Börsenlexikon

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Beschreibung
KAG

Das Parlament hat am 23. Juni 2006 das neue Bundesgesetz über die kollektiven Kapitalanlagen (KAG) verabschiedet. Es löst das Anlagefondsgesetz (AFG) ab und ist 2007 in Kraft getreten.Das KAG bezweckt den Schutz der Anlegerinnen und Anleger sowie die Transparenz und Funktionsfähigkeit des Marktes für kollektive Kapitalanlagen (Anlagefonds, ETF, ETSF).


 


 

Kapitalauszahlung

Auszahlung der Pensionskasse, Stiftung oder Versicherung bei Pensionierung, Kündigung oder Ablauf des Vertrags.

Kapitalerhöhung

Erhöhung des Grundkapitals eines Unternehmens, bei Aktiengesellschaften im wesentlichen durch Ausgabe junger Aktien, für die den Altaktionären ein Bezugsrecht eingeräumt werden muß. Wird eine solche Aufstockung nur formell vorgenommen und durch Umwandlung von Rücklagen in Grundkapital "bezahlt", ohne daß der Aktiengesellschaft neue Mittel zufließen, stehen den Altaktionären Berichtigungsaktien zu (vgl. junge Aktien, Berichtigungsaktien, Bezugsrecht).

Kapitalertragssteuer

Form der Einkommenssteuer auf Erträge aus Aktien, Genußscheinen, GmbH-Anteilen usw. Bei der Auszahlung von Dividenden wird sie in einer Höhe von 25% auf den Ertrag sogleich von der Gutschrift abgezogen, wobei dieser Betrag auf die zu zahlende Einkommenssteuer des Anlegers verrechnet wird. In bestimmten Fällen kann sich der Anleger vom Finanzamt eine Nichtveranlagungsbescheinigung besorgen, die er bei seinem Kreditinstitut einreichen muß, wenn er den Steuerabzug verhindern will. Zinsen von festverzinslichen Wertpapieren werden nicht direkt bei der Auszahlung, also nicht "an der Quelle" besteuert, sondern müssen vom Empfänger in der Einkommensteuererklärung angegeben werden.

Kapitalgewinn

Gewinne aus der positiven Kursentwicklung von Anlageinstrumenten sind in der Schweiz als private Kapitalgewinne steuerfrei. Zinsen, Dividenden sind dagegen Kapitalerträge und unterliegen der Einkommenssteuer.

Kapitalmarkt

Markt für mittel- und langfristige Zinsanlagen. Markt für kurzfristige Zinsanlagen = Geldmarkt.

Kapitalschnitt

Herabsetzung des Kapitals einer Aktiengesellschaft, wenn dieses infolge von gravierenden Verlusten o. ä. "aufgezehrt" ist.

Kapitalschutz (Protection level)

Bezeichnet den Betrag, der bei Verfall unabhängig von der Kursentwicklung garantiert zurückgezahlt wird (engl. Floor).

Kapitalschutz Zertifikat mit Cap

Kapitalschutz Zertifikate mit Cap haben genau die gleiche Funktionsweise, wie solche ohne Cap. Einziger Unterschied ist, dass bei steigendem Basiswert die Gewinne nur bis zum Cap ausbezahlt werden.

Kapitalschutz Zertifikat ohne Cap

Kapitalschutz Zertifikate ohne Cap bieten eine unbeschränkte Beteiligung an der Kursentwicklung des Basiswerts mit einer fixen Partizipationsrate. Zusätzlich besitzen sie einen garantierten Rückzahlungsbetrag, der unabhängig vom Kursverlauf des Basiswerts ausbezahlt wird. Der Kapitalschutz gilt nur per Verfall und ausschliesslich auf den ursprünglichen Ausgabepreis.

Kapitalversicherung

Lebensversicherung mit einem zusätzlichen Sparteil für die Äufnung von Privatkapital. Andere Namen dafür: Gemischte Versicherung/Police, Anlage-Police, Investmentpolice.

Kassahandel

Im Gegensatz zum Terminhandel alle Geschäfte, die unverzüglich nach Geschäftsabschluß, spätestens aber zwei Börsentage danach, zu erfüllen sind.

