomptiert).

ETF

Exchange Traded Funds ETF sind börsengehandelte Fonds und sind daher ein mit Aktien vergleichbar flexibles und liquides Anlageinstrument. ETFs bilden die Kurs- und Renditeentwicklung eines zugrunde liegenden Index ab.

ETF (Exchange-Traded Fund)

Börsengehandelte Investmentfonds. Im Gegensatz zu traditionellen Fonds gibt es keine tägliche, sondern eine kontinuierliche Preisfeststellung und keine Ausgabeaufschläge.

Ethische Anlagen

Geldanlagen, die neben den wirtschaftlichen Anlagezielen Rendite, Sicherheit und Verfügbarkeit auch ethische Wertvorstellungen des Anlegers berücksichtigen. Oft wird auch von ethisch-nachhaltiger Geldanlage, nachhaltigem, ökologischem und sozial verantwortlichem Investment gesprochen. Oft wird mit einer Ausschlussliste gearbeitet. Bestimmte Branchen z.B. Rüstung, Alkohol, Tabak usw. werden bei den Investitionen ausgeklammert.

Eurex

Europäische Optionenbörse (Gemeinschaftsunternehmen der Deutschen und der Schweizer Börse).

Euro

Gemeinschaftswährung der Europäischen Währungsunion. Fix zusammengesetzt aus den einzelnen Währungen wie D-Mark, französischen Franc etc. Ersetzte ab 1. Januar 1999 den Ecu 1 : 1.

Euro-Stoxx-50

Index für die 50 grössten Aktien des Eurolands (Schweden, UK und Schweiz sind also nicht enthalten).

Eurobonds

Am Euromarkt gehandelten Anleihen, die von internationalen Emissionskonsortien (Bankengruppen) begeben und in mehreren Ländern gleichzeitig zum Verkauf angeboten werden. Die Anleihe lautet meistens auf eine von den Anlegern bevorzugte Währung, z.B US-Dollar, Euro oder Pfund Sterling. Emittenten sind große Unternehmen, Staaten sowie internationale Institutionen.

Euromarkt

Der unter Banken und Großunternehmen im wesentlichen im europäischen Raum beheimatete, nicht ortsgebundene Markt für den Handel mit fest und variabel verzinslichen Anleihen. Die Geschäfte werden im allgemeinen in einer international akzeptierten Währung abgewickelt. Da dieser Markt nationalen Reglementierungen nicht unterliegt, übt er die Funktion einer Drehscheibe des internationalen Geld- und Kapitalverkehrs aus.

Europäische Option

Bezeichnung für eine Optionsvariante, bei welcher das Optionsrecht nur am Ende der Laufzeit ausgeübt werden kann.

Europäischer Knock-In

Es gibt keine Knock-In Frist, nur der letzte Tag (close price) ist für den Barrier-Watch relevant.

Ex-Dividende

Sobald eine Aktie Ex-Dividende gehandelt wird, besteht beim Kauf des entsprechenden Titels kein Anrecht mehr auf die letzte Dividende, sondern erst wieder auf die nächste Auszahlung. Dementsprechend wird die Aktie mit einem Abschlag gehandelt.

Exotische Option

Optionen mit komplexeren Auszahlungsstrukturen, als dies bei Plain-Vanilla-Optionen wie z. B. Call-Optionen der Fall ist.

Exposure

Ausgesetztsein gegenüber gewissen Marktrisiken, zum Beispiel gegenüber Währungsschwankungen.

Express Zertifikate

Express Zertifikate bezwecken eine schnellstmögliche Rückzahlung mit einer attraktiven Rendite. Notiert der Basiswert am Beobachtungstag über dem Startniveau (Ausübungspreis), wird das investierte Kapital zusätzlich eines im Voraus festgelegten Coupons sofort zurückbezahlt. Wenn dies nicht der Fall ist, läuft das Zertifikat weiter bis zum nächsten Beobachtungstag. Liegt der Basiswert während der gesamten Laufzeit des Express Zertifikats an keinem Beobachtungstag über dem Startniveau, so wird bei Verfall des Zertifikats das Kapital zu 100 Prozent ausbezahlt, falls der Basiswert den Knock-In nicht berührt hat. Falls ein Knock-In Ereignis stattgefunden hat, wird das Kapital entsprechend dem Kursverlauf des Basiswerts gekürzt.