Börsenlexikon

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Beschreibung
Tafelgeschäft

Wertpapiergeschäfte am Bankschalter, bei denen die effektiven Wertpapiere, also die physischen Stücke selbst, dem Kunden ausgehändigt werden. In diesem Fall übernimmt der Anleger selbst die Verwahrung und Verwaltung der Wertpapiere, sorgt also auch für die Einlösung der mitgegebenen Zins- oder Dividendenscheine o.ä. Tafelgeschäfte dienen nicht selten der mehr oder weniger bewußt vorgenommenen, staatlicherseits aber tolerierten Steuerhinterziehung.

Taxkurs

Kurszusatz (T), der besagt, daß es zu keinerlei Umsatz im entsprechenden Wertpapier kam, weil keine Börsenaufträge vorlagen oder die vorliegenden Aufträge nach der gegebenen Marktsituation dem Makler unvertretbar erschienen.

Technische Indikatoren

Instrumente der Aktienanalyse, die eine bestimmte Entwicklung der Aktienkurse anzeigen sollen. Zur Errechnung eines technischen Indikators wird nur auf effektive Kurse zurückgegriffen. Die Zielsetzung der meisten Indikatoren ist es, Indikator, Relative Stärke, Trendoszillator, OBOS-Oszillator, Stochastik, Advance-Decline, New High/New Low, On-Balance-Volume, Coppock, Climax, Demand).

Technische Reaktion

Eine innerhalb eines gleichbleibend aufwärts oder abwärts gerichteten Trends stattfindende Gegenreaktion zur vorangegangenen Kursentwicklung.

Technologieaktien

Aktien von Unternehmen, die modernste Technologien herstellen oder einsetzen: Beispiele: Aktien Der Branchen Biotech, Internet, Telecom usw.

Telefonverkehr

Der zwischen Banken und freien Maklern stattfindende außerbörsliche Handel, unter anderem in der Vor- oder Nachbörse.

Tenderverfahren

Auktionsähnliches Verfahren bei der Emission von Wertpapieren, bei dem derjenige den Zuschlag erhält, der das höchste Gebot abgegeben hat. Dabei wird kein bestimmter Ausgabekurs festgelegt, sondern den Zeichnern nur ein Mindestkurs genannt. Je nach Interesse können die Zeichner ihre Gebote zu höheren Kursen abgeben. Ausgehend vom höchsten zum niedrigsten Gebot erfolgt dann die Zuteilung.

TER (Total Expense Ratio)

Die Total Expense Ratio (Gesamtkostenquote) umfasst alle Gebühren, mit denen ein Fonds im Laufe eines Geschäftsjahres belastet wird. Sie errechnet sich als Verhältnis zwischen Kosten und durchschnittlichem Fondsvermögen. Allerdings gilt zu beachten: Üblicherweise berücksichtigt die TER die Transaktionskosten, die beim Kauf und Verkauf von Wertpapieren entstehen nicht, so dass es sich nicht um eine Gesamtkostenquote im engeren Sinne handelt. Enthalten sind dagegen: Verwaltungs- und Depotbankvergütung, Vertriebskosten, Veröffentlichungs- und Prüfungskosten, Kosten für weitere Dienstleistungen wie Revision oder Rechtsberatung.

Termingeld

Alle Einlagen bei Kreditinstituten mit vereinbarter fester Laufzeit oder Kündigungsfrist.

Termingeschäft

Im Gegensatz zum Kassageschäft handelt es sich hier um ein börsliches, oder ausserbörsliches Geschäft, bei welchem die Erfüllung (Preis), zu einem später vereinbartem Zeitpunkt, im Voraus fixiert wurde. Unterschieden werden Termingeschäfte zwischen Devisen-, Effekten- und Warentermingeschäfte.

 

Termsheet

Ein Dokument, das die Vertragsbedingen enthält.

Themenfonds

Themenfonds investieren in Unternehmen, die in einer bestimmten Branche oder Unterbranche tätig sind, zum Beispiel im Freizeit- oder im Sonnenenergiesektor.

Thesaurierende Anlagefonds:

Auch Akkumulierungs- oder Anreicherungsfonds gennant. Sämtliche Erträge werden laufend reinvestiert. So können die bei einer Ausschüttungen anfallende Spesen und allfälllige Probleme der Wiederanlage vermieden werden. Durch den so gennanten Zinseszinseffekt wird zudem die Wertsteigerung beschleunigt. Viele Fondsgesellschaften bieten Anlagefonds an, welche die Tranchen A (ausschüttend) und B (thesaurierend) enthalten.

Thesaurierung

Gewinne werden nicht ausgeschüttet, sondern reinvestiert.

Tick

Kleinstmögliche Einheit, um die sich der Kurs verändern kann.

Tiefcoupon-Obligationen

Obligation mit tiefem Zinscoupon. Kann steuerlich vorteilhaft sein.

Tilgung

Rückzahlung oder Rückkauf einer Anleihe durch den Schuldner. Bei gesamthaft fälligen Anleihen auf ein Mal, bei Tilgungsanleihen in Raten nach einem bestimmten Tilgungsplan bzw. durch Auslosung der jeweils betroffenen Stücke.

Timing

Der Versuch, Wertschriften zu tiefem Preis zu kaufen und zu hohem Preis zu verkaufen.

