Bei Gasballon-Rennen liegen Franzosen vor Schweizern in Führung

Am Freitagabend hat in Greyerz FR die Weltmeisterschaft im Gasballon-Fahren begonnen. 21 Ballone aus 13 Ländern, darunter der Schweiz, nehmen am 61. Gordon Bennett Cup teil. Nach 24 Stunden Wettkampf lag ein Schweizer Ballon hinter einem französischen auf Platz 2.
09.09.2017 20:26

Die Teams versuchen, ohne Zeitlimiten eine möglichst lange Strecke zurückzulegen. Der Wettbewerb kann gut und gerne mehrere Tage und Nächte dauern. Während das Rennen läuft, wird auf dem Flugplatz in Greyerz ein Volksfest rund um das Thema Luftsport veranstaltet.

Aus der Schweiz nehmen in diesem Jahr drei Teams teil - zwei davon gelten als Favoriten. Dabei ist auch das amtierende Doppelweltmeisterteam mit den beiden Thurgauern Kurt Frieden und Pascal Wiprächtiger und die Freiburger Equipe um Nicolas Tièche und Laurent Sciboz, die Vizeweltmeister von 2016. Das dritte Team bilden die beiden Zürcher Walter Gschwendtner und Max Krebs.

15'000 Zuschauerinnen und Zuschauer verfolgten am Freitagabend den Start in Greyerz FR mit - doppelt so viele wie erwartet, wie die Organisatoren am Samstagabend mitteilten. In der Nacht fuhren die Ballone über Deutschland und Tschechien hinweg, am Samstag befanden sich viele von ihnen über polnischem Boden.

Starke Winde sorgten dafür, dass die Gefährte zeitweise mit mehr als 80 Stundenkilometern unterwegs waren. Für etliche Teams war das Rennen allerdings nach einem Tag zu Ende. Ihre Ballone waren im Lauf des Samstags gelandet.

In Führung lag am Abend ein französischer Ballon. Er hatte nach rund 24 Stunden Fahrt rund 1360 Kilometer hinter sich. Dahinter folgte die Freiburger Equipe aus der Schweiz mit einer Fahrstrecke von gegen 1260 Kilometern. Sieger ist, wer am weitesten kommt. Seit dem frühen Abend aus dem Rennen ist der Zürcher Ballon.

Dies war auf dem Livetracker der Organisatoren des 61. Gordon Bennett Cup zu sehen. Am Samstag waren die Wetterbedingungen deutlich schlechter als am Freitag, dem ersten Tag des Rennens.

Der Wettbewerb wurde erstmals 1906 in Frankreich ausgetragen. Die Regeln haben sich seither nicht verändert. Die Schweiz war schon zweimal Gastgeberin. Der Gordon-Bennett-Weltcup geht auf den amerikanischen Zeitungsverleger und Sportfan James Gordon Bennett Junior (1841-1918) zurück.

Die meisten Siege, nämlich deren neun, hat bis heute das französische Team von Vincent Leys eingefahren. Mit 3400 Kilometern in fast 65 Stunden halten die Belgier Bob Berben und Benoît Simeon den Entfernungsrekord.

(SDA)