Angreifer ersticht drei Israelis in Siedlung im Westjordanland

Bei einem Messerangriff in einer jüdischen Siedlung im Westjordanland sind am Freitag drei Israelis getötet worden. Ein Angreifer drang laut Armee in ein Haus in der Siedlung Neve Zuf nordwestlich von Ramallah ein und stach dort auf vier israelische Zivilisten ein.
21.07.2017 23:23

Drei von ihnen seien gestorben, ein weiterer sei verletzt, teilte die Armee am Abend mit.

Die israelische Nachrichtenseite "ynet" berichtete, bei den Opfern handele es sich um zwei Männer im Alter von 40 und 60 Jahren sowie eine 60-jährige Frau. Eine weitere Frau sei verletzt ins Spital gebracht worden. Ein Nachbar habe die Schreie gehört und habe auf den 19-jährigen Attentäter geschossen.

Die Armee hatte zunächst von zwei Toten und zwei Verletzten gesprochen. Wenig später erklärte sie, eines der Opfer sei seinen Verletzungen erlegen. Der Täter sei erschossen worden. Angaben zu dessen Identität machte die Armee nicht.

Der Angriff erfolgte nach schweren Zusammenstössen zwischen Palästinensern und israelischen Sicherheitskräften in Ost-Jerusalem und mehreren Orten im Westjordanland, bei denen mindestens drei Palästinenser getötet und hunderte weitere verletzt wurden.

Nach dem Freitagsgebet hatten hunderte Palästinenser gegen verschärfte Sicherheitsmassnahmen am Zugang zur Jerusalemer Altstadt und zum Tempelberg protestiert. Die Palästinensische Autonomiebehörde kündigte das Einfrieren der Beziehungen zu Israel an, solange die Massnahmen bestehen bleiben.

(SDA)