Börsenlexikon

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Beschreibung
Makro-Ökonomie

Gesamtwirtschaft eines Landes, Kontinents.

Management(-Gesellschaft)

Bank/Fondsgesellschaft, welche den Anlagefonds führt.

Managementgebühr

Jährlich wiederkehrende Gebühr für die Vermögensverwaltung, oft bestehend aus einem Fix- und einem Erfolgshonorar. Im Gegensatz zur Ausgabekommission wird diese dem Fonds belastet, sie reduziert also letztlich die Performance des Fonds.

Mantel

Bei Aktien und Anleihen die Urkunde, in der die mit dem Besitz am Wertpapier verbundenen Rechte verbrieft sind, im Unterschied zum Bogen mit den Zins- und Dividendenscheinen und dem Erneuerungsschein (Talon).

Marchzins

Zins auf einer Obligation, der seit dem letzten Zinstermin bis zu einem bestimmten Zeitpunkt aufgelaufen, aber noch nicht fällig ist.

Marge

Der Unterschied zwischen dem Zinsaufwand im Passivgeschäft und dem Zinsertrag im Aktivgeschäft eines Kreditinstitutes, auch Zinsmarge genannt. An den Warenbörsen bei Termingeschäften als Sicherheit zu leistender Einschuss.

Margin

Zu hinterlegender Betrag: Um jederzeit in der Lage zu sein, Verbindlichkeiten, die aus Termin-Positionen entstehen können, zu begleichen, haben Inhaber von Termin-Kontrakten Sicherheiten bereitzustellen. Bei der Margin handelt es sich also um den Betrag, der zum Erstellen einer Future-Position hinterlegt werden muß.

Margin (Futures)

Futures sind standardisierte Finanztermingeschäfte, die an Terminbörsen wie der EUREX gehandelt werden. Futures zählen zu den unbedingten Termingeschäften. Bei Fälligkeit sind beide Parteien - Käufer und Verkäufer - zur Erfüllung des Geschäfts verpflichtet.

Market-Maker

Börsenteilnehmer, der für Marktliquidität sorgt, indem er für die ihm zugewiesenen Aktien, Anleihen, Währungen, Terminkontrakte oder Optionsklassen ständig verbindliche Brief- und Geldkurse stellt.

Market-Performer

Aktie die gleich abschneidet wie der Börsenindex.

Marktzins

Aktuell marktüblicher Zins je nach Laufzeit einer Zinsanlage (Kassaobligation, Obligation, Geldmarktpapier).

Maximalrendite

Die maximale Rendite zeigt die maximal zu erwartende Gewinnmöglichkeiten. Diese Kennzahl wird bei allen Zertifikaten mit Maximalrendite verwendet.

MDAX

Der Midcap-Index der Deutschen Börse. Er setzt sich aus 70 liquiden Aktienwerten der zweiten Reihe zusammen und besteht aus allen Werten, die im DAX 100, aber nicht im DAX enthalten sind. Die Zusammensetzung des Index wird zweimal jährlich durch den Vorstand der Deutsche Börse AG auf Empfehlung des Arbeitskreises Aktienindizes überprüft (vgl. DAX)

Micro caps

Kleinste Aktiengesellschaften und solche, die erst an den Aktienmarkt kommen.

Mid caps

Mittelgrosse Aktiengesellschaften.

Mindestreserve

Der Betrag, den jedes Kreditinstitut bei der Nationalbank hinterlegen müssen. Jede Bank ist verpflichtet, einen bestimmten Teil seiner kurz- und mittelfristigen Einlagen (Giro-, Termin- und Spareinlagen) nicht wieder auszuleihen, sondern als unverzinsliches Guthaben bei der Nationalbank zu unterhalten. Die Mindestreservepolitik ist eines der Instrumente der Notenbank zur Beeinflussung der Geldmenge. Die Nationalbank kann die Höhe der Mindestreserven (den Prozentsatz) innerhalb bestimmter Grenzen verändern. Sie kann so die Geldmenge verändern, die den Banken für Kreditgeschäfte zur Verfügung steht. Dies wiederum dient der Beeinflussung der Zinshöhe, der Steuerung des Konjunkturverlaufs und damit der Erhaltung der Geldwertstabilität.

