Börsenlexikon

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Beschreibung
Im Geld (In-the-money)

Eine Call-Option notiert im Geld, wenn der Kurs des Basiswerts deutlich über dem Strike liegt. Ein Put liegt im Geld, wenn der Kurs des Basiswerts deutlich unter dem Strike liegt.

Immobilienfonds

Immobilienfonds investieren in Wohn- und/oder Geschäftsliegenschaften. Sie unterscheiden sich von anderen Anlagefonds dadurch, dass ihre Anteile nicht zum Nettoinventarwert (NAV) gehandelt werden. Besteht eine hohe Nachfrage werden die Anteile mit einer Prämie (Agio), bei geringer Nachfrage mit einem Discount (Disagio) zum NAV gehandelt. Die Wertentwicklung von Immofonds, die ausschliesslich in Wohnliegenschaften investieren, ist weniger anfällig auf Konjunkturschwankungen als von solchen, die sich stark im Büro- und Gewerbeimmobilien-Markt engagieren.

Implizierte Volatilität

Sie reflektiert die Erwartung der Marktteilnehmer bezüglich der künftigen Kursausschläge eines Wertpapiers.

Implizite Volatilität

Die implizite Volatilität ist neben dem Kurs des Basiswerts der wichtigste Einflussfaktor für den Wert von Optionen. Eine steigende implizite Volatilität des Basiswerts führt zu steigenden Preisen von Optionen, da sich die Chancen auf eine hohe Rückzahlung bei Fälligkeit erhöhen, während der maximale Verlust für den Käufer stets auf das eingesetzte Kapital begrenzt ist.

Importierte Inflation

Von importierter Inflation wird gesprochen, wenn die Hauptursache der Teuerung bei den teureren, importierten Gütern liegt.

In-the-money (Im Geld)

Eine Call-Option notiert im Geld, wenn der Kurs des Basiswerts deutlich über dem Strike liegt. Ein Put liegt im Geld, wenn der Kurs des Basiswerts deutlich unter dem Strike liegt.

Index

Ein Index umfasst ein Portfolio aus Aktien, Anleihen, Rohstoffen oder sonstigen Anlageinstrumenten. Die einzelnen Kurse dieser Anlagen (Indexbestandteile) werden, meist nach einer bestimmten Gewichtung wie z. B. der Börsenkapitalisierung addiert und ergeben als Total den Wert des Index. Veränderungen des Index agieren als Barometer für bestimmte Märkte. Zu den bekanntesten Indizes gehören der Dow Jones, S & P 500, der Stoxx 50 und der SMI. Viele Fonds messen ihre Wertentwicklung im Vergleich zu einem Index.

Index-Tracker

Index-Tracker gehören zum Produkttyp der Tracker-Zertifikate. Sie bilden die Performance eines Index eins zu eins ab.

Index-Zertifikat

Schuldverschreibung, die sich auf einen bestimmten Aktien- oder sonstigen Index, wie zum Beispiel den DAX, beziehen kann. Im Gegensatz zu Optionsscheinen verfügen Index-Zertifikate über keinen Hebel. Damit fehlt ihnen das spekulative Element. Mit einem Index-Zertifikat kann ein Investor direkt seine Markteinschätzung umsetzen. Bei einer positiven Markteinschätzung kauft der Anleger den gesamten Index, und schwenkt seine Meinung um, kann er direkt auf die Verkäuferseite wechseln. Nach gegenwärtiger Rechtsauffassung sind Kursgewinne außerhalb der Spekulationsfrist von sechs Monaten steuerfrei. Die Versteuerung ist also vergleichbar mit der eines Aktienengagements.

Indexaktie

Indexfonds, der wie eine Aktie während der ganzen täglichen Börsenzeit gehandelt wird.

Indexfonds

Ein Indexfonds ist ein Fonds, der einen bestimmten Index möglichst genau nachbildet, und somit auch die Wertentwicklung des Indizes mitmacht. Auch passive Fonds genannt. Diese Fonds haben meist niedrigere Gebühren als aktiv gemanagte Fonds.

Ein Indexfonds spiegelt eine ausgewählte Benchmark wider, indem er die dort enthaltenen Wertpapiere in der selben Gewichtung im Portfolio hält.

Indexierung

Anpassung eines Preises an einen Index, zum Beispiel an den Index der Konsumentenpreise. Dies zur Absicherung der Inflationsrisiken.

Indikatoren

Kennzahlen, die einen Vergleich unterschiedlicher Werte ermöglichen sollen. In der Fundamentalanalyse von Wertpapieren z. B. das Kurs/Gewinn-Verhältnis (KGV), das Kurs/Cashflow-Verhältnis (KCV), die Dividendenrendite usw.

Inflation

Fachbegriff für Teuerung: Mit einer jährlichen Inflationsrate von 3,5% verdoppeln sich die Preise alle 20 Jahre. Oder die Kaufkraft eines Frankens/Euro halbiert sich.

