Armee gibt Startschuss zu Grossanlass "Thun meets Army & Air Force"

In Thun hat am Freitagmorgen der Grossanlass "Thun meets Army & Air Force" begonnen. Es ist die grösste umfassende Armeeschau seit den Heerestagen 2006, die ebenfalls in Thun stattfanden. Die Armee rechnet mit 160'000 Besuchern.
21.10.2016 18:04

Höhepunkte des zweitägigen Anlasses sind Auftritte der Patrouille Suisse am Freitag- und Samstagmittag sowie eine "Steelparade" am Freitag- und Samstagnachmittag. An dieser Parade zeigt die Armee ihre Einsatzmittel. Doch auch Demonstrationen zur Minenräumung und eine militärhistorische Ausstellung gehören zum Programm.

Dazu kommen diverse Konzerte, unter anderem eines des Thuner Sängers Luca Hänni. Die Armee ruft die Besucher dazu auf, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen. Um die Besucher von einem Schauplatz zum anderen zu befördern, setzt sie Busse und auch Pontonierfähren ein.

Mit der Schau will sich die Armee der Zivilbevölkerung erlebbar machen, wie Vertreter im Juni bei der Vorstellung des Anlasses sagten. Ein besonderes Augenmerk richtet die Armee auf 15- bis 20-Jährige. Ihnen will sie mit verschiedenen Präsentationen in der Thuner Innenstadt die verschiedenen Armee-Berufe näher bringen.

Weltoffen zeigt sich die Armee bei der Verpflegung der Besucher: Es wird nicht Spatz respektive Pot-au-feu angeboten. Vielmehr gibt es eine Art "Streetfood-Festival" mit Speisen externer Anbieter aus der ganzen Welt.

Armee-Sprecher Daniel Reist sagte am Freitagmorgen auf Anfrage, der Anlass habe wie geplant begonnen. Der Besucherandrang sei schon beträchtlich. Die Schau, deren Budget eine Million Franken beträgt, endet am Sonntagmittag nach einem ökumenischen Gottesdienst mit viel Musik und einem Gospelchor.

Die Gruppe für eine Schweiz ohne Armee (GSoA) protestierte am Freitagnachmittag auf dem Thuner Rathausplatz mit Ping-Pong-Bällen gegen den Anlass. Auf diesen war beispielsweise zu lesen "Krieg ist kein Spiel".

Wie GSoA-Sekretärin Nora Komposch eine Mitteilung ihrer Organisation ergänzte, schritt die Polizei ein, nahm die Personalien der Aktivisten auf und sammelte die Ping-Pong-Bälle ein.

(SDA)