2400 Walliser Jäger auf der Pirsch

Im Kanton Wallis ist die Jagdsaison eröffnet. Rund 2400 Jägerinnen und Jäger machen sich auf die Pirsch nach Hirschen, Gämsen und Rehen.
19.09.2017 11:45

Die Zahl der im Kanton Wallis gelösten Jagdpatente ist von Jahr zu Jahr etwa gleich hoch. Wie viel Wild geschossen werden darf, wird vom Kanton aber jeden Herbst neu festgelegt.

In diesem Jahr will die Walliser Dienststelle für Jagd, Fischerei und Wildtiere den Druck auf den Hirschbestand verstärken, wie sie bekannt gab. Denn die Geweihträger fressen mit Vorliebe Knospen und Baumrinden, was dem Wachstum der jungen Bäume und der Erneuerung der Wälder schadet.

Der Kanton Wallis will nun aber die Verjüngung der alternden Schutzwälder vorantreiben, die rund 87 Prozent der bewaldeten Fläche ausmachen. Aus diesem Grund hat der Kanton dieses Jahr 1800 Hirsche zum Abschuss freigegeben. Letztes Jahr hatten die Jäger 1600 Hirsche erlegt - zu wenige bei einem Bestand von 5200 Exemplaren.

Nach der offiziellen Jagdsaison wurde deshalb eine Sonderjagd durchgeführt, um zusätzliche Hirsche zu schiessen. Bei den Gämsen dürfen diesen Herbst bei einem Bestand von rund 20'000 Exemplaren 2700 Tiere geschossen werden. Die Abschussquote bei den Rehen liegt bei 1500 Tieren. Dies ist bei einem Bestand von 5000 Rehen etwa gleich viel wie letztes Jahr. Ungefähr gleich hoch blieb die Quote auch bei den Gämsen.

Seit Anfang September läuft auch in Graubünden die Hochjagd. Nach einer einwöchigen Pause wurde der Jagdbetrieb Anfang Woche wieder aufgenommen. Die Jagd dauert noch bis zum 29. September. Die rund 5300 Jäger müssen unter anderem insgesamt 5370 Hirsche erledigen - so viele wie noch nie.

(SDA)