Inhaberaktie

Aktie, bei welcher der jeweilige Inhaber als Aktionär anerkannt wird. Die Inhaberaktie muss vorgewiesen werden, damit die Vermögens- oder Mitgliedschaftsrechte wahrgenommen werden können. Inhaberaktien sind leicht handelbar, da die Rechte mit dem Wertpapier übergeben werden.

Innerer Wert

Der Kurs einer Option besteht aus zwei Komponenten: dem Zeitwert und dem inneren Wert. Der innere Wert einer Call-Option ist die Differenz zwischen dem aktuellen Kurs des Basiswerts und dem Strike, multipliziert mit dem Bezugsverhältnis (resp. dividiert durch die Ratio). Eine Option besitzt nur dann einen inneren Wert, wenn sie im Geld notiert. Andernfalls beträgt der innere Wert null. Der innere Wert ist niemals negativ.

Insider

Als Insider werden jene Marktteilnehmer verstanden, die aufgrund ihrer Tätigkeit oder besonderen Stellung vertrauliche, nicht allgemein zugängliche Informationen über Daten, Zusammenhänge, Vorhaben eines Unternehmens besitzen und diese zum eigenen Vorteil durch entsprechende Börsengeschäfte fast ohne Risiko ausnutzen können. Solche Insidergeschäfte sind heute in den meisten Ländern untersagt.

Insolvenz

Die Zahlungsunfähigkeit (Illiquidität) eines Unternehmens, die bei Anhalten der Situation zur Eröffnung eines Vergleichs- oder Konkursverfahrens führen kann.

Institutionelle Anleger

Sammelbegriff für Grossanleger wie Versicherungen, Pensionskassen und Fonds.

Interbanken-Handel

Ein nicht börsenmäßig standardisierter, gleichwohl organisierter Handel mit Devisen und Geld zwischen internationalen Banken. Der Devisenhandel geht von Wellington (Neuseeland) am Montagmorgen (in unserer Zeitzone erst Sonntagabend) über die ganze Woche bis zum Freitagabend in San Francisco (in unserer Zeitzone bereits samstags früh morgens) mit der Sonne ununterbrochen im 24-Stunden-Rhythmus um den Globus. Dabei wird täglich bis zu einer Billion Dollars gehandelt.

Intérêt unique prédominant-IUP (Nicht-IUP)

Ein Begriff aus der Steuergesetzgebung, der verzinsliche Finanzinstrumente bezeichnet, bei denen der überwiegende Teil der Rendite die Form einer Einmalentschädigung hat (auch überwiegend Einmalverzinsung). Bei der umgekehrten Form handelt es sich um Nicht-IUP (keine überwiegende Einmalverzinsung).

Internationaler Währungsfonds IWF

Der Internationale Währungsfonds (IWF) wurde 1944 in Bretton Woods gegründet. Mitglieder sind Regierungen. Zweck: Förderung der internationalen währungspolitischen Zusammenarbeit und vorübergehende Gewährung von finanziellen Mitteln als Vorschüsse.

Interventionen

Eingriffe der Notenbank, vor allem auf den Devisen- und Kapitalmärkten, um bestimmte, für wichtig erachtete Relationen oder Zielgrößen (bestimmter Devisenkurs, bestimmte Umlaufrenditen bzw. Zinsen o. ä.) zu verteidigen oder ein "Signal" in die eine oder andere Richtung zu geben.

Intra-Day-Handel

Der Versuch, die Tagesschwankungen der Kurse an der Börse auszunutzen. Positionen werden am gleich Tag gekauft und verkauft.

Inventarwert

Gibt an, wieviel Wert die verschiedenen Anlagen eines Fonds, einer Aktiengesellschaft oder eines Depots zusammen haben (englisch: Net asset value NAV).

Inverse Zinskurve

Die kurzfristigen Zinsen sind höher als die langfristigen Zinsen. Meist ein Vorzeichen für eine Rezession. In einer normalen Zinskurve sind die Zinsen je länger die Laufzeit desto höher.

Investition

Langfristige Anlage von Kapital in Sachgütern, meistens in Produktionsmitteln (Maschinen, Anlagen, Fabrikhallen). Im weiteren Sinn auch Anlage in Wertpapieren.

Investmentanteile

Recheneinheiten für die Bemessung des Anteils eines Anlegers am Fondsvermögen eines Investmentfonds.

Investmentapproach

Siehe Angaben unter dem Stichwort (Anlagepolitik).

Investmentclub

Einfache Gesellschaft, welche die gemeinsame Anlage von Ersparnissen bezweckt. Die Mittel stammen aus einmaligen und/oder regelmässigen Einzahlungen. Der Investmentclub untersteht nicht dem KAG, sofern er durch seine Mitglieder selbst verwaltet wird.

Investmentfonds/-trust

Im englischen gebräuchlich für Anlagefonds.

Investmentzertifikat

Anteilschein an einem Anlagefonds.

IPO

Initial Public Offering, erstmalige Ausgabe/Emission von Aktien, auch Going public genannt.

ISIN

Internationale Wertpapier-Kennnummer zur eindeutigen Identifikation eines Wertpapiers.

ISIN = International Securities Identification Number