Börsenlexikon

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Beschreibung
Obligation

Obligationen verbriefen Forderungsrechte. Der Inhaber einer Obligation hat Anspruch auf Rückzahlung und Zinsen. Der Emittent beschafft sich mit der Ausgabe von Obligationen langfristiges Fremdkapital. Obligationen werden auch als Anleihen, festverzinsliche Wertpapiere oder Schuldverschreibungen bezeichnet. Während der Laufzeit der Obligation erhält der Anleger regelmässige Zinszahlungen, basierend auf dem Zinssatz des Coupons. Mit der Fälligkeit wird die Obligation zurückgezahlt.

Obligationen Stylebox

Die Style Box liefert visuell den Anlageschwerpunkts des Fonds. Bewertet wird: Zinssensibilität (vertikale Achse) und Bonität (horizontale Achse).

Obligationenfonds

Fonds, die in fest- oder variabel verzinsliche Wertpapiere verschiedener Emittenten mit unterschiedlichen Zinssätzen und Laufzeiten. investieren. In Deutschland Rentenfonds genannt. Obligationenfonds werden nach der geographischen Orientierung und der Höhe des Risikos, das sie eingehen, in verschiedene Kategorien unterteilt, z.b. Schwellenländerfonds oder Unternehmensanleihenfonds.

OBOS-Oszillator

Der Überkauft-/Überverkauft-Indikator zeigt die Börsensituationen an, in denen der Markt überkauft oder überverkauft ist. Ist der Markt durch massive Käufe überkauft, so tritt danach meist eine Verkaufswelle ein, in der die Kurse wieder zurückfallen. Ist der Kurs durch massive Verkäufe überverkauft, so tritt eine Kaufwelle ein, in der die Kurse steigen. Diese Situationen versucht der OBOS-Oszillator aufzuzeigen. Werte über 90% lassen einen Kursrückgang, Werte unter 10% eine Kurssteigerung erwarten.

Offener Anlagefonds (open-end fund)

Fonds, beim dem die Zahl der Anteile unbestimmt ist. Die Fondsgesellschaft gibt je nach Bedarf neue Anteile heraus und nimmt ausgegebene Anteile zum Inventarwert zurück. In der Schweiz ist dies der gebräuchliche Fondstyp.

Offshore Fund

Anlagefonds mit Sitz in Ländern, die Steuerfreiheit oder Steuervorteile bieten. Fehlende oder unzureichende Fondsgesetzgebungen in diesen Ländern bedeuten oft für die Anleger ein erhebliches Risiko. In der Schweiz werden nur Offshore Funds aus Ländern zum Vertrieb zugelassen, die über eine mit der Schweiz vergleichbare Fondsaufsicht verfügen.

Open end

Anlageinstrument ohne Verfall, d.h. es ist kein Laufzeitende fixiert.

Option

Eine Option enthält das Recht zum Kauf oder Verkauf eines Basiswerts zu einem festgelegten Preis in einer bestimmten Menge zu einem festgelegten Zeitpunkt (europäischer Optionstyp) oder während einer bestimmten Frist (amerikanischer Optionstyp).

Optionsanleihe

Anleihe mit Zusatzrechten. Der Inhaber hat innerhalb einer festgelegten Frist ein Recht (Option) zum Bezug von Aktien oder festverzinslichen Wertpapieren in einem bestimmten, vor Ausgabe der Optionsanleihe festgelegten Verhältnis zum Nennwert der Anleihe. Die Obligation wird bei Fälligkeit zu 100% zurückgezahlt. Der Optionsschein schwankt mit den Börsenkursen.