 

Mindestschluss

Mindestbetrag in Stück oder Nennwert pro Geschäft, ab dem eine Kursnotierung erfolgt. Im variablen Aktien- und im Optionshandel z. B. 50 Stück.

Mindeststückzahl

Vorgeschriebene, nicht unterschreitbare Handelseinheit, vor allem beim Kauf von Optionen.

Mini-Future

Mini-Futures gehören zu den Hebelprodukten und bilden eine Alternative zum klassischen Futures-Kontrakt. Mini-Futures erzeugen mit geringem Kapitaleinsatz einen Hebeleffekt gegenüber dem Basiswert. Mini-Futures haben keine Laufzeitbegrenzung, besitzen jedoch ein Stop-Loss. Wird der Stop-Loss erreicht, wird der Mini-Future aufgelöst und ein eventueller Restwert zurückbezahlt. Im Gegensatz zu Optionen hat die Volatilität keinen Einfluss auf den Preis von Mini-Futures. Mini-Futures Long spekulieren auf steigende Kurse, während Mini-Futures Short auf sinkende Kurse setzen.

Minusankündigung

Kurszusatz im vorbörslichen, börslichen oder nachbörslichen Handel, der eine Veränderung des Wertpapierkurses nach unten um mindestens 5% bei Aktien, Wandelanleihen, Optionsanleihen und Optionsscheinen signalisiert (-), bei Doppelminusankündigung (--) um mindestens 10%.

Mischfonds

Ein Mischfonds kombiniert Aktien, Geldmarktanlagen, Obligationen und andere Anlageinstrumente in einem Portfolio. Er hat im Allgemeinen ein geringeres Wertsteigerungspotenzial als ein reiner Aktienfonds, aber auch ein niedrigeres Risiko. Mischfonds können verschieden große Aktien- bzw. Obligationenanteile halten. Dies beeinflusst die Wertentwicklung und das Risikoprofil.

Moderne Portfoliotheorie (MPT)

Moderne Portfoliotheorie MBT basiert auf theoretischen Konzepten aus den 50er Jahren. Das zentrale Konzept der MPT ist die Diversifikation, d.h. die Erkenntnis, dass eine gut ausgewählte Kombination von Investitionen eine höhere Rendite bei geringerem Risiko erwirtschaften kann als jede Einzelanlageform für sich genommen. Ein weiteres wichtiges Konzept ist das Marktrisiko. Das Risiko eines Fonds kann in zwei Bereiche unterteilt werden: Auf der einen Seite die Schwankungen, die durch Bewgungen im Aktienmarkt insgesamt verursacht werden (beschrieben durch Beta), auf der anderen Seite Schwankungen, die von breiten Marktbewegungen unabhängig sind (spezifisches Risiko). Alpha, Beta, R-squared, Korrelation und Volatilität sind die wichtigsten Kennzahlen, die mit MPT in Verbindung stehen.

Momentum-Methode

Dem Trend folgen; kaufe hoch, verkaufe höher.

Money Market Fund

Englisch für Geldmarktfonds: Diese Fonds legen in kurzfristige festverzinsliche Papiere an.

Morningstar Rating

Das Morningstar Rating ist eine Klassifizierungsmethode nach risikoangepasster Wertentwicklung innerhalb eines Morningstar Sektors (Kategorie). Eine ausführliche Beschreibung finden Sie hier.

Morningstar Sektor

Aufgrund des tatsächlichen Anlagestils ordnet Morningstar jeden Fonds einem Sektor (Kategorie) zu.

Morningstar Style Box

Die Style Box liefert visuell den Anlageschwerpunkts des Fonds. Bewertet wird: Zinssensibilität (vertikale Achse) und Bonität (horizontale Achse).

Siehe auch: Morningstar Style Box

MSCI

MSCI steht für Morgan Stanley Capital International Indices. Der amerikanische Finanzdienstleister hat für verschiedene Börsen der Welt Indizes entwickelt. Der bekannteste ist der MSCI World (umfassender Weltindex).

Multi-Manager-Fonds

Aktienfonds, der von mehreren Managern verwaltet wird oder der aus mehreren Aktienfonds (Fund of Funds) besteht.

Mutual Funds

Amerikanische Bezeichnung für offene Wertpapier-Investmentfonds.