Börsenlexikon

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Beschreibung
p.a.

per annum. Jährlich, auf einen Zeitraum von einem Jahr bezogen oder gerechnet.

Paket

Jede größere (nicht genau umrissene) Menge von Aktien eines bestimmten Unternehmens, die sich im Besitz einer einzelnen Person oder eines anderen Unternehmens befindet. Der geschlossene Verkauf eines Paketes wird Pakethandel genannt.

Pari

Auch: Al Pari. Pari (Parikurs) ist ein Börsenkurs oder ein Emissionspreis, der dem Nennwert des betreffenden Wertpapiers entspricht. Kurs (Preis) und Nominalwert sind gleich. Das Papier hat dann einen Parikurs von 100% (des Nominalwertes).

Bei Aktien ist der Nominalwert der betragsmäßige Anteil am Aktienkapital. 
 

Parkett

Traditionelle Bezeichnung für den Ort, an dem der Börsenhandel stattfindet und den nur die zugelassenen Börsenfachleute (Makler, Händler usw.) betreten dürfen. Parketthandel (im Gegensatz zum Computerhandel) ist das Geschäft, welches über die Händler im Börsensaal, "auf dem Parkett", abgewickelt wird. 

Partizipationsprodukte

Strukturierte Produkte, die grundsätzlich uneingeschränkt an der Kursentwicklung des Basiswertes teilnehmen. Die Partizipation istweder gegen oben noch gegen unten limitiert. Je nach Produktausgestaltung kann die Partizipation völlig gleichläufig sein (Tracker-Zertifikate) oder mit verschiedenen Zusatzmechanismen ausgestattet sein.

 

Partizipationsschein (PS)

Auch stimmrechtslose Aktie genannt. Von einer Aktiengesellschaft ausgegebenes Beteiligungspapier, das zwar mit Vermögensrechten ausgestattet ist, jedoch im Gegensatz zur Aktie keine Mitgliedschaftsrechte, insbesondere Stimmrechte, gewährt.
 

Passives Investieren

Anlegen gemäss dem Börsenindex. Dies tun z.B. Indexaktien oder -fonds.

Pay-off-Diagramm

Unter Payoff-Diagramm wird die grafische Darstellung der Auszahlungsstruktur eines derivativen Finanzinstruments per Verfall verstanden.

PE

Price Earnings Ratio = Kurs/Gewinnverhältnis KGV

PEG-Ratio

Die PEG-Ratio setzt das Price-Earnings-Ratio einer Aktie mit dem erwarteten Gewinnwachstum je Aktien in Beziehung und gibt damit einen guten Anhaltspunkt, ob die Bewertung einer Aktie vernünftig ist.

Penny Stocks

Amerikanische Bezeichnung für Aktien mit sehr niedrigem Kurswert von zumeist weniger als einem Dollar.  Schon kleine Kursschwankungen machen hier hohe prozentuale Unterschiede aus, weshalb diese Titel als hochspekulativ gelten. Häufig trifft man sie im nordamerikanischen, australischen und asiatischen Markt. 
 

Performance

Wertveränderung (Zunahme/Abnahme) eines Wertpapiers in einer bestimmten Zeitspanne.

 

Pfandbriefe

Festverzinsliche Wertpapiere, die von privaten oder öffentlich-rechtlichen Banken aufgelegt werden. Mit den Einnahmen aus der Emission von Pfandbriefen werden langfristige Hypothekendarlehen zur Finanzierung von Grundstücken und Gebäuden vergeben. Pfandbriefe werden mit erstklassigen Grundpfandbriefen besichert

Physische Lieferung

Je nach Ausgestaltung des Produkts kann es per Laufzeitende zu einer physischen Lieferung kommen, also einer Übertragung des Basiswerts in das Depot des Anlegers.

Platzierung

Unterbringung von (zumeist neu herausgegebenen) Wertpapieren beim Anlagepublikum. Ziel ist eine breite Streuung der Titel.

Point-&-Figure-Analyse

Instrument der technischen Aktienanalyse, die sich von der herkömmlichen Analyse anhand von Balken- und Linien-Charts vor allem durch das Fehlen von Zeit- und Umsatzfaktoren, die Vernachlässigung kleinerer Kursbewegungen und die andersartige formale Darstellungsform unterscheidet.

Point-&-Figure-Chart

In diesem Chart werden Kursbewegungen, solange sie in einer Richtung verlaufen, vertikal in ihrem gesamten Ausmaß in die Graphik eingetragen. Erfolgt eine Richtungsänderung, wird eine neue Spalte rechts von der alten begonnen und dort wiederum vertikal eingetragen. In welcher Zeit die Kursbewegung stattfindet wird nicht berücksichtigt. Dadurch gibt der Point & Figure-Chart langfristigere Signale. Üblicherweise werden Aufwärtsbewegungen mit einem "X" je Einheit gekennzeichnet, während Abwärtsbewegungen mit einem "O" eingezeichnet werden. Eine entscheidende Größe beim Point-&-Figure-Chart ist das Umkehrminimum, das besagt, wann eine Richtungsänderung durch eine neue Spalte festgehalten wird. Da diese neue Spalte erst begonnen wird wenn das Umkehrminimum überschritten wird, wird die Kursentwicklung in ihrer optischen Erscheinung geglättet wiedergegeben.

Portefeuille

Siehe Portfolio.

Portfolio

Der Gesamtbestand an Wertpapieranlagen eines Anlegers, der aus mehrerer Anlageinstrumente wie Aktien, Obligationen, Geldmarktanlagen usw. bestehen kann.