Optionsgeschäft

Inhalt des Optionsgeschäfts ist der Erwerb oder die Veräusserung des Rechts, eine bestimmte Anzahl von Wertpapieren einer bestimmten, zum Aktienhandel zugelassenen Aktienart (Optionspapiere) jederzeit während der Laufzeit der Option zu einem im voraus vereinbarten Preis (Basispreis) entweder vom Kontrahenten (Stillhalter) zu kaufen oder an ihn zu verkaufen. Für dieses Recht hat der Käufer bei Abschluss des Optionsgeschäfts den Optionspreis (Prämie) zu zahlen. Gehandelt werden Kauf- und Verkaufsoptionen. Der Käufer einer Kaufoption erwirbt das Recht, jederzeit während der Laufzeit der Option vom Stillhalter die den Gegenstand des Geschäfts bildenden Aktien zu dem vereinbarten Basispreis zu kaufen. Er wird in der Regel von diesem Recht Gebrauch machen, wenn der Kurs der Aktien innerhalb der Laufzeit der Option steigt. Bleibt er gleich oder fällt er, wird die Option nicht ausgeübt; allerdings ist dann der Optionspreis verloren. Der Verkäufer einer Kaufoption (Stillhalter in Stücken) muss während der Optionszeit auf Verlangen des Käufers die Aktien zu dem vereinbarten Basispreis liefern. Da er deshalb die Aktien im Prinzip vorzuhalten hat, erhält er für diese Leistung den Optionspreis. Der Käufer einer Verkaufsoption erwirbt das Recht, bis zur Fälligkeit der Option jederzeit die Aktien an den Stillhalter zu dem vereinbarten Basispreis zu verkaufen. Er rechnet mit fallendem Kurs und wird die Option dann nicht ausüben, wenn der Kurs der Aktien gegenüber dem Basispreis gleichgeblieben oder gestiegen ist. Der Verkäufer einer Verkaufsoption (Stillhalter in Geld) muss bis zum Ende der Optionszeit auf Verlangen des Käufers die Aktien abnehmen; er erhält für die Eingehung seiner Abnahmeverpflichtung den Optionspreis.


Das Optionsgeschäft wird also in zwei Phasen abgewickelt. Der erste Teilakt besteht aus dem Abschluß des Optionsvertrages und der Zahlung des Optionspreises. Macht der Optionskäufer von seinem Gestaltungsrecht Gebrauch, kommt es zum eigentlichen Wertpapiergeschäft. Bei der Kaufoption muss der Stillhalter die Aktien liefern und der Käufer den vollen (Basis-)Preis bezahlen. Wenn er, was die Regel sein dürfte, über diesen Betrag nicht verfügt, stellt er seine Verbindlichkeiten durch Abschluss eines Gegengeschäftes glatt. Er veräußert die gekauften Aktien zum (gegenüber dem Basispreis) höheren Tageskurs und begleicht mit dem Erlös seine Zahlungsverpflichtungen aus dem Kaufgeschäft. Die Differenz zwischen dem höheren Verkaufserlös und dem (niedrigeren) Einkaufspreis verbleibt ihm. Einen Gewinn erzielt er allerdings nur, wenn der Differenzbetrag den Optionspreis und die bei der Durchführung des Geschäfts entstehenden Kosten übersteigt.

Optionspreis

Der Optionspreis ist der Preis für die Kauf- oder Verkaufsoption, den der Käufer der Option bei Abschluß des Geschäftes zu zahlen hat. 

 

Optionspreismodell

Mathematisches Modell zur Berechnung des fairen Preises einer Option. Kann rückwirkend auch zur Berechnung der implizierten Volatilität benutzt werden. (vgl. Implizierte Volatilität)

Optionsschein

Nicht standardisierte Option, z.B. aus einer Optionsanleihe. Englisch auch Warrant genannt.

Order

Bezeichnung für einen Kauf- oder Verkaufsauftrag, insbesondere für Wertpapiere.

OTC (over-the-counter)

Das Over-the-Counter-Geschäft bezeichnet den ausserbörslichen Handel. Das Geschäft wird individuell zwischen zwei Marktteilnehmern vereinbart und abgewickelt.

Out-of-the-money (Aus dem Geld)

Eine Option ist "out-of-the-money", wenn der Kurs des Basiswertes tiefer (bei einer Call-Option) bzw. höher (bei einer Put-Option) liegt, als der Ausübungspreis der Option.

Outperformance

Man spricht von einer Outperformance, wenn eine Anlage eine höhere Rendite erzielt, als der im Voraus definierte Vergleichsindex.

Outperformance-Zertifikate

Outperformance-Zertifikate bieten eine überproportionale Beteiligung an der positiven Entwicklung eines Basiswerts, falls er bei Verfall über dem Strike liegt. Liegt der Basiswert darunter, ergibt sich eine 1:1 Partizipation. Der Anleger verzichtet auf die laufenden Erträge des Basiswerts (zum Beispiel Dividende) zugunsten der Strategie.

Outperformer

Als "Outperformer" werden jene Aktien bezeichnet, die nach Meinung der Analysten abschneiden werden als der Gesamtmarkt.

Over-the-counter-market

Aus dem Englischen: über den Ladentisch. Bezeichnung für den ausserbörslichen Handel mit börsennotierten Wertpapieren. Im Optionshandel: Over-the-counter-Optionen zeichnen sich aus durch eine individuelle Laufzeit, fehlende Börsennotierung, wenig Transparenz und eine geringe Zugangsmöglichkeit für den privaten Investor.