Börsendebüt von Landis+Gyr nur teilweiser Erfolg

Das Börsendebüt von Landis+Gyr an der SIX Swiss Exchange kann nicht voll überzeugen: Die Aktien notierten am Freitag kurz vor Mittag mit 79,30 Franken zwar über dem Ausgabepreis von 78 Franken. Zeitgleich lag der breite SPI 0,06 Prozent im Plus.
21.07.2017 11:46

Zuvor waren sie aber zeitweise bis auf 76,90 Franken gefallen. Die Preisspanne für die Aktien des Stromzählerproduzenten betrug 70 bis 82 Franken.

"Ich bin sehr glücklich, dass wir den Börsengang mit unserem starken Team erfolgreich vollzogen haben", sagte Konzernchef Richard Mora gegenüber der Finanznachrichtenagentur AWP. "Das war eine grossartige Leistung und jetzt werden wir uns auf die Umsetzung unserer Strategie und unseres Vier-Jahres-Plans konzentrieren".

Der Ausgabepreis bewerte das Unternehmen fair und Mora ist überzeugt, dass der Markt und die Investoren den Wert des Unternehmens entdecken werden, insbesondere mit Blick auf die guten Wachstumsaussichten.

Es beunruhigt den Konzernchef nicht, dass die Preisspanne nicht voll ausgereizt wurde. "Wir haben eine starke Nachfrage gesehen und die Platzierung war mehrfach überzeichnet." Schweizerische und internationale, institutionelle und private Investoren hätten die Aktien nachgefragt.

Eine Rolle bei der Preisfindung habe auch der Fakt gespielt, dass keine Mehrzuteilungsoption zur Verfügung stand. Die platzierten Aktien entsprechen zu 100 Prozent dem ausgegebenen Aktienkapital.

Mit dem Börsengang haben sich die bisherigen Besitzer, der Technologiekonzern Toshiba Corporation (60 Prozent des Aktienkapitals) und die Beteiligungsgesellschaft INCJ (40 Prozent) vollständig von dem Unternehmen mit Sitz in Zug getrennt.

Verwaltungsrat und Mitglieder der Geschäftsleitung hatten per präferierter Zuteilung 106'774 Aktien zum Ausgabepreis gezeichnet. Das entspricht einer Kaufsumme von rund 8,33 Millionen Franken. Konzernchef Mora wertet das Engagement als Ausdruck der Zuversicht des Managements in die Aussichten von Landis+Gyr.

(SDA)