 

 
 

 

Portfoliofonds

Fonds, der aus mehreren Anlageklassen besteht. Auch Anlagezielfonds genannt.

Prämie

Die Prämie (Aufgeld) gibt an, um wieviel Prozent der Kurs des Basiswerts steigen muss, damit die Gewinnschwelle erreicht wird. Die Prämie zeigt also an, um wieviel Prozent eine Aktie (oder ein anderer Basiswert) durch Kauf und Ausübung einer Option teurer wäre als beim direkten Erwerb der Aktie. 

Preisindex

Von amtlichen Stellen (z.B. dem Bundesamt für Statistik) errechnete Messzahl, die Auskunft gibt über durchschnittliche Preisveränderungen in verschiedenen Bereichen der Wirtschaft. Beispielsweise gibt der Index für Konsumentenpreise die Entwicklung der Preise für Güter und Leistungen des täglichen Bedarfs wieder. Errechnet wird er anhand eines Warenkorbs (der neben Waren auch Dienstleistungen umfasst) für eine Gruppe von Haushalten, die nach Personenzahl und sozialer Stellung repräsentativ für die Gesamtbevölkerung sind.

Preisspanne

Oberer und unterer Kurs eines Wertpapiers. Zum Beispiel bei einer Aktienemission ohne fixen Emissionspreis. Auch Spanne zwischen Geld- und Briefkurs, also zwischen dem Kurs, zu dem jemand kaufen will und jenem, zu dem ein anderer Marktteilnehmer kaufen möchte.

Price Earnings Ratio

Kurs/Gewinn-Verhältnis, kurz: KGV, PE oder PER.

Primärmarkt

Der Primärmarkt, auch als Emissionsmarkt bezeichnet, umfasst die Erstausgabe von Wertpapieren. Der Anleger zeichnet respektive erwirbt Anlageinstrumente nicht von einem anderen Anleger, sondern direkt vom Emittenten.
 

Private Equity

ist eine Form des Beteiligungskapitals, bei der die vom Kapitalgeber eingegangene Beteiligung nicht an geregelten Märkten (Börsen) handelbar ist. Die Kapitalgeber können private oder institutionelle Anleger sein; häufig sind es auf diese Beteiligungsform spezialisierte Kapitalbeteiligungsgesellschaften. Wird das Kapital jungen innovativen Unternehmen bereitgestellt, die naturgemäß ein hohes Risiko, aber auch entsprechende Wachstumschancen in sich bergen, so spricht man von Wagniskapitalprivates (Venture Capital).

Programmhandel

Das automatische Auslösen von Kauf- oder Verkaufsaufträgen auf der Basis entsprechender Computerprogramme, die z.B. auf temporäre Ungleichgewichte zwischen Aktienkassa- und Futuremärkten reagieren. Das so genannte Hochfrequenzhandel steht im Verdacht, die Talfahrt von Kursen automatisch zu beschleunigen. Nach dem Crash vom Oktober 1987 wurde der Programmhandel an der Wall Street und an den Terminbörsen in Chicago beschränkt und stärker kontrolliert. Auch andere Länder haben Einschränkungen eingeführt.

Prospekthaftung

Haftung von Emittent und Konsortialinstituten für Schäden, die dem Anleger wegen fahrlässiger, fehlerhafter oder absichtlich irreführender Angaben im Emissionsprospekt entstehen.

Protection level (Kapitalschutz)

Er bezeichnet den Betrag, der bei Verfall garantiert zurückbezahlt wird und zwar unabhängig von der Kursentwicklung des Basiswerts.

Protektionismus

Schutzmaßnahmen eines Staates für die eigene Wirtschaft vor ausländischer Konkurrenz (z. B. Importbeschränkungen für bestimmte Güter).

Provision

Bankgebühr für das Ausführen von Wertpapieraufträgen, zum Beispiel für Aktienkäufe oder -verkäufe. In der Schweiz spricht man häufiger von Courtage statt von Provision. 
 

Prozyklisch

Eine Bezeichnung für ein Anlageverhalten. Hierbei wird auf den Trend an der Börse spekuliert. Bei fallenden Kursen wird verkauf,  bei steigenden Kursen gekauft. Gegenteil: antizyklisch.

 

Publikumsfonds:

Fonds, dessen Anteile jedermann frei erwerben und jederzeit zurückgeben kann.

Publizitätspflicht

Unternehmen, die ihre Aktien an einer Börse handeln lassen wollen, unterwerfen sich damit einer besonderen Verpflichtung zur regelmässigen Bekanntgabe von Informationen über die Entwicklung ihrer Geschäfte. In der Regel geben Aktiengesellschaften zusätzlich und freiwillig weitere Informationen an die Öffentlichkeit, zum Beispiel über Forschung und Entwicklung, Investitionen usw., um eine breite Vertrauensbasis vor allem gegenüber den Aktionären zu schaffen.  Art und der Umfang der Publizitätspflicht richten sich nach den Bestimmungen, die für die verschiedenen Marktsegmente der Börse erlassen worden sind.

Put-Option

Option, die den Käufer berechtigt, aber nicht verpflichtet, eine bestimmte Menge eines Basiswerts zu einem im Voraus festgelegten Ausübungspreis während oder am Ende der Laufzeit der Option zu verkaufen.

Pyramidensystem

Illegale Schneeball- oder Pyramidensysteme sind Geschäftsmodelle, welche nur funktionieren wenn sich die Zahl der Teilnehmer ständig erhöht, bis die Pyramide in sich zusammenfällt.