«Die Frage ist nun, ob der jüngste Ausverkauf den Beginn einer platzenden Blase markiert oder nur eine weitere Korrektur auf dem Weg nach oben ist», sagt Händlerin Ipek Ozkardeskaya von Swissquote. Auf jeden Fall seien die Gründe für die jüngsten Turbulenzen noch nicht verschwunden, und einige Titel würden geradezu nach einer Korrektur zurück auf gesündere Niveaus «schreien», ergänzt sie.

Die Agenda ist zur Wochenmitte recht dünn gefüllt: Hierzulande steht der UBS-CFA-Index auf dem Programm, in Deutschland dürfte das Ifo-Geschäftsklima einen Blick wert sein. Aus den USA sind nur wenig bewegende Daten zu erwarten. Allerdings legt der Chiphersteller Micron seine Quartalszahlen nach Börsenschluss vor, die nach dem jüngsten Ausverkauf als Gradmesser für die Stimmung im Halbleitersektor angesehen werden.

Die Bank Julius Bär berechnet den Leitindex SMI gegen 8.10 Uhr mit lediglich 0,03 Prozent knapp im Plus bei 13'915 Punkten. Tech-Werte stehen weiter im Fokus, wobei sich nach den gestrigen Verlusten vorbörslich eine Stabilisierung abzeichnet: So geben Logitech (-0,3 Prozent) etwas nach, VAT (+0,1 Prozent) sind kaum verändert, während AMS Osram (+2,2 Prozent) zulegen.

Mangels harter Nachrichten dürften insbesondere Analystenkommentare für Bewegung bei Einzelwerten sorgen. So hob etwa Jefferies das Kursziel für Richemont (+0,6 Prozent auf 179,50 Fr.) klar auf 200 von 165 Franken und hält an der Einstufung «Buy» fest. Die Analysten erwarten einen starken Jahresstart für den Luxusgüterkonzern.

dm/ys

(AWP)