Abrupt ausgelöscht - Warum letzte Mammuts auf einer Insel starben

Isolation, Blitzeis oder der Mensch waren mögliche Gründe für das abrupte Aussterben der letzten Mammuts vor 4000 Jahren. Die auf einer Insel lebende letzte Mammutpopulation wurde durch ein plötzliches Ereignis ausgelöscht und nicht langsam, etwa durch Klimawandel.
11.10.2019 07:18

Sie lebte abgeschieden auf der Wrangelinsel im Arktischen Ozean, die heute zu Russland gehört. Ein internationales Forscherteam verglich die Atomsorten (Isotope) von erhaltenen Knochen und Zähnen dieser Tiere mit jenen von bereits früher ausgestorbener Artgenossen aus Alaska und Sibirien. Nach Angaben von Hervé Bocherens vom Senckenberg Center for Human Evolution and Palaeoenvironment an der Universität Tübingen weisen die Knochen der Insel-Mammuts im Gegensatz zu jenen der anderen auf keine veränderten Klima- und Umweltbedingungen hin.

Wie er und seine Kollegen in der Fachzeitschrift "Quaternary Science Reviews" berichten, könnte ein extremes Wetterereignis wie etwa gefrierender Regen, der das Gras und damit die Mammut-Nahrung bedeckte, die etwa 300 letzten Giganten plötzlich ausgelöscht haben. Möglich sei auch, dass auf der Insel ankommende Menschen etwas damit zu tun hätten, so Bocherens. Auf ein plötzliches Aussterben hatten auch frühere Genanalysen der Mammutreste auf der Wrangelinsel hingedeutet.

(SDA)