Kassakurs Reserve 85

Im Gegensatz zur fortlaufenden Notierung nur einmal während der Börsensitzung amtlich ermittelter Kurs. Bei Wertpapieren, die nicht zum variablen Handel zugelassen sind, erfolgt die Kursfeststellung nur einmal am Tag etwa zur Mitte der Börsensitzung. Auch bei variabel gehandelten Aktien wird ein Einheitskurs ermittelt. Der Einheits- oder Kassakurs ist für alle Börsenaufträge maßgebend, die eine bestimmte Stückzahl (in der Regel 100 Stück) nicht erreichen, die auf Kundenwunsch ausdrücklich zum Kassakurs abgerechnet werden sollen oder Wertpapiere betreffen, die gar nicht zum variablen Handel zugelassen sind.

Kassaobligationen

Laufend neu herausgegebene Obligationen von Banken mit Laufzeiten von 3 bis 8 Jahren. Sie werden nicht an der Börse gehandelt.

Kaufkraftparität

Vergleich der Kaufkraft verschiedener Währungen anhand eines genau fixierten Warenkorbs. Können mit den einzelnen Währungen identische Warenkörbe gekauft werden, besteht Kaufkrafparität.

Klumpenrisiko

Ein Klumpenrisiko entsteht, wenn in einem Anlageportfolio ein Übergewicht an bestimmten Wertpapieren, Branchen, Ländern resp. Währungen oder Anlageklassen besteht.

Knock-In

Ehemalige Bezeichnung für die Barriere (engl. barrier).

Knock-Out

Der Knock-Out bestimmt die Kursschwelle bei welcher die Optionskomponente oder gar das ganze Produkt wertlos verfällt.

Knock-Out Warrant

Grundsätzlich funktioniert der Knock-Out Warrant gleich wie ein herkömmlicher Warrant. Einziger Unterschied ist das Knock-Out Level: Wird dieser Knock-Out während der Laufzeit einmal berührt, verfällt der Knock-Out Warrant sofort und wertlos.

Kommission

Courtage, Händlergebühr.

Konsolidierung

Börsenphasen, in denen aufgrund einer vorangegangenen, möglicherweise schnellen Entwicklung (nach oben oder unten) die Kurse über einen gewissen Zeitraum eine Gegenbewegung vollziehen oder um ein neu gefundenes Niveau herum schwanken, um sich an dieses Niveau zu "gewöhnen".

Konsortium

Eine zu einem zeitlich und sachlich begrenzten Zweck gegründete Gesellschaft, die im Wertpapiergeschäft z. B. die Einführung neuer Aktien oder die Unterbringung (Plazierung) einer Anleihe betreibt.

Kontrakt

Vertrag, z. B. im Rahmen des Handels mit Optionen, mit bestimmten, häufig standardisierten Merkmalen, der beiden Vertragsparteien bestimmte Rechte und Pflichten einräumt.

Konvergenz

Zusammentreffen von zwei oder mehr Ereignissen.

Konvertibilität

Konvertible Währungen sind solche, die unbeschränkt zum an den Devisenbörsen gehandelt werden können. Nach den Bestimmungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) ist eine Konvertibilität insbesondere dann gegeben, wenn ein Land Zahlungen aus grenzüberschreitendem Geschäftsverkehr unbeschränkt zulässt und einen Umtausch seiner in anderen Ländern angesammelten Währung garantiert.

Konzern

Zusammenschluß mehrerer rechtlich selbständig bleibender Unternehmen unter einer zumeist einheitlichen Leitung.

Körperschaftsteuer

Die Körperschaftssteuer ist die Einkommensteuer juristischer Personen, also auch die von Aktiengesellschaften. Sie wird beim Unternehmen auf den Ausschüttungsbetrag erhoben und beläuft sich auf 56%. Um eine doppelte Besteuerung bei der Aktiengesellschaft und beim Aktionär zu vermeiden, erhält der Anleger daher zusätzlich zu seiner Bardividende eine Steuergutschrift von 9/16 des Dividendenbetrags; dies ist der Betrag, der ihm gewissermassen als Steuervorauszahlung auf seine eigene Einkommensteuer angerechnet wird. Wird ein Anleger nicht zur Einkommensteuer veranlagt, kann er sich eine Nichtveranlagungsbescheinigung beim Finanzamt ausstellen lassen, so daß ihm die anrechenbare Körperschaftssteuer gutgeschrieben wird.