TMT

Branchentrio Technologie, Medien, Telekommunikation

Top down

Von oben nach unten : Investmentstil, bei dem zuerst die grossen (makroökonomischen) Entwicklungen, dann die Branche und schliesslich die Einzelunternehmungen analysiert werden. Gegensatz: Bottom up.

Total return

Gesamtertrag einer Anlage (meist zusammengesetzt aus Ausschüttungen wie der Dividende und dem Kursgewinn)

Total-Expense Ratio (TER)

siehe TER.

Tracker-Zertifikate

Tracker-Zertifikate bilden die Kursentwicklung eines Marktes oder eines Basiswertes 1:1 ab. Somit besteht auch das gleiche Risiko wie beim Kauf des Basiswerts.

Tracking Error

Der Tracking Error ist eine Kennzahl für die Abweichung der Wertentwicklung eines Anlagefonds von seiner Benchmark. Ein niedriger Tracking Error steht für eine sehr ähnliche Wertentwicklung

Trading

Anlagestil, der auf das Ausnützen kurzfristige Kursschwankungen setzt.

Tranche

Teilbetrag einer Wertpapieremission, wenn diese nicht in einem Zug ,sondern in mehreren Teilbeträgen, zu verschiedenen Terminen und gegebenenfalls unterschiedlichen Zinssätzen vorgenommen wird.

Treasury

Amerikanische Staatsanleihen: Sie werden vom Schatzamt der USA entweder als Bills (Laufzeit bis 180 Tage) oder Bonds (Laufzeit mehr als fünf Jahre) herausgegeben.

Trend

Grundrichtung eines Aktienkurses. Auf Basis dieses Trends versuchen Marktbeobachter, die zukünftige Entwicklung eines Titels vorherzusagen.

Trend-Bestätigungs-Indikator

Der Trend-Bestätigungs-Indikator (TBI) ist in der technischen Analyse eine Verhältniszahl zweier gleitender Durchschnitte (GD). Dabei wird der Wert des kürzeren oder allgemein reagibleren GD durch den Wert des zweiten, längeren bzw. trägeren GD geteilt. Das Ergebnis wird mit 100 multipliziert, um keine Zahlen kleiner eins zu erhalten. TBI-Werte unter 100 bedeuten, daß der kurzfristigere GD unter dem längerfristigen liegt, somit eine technische Schwäche angezeigt ist, und ein bevorstehender Trendwechsel wahrscheinlich wird. TBI-Werte über 100 bedeuten, daß eine technische Stärke vorhanden und eine Fortsetzung des Kurstrends wahrscheinlich ist.

Trendkanal

Kurszone zwischen Unterstützungslinie (unten) sowie Widerstandslinie (oben). In der Regel als Parallele zwischen beiden Linien. Ein signifikanter Durchbruch durch eine der beiden Linien galt früher als starkes Kauf- (von unten nach oben) oder starkes Verkaufsignal (von oben nach unten).

Trendlinie

Durch das Verbinden von Tief- bzw. Hochpunkten miteinander entstehen auf dem Chart Trends. Eine Aktie hat einen Tiefpunkt erreicht und steigt von dort an bis zu einem Hochpunkt. Der Kurs wendet und fällt bis zu einem zweiten Tiefpunkt, an dem die Abwärtsbewegung zum stehen kommt und der Kurs wieder dreht. Liegt nun der zweite Tiefpunkt über dem ersten, so ergibt sich, wenn man die beiden Punkte miteinander verbindet, eine aufsteigende Gerade, und man spricht dabei von einer Aufwärts-Trend-Geraden. Auf gleiche Weise läßt sich der Abwärtstrend ermitteln, bei dem die jeweils tieferliegenden Hochpunkte verbunden werden. Eine Trendlinie entsteht, wenn der Kurs mindestens zweimal, besser natürlich dreimal eine gewisse Tendenz erkennen läßt. Dies kann man durchaus als "Chartdeuten" bezeichnen. Diese beiden oder drei Punkte stellen gewissermaßen den Beginn eines Trends dar.

Trendoszillator

Der Trendoszillator ergibt sich aus dem prozentualen Abstand der Kurse von einem beliebigen gleitenden Durchschnitt. Er zeigt damit die Bandbreite an, in der der Kurs bisher von seinem "Trend" (dem eingestellten gleitenden Durchschnitt) abgewichen ist. Oft bewegt sich der Kurs lange innerhalb einer Bandbreite. Man muß folglich versuchen zu kaufen, wenn die Oszillatorkurve im unteren Bereich angekommen ist und wieder nach oben dreht (Verkauf umgekehrt), um den Trendkanal auszunutzen. Der Trendoszillator ist dadurch gerade bei seitwärts errichteten Kursentwicklungen ein gutes Instrument für das eher kurzfristige Trading. Manchmal wird der Trendoszillator auch als "Relative Stärke nach Levy" bezeichnet.

Turnaround

Trendwende zur Verbesserung der Lage innerhalb einer Branche, des allgemeinen Börsentrends oder eines Unternehmens. Eine zuletzt sinkenden Aktie wechselt in einen Aufwärtstrend.

Twin-Win Zertifikate

Twin-Win Zertifikate bieten eine Gewinnmöglichkeit bei steigenden, wie auch bei sinkenden Kursen. Ist die Performance des Basiswerts positiv, partizipiert das Zertifikat in der Regel überproportional. Kursverluste des Basiswertes werden bis zum Knock-In 1:1 in Gewinne umgewandelt. Wird der Knock-In berührt, wandelt sich das Twin-Win in ein Outperformance-Zertifikat.