Aargauer CVP verteidigt ihren Regierungssitz

Im Kanton Aargau haben die drei bisherigen Regierungsräte von SP, FDP und SVP die Wiederwahl problemlos geschafft. Die CVP verteidigte ihren frei gewordenen Sitz mit Markus Dieth. Es kommt zu einem zweiten Wahlgang für den fünften Sitz.
23.10.2016 15:04

Justizdirektor Urs Hofmann (SP) erzielte mit 94'407 Stimmen das beste Resultat. Der 60-jährige Regierungsrat ist seit 2009 im Amt. Auf dem zweiten Platz folgt der 49-jährige Baudirektor Stephan Attiger (FDP) mit 88'788 Stimmen. Das Volk bestätigte auch den 51-jährigen Bildungsdirektor Alex Hürzeler (SVP) mit 82'703 Stimmen.

Damit liegen alle drei bisherigen Regierungsrat deutlich über dem absoluten Mehr von 56'687 Stimmen. Die Wahlhürde im ersten Anlauf übersprang auch CVP-Grossrat Markus Dieth.

Der 49-jährige Dieth ist Gemeindepräsident von Wettingen. Er erhielt 61'890 Stimmen. Die CVP verteidigte mit Dieth den Sitz des abtretenden Finanzdirektors Roland Brogli. Der Anspruch der CVP auf einen Regierungssitz war nicht bestritten.

Alle anderen Kandidierenden blieben unter dem absoluten Mehr. Der fünfte Regierungssitz ist noch vakant. Am 27. November kommt es zu einem zweiten Wahlgang um den noch freien fünften Sitz.

Die Brugger Bezirksrichterin Franziska Roth (SVP) erhielt 47'791 Stimmen. Die SVP will mit der 52-jährigen Roth, die über wenig politische Erfahrung verfügt, erstmals einen zweiten Sitz in der fünfköpfigen Kantonsregierung erobern.

Das gleiche Ziel im Visier hat auch die SP. Nationalrätin Yvonne Feri gewann 47'320 Stimmen. Die 50-jährige Gemeinderätin von Wettingen liegt damit um nur 471 Stimmen hinter der SVP-Kandidatin. Die SP war vor 31 Jahren zuletzt mit zwei Sitzen in der Regierung vertreten.

Keine Chance bei den Wählenden hatten die Grünen, die den Sitz der zurücktretenden Gesundheitsdirektorin Susanne Hochuli verteidigen wollten. Der 58-jährige Grossrat Robert Obrist landete mit 32'946 Stimmen abgeschlagen auf dem achten Platz.

Ein besseres Ergebnis fuhr die 55-jährige BDP-Grossrätin Maya Bally mit 37'826 Stimmen ein, gefolgt von der 40-jährigen GLP-Grossrätin Ruth Jo. Scheier mit 17'964 Stimmen. Die fünf Kandidierenden mit Aussenseiterstatus konnten je nur wenige 1000 Stimmen auf sich vereinen.

(SDA)