Korrektur

Rückschlag bei Aktienkursen nach Übertreibungsphasen.

Kotierung

Aufnahme eines Wertpapiers in den Börsenhandel.

Kulisse

Bezeichnung für jene, die sich berufsmäßig auf eigene Rechnung am Börsenhandel beteiligen, im Gegensatz zu den Bankenvertretern (Effektenhändlern), die nur im Auftrag einer Bank oder deren Kunden Geschäfte abschließen.

Kurs

Preis für ein an der Börse eingeführtes Wertpapier, festgestellt in Währungseinheiten pro Stück oder Prozentsätzen vom Nominalwert.

Kurs/Gewinn-Verhältnis (KGV)

Aktienkurs einer Unternehmung geteilt durch den geschätzten, nächstjährigen Gewinn pro Aktie. Ein tiefes KGV signalisiert eine tiefe Börsenbewertung. Englisch: Price/Earning-Ratio oder kurz PE.

Kursabschlag

Bei Börsenkursen der rein rechnerische Kursrückgang aufgrund einer vorgenommenen Ausschüttung (Dividendenabschlag) am Tage der Auszahlung oder nach Fortfall des Bezugsrechts (Bezugsrechtsabschlag). Die Kurse werden an diesem Tage "ex Div(idende)" bzw. "ex B(ezugsrecht)/ex BR" notiert.

Kursbildung

Der Kurs eines Wertpapiers ist der Preis, den die Marktteilnehmer in einer gegebenen Situation für die mit diesem Papier verbundenen Rechte zu zahlen bereit sind. Er richtet sich an der Börse nach Angebot und Nachfrage. Die Kursfestsetzung durch die amtlichen oder auch freien Makler geschieht dabei nach der Maßgabe des größten möglichen Umsatzes. Der Makler stellt also die vorliegenden Kauf- und Verkaufaufträge einander gegenüber und ermittelt den Kurs, zu dem die größte Stückzahl abgewickelt werden kann.

Kursgewinn

Positive Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskurs eines Wertpapiers siehe auch Kapitalgewinn.

Kursinformation

Alle Kursinformationen im Fondsguide von cash sind in Originalwährung, das heisst in der Rechnungswährung des Fonds. Die Berechnung der Performance bzw. der Rendite erfolgt dagegen immer in Schweizerfranken.

Kurspflege

Stützung eines Kurses, um das entsprechende Wertpapier auf einem bestimmten Niveau zu halten, z. B. im Zusammenhang mit der Ausgabe neuer Aktien durch das jeweilige Bankenkonsortium. Wenn sich zum Beispiel an einem bestimmten Börsentag für wenige kleine Verkaufsaufträge eines Papiers keine Käufer finden, andererseits aber Nachfrage für große Posten besteht (oder umgekehrt), so kauft oder verkauft das Emissionsinstitut für eigene Rechnung die angebotenen oder gesuchten Spitzenbeträge, um für einen Ausgleich zu sorgen.

Kurssicherung

Absicherung eines erreichten Kursniveaus durch entsprechende Gegengeschäfte am Options- oder Terminmarkt (vgl. Options-/Termingeschäfte)

Kurswert

Betrag, den ein bestimmter Posten Wertpapiere an einem bestimmten Tag wert ist. Bei Stücknotierung ist der Kurs eines Papiers mit seinem Kurswert identisch. Wird der Kurs in Prozenten des Nennwertes angegeben, so errechnet man den Kurswert nach der Formel (Nennwert x Kurs).

Kurszusätze

Um eine möglichst hohe Transparenz am Wertpapiermarkt zu gewährleisten, werden die an der Börse ermittelten Kurse je nach gegebener Marktlage unter Umständen mit besonderen Zusätzen versehen. Kurszusätze geben dem kundigen Leser Aufschluß über den Verlauf.

Kurzläufer

Anleihen mit kurzer Gesamt- oder Restlaufzeit, in der Regel bis zu vier Jahren. Im Gegensatz zu "Langläufern" weniger kursanfällig und deshalb in Phasen mit unsicherer oder nach oben gerichteter Zinsentwicklung von den Anlegern bevorzugt.