Bahnlinie am Lago Maggiore wird wieder unterbrochen

Bahnreisende in Richtung des Flughafens Mailand-Malpensa müssen sich in diesem Jahr in Geduld üben. Schon jetzt verkehren zwischen Cadenazzo TI und Luino (I) teilweise Ersatzbusse - ab Juni wird die Bahnlinie dann vollständig für Bauarbeiten geschlossen.
07.03.2017 12:03

Der Unterbruch betreffe sowohl das schweizerische als auch das italienische Staatsgebiet und sei bis Mitte Dezember vorgesehen, teilte SBB-Sprecherin Roberta Trevisan auf Anfrage mit. Für die Zeit der Erneuerungsarbeiten der Bahnlinie entlang des Lago Maggiore würden Ersatzbusse verkehren. Auch 2018 könne es noch tägliche Sperrungen geben, um die Arbeiten zu beenden.

Nötig werden die Baumassnahmen unter anderem für die Realisierung des Vier-Meter-Korridors: Die Schweiz und Italien hatten schon Anfang 2014 in Bern vereinbart, dass die Schweiz an den Ausbau des NEAT-Zubringers in Italien einen A-fonds-perdu-Beitrag von 120 Millionen Euro leistet. Dieses Geld ist für die Luino-Linie bestimmt, die von der Schweiz aus zu den Terminals Gallarate und Busto-Arsizio führt. Mit dem Vier-Meter-Korridor wird es möglich, Sattelauflieger mit Eckhöhe von vier Metern auf die Bahn zu verladen.

Gerade in den Sommermonaten wird die Linie von vielen Touristen genutzt, die den Markt im italienischen Luino aufsuchen.

Das Urlaubsgefühl im mediterranen Süden konnte in den vergangenen Jahren immer wieder durch Einschränkungen auf der Linie getrübt werden: Bereits 2016 wurden die TILO-Verbindungen zwischen Cadenazzo und Luino vormittags zwischen Juli und Dezember durch Busse ersetzt. Zumindest in der Hauptferienzeit bot die SBB allerdings am Morgen einen Direktzug zum Markt in Luino an.

Auch im August 2015 blieb der Bahnverkehr wegen Brückenarbeiten vollständig unterbrochen. Die verkehrenden Ersatzbusse in Richtung Mailand-Malpensa benötigten 15 bis 30 Minuten mehr für die Strecke als die Bahn.

Anfällig ist die zwischen Seeufer und Bergen gelegene Bahnverbindung ausserdem für Erdrutsche. Zuletzt kam es im regenreichen Herbst 2014 zu mehreren Sperrungen.

(SDA)