Börsen setzen nach dem Taucher der Vortage zur Erholung an

Nach dem schwachen Wochenstart setzt die Schweizer Börse am Mittwoch angetrieben vom Rückenwind aus Übersee zur Erholung an. Damit befindet sie sich in guter Gesellschaft: In ganz Europa ziehen die Kurse an, wie zuvor schon an mehreren asiatischen Handelsplätzen.
24.10.2018 11:02

In Asien haben sich die Anleger in der Nacht wieder an den Aktienmarkt zurückgetraut, nachdem am Vortag die US-Aktienmärkte in der zweiten Tageshälfte eine Aufholjagd hingelegt hatten.

Zum Sprung in positives Terrain reichte es an den US-Börsen aber nicht. Der Dow Jones schloss um 0,5 Prozent tiefer als am Vortag.

In Japan legte der Nikkei-Index aber um 0,4 Prozent zu. Der chinesische Shanghai Composite stieg um 0,3 Prozent, während die Börsen in Hongkong und in Südkorea je um 0,4 Prozent tauchten.

"Die Stimmung am Markt bleibt wackelig, aber die Widerstandskraft der Wall Street zeigt, dass sie nicht komplett eingebrochen ist", sagte Währungsstratege Junichi Ishikawa von IG Securities in Tokio. Bis zu den US-Kongresswahlen am 6. November werde man wohl noch die ein oder andere "Mini-Panik" sehen. Insgesamt sei die US-Wirtschaft aber in einer guten Verfassung.

An der Schweizer Börse kletterte der Leitindex SMI bis kurz nach 10 Uhr um ein halbes Prozent. In Paris und London stehen die Börsen jeweils um rund 0,6 Prozent im Plus. Derweil notierte in Deutschland das Börsenbarometer DAX lediglich um 0,1 Prozent im Plus, weil die Deutsche Bank mit ihren Quartalszahlen die Laune verdarb. Börsianern zufolge handelt es sich vorerst nur um einen Erholungsversuch.

Nach oben gezogen wurde die Schweizer Börse von den drei Schwergewichten Novartis, Nestlé und Roche, die praktisch im Alleingang für den Anstieg des SMI um gut 60 Punkte verantwortlich waren. Die Novartis-Aktie stieg um 1,6 Prozent, Nestlé um 0,9 Prozent und Roche um 0,6 Prozent. An der Spitze der Gewinner stand der Spezialchemiekonzern Lonza mit einem Kursanstieg von über 2 Prozent.

Auf der anderen Seite standen die Banken bei den Verlierern weit oben, nachdem die Deutsche Bank mit ihren Quartalszahlen die Erwartungen der Finanzgemeinde verfehlt hatte und die ganze Bankbranche ins Minus zog. Europaweit zeigten Bankaktien Kursverluste. Hierzulande büsste die Credit Suisse-Aktie um 1,2 Prozent ein, während Rivale UBS um 0,7 Prozent verlor. Julius Bär tauchte um 0,5 Prozent.

(SDA)